Tier-Engel unterwegs e.V.

Die Tiernothilfe im Kreis Ludwigsburg & Umgebung

Unsere Einsätze

Hier finden Sie unsere aktuellen Einsatzberichte.

Im Jahr 2020 hatten wir 475 Einsätze.

In 2021 sind  1.130 Einsätze in unserer Statistik aufgeführt.

Bis zum 15.11. 2022 sind schon wieder mehr als 1.300 EInsätze gefahren worden - wir kommen mit der Berichterstattung kaum hinterher....

Falls auch Sie einmal ein Tier in einer Notlage auffinden oder eine Totfundmeldung abgeben möchten - ein Anruf auf unserem Notfalltelefon genügt und wir sind zur Stelle: 0178-9313 465



Mittwoch, 18.05.2022
Nr. 332/2022

Gemeldet wurde am Mittwoch, den 18.05.2022 gegen Nachmittag ein aus dem Kobel gefallenes junges Eichhörnchen in Münchingen. Es stürzte laut dem Melder aus dem unter dem Dach gebauten Nest. Die Melder waren sehr aufmerksam und nahmen das junge Eichhörnchen mit zu sich rein. Sie wickelten das aus der Nase blutende Junge in ein warmes Handtuch und legten es in einen Karton. Draußen war die Mutter des Eichhörnchen sehr besorgt.

Als Vicky ankam, sah sie sich zu allererst das verletzte Tier an. Es schlief ganz ruhig und sie beschloss, es gar nicht groß anzufassen. Dann zeigte die Familie ihr den Kobel, welcher sich unter dem Dach des Hauses in gut 6 Meter Höhe befand. Eine Rückführung war unter diesen Umständen nicht möglich zumal abgeklärt werden musste, ob das Baby nicht innere Verletzungen aufgrund des Sturzes aus dieser Höhe hatte.

Vicky nahm das Eichhörnchen mit und rief noch aus dem Auto ihre Tierärztin an. Diese sagte eine sofortige Untersuchung zu und Vicky fuhr rasch los.. Nach dem ersten Check stand fest, dass das kleine Lebewesen gute Chancen auf ein tolles langes Leben hat, wenn es fachmännisch in einer Auffangstation bzw. Pflegestelle, gepäppelt wird. Gut ausgestattet mit Medis verließ Vicky dankbar die Praxis und meldete sich bei Anna. Sie und ihre Mutter päppeln „zufälligerweise“ Eichhörnchen. Ganz unkompliziert und nur eine halbe Stunde später konnte der kleine „Fritz“, wie Vicky das Minihörnchen taufte, an Annas Mutter übergeben werden.

Fritz wird nun liebevoll umsorgt und kann in wenigen Monaten sicher mit vielen Eichhörnchen Freunden von Baum zu Baum springen. Danke auch an die  Tierarztpraxis von Frau Dr. Roth in Ditzingen für die schnelle und liebevolle erste Hilfe. 




Mittwoch, 18.05.2022
Nr. 331/2022

Es war Mittwoch nach 12 Uhr, als Team-Mitglied Franziska im Notfallchat die Meldung über 3 Elsternbabys in Gemmrigheim las, die aus dem Nest gefallen seien, eines sei leider verstorben… Der Melder arbeitet allerdings dort und kann nicht weg.

Franzi übernahm den Einsatz. Vor Ort angekommen traf sie auf den sehr netten Melder, dessen Freundin bei uns angerufen hatte. Die Zwerge waren bereits gesichert und im kühlen Schatten untergebracht. Franzi begutachtete die Kleinen, ein Junges war recht fit, das andere konnte ein Auge nicht öffnen und das Köpfchen kippte immer zur Seite. Franzi hatte kein gutes Gefühl…

Der Melder zeigte ihr nun das Nest, ein Rankommen ohne Drehleiter war nicht möglich, denn das Nest befand sich in einer sehr hohen Platane. Er berichtete, dass es noch ein drittes Baby gab, welches allerdings leider schon tot auf dem Boden gelegen sei.

Weiterhin berichtete der Melder, dass die Elterntiere sich am Anfang um die Babys bemüht hätten, doch dann verschwunden seien. Auch nach Franziskas Eintreffen waren keine Elterntiere mehr zu entdecken… Sie fuhr die zwei Elstern-Babys ins Tierheim Ludwigsburg, wo sich nun rührend um die beiden gekümmert wird. Rasche Genesung dem Duo!




Montag, 16.05.2022
Nr. 322/2022

Es war Montag gegen 17.30h im Notfallchat kam die Meldung:

„Wer kann schnellstmöglich nach Möglingen fahren? Polizei hat Entenküken mitten im Ort gesichert, die Mutter muss noch gesichert/geleitet werden zum nächsten Gewässer“
Teammitglied Birgit übernahm den Einsatz, traf einen sehr netten Polizeibeamten an und ist mit diesem durch den halben Ort gelaufen - immer der Entenmama voran…

50 m vor dem Leudelsbach ist das Tier dann entwischt. Dies war für alle sehr ärgerlich…. Da Teammitglied Birgit einen Feuerwehr Einsatz hatte musste sie den Einsatzort verlassen. Zuvor jedoch hatte sie „Tier-Engel unterwegs“-Gründerin Marion darüber informiert und diese machte sich auf den Weg nach Möglingen. Der Polizist wartete so lange vor Ort, bis Marion eingetroffen war - hierfür ein großes danke an die Polizei für die großartige Kooperation!

Die Kleinen - es waren insgesamt 6 an der Zahl - machten beim Eintreffen von Marion ziemliches Theater - offensichtlich war ihnen kalt und Marion stellte sie umgehend in die Sonne. Diese war um 18.30h einfach sanft wärmend und nicht mehr zu stark. Allerdings wurden sie in der Sonne noch lauter, doch alles rufen nützte nichts - die Mama ließ sich nicht blicken. Marion lief, begleitet von dem Polizeibeamten, der es sich nicht nehmen ließ, die ganze Zeit dabeizubleiben und den Käfig mit den Entenküken zu tragen, den Bachlauf etwas ab und sie erblickte ein Entenpaar. Dieses scherte sich jedoch nicht um das Geschrei der Küken.

Marion entschied, mit den Küken zum ursprünglichen Einfang-Ort zurückzukehren in der Hoffnung, die Entenmama sei auch dorthin zurückgekehrt - doch leider war dies nicht der Fall. Nach einigen Telefonaten wurde eine Pflegestelle in Calw ausfindig gemacht, dies war schon eine weite Strecke für Marion, doch Teammitglied Dagmar aus Friolzheim bot sich an, die Küken zu übernehmen und dann weiter nach Calw zu fahren. Marion machte sich auf den Weg nach Friolzheim und übergab Dagmar die sechs kleinen Babys.

Die Flauschebällchen haben sich während der Fahrt wieder lautstark bemerkbar gemacht, nichts ahnend, dass es bald ganz viel Futter, Wärme und Liebe geben wird…
Dagmar brachte die sechs kleinen Küken zur Pflegestelle, wo sie nun aufgepäppelt werden und wir wünschen den Zwergen alles Gute!

Und ein ganz ganz riesiges DANKE an den Polizeibeamten. Dieser hätte schon lange Feierabend gehabt, begleitete Marion jedoch noch zu einem Ententeich etwas außerhalb von Möglingen in der Hoffnung, dort die Entenmama zu finden… Leider vergeblich….




Samstag, 14.05.2022
Nr. 317/2022

Am Samstag gegen 16 Uhr wurde uns ein Fundhund in Neckar-westheim gemeldet, der wohl umstehenden Passanten recht lieblos von Männern in die Arme gedrückt wurde. Ein früheres Team-Mitglied der „Tier-Engel unterwegs“ war dabei und hat die Situation sofort erkannt und uns informiert.

Team Mitglied Sandra übernahm den Einsatz. Vor Ort angekommen prüfte sie das Tier auf einen Chip hin - tatsächlich schlug das Chiplesegerät an und Sandra erkannte, dass es sich um einen ukrainischen Chip handelte. Leider war der Chip nicht bei Tasso registriert…

Allerdings wurde der Yorkie bereits vermisst und die Besitzer und Freunde waren auf der Suche, als sie Sandra und ihren kleinen Hund sahen. Die Wiedersehensfreude war auf beiden Seiten riesig!

Das kleine Fellbündelchen ist zwölf Jahre und kommt ursprünglich aus der Ukraine. Die Familie, die geflüchtet ist, lebt momentan bei Bekannten, die einen Kater haben. Dieser ist Freigang gewöhnt und der Yorkie ist durch die offenstehende Tür entwischt.

Teammitglied Sandra wies darauf hin, dass Tier doch bitte bei Tasso registrieren zu lassen, falls der kleine Kerl mal wieder auf Abenteuerausflug gehen sollte und verabschiedete sich von allen.




Dienstag, 10.05.2022
Doppeleinsatz Nr. 302 + 303/2022

Ehrenamtlicher Doppel-Einsatz von Tier-Engel Jule an einem ganz normalen Dienstag

Teammitglied Jule war noch bei der Arbeit, als um kurz vor 16 Uhr am Dienstag, den 10.05.2022 in der Notfallgruppe eine verletzte Taube in einem Garten in Marbach gemeldet wurde. Der Finder hatte sie umsichtiger Weise aufgrund der dort freigängigen Katzen bereits in einem Behältnis gesichert. Jule wollte nach Arbeitsende zum Bogenschießen. Die Bogenschießanlage ist ganz in der Nähe des Tierheimes Ludwigsburg und die Taube sollte zur weiteren Versorgung in das Tierheim Ludwigsburg verbracht werden. Beides wurde also kurzerhand kombiniert und so fuhr Jule nach Arbeitsende erst zur Adresse des Melders, einem sehr netten Mann, um die Taube abzuholen. Sie setzte sie zum Transport behutsam in die mitgebrachte Softbox und fuhr weiter.

Noch während sie auf der Fahrt zum Tierheim war, erschien eine weitere Meldung in der „Tier-Engel unterwegs“-Notfallgruppe. Jule parkte ihr Auto an der Fahrbahnseite, um die Meldung zu lesen. Es wäre nicht das erste Mal, dass sich Einsätze verbinden ließen - so auch in diesem Fall

Ein verletzter schwacher Igel brauchte dringend Hilfe. Ihm fehlte laut der Finderin bereits ein Auge und da sie selbst nicht mobil war, meldete sie sich bei unserem Verein „Tier-Engel unterwegs" und bat um Hilfe. Eine Einsatzübernahme-Anfrage wurde in die Notfallgruppe eingestellt und Julie sagte nach Sichtung zu, auch diesen Einsatz zu übernehmen. Glücklicherweise führte sie ihre Fahrt in das Tierheim Ludwigsburg genau durch Neckarweihingen und so vergingen nur wenige Minuten zwischen Meldung und Einsatzübernahme durch unsere Jule.

Auf den ersten Blick sah der Igel bis auf das verletzte Auge erst einmal nicht ganz so schlecht aus. Er hatte keinen Hungerknick und auch keine Mitbewohner wie Zecken oder Flöhe in seinem stacheligen Kleid. Er war zudem noch sehr mobil in der Transportbox unterwegs. Jule beeilte sich dennoch, um ihn rasch versorgen zu lassen. Im Tierheim angekommen, stellte sich dann leider heraus, dass er doch an einer größeren Verletzung litt. Die Tierheimleiterin Ursel Gericke vermutete, dass er angefahren wurde. Neben dem fehlenden Auge wurde ein Kieferbruch vermutet. Er wurde umgehend mit Medikamenten tierärztlich versorgt. Die Prognose war leider gar nicht gut für den kleinen Mecki - unsere Daumen sind ganz feste gedrückt.

Die verletzte Taube aus dem Garten in Marbach war beringt. Auch sie wurde durch die Tierheim-Mitarbeiter einer ersten Begutachtung unterzogen. Vermutet wurde, dass die offensichtliche Brieftaube nur zu schwach war, um Futter und Wasser für sich zu finden und deshalb den Weg nach Hause nicht mehr antreten konnte.

Sie wurde ebenfalls im Tierheim aufgenommen und darf nach ihrer Kräftigung und bis zur vollständigen Genesung dort verbleiben. Im Idealfall findet sich auch noch der Züchter über den Ring an ihrem Fuß. Wir hoffen dass sie bald wieder nach Hause darf.
Ein großes Dankeschön an Jule für diesen Doppel-Einsatz. Ebenfalls ein großes Dankeschön geht an die beiden mitfühlenden Menschen, die die Taube und den Igel nicht sich selbst überlassen haben, sondern Hilfe für die Wildtiere organisiert haben und natürlich an das mit unserem Verein kooperierende Tierheim Ludwigsburg - ihr seid alle klasse!!!




Donnerstag, 05.05.2022
Nr. 289/2022

Es war Donnerstag, der 5. Mai so gegen 20 Uhr. Im Notfallchat erschien die Meldung eines verletzten Spechtes mit einem eventuell gebrochenem Flügel in Löchgau.

Kaum hatte Teammitglied Lisa das gelesen, klingelte auch schon ihr Handy und die Nummer unseres Notfalltelefons war darauf zu sehen. Lizzy, welches zur Zeit unser Notfalltelefon betreut - hierfür ganz lieben Dank Lizzy - rief Lisa an und fragte sie direkt, ob es möglich sei, dass Lisa den Einsatz übernehmen könnte, da diese in Löchgau arbeitet.

Lisa musste noch bis 20:30 Uhr arbeiten, danach könne sie dann den Specht gerne einsammeln. Donnerstags ist Lisas Trainingstag in der Tanzschule Move me! und sie wollte nach der Arbeit zwar den Specht einsammeln, doch ins Tierheim würde es ihr bis zum Trainingsbeginn nicht reichen. Also bat Lisa im Team, dass jemand den Specht dann an der Tanzschule Move me! übernehmen und weiter ins Tierheim fahren könne.
Leider konnte kein anderes Teammitglied übernehmen, also entschied Lisa das Training ausfallen zu lassen… Liebe Lisa - ganz ganz lieben Dank dass Du Dein Ehrenamt so ernst nimmst und sogar Dein Hobby - das Tanzen - dafür hintenanstellst…..

Lisa machte sich auf den Weg zum Fundort. Beim Melder angekommen wurde sie schon erwartet und der Melder reichte ihr einen Karton, in welchem sich der Specht befand. Der Mann erklärte Lisa, was passiert war. Der Specht sei einfach auf seinen Balkon gefallen und er hatte ihn dann auf ein Handtuch gebettet gleich in den Karton gesetzt. Lisa wurde gefragt, was mit dem Specht jetzt passiert, denn der Melde wusste, dass es in Deutschland nur noch wenige Spechte gibt und ob dem Vogel geholfen werden kann. Lisa erklärte dem Melder, dass sie das Tier ins Tierheim bringt. Dort schauen sich vogelkundige Mitarbeiter und auch eine Tierärztin den hübschen Specht an und dann würde entschieden, wie ihm geholfen werden kann. Lisa bedankte sich beim fürsorglichen Melder und verabschiedete sich.

Im Auto angekommen warf sie noch einen Blick in den Karton, in dem der Specht saß, um sich ein Bild machen zu können. Leider gefiel Lisa gar nicht was sie sah… Der Specht schien in einem schlechten Zustand, hielt den Kopf sehr schräg und konnte sich kaum aufrecht halten. Lisa machte sich unverzüglich auf den Weg ins Tierheim Ludwigsburg. Dort angekommen musste sie kurz warten bis Tierheimleiterin Ursel Gericke persönlich den Specht übernahm. Nach einem Blick in den Karton meinte auch sie, das Tier sähe ziemlich schlecht aus. Sie holte ihn behutsam aus dem Karton und meinte: „Na mal sehen vielleicht bekommen wir das doch wieder hin…“ Lisa bedankte sich bei ihr.

Für ihr Training war es nun leider zu spät…. Hoffend, dass es dem kleinen Specht bald wieder gut geht, fuhr sie heim. Am nächsten Tag erfuhren wir, dass der Specht eine Gehirnerschütterung hatte, vermutlich hervorgerufen durch ein Anflugtrauma. Wir drücken ihm die Daumen, dass er sich vollständig davon erholt und bald wieder in die Freiheit entlassen werden kann.

Herzlichen Dank an alle Beteiligten - den Melder, Lizzy am Notfalltelefon, Lisa die auf ihr Training verzichtete und dem Tierheim Ludwigsburg für die Aufnahme des Spechtes - durch diese tollen Menschen wurde ein Leben gerettet - denn jedes Leben ist wertvoll….




Mittwoch, 04.05.2022
Nr. 286/2022

Ein weiterer Hörnchen-Einsatz kam am Mittwochmorgen. Team-mitglied Tanja wollte es sich gerade mit einer Tasse Kaffee gemütlich machen und den freien Vormittag genießen, als auf dem Notfalltelefon die Meldung über ein verletztes Eichhörnchen-Kind in Ludwigsburg einging. Dieses sei aus dem Kobel gefallen. Da die Fundstelle nicht weit entfernt war, machte sich Tanja sofort auf den Weg. Die Melderin hatte das Eichhörnchenbaby aus dem Kobel fallen sehen und war ihm sofort zu Hilfe geeilt. Dies war auch gut so, denn ein Rabe hatte schon auf Beute spekuliert.

Die Melderin kümmert sich vor Ort um die anderen Eichhörnchen und legt ihnen täglich Nüsse hin. Oft beobachtet sie die possierlichen Tierchen von ihrem Fenster aus und hat sie quasi mental „adoptiert“. Insofern machte sie sich ganz arg Sorgen, als sie sah, dass das kleine Baby aus dem Kobel fiel…. Siehatte das Eichhörnchen-Kind bereits in einem Handtuch gesichert und übergab dieses an Tanja. Gemeinsam mit der Melderin versuchte Tanja eine Rückführung zur Mutter - diesehttps://strato-editor.com/.cm4all/uproc.php/0/Eins%C3%A4tze/2022/.Eichh%C3%B6rnchen3.jpg/picture-400?_=184003d38bb  kam nämlich auch vom Baum runter und schaute nach ihrem Baby - doch leider verschwand sie sofort wieder ohne den Kleinen mitzunehmen….

Aufgrund des bedenklichen Zustandes - das Minihörnchen war sehr mager und wirkte geschwächt - sollte es umgehend auf eine Pflegestelle nach Tamm kommen. Diese hatte unsere 2. Vereinsvorsitzende Caro im Hintergrund kontaktiert und bekam eine Zusage für die Aufnahme des Hörnchenwinzlings. Tanja machte sich sofort mit dem Eichhörnchen-Kind auf den Weg, um es in die erfahrenen Hände der Pflegestelle zu geben. Man sagte ihr, dass mit Elektrolyt und Wärme versucht wird, den Kleinen zu stabilisieren. Es wurde vermutet, dass die Mutter selber das Kleine aus dem Kobel warf, weil es einfach zu schwach war…. Tanja bedankte sich und fuhr wieder nach Hause. Sie drückte alle Daumen, dass es der Zwerg schafft….

Leider kam dann ein paar Stunden später die Nachricht, dass das Kleine verstorben ist… Traurig wie Tanja war, tröstete sie sich mit dem Gedanken, dass der Kleine Wärme und Liebe in seinen letzten Stunden bekam und nicht als Rabenfutter enden musste…. Auch die Melderin, die gebeten hatte, sie über den Zustand des Eichhörnchenbabys zu informieren, war sehr traurig über die Nachricht….

Run free kleines Hörnchen…




Montag, 02.05.2022
Nr. 282/2022

Am Montag, den 2. Mai 2022 gegen 20.30 Uhr wurde unser Verein Tier-Engel unterwegs e.V. von der Feuerwehr informiert, dass eine Gans in Ludwigsburg am Monrepos-Golfplatz versehentlich von einem Golfball getroffen worden war und nun dringend Hilfe benötigen würde. Eile war geboten, da das Tier laut Meldern offensichtlich zuckend am Boden liegt. Andere Teammitglieder, die in der Nähe wohnten, waren leider zu dieser Zeit nicht verfügbar und so fuhr unser Teammitglied und 2. Vorstands-Vorsitzende Caro daraufhin auf schnellstem Wege zur Einsatzörtlichkeit.

Der Golfplatz ist eine recht weitläufige Anlage - das musste Caro und dann auch noch Teammitglied Birgit, die sich später ebenfalls zum Einsatzort aufmachte, feststellen. Es hieß am „Abschlag bei Loch 4“ – nach einigem Hin und Her fand Caro dann die Golfer, ließ sich von ihnen den weiteren Weg zeigen und den Hergang des Wildunfalles schildern.

Die Gans – eine Nilgans wie sich herausstellte – war mittlerweile in einem naheliegenden Gebüsch verschwunden. Die Golfer berichteten, dass die Gans nach dem Treffer mit dem Golfball - nachdem sie anfangs nur gelegen sei - nun doch wieder aufgestanden war, es ihr etwas besser aber wohl immer noch nicht gut gehen würde und sie sich selbständig in das Gebüsch verkrochen hätte. Vorsichtig näherte Caro sich der Gans von hinten, in der Annahme, dass sich das Tier - so lädiert - leicht keschern lassen würde. Weit gefehlt - die Gans bemerkte Caro und flüchtete in einen kleinen Bachlauf. Dieser war zwar nicht tief und auch nicht so breit - auf Wasser ist jedoch ein Einfangversuch noch schwieriger als an Land.

In diesem Moment kam Teammitglied Birgit zur Aktion „Golf-Gans“ hinzu. Sie hatte sich nach Beendigung ihrer Besprechung ebenfalls noch aufgemacht und nach einigem Suchen dann auch den Einsatzort gefunden. Gemeinsam hatten beide Frauen dann Glück. Beim dritten Versuch – nachdem die Gans immer wieder ausgebüxt war – konnte sie gesichert werden. Schlussendlich hing Teammitglied Birgit halb an der Böschung eines Kanalrohrs mit den Füßen eingekeilt und Caro konnte die gekescherte Gans dann aus dem Bachlauf nach oben ziehen. Die Golfer hatten durch unsere beiden Teammitglieder ein „Gratis-Life-Event“ an diesem Abend – es hatte eine ganze Weile gedauert bis die Nilgans schließlich mit Wo(men)-Power und unter starkem körperlichem Einsatz eingefangen werden konnte. Die Golfer erlebten den Einsatz hautnah mit und bedankten sich sehr bei Caro und Birgit für die tolle Tierrettung.

