Tier-Engel unterwegs e.V.

Die Tiernothilfe im Kreis Ludwigsburg & Umgebung

Unsere Einsätze

Hier finden Sie unsere aktuellen Einsatzberichte.

Im Jahr 2020 hatten wir 475 Einsätze.

In 2021 sind bis jetzt bereits über 1.050 Einsätze in unserer Statistik aufgeführt.

Falls auch Sie einmal ein Tier in einer Notlage auffinden oder eine Totfundmeldung abgeben möchten - ein Anruf auf unserem Notfalltelefon genügt und wir sind zur Stelle: 0178-9313 465



Samstag, 04.12.2021 |

Nr. 1.077/2021

Wochenende - Freizeit oder Ehrenamtzeit wie für unser Teammitglied Caro

Einsatzbericht 1077 - #3/04.12.2021

Wochenende - Freizeit oder Ehrenamtzeit wie für unser Team-mitglied Caro

Es war Samstag und unser 2. Vereins-Vorstand Caro befand sich bereits den ganzen Tag ehrenamtlich im Einsatz - sie ist nicht nur bei uns sehr engagiert, sondern auch im THW!

Es war 17.50 Uhr, als in unserem Notfallchat die Meldung einer toten Katze in Bietigheim am Pro Seniore erschien - die Polizei warte vor Ort. Teammitglied Caro gab Bescheid, dass sie gerade beim THW sei, dort unterbrechen kann und den Einsatz sofort übernimmt.

Vor Ort angekommen, sah Caro mehrere Menschen….. 2 Polizisten, 1 männlicher Teenager , eine ältere Dame mit Kleinkind und noch eine Person mittleren Alters - war einer von ihnen evtl. der Besitzer? Die Polizistin sagte zu Caro, dass die Leute wohl nicht wissen, ob es ihre Katze sei, weil es in der Gegend nochmal eine British Kurzhaar gibt. Eine Fellnase sei gechipt, die andere nicht. Ihre sei allerdings gekennzeichnet.

Caro sah sich die Fellnase an - offensichtlich war das Tier mit einem Auto kollidiert, kein schöner Anblick und das Körperchen war noch warm - also musste es kurz zuvor passiert sein…. Der Teenager der dabei stand, hatte den Unfall beobachtet und die Polizei gerufen - es geschah direkt vor dem Seniorenheim in einer 30er Zone…. Die Ärzte des Heims hatten ein Flügelhemd nach draußen gebracht, um das Tier damit abzudecken.

Leider hatte Caros Suche nach Tattoo und Chip keinen Erfolg…. Plötzlich kamen nochmal 3 Jungs zum Unfallort. Diese meinten, es könnte auch ihre Katze sein…. Ihre sei nicht gechipt/ gekennzeichnet…. Wem gehörte nun das Tier? Caro bot an, bis die Besitzansprüche geklärt sind, das Tier mitzunehmen.

Das kleine Mädchen welches dabei war sagte, dass ihre Katze einen Fleck am Bauch habe - ohne Fell…. Caro meinte zu dem Kind: „Dann hat die Katze wohl einen Bauchnabel….“ Trotz der traurigen Situation lachten die Menschen - was Caro irritierte, denn ihr war gewiss nicht zum Lachen angesichts der toten Samtpfote.

Einer der drei Jungs wollte die Katze sehen, Caro wies ihn darauf hin, dass der Anblick nicht schön sei - er bestand jedoch darauf. Tränen schossen ihm in die Augen….. es sei seine Katze…. Er erzählte, dass die Fellnase immer nur im Garten war und niemals rausging…. bis wohl zu diesem Tag…… Er nahm sein Tier mit, Caro verabschiedete sich von den Polizisten und den Menschen und fuhr wieder zum THW, um dort weiter ehrenamtlich mitzuhelfen. Lange hingen ihre Gedanken der skurrilen Situation nach…

Gute Reise klein Fellnase - Du bist sicher gut über die Regenbogen-brücke gekommen.




Donnerstag, 25.11.2021 |

Nr. 1.059/2021

Teammitglied Caro hätte eigentlich bis um 17.00 Uhr arbeiten müssen, als ca. 14.50 Uhr eine Meldung in unsere Notfallgruppe eingestellt wurde: Ein Bussard war in Asperg in ein Wohnheim geflogen, verletzt und musste abgeholt und in das Tierheim Ludwigsburg gebracht werden. Die Mitarbeiter dort hatten unseren Verein Tier-Engel unterwegs um Übernahme des Einsatzes gebeten.

Kurzerhand beschloss Caro ihr Überstundenkonto in Anspruch zu nehmen und nachdem von Chefseite her grünes Licht kam, machte sich Caro auf den Weg zum Wohnheim. Vor Ort angekommen fand sie, in einem Vorraum des Wohnheimes sitzend, den verletzten Bussard. Die Mitarbeiterin dort und auch Caro konnten sich nicht erklären, wie der arme Kerl dorthin gekommen war. Der Vorraum hatte zwar Fenster, diese waren allerdings - genauso wie die Tür - eigentlich geschlossen. Vorsichtig nahm Caro ihn auf und setzte ihn in ihre mit gebrachte, gepolsterte Softbox. Dies ließ der Greifvogel auch ohne große Gegenwehr geschehen. Caro bat die Mitarbeiterin des Wohnheimes darum, ihr beim Zuziehen des Reißverschlusses der Softbox zu helfen.

Oft erscheint beim Sichern eines Tieres alles ruhig abzulaufen, nur um kurze Zeit später explosionsartig ins Gegenteil umzuschwenken - sei es durch panisches Flattern, Kratzen oder das Zubeißen der verletzen Tiere - sie wissen leider nicht, dass wir Tier-Engel ihnen helfen wollen und wehren sich mit letzter Kraft in Panik vor der vermeintlichen Gefahr….  dieses Mal ging alles gut und der Vogel wurde von Caro zügig in das Tierheim Ludwigsburg gebracht. Die fehlende Gegenwehr deutete allerdings bereits darauf hin, dass er ernsthafte Probleme hatte.

Im Tierheim angekommen wurde der Bussard sofort tierärztlich vorgestellt und ein schwerer Flügelbruch diagnostiziert. Das Tier war eigentlich gut genährt. Tierheimleiterin Ursel Gericke mutmaßte, dass der Greifvogel um das Wohnheim herum sein Jagdrevier hatte und wohl mit einem der vielen Bau-Gerüste kollidiert war, die dort in kurzer Zeit aufgrund Neubebauung hochgezogen worden waren. Abends erfuhr Caro dann, dass der Flügel operativ nicht mehr zu richten war und so musste ein weiterer „König der Lüfte“ eingeschläfert werden – traurig nahm Caro diese Nachricht entgegen.

FLY FREE NOW - du stolzes Tier.

Wir Engel hoffen, dass du gut über die Regenbogenbrücke gekommen bist und jetzt frei, wild und ohne menschlich geschaffene Barrieren deine Kreise ziehen kannst …

In letzter Zeit häuften sich leider für unser Teammitglied Caro die Einsätze, die am Ende aus verschiedenen Gründen nicht gut ausgegangen sind - wie in diesem Fall.

Emotional eine heftige Geschichte, die mit den Bildern im Kopf nicht leicht zu verdauen sind.

Ein großes Dankeschön an dieser Stelle, liebe Caro, und ganz viel Kraft das Erlebte irgendwann durch schönere „Tier-Engel-unterwegs-Einsätze“ mit Happy End wieder etwas zu heilen. Vor allem aus solch Happy-End-Einsätzen ziehen wir Tier-Engel auf Dauer unsere Kraft.




Dienstag, 23.11.2021 |

Nr. 1.055/2021

Ein alter Bekannter in Not….

Tier-Engel unterwegs-Gründerin Marion lag schon im Bett als sie um 23 Uhr die Nachricht vom Tierheim Ludwigsburg erreichte, dass eine Dame am Schloss Monrepos eine verletzte, schreiende Katze gemeldet hat. Die Melderin habe die Katze in den dortigen Toiletten bereits gesichert und in eine Decke gehüllt. Sie wusste sich letztlich nicht anders zu helfen und hatte in ihrer Not das verletzte Tier dorthin verbracht und das Tierheim informiert, die uns Tier-Engel unterwegs e.V. als engen Kooperationspartner um Hilfe baten.

Marion machte sich trotz ihrer Rückenschmerzen auf den Weg in die bitterkalte Nacht, die zu dieser Zeit herrschte. Kurz vor Mitternacht, allein am Monrepos zu sein, ist wohl keine gute Idee - Marion wurde daher - vor Ort angekommen - durch Teammitglied Lizzy telefonisch unterstützt - vielen Dank dafür.

Marion öffnete dort angekommen vorsichtig die Tür der Damentoilette. Ein zaghaftes Miauen war in einer Ecke zu hören. Es war - erneut - Chicco, den wir bereits von vorherigen Einsätzen am Monrepos kennen. Tasso lag die Datenfreigabe durch Chices Besitzer vor und gab diese an Marion weiter. Umgehend versuchte Marion, die Besitzer zu erreichen. Leider waren sie nicht zu kontaktieren, weshalb Marion noch eine Whatsapp Nachricht an sie ab setzte mit der Bitte, sich dringend bei ihr zu melden.

Chicco war bei den vorherigen Sicherungen sehr anhänglich gewesen und liess sich gerne hochnehmen. Das war dieses Mal leider anders. Beim Versuch ihn aufzunehmen jammerte der Kater sehr. Er hatte offensichtlich starke Schmerzen und Marion sah auch direkt, das ein Bein gebrochen war. Zusätzlich stellte sie eine Kurzatmigkeit fest - so konnte sie das Tier nicht in die Box verbringen. Sie ging deshalb an ihr Auto um eine Decke zu holen und ihn darin - weich gepolstert - aufzunehmen um weitere Schmerzen von ihm abzuwenden. Während dieser Zeit hatte sich der Besitzer zurück gemeldet und machte sich sofort auf den Weg zur Örtlichkeit. Als Marion zu Chicco zurückkam, war der Kater von ganz alleine in die neben ihm abgestellte Box geklettert nach dem Motto: „Hilf mir, du hast mich schon zweimal nach Hause zurück gebracht“. 

Marion setzte sich mit der verletzten Fellnase rasch in ihr warmes Auto und allein schon beim Aufnehmen der Transportbox konnte man erneut Schmerzenslaute von dem Kater hören. Der Besitzer war rasch am Einsatzort und versprach, direkt mit seiner Fellnase in die Tierklinik Ludwigsburg zu fahren. Ein Umsetzen in die vom Besitzer mitgebrachte Box wurde vermieden, um dem Kater weitere Schmerzen zu ersparen. Da an Schlaf eh´ nicht zu denken war, bat Marion Chices Besitzer darum, sich noch in der Nacht zu melden, was bei der Untersuchung rauskam. Um halb zwei Uhr meldete er sich zurück und berichtete, das Chiccos´s gebrochener Oberschenkel operiert werden musste und eine Platte eingesetzt wird. Die Lunge hätte ebenfalls gelitten und die Fellnase musste erst einmal in der Tierklinik verbleiben. Der Besitzer bedankte sich sehr herzlich für den nächtlichen Einsatz der Tier-Engel unterwegs und versprach über den weiteren Verlauf eine Rückmeldung zu geben.

Einige Tage später übersandte er uns Bilder von Chicco in seinem Zuhause, wo er mittlerweile wieder war. Wir wünschen der Fellnase gute Genesung und einen schnellen Heilungsprozess.

Vielen Dank an Marion und Lizzy, die einmal mehr - auch zu dieser nächtlichen Stunde - vollen Einsatz für Tiere in Not bewiesen haben.




Dienstag, 23.11.2021 |

Nr. 1.054/2021

Heimkehr nach 3 Monaten….

Auf dem Notfalltelefon meldete sich am Nachmittag eine Dame, die beim Spazierengehen an der Friedrichstraße in Ludwigsburg beobachtete, dass beinahe eine Katze von einem PKW erfasst worden wäre. Das panische Tier lief direkt auf die Melderin zu. Die Samtpfote war derartig verängstigt, dass sie der Melderin direkt in die Arme sprang um dort Schutz zu suchen. Die Dame beschloss daraufhin, die Fellnase erst einmal mit zu sich nach Hause zu nehmen und wandte sich, zu Hause angekommen, hilfesuchend an unseren Verein, die Tier-Engel unterwegs e.V.

Im Telefonat fragte Vereinsgründerin Marion die Melderin, ob sie an der Katze evtl. eine Tätowierung erkennen könne. Tatsächlich war die Katze tätowiert. Die Melderin übersandte noch einige Fotos und gab Marion telefonisch noch die von ihr vermutete Zahlenkombination durch. Leider war die Tätowierung nicht mehr gut lesbar. Auch unter zu Hilfenahme einer Taschenlampe, um das Tattoo besser zu erkennen, war es dennoch schlecht zu lesen. Gemeinsam mit der Mitarbeiterin von TASSO versuchte Marion durch ausprobieren verschiedener, ähnlich aussehender Zahlen und Buchstaben, eine Halteradresse zu ermitteln. Gott sei Dank brachte dieses Rätselraten (statt 00 08 und statt 9 ein G - nein doch nicht - es war eine 6!!! ) nach einiger Zeit den gewünschten Erfolg – Hurra!!!!!!

Es handelte sich um Minka. Die Besitzerin teilte uns nach Kontaktaufnahme mit, dass Minka bereits seit 26. August 2021 - also 3 Monate!!! - vermisst wurde und die schon etwas ältere Katzendame große Probleme mit den Katzen ihrer Nachbarschaft hat. Diese machten ihr wohl die eigene Katzenklappe streitig und verjagten die Fellnase quasi von ihrer eigenen Haustür.

Das sei wohl auch der Grund, warum Minka immer wieder „reiß-aus“ nehmen würde. Das vorherige Mal wurde sie im Tierheim abgegeben. Die Besitzerin behielt die Fellnase daraufhin eine Weile im Haus. Nach kurzer Zeit draußen, ist sie dann aber wieder verschwunden. Offensichtlich war die Fellnase arg in Not.

Marion stand der Besitzerin telefonisch beratend zur Seite und machte ihr den Vorschlag, die Fellnase mit einem Chip zu versehen und zudem auch eine chipgesteuerte Katzenklappe einzubauen, damit die 13jährige Minka künftig weniger Probleme beim Zutritt haben würde. Auch ein längerer Zuhause-Aufenthalt wurde angeraten, damit die Fellnase zur Ruhe kommen könne. Die Besitzerin holte ihre Minka bei der Melderin ab und so ging dieser Ausflug noch einmal gut aus für die Samtpfote…

Vielen Dank der Melderin, die nicht einfach weiter gefahren ist, wie das wohl andere Menschen gemacht hätten. Durch ihr umsichtiges Verhalten konnte Minka gefunden und in ihr Zuhause zurück gebracht werden.

Wir vom Team „Tier-Engel unterwegs e.V.“ wünschen der Fellnase und ihrer Familie alles Gute für ihren weiteren Lebensweg und bedanken uns herzlich für den lieben Eintrag in unserem Gästebuch auf unserer Website.




Freitag, 19.11.2021 |

Nr. 1.048/2021

Am Freitag zum Nachmittag las unser Teammitglied Lissa in unserer Notfallgruppe die Meldung einer verletzten Taube, die - nach vermutetem - Katzenkontakt dringend in das Tierheim Ludwigsburg gefahren werden musste. Die Melder selbst waren nicht mobil und so machte sich Lissa auf den Weg. Einsatzort war ein ihr bekannter Reiterhof in Bönnigheim. Dort angekommen fand sie - auch dank eines im Vorfeld übermittelten Fotos - sehr schnell die bereits gesicherte Taube und setzte diese vorsichtig in ihre mitgebrachte und mit einem Handtuchnest gepolsterte Softbox hinein.

Wieder an ihrem PKW angekommen, konnte sie dort - da es mittlerweile dunkel geworden war - die Taube im Licht etwas besser in Augenschein nehmen. Das Tier benötigte rasche Hilfe, unter ihrem Flügel befand sich Blut und sie war verletzt, weshalb Lissa sich unverzüglich zum Tierheim aufmachte.

Dort angekommen, nahm ihr Tierheimleiterin Ursel Gericke die Taube ab. Noch während der Begutachtung und Einschätzung über weitere Verletzungen, floss dem armen Tier Blut aus dem Schnabel. Die Leiterin des Tierheims vermutete, dass die Verletzungen durch einen Angriff eines größeren Wildvogels hervorgerufen worden waren und die Taube wohl auch innere Verletzungen der Lunge davon getragen hatte; sie meinte noch, dass Katzen in der Regel keine Tauben „erwischen“ würden. Nach diesem kurzen Gespräch wurde die Taube rasch zur Erstversorgung hinein gebracht - der Zustand und die Prognose für das Tier sahen leider nicht sehr gut aus.

Danke den Meldern für´s sich kümmern um die verletzte Taube.

Fly Free, wir hoffen du hast keine Schmerzen mehr - Taubenvögel sind sicher hinter dem Regenbogen wie all‘ die anderen Tiere willkommen - auch wenn sie auf unserer Erde leider keine gern gesehenen Tiere sind. 




Mittwoch, 17.11.2021 |

Nr. 1.045/2021

Otto und der Schnupfen des Todes - megazwinker

Das Video, welches Ihr seht, wurde uns am Mittoch um 20.30 Uhr zugesandt, nachdem die Finder eine zutrauliche Katze in Neckarweihingen auf dem Notfalltelefon meldeten. Das Tier würde laut schreiend auf Passanten zugehen, offenbar sei es verletzt sein, denn es humpelt.

Teammitglied Melly war gerade aus der Dusche raus, als Caro, 2. Vorstand unseres „Tier-Engel unterwegs“ - Vereins, sie direkt anrief. Notfallalarm…. - Melly föhnte oberflächlich ihre Haare, zog sich an und fuhr schnellstmöglich zum Fundort. Dort verbrachte sie insgesamt 45 Minuten im Nieselregen…

Vor Ort angekommen, waren die 2 Melderinnen nicht mehr da, allerdings waren wirklich sehr nette Jungs, die sich dort öfters aufhalten, anwesend und diese spielten mit dem Vierbeiner und kümmerten sich um sie, bis Melly eintraf. Diese stellte eine verhärtete, verdickte Stelle am Körper fest - hatte die Fellnase einen Unfall gehabt???? Humpelte das Tierchen deshalb? Glücklicherweise war die Samtpfote gechipt - ein Anruf bei TASSO ergab, dass OTTO, wie der Kater hieß, in Hoheneck wohnte - also auf der anderen Seite des Neckars. Irgendwie schien er über die Brücke gewandert und hat wohl den Heimweg nicht mehr gefunden…. Und dies nicht erst seit gestern!!!

Während Melly auf Rückmeldung von TASSO wartete, genoss Otto auf ihrem Arm das Schmusen und ging sofort in den „Schnurr-Modus“. Nachdem Melly Kontakt mit der Besitzerin hatte, konnte diese es kaum glauben, denn Otto fehlte sage und schreibe schon ca. 9 Wochen - es war ein kleines Vorweihnachtswunder für die Familie, dass ihr Otto noch lebte… Nachdem die Familie leider nicht mobil war, erklärte sich Melly bereit, Otto nach Hause zu fahren.

Melly erfuhr, dass die Familie 3 Katzen und einen Hund hat, Otto sei derjenige, der mit ihnen und dem Hund gemeinsam Gassi geht, jedoch abends immer wieder heimkommt und auch mit ihnen im Bett schläft…. Nachdem Otto nicht mehr heimkam, standen schlimme Gedanken im Raum - wurde er gestohlen? Hatte er einen Unfall? Lebt er noch? Je länger Otto fehlte, desto mehr schwand die Hoffnung auf ein Happy End…. Umso überraschter war die Family, als TASSO sich meldete und ihnen die wundervolle Nachricht überbrachte, dass ihr geliebter Otto lebend gefunden worden ist!

Niemand weiss, wo und wie sich Otto diese 9 Wochen durchgeschlagen hat, offenbar hat er an diesem Abend gezielt Hilfe bei Menschen gesucht - evtl. aufgrund der Verletzung am Bein???? Die Familie sagte Melly sofort zu, am nächsten Tag mit Otto zum Tierarzt zu fahren, und ihn gründlich durchzuchecken zu lassen!

Wir wünschen der Family und Otto eine wundervolle Wiedersehenszeit und unserem Teammitglied Melly, welche mit einer heftigen Erkältung aufgrund dieses Einsatzes kämpft, von Herzen gute Besserung!!!




Montag, 08.11.2021 |

Nr. 1.021/2021

Teammitglied Caro las am Montag um 21.50 Uhr in unserem Notfallchat, dass in Kirchheim am Neckar (Ecke Heuchelbergstraße / Strombergstraße) eine tote Katze gemeldet wurde. Sie wohnt zwar nicht in dieser Ecke, machte sich jedoch trotz der späten Stunde auf den Weg, um nach eventuellen Registrierungsmerkmalen bei der Fellnase zu suchen und sie zu sichern. Caros Navi zeigte ihr etwas über eine halbe Stunde Anfahrtszeit.

Vor Ort angekommen, sah sie die verunfallte Katze halb auf der Straße, halb auf dem Bordstein liegen. Ein furchtbarer, schockierender Anblick - selbst für Caro, die schon einiges an Einsatzerfahrung aufweisen kann. Die Katze war offensichtlich von einem Fahrzeug erfasst worden. Aufgrund der Verletzungen war ihr sofort klar, dass die Kollision ziemlich heftig gewesen und das Fahrzeug definitiv schneller als die ausgewiesene 30er Zone gefahren sein musste.

Auffällig war, das der Unfall sich auf der Straßenmitte ereignet haben musste - dort war viel Blut auf der Fahrbahn. Aus eigener Kraft konnte es die Fellnase nicht mehr an den Fahrbahnrand geschafft haben. Caro vermutete, dass die Katze beim Aufprall sofort tot war und irgendjemand - eventuell sogar der Unfallverursacher - sie dort abgelegt hatte. Wahrscheinlich war es so, dass das Tier aufgrund zu hoher Geschwindigkeit angefahren wurde und um nicht zur Rechenschaft gezogen zu werden, hielt man sich dann „bedeckt“.

Caro strich mit dem Lesegerät über den leblosen und mit Blut überzogenen Körper, es war aber kein Chip vorhanden. Vielleicht war er auch aufgrund des heftigen Aufpralls kaputt gegangen oder wurde gar aus dem Katzenkörper herausgelöst. Die Verletzungen waren wirklich über die Maßen furchtbar - die Details ersparen wir Euch hier.

Tier-Engel Caro konnte, nachdem sie die blutüberströmten Ohren mit einem Handtuch ausgewischt hatte, eine undeutliche Zahlenkombination erkennen. Umgehend setzte sie sich mit Tasso in Verbindung, denn ein Tattoo weist oft auf einen Besitzer hin. Die Fellnase war jedoch leider nicht registriert. Das bedauernswerte, arme Geschöpf wurde von Caro gesichert, um am Folgetag, bei Tageslicht und nochmaliger Säuberung der Ohren, die Tätowierung besser anzuschauen.

Es gelang dann am Folgetag über das Tattoo, den Besitzer zu ermitteln - es war das Fellnasenmädchen Murmel, die zu früh aus dem Leben gerissen wurde….. Für uns überraschenderweise durfte Murmel nicht nach Hause zurückkehren - auch das kommt immer wieder vor…….

Teammitglied Franziska und ihr Papa, der sich ebenfalls rührend in unserem Team rund um den Tierschutz engagiert, haben Murmel deshalb zu sich genommen und auf ihrem großen Grundstück würdevoll beerdigt…. Danke an Euch 2 dafür von ganzem Herzen!

WAS bleibt?

Verstörende und aufwühlende Bilder für unser Teammitglied Caro, die ihr wohl lange nicht mehr aus dem Kopf gehen.

Eine verunfallte Fellnase, die „vielleicht“ noch leben könnte oder erst gar nicht erwischt worden wäre, wenn die 30er Geschwindigkeit eingehalten worden wäre. Vermutungen, ja - Unfälle passieren, ja - aber die oben aufgeführten Umstände legen doch den Schluss nahe, dass die Fellnase bei angepasster Geschwindigkeit noch leben könnte.

Run free - und so schwer die Worte wiegen mögen - wir Tier-Engel unterwegs hoffen sehr, dass du nicht auch noch leiden musstest und sofort das Licht mit der Brücke gesehen hast.

 




Sonntag, 31.10.2021 |

Nr. 1.000/2021

Teammitglied Caro war gerade auf dem Heimweg von ihrer Bekannten. Krankheitsbedingt konnte diese ihren Jagdhund nicht selbst mit dem ihm zustehenden, ausgedehnten Auslauf versorgen, weshalb Caro diese Aufgabe für sie übernommen hatte. Ihre erste Hilfestellung für heute war getan und sie wollte sich eben ein verspätetes Frühstück gönnen, als sie die Meldung über eine kleine Katze im Wald in Markgröningen in unserer Notfallgruppe las. Das Tierheim Ludwigsburg hatte unseren Verein um Unterstützung gebeten.

Caro machte sich auf den Weg. Fast zeitgleich machte sich Teammitglied Kate auf den Weg zum Einsatzort. Vor Ort in den Weinbergen angekommen traf Caro auf die Melderin, die netterweise gewartet hatte. Auch die Katze war noch am Ort und so wurde gemeinschaftlich begonnen, die Fellnase mit etwas Futter anzulocken. Die Idee war, sie mit einer Art „Duftspur“ des Futters in der Nähe zu halten, um sie sichern zu können.

Das Gelände am Weinberg war jedoch äußerst „undankbar“. Eine Mauer - ca. 150 cm hoch und 50 cm breit -, die man wegen Schräglage schwer hinauf kam und genauso weit ging es auf der anderen Seite wieder hinunter. Dazwischen und am Rand war eine stachelige Brombeerhecke. Auf der Seite der Fellnase unten angekommen versuchten nun Caro und die Melderin besagte Duftspur zu legen und die Fellnase anzulocken, was auch zuerst ganz gut funktionierte. Die Samtpfote näherte sich langsam an und fand das Futter auch sehr interessant. Bedauerlicherweise mißlang der erste Einfangversuch und die Melderin trug leider einige Kratzer davon. Der Vierbeiner lief einige Male auf und davon, so dass Caro schon dachte, sie käme nicht wieder. Dank des Futters blieb die Fellnase jedoch in der Nähe.

Teammitglied Kate die mittlerweile eingetroffen war, hatte einen Einfangversuch mit dem mitgebrachten Kescher gewagt. Auch dabei entwischte die Fellnase geschickt und entfernte sich dabei wieder. Entmutigt beschloss Caro daraufhin eine Falle und weitere Hilfe aus unserer Notfallgruppe anzufordern. Teammitglied Franzi (samt Freund und ihrem immer hilfsbereiten Herrn Papa) übernahmen diese Aufgabe. Sie fuhren zuerst zu „Tier-Engel unterwegs“-Gründerin Marion, um die Fallen zu holen und anschließend an den Einsatzort, um Caro und Kate zu unterstützen bzw. abzulösen. Die Falle wurde durch Caro bestückt und Franzis Papa reichte ihr diese die Mauer hinab. Unser Teammitglied Caro hatte mittlerweile einige Kratzer und Abschürfungen davon getragen vom vielen hinauf- und hinabkraxeln über die Weinbergmauern. Es war wie so oft ein körperlich anstrengender Einsatz, der jedoch mit „Women-power“ gemeistert wurde.

Nach einem kurzen Übergabegespräch waren Caro und Kate gerade dabei sich zu entfernen, als Teammitglied Franzi schon „Laut“ gab. Die Fellnase war der Verlockung des Futters in der Katzenfalle erlegen und konnte so letztlich doch recht schnell gesichert werden. Sie war arg mager und hatte auch einige sichtbare Blessuren.

Alle Beteiligten samt der Melderin waren sehr erleichtert über die geglückte Aktion mit der Katzenfalle. Auf Bitten der Tierheimleitung und der Möglichkeit, die Fellnase bei Teammitglied Franzi zu versorgen, wurde die - wie sich später herausstellte - nicht gechipte Katze am drauffolgenden Tag in das Tierheim Ludwigsburg gebracht.

Die Tier-Engel wünschen der „kleinen Kratzbürste“ alles Gute und dass sie bald wieder „auf der Höhe“ ist.

Dies war Einsatz Nummer: 1.0 0 0 für die Tier-Engel unterwegs e.V. in diesem Jahr.

Wir freuen uns sehr und sind auch ein klein wenig stolz darauf.

Gemeinsam stark für Tiere in Not und es ist so viel Wahres daran – „helfen macht glücklich!“




Donnerstag, 28.10.2021 |

Nr. 995/2021

Ein Einsatzbericht von Andrea

Am 28.10. wurde uns kurz nach 18 Uhr ein freilaufendes Kaninchen in Freiberg gemeldet. Die Standortbeschreibung war in unmittelbarer Nähe meiner Wohnung. Mein Partner und ich machten uns sofort auf den Weg. „Tier-Engel unterwegs“-Gründerin Marion kam auch zur Fundstelle. Der Mümmelmann war laut den Meldern in das Waldstück gehoppelt. Wir suchten zu fünft mit Taschenlampen den Wald ab. Es wurde immer dunkler und wir brachen erfolglos die Suche ab. In Facebook erstellten wir noch eine Sichtungsmeldung und fragten nach einem Besitzer - doch niemand hatte sich daraufhin gemeldet.

https://www.facebook.com/Tierengelunterwegs/posts/586777026081155

Am nächsten Tag musste ich nicht ins Büro und sagte, dass ich nach dem Hoppler schaue. Am Nachmittag hatte ich dann tatsächlich Glück und es saß auf der Wiese. Mit Kescher in der Hand näherte ich mich vorsichtig. Ich kam relativ nah heran und war mir eigentlich sicher, dass ich das Kaninchen fangen kann. Doch der flinkeKerl war schneller und verschwand wieder ins Waldstück. An diesem Tag ließ er sich dann auch nicht mehr blicken.