Birgit fuhr mit der Nilgans in das Tierheim Ludwigsburg wo sie schon erwartet wurden. Eine Mitarbeiterin sah sich sofort den Vogel an und konstatierte ein Schädel-Hirn-Trauma. Da die Gans mittlerweile wieder auf ihren Füßen stehen konnte, sind wir zuversichtlich, dass sie nach genügend Erholung wieder an ihren Platz im Monrepos-Park zurückgebracht werden kann.

Die Tier-Engel unterwegs-Daumen sind jedenfalls gedrückt.

Eine kleine Anmerkung dazu:
Es lag sicher nicht in der Absicht der Golfspieler, dass die Gans so unglücklich von einem Golfball getroffen wurde. Unfälle auf einem Golfgelände mit Wildtieren sind bekannt. Dort gibt es Bachläufe, Sandkuhlen, Bäume und weite Flächen, die die Wildvögel gerne nutzen. Wir sagen Dankeschön, dass nicht einfach so weitergespielt wurde, sondern Hilfe für das verletzte Tier organisiert wurde. Das zeugt von Empathie gegenüber den Tieren, deren Lebensraum wir Menschen mit nutzen oder andersherum  zwinker— jedenfalls toll, dass nicht weg geschaut wurde
.




Sonntag, 01.05.2022
Nr. 278/2022

Ein Bericht von Nela Mauermann

Ich war gerade fertig mit der Erstellung der Fundmeldung aus meinem Einsatz, den ich erst vor 1 Stunde hatte.

https://www.facebook.com/113563563402506/posts/703614314397425/?d=n

Im Notfall-Chat erschien ein weiterer Einsatz: ein vermutlich verletzter Igel war in Bietigheim gesichert worden und musste ins Tierheim. Der Melder hatte im Tierheim angerufen, was er machen soll, leider war er zu diesem Zeitpunkt nicht mobil und als unser Kooperationspartner gab das Tierheim dem Melder unsere Notfallnummer weiter.

Ich schaute auf die Uhr 19:30 Uhr - eigentlich sollte ich noch was für meinen Mann (er ist selbstständig) fertigstellen, aber ein verletztes Tier hat oft Schmerzen und ich wägte ab, dass die Arbeit warten könne - das Igelchen nicht. Insofern unterbrach ich und habe in der Einsatzzentrale Bescheid gegeben, dass ich den Einsatz übernehme. Unverzüglich machte ich mich auf den Weg. Vor Ort angekommen klingelte ich beim Melder, dieser öffnete mir und als ich an der Wohnungstür war, kam mir schon ein aufgewecktes Mädchen mit einem großen Karton entgegen.

Wir gingen gemeinsam auf die Terrasse, wo sich noch zwei kleine Kitten zu uns gesellten. Diese stammten aus dem Tierheim und waren noch nicht allzulange in ihrer neuen Familie. Neugierig schauten sie immer wieder in den Karten, wo das Igelchen saß. Ich erfuhr, dass die Tochter des Melders den Igel gefunden hatte und gleich erkannte, dass etwas mit seinem Beinchen nicht stimmte. Sie war sehr fürsorglich und hatte dem Igel auch Wasser zur Verfügung gestellt. Von oben sah ich keine Verletzung des Beinchens, entdeckte aber einen roten Fleck auf dem Kopf des Stachlers. War das etwa Blut?

Vorsichtig nahm ich den Stachelmann aus dem Karton, sein Einrollreflex funktionierte wunderbar, so dass ich leider wieder nichts am Beinchen erkennen konnte. Um das Tier nicht unnötig zu stressen, setzte ich es vorsichtig in die von mir mitgebrachte Box, hinterließ unsere Vereins-Visitenkarte, bedankte mich und machte mich auf dem Weg ins Tierheim. Dort angekommen nahm Tierheimleiterin Ursel Gericke das Igelchen entgegen. Er war in einem guten ernährungstechnischen Zustand und sie vermutete aufgrund der roten Kennzeichnung am Kopf (es war kein Blut!), dass der Igel über Winter gepäppelt und dann ausgewildert wurde. Dass was mit dem Füßchen nicht stimmte, konnte ich nun auch sehen, was es genau war, musste eine detaillierte Untersuchung aufzeigen.

Ich bedankte mich bei ihr - es war schließlich Sonntagabend und auch die Menschen im Tierheim kennen keine Feierabend-Zeiten im Einsatz für Tiere. Denn die Notfälle kommen nicht nach Tageszeiten oder Wochentagen - Tierschutz bedeutet 24/7 im Einsatz zu sein - man „macht“ es nicht…. man „fühlt“ es….. Mein Einsatz war hier beendet und ich fuhr mit einem tollen Gefühl in mir nach Hause, um meine unterbrochene Arbeit für meinen Mann fortzusetzen….
Alles Gute kleiner Mann!




Sonntag, 01.05.2022
Nr. 277/2022

Ein Bericht von Nela Mauermann

Es war der 1. Mai, Sonntag vor einer Woche, ungefähr 18:30 Uhr - mein Mann und ich waren gerade von einem Ausflug zurückgekehrt, als ich im Notfall-Chat die Meldung über eine tote Katze in Bietigheim las. Diese befand sich inzwischen bei der Polizei und es ging nun darum zu prüfen, ob die Fellnase gekennzeichnet war. Also setzte ich mich ins Auto und übernahm den Einsatz.

Vor Ort angekommen wurde ich bereits von einem sehr freundlichen Beamten empfangen. Er führte mich in die Polizeigarage, wo die kleine Fellnase abgelegt war. Da es dort sehr dunkel war, nahm ich das Bündelchen und brachte es nach draußen. Ich schluckte tief durch, denn es war kein schöner Anblick. Offenbar wurde die Kleine von einem Auto am Kopf getroffen. Sie war noch ganz warm, gut genährt, gepflegt und hatte unbeschreiblich weiches Fell, mir war sofort klar: sie musste einen Besitzer haben. Ich breitete unter Beobachtung des Polizisten ein Handtuch aus, nahm eine Einmalunterlage und bettete das Samtpfötchen behutsam darauf. Auch wenn die Tiere tot sind, spreche ich während meiner traurigen Arbeit mit ihnen… wer weiß wo die Seele sich gerade befindet und wer weiss schon, was zwischen Leben und Tod und danach passiert…. und durch das Reden beruhige ich mich selber…. Obwohl ich nun schon mehrere Jahre solche Einsätze fahre, sind die Totfundmeldungen nach wie vor emotional „anstrengend“…. Mit dickem Kloss im Hals unterdrücke ich durch das Sprechen mit den Tieren oft meine eigenen Tränen - jede tote Fellnase ist eine zuviel….

Der Polizist erzählte mir, dass das Tier - wie ich bereits vermutet hatte - bei einem Unfall zu Tode gekommen sei. Nicht nur bei der Polizei wurde deshalb angerufen. Auf unserem Notfalltelefon gingen zu diesem Unfall drei Anrufe ein. An jeden Melder vielen Dank für die Aufmerksamkeit. Mein Chiplesegerät zeigt leider nichts an, doch ich gab nicht nach einem Mal auf. Manchmal kann der Chip durch einen starken Aufprall verrutschen. Überall scannte ich das Samtpfötchen - ich wusste genau, hier gibt es einen Besitzer. Doch es war kein Chip zu finden. In den Ohren erkannte ich ein Tattoo, leider konnte ich dieses nicht entziffern nicht mal ansatzweise… Ich erklärte dem Polizisten, dass ich das Fellnäschen jetzt mitnehme und eine Kollegin auch nochmals wegen dem Tattoo schauen wird. Ebenso, dass wir vom Tierschutzverein „Tier-Engel unterwegs e.V.“ eine Fundmeldung in Facebook erstellen. Darüber würde es uns sehr oft gelingen, Hinweise zum Besitzer oder den Besitzer selber zu ermitteln. Als ich die Kleine behutsam in das Handtuch einschlug, kamen noch zwei Polizisten  hinzu. Diese hatten das Tier gesichert und auf die Dienststelle gebracht. Ich fragte, wann der Unfall gewesen sei und sie gaben eine ungefähre Zeit ca. um 18 Uhr an. Ich bedankte mich und wünschte allen noch einen ruhigen Dienst. Bevor ich nach Hause fuhr, brachte ich den kleinen Fellnasenengel zur fachgerechten Aufbewahrung, um im besten Falle der Besitzerermittlung dann eine Übergabe machen zu können.

Nur kurze Zeit später erstellte ich die Totfund-Meldung in Facebook in der Hoffnung, dass irgend Jemand die Fellnase erkennt, vermisst, weiß wo eine solche vermisst wird und durch die Besitzerermittlung das Samtpfötchen nach Hause darf. Die Fundmeldung teilte ich in diversen Bietigheimer Facebookgruppen. Zunächst meldet sich niemand - ich war mir sicher, es gibt jemanden, dem die Fellnase gehört! Drei Tage später am Mittwoch kam die Mitteilung, dass der Besitzer gefunden wurde und Mohrle (9) nach Hause geholt wird. Die Besitzerin selber hatte kein Facebook, war aber verzweifelt auf der Suche nach ihrer Katze und eine Nachbarin zeigte ihr dann den Facebook-Post.

Nachdem „Tier-Engel unterwegs“ - Gründerin und 1. Vorstand Marion Fleischmann ebenfalls versucht hatte, das Tattoo zu entziffern, gelang es ihr ansatzweise Zahlen herauszulesen, diese stimmten mit dem Tattoo überein, welches die Besitzerin zum Vergleich mitteilte. Auf TASSO/findefix angesprochen war die Besitzerin überrascht, dass auch Tattoos bei TASSO/findefix registriert wurden. Bisher ging sie davon aus, dass dies nur mit Mikrochips möglich sei.

Trotz der traurigen Situation war ich froh; mein Gefühl hatte mich nicht getäuscht: Mohrle wurde vermisst und konnte durch unseren Einsatz für die letzte Reise nach Hause geholt werden. Komm gut über die Regenbogenbrücke im Kreise deiner Familie - deinen Besitzern wünschen wir ganz viel Kraft, um den schmerzlichen Verlust zu bewältigen! 

Dass mich an diesem Abend noch ein weiterer Einsatz erwartete und was das war, lest Ihr oben!




Freitag, 29.04.2022
Nr. 272/2022

Am Freitag, den 29. April gegen 19.00 Uhr wurde auf unserem Notfalltelefon eine flugunfähige Taube in Ingersheim gemeldet. Die Taube hielt sich bereits seit zwei Wochen in der Gegend auf und flog von Fenster-Sims zu Sims im 3. Stock des Hauses, in dem der Melder wohnte. Teammitglied Caro war noch bei einem Tier-Engel-„Hörnchen-Einsatz“ und übernahm im Anschluss – obwohl es nicht auf ihrer Wegstrecke lag – auch diesen Folgeeinsatz.

Beim Melder angekommen stellte sich heraus, dass es sich um eine Zuchttaube handelte. Der auffällige Vogel war an beiden Füßen beringt. Der Melder, der früher selbst auch schon Tauben gezüchtet hatte, hatte schon eine ganze Zeit lang vergeblich versucht, das Tier zu sichern. Ein schwieriges Unterfangen – das war unserem Teammitglied Caro gleich klar. Die Taube war nicht wie zunächst angenommen flugunfähig. Beim Versuch sie zu keschern, flog die Taube von einem Sims zum nächsten. Vorsichtig und von Zimmer zu Zimmer laufend, versuchte Caro das Tier zu sichern. Dieses flog jedoch bei der geringsten Annäherung wieder zum anderen Sims. Letztlich brach Caro den Einsatz ab.

Sie gab dem Melder noch den Ratschlag, eine Art Kartonfalle herzurichten und es zu späterer Stunde, wenn es dunkel war, erneut zu versuchen. Eventuell hätte man eine Chance, wenn man die Taube an ihrem Schlafplatz am Sims mit einer Taschenlampe blendet und sie sich so dann doch noch einfangen lässt. Sollte dies gelingen, hielt sich unser Teammitglied Andrea an diesem Abend noch bis 22.15 Uhr und auch in den nächsten Tagen bereit, um die Taube dann in das Tierheim zu fahren. Leider ließ sich an diesem Abend nichts mehr tun und jetzt hieß es abwarten.

Caro verabschiedete sich von dem Melder und machte sich mit einigen Blessuren auf den Heimweg. Beim Versuch die Taube zu sichern und da sie rasch von Zimmer zu Zimmer laufen musste, stieß sie sich an den Möbeln und lädierte sich so leider ihr Knie. Unschön anzusehen und unangenehm zu spüren - aber so etwas passiert eben auch. Noch dazu wenn der Einsatz nicht von Erfolg gekrönt wird, ist so eine Situation natürlich unbefriedigend für uns Tierschützer.

Hoffen wir, dass das zauberhafte Täubchen noch gesichert werden kann – Zuchttauben, die nicht zu ihrem Schlag zurückfinden, haben in den seltensten Fällen eine Chance, in der Natur zu überleben. Zum einen wegen ihrer auffälligen Farben (so sind sie leichte Beute für Greifvögel) zum anderen weil sie nicht mehr regelmäßig durch ihren Menschen gefüttert werden. Sie verstehen sich nicht darauf, sich selbst zu versorgen…..




Donnerstag, 28.04.2022
Nr. 265/2022

Am Donnerstag gegen Nachmittag erreichte unser Teammitglied Tanja K. der Anruf einer Bekannten. Diese schilderte, dass sich bei ihnen im Keller ein junges Eichhörnchen befindet. Tage zuvor hatte der Hund schon ein totes Eichhörnchen im Maul gehabt und gestern wurde ein zweites erwachsenes Eichhörnchen ertrunken in ihrem Pool gefunden - von daher geht man davon aus,  dass beide Elterntiere leider verstorben sind.

Tanja fuhr zum Einsatzort und dort fand sie das gesicherte Eichhörnchenbaby bereits in einem Karton vor. Behutsam wurde das Baby in die Transportbox umgesetzt, damit man es besser begutachten konnte. Verletzungen waren auf den ersten Blick nicht zu erkennen.

Tanja war telefonisch mit unserem 2. Vorstand Caro in Kontakt. Bilder des Eichhörnchenbabys wurden weiter an eine sehr kompetente Pflegestelle in Neckarweihingen gesandt, ebenso hielt Caro telefonisch Rücksprache dort. Es handelt sich um ein ca. acht Wochen junges Eichhörnchen, welches auf jeden Fall noch für ein paar Wochen mit anderen Waisen aufgepäppelt und wenn die Zeit gekommen ist, in die freie Natur entlassen wird. Da die kontaktierte Pflegestelle leider selber voll war, wurde durch ein großartiges Netzwerk eine andere Pflegestelle in Tamm gefunden.

Die Finderin selber übernahm die Fahrt nach Tamm und brachte das Hörnchenbaby wohlbehalten hin. Vielen lieben Dank dafür!

Und dann haben wir noch die BItte für die kommende Jahreszeit: Bringt an Pools auf jeden Fall eine Ausstiegshilfe an oder deckt die Pools ab. Tipps dazu haben wir Euch bereits gegeben - hier könnt Ihr nochmals nachlesen:
https://www.facebook.com/113563563402506/posts/483631483062377/?d=n
https://www.facebook.com/Tierengelunterwegs/posts/502898657802326





Mittwoch, 27.04.2022
Nr. 264/2022

Es war am frühen Mittwoch-Abend, 27. April 2022. Teammitglied Caro bereitete sich auf ihren Feierabend vor, als Teammitglied Lizzy, die das Notfalltelefon betreute, bei ihr anrief und fragte, ob Caro gemeinsam mit ihr zu einem verletzten Schwan fahren könne. Gemeldet wurde dieser zunächst privat an Birgit aus Ditzingen. Ihr wurde vom Parzelleninhaber gemeldet, dass der verletzte Schwan seit dem Morgen in einer Schrebergartenanlage an der Enz in Untermberg in der Nähe eines Rad- und Fußwegs an der Enz sitzt und offensichtlich verletzt sei. Da Birgit bisher noch niemals einen Schwan gesichert hat, rief sie uns „Tier-Engel unterwegs e.V.“ zu Hilfe. Dies war auch gut so. Als Einzelperson einen Schwan einzufangen ist nicht so einfach, weshalb hier mindestens zwei Personen zum Einfangversuch vor Ort gehen sollten.

Obwohl Caro eigentlich andere Dinge zur Erledigung im Sinne hatte, schob sie ihre privaten Angelegenheiten wieder einmal zur Seite und verabredete sich mit Lizzy an der Einsatzörtlichkeit. Caro traf als erste ein und wurde bereits von einer Dame, der eine Parzelle des Schrebergartens gehörte, erwartet. Sie zeigte ihr den Weg zu dem verletzten Schwan, der flugunfähig an der Wand einer Gartenhütte saß. Man sah ihm an, dass es ihm nicht gut ging.

Während Caro mit Birgit im Gespräch stand, traf einige Zeit später auch Teammitglied Lizzy ein. Caro und Lizzy sicherten den Schwan mit einem großen Handtuch und wickelten ihn noch zusätzlich in ein Spannbettlaken, der um den gesamten Körper geführt wurde, ein. So präpariert und quasi als gepolstertes „Paket“ gesichert, trugen unsere beiden Teammitglieder das verletzte Tier zum PKW von Caro. Beim Sichern bemerkte Caro, dass das Kniegelenk des Vogels stark angeschwollen war.. Beide Tier-Engel verabschiedeten sich von Birgit und machten sich auf den Weg ins Tierheim.

Kurz vor der Ankunft im Tierheim auf Höhe Benningen trat plötzlich ein Junge von rechts auf die Fahrbahn um seinen kleinen Hund, der sich offenbar aus der Leine befreit hatte, von der Straße weg zu holen. Was für ein Schreck. Mit Warnblinker und langsam an das Geschehen heranfahrend, warnte Caro den umliegenden PKW-Verkehr. Dann hielt sie an und sicherte den Jungen und Hund vor dem nachfolgenden Verkehr.. Sie sah, dass der Junge versuchte, seinen Hund anzuleinen. Ganz selbstverständlich stieg sie aus und half ihm, den kleinen Ausreißer richtig an die Leine zu nehmen, damit sowas nicht mehr passieren konnte.

Nach diesem kurzen Zwischenstopp fuhr sie weiter und gab den Schwan im Tierheim Ludwigsburg ab, wo sich rasch um seine Verletzung gekümmert wurde. Er wird dort bis zu seiner Genesung bleiben. Wir wünschen ihm von Herzen alles Gute und hoffen, dass der stolze Vogel bald wieder zurück an die Enz kann.




Montag,  25.04.2022
Nr. 258/2022

Am Montag gegen 21:45h wurde Teammitglied Dagmar D. von einer Freundin über WhatsApp informiert,  dass eine tote Katze bei der ESSO-Tankstelle Leonberg, Südrandstraße gefunden wurde und diese auf das Polizeirevier Leonberg gebracht würde ( nachzulesen sei dies auch in der Leonberger Facebook-Gruppe). Dagmars Freundin wusste von der ehrenamtlichen Aktivität bei den Tier-Engeln und fragte bei Dagmar direkt, ob diese nach Chip und/oder Tätowierungen schauen könnte.

Da Dagmars Freundin auf dem Revier arbeitet, bat Dagmar sie darum, dort Bescheid zu geben, dass Jemand von den Tier-Engel vorbeikommen würde. Dagmar informierte ihre Tier-Engel-Kollegin Lizzy, die zu der Zeit das Notfallhandy betreut und machte sich auf den Weg. Auf dem Polizeirevier Leonberg wurde sie bereits erwartet. Ein netter Herr nahm Dagmars Personalien und den Grund ihres Kommens auf und teilte ihr mit, dass die Beamten vor Ort schon nach einem Chip/ Tattoo geschaut hätten. Es war weder das Eine noch das Andere vorhanden um einen evtl. Besitzer ausfindig zu machen. 

Dagmar  nahm die kleine Fellnase, ein ca. 1-jähriges Glückskatzen-Mädchen, in Empfang, bedankte und verabschiedete sich. Um ganz sicher zu gehen, dass die arme Maus definitiv nicht gekennzeichnet war, überprüfte sie das Katzenmädchen  selber nochmals auf Chip/ Tattoo, doch leider schlug auch ihr Chiplesegerät nicht an. Es macht einen immer wieder traurig, wenn ein Fellnäschen sein Leben verliert und man feststellen muss, dass es weder gechipt noch tättowiert ist. Die Besitzersuche wurde dadurch unnötig erschwert.

Das Einzige was nun noch blieb, war eine Fund-/Suchmeldung über unsere Socialmedia-Kanäle zu erstellen um einen evtl. Besitzer ausfindig zu machen. Dies wurde auch zu später Stunde noch von Teamkollegin Nela gemacht.

https://www.facebook.com/Tierengelunterwegs/posts/696184581807065

Leider hat sich bis heute niemand gemeldet, der die hübsche Samtpfote kennt…. Wir wünschen Dir eine gute Reise über die Regenbogenbrücke kleine Fellnase….

Danke an die Finder, die nicht weggeschaut haben und Danke an die Beamten vom Revier Leonberg für die Zusammenarbeit.




Sonntag,  24.04.2022
Nr. 253/2022

Am frühen Sonntagabend, den 24. April 2022 erreichte uns Tier-Engel unterwegs die Nachricht über einen verletzen Reiher in Tamm im Industriegebiet. Die Melder seien noch vor Ort und hatten unsere Notfallnummer über das Polizeirevier Ludwigsburg erhalten.

Teammitglied Caro bereitete sich gerade zum Ausgehen vor und hatte daher die Nachricht in unserer Notfallgruppe noch nicht gelesen, als Teammitglied Kate sie um kurz nach 18h direkt anrief und fragte, ob sie mit ihr den verletzen Reiher sichern könne. Da Caro gegen 18.30 Uhr abgeholt werden sollte, sagte sie Kate zu, bei der Sicherung kurz zu helfen. Auch kontaktierte sie ihrerseits ihre Freundin Anja, die sie abholen wollte, dass ein „Schlenker“ auf dem Weg zum Comedian-Event mit Bülent Ceylan notwendig wäre, um einen verletzten Reiher zu sichern. Caro´s Abholerin Anja, die auch tiererfahren ist, gab sofort ihr Einverständnis. Kate und Anja trafen dann fast zeitgleich bei Caro Zuhause ein und so fuhren sie zu dritt zum Einsatzort. Einen Reiher einzufangen erfordert üblicherweise viel „(Wo)men-power, weshalb hierfür mehrere Personen notwendig waren.

Vor Ort angekommen bot sich folgendes Bild: eine Familie mit zwei Kindern war in der Nähe des Vogels und erwartete die Tierschützer bereits. Sie berichteten, dass der Reiher flugunfähig und unkoordiniert über den Parkplatz der Wendeplatte gerobbt sei, weshalb sich die Familie hilfesuchend an die Polizei gewandt hatte, die ihrerseits unsere Notfallnummer an die Melder weitergaben. Vielen Dank dafür an dieser Stelle.

Um den Reiher nicht unnötig zu verschrecken, bat Caro die Familie, bei der Sicherung des Tieres Abstand zu wahren. Schnell kann es zu Verletzungen kommen, wenn ein Tier in Panik gerät. Vor allem der große Schnabel kann richtig böse Verletzungen verursachen. Vorsichtig näherte sich deshalb Teammitglied Kate mit Kescher und Caro mit großem Handtuch „bewaffnet“ dem verletzten Vogel. Caros Begleiterin Anja hat ebenfalls immer eine Ausrüstung dabei. So zog sie sich ihre bissfesten Handschuhe an und sicherte den Weg von hinten, um ein Ausbüxen zu verhindern. Leider misslang der 1. Einfangversuch - der Reiher versuchte ansatzweise davon zu flattern. Jetzt sah man auch eine blutende Wunde auf Brusthöhe. Der Vogel benötigte dringend fachkundige Hilfe. Der 2. Versuch gelang dann dank Kate, die den Vogel mit ihrem mitgebrachten Kescher einfing. Caro und Anja sicherten ihn mit dem Handtuch, hielten den Schnabel zu und bargen so den Reiher aus dem Kescher und setzten das große Tier in die mitgebrachte Box. Teammitglied Kate fuhr rasch mit ihm zum Tierheim Ludwigsburg wo sie bereits erwartet wurde. Caro und Anja fuhren weiter zu ihrem geplanten Comedy-Abend.

Im Tierheim wurden die Verletzungen des Reihers erstversorgt. Er hatte eine blutende Wunde an der Brust und sollte daher noch am selben Abend in die fachkundige Wildvogel-Pflegestelle zu Frau Rentschler nach Westhausen verbracht werden. Nach kurzer Rücksprache in der Notfallgruppe der Tier-Engel bot sich hierfür unser Teammitglied Lizzy an, den langen weiten Weg zu fahren. Einfache Strecke bedeutete einen Zeitaufwand von über einer Stunde…. Einen Aufschub hätte der Vogel wahrscheinlich nicht überlebt. Gegen 22.00 Uhr meldete Lizzy, dass der Reiher in die Obhut der Pflegestelle übergeben worden war. Danach machte sich Lizzy auf den nächtlichen Heimweg.

Stand heute wurde uns mitgeteilt, dass der Reiher seit gestern wieder selber frisst und es aller Voraussicht nach schaffen wird!!! Juhuuuu!!!!!

Somit kann er im Optimalfall - nach seiner Genesung - wieder in die freie Wildbahn entlassen werden kann.  Die Helfer-Kette (Melder – Polizei – Betreuung Notfallhandy – Teammitglieder – Tierheim Ludwigsburg und Wildvogel-Pflegestelle) hat an diesem Abend einmal mehr superklasse funktioniert und konnte so hoffentlich einem Wildtier eine Überlebenschance für seine Zukunft geben.

Wir Tier-Engel danken von Herzen allen beteiligten Helfern und den Meldern. Gute Besserung und hoffentlich bald wieder guten gesunden Flug!




Mittwoch, 20.04.2022
Nr. 244/2022

Es war Mittwoch, der 20.04. Teammitglied Dagmar D. prüfte wie jeden Tag, sobald die Arbeit beendet war, auf ihrem Handy den Notfallchat.

Vor kurzem erschien da die Meldung, dass in Leonberg ein Eichhörnchenbaby gefunden wurde und ob dies bitte jemand abholen und auf eine Pflegestelle bringen könne?

Für Dagmar, die in Friolzheim wohnt, natürlich keine Frage. Alles andere konnte warten. Es war ihr erster Hörncheneinsatz und freudig übernahm Dagmar den Einsatz. Fünfzehn Minuten später kam sie bei den Meldern, einem sehr netten älteren Ehepaar an, die schon auf sie warteten.

Dagmar stellte sich vor und bekam die Fundumstände des kleinen Baby-Hörnchens geschildert. Dann übergab die Tochter der Melder das kleine Fellknäuel, welches ziemlich verschüchtert in einem Körbchen saß. Vorsichtig übernahm Dagmar - wie sich später auf der Pflegestelle rausstellte - den kleinen ca. 6/7 Wochen jungen Hörnchenmann und setze ihn in die mitgebrachte kleine Box. Fürsorglich hatte Dagmar diese vorher weich gepolstert und auch eine Wärmequelle darin vorbereitet. Sie bedankte sich bei dem netten Ehepaar und verabschiedete sich.

Das Hörnchen gut und sicher im Auto untergebracht, machte sich Dagmar auf den Weg zu einer sehr erfahrenen Pflegestelle nach Ludwigsburg. Dort erwartete man die beiden bereits und an diesem Tag sollten noch weitere Eichhörnchen dort ankommen.

Vor Ort wurde der kleine Mann erstmal begutachtet und bekam auch sofort Elektrolyte, die er dankbar annahm. Denn wie sich herausstellte, war der Zwerg schon sehr dünn. Erstmal gut versorgt, taute der Kleine jedoch schnell wieder auf, aber das tollste für ihn……. er bekam eine kleine Freundin die kurze Zeit vorher ebenfalls auf die Pflegestelle kam.

Somit war klar  Hörnchen gut, alles gut  und mal ganz ehrlich:
Diese kleinen Hörnchen  haben schon einen extrem süßen Faktor, der doch jeden in einen seelischen Zuckerschock versetzt.




Sonntag, 17.04.2022
Nr. 236/2022

Entsorgt wie Müll 
Am Oster-Sonntagabend, 17. April 2022 gegen 20.30 Uhr wurde über unseren Notfallchat die Meldung von offensichtlich ausgesetzten Kaninchen in Freiberg beim Lebensmitteldiscount Aldi gemeldet. Die „Tier-Engel unterwegs“-Mitglieder Caro, Andrea und Lissy übernahmen den Einsatz und machten sich auf den Weg zum Einsatzort.

Teammitglied Caro war gerade erst aus der Dusche gekommen, da sie in unserem Tier-Engel-Lager war, Teammitglied Andrea hatte kein Auto und kam zu Fuß zum Ort und Teammitglied Lissy machte sich aus Ludwigsburg auf den Weg. Das Einfangen von Kaninchen kann sich als recht schwierig erweisen, weshalb sich gleich mehrere Teammitglieder zum Einsatz bereit erklärten.

Als Erste traf Caro mit Kescher und Transportbox am Einsatzort ein, wo dankenswerter Weise die Melderin wartete. Die beiden ausgesetzten Kaninchen waren am rückwärtigen Gebäudeteil in der Nähe des Kühlaggregates der Fa. Aldi frei hoppelnd aufzufinden - in der Nähe eine befahrene Straße. Ein Wunder, dass sie noch nicht überfahren worden waren. Es war sehr offensichtlich, was zuvor passiert sein musste bzw. mit welcher Absicht. Das Drahtgestell des ca. 140 m langen Käfigs war komplett abgenommen worden. Daneben befand sich - ebenfalls geöffnet -  eine kleinere Transportbox. Die Hintergründe des Handelns dieser Menschen, die ihre Kaninchen auf diese Weise ausgesetzt haben, kennen wir nicht - es gibt jedoch IMMER bessere Lösungen - man muss es aber auch wollen. So abgelegt wie alte Schuhe und sich selbst überlassen, ist es jedenfalls die schlechteste Art und Weise mit einem vormals geliebten Tier umzugehen.

Mit der Melderin besprach Caro die Situation. Sie selbst näherte sich dem größeren der beiden Kaninchen vorsichtig mit ihrem Kescher; die Melderin sollte sich dann in den Fluchtweg des Kaninchens stellen und ihm den Weg abschneiden, damit nicht doch noch ein Unglück an der nah gelegenen Strasse entstand. Glücklicherweise hoppelte das Tier an die Mauer unter das Kühlaggregat und war zudem recht zahm, weshalb das Einfangen rasch von statten ging. Noch während Caro das erste Kaninchen in die Transportbox setzte, traf Lissy am Einsatzort ein. Lissy schnitt dem anderen Kaninchen von vorne den Fluchtweg ab und so konnte Caro auch den zweiten Mümmler problemlos keschern und in die Transportbox setzen. Da beide Kaninchen gesichert waren, rief Lissy noch Andrea an, dass Hilfe nicht mehr benötigt wird.

Nach Sicherung der Tiere waren alle recht entsetzt über den Zustand der Tiere und vor allem des Kaninchenkäfigs selbst. Dieser war schon lange nicht mehr geputzt worden, roch und war stark volluriniert. Die Kaninchen selbst waren in bemitleidenswertem Zustand. Beide sehr stark abgemagert, fast dürr und die Krallen so lang, dass sie den Tieren sicherlich Schmerzen bereiteten. 

Dennoch konnte man davon ausgehen, dass die beiden Mümmelmänner vormals sehr geliebt worden waren - anders wäre es nicht zu erklären, dass sie beim Einfangen so zahm und zugänglich waren.

Auf dem schnellsten Weg brachte unser 2. Vereinsvorstand Caro die beiden in das Tierheim Ludwigsburg, wo sie erstversorgt wurden und in sauberer Stallumgebung zur Ruhe kommen sollten. Nach den Krallen und dem weiteren Gesundheitszustand sollte gleich am nächsten Tag geschaut werden.

Ein ganz dickes, großes Dankeschön geht an die Melderin, die nach Sichtung der Tiere die gefährliche Situation sofort erfasste, rasch nach Hause lief, ihr Handy holte und uns benachrichtigte. Sie ging zum Schutz der beiden Kaninchen auch nochmals zum Aldi-Firmengelände und trug so auch dazu bei, dass die Tier-Engel-Mitglieder den Einsatzort, der rückwärtig am Gebäude lag, schneller finden konnten.

Lissy erstattete noch am selben Tag eine Online-Anzeige bei der Polizei. Eventuell birgt auch das Bildmaterial der Videokamera auf dem Gelände Informationen, um die Verursacher zu finden. In unseren Social-Media-Kanälen wurde ein Zeugenaufruf gepostet:
https://www.facebook.com/Tierengelunterwegs/posts/691528472272676
Die „Tier-Engel unterwegs“ wünschen den beiden Mümmlern alles Gute auf ihrem weiteren Lebensweg und wir hoffen sehr, dass sie recht bald wieder ein sicheres, gutes Zuhause finden, in dem sie dauerhaft geliebt werden.




Freitag, 15.04.2022
Nr. 231/2022

Am Freitag den 15.04.2022 wurde um die Mittagszeit auf dem Notfalltelefon, welches Team-Mitglied Lissy zurzeit betreut, ein aus dem Nest gefallener Babyvogel gemeldet, der von der Melderin bereits gesichert worden war. Ein Teammitglied sollte das kleine hilflose Wesen in das Tierheim Ludwigsburg fahren. Lissy rief Tier-Engel Annabell an, die in der Nähe von Löchgau wohnt und fragte an, ob der Einsatz von ihr übernommen werden könne. Annabell war erkrankt, lag „flach“, weshalb ihr Mann Fabi aktiviert wurde (der ebenfalls Mitglied bei den Tier-Engeln unterwegs ist). Um startklar zu sein, musste er sich zuvor noch kurz umziehen. Diese Zeit nutzte Annabell und meldete den Fundvogel im Tierheim Ludwigsburg an.

Tierheimleiterin Ursel Gericke fragte nach einer Befiederung des Babyvogels und ließ sich die Fundumstände schildern. Da der Winzling ein kleines „Nackedei“ war und auch die Äuglein noch geschlossen waren, gab sie Annabell den Rat, ein Handtuchnest zu formen und das Küken darin so zu sichern, dass es während der Autofahrt aufrecht darin sitzenbleiben konnte. Damit die Körpertemperatur nicht noch weiter absinken würde - was den sicheren Tod bedeutet hätte - sollte auch als Sofortmaßnahme dringend für Wärme gesorgt werden.

Annabell bereitete das Handtuchnest (wie ihr auf den Fotos sehen könnt) vor und wärmte auch gleich einen Snuggle-Safe, den wir Tierschützer in unserer Notfallausrüstung haben (und der für ausgekühlte Tiere lebensrettend sein kann). Fabi fuhr damit zur Einsatzstelle.

Vor Ort bei der Melderin angekommen nahm Fabi das erst wenige Tage alte Spatzenküken - wie sich jetzt herausstellte - entgegen, setzte es in das vorbereitete warme Handtuchnest und fuhr auf schnellstem Wege in das Tierheim. Eine Mitarbeiterin schaute sich gleich das Küken an und war optimistisch was die weitere Pflege und Versorgung betraf. Das Spatzenküken machte einen sehr fitten Eindruck. Das kleine Wesen hatte wohl ziemlichen Hunger und sperrte die ganze Zeit über den Schnabel auf, was für gewöhnlich als gutes Zeichen gedeutet werden kann. Das von Annabell sehr gut vorbereitete Handtuchnestchen fand Anklang im Tierheim und wurde mitsamt dem Babyvogel in die Obhut des Tierheims übergeben. Wir wünschen dem Nackedei alles erdenklich Gute für seinen weiteren Lebensweg und freuen uns mit ihm, wenn seine Zeit der Auswilderung gekommen ist.

Unser Dank geht einmal mehr an das Tierheim Ludwigsburg, an die umsichtigen Melder und an unsere beiden Tier-Engel Annabell und Fabi für ihren Einsatz.




Freitag, 08.04.2022
Nr. 211/2022

Es war am Freitagabend gegen 19h, als auf dem Notfalltelefon ein Eichhörnchen gemeldet wurde, welches in einem Rolladenkasten feststecken würde - in Korntal-Münchingen…

Teammitglied Sandra war gerade vom Einkaufen zurückgekommen, sie hatte sich soeben - nass vom Regen - umgezogen, als sie die Meldung las. Unverzüglich machte sie sich auf den Weg nach Münchingen.

Beim Melder angekommen erwartete man sie schon sehnsüchtig. Das Ehepaar war in großer Sorge um das kleine Eichhörnchen und hatte schon den Rolladenkasten geöffnet. Dort zeigte sich im ersten Moment nur ein wenig rotes Fell und Sandra wusste erst gar nicht, um welches Körperteil es sich handelt. Sie konnte ihren Arm in den Kasten strecken und mit Licht ein Video aufnehmen, um sich einen ersten Überblick zu verschaffen.

Das Eichhörnchen ist vermutlich beim Runterlassen des Rollladens in die Spule gekommen und war nun dort verklemmt. Blutige Spuren zeigten, dass sich das Tier dabei verletzt haben musste. Andere Teammitglieder unseres Vereins unterstützen Sandra im Hintergrund, riefen die Feuerwehr hinzu und erinnerten sie an bissfeste Handschuhe und einen Kescher.

Als die Feuerwehr dann eintraf, stand auch diese im ersten Moment vor einer schwierigen Situation. Wie sollte man das arme Tier aus der unglücklichen Lage wieder rausholen ohne ihm noch mehr Schaden zuzufügen??? Als erstes wurde der Rolladenkasten weiter geöffnet, dann wurde überlegt, ob man eventuell von außen rankommt. Leider war da nichts zu machen. Also wurde das halbe Wohnzimmer der tierlieben Melder umgebaut, um ausreichend Platz für 4 Mann der Feuerwehr zu schaffen. Durch die erweiterte Öffnung des Rolladenkastens konnte einer der Männer nun das Tier packen und bestmöglich von der Spule weghalten. Ein anderer Feuerwehrmann half mit Licht, ein weiterer demontierte den Gurt und wiederum ein anderer hat den Gurt dann langsam von der Spule gewickelt, bis das Eichhörnchen befreit werden konnte.

Das arme Tier war inzwischen in Schockstarre verfallen was ihm half, die Situation zu überstehen. So konnte es problemlos von Teammitglied Sandra in die bereitstehende Box gelegt werden. Sie bedankte sich bei allen Beteiligten und machte sich schnell auf den Weg zurück zum Auto. „Tier-Engel unterwegs“-Gründerin Marion war zwischenzeitlich schon dabei, einen Tierarzt ausfindig zu machen, der uns auch außerhalb der Öffnungszeiten empfangen würde. Wie so oft zu nächtlichen Zeiten half auch in diesem Falle unsere Kooperationspartnerin und Tierärztin Frau Hoffmann-Füsser. Während der Fahrt dorthin kam auch schon wieder Leben in den kleinen Patienten und die Transportbox wurde auf mögliche Fluchtwege hin gründlichst inspiziert.

Erst beim Tierarzt offenbarte sich dann die ganze Verletzung des Eichhörnchens. Das rechte Hinterbein war gebrochen und das Tierchen hatte leider gar kein Gefühl mehr im Beinchen. Das Tierchen wurde mit Antibiotika und Schmerzmitteln versorgt und man besprach mit Eichhörnchenerfahrenen Pflegern das weitere Vorgehen. Eine Amputation wurde ausgeschlossen. Dies würde für die spring- und kletterfreudigen Tiere eine zu große Einschränkung bedeuten. Selbst in einer gesicherten Pflegestelle würden sie aus Erfahrung heraus nicht glücklich werden.

Die einzige Möglichkeit auf Rettung für das Tier wäre, wenn das Gefühl im Beinchen zurückkommen und der Bruch gerichtet werden könnte. So beschloss man bis zum nächsten Morgen zu warten und hoffte auf ein großes Wunder für das kleine Hörnchen. Leider zeigte sich am nächsten Morgen, dass ein Richten des Beinchens aufgrund eines Splitterbruches leider unmöglich war, weshalb man sich schweren Herzens entschloss, das kleine Hörnchen sanft über die Regenbogenbrücke zu schicken.

Gute Reise kleines Hörnchen - viele Menschen haben versucht, dir zu helfen, wofür wir uns bei allen Beteiligten - die Melder, die Feuerwehr, Frau Hoffmann-Füsser und unsere beteiligten Teammitglieder - herzlich bedanken!




Freitag, 08.04.2022
Nr. 209/2022

Als am Freitag gegen 14.45 Uhr eine verletzte und flugunfähige Taube in Leonberg gemeldet wurde, die bereits sehr sehr schwach sei, erklärte sich Teammitglied Vicky sofort bereit, loszufahren.

Bei der Melderin angekommen, erfuhr Vicky, dass die Taube bereits am Vortag gefunden wurde und die Melderin diese zu sich genommen hat. Sie versuchte zunächst, sie selbst zu versorgen. Vicky bekam einen kleinen Herzinfarkt, als sie die Banane bei der Taube sah und das kaum noch lebensfähige Tier…. Die Dame hatte leider keinerlei Erfahrungen mit Tauben.

Vicky nahm sich noch kurz Zeit und erklärte der Frau, wie man am besten schnell handelt und was zu tun ist, wenn man eine Taube und generell ein verletztes Tier findet. Mehr Zeit wollte sie auch nicht dort verbringen - das Täubchen musste mehr als eilig tierärztlich versorgt werden - Vicky rief ihre Tierärztin an und hoffte bis zum Eintreffen, dass es nicht zu spät sei….

Leider war die Taube so schwer verletzt und auch ihre Atmung war so schwach, dass man sie nur noch erlösen konnte. Traurig wünschte Vicky dem Täubchen eine gute Reise und dachte: “Jetzt kannst du wieder unbeschwert fliegen…" 

Betroffen fuhr Vicky heim… Bei sofortiger Hilfe durch kompetente Menschen hätte es vielleicht noch eine Chance für die Taube geben können - hier war gutgemeinte Hilfe durch Unkenntnis kontraproduktiv…. Unsere Bitte: Bitte experimentiert nicht mit Lebewesen, die in Not sind - wenn Ihr unsicher seid, ruft uns an, ruft einen Tierarzt an, im Tierheim - gern sind wir und auch andere erfahrene Menschen für Euch da!




Dienstag, 05.04.2022 
Nr. 202/2022

Als am Dienstag auf dem Notfalltelefon ein schwaches Eichhörnchenjunges in Remseck gemeldet wurde, hat sich Teammitglied Tanja schnell auf den Weg gemacht. Da sie selber in Remseck wohnt, konnte sie auch zügig beim Melder sein.

Dieser hatte das Eichhörnchen nach telefonischer Anweisung bereits in ein Handtuch und auf ein Wärmekissen gelegt. Tanja übernahm das winzige Hörnchen und bettete es ebenfalls auf ein Wärmekissen. Rasch fuhr sie mit der nicht mal Handvoll Baby zur Erstversorgung zum Tierarzt ins Tierheim Ludwigsburg.

Dort angekommen wurde Tanja mitsamt dem Minihörnchen von Tierheimleiterin Ursel Gericke in Empfang genommen. Es gab keine Verletzungen, doch das Kleine war sehr schwach.

Der Melder teilte Tanja mit, dass er die Gegend sehr gründlich abgesucht hatte, aber nirgends einen Eichhörnchen-Kobel entdecken konnte, ebenso war keine Mutter in der Nähe zu sehen. Da das Kleine soooo winzig war, hat er es gesichert. Dafür vielen Dank - das war die Rettung für das Baby-Hörnchen!

Es kam vom Tierheim dann auf eine kompetente Pflegestelle, wo es sich wunderbar erholt und ganz viel Liebe und Zuwendung erhält. Gemeinsam mit anderen Hörnchenbabys darf es dort bleiben, bis es dann selbstständig ist und ausgewildert werden kann.




Montag, 04.04.2022 |
Nr. 199/2022

In der Notfallgruppe wurde am Montag, den 4. April 2022 am Nachmittag ein verletzter Schwan mit gebrochenem Flügel in der Gartenanlage am Monrepos gemeldet. Das mit unserem Verein kooperierende Tierheim Ludwigsburg hatte um unsere Unterstützung gebeten und dem Melder hierfür die Notfallnummer der Tier-Engel unterwegs genannt.

Die Teammitglieder Tanja und Franziska (diesmal in Begleitung ihres Bruders) sagten die Übernahme des Einsatzes zu und fuhren zum Auffindeort. Fast zeitgleich trafen sie in der umzäunten Schrebergartenanlage ein, wo sie der Melder bereits erwartete und ihnen Einlass gewährte. Im hinteren Bereich der weitläufigen Anlage konnten sie das verletzte Tier dann auch sehen.