Am nächsten Tag schien Meister Langohr wie vom Erdboden verschwunden zu sein. Mein Partner musste abends nochmal weg und ich bat ihn, doch auf dem Weg erneut nach dem flüchtigen Langohr zu schauen. Am Fundort war auch zeitgleich unser Vorstand Marion auf der Suche. Und so unternahmen sie zu zweit einen Fangversuch. Leider blieb auch dieser erfolglos. So wurde entschieden, es mit einer Lebendfalle zu probieren. Diese wurde dann am nächsten Tag aufgestellt.

Beim ersten Kontrollgang saß das hübsche Ding schon am Ende der Falle. Schien aber überhaupt kein Interesse an dem angebotenen Futter zu haben. Dann war es wieder stundenlang verschwunden. Beim letzten Kontrollgang saß das Mümmelmännchen wieder in der Nähe der Falle. Ich schickte noch ein Foto in unseren Gruppenchat. Als ich wieder zur Falle ging, saß der Kleine im Eingang und hat das Futter gefressen. Ich lief nach Hause und wollte die Falle mit Karotten bestücken. Als ich zurück kam traute ich meinen Augen kaum. Es hatte wirklich geklappt, das Kaninchen saß in der Falle und endlich konnte der Hoppler in Sicherheit gebracht werden.

Besonders bedanke ich mich diesmal bei meinem Partner Andreas, der diese Aktion großartig unterstützt hat und für meine ehrenamtliche Tätigkeit bei den Einsätzen immer viel Verständnis zeigt.




Samstag, 23.10.2021 |

Nr. 984/2021

Ein Einsatzbericht von Nela Mauermann

Es war Samstag am Nachmittag, als in unserem Notfallchat die Meldung kam, dass ein herrenloser Hund aufgegriffen und an die Polizei in Bietigheim übergeben wurde. Es müsste nach einem Chip geschaut werden.

Ich gab Bescheid, dass ich den Fall übernehme und machte mich auf den Weg.

Ich parkte vor dem Revier und kaum hatte ich geklingelt, wurde mir geöffnet - Nunja, an meinem Auto steht gut leserlich „Tiernothilfe im Einsatz“ und ich wurde offenbar bereits erwartet. Sehr freundlich führte mich der Beamte in einen Raum, in dem mir ein sehr lieber, junger Hund schwanzwedelnd entgegenlief.

Es war eine wirklich hübsche, verspielte Fellnase - am Halsband zu lesen war „Skila“ - war dies der Name? Während die Beamten weiter ihren Dienst versahen, entdeckte ich eine Hundemarke der Stadt Besigheim am Halsband. Dort wurde Skila auch in der Altstadt aufgegriffen, wie ich erfuhr. Ich scannte Skila mit dem Chiplesegerät ab - es zeigte glücklicherweise eine Chipnummer an und umgehend kontaktierte ich TASSO. Während ich ziemlich lange in der Warteschleife warten musste, brachte ein Polizist ein paar Hunde-Leckerlis und einen Wassernapf und Skila schlabberte genüsslich beides…. Ich lächelte still in mich hinein. Hier würde ein „Revierhund“ ein tolles Leben haben… Dann trabte sie neugierig durch den Raum, kehrte wieder um und legte sich zu mir. Beamte, welche von Streife kamen, waren - so wie ich - ebenfalls von Skilas hübschen Aussehen und wundervollen Wesen begeistert. Freudig wurden die neuen Menschen begrüßt…

Endlich kam ich bei TASSO durch - der Mitarbeiter nahm alles auf und gab Bescheid, dass er versucht, die Halter zu erreichen. Wieder hieß es warten - Skila wurde solange bespasst, bespielt und war einfach nur zauberhaft. Kurz darauf erfuhr ich, dass der Besitzer auf dem Weg zu uns war und so wartete ich noch.

Nach ca. 15min. traf der Halter auch ein und ich erfuhr, dass Skila 18 Monate jung war und vor 1 Jahr von Griechenland nach Deutschland kam. Ihr Herrchen hatte ein Handballspiel und Skila war bei Hundesittern, denen sie irgendwie entwischte. Froh, dass nichts passiert war und es Skila gut ging, bedankte er sich bei allen.

Meine Arbeit war nach 1 Stunde getan, Tier und Halter wieder zusammen - Danke auch von mir für eine tolle Kooperation an die mega tierlieben Polizeibeamten!

In diesem Falle stimmte einfach alles:
Tier gechippt -> Tier registriert -> Halterdaten bei TASSO aktuell ->Tier zuhause

Lasst Eure Tiere kennzeichnen - am besten mit einem Mikrochip - Tattoo verblassen im Laufe der Zeit - und ganz wichtig: Meldet Euer Tier bei einem Haustierregister (Tasso und/oder Findefix) Nur so können wir bei Auffinden zügig handeln und das Tier wieder nach Hause bringen.

Übrigens: Viele glauben, dass man den Mikrochip ertasten kann - das ist so gut wie nicht möglich - auch wenn man „nichts fühlt“, kann trotzdem ein Chip vorhanden sein - so dass ein Chipauslesen IMMER vorgenommen werden sollte…..




Sonntag, 17.10.2021 |

Nr. 964/2021

Ein Einsatzbericht von Dagmar D.

Sonntag Abend und es war ganz schön kalt. So beschloss ich, mich mit meinen Fellnasen kuschelig auf der Couch einzurichten. Nachdem beide mit Futter versorgt waren, war der Plan, selbst noch etwas zu essen. Doch es kam anders:

Gegen 18 Uhr rief unsere Vereinsgründerin Marion an und fragte mich, wie fit ich wäre. Alle Sinne waren nun auf Einsatzmodus gestellt und tatsächlich: in Leonberg auf der Südrandstraße- einer sehr stark befahrenen Umgehungsstraße - wurde auf dem Notfalltelefon eine überfahrene Katze auf dem Mittelstreifen gemeldet.

Wie sagt meine Freundin Alex so schön… Essen wird überbewertet - zwinker….

Fix startete ich und fuhr nach Leonberg, wo ich von der Melderin schon erwartet wurde. Nachdem es mittlerweile bereist dunkel geworden war, schob ich eine Taschenlampe, ein Handtuch und natürlich mein Chiplesegerät ein, ohne welches wir nie unterwegs sind. Die Melderin und ich machten uns gemeinsam auf den Weg. Nach einigen Metern kamen wir bei der toten Fellnase an - die Taschenlampe tat dabei einen guten Dienst!

Was ich vorfand, machte mich wie immer sehr traurig. Zwischen den Fahrspuren auf dem Grünstreifen lag die arme Fellnase. Es war ein bildhübscher rot getigerter unkastrierter Kater. Vorsichtig bettete ich die Fellnase auf mein Handtuch, setze mein Chiplesegerät an und ich hoffte sehr auf den Piepton. Dieser blieb leider aus. Vor mir lag ein Katerchen, max. 1 1/2 Jahre jung, unkastriert, ohne Chip, ohne Tattoo. Dieser kleine Kerl hatte aber ein Gesichtchen, welches ich so schnell nicht vergessen werde und er bekam von mir aufgrund seiner Fellzeichnung den Namen Chilly.

Vorsichtig wickelte ich Chilly in mein Handtuch ein und trug ihn zu meinem Auto. Vielleicht mal wieder ein armer Schatz der kein Zuhause hatte? Oder einer, der nicht gekennzeichnet war???? Leider brachte auch die von uns in Facebook erstellte Totfundmeldung keinen Erfolg…

https://www.facebook.com/Tierengelunterwegs/posts/579959186762939

Gute Reise ins Regenbogenland hübscher Chilly…

Meine eindringliche Bitte an alle Katzenbesitzer: Lasst Eure Katzen kastrieren! Lasst sie chippen oder tättowieren. Und bitte registriert sie bei einem Haustierregister wie TASSO / findefix. So können wir Eure Fellnasen bei Auffinden schneller nach Hause bringen….

 




Sonntag, 17.10.2021 |

Nr. 962/2021

Es war Sonntag Nachmittag - Teammitglied Jutta las im Notfallchat, dass bei ihr im Ort bei einer zugelaufenen Katze der Chip ausgelesen werden sollte.  Die angegebene Adresse war zu Fuß 5 Minuten von Jutta entfernt. Nachdem ihr Chiplesegerät erst noch aufgeladen werden musste, machte sie sich mit etwas Verzögerung auf den Weg.

Dort angekommen fand unser Teammitglied eine sehr zutrauliche British Kurzhaar vor, die wirkte, als ob sie bei den Meldern schon eingezogen wäre, so extrem entspannt war sie. Die Fellnase war erfreulicherweise gechipt und bei Tasso registriert. Perfekt, denn von dort wurde auch der Besitzer benachrichtigt.

Dieser meldete sich einige Zeit später und berichtete, dass "Pamuk" eine Wohnungskatze sei und ihm morgens entwischt war. Er wohnt nicht weit von den Meldern entfernt und holte seine Pamuk, wie die Samtpfote hieß, wieder nach Hause. Jutta erfuhr von den Besitzern, dass es zwischen ihren 3 Katzen wohl nicht so harmonisch zuging und Pamuk möglicherweise auch deshalb mehrmals entlaufen ist.

Bereits am nächsten Tag trafen die Besitzer eine für sie nicht leichte Entscheidung:

Nach Kontaktaufnahme zur Finderin und im Interesse des Tieres darf Katzendame Pamuk nun bei der Finderin bleiben und ein stressfreies Katzenleben führen - sicher keine einfache Entscheidung für die Besitzer, doch ganz sicher eine im Sinne von Pamuk, der sich seine neuen Familie ja irgendwie auch selber ausgesucht hatte und sich dort mittlerweile sehr wohl fühlt.

Es war sicher nicht leicht für Pamuk Besitzer, doch dies ist definitiv wahre Tierliebe - Respekt vor den Besitzern, dass sie im Sinne von Pamuk entschieden haben!




Freitag, 15.10.2021 |

Nr. 953/2021

Fast 5 Monate verschwunden....

Als am Freitag gegen 15.45 Uhr im Notfallchat die Meldung einer zugelaufenen Katze in Aldingen erschien, erklärte sich Teammitglied Frieda bereit, zu den Findern zu fahren, um nach einem Chip zu schauen.

Tatsächlich war die Fellnase gechipt und zudem in einem guten, gepflegten Zustand - Fried war sich sicher, dass die Samtpfote irgendwo ein Zuhause hatte. Welch erfreuliche Nachricht: Bei TASSO waren die Besitzerdaten zwar aktuell, doch konnte der Halter nicht gleich erreicht werden. Es dauerte eine Weile und während der Wartezeit sprach Teammitglied Frieda mit dem Finder. Dieser berichtete, dass der Kater ihm sage und schreibe 3km hinterhergelaufen sei und sich durch nichts zur Umkehr bewegen ließ.

Und dann stellte sich über TASSO heraus: Kater Oscar wurde seit Pfingsten vermisst!!! Er ist ein leidenschaftlicher Freigänger, doch wo er die letzten Wochen und Monate war und wo er sich durchgefuttert hatte, wird wohl für immer sein Geheimnis bleiben… Frieda brachte den solange schon vermissten Kater zurück zur Familie, welche ihn überglücklich in die Arme schloß.




Sonntag, 10.10.2021 |

Nr. 938/2021

„Tier-Engel unterwegs“-Gründerin Marion war gerade erst eine halbe Stunde vom vorherigen Einsatz in Großbottwar zu Hause als sie die Whatsapp-Nachricht über eine desorientierte, verwirrte Katze am Bootshaus vom Monrepos erreichte. Ein anderer Verein, der sich um vermisste Tiere in Ludwigsburg kümmert, bat uns um Vereinshilfe.

Marion wurde berichtet, dass die Katze im Bootshaus zwar gesichert worden war, allerdings hätten sie gerade keine Helfer vor Ort, die sich darum kümmern könnten. Auch solche Einsätze übernehmen wir selbstverständlich, da sich Vereine untereinander beistehen und helfen sollten. Es geht immer um Tiere in einer Notlage und um deren Tierwohl - nicht darum, in Konkurrenz gegeneinander zu arbeiten.  

Das dritte Mal an diesem Tag und fast in Folge begab sich Marion also mit Notfallbox und Chiplesegerät zum Einsatzort am Monrepos. Als zusätzliche Information wurde ihr noch ein Foto der gesicherten Katze zugesandt und sie war sich schon zu diesem Zeitpunkt zu 95 % sicher, dieser Fellnase schon einmal begegnet zu sein.

Marion vermutete einen Ausreißer - Chicko - den unser Verein bereits einige Wochen zuvor schon einmal gesichert hatte. Dazu muss man wissen: einen Tag zuvor hatte sich die Besitzerin dieser Katze sehr verzweifelt und aufgelöst auf unserem Notfalltelefon gemeldet und berichtet, dass ihr Kater schon wieder verschwunden sei und er bereits seit Donnerstag letzter Woche fehlen würde. Sie mache sich große Sorgen um ihn….

Am Bootsverleih angekommen wurde Marion bereits von zwei Damen erwartet. Im Bootshaus saß auf einem Stuhl…… Kater Chicko …… es war tatsächlich die seit einigen Tagen vermisste Fellnase. Die Erleichterung bei beiden - Mensch und Katze - war groß. Marion begrüßte den Ausreißer und sofort schmiegte er sich schutzsuchend und Kuscheleinheiten einfordernd in ihre Arme. Er freute sich offensichtlich sehr, dass sich jetzt endlich um ihn gekümmert wurde.

Die Besitzerin war in der Zwischenzeit auch nicht untätig und in der Gegend vom Monrepos zugange, um Flyer auszuhängen um ihren Kater wieder zu finden. Innerhalb kurzer Zeit war sie daher am Bootshaus und nahm überglücklich ihren Schmuser in den Arm. Die Fellnase freute sich sehr - das sah man ihm an. Wie zur Bestätigung ging er sofort bereitwillig in deren mitgebrachte Box als wolle er sagen: „bitte, bitte nimm mich mit nach Hause“.

Der Kater war sehr schmal. Darauf angesprochen berichtete die Besitzerin Marion, das er wohl bei seiner letzten Unternehmung gesundheitlich schon angeschlagen war und einen zweitägigen Klinikaufenthalt mit Infusionsgabe hinter sich hatte, der an seinen Kräften gezehrt hätte. Offensichtlich hatte er dabei etwas falsches gefressen und abgenommen. Sein neuerlicher viertägiger Ausflug tat sein Übriges und er hatte nun noch mehr abgenommen. Die Besitzerin versprach Marion ihn nun erst einmal einige Zeit im Haus zu lassen, damit die Fellnase wieder zu Kräften kommen kann.

So hat Chickos Ausflug dann doch noch ein glückliches Ende gefunden, Kater und Besitzerin hatten sich wieder. Beide waren sehr froh und erleichtert - das merkte man am Umgang untereinander.

Hoffen wir, dass Chicko die heimische Couch die nächste Zeit spannender findet als Ausflüge ins Freie und er wieder an Gewicht zunehmen kann.




Sonntag, 10.10.2021 |

Nr. 936/2021

„Tier-Engel unterwegs“ - Gründerin Marion war noch auf dem Rückweg von einer abgebrochenen Einsatzfahrt in Stammheim (siehe Bericht 935) , als der nächste Anruf auf unserem Notfallhandy an diesem Sonntag einging. Eine Melderin berichtete von einer Katze, die seit einiger Zeit zum Fressen auf ihren Balkon kommen würde und heute (am Sonntag HA!....  ) hätte sie nun noch eine Baby-Katze mitgebracht. In der Nachbarschaft sei die Katze nicht bekannt. Um zur Futterstelle der Melderin zu gelangen, müssten Muttertier und Kitten über eine Hauptverkehrsstraße laufen. Rückzugsort sei wohl das gegenüber liegende Firmengelände.

Marion fuhr zum Einsatzort, an dem sie schon erwartet wurde. Muttertier und Kitten hatten sich gerade in besagtes Firmengelände begeben, weshalb unter Hilfestellung der Mutter der Melderin die Firmeneigentümerin herausgeklingelt und darum gebeten wurde, ob eine Begehung zur Sicherung der Katzen auf deren Grundstück vorgenommen werden dürfe.

Die Firmeneigentümerin erklärte Marion freimütig, dass sich die Katze seit circa einem Jahr immer mal wieder bei ihnen aufhalten würde, ab und an auch Fressen durch die Firmenmitarbeiter bekommen würde und letztes Jahr schon mit ihrem „Wurf“ vor Ort zu sehen war. Die Kätzin hätte wohl keine Besitzer hier in der Umgebung. Aktuell sei sie mit nur einem Kitten auf dem Gelände unterwegs. Vor der geplanten Suche musste allerdings noch der Hofhund weggebracht werden. Als die Eigentümerin auf dem Rückweg war, sah sie neben ihrem Hasenstall die kleine Baby-Katze sitzen, konnte diese sichern und übergab sie gleich an Marion.

Die kleine Fellnase war Gott sei Dank sehr gechillt und genoss sichtlich die Streicheleinheiten auf Marions Arm. Mittlerweile hatte der Vater der Melderin die Mutterkatze wieder auf seinem Balkon sitzen und machte sich bemerkbar. Schnell eilte Marion mit dem Kitten über die Straße, damit auch die Mutterkatze gesichert werden konnte. Aus dem Auto griff sie sich rasch das Chiplesegerät - ein Versuch war es wert. Auch wenn oftmals behauptet wird, die Tiere hätten keinen Besitzer, wohnt so manches vermeintlich „obdachlose Wesen“ zwei Straßen weiter….. Das Chiplesegerät zeigte dann aber doch keine Chipnummer an, so dass auch die Mama gesichert und mit ihrem Kitten in das Tierheim Ludwigsburg gebracht wurde.

Dort wird die Mutterkatze sterilisiert und wer weiß - vielleicht findet sich bald jemand, der die beiden süßen Fellnasen adoptiert und ihnen ein gutes und sicheres Zuhause geben wird. Die Fellnasenmama hatte durch ihre bernsteinfarbenen Augen bereits Marion bei der Sicherung in ihren Bann gezogen, das liebesbedürftige Kitten sowieso….. unsere Daumen sind für eine Adoption fest gedrückt - alles Gute auf eurem weiteren Lebensweg ihr „Black Beautys“…




Sonntag, 10.10.2021 |

Nr. 935/2021

Es war am Sonntag um kurz vor 13.00 Uhr als eine besorgte Bürgerin auf unserem Notfalltelefon anrief und mitteilte, dass seit zwei Tagen im Gemeindezentrum in Stammheim ein kleiner Meisenvogel nicht mehr den Weg nach draußen finden würde. Die Dame klang am Telefon arg verzweifelt. Ihr Hilfeersuchen für den kleinen Piepmatz war bei diversen Notfall-Anlaufstellen bislang auf taube Ohren gestoßen. Die Begründung für die Ablehnung war immer dieselbe…. „es sei ja nur ein Vogel, er würde schon wieder herausfinden oder das Problem würde sich von alleine lösen“. Die Dame ließ sich nicht beirren und verfolgte weiterhin beharrlich ihr Ziel, dem kleinen Vogel irgendwie zu helfen. Schließlich stieß sie auf unseren Verein „Tier-Engel unterwegs e.V. - die Tiernothilfe“und unsere Vereins-Gründerin Marion, die den Anruf entgegennahm, machte sich auf den Weg nach Stammheim.

Sie war gerade noch auf der Anfahrt zum Einsatzort, die durch das „Kastanienbeutelfest“ in Ludwigsburg etwas zähflüssig verlief, als die Melderin sich erneut auf dem Notfalltelefon meldete. Tatsächlich - nach über drei Stunden an diesem Tag war es den Beteiligten vor Ort nun doch selbst gelungen, das Meislein hinaus ins Freie und damit in die Freiheit zu geleiten.

Die Dame war überglücklich und bedankte sich überschwänglich bei Marion dafür, dass unser Verein ihr Anliegen ernst genommen hat, um der Meise zu helfen. Am nächsten Tag erreichte uns noch auf schriftlichem Weg ihr erneuter Dank.

Wir meinen: „Toll - dass es solche Menschen gibt, die auch nach dem 3. oder 4. Versuch nicht nachlassen wenn es darum geht, einem Lebewesen - und sei es noch so winzig - zu helfen.

==> Jedes Lebewesen ist wertvoll und jedes Leben ist es wert, beschützt zu werden. Auch das kleinste und unscheinbarste.© Klaus Albers(*1964), Autor, Tierschützer und Fotograf




Sonntag, 10.10.2021 |

Nr. 933/2021

In der Notfallgruppe wurde am Sonntag gegen 10.00 Uhr ein zugelaufener Husky in Asperg gemeldet. Teammitglied Mara machte sich umgehend auf den Weg.

Vor Ort angekommen ließ sie sich von den Findern berichten, dass diese den Husky auf der Straße vor ihrem Haus gesichtet hätten. Er trug weder Halsband noch Leine und ein/e zugehörige/r Halter/In war ebenfalls nicht zu sehen. Um Schaden von dem Tier abzuwenden, hätten sie daraufhin beschlossen, den Hund erst einmal zu sichern.

Die Finder waren Teammitglied Mara und unserem Verein sehr dankbar, dass auf ihre Meldung hin und zudem an einem Sonntag, sofort reagiert wurde und ihnen jemand zu Hilfe kam, was sie auch mit einer Spende an unseren Verein bekräftigten. Vielen,  vielen Dank dafür.

Während des weiteren Gesprächs mit den besorgten Findern las Teammitglied Mara mit ihrem Chip-Lesegerät die Transpondernummer aus. Der Husky war tatsächlich gechipt und so konnte Mara an TASSO die registrierte Nummer weitergeben. Die Besitzer konnten durch TASSO jedoch telefonisch nicht erreicht werden. Mara erfuhr aber, dass der Hund ein paar Häuser weiter sein Zuhause hatte. Fußläufig ging sie deshalb mit dem Husky zur angegebenen Halter-Adresse und brachte die Fellnase wohlbehalten in sein angestammtes Zuhause zurück.

Hoffen wir, dass der Ausflug der Fellnase ein einmaliges Erlebnis bleibt - wir wünschen dem Husky alles Gute.




Freitag, 08.10.2021 |

Nr. 932/2021

Es war 17 Uhr - Teammitglied Kate war gerade Gassi mit ihrem Hund als unsere „Tier-Engel unterwegs“-Gründerin Marion sie anrief und anfragte, ob Kate nach Unterriexingen fahren könne. Dort sei eine Katze gemeldet worden, die seit geraumer Zeit täglich zum Fressen kommen würde, deren Besitzer allerdings unbekannt sei - man müsste nach Chip und Registrierung schauen. Eventuell wird die Katze irgendwo vermisst.

Kate fuhr nach Beendigung ihrer Runde zur angegebenen Adresse. Dort wurde sie von einem sehr netten älteren Herrn und seiner Frau begrüßt. Der Herr berichtete ihr, dass eine Katze nun seit einem halben Jahr zwei Mal täglich zum Fressen käme. Sie sei überhaupt nicht scheu und sitze bei ihm im Wohnzimmer. Das Ehepaar hätte sich erst nicht so recht getraut bei uns anzurufen, sich der Katze zuliebe dann aber doch noch dazu entschlossen. Kate unterhielt sich sehr freundlich mit dem Herren und strich nebenbei mit ihrem Chiplesegerät über die Fellnase, die es sich im Wohnzimmer - ganz so als würde sie dorthin gehören (lach) - gemütlich gemacht hatte.

Tatsächlich zeigte das Gerät eine Registriernummer an, was sowohl Kate als auch die Finder in Erstaunen versetzte. Eine Verlustmeldung war nicht bekannt und auch in der Nachbarschaft wurde keine Tier vermisst.

Tasso wurde kontaktiert und es zeigte sich, dass die Fellnase an einer Adresse registriert war, die nur eine Straße weit entfernt lag. Ein Tasso-Mitarbeiter rief Kate nach kurzer Zeit zurück und berichtete, dass an der Halteradresse niemand erreichbar wäre. Auch fand er es sehr ungewöhnlich, dass das Handy sofort auf eine Mailbox geleitet wurde und die Festnetznummer anscheinend abgemeldet war.

Die Melder erinnerten sich daraufhin, das im Frühjahr diesen Jahres ein Mann in dieser Straße verstorben sei. Sie hätten den Mann allerdings - auch namentlich - nicht gekannt.

Die Daten waren bei Tasso freigegeben und so versuchten nun die Melder und Kate gemeinsam, anhand des von Tasso übermittelten Besitzer-Namens und durch telefonische Kontaktaufnahme mit der dortigen Nachbarschaft (übrigens unter zu Hilfenahme des guten alten Telefonbuches) herauszubekommen, ob es die Katze des Verstorbenen war. Letzten Endes bestätigte sich dies. Leider hatte Mia - so hieß die Fellnase - kein „Herrchen“ mehr. Wir wissen nichts zu den Umständen, auch nicht ob oder warum die Katze „vergessen“ und von niemandem vermisst wurde.

Fest steht: Fellnase „Mia“ hatte sich in ihrer Not selbst ein neues Zuhause gesucht und in dem älteren Herren und seiner Frau zwei herzensgute Menschen gefunden, die ihr freundlich begegneten und ihr einen Zufluchtsort und eine regelmäßige Mahlzeit anboten. Bis zur endgültigen Klärung über den Verbleib wird die herrenlose Katze erst einmal von den älteren Leuten weiter versorgt - eventuell darf sie dort sogar ganz einziehen - wir hoffen es sehr und die Daumen von uns sind dafür fest gedrückt. Damit bis dahin keine Unklarheiten im Falle eines erneuten Anrufes bei Tasso (bspw. bei einer Sicherung durch Dritte) auftauchen, wurden - wie von Tasso vorgeschlagen -, die Kontaktdaten unseres Vereins „Tier-Engel unterwegs e.V.“ dort im Register für Mia hinterlegt.

Unsere Hochachtung gilt dem betagten Ehepaar, die nach anfänglichem Zögern doch noch den Mut fanden, unseren Verein zu kontaktieren. Der 80jährige Mann übersandte uns Fotos und schrieb unseren Verein via Whatsapp an - in dem Alter gewiss keine Selbstverständlichkeit. Ein wirklich großes Dankeschön an das Ehepaar - was für tolle „Herzmenschen“, die Mia so fürsorglich umsorgt und es auch für die Übergangszeit bis zum Finden eines neuen Zuhauses zugesagt hatten.

Alles Gute liebe Mia - du hast alles richtig gemacht.




Dienstag, 05.10.2021 |

Nr. 921/2021

Dienstag Abend, Teammitglied Dagmar war gerade dabei, ein paar private Dinge zu schreiben als um 17:31h eine Meldung in unserem NotfallChat einging. Es ging um eine Katze auf dem Standstreifen der A81 - Ditzingen in Richtung Ludwigsburg.

Für Dagmar waren es nur ein paar Minuten bis zum Einsatzort  - keine Frage - sie übernahm!Anhand des Standortes hielt sie Rücksprache mit „Tier-Engel unterwegs“ -Gründerin Marion, denn auf der Autobahn einfach anhalten war verboten und auch viel zu gefährlich. Um die Fellnase zu sichern und nach einem Chip oder Tattoo zu schauen benötigte Dagmar also Unterstützung.

Von Marion erhielt sie die Rufnummer der Autobahnpolizei. Dort rief Dagmar an, stellte sich vor und fragte nach Hilfe und Unterstützung. Die wurde ihr sofort zugesagt. Man würde eine Streife schicken, welche sich mit ihr in Verbindung setzen würde. Während des anschließenden Telefonats bzgl. weiteren Vorgehens bekam Teammitglied Dagmar einen Anruf eines sehr netten Polizeibeamten, der den genauen Standort erfragte. Sie vereinbarten sich dort zu treffen.

Auf dem Weg dorthin bekam Dagmar erneut einen Anruf des Polizisten mit der Info, daß sie die Strecke zweimal abgefahren wären und auch vor Ort/ in der Umgebung geschaut hätten, doch leider keine Katze gefunden hätten. Somit wäre der Einsatz eigentlich beendet gewesen. Da sich Dagmar aber ebenfalls auf der Autobahn Richtung Ditzingen befand, konnte sie diese nur an der Ausfahrt Feuerbach verlassen. Kurz bevor sie die A81 verlassen wollte, sah sie 200m vor der Ausfahrt ein Fellbündel auf dem Standstreifen liegen. Umgehend kontaktierte Dagmar die Streife und meldete den Fund. Das Team in Blau machte sofort kehrt, sie vereinbarten einen Treffpunkt,

Dagmar stieg um in den Streifenwagen und gemeinsam fuhren sie zum Fundort. Während der Fahrt dorthin waren der Beamte und seine Kollegin sehr interessiert an der Arbeit der „Tier-Engel unterwegs“, worüber Dagmar gerne Auskunft gab. Vor Ort angekommen hielten sie vorschriftsmäßig mit Blaulicht und Warnblinker an. Da Dagmar das Fahrzeug nicht verlassen konnte, wurde ihr die Türe geöffnet was trotz des traurigen Anlasses zu Gelächter führte. „Bewaffnet“ mit Handschuhen und Chiplesegerät näherte sie sich der kleinen Fellnase, die noch nicht sehr alt war. Als Dagmar mit dem Chiplesegerät vorsichtig über den leblosen Körper fuhr, blieb leider der erhoffte Piepton aus und das Display leer…

Traurig bargen sie die kleine Seele von der Straße und Dagmar wurde zurück zu ihrem Auto gefahren . Sie bedankte sich bei den beiden Beamten für die großartige Hilfe und Unterstützung. Traurig, in Gedanken an die kleine Seele ob sie wohl ein Zuhause hatte und vermisst wird, oder warum sie nicht gechipt war, fuhr Dagmar nach Hause zu ihren beiden „Sofalöwen“, die zum Glück schon auf sie warteten und ihr Trost spendeten.