Es war kein Schwan sondern eine Wildgans, deren Flügel offensichtlich gebrochen war und dem armen Tier schlaff vom Körper hing. Es war schnell klar, dass man der Gans rasch helfen musste. Vorsichtig und zu viert (da der Melder dankenswerter Weise ebenfalls zur Sicherung beitrug) näherten sie sich dem verletzten Vogel. Nach einigem hin und her hatte schlussendlich Tier-Engel Franzi Glück und konnte die behutsam in die Ecke eines Häuschens getriebene Gans mit ihrem bereit gehaltenen Leinentuch sichern und dieses über die Gans werfen. Ihr Bruder kam ihr dabei rasch zu Hilfe und gemeinsam konnten sie das Tier schnell in die mitgebrachte Box setzen. Hilfreich bei einer Vogelsicherung ist das Bedecken der Augen. So gesichert sehen die Tiere nichts mehr und beruhigen sich relativ rasch.
Die Tierärztin des Tierheims Ludwigsburg war bei Einsatzende nicht mehr greifbar und Franzi sollte deshalb in die Tierklinik Ludwigsburg fahren

In der Tierklinik wäre das Tier in das Regenbogenland gegangen. Einerseits verständlich, da es dort keine Möglichkeit der Pflege oder entsprechende Päppelstellen gibt. Andererseits lassen wir Tierschützer nichts unversucht, um einem verletzten Wildtier doch noch eine Chance zu geben, zu Gesunden und nach erfolgreicher Genesung wieder ein Leben in der Natur zu genießen. Es klappt nicht immer – oftmals sind die Verletzungen wirklich zu schwer. Um dies sachlich und überlegt abzuklären, ist in jedem Fall ein vogelkundlicher Tierarzt nötig.

Tanja und Franziska hielten deshalb Rücksprache mit unserer Vereinsvorsitzenden und „Tier-Engel unterwegs-Gründerin“ Marion und unserer 2. Vorsitzenden Caro, wie man dem verletzten Wildtier doch noch helfen könnte. Es wurden alle Hebel in Bewegung gesetzt und Anrufe im Hintergrund des laufenden Einsatzes getätigt. Noch während Franzi auf der Fahrt in die Tierklinik Ludwigsburg war, erreichte sie der rettende Anruf - eine über unser große Netzwerk gefundene Wildvogelstelle würde die Gans übernehmen.

Die flügelverletzte Gans konnte auf diese Wildvogelpflegestelle verbracht werden, die mit dem Tier dann auch zu einem mit ihrem Verein kooperierenden vogelkundigen Tierarzt gehen würde. Um die Zeit bis dahin zu überbrücken, wurde der Graugans bei Tier-Engel Franzi, die selbst Hühner und Enten hält, im Warmen und gut geschützt ein kurzer Aufenthalt geboten. Auch die Fahrt zur Wildvogelpflegestelle übernahm Franzi. Zwischenzeitlich war dann auch noch ein verletzter Graureiher in Backnang gemeldet worden, der ebenfalls zu dieser Pflegestelle sollte.

Teammitglied Franzi übernahm ganz selbstverständlich auch diesen Einsatz und verbrachte beide Vögel in die Obhut der Pflegestelle. Fr. Rentschler war bei Begutachtung der Gans vorsichtig optimistisch, da wohl auf den ersten Blick keine Gelenke am Flügel verletzt waren.
Unser Verein erhielt kurze Zeit später die Nachricht, dass der Graugans tatsächlich geholfen werden kann und sie nach der Zeit der Genesung wieder ausgewildert werden könne. In der Pflegestation hat es sogar eine weitere Graugans. Beide können dann gemeinsam genesen. Auch der Graureiher wurde erfolgreich operiert und bekam ein Implantat eingesetzt

Wir freuen uns „wie Bolle“ über diesen glücklichen Ausgang des Einsatzes – allen voran Tier-Engel Franziska – die für die Rettung der beiden Tiere „eine halbe Weltreise“ an gefahrenen Kilometern unternommen hat und Tier-Engel Tanja, die bei der Sicherung „des vermeintlichen Schwanes“ mitgeholfen hat und hartnäckig bei der Frage war, ob man nicht eine Pflegestelle finden könnte, anstatt gleich in die Klinik zu fahren…..
Alles richtig gemacht – chapeaux.
Beiden Wildtieren wünschen wir eine rasche Genesung – und freuen uns weiterhin, dass die beiden eine Chance bekommen haben und weiterleben dürfen.




Montag, 04.04.2022 |
Nr. 198/2022

Am Montag gegen 11 Uhr wurde uns eine geschwächte Waldohreule zwischen Freudental und Hohenhaslach gemeldet.

Teammitglied Lizzy war gerade dabei, Oma Lotte fürs Duschen vorzubereiten, als sie die Meldung im Notfallchat las. Lizzy betreut Oma Lotte, da diese unter Demenz leidet und auf Hilfe angewiesen ist. Sie gab Bescheid, dass sie den Einsatz übernehmen kann, nur noch alles für Oma Lotte fertig machen würde.

Lizzy war von Anfang an klar, dass es alleine eventuell schwierig werden könnte, die Eule zu sichern, also fragte sie kurzerhand ihre Nachbarin, die zufällig im Garten stand, ob diese Lust und Zeit hätte, mitzukommen und zu helfen.

Ein spontanes „Ja“ und beide fuhren zum Meldeort, der an Schnellstraße zwischen Freudental und Hohenhaslach lag. Nach langem Suchen im Grünstreifen haben die Zwei die Waldohreule gefunden. Allerdings war Vorsicht geboten. Die Sorge war nun, dass das Tier vielleicht vor Angst oder Panik direkt vor oder in ein Auto flattern würde, also warteten Lizzy und ihre Nachbarin immer, bis die Straße leer war, bevor sie einen Sicherungsversuch starteten. Das erste Mal war die Eule schneller und hüpfte ein paar Meter weiter, also näherten sich die Helfer wieder vorsichtig.

Als ein LKW vorbei rauschte. flatterte das Tier wieder los. Beide Frauen standen wie Salzsäulen da und ihnen rutschte das Herz in die Hose, doch zum Glück flatterte die Eule direkt ins Gebüsch, wo sie dann auch mit dem Kescher gefangen werden konnte. Sie schimpfte etwas, aber arg viel Gegenwehr brachte sie nicht entgegen.

Die beiden Frauen liefen schnell zurück zum Auto und setzten die gesicherte Waldohreule in die Softbox um, um dann schnellstmöglich ins Tierheim zu fahren. Am Auto angekommen pochten die Herzen der beiden immer noch vor lauter Aufregung und der permanenten Gefahr für das Tier durch den vorbeirauschendem Verkehr. Aber mit viel Besonnenheit und Geduld haben sie es zum Glück geschafft, die Eule zu sichern.

Im Tierheim angekommen wurde das wunderschöne Tier untersucht - den beiden Frauen wurde mitgeteilt, dass es sich vermutlich um ein Anflugtrauma handelt. Die Eule wird beobachtet und je nach Zustand darf sie schon bald wieder in die freie Wildbahn. Rasche Genesung!




 Sonntag, 03.04.2022 |
Nr. 195/2022

Tier-Engel Tanja las am Sonntag gegen Nachmittag in unserer Notfallgruppe die Meldung einer Fellnase, die wohl seit 4 Stunden frierend auf einer Terrasse in Ludwigsburg-Ost sitzen und nicht mehr weggehen wolle. Die Melderin machte sich große Sorgen und so ließ sie die Katze in ihre Wohnung. Nachdem sie sich mit ihrem Hilfeersuchen zuerst an das Tierheim Ludwigsburg gewandt hatte, gaben die Mitarbeiter ihr die Notfallnummer unseres Tierschutz-vereins weiter. Zum einen sollte für die Besitzerermittlung nach einer Kennzeichnung geschaut werden und zum anderen sollte nachgesehen werden, ob der Katze gesundheitlich etwas fehlen würde. Teammitglied Tanja übernahm den Einsatz und fuhr zur Adresse der Melderin. Vor Ort angekommen strich sie mit ihrem Chiplesegerät mehrmals über die nette kleine Fellnase - leider zeigte das Gerät Tanja keine Registrierung an und bedauerlicherweise war auch keine Tätowierung vorhanden. Augenscheinlich war es ein weibliches Jungtier, das zwar etwas mager erschien, aber vom Gesamteindruck her sehr gepflegt wirkte.

Im weiteren Gespräch mit der Melderin wurde aufgrund des guten Pflegezustandes erst einmal beschlossen, der Katze ein Papierhalsband mit unserer Notfalltelefonnummer umzumachen und sie wieder hinaus zu lassen. Da es noch früh am Nachmittag war, sollte so noch einige Zeit abgewartet werden - eventuell würde die kleine Fellnase nach der Aufwärmphase auch wieder zurück in ihr Zuhause laufen.

Sollte sie jedoch bis zum Abend immer noch auf der Terrasse sitzen, erklärte sich die Melderin sofort dazu bereit, sie dann selbst in das Tierheim Ludwigsburg zu bringen. Über Nacht sollte das kleine Wesen auf keinen Fall ohne Schutz sein, weshalb diese Vorgehensweise zu diesem Zeitpunkt am geeignetsten erschien. Parallel wurde - wie immer in solchen Fällen - eine Fundtiermeldung durch Teammitglied Nela erstellt, um eventuell so doch noch die Besitzer der Katze zu ermitteln und ihr den Aufenthalt im Tierheim zu ersparen.

https://www.facebook.com/Tierengelunterwegs/posts/682314906527366

Tatsächlich stellte die Melderin am Abend fest, dass sich die Jungkatze immer noch auf ihrer Terrasse aufhielt, so dass sie das Samtpfötchen in das Tierheim Ludwigsburg brachte.

Wir Tier-Engel unterwegs hoffen sehr, dass sich die Besitzer der kleinen Fellnase finden und sie doch wieder in ihr Zuhause zurückkehren kann.

Als Tierschützer werden wir nicht müde unsere Bitte immer und immer wieder zu wiederholen: lasst doch bitte eure Tiere kennzeichnen UND registrieren.

Oder um es mal drastisch darzustellen: in jedem eurer Geldbeutel lassen sich normalerweise Besitzerdaten finden…… warum dann nicht an eurem geliebten Haustier???

Einfach mal darüber nachdenken und bitte konsequenterweise auch danach handeln….. das erspart den Tieren viel Stress, welcher der ungewohnte Aufenthalt im Tierheim zB definitiv bedeutet.




Sonntag, 03.04.2022 |
Nr. 194/2022

Am Sonntag gegen 10.45h erschien im Notfallchat die Meldung über eine verletzte Taube auf einem Spielplatz in Hoheneck. Teammitglied Andrea stand mit nassen Haaren im Bad, als sie die Meldung las.Sie gab Bescheid, den Einsatz zu fahren. Da hieß es nun schnell Haare fönen und los. In Hoheneck angekommen war Andrea froh, dass Passanten bei der Taube waren und ihr das Versteck zeigten. Nur mit der Beschreibung aus der Notfallmeldung hätte Andrea das Tier vermutlich nicht gefunden.

Da die Taube leider absolut flugunfähig war, konnte Andrea das Tier sehr schnell sichern. Behutsam setzte sie das Täubchen in die Softbox, wo bereits ein Handtuchnest vorbereitet war. Sogleich bedankte sie sich bei den hilfsbereiten Passanten und machte sich auf den Weg ins Tierheim.

In diesem Falle konnte das Tier schnell mit Hilfe von Passanten gefunden werden, umso wichtiger ist bei einer Notfallmeldung eine genaue Standortbeschreibung. Gern sendet uns bei einer Notfallmeldung den Standort über euer Smartphone. Kostbare Zeit kann so zugunsten des verletzten Tieres gespart werden.

Unser Dank geht an den Melder und natürlich auch an das mit uns so großartig kooperierende Tierheim Ludwigsburg. Gute Genesung kleine Taube – wir wünschen dir - für deine oftmals nicht so leichte Zukunft als Stadttaube - alles erdenklich Gute.




Samstag, 02.04.2022 |
Nr. 192/2022

Am Samstag den 2. April 2022 gegen 14 Uhr wurde uns auf dem Notfalltelefon eine Katze gemeldet, die seit geraumer Zeit auf dem Balkon der Melderin zitternd und maunzend vor der Türe sitzen würde. Unser Tier-Engel unterwegs-Verein wurde um Chip-Auslesung zu Hilfe gerufen, um so im besten Fall die Besitzer zu ermitteln. Tier-Engel Lisa fuhr mit ihrem Freund zum Einsatzort. Ihr Navi leitete sie zunächst leider in die Irre. Durch eine Anwohnerin, die die beiden Teammitglieder suchend umherfahren sah, konnte den beiden geholfen werden.

Am Einsatzort angekommen, erwartete die Familie der Melderin Lisa bereits und hatte die frierende Fellnase zwischenzeitlich in ihre Wohnung gelassen. Da sich die kleine Tochter der Familie etwas ängstigte, war die Fellnase zur Eigensicherung unter einen Korb gesetzt worden. Lisa hob vorsichtig den Korb an und beruhigte die ängstliche Katze mit ein paar Streicheleinheiten. Sie war sehr zutraulich und so konnte Lisa mit ihrem Chiplesegerät die Katze auf eine Kennung hin untersuchen. Leider ohne Erfolg - wieder einmal eine ungechipte, unregistrierte Fellnase. Auch ein Tattoo war nicht zu erkennen. Bei der weiteren in Augenscheinnahme fiel Lisa und ihrem Freund dennoch etwas Ungewöhnliches auf. Das Fell war an einigen Stellen wie abgeschoren bzw. liess ein Muster erkennen. Verletzungen hatte das Samtpfötchen jedoch keine - bei den zu diesem Zeitpunkt vorherrschenden Temperaturen konnte man sie allerdings so geschoren nicht wieder hinauslassen. Tier-Engel Lisa setzte die Fellnase deshalb in ihre mitgebrachte Box und so blieb - ohne eine Besitzerermittlung - leider nur die Fahrt in das Tierheim Ludwigsburg. Unsere Teammitglieder verabschiedeten sich von der freundlichen Familie, die auch schon in der Nachbarschaft geklingelt hatte, um zu erfragen, ob die Katze in der Gegend vermisst wurde. Jedoch war am vermuteten Wohnort der Katze im Nachbarhaus niemand zu Hause. Vielen Dank an die Melder für so viel Eigeninitiative.

Nachdem Lisa und ihr Freund die Fellnase im Tierheim abgegeben hatten, war der Einsatz für sie beendet. 

Am Abend konnten die Besitzer ermittelt werden. Es stellte sich heraus, dass der Kater tatsächlich zu einem der Nachbarhäuser gehörte, wie die Melder es vermutet hatten. Der Sohn der Familie hatte sich der "Fellzeichnung" der Katze angekommen. Unschön - aber so etwas passiert leider....... Kinder schneiden auch ihren Barbie-Puppen die Haare ab - in diesem unglücklichen Fall musste nun bedauerlicherweise die Hauskatze Fell lassen. Das erklärte dann auch, warum sich der Kater bei der Sicherung etwas ängstlich gab. Für das Tier sicher ein sehr unangenehmes Erlebnis.

Wir Tier-Engel wünschen dem Kater für die Zukunft "keine" Frisur mehr und hoffen sehr, dass er sich davon recht schnell erholt.




Mittwoch, 30.03.2022 |
Nr. 189/2022

Jacky und Tier-Engel-Detektivin Kate

Am Mittwoch, den 30. März um kurz vor halb zehn Uhr abends erschien in unserem Notfallchat die Meldung einer zugelaufenen Katze in Ingersheim. Ein Teammitglied sollte zur Melderin fahren und die Katze zwecks Besitzerermittlung auf eine Kennung hin untersuchen. Teammitglied Kate übernahm diesen nächtlichen Einsatz. Vor Ort angekommen ließ sie sich die Fundumstände schildern.

Die Fellnase war in der Nähe des Hauses der Melderin auf der Straße herumgestromert und der Melderin schließlich hinterher gelaufen. Lautstark maunzend beklagte sich das Samtpfötchen, so dass die Melderin beschloss, sie in ihre Wohnung zu lassen. Sofort fühlte sich die Fellnase sehr wohl und beruhigte sich.

Kate zückte ihr mitgebrachtes Chiplesegerät und tatsächlich war die Fellnase gechipt. Mit der Kennung rief Kate bei Tasso an und bekam die Auskunft, dass es sich um den Kater „Jacky“ handele. Jacky war wohl seit 2018 im Haustierregister als vermisst gemeldet. Verwundert schaute sich Kate die Fellnase nochmals genauer an. Sie war gepflegt und wohlgenährt, hatte keine Verletzungen und musste daher von irgendjemanden versorgt werden und auch ein Heim haben.

Bei Tasso lag eine Datenfreigabe vor. Die Mitarbeiterin von Tasso und Kate vermuteten, dass die damalige Verlustmeldung eventuell nicht mehr zurückgenommen wurde. Die Besitzeradresse befand sich keine drei Autominuten entfernt. Kurz entschlossen fuhr Kate die gemeldete Adresse an. Es war 22.00 Uhr als ihr ein junger Mann recht verdutzt die Türe öffnete. Kate stellte sich vor und erklärte den Grund der späten Störung. Da der junge Mann keine Katze vermisste, klingelten sie den Mieter der oberen Wohnung ebenfalls heraus. Im Gespräch mit diesem stellte sich heraus, dass Kater Jacky Freigänger war, das ganze Gebiet abstromerte und ihm und seiner ehemaligen Lebensgefährtin gehörte, die ebenfalls noch in Ingersheim wohnt. Wie das bei Trennungen so ist ….. Jacky wohnte also bei der ehemaligen Lebensgefährtin des Mannes und zwar eine Straße von der Adresse der Melder entfernt. Soweit so gut. Tier-Engel Kate bedankte sich bei den beiden jungen Männern und steuerte nun die Adresse der Besitzerin an. Leider öffnete ihr dort niemand die Türe.

Nach Rücksprache mit Caro, unserem 2. Vorstand der Tier-Engel unterwegs, wurde daraufhin beschlossen, die Fellnase vor Ort wieder hinauszulassen. Gesagt getan – die Halterin sollte am nächsten Tag von uns kontaktiert werden, um sie zu bitten, ihre Fellnase bei Tasso mit den richtigen Adressdaten zu melden und die Fundmeldung aus 2018 zurückzunehmen. Die Besitzerin kam Kate allerdings zuvor. Sie meldete sich am nächsten Morgen bei ihr und versprach, die Daten zu aktualisieren. Somit wäre auch die geradezu detektivische Arbeit unserer Kate bei einer erneuten Auffindung rascher zu bewerkstelligen.

Liebe Leser: Bitte immer daran denken, die Halterangaben bei Tasso auf dem aktuellen Stand zu halten – um so im Fall der Fälle Mensch und Tier rasch zu helfen und dem Tier z.B. einen Aufenthalt im Tierheim zu ersparen.




Montag, 28.03.2022 |
Nr. 182/2022

Auf dem Notfalltelefon ging am Montagmorgen, den 28.03.2022 eine Meldung ein, wonach eine offensichtlich hilfebedürftige Taube in einem Garten in Ludwigsburg gestrandet sei. Sie sitze da schon seit zwei Tagen. „Tier-Engel unterwegs“-Gründerin Marion machte sich auf den Weg zur angegebenen Adresse. Leider war die Taube zu diesem Zeitpunkt nicht mehr auffindbar, weshalb der Einsatz erst einmal abgebrochen wurde. Gegen Abend desselben Tages kontaktierte uns der Melder ein zweites Mal. Die Taube sei nun wieder in seinem Garten.
Team-Mitglied und Feuerwehrfrau Birgit war gerade von ihrem zweiten Ehrenamtseinsatz (einer Feuerwehrübung) zurück zu Hause, zog sich noch schnell um und fuhr umgehend zur Einsatzstelle  nach Ludwigsburg-Oßweil. Was soll man dazu sagen? Frauenpower eben.

Vor Ort angekommen, saß die Taube dort auf einem Holzstapel - offensichtlich ein Jungtier. Vorsichtig näherte sich Birgit dem Täubchen und konnte sie auch ohne große Probleme mit ihrem mitgebrachten Kescher einfangen. Sie setzte den Vogel in die Softtransportbox und meldete sich kurz noch telefonisch im Tierheim Ludwigsburg an.

Eine Anmerkung dazu:
Warum „Soft“-Transportbox ? mögen sich vielleicht einige LeserInnen unserer Berichte mit Vogel-Einsatz oftmals fragen…  Hier die Erklärung: in einer Hartplastik-Transportbox könnten unsere gefiederten Freunde Schaden an ihrem Federkleid nehmen. Oftmals sind die Tiere aufgeregt und flattern unkontrolliert oder gar panisch in der Box herum. Um Gefiederschäden von einem eh schon verletzten Tier fern zu halten, verwenden wir Tier-Engel unterwegs bei Vogel-Einsätzen generell eine Softtransportbox. In diesem weicheren Behältnis kann ein Vogel so schonend wie möglich transportiert werden.

Durch die Meldung am Morgen war das Tierheim Ludwigsburg bereits vorinformiert und so gab Birgit gegen 22.00 Uhr die Jungtaube im Tierheim ab und fuhr zurück nach Hause.
Wir „Tier-Engel unterwegs“ hoffen sehr, dass man der kleinen Taube helfen und sie alsbald wieder ausgewildert werden kann. Unser Dank geht an die umsichtige Melderin und natürlich auch an das mit uns so hervorragend kooperierende Tierheim Ludwigsburg.

Gute Genesung kleine Taube – wir wünschen dir - für deine oftmals nicht so leichte Zukunft als Stadttaube - alles erdenklich Gute.




Sonntag, 27.03.2022 |
Nr. 178/2022

Am Sonntag den 27. März um die Mittagszeit meldete eine Frau auf unserem Tier-Engel unterwegs-Notfalltelefon am Monrepos ein schwaches Hasenjunges, das sie bereits gesichert hatte.
Teammitglied Franzi übernahm den Einsatz und fuhr zur Örtlichkeit am Monrepos. Da sie die Melderin auf Anhieb nicht auffand, hielt sie Rücksprache mit Teammitglied Lissy, die zu dieser Zeit das Notfalltelefon betreute. Franzi wollte sich nochmals rückversichern, wo genau sich der Standort der Melderin befand.

Kurz darauf erhielt Franzi die Nachricht, dass das Hasenjunge bereits auf ihrer Anfahrt zum Einsatzort leider verstorben war. Franzi ließ es sich nicht nehmen und suchte die Melderin trotz der traurigen Nachricht auf und warf einen Blick auf das Fellbündelchen. Nach kurzem Gespräch der beiden Frauen, nahm Teammitglied Franziska das viel zu früh verstorbene Feldhasenbaby mit zu sich nach Hause. Gemeinsam mit ihrem stets hilfsbereiten Papa - der inzwischen ganz offiziell als Ehrenmitglied in unseren Verein aufgenommen wurde - haben die beiden das Hasenbaby würdig beerdigt - wenigstens die Tierkadaverstelle wurde ihm so noch erspart – vielen Dank dafür „Team Franzi&Papa - Tier-Engel“.
RIP kleiner Hase - wir wünschen dir eine gute Reise ins Regenbogenland. 🖤🌈




Donnerstag, 24.03.2022 |
Nr. 171/2022

Tier-Engel Franzi hatte gerade ihren Besuch verabschiedet, als sie am Donnerstag die Meldung über einen verletzten Rabenvogel zwischen Löchgau und Besigheim in unserer Notfallgruppe las. Das verletzte Tier sollte in das mit unserem Verein kooperierende Tierheim Ludwigsburg gebracht werden, um ihm schnellstmöglich zu helfen. Kurzerhand fuhr Franzi mit ihrem Ausrüstungsequipment den Einsatzort an. Dem mit übersandten Foto nach zu urteilen war der Vogel bereits sehr schwach und sie ahnte nichts Gutes.

Vor Ort angekommen fand sie den Vogel liegend und halb zur Seite gekippt vor. Es war offensichtlich, dass das Tier dringend Hilfe benötigte, womöglich war dem Geschehen auch ein Greifvogelangriff voraus gegangen? Es sah augenscheinlich nicht danach aus, als ob noch viel Leben in dem Tier stecken würde. Franzi näherte sich vorsichtig dem Vogel und wollte ihn gerade aufnehmen, als dieser all seine Energie bündelte und einige Meter weit davon flatterte. Ein paar Meter weiter setzte er sich jedoch sofort wieder ab. Irgendetwas stimmte nicht mit ihm, nahe am Auge sah es nach einer Verletzung aus. Franzi war nach dieser Reaktion klar, dass sie alleine nichts ausrichten konnte. Um weiteren Stress durch das Einfangen zu vermeiden, bat sie um weitere Hilfe -die Teammitglieder Sandra und Kate kamen noch hinzu. Zu dritt gelang es den Tier-Engeln schlussendlich, den Rabenvogel, der immer wieder einige Meter zu fliehen versuchte, mit den mitgebrachten Keschern einzufangen und in eine Softbox zu setzen.

Leider wissen die Tiere ja nicht, das wir ihnen „nur“ helfen wollen ……und so ist der Fluchtreflex von Natur aus gegeben.
Tier-Engel Franzi fuhr auf schnellstem Wege in das Tierheim Ludwigsburg, wo sie sich zuvor bereits telefonisch angemeldet hatte. Tierheimleiterin Ursel Gericke sah sich das geschwächte Tier sofort an und untersuchte ihn auf etwaige Verletzungen. Sie stellte eine wohl schon ältere tiefe Wunde nah am Schnabelansatz fest - aufgrund dessen wurde vermutet, dass das Tier schwächt war und so einem Greifvogelangriff zum Opfer fiel….es gab nur noch eine Form der Hilfe: den schönen Rabenvogel von seinem Leid zu erlösen…..

Fly Free Krabat - jetzt hast du keine Schmerzen mehr und kannst deine Kreise im Krähenhimmel weiter ziehen. 🌈🖤🌈🖤 Danke an unsere Teammitglieder Franzi, Sandra und Kate und an das Tierheim Ludwigsburg, ohne deren Einsatz der Vogel sicherlich noch eine lange, schwere Zeit des Gehens vor sich gehabt hätte.




Mittwoch, 23.03.2022 |
Nr. 168/2022

Es war am Mittwoch Abend gegen 21.30h, als im Notfallchat die Meldung einer toten Katze in Ditzingen auf dem Gehweg eingestellt wurde. Da wir Tier-Engel immer im Einsatz sind, egal wie spät es ist, gab Teammitglied Dagmar D. aus Friolzheim Bescheid, den Einsatz zu übernehmen.

Nach einer kurzen Fahrt über die Autobahn und ein paar Meter über die B295 sah Dagmar dann auch schon links der Straße etwas Schwarzes auf dem Gehweg liegen. Auch dieses Mal überkam sie dieses traurige Gefühl, daß wieder ein Fellnäschen sein Leben lassen mußte.

Sie parkte ihr Auto auf dem Parkplatz einer dort ansässigen Firma, nahm ein großes Handtuch, um das Fellnäschen einzuwickeln und das Chiplesegerät, um eine eventuelle Kennung festzustellen.
Beim Näherkommen dachte Dagmar noch „das sieht nicht gut aus .“ Es war auch ziemlich dunkel um die Zeit….Am gemeldeten Ort angekommen, stellte sie dann erleichtert fest, dass es zum Glück „nur“ eine verlorene schwarze Jacke war.  🧥🧥🧥

Erleichtert darüber gab Dagmar eine Rückmeldung in den Notfallchat und beendete den Einsatz. Erleichterung, dass es sich nicht um ein Samtpfötchen handelte, kam auch bei den anderen Teammitgliedern auf - gleichzeitig erinnerten sich alle daran, dass Dagmar am 20.04.2021 bereits schon einmal zu einem Einsatz mit einer toten Katze gerufen wurde, welche sich dann als Pelzkragen entpuppte. Hier geht es zu dem damaligen Einsatz:
https://www.facebook.com/Tierengelunterwegs/posts/467719351320257

Dagmar selber meinte diesmal scherzhaft: „Im Einsatz mal wieder auf der Jagd nach Klamotten. 😆 Besser so als dass ein Leben viel zu früh enden musste…..“🙏




Dienstag, 22.03.2022 |
Nr. 165/2022

Fundhund Nummer 2 an diesem Tag

Nachdem "Tier-Engel unterwegs"-Gründerin Marion bereits am Morgen zu einem Fundhund in Bietigheim gerufen wurde (siehe Einsatzbericht Nummer 163/2022), kam nun wieder ein Einsatz mit einem Fundhund. Teammitglied Caro war gegen 18.30 Uhr auf der Heimfahrt von ihrer Weiterbildung im Rahmen ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit beim THW in Weinsberg und telefonierte gerade mit unserer Vereinsvorsitzenden Marion, als die Fundmeldung eines zugelaufenen Hundes in Bietigheim auf der Lug auf dem Tier-Engel-Notfalltelefon gemeldet wurde. Marion fragte Caro, ob sie den Einsatz übernehmen könne und so steuerte diese kurzerhand den angegebenen Ort, der fast auf ihrem Heimweg lag, an.

Tricolor-Terrier-Dame „Pünktchen“ (wie sich später herausstellte und die eigentlich in Cleebronn wohnt), lief einem jungen Ehepaar. welches mit ihren Kindern in Bietigheim zu Fuß unterwegs war, hinterher. Da die Familie nicht so recht wusste was sie tun sollte, meldeten sie den Fundhund beim Polizeirevier Bietigheim, die wiederum unseren Tierschutzverein anfragten, um nach einer Kennung für die Besitzerermittlung des Hundes zu schauen. Zu der Familie war mittlerweile ein Hausbesitzer gestoßen, der am Fundort wohnte und hatte den Terrier mit einer Leine seines eigenen Hundes bereits gesichert, als Teammitglied Caro am Ort des Geschehens eintraf.

Caro stellte erst einmal sich und die Tierschutzarbeit unseres Vereins vor; vor allem um zu erklären, wie es nun dazu kam, das jetzt keine Polizeistreife, sondern jemand von den Tier-Engeln unterwegs e.V. am Einsatzort eingetroffen war. Nach Schilderung des Hergangs schaute Caro nach einem Chip, der erfreulicherweise vorhanden war. Sie kontaktierte mit der angezeigten Nummer das Haustierregister TASSO.

Da TASSO die Besitzerin selbst nicht erreichen konnte, aber eine Datenfreigabe vorlag, versuchte Caro selbst noch einmal, mit ihr zu sprechen und hatte auch Glück. Hundedame Pünktchen war wegen eines Klinikaufenthalten der Besitzerin bei deren Eltern zur Pflege untergebracht. Diese wohnten im 4km entfernten Löchgau und von dort war der kleine Terrier dann leider ausgebüxt. Die Besitzerin bekam von Caro die Nummer unseres Notfalltelefones. Dort meldete sich die Besitzerin und erhielt die Kontaktdaten des Hausbesitzers, bei dem Pünktchen bis zu ihrer Abholung bleiben durfte. Im Falle, dass sich niemand gemeldet hätte, wäre er auch selbst bereit gewesen, die Hundedame in das Tierheim Ludwigsburg zu fahren. Vielen Dank dafür an dieser Stelle. Pünktchens Frauchen informierte daraufhin ihre Eltern, die den Hund am Auffinde-Ort abholen kamen.

Teammitglied Caro steuerte daraufhin ihr Zuhause an. Da sie mittendrin in Prüfungen steckt, viel lernen und früh aufstehen muss, war sie froh über das rasche Einsatzende und die geglückte Zusammenführung von Hund und „Pflegeeltern“. TASSO erkundigte sich tatsächlich auch am nächsten Tag noch, ob der Hund wieder bei der Besitzerin ist. Eine wichtige, richtige und notwendige Organisation die sich kümmert – WENN man denn sein geliebtes Haustier kennzeichnen und dort auch mit den Halterdaten registrieren lässt!

Ende gut alles gut – wir Tier-Engel unterwegs danken allen Beteiligten für ihr umsichtiges Handeln und ihre Bereitschaft, einem Tier in Not zu helfen. Mach´s gut Pünktchen. Wir hoffen die Besitzerin erholt sich rasch, damit du bald wieder in deiner vertrauten Umgebung sein kannst.




Dienstag, 22.03.2022 |
Nr. 163/2022

Am Dienstag den 22. März wurde unserem Verein bereits um 8.30 Uhr der erste Einsatz gemeldet. In Bietigheim sei ein Hund zugelaufen. Der Melder hatte vorbildlich gehandelt und alles richtig gemacht. Nach der wichtigen Sicherung hatte er den Fundhund dem Polizeirevier Bietigheim gemeldet. Über die Notfallnummer, die das Polizeirevier Bietigheim dem Finder weitergegeben hatte, kontaktierte er unseren Tierschutzverein, um nach einer Kennung an der Fellnase zu schauen und im besten Fall so die Besitzer zu ermitteln.

„Tier-Engel unterwegs“-Gründerin Marion nahm den Anruf entgegen und machte sich auf den Weg zur angegebenen Adresse. Vor Ort angekommen begrüßte der Finder Marion und informierte sie darüber, dass sich mittlerweile wohl die Besitzerin mit dem Polizeirevier in Verbindung gesetzt und ihren Hund als vermisst gemeldet hätte. Das Revier habe daraufhin die Kontaktdaten des Finders an die Besitzerin übermittelt und ihn darüber informiert, dass sich bald jemand melden würde. Die Fellnase war glücklicherweise gechipt und Marion hing gerade in der Warteschleife von TASSO, als der Finder von der Besitzerin des Hundes kontaktiert wurde. Sie informierte ihn, dass ihr Mann auf dem Weg zu ihm sei, um den Hund in Kürze abzuholen.

Genau in diesem Moment kam dann ein Mann auf dem Fahrrad angeradelt - es war das Herrchen des Hundes. Die Fellnase, der Melder und der Besitzer freuten sich gemeinsam über die geglückte Rückführung und guten Ausgang.

Vor Einsatzende übergab Marion dem Besitzer noch eine Visitenkarte unseres Vereins mit dem Hinweis, dass er sich im Fall der Fälle - was wir jedoch für alle nicht hoffen -  jederzeit gerne auch direkt an uns wenden könne. Ein rascher schöner Einsatz für Marion.




Sonntag, 20.03.2022 |
Nr. 160/2022

Am Sonntag war Teammitglied Andrea mittags unterwegs und nahm ihr Handy erst auf der Rückfahrt in die Hand. 18 Anrufe in Abwesenheit von ihren Patenkindern… Was war da los?

Andrea rief umgehend zurück und erfuhr, dass die Mädchen einer Katze ein Rotkehlchen abgenommen hatten. Der Flügel sei verletzt und es könne nicht mehr fliegen, wurde ihr berichtet. Andeas’ Schwägerin war arbeiten und hatte das Familienauto dabei, so dass der direkte Transport zur Notversorgung nicht möglich war.

Das verletzte Rotkehlchen hatten die Mädchen in das jetzt noch unbenutzte Schildkröten-Außengehege gesetzt, damit es erst mal in Sicherheit war. Andrea fuhr sofort los. Die Kinder waren sehr erleichtert, ihre Patentante zu sehen weil sie wussten, dass dem Vöglchen nun schnell geholfen wurde. Es hüpfte in dem Schildkrötenhaus herum, als Andrea es einsammeln wollte. Sie war froh zu sehen, dass er noch recht fit war. Trotzdem drängte die Zeit - Vögel mit Katzenkontakt benötigten schnellstmöglich Antibiotika.
Andrea setzte das Rotkehlchen in ein Handtuchnest in die Softbox und fuhr umgehend ins Tierheim. Das Rotkehlchen allerdings blieb nicht in seinem Nest sitzen. Es hing an dem Netzstoff der Softbox, als sie im Tierheim ankam. Vor Ort wurde sich auch unverzüglich um den verletzten Vogel gekümmert.

Wir können es nicht oft genug sagen: wieder einmal DANKE an das Tierheim Ludwigsburg, welches für uns immer und jederzeit als kompetenter Ansprechpartner zur Seite steht! Tierschutz funktioniert am besten gemeinsam! Und natürlich auch in großes Dankeschön an die Patenkinder von Andrea für das schnelle und mutige Eingreifen.




Samstag, 19.03.2022 |
Nr. 154/2022

Am Samstag den 19. März 2022 wurde am Nachmittag eine flugunfähige Taube vor einer Garage in Sachsenheim in unserer Notfallgruppe gemeldet. Teammitglied Kate, die dort wohnt, wurde von unserer Vereinsvorsitzenden Marion direkt kontaktiert und um Einsatzübernahme angefragt.

Kate war gerade in der Nähe am Abbau einer Foto-Shooting-Location mit ihrem Hund Buddy und wollte danach – ebenfalls ein Einsatz für die „Tier-Engel unterwegs“ gemeinsam mit den Teammitgliedern Franzi & Sandra - eine Katze namens „Grantelbart“ in Bönnigheim sichern. Kate setzte deshalb zuhause nur kurz ihren Hunde-Foto-Shootingstar „Buddy“ ab und fuhr mit ihrem Einsatz-Equipment zur Sicherung der gemeldeten Tiere zum ersten Einsatzort, der nicht weit entfernt war. Sie wurde von der Melderin und ihren zwei Töchtern bereits erwartet.

Umsichtig hatte die Melderin die kleine Taube bereits unter einem Wäschekorb gesichert. Sie berichtete, dass sie die Taube am Morgen vor dem Einkaufen bereits gesehen und sich nichts weiter dabei gedacht hätten. Als sie jedoch am Nachmittag immer noch an derselben Stelle saß und es viele Katzen in der Wohngegend gab, kontaktierten sie - aus Sorge um das kleine Wesen - uns „Tier-Engel unterwegs“ auf dem Notfalltelefon. Kate konnte ganz oben am Haus ein Nest entdecken und während des Gespräches flog das vermutete Muttertier auf einen Baum direkt neben der Fundstelle. An ein Herankommen an das Nest war bei der Höhe überhaupt nicht zu denken.

Kate nahm vorsichtig das kleine Täubchen auf, um nach offensichtlichen Verletzungen zu schauen. Es fehlten keine Federn und auf den ersten Blick sah es auch nicht so aus, als ob ein Katzenangriff stattgefunden hätte. Nach erstem Ermessen ging es der kleinen Taube gut. Sie schien auch nicht unterernährt, wie das oftmals der Fall ist. Tier-Engel Kate hielt Rücksprache mit unserer Vereinsvorsitzenden Marion. Eventuell war die Taube bei ihrem ersten Flugversuch dort gelandet und brauchte quasi Erholung zum Neustart? Ein Versuch war es uns wert.
Ob ein offensichtlich unverletztes Tier gesichert und aus seiner Umgebung entnommen werden sollte, bedarf stets sorgfältiger Abwägung. Jungvögel beispielsweise unternehmen erste Flugversuche und landen dabei auch an unglücklichen Stellen, brauchen jedoch nicht wirklich menschliche Hilfe.

Da an das Nest nicht ranzukommen war, wurde dennoch ein kleines Behelfs-Nest hergerichtet und sollte zur Unterstützung nahe des ursprünglichen Nestes auf dem Balkon im 3. Stock der Melderin platziert werden. Dort angekommen wollte Kate das Täubchen gerade in das Ersatz-Nest setzen – die Taube wollte aber nicht darin bleiben und versuchte davon zu laufen. Jetzt erst sah man, dass es wohl doch eine Verletzung am Bein der Taube geben musste. Kate nahm die Baby-Taube nochmals auf und sah dann, dass ein Beinchen eine Schiefstellung aufwies – eventuell hatte es sich also beim ersten Flugversuch doch verletzt oder fiel einfach zu früh aus dem Nest.
Nach einer erneuten Rücksprache mit Marion wurde dann beschlossen, die Jungtaube doch in das Tierheim Ludwigsburg zu verbringen – dort konnte man nach dem Beinchen schauen und ihr am besten helfen. Da Teammitglied Kate nach Bönnigheim zur Sicherung der Katze „Grantelbart“ weiter musste und dort auch bereits erwartet wurde, erklärte sich die Melderin sofort bereit, die Taube selbst in das Tierheim zu fahren. Ein megagroßes Dankeschön an dieser Stelle. Kate gab telefonisch im Tierheim Bescheid, meldete die Finderin mit der Taube an und gab die Information der Schiefstellung des Beinchens mit an.

Wir „Tier-Engel unterwegs“ hoffen sehr, dass man der kleinen Taube helfen und sie alsbald wieder ausgewildert werden kann. Unser Dank geht an die umsichtige Melderin und ihre Töchter, an Kate für ihren Doppeleinsatz und natürlich auch an das mit uns so hervorragend kooperierende Tierheim Ludwigsburg.




Donnerstag, 17.03.2022 |
Nr. 149/2022

Es war Donnerstag am Nachmittag, als gegen 16.30 Uhr auf dem Notfalltelefon eine flugunfähige Taube in Kornwestheim gemeldet wurde. Das Tier sei auch schon gesichert, doch der Melder nicht mobil.

Teammitglied Tanja aus Remseck übernahm diesen Einsatz. Sie hatte sowieso geplant, ins Tierheim zu fahren. Von dort wollte Tanja einen Igel abholen, der bei ihr einen Auswilderungsplatz bekommt. Sie fuhr den Umweg über Kornwestheim und hat die Taube im Altenheim abgeholt.

Die Taube war bereits in einem Karton gesichert, so dass Tanja sie gleich mitnehmen konnte. Sie hatte Bedenken, den Karton zu öffnen, da sie befürchtete, dass die Taube vielleicht doch in Panik wegfliegen könne und so nahm sie das Tier mitsamt den Karton, ohne es umzusetzen.

Und weiter ging s ins Tierheim. Tierheimleiterin Ursel Gericke persönlich nahm das Täubchen in Empfang. Sie stellte fest, dass es sich um ein ganz junges, noch nicht flugfähiges Taubenbaby handelte. Dieses wird nun im Tierheim versorgt und gepäppelt, bis es wieder in Freiheit entlassen werden kann.
Tanja tauschte sozusagen Täubchen gegen Igel und machte sich dann mit ihrer stachligen Fracht auf den Heimweg. Diese wird sie bei sich päppeln und dann darf auch das Igelchen wieder in die Freiheit…




Mittwoch, 16.03.2022 |
Nr. 144/2022

Es war Mittwoch Nachmittag, als uns eine verletzte Taube gemeldet wurde. Diese sei gegen eine Hauswand geflogen und vermutlich sei der Flügel gebrochen

Teammitglied Sandra gab Bescheid, dass sie den Einsatz übernehmen kann. Vor Ort angekommen, fand sie die angegebene Straße auch problemlos. Es wurden gerade die Platten im Vorgarten ausgetauscht, und die Melder vermuteten, dass die Taube dadurch abgelenkt war und deshalb gegen die Hauswand geflogen sei….
Im Garten durfte sie sich bis zu Sandras Ankunft von dem Schock erholen. Fliegen konnte sie mit dem Flügel nicht mehr, trotzdem wollte das Täubchen sich nicht einfach hochnehmen lassen und wollte sich einen kleinen Hang hinunter vor Sandra in Sicherheit bringen. Dort war aber gerade einer der Bauarbeiter zugange und hat die kleine Ausreißerin aufgehalten.

Der Flügel sah wirklich böse aus und die Taube hatte offensichtlich auch starke Schmerzen, daher verlor Sandra nicht unnötig Zeit, setzte das Tier in die mitgebrachte Softbox und machte sich unverzüglich auf den Weg ins Tierheim Ludwigsburg. In der Box blieb das Täubchen „beleidigt“ mit dem Popo zu Sandra sitzen…. zwinker.

Im  Tierheim wurde das verletzte Täubchen von einem Mitarbeiter vorsichtig umgesetzt und Sandra konnte schließlich auch noch ein Bild machen. Um dem verletzten Tier Schmerzen zu ersparen, hatte sie vorher darauf verzichtet. Nach Angaben des Mitarbeiters würden sich die Pfleger gleich darum kümmern, dass die Taube ein Schmerzmittel erhielt und tierärztlich versorgt wurde. Damit war Sandras Einsatz beendet und dem Täubchen ein langer Leidensweg und weitere starke Schmerzen erspart.

Lieben Dank an die Melder und erneut an das Tierheim Ludwigsburg für eine grandiose und unkomplizierte Zusammenarbeit!