Gute Reise über die Regenbogenbrücke kleines Samtpfötchen…

🖤🌈🖤




Montag, 04.10.2021 |

Nr. 919/2021

Unseren 1. Vorstand Marion, die auch das Notfallhandy betreut, erreichte am Vormittag ein Anruf des Tierheims Ludwigsburg. Gemeldet wurde ein schwer verletzter Kater in Tamm auf einem Feld / Acker in der Nähe einer Grillstelle.,Marion selber übernahm diesen Einsatz und beeilte sich, zur angegebenen Einsatzstelle zu kommen. Noch während sie sich anzog, wärmte sie vorausschauend einen Snuggle Safe (zum Warmhalten der Tiere) in der Mikrowelle auf und bereitete ihre Notfallbox mit Einmalunterlage und Polsterung für das verletzte Tier vor.

Am gemeldeten Einsatzort (auf dem Gelände eines Freizeitparks) angekommen, war jedoch keine Katze zu sehen, weshalb sie sich telefonisch nochmals direkt an die Melderin wandte, um die genauere Örtlichkeit zu erfragen.  Noch während sie von einer Anhöhe innerhalb des angegebenen Ortes mit dem Auto herabfuhr, sah sie das verletzte Tier. Es war allerdings keine Katze sondern ein adulter Feldhase, der auf der Seite lag und arg zappelte. Es war ein schmerzlicher Anblick für Marion, ein Wildtier in solch hilfloser Lage zu sehen. Um das Tier zu beruhigen kann man wenig machen - Wildtiere haben in Menschennähe oft zusätzlichen Stress… Sie ging deshalb behutsam auf ihn zu und deckte ihn mit ihrem mitgebrachten Handtuch ab.

Vermutet wird, das er eventuell an der Hasenpest erkrankt war. Der zuständige Jagdpächter, ein Bekannter des Mannes der Melderin, war sehr rasch vor Ort. Der Hase musste leider erlöst werden. Auch solche Situationen begegnen uns Tier-Engeln sehr oft. Um weiteres Leid und Schmerzen von den Tieren abzuwenden und um auch die gängigen Vorschriften einzuhalten, muss in solchen Situationen der für dieses Gebiet zuständige Jagdpächter informiert werden, auch um ggfls. die Ausbreitung von Krankheiten zu verhindern, die unter Umständen den Wildbestand sehr dezimieren könnten…

RIP kleiner Hase - jetzt bist du frei von Schmerzen und kannst sorglos im Häschenhimmel hoppeln…




Montag, 04.10.2021 |

Nr. 917/2021

Unsere „Tier-Engel unterwegs“ - Gründerin Marion war gerade in der Klinik in Ludwigsburg-Oßweil als eine Dame auf dem Notfalltelefon anrief und mitteilte, dass seit geraumer Zeit eine Taube auf einer Verkehrsinsel Nahe des Bahnhofs immerzu im Kreis laufen würde. Die aufmerksame Melderin hatte von ihrem Büro im angrenzenden Gebäude direkten Einblick auf diese Verkehrsinsel und ihr war nun aufgefallen, dass sich die Taube unkoordiniert und sehr unnormal bewegte, weshalb sie sich hilfesuchend an unseren Verein wandte.

Marion sagte ihr Kommen zu und bat die Melderin darum, das Tier nach Möglichkeit in einem Karton zu sichern. Diese wollte es versuchen, während Marion den Einsatzort ansteuerte.

Tatsächlich konnte die Melderin die Taube sichern, so das Marion sie - ohne Zeit zu verlieren - in ihre mitgebrachte Softbox umsetzen konnte. Ihr fiel sofort auf, dass das Tier sehr „aufgeplustert“ war - was bei Vögeln kein gutes Zeichen ist - und das Täubchen war auch sehr schwach und abgemagert. Der Kleinen stand das Brustbein sehr spitz hervor. Somit war klar, dass dem armen Tier schnell geholfen werden musste. Die Melderin berichtete noch, dass die Taube nun schon eine ganze Weile immerzu um diese Verkehrsinsel im Kreis herumgelaufen wäre und sie dies mit wachsender Sorge beobachtet hätte.

Dankeschön liebe unbekannte Melderin - für´s Hinsehen und für das Hilfeersuchen für ein „Tauben-Tier in Not“ (das von uns Menschen im Allgemeinen leider nicht so sehr geschätzt wird).

Marion bedankte sich und brach, angesichts des schlechten Zustandes der Taube, eilig auf, um diese ins Tierheim Ludwigsburg zu bringen, wo sie fachkundig begutachtet und rasch erstversorgt wurde. Wir hoffen, dass die Taube wieder zu Kräften gekommen ist und wünschen ihr alles Gute in ihrem nicht ganz einfachen Leben als Stadttaube.

Ein sehr schönes und leider auch trauriges Videos zum Thema „Leben der Tauben in der Stadt“ haben wir vor ein paar Tagen auf Facebook veröffentlicht:

https://www.facebook.com/Tierengelunterwegs/posts/578733296885528

 




Sonntag, 03.10.2021 |

Nr. 913/2021

Es war zeitlich gesehen bereits der 04.10.-Montag…

„Tier-Engel unterwegs“-Gründerin Marion war gerade noch vom vorhergehenden Einsatz mit dem Fundhund-Beagle „Snoopy“ im Auto vor ihrem Haus und wollte eigentlich zurück in ihr Bett. Es war mittlerweile fast halb ein Uhr in der Nacht - als das Notfalltelefon erneut klingelte. Gemeldet wurde eine verletzte flugunfähige Taube auf einem Balkon in Ludwigsburg-Tamm. Die Melder würden am nächste Morgen in den Urlaub fliegen, könnten sie nicht sichern und wüssten jetzt nicht was sie tun sollten.

Tier-Engel Marion fuhr selbstverständlich - auch zu dieser Unzeit - zur Meldeadresse, um dem Tier zu helfen. Vor Ort angekommen, konnte sie eine adulte Taube sichern, die sehr schwach und mager, aber offensichtlich nicht verletzt war. Mittlerweile war es ein 1.00 Uhr nachts. Die Mitarbeiter des Tierheims wären verständlicherweise nicht in Begeisterung ausgebrochen, wenn man sie zu dieser nächtlichen Stunde kontaktiert hätte. So beschloss Marion, die Taube erst einmal über Nacht bei sich aufzunehmen.

Sie bereitete ihr eine Softbox, formte darin ein weiches Handtuchnest für ein gutes Nachtlager und fuhr die Taube dann am darauffolgenden Tag in das Tierheim Ludwigsburg.

Alles Gute auf deinem weiteren Lebensweg liebes „Taubsi“. Das wünschen dir die „Tier-Engel unterwegs“ - Mitglieder - mögen dir nur Menschen begegnen, die auch DEIN Leben wertschätzen.

 




Sonntag, 03.10.2021 |

Nr. 912/2021

Es war Sonntag um kurz vor 23.00 Uhr als „Tier-Engel unterwegs“-Gründerin Marion einen Anruf erhielt, das ein Hund in Ludwigsburg-Asperg zugelaufen sei. Die Fellnase wurde von den Findern in der Stadtmitte aufgegriffen -aufgrund des Regens klatschnass. Marion unterbrach ihre „Nachtruhe“ - sie war ausnahmsweise um diese Zeit schon zu Bett gegangen - zog sich wieder an und fuhr zur Meldeadresse. Vor Ort angekommen wurde sie freundlich erwartet und in die Wohnung geleitet.

Dort saß die Fellnase - ein Beagle - auf der Couch und ließ es sich offensichtlich gut gehen - klar - es war auf jeden Fall trocken und warm - zwinker. Marion schaute nach einem Chip und der zugehörigen Registrierung. Tatsächlich war der Hund gechipt und – Hurra - bei TASSO auch registriert - die Freude währte allerdings nur kurz - es stellte sich heraus, dass der Hund auf den Vorbesitzer registriert war und die Daten vom neuen Halter leider nicht bekannt seien. Der nächste Weg war also, das Tierheim anzusteuern.

Marion kontaktierte das Tierheim Ludwigsburg, mit dem unser Verein eng kooperiert und wollte den Hund dort zur Aufnahme anmelden. Die diensthabende Mitarbeiterin wurde sofort hellhörig und fragte, nachdem Marion erwähnte, dass es sich um einen Beagle handelte sofort nach, ob der Hund in Asperg gefunden wurde. Es stellte sich heraus, dass der Besitzer im Tierheim bereits eine Verlustmeldung abgegeben hatte und so konnte Marion telefonisch Kontakt zu dem Besitzer aufnehmen. Er war trotz der nächtlichen Stunde sehr, sehr froh über die Fundmeldung seiner Fellnase und fuhr sofort zur Adresse der Finder.

Der Herr berichtete, dass er den Beagle schon verzweifelt gesucht hätte und noch nicht so lange im Besitz von „Snoopy“ sei (was für ein trefflicher Name für die goldige Fellnase..).

Ende gut - alles gut. Der Besitzer wurde noch darauf hingewiesen, die Kontaktdaten bei TASSO/findefix zu aktualisieren und damit war der Einsatz beendet.

Das Tierheim war froh, dass sie das Tier nicht aufnehmen mussten.

Der Besitzer war glücklich, seinen geliebten Snoopy wieder zu haben.

Die Finder waren glücklich, dass sie helfen konnten.

Marion war froh, Snoopy nicht in das Tierheim fahren zu müssen und wieder in ihr Bett zu kommen……. dachte sie jedenfalls…. wünschen kann man sich viel …. ob es dann so gekommen ist, könnt ihr im obigen Einsatzbericht lesen ;-)

 




Donnerstag, 30.09.2021 |

Nr. 896/2021

Tier-Engel unterwegs-Gründerin Marion hatte gerade eben erst das verletzte Eichhörnchen in der Tierarzt-Praxis abgegeben (siehe EInsatzbericht direkt unter diesem) und saß noch vor der Praxis im Auto, als sie gegen 18.45 Uhr der nächste Tiernotruf erreichte.

Die Melderin berichtete ihr, dass zwei Igel in einen Lichtschachtkasten gefallen wären und sie die beiden gerade durch Zufall entdeckt hätte. Wie lange die Igel da gefangen waren, konnte die Melderin nicht sagen. Marion fuhr direkt hin und wurde bereits von der Dame erwartet. Der Deckel des Lichtschachtes war schnell entfernt und weniger das Problem. Die Tiefe des Kastens war da schon eher die Herausforderung. Ein Zugang über das innenliegende Fenster war nicht möglich und so lag Marion letzten Endes bäuchlings auf der Erde im Gras und hing mit halbem Oberkörper im Kasten, um die Tiere zu retten.

Kein einfaches Unterfangen, zumal zuerst nur noch einer der beiden Igel zu sehen war. Diesen konnte Marion rasch sichern und in ihre vorbereitete Notfallbox setzen. Beim Herausholen des Igels fiel ihr schon eine dunkle leere Tüte in einer Ecke des Kastens auf, die ebenfalls dort unten lag. Die Dame war sich sicher, dass sie einen kleineren und einen größeren Igel gesichtet hatte und so hob Marion vorsichtig die Tüte an. Darunter versteckte sich dann der kleinere der beiden Igel. Marion sicherte auch diesen Stachelkerl und setzte ihn in ihre mit Einmalunterlagen vorbereitete Transportbox.  

Offensichtlich war eine Igel-Mama mit ihrem Kind in diese mißliche Notlage gekommen. Wenn sie nicht entdeckt worden wären, hätte das ihren sicheren Hunger-Tod bedeutet. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an die aufmerksame und fürsorgliche Finderin, die uns gerufen hat.

Die Igel-Mutter sah nicht sehr gut aus, weshalb das Tierheim Ludwigsburg kontaktiert wurde. Beide Igel sollten zur Begutachtung dorthin verbracht werden. Auf Hinweis des Tierheimes suchten die Finderin und ihr Mann noch vor Ort intensiv nach weiteren Zwergen, da Igel zumeist mehrere Babys haben. Leider ohne Erfolg. Die Finderin versprach jedoch, am Abend und in den nächsten Tagen - bewaffnet mit Taschenlampe - Ausschau zu halten und sich sofort zu melden im Fall es noch mehr Sichtungen geben würde.

Nach drei Einsätzen in Folge (Totfunde der Fellnasen auf der Autobahn, verletztes Eichhörnchen und nun dieser Igel-Notfall) war unsere „Tier-Engel unterwegs-Gründerin“ Marion jetzt in arger zeitlicher Bedrängnis und sehr spät dran, um ihre bestellten Handwerker ins Haus zu lassen. So eilte ihr Teammitglied Caro zur Seite und verbrachte die Igel-Mama samt Baby-Igel in das Tierheim Ludwigsburg. Was für ein Einsatz-Tag ! Am 30.09.2021 gab es sage und schreibe insgesamt 12 Einsätze, von denen Marion allein 3 fuhr - Chapeaux liebe Marion!   

Die „Tier-Engel unterwegs e.V.“ wünschen den stacheligen Gesellen alles Gute für die Zukunft. Der Finderin danken wir aufs Herzlichste UND liebe Leute - an dieser Stelle der lieb´ gemeinte Aufruf - geht mit offenen Augen und Ohren durch die Gegend - in Not geratene Tiere werden es Euch danken.




Donnerstag, 30.09.2021 |

Nr. 895/2021

Donnerstag, 17.30 Uhr - Tier-Engel unterwegs-Gründerin Marion war gerade noch vom Einsatz der beiden auf der Autobahn verunfallten Fellnasen in der Gegend, als sie dein weiterer Anruf an diesem Tag auf dem Notfalltelefon erreichte. Es handelte sich um ein verletztes Eichhörnchen, das dringend in eine Tierarztpraxis in Ludwigsburg gebracht werden musste. Dort sollte es  Teammitglied Anna, die dort in der Praxis tätig ist und die - ebenfalls ehrenamtlich - in der Eichhörnchenhilfe aktiv ist, das Hörnchen übergeben werden, damit es schnellstmöglich ärztliche Hilfe bekommen konnte.

Marion wurde am gemeldeten Ort bereits von der Finderin und vier jungen Mädchen erwartet. Sie hatten das Eichhörnchen vorbildlich in einer Box gesichert und ein Mädchen berichtete, dass sie das Hörnchen einer Katze weggenommen und es so gerettet hätte. Marion hatte zuvor ihre Box mit einem wärmenden Pad vorbereitet und streifte sich für das Umsetzen in ihre Tierrettungsbox etwas dickere Handschuhe über. Die Melderin kommentierte dies mit den Worten „ah - Sie sind schlauer als ich“ - offensichtlich hatte das Eichhörnchen bei der Einfangaktion und in seiner Not, die Finderin, die keine Handschuhe trug, in die Hand gebissen.

Verletzte Tiere sind sehr oft panisch und haben Schmerzen - sehr schnell kommt es daher zu Bissverletzungen, weshalb auf die Eigensicherung von uns Teammitgliedern großer Wert gelegt wird. Niemandem ist geholfen, wenn man - womöglich in Eile, um schnell zu helfen - eine eigene Verletzung davon trägt, die sich danach auch noch schmerzhaft entzünden kann.

Vorsichtig setzte Marion das Tierchen in ihre Box. Bei der ersten  Begutachtung war ihr klar, dass das Hörnchen schwer verletzt und es fraglich war, ob es überleben würde.

Es blutete und zog die Hinterbeine nach. Eventuell war es abgestürzt und die Katze hatte leider die Gelegenheit genutzt… Marion bedeutete der Mutter der Kinder, dass es vermutlich bei der Schwere der Verletzungen kein gutes Ende nehmen würde und versprach jedoch, eine Rückmeldung zu geben, was für uns Tier-Engel unterwegs e.V.-Mitglieder eine Selbstverständlichkeit ist.

Um dem armen Tier schnellstmöglich ärztliche Hilfe zukommen zu lassen, bedankte sich Marion bei den Findern und brachte das Eichhörnchen rasch in die Tierarztpraxis zu Team-Mitglied Anna. Leider bestätigte sich Marions Verdacht… Beim Röntgen kam heraus, dass die Wirbelsäule gebrochen war und Hilfe lediglich darin bestand, das kleine Hörnchen zu erlösen….

Run free und spring auf der anderen Seite des Regenbogens ohne Schmerzen umher….




Mittwoch/Donnerstag, 29.+30.09.2021 |

Nr. 890 + 898/2021

2 Fellnsen-Totfunde auf der Autobahn

Es war Mittwoch, der 29.09. gegen 17.30 Uhr, als Teammitglied Caro im Vorbeifahren auf der Autobahn zwischen Ludwigsburg Nord und Pleidelsheim ein totes Tier an der Mittelleitplanke sichtete. Sie vermutete eine tote Katze, weshalb sie eine Meldung in unsere Tierengel-unterwegs e.V.-Notfallgruppe veranlasste. Tiere auf der Autobahn zu sichern oder zu bergen ist, wie ihr euch vorstellen könnt, auch für uns Tier-Engel nicht eben mal soooo durchführbar. Sicherheit und Regeln gehen immer vor. Dennoch versuchen wir unser Möglichstes, wenn es darum geht, ein geliebtes Tier seinem Besitzer zurückzubringen. Ein Anhalten auf der Autobahn ist verboten, weshalb wir uns hierfür generell an die zuständigen Behörden wenden und um Hilfe bitten.

Tier-Engel unterwegs-Gründerin Marion wandte sich deshalb mit dem Anliegen, die tote Katze zu bergen, an die Autobahnpolizei. Im klärenden Gespräch mit den Beamten erhielt sie die Auskunft, dass das Bergen der toten Katze aus Sicherheitsgründen nicht möglich sei, zumal das tote Tier an der Mittelleitplanke und damit auf der linken Spur lag und man hierfür die Autobahn gänzlich sperren müsste. Marion bekam allerdings noch die Telefonnummer der für diesen Autobahn-Abschnitt zuständigen Straßenmeisterei. Da niemand mehr dort erreichbar war, rief sie am Folgetag an und bekam ebenfalls die Auskunft, dass dies ein schwieriges Unterfangen sei.

Die Sichtung war jedoch bereits bekannt und man würde versuchen, die Fellnase zu sichern und Marion eine Rückmeldung zu geben. Tatsächlich rief ein Mitarbeiter der Straßenmeisterei nach einiger Zeit zurück und erklärte, die Katze sei von der Polizeistreife noch am Vorabend geborgen worden und an den ungefährlicheren Seitenstreifen rechts der Fahrbahn verbracht worden. Marion´s Telefonmarathon war also erfolgreich.

Leider teilte ihr die Straßenmeisterei im Gespräch mit, dass sie eine weitere Katze tot geborgen hätten, die ebenfalls auf der Autobahn zwischen Ludwigsburg-Süd und Ludwigsburg Nord auf Höhe eines Autohauses verunglückt war. Am Nachmittag desselben Tages versuchte Marion dann bei beiden Fellnasen einen eventuell vorhandenen Chip auszulesen und nach einer Tätowierung zu sehen. Leider waren beide Katzen nicht gechipt und nicht tätowiert, was die Suche nach den Besitzern sehr erschwert.

Der ersten verunfallten Katze, einem Katerchen, war die sehr heftige Kollision anzusehen. Ein furchtbarer Anblick für Marion. Der Mitarbeiter der Straßenmeisterei wollte die Fellnase noch über das Wochenende behalten und abwarten, ob sich ein Besitzer findet. Die zweite Fellnase war eine Rassekatze, weiblich - ein Siam-Mix - garantiert gab es hier Besitzer!

Auch unschöne Momente wie diese erleben wir Tiernothelfer /-innen des Öfteren und haben danach noch ziemlich mit der Situation zu kämpfen. Dennoch tun wir es. Immer wieder. Um die Fellnasen ihren Besitzern zurückzubringen und damit Abschied genommen werden kann. Ein sehr wichtiger Schritt, wenn es um den Tod eines geliebten Tieres geht.

In der Hoffnung, dass wir die Besitzer doch noch ausfindig machen können, erstellten wir zu beiden Tieren in Facebook Fundmeldungen. Tatsächlich gelang es uns durch den Post, zumindest das zweite Fellnäschen nach Hause zu bringen…

Kommt beide gut über die Regenbogenbrücke - seid jetzt frei und ohne Schmerzen🖤🌈🖤




Montag, 27.09.2021 |

Nr. 884/2021

Es war Montag gegen 14 Uhr, als uns eine Meldung über eine verunfallte Katze aus Bönnigheim erreichte.

Teammitglied Sandra hatte gerade Mittagspause und war etwas in Zeitdruck als sie die Meldung las. Eine engagierte Facebook-Freundin der "Tier-Engel unterwegs e.V.“ (Silke) hatte uns den traurigen Fund gemeldet. Um den BesitzerInnen die Möglichkeit des Abschieds zu geben, versuchen wir Tier-Engel immer schnellstmöglich zum Auffinde-Ort zu kommen und nach einem hoffentlich vorhandenen Chip oder einer Tätowierung zu sehen, damit die Fellnase die Chance hat, nach Hause zu kommen.

Vor Ort angekommen hielt Sandra das Chiplesegerät an die leblose Fellnase und sofort zeigte es ihr eine Chipnummer an. TASSO wurde kontaktiert, doch leider hing Sandra 20 Minuten in der Warteschleife und die Meldung konnte nicht abgesetzt werden. Sandra musste jedoch dringend zurück zur Arbeit. Sie wickelte deshalb die Katze sorgsam in ein Handtuch und nahm sie einstweilen mit. Unsere 1. Vorsitzende und Tier-Engel-unterwegs e.V.-Gründerin Marion war gerade auf dem Heimweg von einem beruflichen Termin und übernahm die Fellnase von Sandra an deren Arbeitsstelle.  Bei Marion sollte die Samtpfote bleiben, bis TASSO uns eine Rückmeldung mit den Kontaktdaten der Besitzer gab. Teammitglied Dagmar hatte zwischenzeitlich im Hintergrund die Meldung an TASSO geben können. Leider waren die Daten der Besitzer nicht „freigegeben“ weshalb nicht direkt von uns agiert werden konnte.

Der Besitzer meldete sich dann am Abend telefonisch bei Marion. Er war sehr aufgelöst - seinen Schmerz über den Verlust des Tierchens konnte man förmlich durchs Telefon „greifen“. Zuweilen versagte ihm die Stimme. Es war klar, dass Blümchen - wie das Katzenmädchen hieß - sehr, sehr geliebt wurde und Teil der Familie war. Mit seiner Frau, die zu dieser Zeit noch in der Arbeit war, wollte er den Zeitpunkt der Abholung absprechen und sich dann wieder melden. Es sollte der nächste Tag sein, an dem Blümchen nach Hause geholt wurde…

Die Abholung selbst fand dann unter höchst emotionalen Umständen statt und war sehr schwer für den Mann wie auch für „Tier-Engel unterwegs“ - Gründerin Marion.

Er erzählte, dass sie Blümchen als kleine Katze bekommen hätten. Schnell wäre klar gewesen, dass sie nicht im Haus bleiben wollte und den Drang hatte, unbedingt nach draußen zu gehen. Kurzerhand wurde der Garten umgebaut und ein extra Spielhaus mit Umzäunung und Katzenklappe als Rückzugsort geschaffen. So hatte die Fellnase die Möglichkeit ins Haus zu kommen oder aber draußen zu sein. Das Katzenmädchen Blümchen war erst vier Jahre alt und ein geliebtes Familienmitglied. Marion erfuhr, dass Blümchen und ihr Besitzer sehr eng miteinander verbunden waren- immer wenn Blümchen das Motorengeräusch seines PKW´s gehört habe, hätte sie schon am Eingang auf ihn gewartet und ihre Streicheleinheiten eingefordert, sich auf den Rücken geworfen und den Bauch kraulen lassen. Der Verlust seines Blümchens setzte ihm sehr zu, das konnte Marion deutlich spüren.

Sie übergab ihm sein „Blümchen“ in einem extra zurecht gemachten Kissenbezug, das den Namen der Fellnase trug und mit einem Regenbogen versehen war. Oben auf legte sie zum Abschied eine Blume. Eine Totfund-Übergabe - dazu noch eine so hoch emotionale - nimmt auch uns Tier-Engel sehr mit. Marion musste sich erst einige Minuten wieder fassen, bevor sie an andere Dinge denken konnte.

Mach´s gut Blümchen - du warst eine so wundervolle Fellnase und hast deinen Besitzern so viel Lebensfreude und Liebe geschenkt. Alles Gute auf Deiner Reise über die Regenbogenbrücke kleine Samtpfote und den Besitzern viel Kraft, den schmerzlichen Verlust zu bewältigen…  🖤🌈🖤




Sonntag, 26.09.2021 |

Nr. 879/2021

Lolek - die Mops-Fledermaus aus Winnenden

Team-Mitglied Claudia hatte am Abend noch Dienst im Tierheim als eine Dame aus Winnenden sich dorthin wendete und Hilfe für eine geschwächte kleine Fledermaus erbat, die sie bereits in einem Karton gesichert hatte.

Da klar war, dass die Fledermaus in eine auf Fledermäuse spezialisierte Pflegestelle verbracht werden musste, verwies das Tierheim Winnenden auf unseren Verein „Tier-Engel unterwegs e.V.“ und so ging die Meldung in unserer Notfallgruppe ein. Die Anzahl der Tier-Engel-Mitglieder für den Rems-Murr-Kreis ist noch recht überschaubar und so fand sich auf die Schnelle niemand, der in der Nähe war. Als Teammitglied Claudia ihren Dienst im Tierheim beendet hatte, übernahm sie deshalb den Einsatz, fuhr zur Meldeadresse und nahm die Fledermaus „Lolek“ wie sie die Finderin getauft hatte, entgegen. Zuvor hatte Claudia noch Kontakt zur FInderin aufgenommen und ihr Kommen angekündigt.

Viele unserer „Tier-Engel unterwegs e.V.-Mitglieder“ engagieren sich nicht nur ehrenamtlich in unserem Verein, sondern haben auch außerhalb des Vereins Kontakte, sind gut vernetzt, oft gar selbst Päppler für bestimmte Tierarten und helfen ehrenamtlich so auch andernorts im Tierschutz. Der Verein und die Mitglieder profitieren so für die in Not geratenen Tiere und den Tierschutz in einer echten „win-win-Situation“ voneinander.

Für die Fledermaus wurde zwischenzeitlich im Hintergrund nach spezialisierten Pflegestellen gesucht, die auch Kapazitäten frei haben und schließlich fand sich diese in Stuttgart-Mühlhausen. Der Kollege von dort war so nett und fuhr Claudia von Mühlhausen entgegen. Vielen Dank an dieser Stelle an Herrn Robert Pfeiffle. Ein ehrenamtlicher Helfer aus dem Naturschutz, der speziell für den Fledermausschutz zuständig ist und mit dem wir künftig zusammenarbeiten dürfen. Ein Treffpunkt auf halber Strecke in Fellbach wurde vereinbart. Vor Ort wurde das Tier als erste Sofortmaßnahme fachmännisch untersucht, grundlegende Reflexe wurden getestet und nach dem Allgemeinbefinden geschaut. Die Fledermaus war zwar nicht verletzt, allerdings sehr geschwächt. Team-Mitglied Claudia erfuhr von Herrn Pfeiffle, dass es sich um eine in unserer Region seltene „Mops-Fledermaus“-Dame handelte.

Im weiteren Gespräch erfuhr Claudia von ihm viel Wissenswertes; bspw. sollten Fledermäuse generell in luftigem Stoff eingewickelt und in einem Stoffbeutel mit Zugband befördert werden. Die Tierchen würden sich bei einem Transport so wohler fühlen und sich nicht so ängstigen. Auch könne die Fledermaus dank des Zugband-Beutels nicht unverhofft entwischen. Dankbar für das interessante Gespräch und mit dem guten Gefühl der „fliegenden Mopsmaus“ geholfen zu haben, fuhr Claudia zurück nach Winnenden. Auch weil sie noch nie eine Fledermaus aus der Nähe gesehen hatte, war es ein schöner und interessanter Einsatz für sie.

Alles Gute und gute Genesung für das mausige Mops-Mädchen wünschen die Tier-Engel unterwegs e.V.

Kurioserweise ist die Stadt Winnenden bekannt als „Mops-Stadt“ und hat auch eine über 300 Jahre alte Geschichte dazu nebst Mops-Hund-Denkmal: https://www.burgerbe.de/2017/05/07/der-mops-von-schloss-winnental-in-winnenden/

Da hat sich doch die Mops-Fledermaus-Dame Lolek die völlig passende Stadt für ihren Aufenthalt ausgesucht…




Sonntag, 26.09.2021 |

Nr. 878/2021

Rettung für ein Mini-Teufelchen durch aufmerksame tierliebe Menschen und die „Tier-Engel unterwegs e.V.“

Sonntag, 16.30 Uhr - auf dem Notfalltelefon wurde ein Katzenbaby gemeldet, das laut Melder mit Futter in Ottmarsheim innerhalb eines Kreisverkehrs ausgesetzt wurde…  Der Auffinde-Ort war für eine Einfangaktion mehr als ungeeignet, befand er sich doch auf einem relativ großen Kreisverkehr mit viel Gebüsch. Es gibt leichtere Aufgaben.

Wir waren bereits mehrfach schon dort vor Ort, da immer wieder einmal in zeitlich größeren Abständen Fellnasen gemeldet wurden - vermutlich Streunerchen. Da klar war, dass ein Einfangen durch eine einzelne Person nicht machbar war, wurden mehrere Helfer angefragt. Eine erste Anfahrt machte Teammitglied Sandra - die zunächst keine Katze erspähen konnte und erschwerend hinzu kam, dass der Melder für Rückfragen auch nicht mehr vor Ort war. Da es zu regnen begonnen hatte, trat Sandra nach ergebnisloser Suche und Rückmeldung im Notfallchat den Heimweg an.