Montag, 14.03.2022 |
Nr. 143/2022

Montag Abend, 21.40 Uhr - eine traurige Meldung erschien in unserem Notfallchat: Eine tote Katze in Freiberg auf dem Gehweg liegend…. dazu ein Bild einer gut genährten, gepflegt aussehenden Katze…

Teammitglied Franziska wohnt in Pleidelsheim und gab sofort Bescheid, dass sie den Einsatz übernimmt. Begleitet von ihrem Papa, der mittlerweile in Einsätzen sehr erfahren ist und Franziska ganz oft zur Seite steht. Vielen lieben Dank an den Papa wieder einmal von uns!!!!

Vor Ort wartete bereits der Melder auf die 2. Franzi und ihr Papa sahen die Fellnase und ihnen war sofort klar - sie musste ein Zuhause haben. Sehr gepflegt und wie schlafend lag das Samtpfötchen da - lediglich das Blut, welches aus dem Mäulchen lief, verriet dass die Fellnase niemals mehr aufwachen würde….

Der Melder berichtete, dass die Katze aus der Nähe kommen musste, da er sie schon ab und an in dieser Gegend herumstreifen sah. Er hat das leblose Fellbündelchen gegen 21.15 auf dem Bordstein liegend gefunden und viel herumtelefoniert, bis eine Freundin seiner Mutter ihn an uns verwiesen hat.

Franzi und ihr Papa stellten fest, dass es ein Kater war, lasen den glücklicherweise vorhandenen Chip aus und gaben die Nummer an unseren 1. Vorstand und „Tier-Engel unterwegs“-Gründerin Marion weiter….Sie rief bei TASSO an und erhielt die Kontaktdaten der Besitzer, da eine Datenfreigabe vorlag. Telefonisch erreichte Marion zunächst niemand und wollte gerade eine Nachricht schreiben, als dann der Rückruf erfolgte.

Diese wohnten direkt um die Ecke und sind dann auch gleich mit einer Transportbox gekommen. Marion hatte ihnen bereits behutsam mitgeteilt, dass Toni, so hieß die Fellnase, leider verstorben war…..
Franzi erfuhr, dass Toni bis zum Anruf von TASSO noch nicht vermisst wurde….Normal kam er abends so gegen 22 Uhr immer heim…Heute kam nur sein Brüderchen heim…. Dass sie Toni nun leblos nach Hause holen mussten, machte seiner Familie sehr zu schaffen…. gerade einmal 10 Monate durfte Toni werden……

Komm gut rüber über die Regenbogenbrücke kleiner Toni - deinen Besitzern wünschen wir ganz viel Kraft, um den schmerzlichen Verlust zu bewältigen!🌈🖤🐾🌈




Montag, 14.03.2022 |
Nr. 141/2022

Am Montag-Nachmittag gegen 15 Uhr kam die Anfrage in unserem Notfallchat, ob jemand dringend vom Tierheim ein älteres Kätzchen vom Tierheim Ludwigsburg nach Fellbach fahren könnte? Für das 13jährige Tier war der Aufenthalt in der Quarantänebox ein extrem schlimmer Zustand. Es verweigerte jedwede Nahrungsaufnahme und verfiel in einen apathischen Zustand.

Es sollte nach Fellbach auf eine Pflegestelle, die organisiert wurde.
Teammitglied Sandra war unterwegs, um ihre kleine Tochter vom Kindergarten abzuholen. Sie gab Bescheid, dass sie den Einsatz übernimmt. Zusammen mit ihrer Tochter ging es ins Tierheim nach Ludwigsburg, wo Sandra die Fellnase in Empfang nahm. Vor Ort wurde sie gefragt, ob sie von der Pflegestelle, wo die Katze nun hinkam, noch 2 frisch geschlüpfte Taubenküken mitnehmen und wieder ins Tierheim bringen könne?! Sandra nahm die Bitte gern an. Nachdem die Fellnase in Sandras mitgebrachte Transportbox gesetzt wurde, ging es Richtung Fellbach.

Unterwegs rief „Tier-Engel unterwegs“-Gründerin und 1. Vorstand Marion bei Sandra an. Sie fragte wegen den Taubenküken und Sandra teilte ihr mit, dass sie dem Tierheim bereits Unterstützung zugesichert hatte. In Fellbach angekommen, tauschte Sandra die Fellnase gegen die beiden Taubenküken, von denen eines noch halb in der Eierschale steckte - für Sandras Tochter ein erstaunlicher und seltener Anblick!

Fachgerecht „verpackt“, kuschlig mit einer Wärmflasche ging es für die Vogelbabys von Fellbach ins Tierheim Ludwigsburg und die beiden Küken eingeladen und auf zurück ins Tierheim. Dort werden die Winzlinge von Hand großgezogen - wir wünschen alles Liebe und rasches Großwerden!




Sonntag, 13.03.2022 |
Nr. 140/2022

Sonntag, 13.45 Uhr - Eine verletzte Wacholderdrossel am Minigolf am Monrepos wurde uns auf dem Notfalltelefon gemeldet.
Der Melder hatte das Tier bereits in einem Karton gesichert, allerdings war er mit dem Fahrrad unterwegs und konnte das Tier nicht selber ins Tierheim Ludwigsburg fahren.

Teammitglied Birgit fungierte in diesem Falle als „Tier-Taxi“ - der Melder hatte das Vögelchen mit zu sich nach Hause genommen, wo Birgit die Wacholderdrossel abholte und weiter ins Tierheim nach Ludwigsburg brachte. Dort wird die Kleine wieder aufgepäppelt und wenn es ihr richtig gut geht, wieder in Freiheit entlassen.




Sonntag, 13.03.2022 |
Nr. 139/2022

Teammitglied Debbi war gerade von ihrem morgendlichen Einsatz in Poppenweiler zurück (siehe Einsatzbericht 137/2022 von gestern), als sie eine Totfundmeldung in Remseck in unserer Notfallgruppe las. Da kein anderes Teammitglied den Einsatz übernehmen konnte, kündigte Debbi die Übernahme an und fuhr gegen 15.00 Uhr zu dem angegebenen Standort. Die gefährliche Auffindestelle war Debbi bereits von anderen Einsätzen her bekannt. Der Ort liegt an einer stark befahrenen Straße, an der man sehr auf die Eigensicherung achten muss und das Parken auch nicht ohne Weiteres möglich ist. Debbi fuhr daher in einen Feldweg in der Nähe und tatsächlich sah sie von dort aus auch sofort das verunfallte Tier.

Die Melder hatten die tote Fellnase bereits in den Grünstreifen am Fahrbahnrand gelegt. Dafür an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön. Debbi konnte so gefahrlos von der Feldweg-Seite her die Fellnase bergen. Das recht große und schwere Tier war wohl mit hoher Geschwindigkeit von einem Fahrzeug erfasst worden. Debbi schluckte schwer bei diesem furchtbaren Anblick. Die Katze war in sich verdreht und so musste sie das Tier erst einmal in die korrekte anatomische Lage legen, bevor sie mit ihrem Chiplesegerät darüber streichen und nach Kennzeichnungen suchen konnte. Bei Leibe kein einfacher Job!!. Bei solch einem heftigen Aufprall ist oftmals der gesetzte Chip nicht mehr an der ursprünglichen Stelle, weshalb Debbi mit ihrem Gerät mehrere Male über den gesamten leblosen Fellnasenkörper strich. Leider war die schwarze weibliche Katze nicht gechipt und hatte auch keine Tätowierung in den Ohren.

Teammitglied Debbi war einmal mehr sehr traurig. Während sie die Katze sicherte und in ihre mitgebrachte Box legte, wurde ihr das zweite Mal an diesem Tag bewusst, wie wichtig die Registrierung eines Haustieres in einem Haustierregister wie TASSO und/oder FINDEFIX ist. Bei Debbis morgendlichen Einsatz war die Katze wenigstens noch mit einem Chip versehen, dieser leider jedoch nicht registriert. Bei der toten Fellnase jetzt war nun gar keine Kennung vorhanden…

Für uns Tierschützer ist das unverständlich - jeder Haustierbesitzer, der sein Tier liebt, sollte es chippen bzw. tätowieren lassen UND VOR ALLEM die so wichtige Registrierung mit Name des Tieres und der Angabe der Besitzeradresse in einem Haustierregister sollte vollzogen werden . Nur so können die Besitzer bei einem Unfall schnell benachrichtigt werden oder wie hier in einem Totfundfall kann Abschied genommen werden. Da die Katze trotz ihrer schweren Verletzungen augenscheinlich sehr gepflegt und gut genährt aussah - daher vermutlich auch einen Besitzer haben musste - wurde sie von Debbi mitgenommen und nach Rücksprache mit „Tier-Engel unterwegs“-Gründerin Marion sollte sie für die Besitzerermittlung einige Tage fachgerecht aufbewahrt werden. Wie immer wurde im Hintergrund des Einsatzes ein Post mit den äußeren Merkmalen der Fellnase in die sozialen Medien gesetzt.
https://www.facebook.com/Tierengelunterwegs/posts/669408691151321

Einmal Licht und einmal Schatten - so kommentierte Debbi ihre beiden sonntäglichen Einsätze in ihrer Schilderung. Licht, da der Einsatz am Morgen in Poppenweiler in ihr das gute Gefühl hinterließ, mit ihrem ehrenamtlichen Engagement geholfen zu haben und Schatten ob dem Totfund am Nachmittag und vor allem weil beide Tiere nicht registriert waren.
Wir hoffen die Besitzer der toten Fellnase können dennoch gefunden werden - mach´s gut kleine Fellnase RIP 🌈🐾🖤




Sonntag, 13.03.2022 |
Nr. 137/2022

Teammitglied Debbi war am Sonntagmorgen in Facebook unterwegs und scrollte sich durch verschiedene Meldungen, als sie in einer Gruppe die Fundmeldung über eine zugelaufene Katze in Poppenweiler las. Wir „Tier-Engel unterwegs“-Mitglieder reagieren auch auf solche Posts in den sozialen Medienplattformen wenn wir sie sehen. Debbi bot sofort Hilfe zum Chip auslesen an und postete zusätzlich die Notfallnummer von uns in die Kommentarfunktion.

Kurz darauf meldete sich die „Post“-Erstellerin - es war so gegen 10 Uhr - auch auf unserem Notfallhandy und nahm die angebotene Unterstützung durch unseren Verein gerne an. Debbi übernahm den Einsatz und fuhr zur angegebenen Adresse. Die Finder hatten ganz fürsorglich der Katze eine Katzentoilette und etwas Futter und Wasser angeboten. Zudem war die Terrassentür geöffnet worden, damit sie jederzeit – wenn sie denn wollte – wieder hinaus spazieren konnte.

Die Tochter der Familie war am Abend zuvor spät heim gekommen und sah die etwas verloren und orientierungslos wirkende Fellnase auf ihrem Nachhauseweg. Offensichtlich suchte diese Zuwendung und folgte der Tochter deshalb bis in das elterliche Haus. Man hatte den Eindruck, dass die Samtpfote dankbar war, einen Zweibeiner gefunden zu haben, der ihr vertrauenswürdig erschien. Die ganze Familie hatte sich bis zum Sonntagmorgen liebevoll um die Katze gekümmert und um sie schnell wieder zu ihren Besitzern zu bringen, wurde später - wie die meisten Beiträge - von Teammitglied Nela eine Fundmeldung in Facebook erstellt.

Debbi lockte die Samtpfote kurz zu sich heran und schaute nach einer Kennzeichnung und etwaigem Chip. Tatsächlich war die Fellnase gechipt und so rief Tier-Engel Debbi bei TASSO an. Leider - wie so oft - war die Fellnase zwar mit dem Chip versehen worden, aber die wichtige Registrierung in einem Haustierregister wurde nicht gemacht. Die TASSO Mitarbeiterin war so freundlich und schaute noch in diversen anderen Internetseiten und Finderegistern, u.A. auch in findefix . Es blieb aber beim Ergebnis: die Katze war nirgends registriert.

Die Familie erklärte sich bereit, das Tier erst einmal bei sich zu beherbergen. Die Samtpfote fühlte sich dort sichtlich wohl. So ließ Debbi noch etwas Futter da und gab Rückmeldung an die im Hintergrund agierenden Teammitglieder unseres Vereins. Die zuständigen Stellen (u. a. das Tierheim) wurden informiert, TASSO erstellte ebenfalls eine Fundmeldung auf deren Seiten und auch auf unseren „Tier-Engel unterwegs“-Seiten in den sozialen Netzwerken wurde eine Fundmeldung mit genauer Beschreibung der Katze und einigen Fotos erstellt.
https://www.facebook.com/Tierengelunterwegs/posts/669275641164626

Debbi bedankte sich bei der überaus herzlichen Familie, die sich so fürsorglich um die Samtpfote sorgten und fuhr wieder nach Hause. Ihr Magen knurrte – das Frühstück wurde nämlich aufgrund des Einsatzes auf später verschoben – es war höchste Zeit etwas zu essen um nicht ihrem Hund Buddy knurrende Konkurrenz zu machen.
Am Montagnachmittag wurde dann auch der Besitzer gefunden – die Fellnase durfte in ihr angestammtes Zuhause zurück, was alle Beteiligten, allen voran Debbi sehr freute.

Bitte: lasst Eure Tiere nach dem Chippen auch unbedingt registrieren – es erspart den geliebten Tieren den Aufenthalt im Tierheim – in diesem Fall hier war es glückliche Fügung, dass die Fellnase vorübergehend bei den Findern bleiben durfte.




Samstag, 12.03.2022 |
Nr. 136/2022

🐾❣🙏 Happy End für Schecki aus Walheim 🐾❣🙏

Teammitglied Lisa las am Samstag, den 12. März gegen 16.30 Uhr in unserer Notfallgruppe die Meldung über eine vermutlich blinde Katze, die in Wahlheim gesichert worden war. Es sollte nach einer Kennung geschaut werden, um die Besitzer zu ermitteln. Kurzerhand übernahm sie gemeinsam mit ihrem Partner den Einsatz. Die Melder hatten sich zunächst an das Tierheim Ludwigsburg gewandt, die den unsere Telefonnummer weitergaben - vielen Dank wieder einmal an das Vertrauen in uns und die herausragende Zusammenarbeit!
Die Melder erwarteten Lisa bereits. Die Katze saß in deren Hof und war zwischenzeitlich fürsorglich mit etwas Futter und Wasser versorgt worden. Die Fellnase war arg mager, wirkte sehr erschöpft und müde. Sie hatte dankbar von dem Futter genascht und sich dann in eine Ecke des Hofes verkrümelt.

Laut Schilderung der Melder war die Fellnase direkt auf der Straße gesessen. Ein umsichtiger Autofahrer erkannte die brenzlige Situation. Da die Fellnase nicht reagierte und keinerlei Anstalten machte, zur Seite zu gehen war ihm klar, dass der Katze etwas fehlen musste. Der tierliebe aber unbekannte PKW Fahrer stieg aus und nahm die Katze von der Straße. Die Melder beobachteten daraufhin, wie sich die Katze immer nur im Schutz der Häuserwände entlang drängte und beschlossen daraufhin, die Katze zu sichern. Im Nachhinein gesehen, waren diese aufmerksamen Menschen wohl ihre „Schutzengel“…..

Lisa ging zur Katze hin und sofort war ihr beim direkten Blickkontakt, als die Katze das Köpfchen hob klar, das etwas mit den Augen nicht stimmen konnte. Das Chiplesegerät zeigte auch nach zweimaligem Ausleseversuch keine Chipnummer an. Aufgrund des schlechten Allgemeinzustandes und nach Rücksprache mit „Tier-Engel unterwegs“-Gründerin Marion beschloss Lisa, die Fellnase erst einmal zu sichern und sie in das Tierheim Ludwigsburg zur weiteren Versorgung durch einen Tierarzt zu verbringen.

Während Lisas Partner die Transportbox aus dem Auto holte, bedankte sie sich herzlich bei den aufmerksamen Meldern und erklärte ihnen die Arbeit unseres Vereins. Da die Melder die Fundkatze beim Tierheim Ludwigsburg gemeldet hatten und dann wir kamen, erklärte Lisa die Kooperation zwischen dem Tierheim und unserem Verein.

Nach kurzer Fahrzeit, auf der die kleine Fellnase vor lauter Anspannung die Box, das Auto und auch Lisas Freund „markierte“  wurde die geschwächte Katze im Tierheim abgegeben, wo sich Tierheimleiterin Ursel Gericke persönlich fürsorglich um sie kümmerte. Im Hintergrund wurde wie immer durch Teammitglied Nela eine Suchmeldung in unserer Facebook-Gruppe und in Instagram gepostet, um so eine schnelle Rückführung des umgekennzeichneten Tieres zum Besitzer zu ermöglichen.
Hier der Link zur Fundmeldung:
https://www.facebook.com/Tierengelunterwegs/posts/668852281206962

Bereits am nächsten Tag hatte die Suche in den Socialmedia-Netzwerken Erfolg! Die Besitzer meldeten sich aufgrund unseres Postes. Sie hatten selber einen Vermisstenpost in der Walheimer Facebook-Gruppe erstellt, wo auch unsere Fundmeldung gepostet war. Und darüber wurde der Kontakt zu uns hergestellt. Katze Schecki ist 18 Jahre alt, krank und eben fast blind. Normalerweise ist sie maximal im Garten der auch eingezäunt ist. Irgendwie hat sie es doch rausgeschafft und alle waren froh, dass Schecki nun wohlbehalten wieder nach Hause kam.

Mach´s gute kleine Fellnase – Lisa samt Partner, die die Fellnase sehr in ihr Herz geschlossen hatten, und auch wir „Tier-Engel unterwegs“ sind froh, dass du wieder in deinem Zuhause bist. Den Meldern danken wir von Herzen, dass sie sich so rührend um die hilfsbedürftige Katze gekümmert haben.

Ein Tipp von Lisa: Solltet Ihr mal in Eurem Auto unangenehme Gerüche haben - Schecki hatte ja am Vortag beim Transport ins Auto gemacht - dann hilft Kaffeepulver, welches in einer offenen Dose ins Auto gestellt wird…. 😉




Donnerstag, 10.03.2022 |
Nr. 133/2022

Am Donnerstag ungefähr gegen 17.30 Uhr- es war der 10. März - wurde in unserer Notfallgruppe eine tote Katze in Neckarweihingen gemeldet – unser Teammitglied, welches dort wohnte, übernahm den Einsatz. Sie war gerade auf dem Heimweg von der Arbeit, setzte nur kurz ihren Hund zu Hause ab und fuhr weiter zur gemeldeten Stelle.
Am mitgeteilten Standort war keine Katze zu sehen, weshalb sie mit der Melderin telefonisch nochmals direkt in Kontakt trat und sich den genauen Ablageort schildern liess. Schließlich fand unser Teammitglied daraufhin die verunfallte Fellnase und prüfte mit ihrem Chipgerät eine eventuelle  Kennzeichnung. Das Tier war tatsächlich gechippt und so rief sie  direkt bei TASSO an. Der Mitarbeiter dort gab ihr die Auskunft, dass lediglich eine E-Mail-Adresse und keine Telefonnummer hinterlegt sei, so dass die Besitzer leider nicht auf diesem Wege (telefonisch) schnell informiert werden konnten, wie das üblicherweise der Fall ist.

Eine Adresse zur Katze „Flocke“ - wie sie genannt wurde - gab der Mitarbeiter frei und so machte sich unser "Tier-Engel“ mit recht gemischten Gefühlen zur Wohnadresse der Fellnase auf den Weg. Wie würden die Besitzer reagieren? Innerliche Anspannung kam in ihr auf.
In der Straße in Neckarweihingen, die sie bereits kannte, da ein Verwandter von ihr dort wohnte, beließ sie die verunfallte Fellnase erst einmal im Kofferraum und klingelte bei den Besitzern. Am Fenster sah sie ein Kleinkind spielen und war froh über ihre Entscheidung, das Tier nicht sofort mit zur Haustüre genommen zu haben.

Die Besitzer nahmen die traurige Nachricht recht gefasst entgegen. Auf dem Weg zum Auto wurde berichtet, dass „Flocke“ schon die ganze Nacht über von ihren Besitzern vermisst wurde. Traurig über den Unfalltod ihrer Fellnase, aber auch dankbar über unsere Arbeit der Tierhalterermittlung, nahm die Besitzerin ihren Flocke mit zu sich nach Hause. Sie bedankte sich und gab unserem Verein „Tier-Engel unterwegs e.V.“ noch eine Spende, wofür wir uns nochmals herzlich an dieser Stelle bedanken.

Keine Stunde später war der Einsatz für unseren „Tier-Engel“ beendet und sie konnte zurück nach Hause, wo ihre kleine Hundedame Pepper bereits sehnsüchtig auf sie wartete….
Komme gut über die Regenbogenbrücke im Kreise deiner Familie lieber Flocke - deinen Besitzern wünschen wir ganz viel Kraft, um den schmerzlichen Verlust zu bewältigen! 🌈🐾🌈🖤




Donnerstag, 10.03.2022 |
Nr. 132/2022

Am Donnerstag um 16.15 Uhr erschien in unserem Notfallchat die Meldung, dass in Freiberg ein Hund zugelaufen sei und doch bitte jemand zum Chipauslesen hin soll. Teammitglied Andrea hatte gerade Feierabend gemacht, nahm das Handy in die Hand und sah sofort die Meldung. Sie hatte jetzt zwar noch einen Termin, doch zeitlich müsste es passen…. Sie übernahm den Einsatz an und fuhr umgehend los.

An der Adresse angekommen saß der Hund samt Melder im Garten. Andrea nahm das Chiplesegerät und fuhr damit über das Fell des freundlichen Tieres. Das Gerät zeigte auch sofort eine Nummer an, welche Andrea bei Tasso abfragte. Würde die Fellnase registriert sein und die Halterten aktuell????? Und schnell war klar, JA - alles aktuell. Der fellige Geselle hört auf den Namen Spike. Während Tasso versuchte den Besitzer zu erreichen, knuddelten Andrea und der Melder abwechselnd den verschmusten Spike.

Da Tasso den Besitzer nicht erreichte, jedoch mitteilte, dass eine Datenfreigabe vorlag, war der Plan, mit Spike zur mitgeteilten Adresse zu laufen. Bevor es losging, meldete sich doch der Besitzer zurück und sagte, dass er Spike abholen würde. Als das Auto vorfuhr, stiegen eine Frau und ein Mann aus, sichtlich erleichtert, dass sie Spike nun wieder hatten. Da sie in der Nähe der Autobahn wohnen, hatten sie große Sorge, dass Spike auf die Autobahn gelaufen sein könnte. Sie bedankten sich erleichtert und nahmen den Ausreißer mit. Teammitglied Andrea bedankte sich bei dem Melder und fuhr dann zu ihrem Termin, den sie noch hatte.