Mittlerweile hatte unser 1. Vorstand Marion, die das Notfalltelefon betreut, Kontakt zum Finder bekommen (da die Telefonnummer falsch an uns übermittelt wurde und eine erste Kontaktaufnahme nach mehreren Versuchen ins Leere führte, war Marion froh, dass der Finder selbständig nochmals bei uns anrief). Sie erfuhr, dass die Babykatze gänzlich schwarz, sehr klein und im dichten Gebüsch auch nur sehr schwer zu sehen sei.

In der Zwischenzeit war Teammitglied Nadine vor Ort und konnte tatsächlich einen Blick auf die Babykatze erhaschen. Sie meldete dies umgehend in die Notfallgruppe und sofort machten sich die Teammitglieder Franzi, Caro und Sandra (die mittlerweile wieder umgedreht war) gewappnet mit Keschern auf den Weg zum Einsatzort, um das Fellbündelchen aus der Gefahrenzone zu schaffen.

Das Mini-Kitten war jedoch sehr „unkooperativ“, verständlicherweise hatte die Fellnase Angst und verkroch sich, sobald man sich ihr näherte, immer und immer wieder ins dichte Gebüsch. Es war wirklich ein aufregendes „Katz-und-Helfer-Spiel“. Unsere Teammitglieder wurden zwischenzeitlich noch durch private Helfer unterstützt, die den Einfangversuch unserer „Tier-Engel“ beobachtet hatten und spontan, ohne lange zu fragen bereit waren, bei der Sicherung mitzuhelfen - an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an Maximilian und seine Schwester Raffaela. Toll dass ihr das so selbstverständlich gemacht habt. Bei uns Tier-Engel unterwegs e.V. seid ihr jedenfalls als aktive Helfer herzlich willkommen!

Von mehreren Seiten wurde also vorsichtig versucht, das Kitten einzukesseln und zu sichern - es dauerte eine kleine Ewigkeit bis das Samtpfötchen endlich am Futter war, welches ihre Aufmerksamkeit auf sich zog.

Teammitglied Caro beschreibt die Lage so (O-Ton!): „Ich war auf ungefähr 1 bis 1,5 Meter an die Fellnase herangekommen und bewegte mich im „Lauf-Freeze-Modus“ auf sie zu - jedesmal wenn das Kitten einen Bissen nahm und mit Fressen beschäftigt war, bewegte ich mich wieder auf die Babykatze zu. Sobald der Blick zu mir ging, erstarrte ich zur Salzsäule“.

Dieses langsame und mühevolle Vorangehen ging eine kleine Weile - aber schließlich war Caro in Greifnähe des Kätzchens und konnte sie so mit einem beherzten Griff sichern.

Der kleine Katzenjunge machte seinem rabenschwarzen Aussehen jedoch alle Ehre. Er knurrte und fauchte unablässig. Schnell reichte Teammitglied Sandra eine Box und zur Sicherheit hielt Teammitglied Franzi noch einen Kescher darüber…

Was für eine Aufregung - alle Teammitglieder und Helfer waren froh, als diese Einfangaktion nun doch noch ein glückliches Ende gefunden hatte und die kleine Fellnase unverletzt innerhalb des Kreisverkehrs gesichert werden konnte. Mister „Baby-Fauch“ wurde anschließend in das Tierheim Ludwigsburg verbracht. Mach´s gut kleines Teufelchen…. wir wünschen Dir von Herzen ein liebevolles Zuhause!




Sonntag, 26.09.2021 |

Nr. 875/2021

Ein Bericht von Nela Mauermann

Ich trank gerade Kaffee und schmuste mit meinem kranken Katerchen, als ich den 1. Einsatz an diesem Tag im Notfallchat las:

„Tote Katze in Asperg, gesichert im Karton - dazu die Adresse“ - ich fragte im Helferchat, ob Teammitglied Jessy aus Tamm übernehmen könne, doch Jessy war arbeiten. So gab ich an das Team die Info, dass ich übernehme. Mein Mann - von Beruf DJ - war erst um 6.30 Uhr von einer Hochzeit ins Bett gekommen und schlief tief und fest - ich war bestimmt zurück, ehe er erwachte…. ;-)

Mein Navi lotste mich aufgrund einer Baustelle etwas umständlich zum Haus der Melder - und ich sah bereits beim Anfahren den Karton an einem Auto in der Einfahrt stehen. Ich konnte direkt davor parken, nahm Handschuhe und Chiplesegerät und schaute am Briefkasten nach dem Namen des Melders. Dann hockte ich mich an den Karton - eingeschlagen in einem blauen Handtuch lag die Fellnase darin. Ich wollte den Melder informieren, dass ich da bin, doch er kam bereits zu mir, kurz darauf seine Freundin.

Ich stellte mich vor und sie erzählten, dass sie zunächst die Polizei riefen, weil sie nicht wussten, was zu tun ist, dann jedoch im Internet suchten und auf unseren Verein „Tier-Engel unterwegs e.V. - die Tiernothilfe“ aufmerksam wurden. In dem Moment, wo die Polizeistreife eintraf, telefonierte der Melder gerade mit unserer Einsatzzentrale - die Polizisten waren froh, dass sie die Fellnase nicht mitnehmen brauchten und verabschiedeten sich.

Ich fragte, wo sie das Tier gefunden hatten und mir wurde weiter berichtet, dass die Tochter beim Gassi-Gehen am Morgen die Samtpfote noch auf dem Gehweg gesehen habe, nur Sekunden später hörte sie hinter ihrem Rücken einen dumpfen Knall - und sah das Tier tot auf der Straße gegenüber zusammenbrechen. Sie lief zurück nach Hause und damit nicht Autos über die Fellnase fuhren, wurde die Katze von der Familie gesichert.

Ich atmete tief durch, zog mir Handschuhe an und schlug das Handtuch auf - die Kleine lag auf der rechten Seite - es war kein schöner Anblick, es musste ein heftiger Aufprall gewesen sein… Vorsichtig zog ich das Chiplesegerät über das Katzenmädchen. Nichts… Danach wusch ich behutsam das Blut aus ihrem Ohr, doch leider sah ich auch kein Tattoo. Während ich arbeitete, erklärte ich den Meldern alles… sie hatten selber Tiere und waren tief betroffen….

Sanft drehte ich das Katzenmädchen auf die andere Seite und zog auch dort das Chiplesegerät über das leblose Körperchen - erfolglos. Ich hatte die Hoffnung, dass der Chip evtl. verrutscht sei - leider war keiner vorhanden. Und auch im anderen Ohr fand ich nach dem Säubern keine Tätowierung. Als ich vorsichtig das Blut vom Näschen wischte, sah die Kleine von dieser Seite aus, als würde sie schlafen…. Sie musste Besitzer haben, denn sie war gepflegt und wohlgenährt….

Ich machte einige Fotos, um später zuhause eine Facebook-Fundmeldung zu erstellen - schon oft gelang es uns, dadurch den Besitzer von nicht gekennzeichneten bzw. nicht registrierten Tieren zu ermitteln….Die Melder fragten, was nun mit dem Tier geschieht und ich erklärte es ihnen. Ich bedankte mich nochmals, dass sie sich so gekümmert hatten, nahm die Fellnase samt Karton und trug sie in mein Auto, als auf der anderen Straßenseite eine junge Frau parkte und mit ihrem Sohn ausstieg. Es war eine Nachbarin, die selber Katzen hatte - doch ohne Freigang. Wir fragten, ob sie jemand kennt, der eine schwarz/weisse Katze hat und sie bejahte. Ich bat sie, allein zu uns zu kommen und zeugte ihr ein Handyfoto - sie schluckte durch - ja dass sei die Katze ihres Bekannten - er wohne im Haus da vorn und habe 2 Kinder…. Ich bat sie, ihn anzurufen und zu bitten, zu uns zu kommen… Und erfuhr, dass das Katzenmädchen Miss Marple hieß, ca. 3 Jahre war, sie hatte sie aufwachsen sehen, dass sie sich sich gut mit ihrem Nachbarn verstand  und wusste, dass die Fellnase erst seit kurzem Freigang hat….

Miss Marples Besitzer kam zu uns, er spürte, dass was nicht stimmte und ganz behutsam erklärte ich ihm, dass Miss Marple leider einen Unfall hatte und dass seine Nachbarn sie geborgen haben… Er war kaum fähig zu sprechen, kämpfte gegen die Tränen, war kurz überfordert….. Egal was man in diesem Moment zu einem Menschen sagt…. es kann den Schmerz nicht lindern… kommt teilweise nicht an, so unwirklich steht man dem gegenüber…. Von jetzt auf nachher alles anders - nichts mehr wird so sein wie noch vor ein paar Stunden….

Leise gab ich seiner Nachbarin, die ihm am nächsten stand zu verstehen, dass eine Umarmung - ein kurzer Halt - guttun würde und Miss Marples Besitzer nahm diese dankend von ihr an… Niemanden ließ diese Situation unberührt, unendlich traurig und voller Mitgefühl empfanden wir uns fremden Menschen alle dasselbe…..Nach einem kurzen Moment des um Fassung ringens wollte er seine Miss Marple heimbringen. Ich bot ihm meine Hilfe an, doch er wollte es allein tun…. Wieder um Fassung ringend nahm er den Karton, in welchem seine Miss Marple im Handtuch lag - ich hielt noch ein Auto an, damit nichts passierte, während er mit Tränen in den Augen und hängenden Schultern leise „Danke“ sagt.

Ich begleitete Miss Marples Besitzer über die Straße und wünschte ihm viel Kraft. Jemanden sein totes Tier in den Arm zu legen bringt auch mich als erfahrenes Teammitglied immer wieder an eine emotionale Grenze, letztlich die Dankbarkeit der Besitzer gibt uns immer wieder Kraft, dies zu tun. Denn die Ungewissheit, wenn ein Tier fehlt – für die meisten doch ein inniges Familienmitglied – ist für viele unerträglich. Dann lieber traurige Gewissheit und die Möglichkeit, sich von seiner geliebten Fellnase verabschieden zu können.

Auch an dieser Stelle wünschen wir Miss Marples Besitzern nochmals viel Kraft, um diesen schmerzlichen Verlust zu bewältigen und bedanken uns beim großartigen Melder für seine Umsichtigkeit und auch die Spende in unsere Vereinskasse.

Gute Reise über die Regenbogenbrücke kleine Miss Marple und grüße die anderen Fellnasen-Engel, wenn Du angekommen bist….

🖤🌈🖤




Samstag, 25.09.2021 |

Nr. 870/2021

Es war am Samstag um die Mittagszeit - auf dem Notfalltelefon ging die Meldung über einen freilaufenden Hund in Bietigheim Richtung Löchgau ein.  Die Team-Mitglieder Annabell und Fabi machten sich auf den Weg und waren innerhalb kurzer Zeit vor Ort. Der Finder hatte den Hund fürsorglich bereits mit Wasser versorgt. Es war eine ältere Mischlingsdame die sehr zutraulich, lieb und auch gar nicht ängstlich war.

An ihrem Hals befand sich ein Band mit einer Telefonnummer darauf; leider ging unter dieser Nummer zuerst keiner an das Telefon. Das hatte der Finder ebenfalls vor Kontaktaufnahme mit der Polizeileitstelle versucht.

Der Hund war leider nicht gechipt - das Lesegerät von Annabell zeigte bedauerlicherweise keine Nummer an. Es war auf diesem Weg also kein Besitzer zu ermitteln, weshalb das Tierheim Ludwigsburg die Hündin aufnehmen sollte. Vor Fahrtantritt teilte Annabell dies unserem Teammitglied Dagmar mit, die derzeit das Notfall-Telefon betreute.

Im Kontakt mit Dagmar und anhand der Telefonnummer kam nun jedoch überraschend heraus, dass unser Verein diesen Hund wohl schon einmal gesichert haben musste. Die Nummer, die auf dem Halsband stand, war bereits bei uns bekannt und mit einem Namen in unserem Notfallhandy abgespeichert. Annabell ließ nichts unversucht und eine Suchanfrage im Internet gab uns nun anhand des Namens Aufschluss über die zugehörige Halteradresse.

Der Ausreißer gehörte zu einem Bio-Bauernhof, der fast 7 km entfernt war und mit deren Besitzer wir schon einmal in Kontakt waren. Annabell rief nochmals die Nummer an und diesmal war jemand erreichbar. Der Hund wurde schon vermisst - die Besitzer befanden sich bei der Arbeit in den Weinbergen und bemerkten nach ihrer Rückkehr, dass ihre Hündin Mia nicht mehr am Hof war.

So brachten Annabell und Fabi die Ausreißerin in ihr Zuhause zurück. Die Hündin lahmte am Hinterbein - aufgrund Arthrose waren die Besitzer deswegen bereits mit ihrem Tier in Behandlung. Fabi und Annabell rieten den Besitzern eindringlich, Mia beim nächsten Tierarztbesuch mit einem Chip auszustatten und die Nummer in einem Haustier-Finderegister (TASSO/findefix) mit Adresse zu hinterlegen. Auf diese Weise hätten wir als Tiernothilfe-Verein schneller die Meldeadresse heraus bekommen, denn im ungünstigsten Fall hätten die Besitzer ihren Hund im Tierheim Ludwigsburg abholen müssen.

So ein Außen-Aufenthalt bedeutet für ein Tier immer nur „Stress“ und ggf. auch für den Besitzer, der sein Tier im Tierheim u.U. je nach Uhrzeit erst am Folgetag holen kann.

Wenn die Tiere jedoch gechipt und mit der aktuellen Meldeadresse/Telefonnummer der Besitzer registriert sind, versuchen wir „Tier-Engel unterwegs e.V.“ immer zuerst, das Zuhause des Tieres anzufahren.

Alles Gute für Mia und schön, dass sie wieder zu Hause ist.   




Freitag, 24.09.2021 |

Nr. 865/2021

Freitag gegen 10 Uhr - im Notfallchat wurde eine tote Katze in Benningen gemeldet. Teammitglied Debbi fuhr zur Örtlichkeit um nachzusehen, ob die Katze gechipt und registiert war, um die Besitzer*in ausfindig zu machen.

Der Anblick des zu Tode gekommenen Tieres ist oftmals eine Herausforderung und emotional nur sehr schwer zu verkraften - denkt man doch dabei auch an die eigenen Tiere und das ihnen so etwas erspart bleiben möge.

Vor Ort angekommen fand Debbi die Katze sorgfältig abgedeckt im Schatten am Eingang des Tores in einem Karton abgelegt vor, da die Melder nicht vor Ort warten konnten. Dies wurde im Vorfeld im telefonischen Kontakt so vereinbart. Debbi setzte das Chip-Lesegerät an und sofort zeigte sich eine Registrierungsnummer. Sie informierte TASSO. Diese wollten sich mit den Besitzern in Verbindung setzen und Debbi erneut Bescheid geben.

Als Debbi eine ganze Zeit lang gewartet hatte und keine Rückmeldung kam, nahm sie die Fellnase erst einmal mit zu sich nach Hause. Gegen 20.00 Uhr rief Debbi erneut bei TASSO an - aufgrund des sehr gepflegten Aussehens der Samtpfote konnte sich Debbi nicht vorstellen, das die Besitzer ihr Tier nicht zurück wollten (was mitunter auch schon vorgekommen ist und uns Tier-Engel so manches Mal ratlos zurücklässt). TASSO versprach erneut einen Kontakt herzustellen - es tat sich leider nichts. Es folgte eine sehr unruhige Nacht - Debbi´s Gedanken kreisten um die arme Fellnase und die Ungewissheit, ob sie zurück in ihr Zuhause durfte. Am nächsten Morgen dann meldete sich die Besitzerin zur Abholung. Sie klang am Telefon sehr gefasst.

Die Übergabe eines toten Tieres versuchen wir Tier-Engel so gut es in solchen Momenten geht, würdevoll zu gestalten. Debbi legte die Fellnase in ein Kissen, schrieb den Namen „Ginny“ auf ein Herz aus Holz und legte zum Abschied eine Rose dazu.

Bei der Abholung war die Besitzerin sehr traurig und aufgelöst. Im Gespräch mit ihr erfuhr Debbi, das Ginny im Mai gerade mal ein Jahr alt geworden war und der Tochter der Besitzerin viel seelischen Halt gegeben hatte, wie es oftmals nur ein Tier einem Menschen geben kann. Ein sehr, sehr schwerer Verlust für die ganze Familie und auch erneut ein sehr emotionaler Moment für Debbi.

Mach´s gut kleine geliebte Fellnase. Schön, dass du nach Hause geholt wurdest - du darfst behütet unter einem Haselnuss-Strauch im Kreise deiner Familie bleiben.




Donnerstag, 23.09.2021 |

Nr. 863/2021

Erinnert Ihr Euch noch an Claudias Einsatz in Affalterbach? Die Fellnase wurde nach Behandlung des Katzenschnupfens und Pflege im Tierheim Winnenden wieder am Montag in Freiheit entlassen - hier der Bericht zum Einsatz:

https://www.facebook.com/Tierengelunterwegs/posts/563148528444005

Am Donnerstag, dem 23.09.2021 wurden wir informiert, dass der Kater wohl ganz komische Geräusche machen würde und auch nicht mehr aufstehen könne. Die Dame die ihn vor Ort versorgt und sich kümmert, traue sich nicht näher an ihn ran…

Teammitglied Denise war auf Arbeit in Winnenden und gab Bescheid, dass sie in ihrer Mittagspause nach der Fellnase schauen wird. Vor Ort angekommen, wurde sie von der sehr aufgelösten Dame erwartet. Diese wiederholte, dass der Kater komische röchelnde Geräusche machen würde und sie voller Sorge sei.

Nachdem Denise ihn in seinem Katzenhaus gefunden hatte, hat er nur gemauzt und ist dann recht schnell herausgekommen. Er war etwas wackelig auf den Hinterbeinen. Die Ursache hierfür soll aber von einem Autounfall von vor 8 Jahren kommen. Nachdem der Fellnasenbub einige Schritte gelaufen war, bewegte er sich denn auch nahezu normal. Der Kater, der ein Streunerchen ist und dort eine eigene Hütte auf der Terrasse hat, frisst, war zutraulich, sehr verschmust und machte einen recht fitten Eindruck.

Denise hielt Rücksprache mit unserem Team - die Fellnase kämpft wohl noch etwas mit den Nachwirkungen des Katzenschnupfens… Die Melderin war nun erstmal beruhigt und dankbar, dass so schnell jemand kam. Sie wird weiterhin ihr kleines Streunerchen gut beobachten und wenn es schlimmer wird oder nicht aufhört, sich wieder bei uns melden.

Nachtrag: Am Montag, 27.09. gegen 16.30 Uhr bekamen wir die Meldung, dass es dem Kater wieder schlechter geht - Teammitglied Alexandra machte sich auf den Weg. In der Tat war der Zustand der Fellnase heute wesentlich schlechter, so dass sie sich gemeinsam mit der Dame, die den Kater versorgt, unverzüglich auf den Weg zum TIerarzt machte. Nch gründlicher Untersuchung und Abwägung aller Symptome und der Vorgeschichte, entschied sich die Dame, ihrem Kater weiteres Leid zu ersparen und begleitete ihn im Beisein von Alexandra sanft über die Regenbögenbrücke.... 🌈🖤

Gute Reise Samtpfötchen und wir wünschen der Dame, die den kleinen Streuner liebevoll versorgte, ganz viel Kraft, um diesen Verlust zu bewältigen....




Donnerstag, 23.09.2021 |

Nr. 862/2021

Am Donnerstag Mittag erhielt Teammitglied Nela privat die Nachricht, dass gleich bei ihr um die Ecke eine tote Fellnase an einer Bushaltestelle lag. Nela war jedoch im Büro und konnte nicht weg, sie stellte den Fall umgehend in unseren Notfallchat ein.

Team-Mitglied und 2. Vorstand Caro hatte gerade Mittagspause, als sie die Meldung las. Tote Fellnasen zu sichern und mit Glück (sofern die Tiere gechipt, tätowiert UND in einem Haustierregister gemeldet sind), die Besitzer*Innen ausfindig zu machen, gehört zu den weniger schönen Aufgaben unseres Vereins. Aber es muss sein - schon allein, damit ein Abschied stattfinden kann -  oftmals von einem „Familienmitglied“ - jedenfalls wenn die Bindung eng war.

Caro fand an der gemeldeten Stelle keine Katze, begab sich auf die Suche und ein Stück weiter entfernt im Grünstreifen lag die Samtpfote dann. Ein aufmerksamer Mensch hatte sie von der Straße weg an den Seitenstreifen gelegt. Die Fellnase war gechipt und registriert und so erfuhr Caro von TASSO, das die Katze Amy hieß und keine 200 m entfernt ihr Zuhause hatte (es lag Datenfreigabe vor). Amy war noch recht jung.

Erschwerend kam noch hinzu, dass die Fellnase bei dem tragischen Unfall (vermutlich mit einem PKW) sehr schwere Verletzungen davon trug und offenbar auch noch nicht so lange dort gelegen hatte, denn Caro spürte noch Körperwärme…. Ein sehr sehr schlimmer Anblick für Caro, die ihr Möglichstes tat und den Katzenkörper sorgsam in ein Tuch einwickelte, damit dem Besitzer dieser Anblick erspart blieb. Caro übernahm die schwere Aufgabe, Amy nach Hause zu bringen und dem Besitzer diese traurige Mitteilung zu überbringen. Dieser verstand die Welt nicht mehr… Amy war doch am Morgen noch zuhause und wohlauf….

Solche Einsätze sind emotional zum Teil sehr aufwühlend. Caro selber hat Fellnasen…Berührt, traurig und in Gedanken an den Einsatz, an Amys kurzes Leben und die Fassungslosigkeit der Besitzer beim Überreichen von Amys leblosen Körper fuhr Caro anschließend zu ihrer Arbeitsstelle zurück.

Alles Gute auf Deiner Reise über die Regenbogenbrücke kleine Samtpfote und den Besitzern viel Kraft, den schmerzlichen Verlust zu bewältigen… 🖤🌈🖤




Samstag, 18.09.2021 |

Nr. 834/2021

Es war Samstag gegen Nachmittag - Teammitglied Melly war bereits in „Hab-Acht-Stellung“ auf Abruf, da eine Sicherung und das Einfangen von Kitten ohne Mutterkatze durch die „Tier-Engel unterwegs e.V.“ an einem anderen Einsatzort bereits zugange war. Die dortigen Teammitglieder benötigten vor Ort evtl. noch Unterstützung, als Melly die Meldung über einen herrenlosen torkelnden Hund in Affalterbach in unserem Notfall-Chat las. Das Tier sei gesichert und im Schatten, wirke sehr schwach.

Umgehend machte sich unser Teammitglied auf den Weg. Vor Ort angekommen lag ein altersschwacher Hund, völlig apathisch und mit abwesendem Blick auf der Straße. Der Hund war in einem bemitleidenswerten Zustand - die Melder hatten ihn umsichtiger Weise bereits in den Schatten verbracht. Melly verschaffte sich einen ersten Überblick und liess sich die Fundumstände schildern. Verletzungen hatte die arme Fellnase nicht, weshalb Melly auch erst einmal nicht von einem Unfall ausging. Der Hund konnte jedoch seine Hinterläufe nicht gut bewegen. Vorsichtig wurde unter Mithilfe der Finder versucht, das Tier aufzustellen, was aber angesichts der Schwäche und des Wegknickens der Hinterbeine leider misslang. Es war dennoch sehr offensichtlich, dass der Hund dringend tierärztliche Hilfe benötigte.

Teammitglied Melly ist ein „Tier-Engel“ der ersten Stunde. Sie ist sehr erfahren, was die Einsatzabläufe betrifft. Daher wusste sie auch sofort, dass die Transportmöglichkeit für diesen armen Hund in ihrem Privat-PKW, in denen wir „Tier-Engel“unsere ehrenamtlichen Einsätze anfahren, völlig ungeeignet ist und unsere Hilfe-Möglichkeiten in solchen Fällen einfach begrenzt sind.

Über den Weg der „Vereinshilfe“ wurde deshalb die Tierrettung Unterland e.V. von Melly um Mithilfe gebeten. Diese waren auch schnell vor Ort und konnten angesichts der größeren Transportmöglichkeiten und tiermedizinischen Ausbildung auch die nötige Unterstützung für den Hund leisten. „Das Tierwohl steht an oberster Stelle“ - dieser Grundsatz bestimmt unser Tun und nach diesem Grundsatz handeln wir.

Gemeinsam wurde dann die weitere Vorgehensweise besprochen. Die (ebenfalls ehrenamtlich tätige) Helferin der Tierrettung Unterland e.V. stellte fest, dass es sich um eine sehr alte Hündin mit neurologischen Ausfällen handelte, die die Hinterbeine fast nicht mehr bewegen konnte. Der Hund war nicht gechipt und so konnte ein Besitzer auf die Schnelle nicht gefunden werden. Nach Rücksprache mit dem Tierheim Ludwigsburg wurde vereinbart, dass die Fahrt erst einmal in das Tierheim erfolgen sollte und nach Begutachtung eventuell auch ein Weitertransport durch die Tierrettung Unterland e.V. in die Tierklinik Ludwigsburg ermöglicht werden sollte.

Oberstes Ziel ist es immer, den Tieren in Notlagen zu helfen, weshalb unser Verein der Tierrettung Unterland e.V. an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön für ihre unkomplizierte und schnelle Mithilfe bei diesem Einsatz aussprechen möchte.

Teammitglied Melly erhielt am Abend noch einen Anruf der Besitzerin - die Hündin ist stolze 16 Jahre alt und war zuhause im abgegrenzten Garten, den sie - wie auch immer - unbemerkt verlassen hatte. Sie muss tatsächlich zwei Straßen weit gekommen sein, bevor ihr die Kraft ausging. Über TASSO hatte Melly den Auffindeort des Hundes gemeldet und so konnte der Kontakt zustande kommen.

Hoffen wir, dass die Hundedame ihren Ausflug gut überstanden hat und ihr Leben noch einige Zeit - hoffentlich schmerzfrei - genießen darf.

 




Freitag, 17.09.2021 |

Nr. 831/2021

Es war Freitag vormittag, als der Notruf auf dem Notfalltelefon einging:

Flugunfähiger Bussard – sitzt seit gestern Abend auf Firmen-gelände in Freiberg a.N.

Teammitglied Caro hatte an diesem Tag Urlaub und war auf dem Weg zu ihrer Tierärztin, da ihre eigene Fellnase Medikamente benötigte.

Kurzerhand übernahm Caro den Einsatz und fuhr zur angegebenen Adresse. Vor Ort wurde sie schon vom Melder, einem Mitarbeiter der Firma, erwartet. Dieser berichtete ihr, dass das Tier wohl schon eine ganze Zeit lang auf dem hinteren Gelände der Firma saß und offensichtlich flugunfähig dort gestrandet war. Durch die Mitarbeiter wurde das Tier bereits eine Zeit lang beobachtet und es wurde auch versucht, über verschiedene Anlaufstellen Hilfe für den Vogel zu bekommen. Leider erfolglos. Ein Einfangversuch war ebenfalls gescheitert und so war der Herr sehr froh, dass er durch die Tier-Engel-unterwegs e.V. Hilfe bekam.

Der Zugang zur Auffinde-Stelle war Caro erschwert. Der Vogel saß hinter einem Zaun, der nur über das Gelände der Nachbarfirma erreichbar war. Schon beim Näherkommen bemerkte Caro, dass der Vogel aus dem Schnabel schäumte. Kein gutes Zeichen. Es war kein Bussard, sondern ein Turmfalke der in Not geraten war. Er war sehr kraftlos und liess sich durch unser Teammitglied ohne Abwehr in die vorbereitete Softbox setzen. Caro war klar, dass der Vogel nun schnell in fachkundige Hände musste und so rief sie bereits vor Fahrtantritt im Tierheim Ludwigsburg an, um die Mitarbeiter und die dortige Tierärztin auf den Notfall vorzubereiten. Sollte es eine Vergiftung sein, was angesichts des Schaums am Schnabel möglich sein konnte, war höchste Eile geboten, damit dem Wildvogel noch geholfen werden konnte.

Im Tierheim wurde Caro durch ihre vorherige Anmeldung und ihr umsichtiges Verhalten bereits erwartet. Tatsächlich war der Vogel sehr schwach und abgemagert. Er wurde tierärztlich  notfallversorgt und nach der Behandlung von Teammitglied Caro höchst persönlich in die Pflegestation des Tierheims verbracht. Leider erfuhren wir 2 Tage später, dass der wunderschöne Falke es nicht geschafft hat - herzlichen Dank an alle Helfer - besonders an den Melder, der bei seinem Hilfeersuchen nicht so schnell aufgegeben hat und sich so für den Falken eingesetzt hat. Dickes „Dankeschön“ an dieser Stelle

Guten Flug über die Regenbogenbrücke kleiner Falke!




Mittwoch, 08.09.2021 |

Nr. 789/2021

Als uns der Anruf unseres Kooperationspartners, das Tierheim Ludwigsburg, erreichte, waren alle Teammitglieder arbeiten. Jeder von uns ist ehrenamtlicher „Tier-Engel“ und wir fahren die Einsätze in unserer Freizeit. Ein zugelaufener Hund in Markgröningen wurde gemeldet - ob jemand zum Chipauslesen hinfahren kann.

Teammitglied Benni gab eine Stunde später Bescheid, dass er übernimmt. Er hatte Feierabend gemacht und fuhr den Umweg über Markgröningen, um den kleinen Ausreißer möglichst schnell wieder nach Hause zu bringen.

Vor Ort angekommen, fand Benni eine ältere Hundedame vor, die wohl einen kleinen Ausflug erleben wollte… Die Lady war sehr zutraulich und so war es kein Problem, mit dem Chiplesegerät nach einem Chip zu suchen. Und Hurra! - das Lesegerät signalisierte „Chip found“…

Benni rief bei TASSO an und musste leider musste bei der Halterüberprüfung feststellen, dass die zutrauliche Hundedame nicht registriert war. Dies bedeutet, sie durfte ihren „Ausflug“ weiter fortsetzen; Benni machte sich auf den Weg ins Tierheim Ludwigsburg.

Dort angekommen erfuhr er, dass sich die Besitzerin bereits im Tierheim gemeldet hatte.

Juhuuu - Happy Endfür die vierbeinige Seniorin - sie durfte noch am gleichen Tag wieder nach Hause. Und auch Benni hatte nun Feierabend und „durfte“ nach erfolgreichem Einsatz nach Hause - zwinker.




Dienstag, 07.09.2021 |

Nr. 786/2021

Es war der 07.09. gegen 13.45 Uhr, als uns auf dem Notfalltelefon einen Babykatze in den Weinbergen in Marbach gemeldet wurde, die sich nicht bewegen würde aber lebt.

Die Melder hatten bereits eine lange Zeit vor Ort beobachtet und auch gesucht, doch keine Mama oder weitere Geschwister ausmachen können. Teammitglied Melly hatte Urlaub und befand sich gerade im Baumarkt, als sie die Nachricht erreichte und erklärte sich bereit, umgehend nach dem Katzenkind zu schauen.

Vor Ort angekommen, traf sie am Parkplatz die beiden Melder und sie fragte die beiden, wo genau das Kitten sei. Der Melder schaute sie an und meinte: „Die liegt hier.“ Tatsächlich musste Melly zweimal Hinsehen, ehe sie das Mini-Fellnäschen entdeckte.

Behutsam nahm Melly das Kleine auf und machte zuhause eine Erstversorgung, ehe sie das kleine ca. 1 Woche junge Katzen-mädchen weiter zu Teammitglied Anna brachte. Anna versorgte das Kitten über Nacht, wir machten einen Aufruf in Facebook:

https://www.facebook.com/Tierengelunterwegs/posts/554794305946094

„Katzenamme gesucht“ und hatten Erfolg. Das kleine Fellnasenmädchen ist am Donnerstag in ihrem neuen Zuhause bei der neuen Mama angekommen und darf nun artgerecht mit anderen Kitten aufwachsen - alles Liebe Du Minikätzchen und vielen Dank an alle die dazu beigetragen haben, dieses Leben zu retten….




Freitag, 10.09.2021 |

Nr. 799/2021

Es war Freitag Vormittag, der 10.09.2021 - Teammitglied Claudia hatte noch eine Stunde Dienst im Tierheim Winnenden, als sie die Meldung über eine verletzte Katze in Affalterbach im Notfallchat las, die dringend gesichert und zum Tierarzt gebracht werden sollte. Mit Falle gewappnet, fuhr sie nach Arbeitsende zum Einsatzort. Gemeldet wurde uns der Einsatz über den Tierschutzverein Feline Wolfsölden e.V., die uns um Unterstützung baten. Dorthin wiederum hatte sich eine ältere Dame mit ihrem Hilfeersuchen gewandt.

Vorab muss man wissen: Die Katze wurde im Rahmen des Tierschutzes von Feline Wolfsölden e.V. schon einmal nach einem Unfall gesichert und versorgt. Bei dieser Gelegenheit wurde sie auch gleich gechipt, registriert und kastriert und danach wieder an die Örtlichkeit in Affalterbach zurückgebracht. Die ältere Dame versorgt den Kater nun schon seit Jahren mit Futter und Wasser und war sehr besorgt um ihn.

Auf der Anfahrt benachrichtigte Claudia die Melderin über ihr Kommen und erfuhr dabei, dass der Kater sich anlocken ließ und bereits in der Wohnung sei. Das machte den Einsatz um einiges einfacher. Vor Ort angekommen, fand Tier-Engel Claudia einen circa acht Jahre alten Kater vor, der sehr zutraulich und anschmiegsam war. Das rechte Auge sah nicht sehr gut aus und die Nase war blutig verschleimt. Die ältere Dame war körperlich eingeschränkt und konnte die Fellnase daher nicht selbst in die Tierklinik bringen. Dankbar hat sie deshalb die Hilfe unseres Vereins „Tier-Engel-unterwegs e.V.“ angenommen.

Um den weiteren Ablauf des Einsatzes abzusprechen, wurde Feline Wolfsölden e.V. kontaktiert, zumal auch abgeklärt werden musste, wer für die Behandlungskosten des Tieres aufkommen sollte. Dieses Thema ist oftmals nicht ganz einfach zu beantworten. Im Vorfeld zu agieren und abzuklären ist daher ein notwendiges Übel, auch wenn man unter Zeitdruck steht und dem Tier so rasch als möglich helfen möchte. Unsere ehrenamtlichen Einsatzfahrten und die aufgewendete Zeit dafür setzen wir von Herzen gerne ein. Die Tierarztkosten können wir als „Ehrenamtliche“ jedoch nur in wenigen Fällen übernehmen.

Die Fellnase wurde von Claudia anschließend in die Tierklinik nach Leutenbach gefahren. Die Tierärztin stellte bei der Fellnase erhöhte Temperatur und Katzenschnupfen fest, der medikamentös behandelt wurde. Das auffällige tränende Auge war aufgrund des vormaligen Unfalles nicht mehr ganz in Ordnung, wies jedoch keine neuerlichen Verletzungen auf. Die Samtpfote wurde zur anschließenden Erholung in das Tierheim Winnenden gebracht, von wo aus er nach seiner Gesundung wieder an die ursprüngliche Auffinde-Örtlichkeit zurück gebracht wird. Die Dame wird auch weiterhin ein Auge auf ihn haben und ihn sehr gerne versorgen.

WIR FINDEN - schön, dass es auch Menschen gibt, die sich um Streuner kümmern, die wachsam sind und die Hilfe für ein Tier holen, das keinen Besitzer hat, der sich im Normalfall um seinen Schützling kümmert. Dafür ein großes Dankeschön.

 




Freitag, 03.09.2021 |

Nr. 774/2021

Ein Bericht von Nela Mauermann

Es war Freitag Morgen, als um 9.15 Uhr im Notfallchat ein Entenbaby gemeldet wurde, welches an der Enz in Bietigheim auf dem Rücken liegt.

Der Melder hatte es auf Anraten vorsichtig umgedreht, doch das Kleine blieb liegen - Hilfe war nötig. Ich schaute auf die Uhr…. Um 10 Uhr musste ich im Büro sein - sichern konnte ich das Kleine, nur die Fahrt ins Tierheim würde ich nicht schaffen… So gab ich die Info weiter und sofort meldete sich Teammitglied Anna, gelernte Tierarzthelferin, dass sie die Erstversorgung in der Praxis vornehmen und das Küken dann ins Tierheim bringen könne.

Umgehend fuhr ich los - innerhalb von 5 Minuten war ich am Einsatzort, wo. mich der Melder bereits erwartete. Fürsorglich war er beim Küken geblieben. Ich stellte mich vor und erfuhr, dass er mit seinem Kind vorbeigelaufen sei und eine Entenpaar mit 4 fitten Küken sah - und eben dieses eine - auf dem Rücken liegend. Der Sohn meinte noch: „Papa schau mal, das Baby sonnt sich…“ und sie liefen weiter…

Doch nachdem der Papa sein Kind im Kindergarten abgegeben hatte, lief er zurück - ihm ließ es keine Ruhe und irgendetwas erschien ihm komisch an der Situation…. Sein Gespür sollte ihn nicht täuschen… Zurück am Sichtungsort war die Entenfamilie verschwunden - nirgendwo sichtbar und das Kleine lag noch immer hilflos auf dem Rücken.

Da der Melder nicht wusste, was tun und er nichts falsch machen wollte, rief er auf unserem Notfalltelefon an. „Tier-Engel unterwegs“-Gründerin Marion bat ihn, das Küken vorsichtig umzudrehen, damit es besser Luft bekommt - doch das Flauschbällchen lief nicht weg…  Ich sah das Mini-Entchen gleich und bewegte mich vorsichtig. Es stand auf und torkelte ein paar Entenschrittchen weg - der Melder war überrascht - doch es kam nicht weit - definitiv stimmte etwas nicht. Die Natur hat es so eingerichtet, dass Babys, die zu schwach sind, im Interesse der anderen zurückgelassen werden - offenbar war dies hier der Fall.

Behutsam nahm ich das Flauschebällchen in meine Hände, schob es unter meine Jacke, legte eine Hand drüber und spürte, wie es sich ganz ruhig hineinkuschelte. Der Melder bat für seinen Sohn noch um ein Bild und fragte, was mit dem Baby nun geschieht. Ich erklärte ihm, dass es gleich in eine Tierarztpraxis kommt und dort geschaut wird, was los ist. Er bedankte sich, dass wir so schnell vor Ort waren und ich wiederum dankte ihm für sein aufmerksames handeln. Wir verabschiedeten uns, vorsichtig setzte ich den Flauscheball, der lautstark mit mir kommunizierte, in die vorbereitete Box, in der eine Decke auf einem Wärmesnuggle war. Der Zwerg kuschelte sich umgehend in das „Nest“ und ich fuhr zu Teammitglied Anna in die Tierarztpraxis.

Dort angekommen wurde ich bereits erwartet und erfuhr, dass Annas Chefin das Entenküken kostenlos untersuchen und behandeln würde - wie wundervoll und ganz herzlichen Dank auch an dieser Stelle!!! Herzlichen Dank ebenso nochmals an den Melder! Herzlichen Dank, dass es Menschen gibt, die handeln, statt wegzusehen! Das Kleine hat so die Chance bekommen, zu überleben - allein an der Enz hätte es vermutlich nicht überlebt….

Am Freitag Nachmittag erfuhren wir, dass das Baby neurologische Ausfälle hatte und eine Therapie zeigen müsse, ob es eine Chance hat. Am folgenden Montag hieß es, dass die Therapie anschlägt und die neurologischen Ausfälle zurückgegangen sind, das Kleine jedoch noch weitere Behandlung benötigt. Bei Annas Chefin ist es in sehr guten Händen - wir drücken für eine vollständige Genesung weiterhin alle Daumen!




Mittwoch, 01.09.2021 |

Nr. 763/2021

Es war Mittwoch, 13.30 Uhr und schon Einsatz 5 an diesem Tag, als der Notruf auf unserem Notfalltelefon einging, dass eine verletzte Nilgans auf der Neckarinsel zwischen Pleidelsheim und Ingersheim gesichtet worden ist. Die Melderin würde vor Ort warten.

Unverzüglich sind Teammitglied Franziska und ihr Papa los, um dem Tier zu helfen. Die Melderin wartete in einiger Entfernung von der Gans vor Ort auf unsere Teammitglieder. Das Tier war vermutlich noch relativ frisch verletzt. Die Melderin berichtete diesbezüglich von Blutspuren, die sie in der Nähe des Tieres gesehen hat. Zu dritt wurde versucht, die  Gans einzukreisen. Franziskas Vater ging mit dem Kescher direkt in Richtung Wasser, damit die Gans nicht ins Wasser entwischen konnte. Franziska hat sich mit einem großen Handtuch von einer weiteren Seite genähert und die Melderin von einem dritten Punkt aus.

Als alle etwas näher gekommen waren, sah man deutlich, dass der Fuß schwer verletzt, vermutlich sogar gebrochen ist. An der Wunde sah man wirklich noch relativ frisches Blut. Behutsam und langsam näherten sich die Helfer der Gans. Aber als sie nur noch ca. 10m entfernt waren, startete die Gans durch und flog hoch in die Lüfte davon.

Daraufhin suchten alle gemeinsam den Teil der Insel, in den die Gans geflogen ist, noch ab, fanden sie allerdings nicht mehr. Die Melderin erhielt unsere Visitenkarte, damit sie uns erreichen kann, sobald die Gans wieder gesichtet wird. Auch zwei Bauhofmitarbeiter, die zufällig in der Nähe waren, wurden auf die Situation aufmerksam gemacht.

Jetzt bleibt nur zu hoffen, dass die Gans möglichst zeitnah wieder gesichtet und dann auch gesichert werden kann, um ihr zu helfen.

Solche Einsätze sind für unsere Teammitglieder sehr unbefriedigend, ein verletztes Tier nicht sichern zu können, hinterlässt ein ungutes Gefühl. Leider können weder wir noch andere Menschen in solch Lage sich mal kurz in den Himmel schwingen. Bedauerlich ist es dann, wenn uns durch Menschen, welche nicht vor Ort waren und die Lage definitiv nicht einschätzen können, vom Schreibtisch aus Vorwürfe gemacht werden….




Dienstag, 31.08.2021

Nr. 756 + 757/2021

2 auf einen Streich - in Bericht von Nela Mauermann

Es war Dienstag, ca. 16.40h, als kurz nacheinander 2 Meldungen auf unserem Notfalltelefon eingingen. In der meisten Zeit wird dieses von „Tier-Engel unterwegs“-Gründerin Marion persönlich betreut - alles ehrenamtlich und das sogar 24/7… Eine besondere Herausforderung, da nicht nur die Notfälle, sondern auch telefonische Anfragen, das Koordinieren der Einsätze zwischen den Teammitgliedern und Kooperationspartnern dazugehört.

Noch mitten in der Organisation eines Notfalles, klingelt bereits der nächste Notfall an, manchmal laufen mehrere Einsätze parallel - da den Überblick nicht zu verlieren, gelingt Marion großartig und an dieser Stelle mal wieder ein gigantisches DANKESCHÖN an unseren 1. Vorstand!

So war es auch heute mal wieder - ich las zuerst #5/31.08.2021:

Eine junge Taube in Tamm sitzt seit dem Morgen am Boden und fliegt nicht weg. Sie soll gesichert werden und ins Tierheim.

Nur eine Minute später folgte #6/31.08.2021:

ein verletzter Igel von Asperg inkl. Standort war im Notfallchat zu lesen

Ich schaute auf die Uhr - der nächste Termin den ich hatte war um 19h, beide Einsatzorte lagen zwar auf meinem Heimweg nach Bietigheim, doch musste ich dann ja mit den beiden Tieren noch ins Tierheim Ludwigsburg….. Wenn ich das Einkaufen verschiebe und die Einsätze relativ zügig schaffen würde, müsste alles mit dem Timing passen -, und so gab ich Bescheid, dass ich in ca. 20min. beide Einsätze übernehmen kann.

Als ich startete, erfuhr ich, dass der Igel bereits gesichert wurde und nun woanders in Asperg geholt werden musste - dorthin fuhr ich. Ich wurde schon erwartet und bekam das kleine Stachelwesen in einem Karton. In einem weichen Tuch eingeschlagen lag das Igelchen über und über mit Zecken und Flöhen besät auf der Seite und hob kaum den Kopf. Dazu roch er mehr als unangenehm. Es ging ihm offenbar nicht gut…

Behutsam stellte ich meine lebende Fracht im Auto neben mich und fuhr zu der Taube. Diese befand sich keine 5min. Fahrzeit entfernt in Tamm. Vor Ort angekommen, wurde ich bereits erwartet und man zeigte mir, wo die Kleine seit dem Morgen hockte. Ich lief zu meinem Auto zurück und holte Kescher und Box, als mich ein junger Mann, der eben wegfahren wollte, ansprach - ob ich wegen der Taube da sei? Ich bejahte - er sagte, er sei der Melder und würde noch kurz mitkommen. Er berichtete mir, die Taube sitze seit dem Morgen dort, fliegt nicht weg. Ich hatte gleich gesehen, dass es sich um eine Jungtaube handelt und fragte, ob er beobachten konnte, ob evtl. Elterntiere aufgetaucht seien? Dies verneinte er - er habe das den ganzen Tag immer wieder beobachtet, doch nichts diesbezüglich gesehen.

Die Taube erhob sich und tippelte ein paar Schritte, als sie uns Näherkommen sah, vermutlich konnte sie noch gar nicht richtig fliegen…. Auf den ersten Blick aus der Entfernung konnte ich keine Verletzungen feststellen. Ich gab dem Melder meinen Kescher und bat ihn von hinten der Taube den Weg abzuschneiden, während ich mich vorsichtig mit einem Tuch von vorn näherte. Das Täubchen tippelte wieder etwas weiter, der Melder war nun so nah, dass ich ihm den Kescher abnahm und flugs über das Tier legte - innerhalb von 5 Minuten gesichert! Sie war sehr mager, besser sie wurde im Tierheim von den Profis untersucht!

Ich verabschiedete mich von den umstehenden Leuten und bedankte mich beim Melder. Es gibt genug Menschen, für die eine Taube kein wertvolles Leben darstellt….. - er jedoch konnte nicht wegsehen und half ihr durch seine Meldung…. Dankeschön dafür nochmals an dieser Stelle.

Auf kürzestem Weg ging es mit Igel und Taube ins Tierheim Ludwigsburg, wo beide Tiere aufgenommen und untersucht wurden. Stand heute geht es beiden gut und sie werden bald wieder in Freiheit entlassen werden können. In unserer Einsatzzentrale gab ich Bescheid, dass beide Einsätze beendet sind und sich die Tiere nun in bester Obhut des Tierheims befinden.




Montag, 30.08.2021 |

Nr. 750/2021

Am Montag um 10h erreichte uns die Nachricht über die Totfundmeldung einer Katze in Rutesheim auf der Höhe vom Heuweg.

Teammitglied Dagmar D. war auf einem Termin und bereits auf dem Weg nach Hause und teilte mit, dass sie den Einsatz übernimmt. Da an der gemeldeten Stelle kein Tier zu finden war, recherchierte Dagmar etwas und fand heraus, daß der Bauhof die Fellnase bereits abgeholt hat. Also machte sie sich auf den Weg zum Rutesheimer Bauhof, wo sie von einem sehr netten Bauhofleiter empfangen und auf hilfsbereite Mitarbeiter traf.

Dagmar wurde zu der leblosen Samtpfote geführt – diese sah sehr gepflegt aus. Als Dagmar ihr Chiplesegerät an die Fellnase hielt, ertönte sofort der Signalton, der einen Chip anzeigte!  „Tier-Engel unterwegs“-Gründerin Marion machte bei TASSO eine Halterabfrage und konnte so das Zuhause von Bobby, einem 4jährigen kastrierten Tigerkater in Erfahrung bringen.

Nachdem der Besitzer informiert war, wurde Bobby von Dagmar persönlich in sein Zuhause gebracht. Ein sehr trauriger Mann öffnete ihr unter Tränen die Türe und erzählte Dagmar ein bisschen etwas über diesen tollen, hübschen Kater. Bobby ist leider keine 200m vom Zuhause entfernt verunfallt. Er kam als Babykatze, von der Mutter verstoßen, zu seinem Besitzer und war nicht sehr sozialisiert. Erst die letzten 2 Jahre wurde Bobby ruhiger und war sehr auf seinen Besitzer fixiert.

Sehr berührt und traurig verabschiedete sich Dagmar und wünschte Bobbys Besitzer viel Kraft. Jemanden sein totes Tier in den Arm zu legen bringt uns immer wieder an unsere Grenzen, letztlich die Dankbarkeit der Besitzer gibt den Helfern immer wieder Kraft, dies zu tun. Denn die Ungewissheit, wenn ein Tier fehlt – für die meisten doch ein inniges Familienmitglied – ist für viele unerträglich. Dann lieber traurige Gewissheit und die Möglichkeit, sich von seiner geliebten Fellnase verabschieden zu können.

Dagmar war sehr froh, als sie zuhause war und Trost bei ihren zwei Fellnasen fand. Auch an dieser Stelle wünschen wir Bobbys Besitzer nochmals viel Kraft, um diesen schmerzlichen Verlust zu bewältigen und bedanken uns für die großzügige Spende in unsere Vereinskasse.

Gute Reise kleiner Bobby und grüße die anderen Fellnasen-Engel, wenn Du angekommen bist….




Sonntag, 29.08.2021 |

Nr. 747/2021

Rettung für ein Mini-Kätzchen durch aufmerksame tierliebe Menschen und die „Tier-Engel unterwegs“

Im Notfallchat meldete Teammitglied Annabell am Abend den Fund einer Babykatze, die dringend Hilfe benötigte. Annabell hatte über die Whats App-Gruppe Freudental, in der sie ist, zufällig eine Meldung gesehen, in der die Finderin der kleinen Katze ein Hilfeersuchen mit Foto gepostet hatte. Annabell nahm sofort Kontakt zu ihr auf und so kam an´s Licht, dass die Melderin Annabell´s Nachbarin von schräg gegenüber war - manchmal sind die Wege kürzer als man denkt….

Die Kinder der Familie hatten die kleine Fellnase mit nach Hause gebracht. Annabell war recht erschrocken über den Zustand der Fundkatze - sie hatte einen schrecklich aufgeblähten Bauch und sah allgemein nicht gesund aus. Die Fundumstände ließ sich Annabell ebenfalls kurz schildern. Die Kinder hatten die Katze in der Nähe eines Restaurants in Freudental aufgenommen (die Fundumstände und die Örtlichkeit sind immer relevant und werden von uns detailliert abgefragt. Oftmals lassen sich die Besitzer der Fundtiere so schneller lokalisieren).

Die junge Katze hatte ihrem Alter entsprechend noch keinen Chip oder war tätowiert; die Besitzer konnten auf die Schnelle also nicht herausgefunden werden. Aufgrund des schlechten Allgemein-zustandes und um der Katze rasch zu helfen, wurde von Annabell abgeklärt, ob die Fahrt in die Tierklinik oder das Tierheim Ludwigsburg gehen sollte. Das Tierheim gab „grünes Licht“ und so fuhr Annabell den kleinen Schatz dort hin.

Zwei Tage später erhielten wir ein Update. Das Katzenkind hatte massenhaft Spulwürmer. Die zuerst - weitaus schlimmere - Vermutung „FIP“ hatte sich Gott sei Dank nicht bewahrheitet. Durch richtige Fütterung und Medikation ist das Kitten nun auf dem Weg der Besserung.

Wir wünschen dem Kleinen alles Gute und freuen uns sehr, dass unser Verein „Tier-Engel unterwegs e.V.“ der kleinen Fellnase helfen konnte. Ein Dank geht an dieser Stelle auch an die Herz-Menschen, die der kleinen Katze mit ihren Facebook-Aufrufen geholfen und sich so rührend gekümmert haben.

Kurios:

In Nachhinein stellte sich heraus, dass die Babykatze bereits den ganzen Tag im Restaurant in Freudental - wo sie von den Kindern aufgenommen wurde - herum lief und die Mitarbeiter ebenfalls via Facebook-Aufruf nach möglichen Besitzern gesucht hatten. Sie hätten sich ebenfalls gerne um die kleine Katze gekümmert und ihr sogar ein Nachtquartier angeboten - irgendwann sei sie jedoch weg gewesen. Annabell hielt Kontakt zu den Mitarbeiten und es war ihr eine Selbstverständlichkeit, dass sie die „Erst-Finder“ über den weiteren Verlauf und den Verbleib der kleinen Katze informiert hat.




Sonntag, 29.08.2021 |

Nr. 745/2021

Ein Bericht von Teammitglied Nenne

Am Sonntagmorgen las ich in unserem Notfallchat die Meldung einer verletzten Taube in Endersbach. Nachdem ich Bescheid gab, dass ich den Einsatz übernehme, machte ich mich auf den Weg.

Ich parkte in der Nähe des Fundstandortes und begab mich fußläufig auf die Suche. Tatsächlich saß da eine Taube zusammengekauert wie ein Häuflein Elend vor einem Schaufenster. Sie hob nur etwas den Kopf. Ich kniete mich vorsichtig hin, sprach beruhigend auf sie ein und setzte sie in ein Handtuchnest in meiner Softbox. Über die Box schlug ich rasch zum Abdunkeln noch ein Tuch, um die junge Ringeltaube nicht unnötig bei der Autofahrt zu ängstigen. Beim Rückweg zum Auto machte ich mir Gedanken, ob die Hilfe nicht schon zu spät kam - wehrhaft war die Kleine jedenfalls nicht mehr - sie hatte auch gar keine Kraft, mit den Flügeln nach mir zu hauen (wie ich es aus anderen Taubeneinsätzen bereits kannte).

Im Regen war eine genauere Begutachtung nicht möglich. Zügig machte ich mich auf den Heimweg. Zuhause angekommen stellte ich fest, dass die Flügel zwar unverletzt und auch äußerlich keine Verletzungen vorhanden waren - ein Bein zeigte aber keinerlei Greifreflex mehr. Die von mir getaufte Taube „Hildegard III“ wurde erst einmal - mit Futter, Wasser und Wärmequelle versehen - in meine kleine Voliere zum Beobachten gesetzt, während ich mich auf die Suche nach einem vogelkundigen Tierarzt im Internet begab.

Während ich online aktiv war, kamen tatsächlich: die Lebensgeister des Täubchens innerhalb kurzer Zeit zumindest etwas zurück. Sie nahm Futter und Wasser auf, was mich sehr freute, belastete aber das eine Bein nicht.

Hildegard III wurde von mir später zumTierarzt gebracht und geröntgt und zusätzlich wurde noch ein Kropfabstrich genommen. Es war glücklicherweise nichts gebrochen und so wird sie mit etwas Pflege wieder gesund werden. Nach ein / zwei Wochen als mein Gast mit Vollpension wird sie in die Freiheit entlassen werden und bekommt bis dahin noch einige Zeit ein vom Tierarzt verschriebenes Schmerzmittel nebst Traumeel zur Unterstützung der geprellten Hüfte, die sie sich - vermutlich bei einer Kollision - zugezogen hat.

Stundenweise wird sie von mir in eine „Hängematte“ gelegt, die ihr offensichtlich Entlastung am Beinchen bringt, denn sie „schläfelt“ darin ein - ihr könnt es auf dem Bild sehen. Handarbeiten war zwar noch nie mein Ding, die Matte erfüllt aber, unschön wie sie sein mag , ihren Zweck ganz gut.

An dieser Stelle möchte ich meine Gedanken zum Thema „Taube in unserer Gesellschaft“ äußern – auch weil ich im Tierarzt-Wartezimmer ein Gespräch führte, welches mich wieder einmal nachdenklich stimmte:

Tauben sind keine „Lieblings“-Tiere von uns Menschen - weder im Alltag haben sie Platz, noch werden sie gerne beim Tierarzt zur Behandlung aufgenommen. Sogar Tierfreunde können mit Tauben oftmals nicht wirklich etwas anfangen. Die „Ratten der Lüfte“, verbreiten Krankheiten und kacken alles voll“ - so hört man es seit der Kindheit….

Allein das bloße Gurren ärgert manche Menschen maßlos. Man kann geteilter Meinung sein - JA. Aber einem verletzten Tier deshalb nicht zu helfen? Weil es nicht „bezahlt“ wird? Weil es „zu Viele“ davon gibt? Weil es nach menschlicher Betrachtung ein „Schädling“ und deshalb nicht wert ist das man ihm hilft? - TAUBEN polarisieren sehr.

Merke:

Es sind intelligente Lebewesen, sie haben ein Empfinden, sie leben in sozialen Verbänden……. Eigenschaften, die die Menschheit m. E. gefühlt gerade mehr und mehr „verlernt und verliert“…….Seltsam nicht?

 




Freitag, 27.08.2021 |

Nr. 743/2021

In Kirchberg an der Murr wurde uns eine Katze gemeldet, die seit Tagen regelmäßig in der Zeit von 20.00 Uhr  bis ca. 5.00 Uhr bei den Meldern auftaucht. Eine Tätowierung war nicht ersichtlich.

Die Melder berichteten, dass die Fellnase ganz unerschrocken ins Haus lief und dieses inspizierte. Die Melder kümmerten sich um die Katze und erklärten sich bereit, die Samtpfote aufzunehmen, falls sie keinen Besitzer hätte. Um einen Chip auszulesen, wurde unsere Hilfe benötigt.

Teammitglied Andrea meldete sich für den Einsatz. Da sie aufgrund einer Knieverletzung aber nicht 100 % einsatzfähig war  erklärte sich Teammitglied Melly bereit, den Einsatz zu unterstützen.

Die Katze wurde uns als scheu geschildert, so dass vorsichtshalber eine Lebendfalle mitgenommen wurde. Andrea war zuerst vor Ort. Sie stellte fest, dass die Fellnase nicht ängstlich war und näherte sich vorsichtig dem hübschen Samtpfötchen. Sie schaltete das Chiplesegerät ein, allerdings scheiterte das Ablesen an Andreas Bewegungsunfähigkeit wegen ihrem Knie. In dem Moment kam Teammitglied Melly unterstützend hinzu - sie öffnete eine Futterpackung und die hungrige Fellnase kam freudig auf Melly zugerannt. Mit dem Chiplesegerät näherte sie sich behutsam dem Tier und sofort wurde eine Chipnummer gemeldet.

Der Anruf bei TASSO ergab, dass die Fellnase in der gleichen Strasse wohnte, die Daten durften aufgrund des Datenschutzgesetzes allerdings nicht herausgegeben werden - leider waren die Besitzer nicht erreichbar… Was tun?

Die Telefonnummer der Melder wurde an TASSO weitergegeben, so dass der direkte Kontakt zwischen Besitzer und Melder möglich ist. Die Arbeit von Andrea und Melly war getan und der Feierabend um 20.30 Uhr nun mehr als verdient…




Freitag, 27.08.2021 |

Nr. 742/2021

Im Notfallchat wurden am Freitag zwei – vermutlich ausgesetzte – Wachteln gemeldet. Die Wachteln waren bereits gesichert; es ging nun darum, diese bei der Polizei-Leitstelle in Waiblingen abzuholen und nach einer geeigneten Pflegestelle zu suchen.