Sonntag, 06.03.2022 |
Nr. 127/2022

Ein verletzter Schwan und Ehrenamt-Doppeleinsatz für Team-mitglied Caro

Sonntag, 16 Uhr - Nachdem die Teammitglieder Caro, Debbi und Marion die ganzen Flohmarkt-Sachen, welche vom gestrigen Tier-Engel-Flohmarkt übrig waren, in der Garage verstaut hatten, wollten Marion und Caro eigentlich auf den Mittelaltermarkt in Bietigheim-Buch. Dieser wurde allerdings wegen des Großbrandes im Möbelhaus Hofmeister abgesagt.

Somit haben die 2 den Anhänger wieder zum Abstellort gebracht und überlegt, wo sie um diese Zeit etwas essen gehen könnten. Als sie gemütlich beisammen saßen, ging auf dem Notfalltelefon der Anruf einer sehr besorgten Dame ein. In Oberriexingen hat ein Hund einen Schwan verletzt - sie ist vor Ort und das Tier benötigt Hilfe.

Marion und Caro übernahmen den Einsatz - im Eiltempo aßen sie auf und wollten sich auf den Weg machen, als ein paar Minuten später die Melderin schrieb, dass jemand anderes bereits die Polizei verständigt hatte. Diese wollte nach Oberriexingen fahren und so haben Caro und Marion in Ruhe weitergegessen. 10 Minuten später rief die Melderin erneut an. Die Polizei hätte sich gemeldet - aufgrund eines großen Einsatzes hätten sie keine verfügbaren Leute und würden nicht kommen. Die Melderin bat darum, dass nun doch jemand von unserem Team vorbeikommt. Über den verletzten Schwan hätten sie eine Jacke gelegt, damit er ruhig bleibt. Jetzt war wirklich Eile geboten, um dem Tier zu helfen. Blitzschnell zahlten Caro und Marion und machten sich unverzüglich auf den Weg nach Oberriexingen.

Keine 15 Minuten später waren sie am Meldeort angekommen. Als sie um die Straßenecke bogen, sahen sie bereits mehrere Menschen und Autos. Auch der Hundebesitzer selber war noch vor Ort - ihm tat alles unendlich leid und er konnte noch nicht nachvollziehen, wie sein Hund sich so verhalten konnte. Er bot jede mögliche Hilfe an und sagte sofort die Kostenübernahme zu.

Wir „Tier-Engel unterwegs“ arbeiten ehrenamtlich, doch es werden Tierarzt- und Versorgungskosten anfallen. Während sich Teammitglied Caro um den Schwan kümmerte, errichtete Marion die große Softbox, die noch zusammengelegt war. Behutsam wurde die Jacke von dem Tier entfernt und sofort war die Verletzung am Hals zu sehen. Auch ein Bein schien etwas abbekommen zu haben… Marion nahm das Tier vorsichtig am Kopf, damit es nicht schnappen konnte, während Caro den Körper des kräftigen Schwanes aufnahm. Als das Tier sicher in der Softbox war, machten sich die zwei unverzüglich auf dem Weg ins Tierheim.

Kennt Ihr den Begriff „einen Anschiss kassieren“????? Nunja - beim Einsteigen ins Auto musste Caro feststellen, dass genau dies der Schwan bei ihr vollbracht hatte….. Noch während des Losfahrens erhielt Teammitglied Caro, welche auch ehrenamtliche Helferin beim THW ist, die Alarmierung zum Einsatz beim Großbrand am Möbelhaus Hofmeister. Marion fuhr Caro nach Hause (es lag quasi auf dem Weg zum Tierheim).

Caro war an diesem Sonntag von Morgens bis zum nächsten Morgen ehrenamtlich unterwegs, denn ihr Einsatz mit dem THW beim Brand im Möbelhaus dauert bis zum Montagmorgen 8 Uhr… Respekt und Dankeschön liebe Caro für deinen unermüdlichen Einsatz, Tieren und Menschen in deiner Freizeit zu helfen!

Nachdem Marion mit dem Schwan im Tierheim angekommen war, wurde sich sofort um das Tier gekümmert. Die Verletzungen wurden versorgt und sobald alles verheilt ist wird er in die Freiheit entlassen.
Nun konnte auch Marion, deren Sonntag ebenfalls von ihrem Ehrenamt bei den „Tier-Engeln“ ausgefüllt wurde, wieder nach Hause fahren…. Auch Dir liebe Marion an dieser Stelle ein riesiges Dankeschön-als Vorstand unseres Vereins arbeitest Du teilweise für 3!




Sonntag, 06.03.2022 |
Nr. 126/2022

In der Notfallgruppe wurde am Sonntag, den 6. März 2022 um die Mittagszeit ein Totfund gemeldet 😢 Eine getigerte Katze, die die Melder vor Ort bereits in einer Tüte gesichert und weg von der Straße an den Fahrbahnrand gelegt hätten. Teammitglied Angi war noch unterwegs, gab jedoch Bescheid, das sie einige Zeit später den Einsatz übernehmen würde.

Sie ging am Nachmittag mit ihrer Tochter zur genannten Stelle. Am Auffindeort angekommen, der sich an einer Straße in Hofen von Erligheim kommend, auf Höhe der ersten Häuser befand, war das Tier jedoch nicht mehr da. Nach Rücksprache mit unserer Vereinsvorsitzenden, die das Notfalltelefon betreute, kam heraus, das die Melder das verunfallte Tier doch mit zu sich nach Hause genommen hatten.

Angi war in der Nähe der Meldeadresse und so ging sie auf dem Rückweg vom Spielplatz, den sie gemeinsam mit ihrer Tochter angesteuert hatte, zur Adresse der Melderin. Angi stellte ihre Tochter im Kinderwagen so, dass diese die leblose Fellnase nicht zu sehen bekam. Mittels Chipauslesegerät wurde die Fellnase auf eine Registrierung hin untersucht und es zeigte Angi tatsächlich eine Chip-Nummer an. Angi beschloß, die Katze mit zu sich nach Hause zu nehmen und erklärte der Melderin, dass sie daheim in Ruhe und mit Hilfe von TASSO versuchen wollte, die Besitzer zu ermitteln. Für kleine Kinder ist der Anblick toter Tiere kein gutes Ereignis, weshalb sich Angi zu dieser Vorgehensweise entschloss.

Zuhause kontaktierte sie mit der angezeigten Nummer TASSO. Diese wollten den Besitzer in Kirchheim erreichen und sich dann bei Angi zurückmelden. Leider konnte der Besitzer nicht erreicht werden, da jedoch eine Datenfreigabe vorlag, durfte Angi mit den von TASSO erhaltenen Kontaktdaten weiterhin versuchen, die Besitzer zu kontaktieren. Nach einiger Zeit hatte sie dann auch Glück.

Angi schilderte den Besitzern die traurigen Fundumstände und staunte nicht schlecht, als sie erfuhr, das die Fellnase bereits seit 2019 als vermisst galt. „Antonia“, so hieß das Katzenmädchen, war damals leider nur zwei Tage bei ihnen, bevor sie ausbüxte und fortan als vermisst galt. Wo die Fellnase wohl in der Zwischenzeit war? Wir wissen es leider nicht.

Trotz der nur wenigen Tage, die Antonia bei ihren ursprünglichen Besitzern war, die sie seit drei Jahren nicht mehr gesehen hatten, erklärten sie sich sofort bereit, sie nach Hause zurück zuholen und sich im Kreis der Familie von ihr zu verabschieden. Sie holten ihre Fellnase bei Teammitglied Angi noch am selben Tag ab und dankten ihr und unserem Verein für die Sicherung und Besitzerermittlung mit einer großzügigen Spende. An dieser Stelle sagen wir nochmals ganz herzlichen Dank an Antonias Familie.

Offenbar hattest Du dich in 2 Tagen in das Herz deiner neuen Dosen-öffner geschlichen und warst sofort ein geliebtes Familienmitglied. Komm gut über die Regenbogenbrücke kleine Ausreißerin Antonia.

🌈🖤🐾




Freitag, 04.03.2022 |
Nr. 125/2022

🐾 Happy End für Katzenmädchen MOMO 🐾

In der Nacht vom 4. auf den 5. März ging um 23.47 Uhr eine Meldung über eine zugelaufene Katze in der Friedrichstraße in Ludwigsburg ein, die laut den Meldern orientierungslos wirke. Das Tierheim Ludwigsburg hatte unseren Verein gebeten, zu den Meldern zu fahren, um nach möglichen Kennungen an dem Tier zu suchen, um so im besten Fall die Besitzer zu ermitteln. Teammitglied und 2. Vorstands-Vorsitzende unseres Vereins Caro machte sich nur 15 Minuten später auf den Weg dorthin.

Vor Ort angekommen, begrüßte sie die gesamte Familie inklusive der Kinder sehr freundlich und auch der Bruder des Melders war da. Er berichtete, dass sie die Katze wohl schon am Vortag in der Nacht gesehen hätten und sie am Folgetag ziellos ein paar Mal die Straße entlang gelaufen sei. Schlussendlich sei sie den Meldern ins Haus gefolgt und hatte es sich jetzt in einer Ecke gemütlich gemacht.
Caro lockte die Fellnase an und nahm sie auf den Arm, was sie „noch“ mit sich machen ließ. Die Laune der Fundkatze nahm ab diesem Zeitpunkt dann aber rapide ab 😉 und so konnte Caro auch nur kurz „ertasten", dass es sich wahrscheinlich um ein Katzen-Mädchen handelte. Caro zückte ihr Chiplesegerät, was von den Kindern der Familie neugierig beobachtet wurde. Während sie das Gerät über die Samtpfote, die sie bereits in die Transportbox gesetzt hatte, gleiten liess, erklärte Caro den Kindern, was es mit dem Chippen der Haustiere auf sich hatte und das damit im besten Fall der Besitzer der Katze zu ermitteln war. Vorausgesetzt, dass das so wichtige Anmeldeprocedere bei TASSO von den Besitzern der Katze abgeschlossen worden war.

Leider war es in diesem Fall nicht so: die Fellnase hatte zwar einen Chip. Die Nummer war jedoch nicht im Register eingetragen. Mittlerweile war die Katze recht kratzbürstig. Sie fauchte in ihrer Transportbox, in die sie Caro glücklicherweise gleich nach dem Aufnehmen gesetzt hatte.

Vor der Haustüre im Gehen begriffen, sprach sie der Bruder ebenfalls auf das Anmeldeprocedere an. Er hatte einen Bullterrier und diesen „nur“ bei der Polizei gemeldet. Caro erklärte auch ihm geduldig, dass er sein Tier bitte noch dringend bei TASSO anmelden müsse, da sonst im Verlustfall kein Besitzer zu ermitteln sei. Er war ihr sehr dankbar und so verabschiedete sich Caro von der superlieben Familie, um die hübsche Fellnase in das Tierheim zu bringen. Auch dort war die Fellnase wohl sehr unkooperativ. Die Mitarbeiterin des Tierheimes erklärte Caro, die nämlich  längere Zeit auf die Rückgabe ihrer Transportbox warten musste, dass die kleine Kratzbürste beim Umsetzen sogleich in den Kampfmodus umswitchte und die Mitarbeiterin leichtere Blessuren davon trug.

Wie immer wurde zeitgleich zum Geschehen auf den Social Media Kanälen der Tier-Engel unterwegs die Fundkatze gepostet.
https://www.facebook.com/Tierengelunterwegs/posts/664308664994657

Lieder blieb die Besitzersuche auf diesem Wege diesmal erfolglos. Teammitglied Nela ist als Suchmelder bei TASSO registriert und so erhielt sie am 07.03. eine Suchmeldung auf ihr Handy. Zwar ohne Bild aber mit genauer Beschreibung: „Norwegische Waldkatze-Mix, grau getigert mit Namen Momo, weiblich Jahrgang 2018, kastriert und wohnhaft in LB in der Egerländer Straße, vermisst seit 03.03.2022“ Nela dachte sofort an die Fundkatze vom 04.03., prüfte Wohnort und Fundort, ein Fußweg von 2 min wurde angezeigt. Nela war zu 100% sicher, dass es sich um die von Caro sichergestellte Fellnase handeln musste. Sie nahm sofort Kontakt zu Caro auf, die die Chip-Nummer abgespeichert hatte. Volltreffer!!!!

Der Besitzer hatte also zwischenzeitlich eine Suchmeldung bei TASSO aufgesetzt und so fand auf diesem Wege die Fellnase „Momo“ wieder in ihr Zuhause zurück.

WAS sagt uns das?   Nicht das chippen der Tiere allein ist wichtig. Ausschlaggebend ist immer auch die Registrierung im Haustierregister. So und nur so hätte man dem Tier den Umweg über das Tierheim ersparen können und sie gleich wieder nach Hause bringen können.




Donnerstag, 03.03.2022 |
Nr. 123/2022

Nachdem am Donnerstag über den Notfall-Chat die Meldung einer toten Katze in Kornwestheim reinkam, gab Teammitglied Tanja die Info, dass sie den Einsatz übernimmt.

Sie fuhr zur Melderin, die das leblose Fellnäschen bereits gesichert und mit zu sich nach Hause nach Stammheim genommen hatte. Dies war in diesem Falle eine Herausforderung, da das Tier offensichtlich nicht erst seit heute verstorben war…. Es war bereits anderes Getier an dem leblosen Körper und das Untersuchen der vorhandenen Tattoo eine Herausforderung für Tanja.

Leider gab es keinen Chip und das Entziffern der Tattoo war nicht vollständig möglich. Nachdem wir nach einigen Recherchen über den Tierarzt, der das Tier tätowiert hatte, mit diversen Kombinationen aus Zahlen und Buchstaben nichts herausgefunden hatten und auch bei TASSO keinerlei Treffer verzeichnen konnte, erstellten wir in Facebook eine Fundmeldung. Aufgrund des schlechten Zustandes ließen wir die Originalbilder der - vermutlich Perser-Mix-Katze - weg. Leider haben wir keinerlei Hinweis zur Identität der Samtpfote erhalten und es hat sich bisher auch kein Besitzer gemeldet….

https://www.facebook.com/Tierengelunterwegs/posts/668746231217567
Wir wünschen auch Dir kleiner unbekannten Fellnase eine gute Reise über die Regenbogenbrücke….🌈🖤





Mittwoch, 02.03.2022 |
Nr. 122/2022

Es war Mittwoch Nachmittag gegen 14.30 Uhr - im Notfall-Chat kam die Meldung, dass auf einem Parkplatz in Asperg seit dem Morgen eine Eule sitzt.
Teammitglied Birgit hatte gerade Feierabend gemacht und dachte sich, der Einsatzort ist gleich um die Ecke, das schaue ich mir mal an. Sie gab im Notfall-Chat Bescheid, dass sie den Einsatz übernimmt.
Teammitglied Birgit traf den Melder vor Ort. Nachdem ihm jemand sagte, dass Tier würde seit dem Morgen dort sitzen, hat er auf der Suche nach Hilfe sofort im Tierheim Ludwigsburg angerufen. Dort gab man dem Melder unsere Notfallnummer weiter mit der Bitte, dass er sich direkt bei uns melden solle. Vielen Dank an das Tierheim Ludwigsburg für die grandiose Zusammenarbeit und das in uns gesetzte Vertrauen!
Der Melder hatte extra noch einen Kollegen so platziert, dass niemand auf diesen Parkplatz fahren konnte, an dessen Ende die Eule saß. War sie wirklich verletzt und flog nicht weg, bestand die Gefahr, dass ein Auto sie überfahren würde….
Birgit näherte sich vorsichtig dem Tier - dieses schaute sie mit offenen Augen an und der Melder meinte zu Birgit „Ach jetzt ist sie mal wach.“ Offenbar hatte das Tier die ganze Zeit mit geschlossenen Augen dagesessen. Teammitglied Birgit versuchte das Tier mit einem Handtuch zu sichern - dies misslang jedoch. Die Eule erhob sich in die Lüfte als sei nie was gewesen. Zielstrebig bog sie in ein nahe gelegenes Waldstück ab. Birgit und der Melder konnten beobachten, wie sich das Tier auf einem Ast niederließ.
Birgit konnte, während das Tier wegflog, nichts Ungewöhnliches feststellen - auch die Füße der Eule sahen unverletzt aus; die Flugbewegungen waren gleichmäßig - kein Hinweis auf Verletzungen. Möglicherweise war das Tier tagsüber mit etwas kollidiert, hatte ein Anflugtrauma und sich auf dem Boden von diesem erholt…
Birgit beendete diesen Einsatz und stellte wieder einmal fest, dass es ein tolles Einsatzergebnis war: Dem Tier ging es gut! Und das ist das Wichtigste für uns!




Dienstag, 01.03.2022 |
Nr. 118/2022

Am Dienstag gegen 14.30 Uhr rief uns ein besorgter Mann an, dass auf seinem Schuhabstreifer seit heute Morgen ein Marder liegen würde. Team Mitglied Birgit hat den Einsatz im Notfall-Chat gelesen - sie hatte gerade Feierabend gemacht und machte sich sofort auf den Weg nach Steinheim. Birgit selber hatte lange Zeit Frettchen als Haustiere und liebt diese Tiere und deren wilde Verwandte sehr.

Der Melder rief unterwegs nochmals bei Birgit an und teilte mit, dass der Marder gerade Anstalten machte, zu flüchten. Seine Hinterbeine könne er jedoch nicht richtig bewegen. Birgit bat den Melder, irgendetwas Kistenähnliches oder gar einen Wäschekorb über das Tier zu stülpen, dass es nicht weglaufen konnte. Offensichtlich brauchte es dringend Hilfe. Birgit war zu diesem Zeitpunkt nur noch 2 km von Meldeort entfernt.

Vor Ort angekommen, versuchten Birgit und der Melder dann gemeinsam den Marder direkt von dem Wäschekorb in die Transportbox zu bekommen - leider hat dies nicht funktioniert. Der kleine Kerl wollte - soweit es sein Zustand erlaubte - flüchten, doch Birgit war ihm mit ihren bißsicheren Handschuhen nah auf den kleinen kaputten Füßchen. Kurz vor der Hecke gelang es Birgit, das Tier zu sichern - der Marder drohte Birgit zwar, aber insgesamt spürte sie nicht viel Gegenwehr.

Birgit stellte fest, dass der Marder seine Hinterbeine noch ein wenig benutzte, insofern hatte es die Hoffnung, dass man dem kleinen Kerl im Tierheim Ludwigsburg helfen könne. Leider erfuhren wir am nächsten Tag aus dem Tierheim, dass es der kleine Marder nicht geschafft hatte. Komm gut über die Regenbogenbrücke! 🌈🖤




Montag, 28.02.2022 |
Nr. 115/2022

Am Montagnacht, den 28. Februar ging gegen 22.30 eine Totfundmeldung einer Katze in der Tier-Engel-Notfallgruppe ein, worauf sich Teammitglied Lisa direkt auf den Weg zum angegebenen Standort in Bönnigheim  machte. Das Polizeirevier Bietigheim hatte die tote Katze bereits von der Fahrbahn geborgen und auf den Gehweg gelegt. Vielen Dank für die grandiose Zusammenarbeit in den letzten Monaten an dieser Stelle auf das Revier!

Vor Ort angekommen fand Lisa die Katze auch gleich – friedlich, fast wie schlafend, auf dem Gehsteig vor. Traurig darüber, dass dieses schöne Tier sein Leben verloren hatte, strich sie mit ihrem mitgebrachten Chip-Auslesegerät über den leblosen Körper und erhielt auch direkt einen Treffer angezeigt. Anhand der Registriernummer erfragte Lisa die Besitzerdaten beim Haustierregister TASSO.

Die freundliche Dame am Telefon gab ihr die Auskunft, dass es sich um den Kater „Koks“ handelte - auch die weiteren Merkmale passten zur verunfallten Katze und so versuchte TASSO die Besitzer zu kontaktieren. Die Dame versprach Lisa, sich so rasch als möglich wieder zurückzumelden.

Die Besitzer konnten trotz der späten Stunde erreicht werden. Lisa erhielt die Nachricht über deren Kommen und blieb währenddessen noch vor Ort. Nicht lange darauf sah sie zwei Personen sehr eilig auf sich zu gehen, was Lisa im ersten Moment kurz verunsicherte. Sie hatte Angst, dass die Besitzer die Meldung missverstanden hätten und sie deshalb so eilig auf Lisa zu liefen (in der Annahme, dass die Katze noch am Leben sei…). Sie wussten jedoch Bescheid und bedankten sich tieftraurig bei Lisa, dass sie da geblieben war und bei ihrem Katerchen gewartet hatte.

Im folgenden Gespräch berichteten sie, dass sie noch drei weitere Katzen haben und der Kater gerade mal ein Jahr alt werden durfte. Die Besitzerin streichelte traurig über ihren toten „Koksi“ wie sie ihn liebevoll nannte – einmal mehr ein sehr, sehr emotionaler Augenblick – sowohl für die Besitzer als auch für unseren Tier-Engel Lisa.
Im weiteren Gespräch, in dem Lisa die Arbeit unserer Tierschutz-organisation erklärte, wurde die Fellnase behutsam in die mitgebrachte Box gelegt. Die Besitzer verabschiedeten sich von Lisa und dankten ihr und unserem Verein für diese – wie sie fanden – sehr wichtige Arbeit der Tierhalter-Ermittlung und Sicherung von verunfallten Haustieren.

Sehr sehr traurig machte sich auch Lisa daraufhin auf den Heimweg. Zuhause angekommen kuschelte sie sich - emotional noch sehr ergriffen von diesem Einsatz - in ihre eigenen Fellnasen und fand darin, was sie in diesem Augenblick brauchte……Trost, aber vor allem auch Halt. Für Lisa war das ein schwieriger Einsatz – denkt man dabei doch auch immer daran, dass man eigene Tiere zu Hause hat. Man fühlt mit den Besitzern mit, die ihren Schatz nun nicht mehr in den Armen halten können. Lisa war daher verständlicherweise auch noch Tage danach sehr bewegt von diesem Einsatz und traurig über den Ausgang. Gleichzeitig half ihr die Dankbarkeit der Besitzer, welche nun ihren kleinen vierbeinigen Schatz auf dem letzten Weg begleiten können…

Komm gut über die Regenbogenbrücke lieber „Koksi“. Deinen Besitzern wünschen wir Tier-Engel unterwegs ganz viel Kraft, die kommende schwere Zeit zu verarbeiten. 🖤🌈🐈




Samstag, 26.02.2022 |
Nr. 110/2022

Nicht nur Tieren helfen wir - auch deren Besitzern, wenn es nötig ist!
Am Samstagmorgen, 26. Februar um 8.45 Uhr wurde eine verletzte Katze mit vermutlich gebrochenem Hinterbein in Steinheim in einem Garten in der Notfallgruppe gemeldet. Teammitglied Franzi übernahm um 8.52 Uhr diesen Einsatz und fuhr schnellstmöglich zur angegebenen Adresse. Die ganze Familie der Melder erwartete Franzi bereits.