„Tier-Engel unterwegs“-Gründerin Marion fragte bei Teammitglied Nenne an, ob sie die beiden Wachteln vorläufig aufnehmen könnte (eine leere Voliere war vorhanden und so sagte Nenne die Unterbringung zu). Unterdessen wurde im Mitgliederchat die Abholung organisiert und zeitgleich auch ein End-Platz für die Wachteln gesucht. Ganz, ganz viele Dinge laufen im Hintergrund - die Fäden hält zumeist unser 1. Vorstand Marion zusammen, der an dieser Stelle einmal ein riesengroßes „Dankeschön“ dafür gebührt. Es ist gewiss nicht einfach; das Notfalltelefon steht oft nicht still und es muss viel organisiert und beraten werden, Trost gespendet und die Teammitglieder über die anstehenden Einsätze informiert werden. Es geht sehr oft an die Substanz und man braucht starke Nerven - zumal man ja auch noch seinem „Broterwerb“ nachgehen muss.

Auch die Mittagspausen der Teammitglieder während der Arbeit werden oft für in Not geratene Tiere „gespendet“ – so wollte Teammitglied Denise die Tiere abholen; da Nenne jedoch zeitlich flexibler agieren konnte und auch der vorläufige Verbleib bei ihr sein sollte, fuhr Nenne zur Abholung in die Polizeileitstelle. Von der sehr netten Polizistin war zu erfahren, dass ein Kollege die beiden Wachteln wohl schon einige Zeit in einer Wohnung „gehört“ hätte (Wachtelmänner können ziemlich laut sein) und letzten Endes stand jetzt der Käfig samt Wachteln vor der Wohnungstüre. Vom Besitzer keine Spur mehr - vermutlich ausgezogen und die beiden Wachteln wurden ausgesetzt (dies alles nur Vermutung – ganz genau konnte man das nicht sagen).

Nenne klappte kurz die Kinnlade herunter; nicht nur die Wachteln, sondern auch ein riesengroßer Käfig standen zur Abholung an. Die Polizei hat dafür naturgemäß keine Verwendung, da deren „Gast-Zellen“ entsprechend größer gestaltet sein müssen. Unter Mithilfe der Polizistin wurde der Käfig in den relativ kleinen Kofferraum-Ausschnitt von Nenne´s Wagen gehievt und Gott sei Dank funktionierte das auch.

Zu Hause angekommen, vorsichtig gesäubert und mit Futter und frischem Wasser versorgt, sollten die beiden Wachteln in der Voliere erst einmal zur Ruhe kommen. Abends fuhr Nenne sie auf eine Pflegestelle nach Neckarweihingen, die Marion organisiert hatte.

Die „Fundsache“ Wachteln musste abschließend noch ordentlich abgewickelt werden und der Polizistin wurde der endgültige Verbleib der Tiere mitgeteilt - damit war der Einsatz dann am Freitagabend zu Ende. Unser Dank geht hier auch an die Polizei Waiblingen und an die umsichtige Beamtin und ihren Kollegen, die sich so toll um die beiden gekümmert haben.




Dienstag, 24.08.2021 |

Nr. 737/2021

Im Notfallchat wurde die Sichtung einer verletzten Katze in Ludwigsburg gemeldet. Das Hilfeersuchen wurde über das Tierheim Ludwigsburg an uns herangetragen und so war zu erfahren, dass die Katze bereits zwei Tage zuvor verletzt am Umspannwerk gesehen und auch versucht wurde, sie einzufangen, um ihr schnellstmöglich zu helfen. Auf der „Gassi-Geh-Runde“ der Tierheim-Mitarbeiter war jedoch ohne entsprechendes Equipment leider nichts auszurichten.

Die Teammitglieder Debbi und Vivi machten sich auf den Weg, um der Fellnase zu helfen. Da das Tier offensichtlich verletzt war, war entsprechende Eile geboten. Aus Erfahrungen vergangener Einsätze und der Schwierigkeit, Katzen mit Keschern einzufangen, packte Vivi vorsorglich eine Falle in ihr Auto. Zuvor besprachen sie noch mit „Tier-Engel unterwegs“- Gründerin Marion die Herangehensweise.

Vor Ort angekommen, machte sich Debbi im dicht besiedelten Wohngebiet auf die Suche nach der Fellnase. Dabei sprach sie einen Anwohner an, der ihr tatsächlich mitteilte, die Katze noch vor kurzem gesehen zu haben. Seinen Angaben zufolge jedoch unverletzt. Nachdem Debbi suchend weiter gelaufen und sich bereits ein ganzes Stück weit entfernt hatte, rief ihr eben jener Mann vom heimischen Balkon zu, dass er die graue Katze gerade sehen würde.

Auf schwäbisch rufend und mit dem Finger in die Richtung zeigend: „do isch´ se, do isch´se“  Erleichtert kam Debbi zurück und dem ersten Eindruck nach fehlte der Fellnase tatsächlich nichts, da sie verhaltensunauffällig umher lief.

Um die Situation besser einschätzen zu können und das Tier anzulocken, holte Debbi etwas Futter aus ihrem Auto (das wir Teammitglieder für solche Situationen zumeist in einer Notfallbox bei uns haben). Zuerst lief die Katze wieder weg, hielt aber - versteckt unter einem Auto - inne, als sie das rascheln der Futtertüte bemerkte.

Selbstverständlich füttern wir nicht wild drauf los, da einige Tiere Spezialfutter benötigen und „einfaches“ Futter ggfls. schädlich sein könnte. Allein der Geruch des Futters erzielte oft schon die erwünschte Wirkung, nämlich dass das Tier näher kommt und wir es sichern können. Leider war die Katze sehr scheu und liess sich nicht anfassen. Mittlerweile war Teammitglied Vivi ebenfalls eingetroffen und so wurde kurz die weitere Herangehensweise besprochen.

Aus der Nähe waren für Teammitglied Debbi und auch Vivi dann doch schwerwiegende Verletzungen an Auge, Ohren und am am Hals ersichtlich und Schreckmoment (!) - es waren auch schon sehr viele Fliegen an der Katze. Damit war klar - es war nicht fünf vor Zwölf für das Tier, sondern der Glockenschlag hatte bereits begonnen zu zählen. Fliegen - Fliegeneier in offenen Wunden, womöglich schon Maden, bedeuten sehr oft das „aus“ für jedes Lebewesen, dem keine Hilfe zuteil wird.

Debbi lockte die Fellnase weiter mit Trockenfutter und beruhigenden Worten unter dem Auto hervor.  Vivi, die in weiser Voraussicht ihre Katzenfalle mitgebracht hatte, bestückte diese mit Nassfutter. So aufgestellt warteten beide sehr angespannt darauf, ob sich die Katze irgendwie einfangen liess. Die Sorge um das Tier war bei beiden Teammitgliedern angesichts der Verletzungen und dem Fliegenbefall sehr groß.

Das Futter fand die Fellnase dann doch ziemlich verlockend. Sie umkreiste die Falle und schleckte an dem Löffel, mit dem Vivi das Futter in den Napf gegeben hatte. So ging die Fellnase mit „Trick 17“ von ganz allein in die aufgestellte Falle. Unseren Teammitgliedern fiel ein Stein vom Herzen und sie waren sehr glücklich. Der Plan B wäre gewesen die Katze - notfalls mit dem Kescher einzufangen. Debbi und Vivi waren deshalb sehr erleichtert (eine Kescher-Einfang-Aktion ist für kein Tier schön und naturgemäß mit Stress verbunden).  

Der erste Teil war also gemeinschaftlich gemeistert und die Fellnase wurde von Vivi zur eiligen Versorgung in das Tierheim Ludwigsburg gefahren, während Debbi nach Hause fuhr. Schon bei der telefonischen Rückmeldung an das Tierheim wurde unserem Team sehr sehr erleichtert gedankt – die Sorge um die verletzte Katze war dort angesichts der bereits bekannten Verletzungen sehr groß. Während der Anfahrt umschwirrten Vivi sogar im Auto noch die Fliegen und sie machte sich große Sorgen. Hoffentlich kam die Hilfe noch nicht zu spät? Gedanken, die sich verständlicher Weise jeder Tierretter angesichts verletzter Tiere auf der Anfahrt zur Weiterversorgung macht.

Bei der Begutachtung durch die Tierheimleiterin Ursel Gericke zeigte sich, dass die unkastrierte männliche British Kurzhaar-Katze Verletzungen am Auge, am Hals und an den Ohren aufwies, die rasch behandelt wurden. Auch die Fliegeneier wurden unter Mithilfe von Vivi penibel entfernt und abgespült. Es wurde uns nochmals (in Person von Vivi) auf das Herzlichste gedankt, das wir die Katze eingefangen und zur Versorgung dorthin gebracht hatten. Die Tierheimleiterin wurde nicht müde, während der Behandlung der Katze ihren Dank auszusprechen. Jedem war klar, dass die Fellnase ohne menschliche Hilfe ganz sicher gestorben wäre. Wären die Fliegenmaden am nächsten Tag geschlüpft und hätten ihr Werk angefangen, wäre das Tier nicht mehr zu retten gewesen.

Unsere Teammitglieder Vivi und Debbi waren sehr dankbar ob der geglückten Einfangaktion und auch glücklich im Bewußtsein darüber, ein Lebewesen vor dem sicheren Tod bewahrt zu haben. Von solchen Glücksmomenten zehren wir Tierretter noch eine Weile lang und wir sind auch ein klein wenig stolz darauf, das unsere ehrenamtliche Arbeit in Not geratenen Tieren aktiv hilft - ein Stück „gelebter Tierschutz“ wie wir meinen.

Hoffentlich geht es der Fellnase bald besser und hoffentlich wird sie auch wieder ganz gesund. Vermutet wird, dass der Kater zu Deckzwecken gehalten und dann aussortiert wurde. Alles Liebe für Dich hübschen Kerl und dass Du bald ein ganz liebevolles Zuhause findest!




Montag, 16.08.2021 |

Nr. 706/2021

Ein Storch in der Klinik...

Montag, 21 Uhr - Einsatz Nummer 5 war auch für unser Team etwas Besonderes. Ein Storch stand seit dem Morgen in einem Innenhof des Klinikums Ludwigsburg. War er verletzt oder warum flog er nicht weg?

Die Teammitglieder Melly und Debbi - mittlerweile ein eingespieltes Team - übernahmen diesen Einsatz. Unterwegs erfuhren sie, dass der Zugang zum Innenhof übrigens über ein Fenster der Intensivstation erfolgen müsse…. Kein Problem für die beiden fitten Tier-Engel….

Teammitglied Melly holte Debbi ab und gemeinsam fuhren sie in die Klinik. Unter Einhaltung aller Auflagen hinsichtlich Corona gelangten die beiden zur entsprechenden Station. Beide wurden bereits sehnsüchtig vom Klinikpersonal erwartet. Debbi und Melly waren betroffen als sie sahen, wieviele Menschen an Maschinen um ihr Leben rangen….

Durch ein Fenster gelangten sie dann auf eine Art Zwischendach und sahen Meister Adebar schon stehen. Taktik: Den Storch in die Ecke drängen, Decke drüber, Schnabel sichern, einpacken, zur Erstversorgung ins Tierheim fahren…

Gesagt - getan - während Debbi sich um Kopf und Schnabel kümmerte, wickelte Melly den Rest des Storchenkörpers ein, ergriff den Schnabel und zack, saß der auf den ersten Blick wirkende unverletzte Storch gesichert in der Box. Witzigerweise wurde vom Klinikpersonal inzwischen auch eine kleine Tür gefunden, zu der unsere Teammitglieder dann „normal“ den kleinen Innenhof verlassen konnten….

Im Tierheim angekommen, wurden sie von Tierheimleiterin Ursel Gericke bereits erwartet. Unklar ist, warum der Storch den ganzen Tag in dem Innenhof war - war er nur zu schwach, dass er nicht rausflog? Am nächsten Tag nach einer gründlichen ausführlichen Untersuchung wurde Meister Adebar im Blühenden Barock, wo er vermutlich herkam, wieder freigelassen.

Für alle weibliche Beteiligten bleibt die nächsten Wochen die Frage: „Hat der Storch mir was gebracht???“ megazwinker




Montag, 16.08.2021 |

Nr. 705/2021

Gemeldet wurde am Montag gegen 17.45 Uhr ein freilaufender Hahn in der Nähe von Tripstrill bei Freudental im Wald. Die Melderin war eine Freundin eines Teammitglieds und wartete auf dem dortigen Parkplatz auf unsere Helfer.

Schnell war klar, dass mit nur zwei Personen und einem Kescher dem schnellfüßigen Flatterhahn nicht beizukommen war. Einer stand am Wegesrand um den Hahn davon abzuhalten, auf die schnell befahrene Hauptstraße auszubüxen, während die Finderin und das andere Teammitglied im Wald nach dem Hahn suchten. Es war dem Gockel aber einfach nicht beizukommen – pfeilschnell entkam er immer wieder und war einfach nicht einzufangen. Verstärkung musste also her. Ein weiteres Teammitglied - Franziska samt ihrem Herrn Papa, der nicht zum ersten Mal mit bei einem Einsatz war und Teammitglied Kate machten sich mit Keschern bewaffnet auf den Weg.

Vor Ort angekommen war der Hahn jedoch verschwunden. Die Teammitglieder suchten fast schon verzweifelt im Wald nach ihm. Er hatte offensichtlich Spaß am Katz- und Maus- bzw. Hahn- & Menschlein-Spiel.

Gemächlich spazierend wurde er aber dann doch noch am Wegesrand entdeckt. Mit vereinten Kräften und taktisch geschickt umzingelt von den Tier-Engeln gelang es dann doch noch nach einiger Zeit, den Hahn „zu keschern“. Franzi´s Vater war der beherzte Helfer, der ihn schließlich sichern konnte. Einmal mehr ein großes Dankeschön für die Unterstützung.

Die Finderin war mittlerweile gegangen, bat jedoch darum, auf dem Laufenden gehalten zu werden, was selbstverständlich ist. Wir freuen uns über jeden Menschen, der Anteil am Schicksal der in Not oder in ungewöhnliche Situationen geratenen Tiere nimmt.

Der Hahn wurde zur „Begutachtung" in das Tierheim Ludwigsburg verbracht. Er war augenscheinlich unverletzt, jedoch stark abgemagert und wohl auch schon eine ganze Weile unterwegs im Wald. Wir vermuten, dass er ausgesetzt wurde. Er war leider nicht beringt und so liegt diese Vermutung ziemlich nahe.

Ein Glück für ihn, dass er gefunden wurde; es geht ihm gut und mittlerweile ist er bei Teammitglied Franziska in Pflege.

Franziska sagt: „Wenn er so lieb und ruhig bleibt wie jetzt (ist ja noch ein junger Hahn), dann darf er bei uns und ca.20 Hühner-Mädels bleiben. Sollte er noch aggressiv gegenüber uns oder den Hühnern werden oder so viel krähen, dass es bei uns im Wohngebiet nicht tragbar ist, dann kommt er auf eine Pflegestelle für Hähne von „Rettet das Huhn“.

Das Kapitel „Aufregung im Wald durch Flatterhahn“ hat für das schöne Tier (wohl auch eine besondere Rasse) ein glückliches Ende gefunden und er wird hoffentlich bald in ein liebevolles Zuhause vermittelt werden können. Unsere Teammitglieder werden dieses Erlebnis sicherlich noch eine Weile in Gedanken haben. Wohl auch etwas erstaunt darüber, wie schnell doch Hühner rennen können …..




Montag, 16.08.2021 |

Nr. 704/2021

Der dritte Einsatz am Montag kam um 8.30 Uhr - eine Tierfreundin, die eine verwilderte Katze aufgenommen hatte, damit diese bei ihr in Ruhe ihre Kitten zur Welt bringen konnte, bat unseren Verein um Hilfe.

Die Kitten waren gestern geboren - allerdings nicht lebensfähig und verstarben leider. Die extrem wilde und scheue Katzenmama zu vermitteln, war schier unmöglich,  deshalb sollte sie wieder in ihr Revier gebracht werden. Um dort weiteren Nachwuchs zu vermeiden, selbstverständlich nur kastriert. Dazu musste die Katzendame allerdings gesichert werden - und dies war mehr als schwierig. Die Melderin allein hat es nicht geschafft, das verwilderte Tier in die Transportbox zu setzen, um sie zum Tierarzt zu bringen und sich deshalb an uns gewandt.

Teammitglied Franziska und ihr Freund übernahmen den Einsatz. Ausgerüstet mit Kescher und bissfesten Handschuhen gelang es ihnen gemeinsam, die Katze zu fangen und in die Box zu setzen. Um die Kastration und anschließende Versorgung der Fellnase kümmert sich die Melderin selber - vielen Dank für das umsichtige Handeln!

Bald kann die Katzendame wieder in ihr altes Revier. Keinesfalls wird sie nun mehrfach im Jahr Nachwuchs bekommen - so funktioniert Tierschutz…




Montag, 16.08.2021 |

Nr. 703/2021

Bereits am Montag Morgen um 8 Uhr brauchten 3 kleine Vogelbabys dringend Hilfe.
Mitarbeiterinnen der Bäckerei Katz im Rewe in Asperg haben beobachtet, wie eine große Taube beim Landen in einem Baum ein Nest mit Küken tangierte, welches daraufhin auf den Boden gefallen ist.

Die Damen nahmen die Nestlinge in ihre Obhut und stießen bei Recherche nach Hilfe im Internet auf unsere Website. Teammitglied Franziska holte die Vögelchen ab. Sie schaute sich um - evtl. gab es eine Möglichkeit, das Nest zurückzusetzen? Allerdings konnte sie nicht einschätzen, ob die Kleinen evtl. durch den Sturz verletzt wurden???? Franziska setze die Babys behutsam in ein Waschlappen-Nest und fuhr ins Tierheim. Ein erster Check ergab, dass die Kleinen beim Sturz unversehrt geblieben sind. Die Chancen stehen also gut, dass sie es schaffen. Liebevoll wird das Mini-Trio nun im Tierheim großgepäppelt.




Freitag, 13.08.2021 |

Nr. 689/2021

Freitag, der 13… es war mitten in der Nacht um 2.30 Uhr, als das Notfalltelefon klingelte. Dieses befand sich bei Teammitglied Lisa und der Anrufer berichtete von einer verletzten Katze in BIetigheim im Wohngebiet  „Auf der Lug“.

Eine dort spazierengehende Frau hat eine verletzte Katze gefunden und vermutlich sei die Pfote gebrochen… Lisa erfuhr, dass die Fellnase sofort auf die Melder zulief und dabei deutlich humpelte. Dies hielt das Samtpfötchen allerdings nicht davon ab, sich gleich bei der Melderin auf den Schoß zu legen und ausgiebig zu Schmusen.

Die Melderin meinte, die Katze sei gepflegt und bis auf die verletzte Pfote in sehr gutem Zustand. Sie hätten die Katze auch selber zum Tierarzt gefahren, doch Lisa wollte zunächst schauen, ob es nicht doch einen Besitzer gibt, den man durch eine Kennzeichnung ermitteln und kontaktieren könne. Sie zog sich deshalb an und fuhr nach Bietigheim.

Vor Ort angekommen, wurde Lisa von 4 jungen Leuten erwartet, bei einer sass die Fellnase auf dem Schoß und genoss sichtlich die Streicheleinheiten…. Auf den ersten Blick sah es so aus, als sei alles in Ordnung. Lisa hielt das Chiplesegerät an die Samtpfote und tatsächlich ertönte das Signal - das Tier war gechipt!

Ein Anruf bei TASSO jedoch brachte ans Tageslicht, dass zu dem Chip keine Registrierung vorlag…. Wie bedauerlich! Tasso nahm jedoch für den Fall, dass die Besitzer ihre Katze als vermisst melden würden, alle Daten auf. Lisa bemerkte, dass die Katzendame ihr Pfötchen nicht berühren lassen wollte und sobald man in die Nähe kam, ging die kleine Katzendame auf Abwehr - sie hatte sicherlich Schmerzen. Ein Junge der in der Nähe wohnte meinte, dass sich gestern 2 Katzen ziemlich gestritten hatten… Lisa meinte, möglicherweise sei dies eine davon und durch den Kampf sei das Pfötchen nun verletzt und schmerze….Als sie sie auf den Boden stellten, war deutlich zu sehen, dass die Fellnase nicht auftreten konnte. War es eventuell doch ein Unfall, gab es innere Verletzungen????? So wollte Lisa das Katzenmädchen nicht zurücklassen, auch wenn sie sich sicher war, dass es Besitzer gab, so gepflegt und zutraulich war die Fellnase.

Behutsam nahm Lisa die wunderschöne Samtpfote und setzte sie in ihre Transportbox - dies ging ohne Probleme. Auf der Fahrt zur Tierklinik teilte der Vierbeiner dann lautstark mit, dass sie das jetzt doch nicht so toll fand… An der Tierklinik ging alles recht schnell, Lisa bekam noch Fotos, damit wir eine Fundmeldung in Facebook und für das Tierheim erstellen konnten und fuhr dann nach Hause, um den unterbrochenen Schlaf fortzusetzen….

Am nächsten Morgen erstellten wir dann die Fundmeldung in Facebook
https://www.facebook.com/Tierengelunterwegs/posts/538383400920518
und teilten diese in verschiedenen Bietigheimer Gruppen in der Hoffnung, den Besitzer zu finden… leider ergab die Meldung bis zum Nachmittag keinen Erfolg. Der Fellnase ging es mittlerweile besser und sie wurde ins Tierheim „überwiesen“.

Teammitglied Nela wohnte in der Nähe des Fundortes und hatte am Freitag Besuch von Teammitglied Andrea  - es gab einiges in Sachen Tierschutzverein zu besprechen. Kurzerhand erstellten die Zwei eine Suchmeldung und machten einen Anschlag am Bäcker, der sich in der Nähe des Fundortes befand. Dann zogen die beiden los und „putzten Klingeln“… Doch niemand erkannte die Fellnase… nunja, Freigänger-Katzen haben einen weiten Radius, den sie durchstreifen und die Suche glich einer Nadel im Heuhaufen. Es wurde bereits angedacht, zahlreiche Flyer zu drucken und am Wochenende die Gegend damit „zu flyern“.

Andrea und Nela beschlossen, direkt zum Fundort zu laufen - evtl. war die verletzte Fellnase auf dem Heimweg, als sie gefunden wurde????? Und nur 100m vom Fundort geschah dann tatsächlich ein kleines Wunder - am ersten Haus, wo sie klingelten, wurde die Fellnase erkannt. Es war Kira - sie wohnte im Haus gegenüber und die nette Dame brachte unsere Teammitglieder persönlich dorthin - sie war sogar mit der Besitzerin befreundet!!!!

Andrea und Nela stellten sich vor und tatsächlich wurde Kira bereits vermisst. Sie sollte am Nachmittag dem Tierarzt  wegen ihrem Pfötchen vorgestellt werden - nur dass Kira nicht wie gewohnt am Morgen nach Hause gekommen ist…. Kiras Frauchen war irritiert, dass TASSO keinen Besitzer verzeichnet hatte, war sie doch der Meinung, Kira gemeldet zu haben und wollte sich umgehend darum kümmern. Als sie erfuhr, dass ihre Samtpfote wohlbehalten im Tierheim auf sie wartet, war ihr die Erleichterung anzusehen und sie bedankte sich sehr für den nächtlichen Einsatz! Und dann hatte sie es sehr eilig - sie wollte Kira schnellstmöglich heimholen - Andrea und Nela verabschiedeten sich, sehr sehr happy darüber, dass sie die „Nadel Kira im Heuhaufen“ gefunden hatten…




Donnerstag, 12.08.2021 |

Nr. 685/2021

Am Donnerstag gegen 13.45h erreichte uns über Jutta Seidel, mit der wir sehr eng zusammenarbeiten, ein Notruf:

Es wurde ein verletzter Bussard in Rommelshausen-Stetten gemeldet. Unsere zwei Teammitglieder in dieser Gegend waren arbeiten und hatten leider keine Zeit, so dass Teammitglied Franziska diesen Einsatz übernahm.

Mit der Unterstützung eines Freundes und nach einer dreiviertel Stunde Fahrt nach Stetten stellte sich heraus, dass Hilfe dringend nötig war. Der Melder berichtete, dass der Mäusebussard immer versucht hat über den Zaun des Grundstücks zu fliegen, das aber nicht mehr geschafft hat. Als Franziska eintraf, hat der Bussard nicht einmal mehr das versucht, so erschöpft war er…. Der Mäusebussard im Schrebergarten blieb regungslos und zeigte keinerlei Gegenwehr, als Franziska ihn sicherte Äußerlich zeigte das Tier keine Verletzungen, wirkte jedoch sehr mager.

Franziska und ihr Begleiter bedankten sich bei den tierfreundlichen Gartenbesitzern für die Meldung und fuhren mit dem Bussard ins Tierheim. Dort wurde der Bussard von Teammitglied Christiana, welche ab und zu im Tierheim aushilft, entgegengenommen. Das Tierheim-Team bestätigte, dass der Bussard schwach und viel zu mager ist und das Brustbein scharf wie ein Messer zu spüren sei. Nun wird das wunderschöne Tier aufgepäppelt, damit er bald wieder in Freiheit entlassen werden kann.

Alles Gute dem Bussard und vielen Dank an alle Beteiligten für die tolle Zusammenarbeit!




Dienstag, 10.08.2021 |

Nr. 679/2021

Um 22.30 Uhr ging am Dienstag im Notfallchat die Meldung eines zugelaufenen Hundes in Löchgau ein.

Dieser ist dem Melder auf dem Feld zugelaufen. Teammitglied Lisa hatte einen Kumpel zu Besuch und nach kurzer Rücksprache war klar: sie fahren. Lisa gab Bescheid, dass sie den Einsatz  übernimmt.

„Tier-Engel unterwegs“-Gründerin Marion hatte ihr mitgeteilt, dass die Melderin inzwischen zuhause sei.Ihr Mann aber nochmal auf das Feld raus ist um zu schauen, ob jemand den Hund sucht. Die Melderin erwartete Lisa und ihre Begleitung bereits und bat beide herein. Den eigenen Hund hatten sie in der Wohnung und der Fundhund war im Garten.

Die zugelaufene Hundedame war sehr lieb und ließ sich gleich anfassen, so dass Lisa den Chip auslesen konnte. Und tatsächlich ertönte das Signal des Chiplesegeräts! Während sich Lisa mit der Melderin unterhielt, rief „Tier-Engel unterwegs“-Gründerin Marion bei TASSO an. Dort lag eine Datenfreigabe vor und Marion erhielt die Kontaktdaten der Besitzer von Mia - so hieß das Hundemädchen.

Mia hatte sich inzwischen unter den Tisch zurückgezogen, es waren ihr wohl nun doch etwas zu viele Fremde. Die Melder hatten ihr fürsorglich Wasser gegeben und eine Handvoll Futter, da sie nicht wussten, wie lange die Fellnase schon unterwegs war.

Lisa erfuhr von Marion, dass die Besitzerin erreicht wurde. Diese hatte bereits geschlafen, doch Marion blieb hartnäckig und ließ es solange klingeln, bis jemand ans Telefon ging. Lisa bekam die Adresse und erfuhr, dass der Ehemann gerade in Erligheim sei und von dort sei auch der Hund entlaufen. Der Ehemann hatte allerdings dort schon seine Fellnase - leider vergeblich - gesucht.

Allerdings war Mia ja bereits aus Löchgau rausgelaufen in Richtung Bietigheim, wo der Melder sie gesichert hatte. Lisa hatte die Option, entweder zu warten bis der Ehemann vor Ort kam oder den Hund heimzubringen. Da das Zuhause von Mia ganz in der Nähe war, brachte Lisa das Hundemädchen direkt nach Hause.

Der Vierbeiner lief ohne Probleme mit zum Auto und Teammitglied Lisa half ihr rein. Mia war mittlerweile vollends erschöpft von ihrem Abenteuer und legte sich sofort hin.

Beide wurden bereits sehnsüchtig vor der Türe von Mias Frauchen erwartet. Lisa prüfte trotzdem nochmal, dass die Dame auch wirklich die Besitzerin ist. Als Lisa das Auto öffnete und Mia rausholte, lief diese zielstrebig ins Haus. Man hat sofort gesehen, dass der Hund hier zuhause ist. Die Besitzerin bedankte sich sehr, da sie erst durch den Anruf der Tier-Engel mitbekam, dass Mia weggelaufen war. Sie erzählte, das würde öfter vorkommen, normal findet die Fellnase aber immer nach Hause zurück. Jetzt sei sie schon etwas älter und hat vermutlich deshalb den richtigen Weg nicht mehr auf Anhieb gefunden. Lisa bat die Besitzerin, auf Mia achtzugeben, da die Strassen doch viele Gefahren für Hunde bergen  - zumal es ja auch eine weite Entfernung gewesen ist.

Mia hatte großes Glück:
Tier gechippt -> Tier registriert -> Halterdaten bei TASSO aktuell ->Tier zuhause

Lasst Eure Tiere kennzeichnen - am besten mit einem Mikrochip - Tattoo verblassen im Laufe der Zeit - und ganz wichtig: Meldet Euer Tier bei einem Haustierregister (Tasso und/oder Findefix) Nur so können wir bei Auffinden zügig handeln und das Tier wieder nach Hause bringen.

Übrigens: Viele glauben, dass man den Mikrochip ertasten kann - das ist so gut wie nicht möglich - auch wenn man „nichts fühlt“, kann trotzdem ein Chip vorhanden sein - so dass ein Chipauslesen IMMER vorgenommen werden sollte…..




Donnerstag, 05.08.2021 |

Nr. 659/2021

Donnerstag , 20.30 Uhr - im Notfallchat kam die Meldung einer zugelaufenen Katze in Bissingen, abgemagert, eine Beule an der Seite und massig Ohrmilben - der Zustand sei sehr schlecht….

Nach dem ersten Einsatz war Kate wieder zuhause, hatte etwas gegessen und war dann mit ihrem Hund Buddy auf dem Feld. Es wäre von ihrem jetzigen Standpunkt auf dem Feld nicht weit gewesen. Aber sie hätte erst mal zum Auto zurück müssen. Teammitglied Benni meldete sich, dass er versucht ein Auto zu organisieren - er war ausgerechnet heute nicht mobil…

Kate telefonierte mit „Tier-Engel unterwegs“-Gründerin Marion, denn der Einsatzort war 5 Minuten vom Standort ihres Autos weg. Im Eilschritt und mit Hund Buddy im Schlepptau lief Kate zurück zum Auto und fuhr los. Als sie ankam, stand die Melderin schon da - die kleine Tochter hatte die Katze auf dem Schoß. Die Fellnase hatte sich dort auch schon richtig eingekuschelt.

Kate wollte ihr Chiplesegerät aus dem Auto nehmen, aber es war ein Griff ins Leere. Kein Chiplesegerät da. Sie durchsuchte das ganze Auto. Bis ihr einfiel, dass es beim ihrem letzten Einsatz in Tamm heute (siehe Link oben) auf einmal angefangen hatte, fürchterlich zu regnen. Sie und Teammitglied Vivi hatten deshalb nur rasend schnell die Sachen zusammen gepackt und in die Autos getan… Vermutlich war das Lesegerät noch bei Vivi… Genauso war es auch….

Ok, aber Teammitglied Benni war ja auch in Bereitschaft. Kate rief ihn an und Benni kam unverzüglich - leider war das Tier weder gechipt noch tätowiert….
Die Fellnase sah sehr mitgenommen aus und hatte in der Tat etliche Ohrmilben.

Die Katze musste auf jeden Fall zum Tierarzt in diesem Zustand! Unsere kooperierende Tierärztin - gleich um die Ecke tätig - war auch diesmal unverzüglich bereit, die Fellnase zu untersuchen und meinte, wir sollen sofort vorbeikommen! Kate wickelte die Samtpfote in ein Handtuch, setzte sie behutsam in die Transportbox und fuhr schnellstmöglich in die Tierarztpraxis, wo sie erwartet wurde.

Die Diagnose war nicht wirklich berauschend: 2,3 kg, völlig dehydriert, Ohrmilben, Flöhe, eine dicke Beule an der Seite (Krebs???), Zahnstumpen komplett mit Zahnstein übersät... Über Nacht wurde das arme Fellbündelchen auf jeden Fall dabehalten - sie schien auch richtig Hunger zu haben und sollte nun erst Mal zur Ruhe kommen....

Es war 21.30h, als der Einsatz beendet war - auch Kate verspürte plötzlich Hunger - sie hatte über diesen Einsatz wieder einmal das Einkaufen vergessen und erledigte dies jetzt noch im Anschluss.

In Facebook erstellten wir eine Fundmeldung und tatsächlich konnten wir über einige Umwege den älteren Besitzer finden - dieser holte seine Fellnase am nächsten Tag auch aus der Praxis wieder nach Hause - die Behandlung der ebenfalls betagten Samtpfote läuft… Gute Besserung!




Donnerstag, 05.08.2021 |

Nr. 655/2021

Donnerstag, 17.30h erreichte uns auf dem Notfalltelefon ein Anruf. Es sei in Tamm am P&R eine verwahrloste Katze in schlechtem Zustand aufgegriffen worden.

„Tier-Engel unterwegs“-Gründerin Marion stellte den Fall in unseren Notfallchat - Teammitglied Vivi gab Bescheid, sie könne den Einsatz zeitnah fahren.

Teammitglied Kate las es ebenfalls, doch da Vivi übernahm, hakte Kate es zunächst als erledigt ab. Sie hatte Feierabend, war sehr erschöpft und gönnte sich zur Entspannung erst einmal ein Bad. Kaum eingestiegen signalisierte Teammitglied Vivi vom Einsatzort, dass sie dringend Unterstützung benötigt. Kate dachte sich, „ok dann lassen wir das mit dem Baden heute“, stieg wieder aus der Wanne, zog sich an und gab Bescheid, dass sie in ca. 15 Minuten da sein würde. Vivi sowie der Melder und ein weiterer Herr warteten schon. Sie haben erzählt, dass sie die Katze dort gesehen haben und die Katze sehr schlecht aussieht. Sie würden aber nicht rankommen und sich die Katze auch nicht einfangen lässt.

Kate schaute sich die Lage erst einmal an: Es war auf einem Park & Ride Parkplatz. Da standen auf der rechten Seite ein paar Autos und dahinter eine sehr dichte Hecke. Der Melder sagte zu Kate, da wäre kein Durchkommen-auch nicht für eine Katze… Dahinter befanden sich allerdings die Gleise. Kate holte ihren Kescher und gemeinsam machten sich alle auf Fellnasensuche - Plötzlich rief der Melder, er sehe die Katze bei einem Auto in der Hecke drin. Kate dachte sich, viele Chance gibt es nicht. Auf der einen Seite die Bahngleise auf der anderen die Hauptstraße. Also hatten sie zur Sicherung genau einen Versuch und der sollte gelingen.

Kate schaute ihren Kescher an - wegen dem vielen Gestrüpp würde sie damit nicht arg weit kommen. Also holte sie aus ihrem Auto die bissfesten Handschuhe, gab dem Melder den Kescher und platzierte ihn an die Seite, falls die Samtpfote da rausrennen sollte. Teammitglied Vivi hielt währenddessen die Transportbox schon offen bereit.

Kate krabbelte ins Gebüsch, die Katze positionierte sich bereits in den Fluchtmodus. Kate rief dem Melder noch zu: "Achtung aufpassen“ und zeitgleich griff sie beherzt in das Gebüsch und es gelang ihr tatsächlich, das Kätzchen zu fassen. Ab in die Transportbox, diese verschließen und einmal tief durchatmen.

Die Katze hatte so gar keine Lust auf Box. Mit ihren Pfötchen griff sie durch die Stäbe weil sie raus wollte. Mit dem Chiplesegerät von Vivi konnten unsere Teammitglieder einen Chip feststellen - allerdings war dies ein russischer Chip. TASSO hatte hier leider keine Daten verzeichnet. Bei der Prüfung stellte sich allerdings heraus, dass eine Zahl fehlte. Also holten sie Kates Lesegerät und haben es nochmal probiert. Plötzlich erschien die fehlende Zahl - nochmals riefen Kate und Vivi bei TASSO an - und hatten Erfolg!

TASSO versuchte, die Besitzerin zu erreichen. Kate und Vivi haben die Katze noch mit Wasser versorgt. Dann hatte sich die Besitzerin auch schon gemeldet. Sie war allerdings arbeiten und konnte erst in 2 Stunden kommen. Die Katze war bereits seit 3 Tagen verschwunden und zudem nierenkrank - deshalb sah sie so „verwahrlost" aus.

Kate und Vivi vereinbarten mit der Besitzerin, dass Vivi die Katze in die Tierklinik fährt und diese dort aufgrund des tagelangen Verschwindens und der Erkrankung auf jeden Fall ärztlich durchgecheckt werden sollte. Die Besitzerin war einverstanden und sicherte zu, sofort nach Feierabend in die Tierklinik zu fahren. Vivi brachte die Fellnase also in die Tierklinik und Kate fuhr heim.

Es sollte nicht der letzte Einsatz von Kate heute bei einer schildpattfarbenen Katze sein… Den Bericht dazu lest Ihr oben!




Samstag, 30.07.2021 |

Nr. 621/2021

Es war kurz nach 12.00 Uhr an diesem Tag, Teammitglied Kate war im Geschäft. Sie hatte sich gerade ihr Mittagessen warm gemacht und wollte die erste Gabel in den Mund schieben, da rief eine Freundin an.

Diese habe einen verletzten Vogel im Krankenhaus auf ihrer Station, das Füßchen hinge komisch runter und auch Blut sei zu sehen. Der Kleine würde jetzt bei ihnen auf ihrer Station rumflattern… Konnte Kate helfen?

Und ja - ist ein Notfall, ist Kate zur Stelle - im Team wissen wir diese Einsatzbereitschaft sehr zu schätzen! Auch diesmal ließ Kate die Gabel wieder fallen, stellte das Essen auf die Seite und fuhr nach Ludwigsburg ins Krankenhaus. In der Zwischenzeit hatten sie dort den Vogel schon gesichert und in einen Karton gesetzt. Kate wurde draußen auch schon erwartet.

Um dem Vögelchen den Transport zu erleichtern, war ein Umsetzen in ein Handtuchnest nötig - dieses stabilisiert den Patienten während der Fahrt zum Tierheim, wo sich ärztlich um den Piepmatz gekümmert werden würde. Eine Dame, welche auch bei der Sicherung des Vogels geholfen hatte, stellte dafür ihr Büro zur Verfügung.

Kate schaute sich das verletze Füßchen an- es blutete leider immer noch - kein schöner Anblick.… Kate rief sofort Tierheimleiterin Ursel Gericke an, um den Notfall anzukündigen und fuhr unverzüglich ins Tierheim. Allerdings hatte der fiedrige Patient keine Lust, in dem Handtuchnest zu hocken. Er ist querbeet durch Kates Softbox geflattert.

Kate wies den Flattermann mündlich zurecht: „Setz Dich doch still hin - ich beeil mich, damit Dir ganz schnell geholfen wird - mach es doch nicht noch schlimmer durch das Flattern….“ Naja, genausogut hätte Kate mit ihrem Lenkrad sprechen können…. doch wer weiss…..

Im Tierheim angekommen, wurde Kate und das verletzte Vögelchen bereits erwartet und unverzüglich ärztlich versorgt. Wir wünschen weiterhin gute Besserung und sagen riesig Danke an Melder und das Tierheim für die grandiose Zusammenarbeit!

Kate fuhr wieder ins Büro - ihre Pause war vorbei und ihr Mittag bestand aus einem Müsliriegel ;-) Zitat Kate: „Wenn frau Hunger hat, schmeckt auch dieser - Hauptsache dem Vögelchen konnte schnell geholfen werden.“

DANKE KATE!




Montag, 26.07.2021 |

Nr. 609/2021

Teammitglied Franziska war am Montag  Mittag auf dem Weg nach Sindelfingen in die Schule. Bei Leonberg fiel ihr eine kleine Maus auf, die orientierungslos am Straßenrand hin- und herlief. Geistesgegenwärtig hielt Franziska an und nahm das kleine Mäuschen auf, ehe es mitten vor ein Auto auf die Straße lief.

Da sie nichts dabei hatte und in Ermangelung einer Alternative, legte Franziska das Mäuslein in den Getränkehalter des Autos. Da Franziska in die Schule musste und von ihren Kindern bereits erwartet wurde, bestand Hilfe vorerst nur darin, das Mäuschen mitzunehmen.

Erfahrene Team-Mitglieder waren telefonisch mit Rat zur Stelle und meinten, dass die Maus jetzt am besten mit Elektrolytlösung übergangsweise versorgt werden kann. Franziska fuhr weiter zur Schule, wo ihre Kollegin auf die Maus aufpasste.

In einer nahegelegen Apotheke kaufte Franziska eine kleine Spritze und Elektrolytlösung und bot diese dem kleinen Mäuslein an. Für die Kinder der 2.Klasse war das sehr interessant und alle haben mitgefiebert und bei der Verabschiedung gemeint, dass Franziska ihnen unbedingt sagen soll, wie es der Maus geht. Ein Mädchen fragte, ob die Maus schon einen Namen hat. Als Franziska dies verneinte, bat das Mädchen, ob die Maus Haselnuss heißen darf.

Nach der Mittagsschule ging es dann mit „Haselnuss“ zurück nach Pleidelsheim. Allerdings war das kleine Mäuschen schon sehr schwach und Franziska stellte fest, dass es ihr nicht wirklich gut ging. Teammitglied Laura war so lieb und hatte angeboten, dass „Haselnuss“ zur weiteren Versorgung zu ihr kann. Leider ist die kleine Maus dann auf der Fahrt zu Laura über die Regenbogenbrücke gegangen… Gute Reise kleines Seelchen…




Freitag, 23.07.2021 |

Nr. 593 + 594/2021

Doppeleinsatz am Freitag Abend für Teammitglied Kate

Es war 20.15 Uhr, als in unserem Notfallchat die Meldung einer vermutlich angefahrenen Katze erschien. Teammitglied Kate war auf dem Balkon und spielte mit ihrem Hund Buddy, als ihr Telefon klingelte und „Tier-Engel unterwegs“-Gründerin Marion dran war. Sofort wusste Kate, dass es sich um einen Notfall handeln musste.

Marion schilderte Kate kurz den Sachverhalt und Kate hat sofort alles fallengelassen und ist losgedüst. Vor Ort wartete die Melderin. Allerdings lag die Katze nicht mehr da, wo sie hätte liegen sollen. Die Melderin schilderte Kate, dass sie hier vorbeigefahren sei und die Katze liegen sah, ohne Anstalten zu machen, wegzugehen. Sie hielt an und ist zu der Katze gelaufen. Diese ist dann jedoch auf einmal weggehumpelt - in ein umzäuntes Grundstück mit einem riesen Schuttberg hinein. Hier wurde sie von der Melderin das letzte Mal gesehen.

Teammitglied Kate lief durch das offene Tor Sie suchte unter allen Büschen und Sträuchern. Nirgends war die Katze zu sehen. Sie musste über den angrenzenden Zaun gesprungen oder unten hindurch gekrochen sein. Angrenzend waren Gärten und ein riesiges Industrieareal - das Tier konnte nirgends gesichtet werden… In der Hoffnung, die Fellnase ist heimgelaufen, brach Kate den Einsatz ab und übernahm sofort den 2. Notfall.

Ein Igel sei in einem Schacht. Das war nur 2 Minuten von Kates jetzigem Standort entfernt.

Dort wurde Kate herzlich von einem älteren, sehr lustigen Ehepaar empfangen. Sie zeigten Kate, wo der Igel runtergefallen ist. Das war ein ca. 1,50 m hoher Kellerschacht. Kate war gleich klar, dass der Igel hier definitiv nicht alleine rauskommt. Der Mann hatte ihr eine Leiter angeboten. Kate, praktisch veranlagt, dachte sich jedoch "komm, für irgendwas muss der Sportunterricht ja gut gewesen sein " und ist ohne Leiter in den Schacht runter.

Sie hatte ihre Handschuhe bereits an, holte denkleinen Stachelmann raus und setzte diesen vorsichtig in einen Karton. Von dem Ehepaar erfuhr Kate, dass sie 10 Tage in der Schweiz waren und sie nicht wissen, was hier passiert ist. Kate hielt Rücksprache mit unseren Igel-Experten im Team. Da der Igel gut genährt aussah, war es unwahrscheinlich, dass er schon länger da unten lag. Außerdem sah es so aus, als ob es sich um eine Igeldame handelte und diese kürzlich erst geworfen hatte. Evtl. war nun im Garten ein Nest mit Jungen.

Das Ehepaar wollte sich sofort auf die Suche nach dem Nest machen. Kate stoppte sie jedoch und bat das Paar, über den Schacht ein Gitter oder ähnliches zu machen, dass der Igel hier nicht  mehr reinfallen kann. Der Igel war unversehrt und wurde im Garten freigelassen - die Babys würde die Igeldame ganz sicher allein finden, sofern welche da sind.

Das Ehepaar sicherte Kate zu, die nächsten Tage besonders gut aufzupassen und wenn ihnen etwas auffällt, sie sich wieder bei den Tier-Engeln melden würden.

Während Kate mit dem Igel-Einsatz beschäftigt war, fuhr Teammitglied Nela nochmals zu dem Meldeort mit der vermutlich verletzten Katze. Auch Nela suchte das ganze Gelände, was betretbar war, gründlich Stück für Stück ab - nirgends war eine Fellnase zu sehen. Nach ausführlicher Beratung mit „Tier-Engel unterwegs“-Gründerin Marion brach auch Nela den Einsatz ab.




Freitag, 23.07.2021 |

Nr. 592/2021

Freitag 20 Uhr, Teammitglied Melly hatte gerade ihren Wochenendeinkauf erledigt und stand noch auf dem Parkplatz des Einkaufcenters, als in unserem Notfallchat die Meldung kam: „Verletztes Babyeichhörnchen am  Jugendhaus in Eglosheim“

Melly zieht in ihrer Freizeit die Miniwesen auf, versorgt verletzte und kranke Tiere und ist Spezialistin für Eichhörnchen. Umgehend übernahm sie den Fall und holte das Baby zu sich heim. Sie berichtet, es sei ein völlig unspektakuläre Einsatz gewesen - Hingefahren, Eingepackt, versorgt…. so ist unsere Melly…. und dann kam doch noch etwas mehr von ihr ;-)

Als sie vor Ort ankam, Die Melderin hatte das Miniwesen in ihrem Sonnenhut gepackt und mit einem Tuch abgedeckt. Als Melly  vor Ort ankam und das Tuch hochhob, um das Baby herauszunehmen, wehrte sich dieses mit seinen Minifüsschen nach vorn heraus…. Melly vermutet, dass eine Krähe/Elster/Rabe das Kleine aus dem Kobel gezogen hatte.

Melly verriet, dass sich Päppelstellen „solche Eichies“ wünschen…. Es sei ein Mädchen, total unkompliziert, es hat bei Melly daheim sofort „angedockt“ und die Elektrolytlösung getrunken. Das Kleine fand laut Melly sofort „alles gut“ und „hat super kooperiert“…. Es war propper, hatte keinen einzigen Floh gehabt….

Schade dass man den Kobel nicht gefunden hat…. doch bei Melly als Ersatzmama ist das zauberhafte kleine Mini-Mädchen bestens aufgehoben….




Mittwoch, 21.07.2021 |

Nr. 574/2021

Teammitglied Andrea wurde am Mittwoch von ihrer Schwägerin angerufen - es war kurz nach 9 Uhr.

Sie hatte Andrea Bilder gesandt, denn bei einer Patientin von ihr in Murr lägen 2 Igel vor der Türe. Beim Anblick des einen Igels erschrak Andrea. Seine Schnauze lag auf dem Boden.

Andrea konnte nicht weg - sie war in einer Telefonkonferenz. Umgehend stellte sie Fotos in den Notfallchat mit der Frage, ob jemand anfahren kann. Währendessen rief ihre Schwägerin erneut an und sagte, dass der eine Igel nun ein Stück gelaufen sei, aber nun wieder am Boden läge.

Andrea rief „Tier-Engel unterwegs“ - Gründerin Marion direkt an und schilderte ihr das Problem. Marion meinte, damit der vermutlich verletzte Igel nicht weglaufen konnte, bis ein Helfer eintraf, solle die Melderin ein Karton oder Wäschekorb drüberstellen. Alle ehrenamtlichen Teammitglieder waren arbeiten, so dass Andrea nach der Telefonkonferenz mit unserer Igelexpertin telefonierte. Sie hatte die Fotos im Notfallchat gesehen und mitgeteilt, dass die Igel gut genährt aussehen und da gerade Paarungszeit ist, sei es auch nicht außergewöhnlich, dass die Igel gerade tagaktiv seien. Wenn die Igel unverletzt seien, bestünde kein Handlungsbedarf.

Andrea hatte keine Ruhe, zog ihre Mittagspause vor und fuhr nach Murr, um die Igel anzuschauen. Diese hatten keine Verletzungen und der kleine Mann, dessen Schnauze auf dem Bild auf dem Boden lag, war offenbar nur „erschöpft“ vom Werben um die Igeldame…

Beide Igel wurden vor Ort belassen und werden weiterhin bei Auftauchen gut beobachtet.




Sonntag, 18.07.2021 |

Nr. 559/2021

Teammitglied Lisa war am Sonntag mit Freunden an der Enz in Besigheim spazieren. Mitten auf dem Weg saß eine Amsel. Zuerst dachte sich Lisa dabei nichts. Als die Amsel jedoch nicht wegflog, selbst als Lisa mit ihren Freunden samt Kinderwagen auf die Amsel zuliefen, wurde sie stutzig.

Behutsam bückte sich Lisa zu dem Vögelchen und schaute sich das Tier genauer an: Die Flügel hingen ganz eigenartig. Als Lisa versuchte. sie vorsichtig hochzuheben, ist die Amsel flatternd weggehüpft - mitten in den nächsten Busch hinein und hing da ganz apathisch drin.
Nach Rücksprache mit „Tier-Engel-unterwegs“ - Gründerin Marion wurde die Vermutung eines Anflugtraumas verworfen. Es war nichts in der Nähe, wo die Amsel hätte gegengeprallt sein können….

Lisa vermutete einen anderen Hintergrund für den Zustand des kleinen Tieres. Sie lief zum Auto zurück und holte ihren Kescher, während die Mutter ihrer Freundin noch einen Karton vorbeibrachte. Gemeinsam mit einem Freund gelang es Lisa, die Amsel zu sichern. In einem Handtuchnest kam das Tier in den Karton und wurde zur weiteren Versorgung ins Tierheim gebracht.

Gute Besserung kleine Amsel!




Freitag, 16.07.2021 |

Nr. 554/2021

Es war Freitag - also genauer Samstag früh - sehr früh - um 0.20 Uhr, auf dem Notfalltelefon wurde eine tote Katze gemeldet, die bereits bei der Polizei in Bietigheim sei.

Teammitglied Kate war noch wach und übernahm den Einsatz.
Vor Ort angekommen, zog Kate ihre Handschuhe an und nahm Chiplesegerät sowie Unterlagentücher mit. Sie wurde dort bereits erwartet - mittlerweile sind wir vom Tier-Engel unterwegs e.V. mehrfach die Woche dort und kümmern uns um die tierischen Angelegenheiten, die bei der Polizei „aufschlagen“.

Die Polizistin erklärte Kate kurz den Sachverhalt: Dass ein Passant eine angefahrene Katze gemeldet hat, die aber leider relativ schnell verstorben ist und die Polizei sie eingesammelt hat. Es stand im Raum, dass die Katze eventuell von einem Kollegen der Polizei ist und Kate schaute nach einem Chip. Die Fellnase war nicht gechipt, dafür tätowiert.

Kate machte Fotos der Fellnase, entzifferte soweit möglich das Tattoo und gab beides an „Tier-Engel unterwegs“-Gründerin Marion weiter, die sofort bei TASSO anrief. Kate hat sich solange mit der Polizistin unterhalten - es ging natürlich um Tierthemen.

Während die zwei Frauen zusammenstanden, hat es immer geklopft, so als ob jemand Schnitzel klopft. Die Polizistin sah Kates leicht irritierten Blick und hat ihr dann erklärt, dass das die Zelle ist wo jemand drin sitzt, der da nicht sitzen möchte…

Leider ergab die Nachfrage bei TASSO keinen Erfolg, zwei Ziffern waren schon so ausgebleicht, dass sie nicht mehr zu erkennen waren. Kate nahm das Tier zunächst mit und verabschiedete sich von der Polizistin.

Am nächsten Tag telefonierte „Tier-Engel unterwegs“-Gründerin Marion mit unserer Tierarzt-Kooperationspartnerin Frau Hoffmann-Füsser, ob diese evtl. die Katze kennen würde.

Und tatsächlich war die Fellnase dort bekannt und es konnte der Besitzer gefunden werden. Die Fellnase wurde für ihre letzte Reise nach Hause geholt und konnte im Kreis ihrer Familie ihre letzte Reise antreten…

Komm gut rüber kleine Samtpfote! Den Besitzern wünschen wir viel Kraft, um diesen schmerzlichen Verlust zu bewältigen...




Donnerstag, 15.07.2021 |

Nr. 551/2021

Donnerstag Nachmittag, „Tier-Engel unterwegs“-Gründerin Marion hatte soeben ihren Einsatz bei der schwer verletzten Katze Rocco in Bietigheim beendet  Sie war auf dem Heimweg, als sie an der Bietigheimer Bahnhofsbrücke der nächste Notruf erreichte.

Ein verletzter Hund, welcher auch bereits gesichert sei, ist in der Innenstadt von Bietigheim - ob wir uns hier auch darum kümmern würden. Marion bejahte diese Frage und drehte unverzüglich um. Es waren laut Navi nur 4 Minuten bis zum Meldestandort. Es war das Restaurant Henrys mitten in der Fußgängerzone… Mit Warnblinkanlage fuhr Marion vorsichtig durch die Fußgängerzone Bietigheims. Sie parkte direkt vor dem Restaurant, als auch schon die Bedienung herauskam und mitteilte, dass sie den Hund gegenüber ins Museum gebracht haben. Das vierbeinige Kerlchen wollte nämlich direkt in die Küche des Restaurants!

Im Museum warteten auch schon die 2 Mitarbeiterinnen auf Marion und schon schoss ein kleines süßes Wollknäuel auf Marion zu. Vorsichtig ging sie in die Knie - das Tier war ängstlich, doch es ließ sich streicheln. Ganz behutsam, um die kleine Lady nicht zu erschrecken, fuhr Marion mit dem Chiplesegerät über das Wollknäuel.

Interessanterweise schlug dieses auf der rechten Seite an (der Transponder sitzt erfahrungsgemäß links). Das Hundemädchen hatte ein Geschirr mit einem GPS-Sender an. Die Mitarbeiterinnen des Museums erzählten, dass das Gerät angefangen hat zu piepen als der Hund ins Museum kam. Sie waren sich unsicher, weil der Hund verletzt war, nicht dass der Besitzer auch irgendwo verletzt liegt.

Kamen die Signale vom Besitzer, der seinen Hund sucht? Es herrschte Unklarheit darüber, was die Signale bedeuten. Marion rief umgehend bei Tasso an und erhielt die Auskunft, dass der Besitzer unverzüglich informiert wird. Marion wollte ans Auto und eine Leine holen, als ihr ein Mann in Badeschlappen und kurzer Hose mit einer Leine um den Hals und einem Handy in der Hand entgegenkam.

Als er Marions Auto sah mit dem Aufdruck „Tier-Engel-unterwegs e.V.“ sprach er sie an -  ob sie seinen Hund gefunden habe. Zeitgleich rief Tasso ihn an und er sagte, dass er bereits vor Ort sei. Marion fragte ihn zurück: „Kleiner weißer Hund mit GPS-Gerät?“
Der Mann bestätigte dies mit einem "Ja ja" und zeigt Marion sein Handy. Er meinte, er sieht darauf, dass sein Hund hier irgendwo sei, aber nicht den genauen Standort. Marion lief mit ihm ins Museum zurück und der kleine Hund lief sofort schwanzwedelnd auf den Mann zu. Er rief:  „Was machst Du denn, warum haust Du denn so weit ab?“ und Marion fragte interessiert, wo er denn wohne.

Der Herr meinte „eine Querstraße weiter“. Marion erkundigte sich nach der „Verletzung". Hier hatte die Hundedame, die übrigens LADY hieß, einen Abzess, sie kamen gerade vom Tierarzt, wo der Abzess aufgemacht und ausgespült wurde und jetzt lief noch ein bisschen vom Eingriff heraus und wirkte wie eine frische Verletzung.

Offenbar hatte der Mann den Kofferraum seines Autos aufgemacht, hat Taschen rausgeholt und dachte, Lady würde ihm hinterherlaufen. Allerdings war sie erst seit Freitag bei ihm und kam aus Rumänien…

Marion beriet ihn in Sachen Umgang mit Hunden aus dem Ausland und dass er Lady besser nicht mehr von der Leine nehmen solle, bis sie sich eingewöhnt hat. Als die beiden wegliefen, hat sich das kleine Wollknäuel nochmal zu Marion umgedreht und hat sie länger angeschaut. Marion sah ihnen nach, bis sie aus ihrem Blickfeld verschwunden waren und hoffte, die Kleine würde sich hier gut eingewöhnen und das „Neu-Herrchen“ ihre Tipps befolgen… Nicht selten hört man von Tierschutzhunden aus dem Ausland, die bereits in den ersten Tagen weglaufen, das falsche Geschirr tragen usw….

Marion dachte in den Folgetagen immer wieder an das weisse Fellknäuel - es ist so eine süße Maus gewesen… Alles Liebe für Dich kleine Ausreisserin!

P.S. Von Lady haben wir kein Bild gemacht, sie sah allerdings so ähnlich aus wie die Fellnase auf unserem Beispielbild.




Donnerstag, 15.07.2021 |

Nr. 550/2021

Donnerstag Nachmittag, kurz vor 16 Uhr - im Notfallchat kommt die Meldung einer schwer verletzten Katze in Bietigheim - „Tier-Engel unterwegs“-Gründerin Marion sei fast vor Ort….

In solch Fällen muss alles sehr schnell gehen und zufälligerweise war Marion in Bietigheim - nicht weit vom Meldeort entfernt, als der Anruf von Passanten kam. Hinter der Post liege eine schwerverletzte Katze, sie atmet noch, bewegt sich allerdings kaum noch.
Marion ließ alles fallen und sprang ins Auto - nach 4 Minuten war sie am Einsatzort.
Der Melder stand schon wild mit den Armen wedelnd an der Post, so dass keine Zeit verloren ging. Hier ging es um Leben und Tod - ganz verkehrswidrig parkte Marion deshalb auf dem Behindertenparkplatz und machte noch schnell das Schild "Tiernothilfe im Einsatz“ dran.

Gemeinsam mit dem Melder rannte sie zum Fußgängerweg hinter der Post. Die Fellnase lag im Gras - unverzüglich schaute Marion nach einem Chip und das Gerät schlug sofort an - super!

Marion sandte die Chipnummer an Teammitglied Caro, welche im Hintergrund in Bereitschaft saß und sofort TASSO anrief. Fast zeitgleich nahm Marion den kleinen Mann behutsam auf und legte ihn in die Transportbox. Er war sehr sehr kühl und er hatte Blut am Mäulchen und auch an der hinteren Zehe hat er geblutet. Marion zerriss es fast das Herz - als sie die verletzte Samtpfote hochhob, schaute er sie aus seinen ängstlichen, Augen an, voller Schmerz - und maunzte Marion an - und sie verstand „Danke dass Du mir hilfst….“

Marion rannte mit dem Samtpfötchen zum Auto zurück, während Teammitglied Caro sie bereits bei der mit uns kooperierenden Ärztin Frau Hoffmann-Füsser in der Praxis mit einem Notfall anmeldete.

Nach 3 Minuten Fahrt war Ankunft in der Praxis - dort haben die Helferinnen gleich ein Wärmepad unter die Fellnase gepackt und eine Infusion vorbereitet. Über TASSO konnte auch inzwischen die Besitzerin erreicht werden, die sich sofort telefonisch bei Marion meldete. Besorgt erkundigte sich diese nach dem Zustand ihrer Fellnase Rocco - so hiess der kleine Unglücksrabe also…

Marion sagte ihr, dass es ihm momentan leider nicht gut gehe, doch alles getan wird, um ihm zu helfen. Unverzüglich machte sich Roccos Besitzerin auf den Weg in die Praxis. In der Zwischenzeit hatte die Tierarzthelferin Fieber gemessen. Rocco hatte durch den Schock so eine Untertemperatur, dass diese gar nicht mehr messbar war. Er kam dann direkt zum Röntgen. Leider zeigte sich, dass er Flüssigkeit in der Lunge hatte, vermutlich durch den Aufprall. Er hat sich wohl noch so ca. 200 m nach dem Unfall weitergeschleppt und dann lag er da hilflos im Gras.

Da nun auch die Besitzerin eingetroffen war, ist Marion aus dem Behandlungsraum raus und hat gewartet. Frau Hoffmann-Füsser kam später zu ihr und berichtete Marion, dass Rocco es schaffen könnte… Nachdenklich verließ Marion die Tierarztpraxis. Am Abend erkundigte sich Marion nochmals, wie es Rocco geht. Ein klein wenig besser hieß es und sie werden alles tun, dass er stabilisiert wird.

Am nächsten Morgen ging es ihm auch wieder ein wenig besser und alle sind hoffnungsvoll, dass der kleine Rocco es schaffen wird!!! Von Herzen gute Besserung kleiner Rocco!!!




Sonntag, 11.07.2021 |

Nr. 536/2021

Ein Bericht von Andrea

Am Sonntag Abend wurde in Bönnigheim ein verletzter flugunfähiger Vogel gemeldet. Ich übernahm und fuhr umgehend los. Die Melderin hatte den Spatz in der Zwischenzeit in einem Karton gesichert und wartete auf mich. Beim Umsetzen in meine Softbox zitterte der Vogel stark und liess das Köpfchen hängen.

Ich setzte ihn behutsam in ein Handtuchnest. Auf dem Weg ins Tierheim musste ich an einer roten Ampel halten. Ich schaute wieder in die Softbox - zu meinem Entsetzen bewegte er sich nicht mehr. Ich strich ihm sanft über die Augen und merkte dabei dass er leider verstorben war, denn nichts regte sich mehr...

Ich fuhr betrübt wieder nach Hause und machte mir viele Gedanken und rief unser vogelkundiges Teammitglied Nenne an. Sie berichtete mir von vergleichbaren Fällen und beruhigte mich - ich hatte offenbar nichts verkehrt gemacht und dem kleinen Spatz wäre auch im Tierheim nicht mehr zu helfen gewesen….

Traurig nahm ich ihn, wünschte ihm eine gute Reise und legte ihn unter einem Gebüsch zurück in den Kreislauf der Natur.




Sonntag, 04.07.2021 |

Nr. 509/2021

HAPPY END FÜR MIMI
Ein Bericht von Dagmar D.

Nach 3 Tagen Auszeit fern der Heimat und die unerfreuliche Aussicht auf einen Sonntag im Regen beschloss ich, frühzeitig wieder nach Hause zu fahren. Regen kann ich ja Zuhause auch haben. Gerade mal eine halbe Stunde Zuhause angekommen, kam von einer lieben Kollegin aus dem „Tier-Engel unterwegs“ - Team die Frage ob ich schon Zuhause wäre. Sie hatte in einer Leonberger Gruppe eine Fundmeldung einer Katze gesehen und Hilfe angeboten.

Tatsächlich rief die Melderin auf unserem Notfalltelefon an. Es wurde eine zugelaufene Katze gemeldet, welche nicht mehr weggehen würde und ob jemand vorbeikommen und nach einem Chip schauen könnte. Also bin ich ab ins Auto und auf nach Leonberg. Dort angekommen, waren die besorgten Besitzer von Mimi, einer (lt. Besitzer) 6-jährigen, sehr zarten und anhänglichen Schönheit bereits vor Ort. Sie wurden über den Facebook-Post aufmerksam und konnten so endlich ihre geliebte Mimi, die schon mehrere Tage vermisst wurde, wieder in die Arme schließen.

Von den Neu-Katzenbesitzern, welche noch sehr unerfahren waren , da Mimi ihre erste Katze ist, erfuhr ich dann, dass Mimi vor ca. 8 Wochen von ihrem ehemaligen Zuhause abgegeben wurde. Leider war Mimi weder gechippt/ registriert und auch nicht kastriert. Bedauerlicherweise kein Einzelfall… Bei einem sehr netten Gespräch mit der Melderin und den Besitzern wurden diese eindringlich gebeten, Mimi bitte kastrieren, chippen und bei TASSO registrieren zu lassen, was sie auch schnellstmöglich tun wollen.
Somit gab es ein Happy End für Mimi und auch die Felllosen um sie herum - denn wie sich herausstellte, kennen sich die Familien der Melder und Besitzer…

Ein herzliches Danke nochmals an die Familie Sultan-Gündogdu-Öztürk für die Gastfreundschaft und das Hinschauen!




Donnerstag, 24.06.2021 |

Nr. 462/2021

HAPPY END FÜR KATER COSJA

Es war Donnerstag, fast Mitternacht. Teammitglied Dagmar überlegte, schlafen zu gehen, als um 23:42 Uhr Tier-Engel unterwegs-Gründerin Marion bei ihr anrief mit der Frage, ob sie noch wach sei und wie weit Renningen/ Malmsheim von ihr entfernt wäre?

Spätestens jetzt war Dagmar wieder hellwach.  Auf dem Notfalltelefon wurde eine Katze in Renningen gemeldet, diese sei bereits den ganzen Tag in einer Kindertagesstätte vor Ort und laut den Meldern verhalte sie sich nicht normal.
Nachdem Teammitglied Dagmar den Standort bekam, sah sie, dass es nur ein paar Minuten von ihr entfernt war und sofort machte sie sich auf den Weg.

Als sie 10 Minuten später dort ankam, wurde sie schon von drei netten Damen erwartet welche ihr auch gleich erzählten, daß die Katze schon den ganzen Tag dort säße. Dagmar nahm ihr Chiplesegerät und die Box. Als sie bei der Katze ankamen, schaute diese sie mit großen, ängstlichen Augen an. Ohne große Gegenwehr der Fellnase konnte Dagmar schauen ob ein
Chip oder Tattoo vorhanden ist. Leider nichts.…
Dagmar rief Marion an, die am Notfalltelefon auf einen Zwischenbericht wartete. Marion erstellte noch in der Nacht in Facebook eine Fundmeldung auf unserer Facebookseite - immer wieder konnten wir so Hinweise auf den Besitzer bzw. den Besitzer selber finden.
https://www.facebook.com/Tierengelunterwegs/posts/506695060756019

Auch die Finderinnen, welche in der KITA arbeiteten und die Katze mit Futter und Wasser versorgt hatten, hatten ebenfalls in Facebook in der Renninger Gruppe eine Fundmeldung erstellt.
Weiterhin versuchte unser Team einen Tierarzt zu erreichen, was um 00:30 bis auf die Tierklinik in Leonberg unmöglich war. Dort wurde gesagt, dass man gern am nächsten Morgen kommen kann… Nun war die Überlegung, wo kann die hübsche Fellnase die Nacht verbringen? Zum Glück bestand die Möglichkeit im Büro der KITA und so wurde ein Nachtlager mit Futter und Toilette dort eingerichtet. Dann gingen alle recht besorgt nach Hause.

Geplant war, dass Dagmar am Freitag früh wieder kommen würde um die Katze abzuholen und zu einem Tierarzt zu bringen. Als sie am nächsten Morgen auf dem Weg zur KITA war, erfuhr Dagmar in einem Telefonat, daß die Besitzerin gefunden und bereits vor Ort war.  Erfolg hatte tatsächlich der Facebookpost, den die Besitzerin gelesen hatte.

Von der Besitzerin erfuhr Dagmar dann auch, daß Cosja, ein knapp 2jähriger Kater, eigentlich ein reiner Wohnungskater ist und auch nicht raus möchte. Er wohne nur 200m vom Fundort entfernt, war auf dem Balkon und ist von dort wohl runtergefallen. Er wurde schon seit Mittwoch vermisst und war unauffindbar.
Glücklich über ein Happy End, einem Tierarzt-Termin und der eindringlichen Bitte Cosja chippen und bei TASSO registrieren zu lassen, gingen die Beiden dann nach Hause.

Ein herzliches Dankeschön nochmals an dieser Stelle an die Finderinnen der KITA für’s Kümmern und die tolle Unterstützung!




Donnerstag, 24.06.2021 |

Nr. 459/2021

4 Kitten, 1 sehr junge Katzenmama und 4 pitschipatschi-nasse Teammitglieder

Es war der 24.06.2021, als uns eine Katzenmama mit 4 Kitten im Naturschutzgebiet Markgröningen an einer Holzhütte gemeldet wurden. Nachdem wir solche Sicherungs-Aktionen nicht ungeplant angehen, wurde nach Vorbereitung und Abklärung mit der unteren Jagdbehörde eine Futterstelle eingerichtet und die Anfütterung durch Teammitglied Jessi vorgenommen. Erst wenn die Fellnasen das Futter vertilgt hatten, ist Jessi wieder gegangen, um nicht andere Tiere durch Futterreste anzulocken…. Zeitgleich beantragten wir beim Ordnungsamt Markgröningen die Erlaubnis, Lebendfallen vor Ort aufstellen zu dürfen. Ebenso erfolgte die Abstimmung innerhalb des Teams und danach wurde die Sicherung ein paar Tage später angegangen.

Die Anfütterung klappte prima, regelmässig zwischen 18h und 20h standen die Zwerge hungrig parat. Unsere Teammitglieder Kate, Jessy und Jessi (ja wir haben 2 davon ;-)) stimmten sich untereinander ab, Kate holte aus unserem Vereinslager noch Fallen. Ausgerüstet damit, sowie mit Transportboxen, mit einer Umsetzbox, Handschuhen, Kescher und Futter konnte es losgehen.

Kate holte Jessy ab, durch die exakte Beschreibung inklusive Vor-Ort-Video von Jessi, die die Anfütterung übernommen hatte, fanden die 2 den Ort auch gleich. Die kleine Holzhütte hatte so etwas wie einen Dachstuhl - und dort entdeckten Kate und Jessy die Katzenmama. Gefühlt wartete diese bereits auf die Dosenöffner - von den Kitten war zu diesem Zeitpunkt noch nichts zu sehen.

Kate und Jessy bauten zuerst die Holzfalle auf, um die Mama zu sichern. Es war mitten im Wald und es regnete an diesem Tag nur einmal - nämlich dauerhaft! Insofern waren weder Wanderer, Gassigeher noch Radfahrer unterwegs - optimale Bedingungen für die Einfangaktion! Während Kate und Jessy zurückgezogen mit der weiteren Vorgehensweise beschäftigt waren, tat es bereits den ersten Schlag und die Katzenmama saß in der Falle! Ihr gefiel das gar nicht und sie beruhigte sich erst, als eine Decke über die Falle gelegt wurde.

Nun stellten Kate und Jessy die 3 Kittenfallen auf, bestückt mit intensiv duftendem Futter und zogen sich erneut zurück. Nach ziemlich langer Wartezeit und keinerlei Sichtung oder Lebenszeichen der Kitten kam es ihnen schon irgendwie „spanisch“ vor. Zeitgleich meldete sich Jessi, die in der Nähe war und bot an, vorbeizukommen. Ein paar Futterbröckchen wurden nun direkt in den Holzstapel an der Hütte verteilt - war es Jessies Stimme oder der nahe Geruch - wir wissen es nicht - auf jeden Fall zeigten sich die Zwerge plötzlich.

Doch wie diese in die Fallen locken? Waren die Kitten gewarnt durch den Schlag der Holzfalle und weil ihre Mama nicht mehr auftauchte? Also Plan B musste her. Der Gedanke war, die Zwerge mal direkt aus dem Holzhaufen „rauszupflücken“! Das Problem: Dieser Holzstapel bestand aus unzähligen Tunneln und überall konnten die Minis sein….

Zwerg Nummer 1 entwischte und lief direkt hinter die Hütte in ein riesengroßes Brennesselfeld! Okay - dann eben erst die anderen - und tatsächlich gelang es unseren Teammitgliedern recht schnell, ein Kitten aus dem Holzstapel zu pflücken, das zweite wollte auch hinter das Haus entwischen und lief schnurstracks in die dort aufgestellte Falle hinein.
Zwerg Nummer 3 konnte auch direkt aus dem Holzstapel „gepflückt“ werden. Die Katzenmama wurde nun auch umgesetzt…. Ganz ruhig war sie und unsere Helfer sahen, wie klein und jung die Mama selber noch war……
Soooooooo, dann blieb noch Kitten Nummer 4 - im Brennnesselfeld……

Kate, Jessy und Jessi wateten um das Brennnesselfeld herum, doch diese waren so immens hoch und dicht, dass ein einzelnes Kitten absolut unsichtbar war. Trick 17 - Kittengeräusche vom Handy abspielen, brachte leider auch keinen Erfolg… Jessi musste nun auch wieder gehen… Nach Rücksprache mit „Tier-Engel unterwegs“-Gründerin und 1. Vorstand Marion kam sowohl sie, als auch unser 2. Vorstand Caro gegen 21 Uhr als Verstärkung hinzu. Nummer 4 musste definitiv noch gesichert werden - HEUTE!

Mittlerweile regnete es nicht mehr, es schüttete was möglich war vom Himmel runter…. Bereits völlig durchnässt und mit ungutem Gefühl, Nummer 4 verloren zu haben, begannen Kate, Jessy, Marion und Caro erneut die Suche nach dem Zwerg. Auch hier war Aufgeben keine Option!!! Bei einer Beratschlagung vor der Hütte hörte man plötzlich Marion hinter der Hütte - mitten im Brennnesselfeld stehend - rufen - Kate rannte um die Hütte voller Sorge, dass Marion was passiert ist - und sah plötzlich Nummer 4 durch ihre Beine flitzen, vorbei an Jessy und zurück in den Holzhaufen flüchten.

Oooookayyyy - das war schon mal viel besser als im Brennnesselfeld! Vier gegen eins - also wenn nicht jetzt, wann dann!?!? Es wurde immer dunkler - mittlerweile war es schon 22 Uhr, als das Team begann, vorsichtig den Holzstapel abzubauen…. immer alles mit einem großen Netz abgesichert, jeder hatte in der Hand einen Kescher, auch die Transportbox stand offen greifnah… Und tatsächlich gelang es mit vereinten Kräften, Zwerg Nummer 4 zu Keschern… Mittlerweile waren Kate und Jessy lange 4,5h Stunden im Wald, völlig durchnässt und durchgefroren, doch unendlich erleichtert…

Zum Schluss musste der Holzstapel wieder in den Ursprungszustand gebracht werden, alles wieder eingesammelt und eingeladen werden und Marion fuhr die Katzenmama mit den 4 Kitten noch ins Tierheim. Die Autos waren braun gesprenkelt, die Schuhe kaum als solche zu erkennen, die Nerven strapaziert, die Kleidung pitschipatschinass, alle durchfroren - doch wen interessiert das, wenn die Sicherungsaktion so erfolgreich beendet wurde???

Das Wissen, dass wieder 5 kleine Leben einer wundervollen Zukunft in einem warmen Zuhause entgegenblicken, entschädigt für die unangenehmen Begleiterscheinungen…..

Danke auch wieder einmal an das Tierheim Ludwigsburg, die die Zwerge und die Mama nun mit viel Geduld und Liebe an Menschen gewöhnen und so beste Voraussetzungen für die Vermittlung schaffen!

Nach diesem Einsatz war für Marion jedoch noch nicht Feierabend - so nass wie sie war, erreichte uns gegen 23 Uhr auf dem Notfalltelefon ein Hilferuf aus Bittenfeld im Rems-Murr-Kreis. Dort wurde eine blinde Katze mitten auf der Strasse sitzend gemeldet… Als Marion vor Ort ankam, hatte die Melderin just in dem Augenblick die Besitzer ausfindig machen können. Und nun hieß es auch für Marion endlich Feierabend, raus aus den nassen Sachen und ab unter die warme Dusche!




Donnerstag, 24.06.2021 |

Nr. 456/2021

Am Donnerstag um 8.30 Uhr fragte „Tier-Engel unterwegs-Gründerin“ Marion uns Teammitglieder, wer Platz für ein kleines Küken hätte - ein Bild von einem Zwerg in einem Karton bei. Wenn sich niemand findet, der einen Platz hat, würde das Kleine ins Tierheim kommen

Hintergrund der Geschichte:
Eine Mutter hat festgestellt, dass die Freundin ihres Sohnes bei Ebay Küken gekauft hatte und eines davon ihrem Sohn schenkte…. Doch sie konnten es definitiv nicht behalten. Ehe das kleine Wesen ins Tierheim kam, fragte Marion im Team nach, denn viele haben Hühner von uns.

Und tatsächlich - Jutta aus Backnang bot an, das Kleine zu ihren anderen zu nehmen.

So holte Nadine am Vormittag das Küken in Bietigheim ab - und erfuhr dabei, dass ein weiteres Küken in Marbach alleine sei und dies dort ebenfalls nicht bleiben könne.
Nadine brachte das eine Küken zu Marion nach Freiberg. Dort traf unser neues Teammitglied Mara aus Waldrems bald ein, holte sich ihre Notfallausrüstung ab und nahm das Küken gleich mit. Doch nicht auf direktem Weg - denn Mara fuhr nach Marbach und holte Küken Nummer 2 ab - und dann durften die Zwerge gemeinsam zu Jutta nach Backnang.

Dort wurden sie von den anderen sogleich aufgenommen und können nun artgerecht aufwachsen!




Mittwoch, 23.06.2021 |

Nr. 451/2021

Ein Einsatzbericht von Nela Mauermann

Bereits um 7.30 Uhr kam am Mittwoch der erste Notfall rein - ein Feldhase lag unter einer Bank, er atmet schwer hieß es. Das Autohaus Wildermuth in Bietigheim hatte sich zunächst ans Tierheim Ludwigsburg gewandt. Dieses gab unsere Nummer als kompetenten Ansprechpartner weiter - danke für das Vertrauen und die großartige Zusammenarbeit!

Nachdem die meisten Teammitgliedern bereits auf Arbeit waren, gab ich in meinem morgendlichen Rhythmus etwas Gas, damit ich den Einsatz noch vor meinem Bürostart übernehmen konnte.

Am Autohaus Wildermuth angekommen, schaute ich kurz nach der Bank, welche die Melder als Bild gesandt hatten - ich entdeckte einen Teller mit Apfelvierteln, etwas Gras darauf und eine Wasserschale auf dem Boden. Dies stand unter dem Tisch, der noch vor der Bank stand. Fürsorglich hatten die Mitarbeiter dem kleinen Hasen Nahrung angeboten - ich lächelte! Hier sind definitiv Menschen mit Herz vorhanden, dachte ich. Und ich entdeckte den kleinen Mümmelmann, der noch immer so da lag, wie es auf dem Foto in unserem Notfallchat zu sehen war.

Ich lief zur Anmeldung, stellte mich vor und wurde sehr herzlich empfangen. Sofort kamen Mitarbeiter mit raus und boten Hilfe an. Das Häschen sei jetzt wacher als vorhin, wurde mir mitgeteilt und es sei vorhin noch etwas rum gehoppelt, ehe es sich unter die Bank legte….

Hmmm, ich erkannte keine Blutspuren - es schien äußerlich unverletzt. Hilfsbereit wollte man einen Karton bringen, doch ich hatte meine Ausrüstung dabei. Holte die Softtasche, den Kescher und ein großes Handtuch aus dem Auto und zog mir meine Handschuhe an.

Vorsichtig näherte ich mich dem erschöpft wirkenden Fellknäuel, welches mich aus seinen kullernden braunen Augen ansah… Die Mitarbeiter des Autohauses waren wirklich alle sehr bemüht, um zu helfen und ich bat um etwas Vorsicht. Das Häschen könne in Panik letzte Reserven mobilisieren und wegrennen - um dies zu verhindern, bat ich eine Dame mit einer Kiste die eine Seite der Fluchtmöglichkeit abzusperren, einem anderen Mitarbeiter gab ich den Kescher und bat ihn, sich hinter mich zu stellen und achtsam zu sein, sollte das Häschen loslaufen. Und dann stellte ich fest, dass ich weder von hinten, oben noch seitlich an das noch immer unverändert daliegende Tier herankam - es blieb nur ein Weg: Auf allen Vieren unter dem Tisch hindurch… Ich schaute an mir runter - die schneeweisse Hose war superprächtig für so etwas geeignet…. doch sch… drauf - dem Kleinen ging es nicht wirklich gut und so bewegte ich mich vorsichtig auf den Knie zu ihm - sein Köpfchen ging nach oben - aha - meine Anspannung stieg und ich bat den Mitarbeiter, der mit dem Kescher hinter mir wartete, leise darum, mir den Kescher vorsichtig und ohne hastige Bewegungen zu geben.

Behutsam - auf den Knien unter dem Tisch hockend, beobachtet von ca. 5 weiteren Mitarbeitern, schob ich den Kescher mit der rechten Hand von hinten Richtung Mümmelmann. In Bruchteilen von Sekunden machte er einen Satz nach vorn-ich kippte ebenso schnell den Kescher nach unten - der kleine Kerl hüpfte wild hin und her. Nach Zuruf hielt der Mitarbeiter den Kescher auf dem Boden fest, während ich mit dem Handtuch, welches ich die ganze Zeit in der linken Hand hatte, den Hasen abdeckte. Er wurde ganz ruhig… Aufatmen - wir hatten ihn!

Mit meinem „Handtuch-Kescher-Hasen-Paket“ robbte ich rückwärts wieder unter dem Tisch hervor - ein Mitarbeiter hielt schon die Softtasche bereit und ganz vorsichtig setzte ich Mümmelchen hinein. Ebenso vorsichtig entfernte ich Handtuch und das Keschernetz, der Reißverschluss ging zu - Mission Häschenrettung erfolgreich im Team mit der Belegschaft des Autohauses Wildermuth abgeschlossen!

Ich wurde gefragt, was das Tier hat und was nun weiter mit dem Hasen geschieht. Doch ich konnte nicht sagen, was dem Kleinen fehlte. Äußerlich war nichts zu erkennen - war es angefahren und hatte innere Verletzungen? Ich erklärte, dass ich jetzt im Team einen Fahrer anfordern werde, der das Tier ins Tierheim fährt - denn ich muss pünktlich im Büro sein und es reichte mir persönlich leider nicht mehr selber zu fahren.

Sofort kam das Angebot, dass jemand vom Autohaus Wildermuth dies übernehmen könne und noch während ich mit dem Tierheim telefonierte und den Hasen ankündigte, war ein weiterer Mitarbeiter zur Stelle, der die Fahrt übernahm. Ich bat ihn - wie mit dem Tierheim Ludwigsburg soeben telefonisch besprochen - dass er bei der Abgabe sagen soll, dass der Mümmelmann sofort zum Tierarzt gebracht werden soll. Er nickte und machte sich auf den Weg.

Super - das war mehr als ich erwartet hatte - alle Beteiligten waren - so wie ich - sehr erleichtert, dass sich nun gleich tierärztlich um den Hasen gekümmert wird. Ich bedankte mich bei allen, sagte, dass ich am Nachmittag bzw. in den nächsten Tagen wiederkomme, um meine Tasche abzuholen und verabschiedete mich.

Auf dem Weg ins Büro überlegte ich, wie ich meinem Chef die schmutzigen Hosen erklären würde…. Achwas - ich würde einfach sagen: „Chef - ich hab mich voll reingekniet…..“ - zwinker

Ein mega riesiges Dankeschön an alle Beteiligten des Autohauses Wildermuth in Bietigheim-Bissingen - auch für die liebe Spende für unsere Vereinskasse - es war mir ein Vergnügen, solch tierlieben Menschen begegnet zu sein! Danke sehr!




Donnerstag, 17.06.2021 |

Nr. 420/2021

Am Donnerstag kam gegen 13 Uhr auf dem Notfallchat die Meldung, dass in Bissingen in einer Tiefgarage seit dem Morgen ein Marder liegt - er lebt, geht aber nicht weg. Teammitglied Yvette gab Bescheid, dass sie den Einsatz übernimmt. Teammitglied Kate unterbrach ihre Büroarbeit und fuhr zur Unterstützung nach Rücksprache ebenfalls zum Einsatzort.

Dort angekommen, sah Kate die beiden Melder und Yvette schon. Während Kate mit den Meldern die Situation erörterte, holte Yvette Kescher und Handschuhe. Kate erfuhr, die Melder hatten Angst, dass das Tier überfahren wird, da er schon seit dem Morgen dort liegt und sich gar nicht fortbewegt.

Kate fand den Marder flach atmend und komplett zusammengerollt liegend vor - er zuckte nicht mal mit den kleinen Äuglein. Anstatt wie erwartet auf Gegenwehr zu stoßen, war das Tierchen einfach apathisch. Vorsichtig legte Kate den Kescher über den kleinen Kerl - nicht einmal da bewegte er sich - kein gutes Zeichen….

Kate hatte ihre Handschuhe an und kraulte ihn kurz am Köpfchen - er schaute Kate an so nach dem Motto: „Ach da ist ja jemand…“ Behutsam wurde das geschwächte Tier in die Box gesetzt und so schnell es ging von Yvette ins Tierheim gefahren.

Kate verabschiedete sich von den Meldern und bedankte sich, dass sie nicht weggesehen haben und fuhr heim, um ihre Arbeit fortzusetzen.

Leider erfuhren wir am nächsten Tag aus dem Tierheim, dass es der kleine Marder nicht geschafft hatte. Komm gut über die Regenbogenbrücke!




Donnerstag, 17.06.2021 |

Nr. 417/2021

Schon wieder Kittenalarm

Der Melder aus Kirchheim hatte auf dem Notfalltelefon angerufen und berichtet, dass eine Katze mit ihren 4 Kitten sich in einem Spalt zwischen einem kleinen Häuschen und Schuppen niedergelassen hat. „Tier-Engel unterwegs“-Gründerin Marion hat ihn gebeten, die Katze anzufüttern, damit wir sie mit den Kitten einfangen können.

Am Samstag, den 19.06.21 trafen sich unsere Teammitglieder Lisa, Jessi und Angi um 11 Uhr vor Ort, um die Fellnasen-Familie einzufangen. Angi war als Erste vor Ort und hat sich dazu entschlossen, schon mal die Kitten zu sichern. Die Mama war zu diesem Zeitpunkt nicht in Sicht. Beim Sichern hat der Melder, welcher ebenfalls vor Ort war, festgestellt, dass eines der kleinen mindestens 3 Zecken hatte. Anti beruhigte ihn und sagte, die Samtpfötchen werden im Tierheim Ludwigsburg gründlich untersucht und dabei ganz sicher auch die Zecken entfernt.

Ca. 10 min., nachdem die Kitten gesichert waren, traf Jessi mit der Falle ein, die dann aufgestellt wurde. Direkt dahinter stellten unsere Teammitglieder die Box mit den Kitten. Sofern diese nach der Mama rufen, würde sie ihre Babys sehen und hoffentlich zu ihnen wollen.

Als die Falle stand sind Lisa, welche mittlerweile mit ihrem Freund eingetroffen war, und Angi zu einem Nachbarn gegangen, da der Melder meinte, dass dort auch wilde Kitten mit Mama waren.Als die 2 bei diesem Nachbar klingelten, kam uns ein Herr entgegen. Lisa und Aegi stellten sich vor und haben ihn gleich gefragt, ob die Fellnasen-Mama und die Kitten noch bei ihm seien. Leider verneinte er - von einem auf den anderen Tag waren sie weg und er hat sich schon Sorgen gemacht. Angi fragte ihn, wieviele Kitten es waren und da meinte er: “4 Stück“. Unsere Teammitglieder waren sich sicher, dass es die Familie war, an der sie gerade mit der Einfangaktion beschäftigt waren und die Mama lediglich den Standort gewechselt hatte.

Der Nachbar erzählte außerdem, dass eine Familie schräg gegenüber ausgezogen sei, sie 2 Katzen hatten aber leider ohne die Katzen mitzunehmen gegangen sind - er würde diese nun versorgen. Unsere Teammitglieder verabschiedeten sich und bekamen noch eine Spende als Dankeschön, das wir uns um die Fellnasenfamilie kümmern. Dankeschön nochmals an den hilfsbereiten Nachbarn!

Als Lisa und Angi zurückkamen, rief Jessi schon von Weitem, dass die Mama in der Falle ist!!!
„Jackpot“ dachten sich alle Teammitglieder und waren sehr erleichtert - das war eine der schnellsten Sicherungsaktionen, die wir in unseren unzähligen Einsätzen erlebt haben… Lisa hat die Familie sicher ins Tierheim gebracht.

Wir wünschen den Kleinen und der Mama ein schönes Zuhause und eine gute Zukunft in Sicherheit und Geborgenheit.

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