Sie hatten ein Handtuch ausgebreitet und der Fellnase Futter angeboten, was diese auch angenommen hatte. Sie saß mittlerweile unter einem Gebüsch. Die Familie sicherte mögliche Fluchtwege ab und so konnte Franzi die recht zahme Maus nach kurzem „Begegnungsschnüffeln“ problemlos in die mitgebrachte Transportbox setzen. Sie hatte eine Verletzung am Hinterbein und Franzi konnte auch eine Verletzung an der Schnauze erkennen. Die Familie hatte bereits nach einer Kennung gesucht, jedoch nichts gefunden. Franzi´s Chiplesegerät schlug ebenfalls nicht an. Eine schnelle Besitzerermittlung war daher leider vor Ort nicht möglich.
Franzi verabschiedete sich von der aufmerksamen Familie und bedankte sich für deren umsichtiges Handeln. Mit „Tier-Engel unterwegs“-Gründerin Marion besprach sie sich zur weiteren Koordination. Im Hintergrund wurde von Teammitglied Nela mit den gemachten Bildern und dem Auffindeort sofort ein Aufruf zur Ermittlung der Besitzer in den sozialen Medien gepostet.

https://www.facebook.com/Tierengelunterwegs/posts/659769302115260

Marion hatte die verletzte Fellnase mittlerweile bei unserem kooperierenden Tierarzt Frau Hoffmann-Füsser in Bissingen angemeldet und Franzi brachte die Fellnase schnellstmöglich zur Erstversorgung in die Praxis. Nach der eingehenden Untersuchung inklusive Röntgen wurde ein glatter Bruch am Oberschenkel knapp über dem Knie festgestellt und auch der Kiefer war verschoben. Später in der Tierklinik, wo die arme Maus operiert werden sollte, stellte sich heraus, dass auch der Kiefer gebrochen war.

Schon am Nachmittag desselben Tages wurde die Besitzerin ermittelt. Es war eine ältere Dame, die nicht mobil ist und die Wohnung auch nicht mehr verlassen kann. Kätzin „Kaja“ war vom Balkon des 5. Stockes eines Mehrfamilienhauses gefallen und wurde bereits seit 21. Februar vermisst. Das Haus befand sich in unmittelbarer Nähe zum Fundort. Was musste die arme Maus in der Zwischenzeit gelitten haben? Gott sei Dank konnte sie gesichert und behandelt werden.

Die Brüche wurden in der Tierklinik Ludwigsburg operiert und Kaja durfte nach kurzem Aufenthalt zu ihrer Besitzerin zurück. Den Transport übernahm wiederum Teammitglied Franzi, die zuvor noch eine XXL-Faltbox aus unserem Vereinslager besorgte. Die Fellnase soll sich zunächst so wenig wie möglich bewegen, damit die Heilung nicht durch zu viel Bewegung gefährdet wird.

Noch während der Tage, in denen Kaja in Behandlung war, fuhren Marion und Caro - 1. und 2. Vorstand unseres Vereines - zur Besitzerin der Katze und brachten auf dem Balkon der älteren Dame ein Schutznetz an, damit für die Zukunft solche Unfälle nicht mehr passieren können. Auch für solche Einsätze sind wir vom Verein „Tier-Engel unterwegs“ da. Die Aufgaben sind sehr vielfältig und gemeinsam freuen wir uns, wenn Tieren in Not und deren Besitzern dank unserer ehrenamtlichen Arbeit geholfen werden kann.

Kaya ist bis zur Beendigung der vom Tierarzt verordneten Medikamentation bei Teammitglied Franzi zur „Zwischenpflege“. Die 3 letzten Bilder sind von Kaya auf der Pflegestelle. Auch für solche Fälle gibt es uns Tier-Engel unterwegs (die ältere Dame hat etwas Schwierigkeiten mit der Verabreichung der Medikamente). Alsbald darf Kaya aber wieder zu ihr zurück.

Wir wünschen Kaja eine recht schnelle und vollständige Genesung. Der Dank geht an die aufmerksamen Melder, die beteiligten Teammitglieder, allen voran unserer Franzi und an die kooperierenden Tierärztin Frau Hoffmann-Füsser sowie die Tierklinik Ludwigsburg.




Freitag, 25.02.2022 |
Nr. 107/2022

Es war Freitag - Feierabend gegen 17.30h. Teammitglied Jule war unterwegs und wurde von „Tier-Engel unterwegs“-Gründerin Marion angerufen.

Ob Jule schnell nach Poppenweiler fahren könne, weil da ein Baum gefällt werden soll, in dem sich laut der Melderin noch ein Vogelnest von Greifvögeln befinden sollte. Die Dame habe sich ganz aufgeregt und besorgt auf dem Notfall-Telefon gemeldet. Marion sagte ihr, dass sie sich das nicht vorstellen kann, da Greifvögel jetzt noch keine Jungtiere haben. Die Melderin beharrte aber weiter darauf und ließ nicht locker.

Jule war anderweitig unterwegs, unterbrach dies jedoch und telefonierte sich mit Teammitglied Debbie zusammen. Beide vereinbarten, den Einsatz gemeinsam zu übernehmen. Jule holte Debbi ab und zusammen fuhren sie nach Poppenweiler.

Vor Ort angekommen wurden sie von der sehr aufgeregten Melderin empfangen. Diese berichtete, dass Männer In einer Hebebühne Ast für Ast entfernt haben - es sind auch Nester in dem Baum. Allerdings sind diese nun doch verlassen und leer. Sie habe auch schon mit dem NABU telefoniert. Die Melderin berichtete unseren Teammitgliedern, dass ihre Eltern ganz in der Nähe wohnen würden und im eigenen Garten geben sie Igeln die Möglichkeit zum Überwintern. Auch um die Vögel würden sie sich kümmern, sie sind alle sehr sehr tierlieb und sorgten sich um jedes Lebewesen.

Am nächsten Tag sollten die Fällarbeiten fortgesetzt werden. Die Melderin wollte alles im Auge behalten und sich bei Bedarf wieder bei uns melden. Jule und Debbi lächelten - ein einfacher Einsatz war es diesmal. Und wieder sind wir dankbar, dass es doch soviel Menschen gibt, die die Augen aufmachen und den Tieren beistehen - gern fahren wir lieber einmal umsonst raus, als dass ein Lebewesen zu Schaden kommt!




Donnerstag, 24.02.2022 |
Nr. 105/2022

Am Donnerstag Abend gegen 17 Uhr kam über das Notfalltelefon die Meldung, dass eine Taube mit vermutlich PMV* in Ludwigsburg vor dem Juwelier Hunke sitzt, die Melderin sei leider nicht mobil, um das Tier ins Tierheim zu bringen. Fürsorglich hatte sie die Taube in einem Stoffbeutel gesichert.

Teammitglied Birgit war zu diesem Zeitpunkt unterwegs, um ein Hund mit seinem Herrchen zur Hunde-Physiotherapie zu bringen. Nachdem Birgit die beiden „abgegeben“ hatte, fuhr sie ins Zentrum von Ludwigsburg. Soweit wie sie kam, denn die Fußgängerzone von Ludwigsburg ist für Autos gesperrt.

Mit der Melderin hatte Birgit einen Treffpunkt vereinbart, an dem die Übergabe des Täubchens erfolgte. Samt Stoffbeutel setzte Birgit das Tier in die mitgebrachte Softbox und fuhr direkt ins Tierheim Ludwigsburg, welches bereits durch „Tier-Engel unterwegs“-Gründerin Marion vorab informiert war. Nach Abgabe fuhr Birgit zurück zur Hundephysiotherapie, wo sie Hund und Herrchen wieder „in Empfang“ nahm und beide heimfuhr.
Für das Täubchen hoffen wir das Beste und wünschen rasche Genesung!

*PMV - Paramyxovirose - Erklärung:
Die Tauben sind drei bis fünf Tage nach der Infektion vermehrt schreckhaft und zeigen Koordinationsprobleme wie plötzliches Stehenbleiben, gegen die Wand laufen, Stolpern oder Verfehlen von Futterkörnern beim Picken. Es kommt zu Polyurie mit durchfallähnlichen Erscheinungen, die durch vermehrte Wasseraufnahme und -ausscheidung bedingt sind. Oft treten Wasserpfützen mit geformten Kot auf dem Boden auf. Ein bis zwei Wochen nach der Infektion beginnen einseitige Lähmungen der Flügel und Beine bis hin zum Festliegen. Ohne manuelle Versorgung verhungern und verdursten die festliegenden Tauben.

Ab der 3. Woche treten bei ca. 5–30 % der Tiere zentralnervöse Erscheinungen auf: einseitige Bewegungs- und Haltungsstörungen der Flügel und Ständer (Schiefflieger), Kopfverdrehen in unterschiedlichem Ausmaß für mehrere Wochen und vermehrte Schreckhaftigkeit. Die Symptome treten nicht immer gleichzeitig oder zusammen auf, häufig können die Krankheitsanzeichen auch einzeln und in unterschiedlich starker Ausprägung beobachtet werden. Ein geringer Teil der Tiere verendet vier bis sieben Tage nach Beginn der Erkrankung.

‼ Eine Behandlung ist möglich – je eher, desto besser!!!
Deshalb bitte schaut nicht weg ‼
Wenn ihr solch Tiere seht, setzt sie in einen Karton und fahrt sie bitte gleich ins Tierheim nach Ludwigsburg – dort wird ihnen geholfen! Solltet Ihr nicht mobil sein, dann meldet Euch bitte auf unserem Notfalltelefon.

Ihr müsst keine Angst vor Ansteckung haben: Säugetieren und Menschen kann das Virus nichts anhaben!
Adresse Tierheim Ludwigsburg
Kugelberg 20, 71642 Ludwigsburg
TEL.: 07142/250410




Donnerstag, 24.02.2022 |
Nr. 104/2022

Ein Anruf auf unserem Notfalltelefon am Donnerstag Morgen um 8.45h brachte den ersten Einsatz des Tages. In Heimsheim wurde eine zugelaufene Katze gemeldet, die keinerlei Anstalten machte, zu gehen und es sich in der Wohnung gemütlich machen würde. Das Tier würde seit 2 Tagen zu Besuch kommen und zwar dreimal am Tag. Sie würde ausgiebige Kuscheleinheiten verlangen und die Melderin vermutete, dass die Samtpfote vermutlich nicht mehr heimfinden würde…. Und bei dem aktuellen Wetter wollte sie das Tier nicht einfach wieder aussperren…. Ob jemand kommen könne, um durch eine evtl. Kennzeichnung den Halter zu ermitteln….

Unser Teammitglied Sandra hat diesen Einsatz übernommen. Die Melderin hat schon an der Straße auf Sandra gewartet. Als Sandra die Wohnung betrat, sah sie den Hund der Familie - doch dieser war nur wenig an der gepflegten, gut genährten Katze interessiert. Die Fellnase hielt einen kleinen Sicherheitsabstand, sonst kamen die beiden gut miteinander aus.

Sandra erkannte in den Ohren eine Tätowierung. Ein Anruf bei TASSO ergab dann, dass es sich um das Katzenmädchen Finja handelte. Finja wurde bereits seit 2 Tagen vermisst. TASSO informierte die Besitzer und diese machten sich auch gleich auf den Weg zur Melderin. Wie sich herausstellte, waren Besitzerin und Finderin frühere Bekannte. Sandra erfuhr dann, dass Finja erst seit Mitte Dezember bei der Familie lebte. Die Kleine wurde wohl früher ausgesetzt und hatte erst vor einem halben Jahr Nachwuchs zur Welt gebracht. Mittlerweile ist Finja sterilisiert und geniesst ihr neues Leben.

Nachdem die Besitzerin 3 Tage verreist war, hat sich Finja kurzerhand ein neues Plätzchen gesucht - nur 3 Straßen weiter. Beim Wiedersehen strafte Finja ihre Besitzerin zunächst mit Missachtung. Nach einigen Minuten war sie dann aber doch froh, ihr Frauchen wieder zu sehen und „erzählte“ ihr fleißig von ihren Abenteuern in den letzten Tagen…

Finjas Besitzerin lud Sandra ein, sie zuhause zu besuchen und sich zu überzeugen, dass es der Felllnase gut gehen würde - doch Sandra lehnte dankend ab. Vermutlich war Finja nur „sauer“, dass ihr Frauchen weggefahren ist und mit der Urlaubsvertretung nicht einverstanden und ist deshalb „weggelaufen“.




Mittoch, 23.02.2022 |
Nr. 102/2022

Am Mittwochnachmittag, den 23.02.2022 wurde „Tier-Engel unterwegs“-Gründerin Marion informiert, dass sich in Bissingen in der Flösserstraße ein Verkehrsunfall ereignet hatte, bei dem eine Katze verunfallt war. Die Fellnase hatte die Kollision leider nicht überlebt.

Marion machte sich auf den Weg dorthin. Die hinzugezogene Polizeistreife wartete noch am Unfallort und hatte das Tier bereits auf eine Kennzeichnung hin untersucht. Ein wunderhübscher roter Kater, der leider viel zu früh über die Regenbogenbrücke gehen musste. Auch Marion prüfte nochmals mit ihrem Chiplesegerät auf eine Kennung hin - aber es blieb dabei - der unkastrierte Kater war nicht gechipt und auch nicht tätowiert.

Eine Dame kam gerade aus dem Haus nahe des Unfallgeschehens heraus. Marion sprach sie deshalb an, ob sie wisse, zu wem denn das Tier gehören könnte. Die Fellnase kam wohl immer aus derselben Richtung aus einer Hofeinfahrt spaziert. Marion versuchte daraufhin die Besitzer der Katze in der angrenzenden Nachbarschaft zu ermitteln. Trotz diverser Versuche und klingeln an verschiedenen Häusern, konnten die Besitzer der Fellnase leider nicht gefunden werden.

Ein kürzlich verunfalltes Tier zu bergen und für die Besitzerermittlung zu sichern, stellt für jedes Team-Mitglied eine noch größere emotionale Herausforderung dar, als dies bei Tieren der Fall ist, die schon länger über die Regenbogenbrücke gegangen waren.😢

So erging es auch Marion, die den toten Kater behutsam in ihr Auto trug. Den noch warmen leblosen Katzenkörper in den Händen zu halten, der eben noch so voller Leben war, ist schon sehr, sehr harter Tobak. Uns Tierhelfern zerreißt es dabei fast das Herz. Die letzte Ehre, die man dem toten Tier erweisen kann, ist alles dafür zu tun, seine Besitzer zu ermitteln.

Wie immer bei nicht gekennzeichneten Tieren wurde eine Fundmeldung in unseren sozialen Netzwerken gepostet. 2 Tage später meldete sich der Besitzer bei uns…. Garfield – ein gerade mal neun Monate alter Kater - durfte für seine letzte Reise zu seinen Besitzern nach Hause zurück. Marion gestaltete das Ruhekissen für Garfield wie immer mit viel Liebe und schluckte beim Anfertigen wieder und wieder durch… Das Gefühl, den kleinen Garfield noch warm und wie schlafend in ihren Armen gehalten zu haben, wird sie lange lange nicht vergessen…..

Garfields Bruder und seine Besitzer werden ihn sicher noch lange schmerzlich vermissen - wir wünschen ihnen ganz viel Kraft für die kommende Zeit. Run free kleiner Garfield…🐾🌈🖤




Mittoch, 23.02.2022 |
Nr. 101/2022

Am Mittwoch um 9h wurde uns eine Taube gemeldet, welche in Kornwestheim auf einem Balkon „gestrandet“ war und nicht mehr wegfliegen würde… Die Melderin hatte das Tier bereits gesichert, doch war nicht mobil.

Teammitglied Sandra übernahm den Einsatz, obwohl sie gesundheitlich angeschlagen war. Vor Ort angekommen, fand sie das Tier in einem Karton vor. Die Taube war flugunfähig und hatte den Kopf immer sehr nach rechts oben verdreht. Tauben sind ja ziemlich gut darin den Kopf zu drehen, aber das sah schon seltsam aus, fand Sandra. Alle Zeichen deuteten wieder auf die sich verbreitende Taubenkrankheit PMV* hin.

Sandra setzte das Täubchen in die mitgebrachte Softbox und fuhr sie ins Tierheim, wo sich weiter um den Patienten gekümmert wird. Ziemlich ko fuhr Sandra heim, wo sie sich dann um ihre eigene Gesundheit kümmerte. Sie hatte trotz der Anstrengung, die der Einsatz für sie bedeutete, ein wunderbares Gefühl in sich.

*PMV - Paramyxovirose - Erklärung:
Die Tauben sind drei bis fünf Tage nach der Infektion vermehrt schreckhaft und zeigen Koordinationsprobleme wie plötzliches Stehenbleiben, gegen die Wand laufen, Stolpern oder Verfehlen von Futterkörnern beim Picken. Es kommt zu Polyurie mit durchfallähnlichen Erscheinungen, die durch vermehrte Wasseraufnahme und -ausscheidung bedingt sind. Oft treten Wasserpfützen mit geformten Kot auf dem Boden auf. Ein bis zwei Wochen nach der Infektion beginnen einseitige Lähmungen der Flügel und Beine bis hin zum Festliegen. Ohne manuelle Versorgung verhungern und verdursten die festliegenden Tauben.

Ab der 3. Woche treten bei ca. 5–30 % der Tiere zentralnervöse Erscheinungen auf: einseitige Bewegungs- und Haltungsstörungen der Flügel und Ständer (Schiefflieger), Kopfverdrehen in unterschiedlichem Ausmaß für mehrere Wochen und vermehrte Schreckhaftigkeit. Die Symptome treten nicht immer gleichzeitig oder zusammen auf, häufig können die Krankheitsanzeichen auch einzeln und in unterschiedlich starker Ausprägung beobachtet werden. Ein geringer Teil der Tiere verendet vier bis sieben Tage nach Beginn der Erkrankung.

‼️ Eine Behandlung ist möglich – je eher, desto besser!!!
Deshalb bitte schaut nicht weg‼️
Wenn ihr solch Tiere seht, setzt sie in einen Karton und fahrt sie bitte gleich ins Tierheim nach Ludwigsburg – dort wird ihnen geholfen! Solltet Ihr nicht mobil sein, dann meldet Euch bitte auf unserem Notfalltelefon.

Ihr müsst keine Angst vor Ansteckung haben: Säugetieren und Menschen kann das Virus nichts anhaben!




Samstag, 19.02.2022 |
Nr. 92/2022

Samstag noch in der Nacht - ganz früh ging auf dem Notfalltelefon die Meldung einer toten Katze in Freiberg ein. Teammitglied Andrea wachte um halb sieben Uhr auf und wollte eigentlich nur schauen wieviel Uhr es ist. Prompt las sie im Notfallchat die Meldung.

Da sie in Freiberg wohnt, übernahm Andrea um 7 Uhr den Einsatz.
Ganz Freiberg schlief noch, als sie bei der toten Fellnase ankam. An der gemeldeten Stelle stand schon ein Polizeiauto. Andrea fragte die Beamten, ob sie ein Chiplesegerät dabei hätten.  Sie vereinten das. Andrea sagte, sie kommt vom Tierschutzverein „ Tier-Engel unterwegs“ und würde nach einem Chip schauen. Darüber waren die Polizeibeamten sehr erleichtert. Das Gerät schlug auch sofort an und Andrea startete den Anruf bei Tasso.

Wie immer in solchen Situationen steigt die Anspannung. Hoffentlich ist das Tier registriert. Und diesmal hatte unser Teammitglied Glück. Für „Tonic“ - so hieß die Samtpfote -  waren Kontaktdaten hinterlegt. Da keine Datenfreigabe vorlag, musste Andrea warten, bis Tasso sie zurückrief. Behutsam deckte sie Tonic mit einem Handtuch zu und blieb bei ihm. Andreas Gedanken weilten bei der Familie, die bald eine schlimme Nachricht erhalten wird..... Sicher wartet deine Familie, dass Du am Morgen heimkehrst - doch diesmal würdest Du zum letzten Mal heimkehren....

Die Polizisten fuhren weiter, nachdem Andrea ihnen gesagt hatte, dass sie auf den Rückruf warte. Leider konnte Tasso niemanden erreichen. So nahm Andrea den kleinen Engel Tonic mit und fuhr ihn zu „Tier-Engel unterwegs e.V“ - Gründerin Marion.

Andrea hatte einen vollen Tagesplan und sie wollte Tonic auch nicht so an die Besitzer zurückgeben. Unser 1. Vorstand Marion näht für solche Fälle weiße Säckchen, die dann liebevoll gestaltet werden. Ein paar Stunden später kam der Anruf von Tonics Besitzerin, welche verständlicherweise völlig aufgelöst war. Auch Andrea kamen in dem Gespräch die Tränen. Sie gab ihr die Telefonnummer vom Notfalltelefon, welches Marion betreut, damit die Frauen einen Termin vereinbaren konnten, wann Tonic nach Hause geholt werden kann. Er durfte 4 Jahre alt werden und seine letzte Reise im Kreise seiner Familie antreten…

Gute Reise über die Regenbogenbrücke kleiner Tonic. 🖤🌈🐾 Deinen Besitzern wünschen wir viel Kraft, um diesen schmerzlichen Verlust zu bewältigen.




Donnerstag, 17.02.2022 |
Nr. 90/2022

Am Donnerstag, dem 17.02. wurde eine überfahrene Katze zwischen Freiberg und Monrepos im Notfallchat gemeldet. „Tier-Engel unterwegs“-Gründerin Marion rief Teammitglied Andrea aus Freiberg direkt an ob sie schnell schauen könnte ob es eine Katze ist bzw. ob das Tier noch da liegt.

Andrea übernahm den Einsatz. Da das Tier auf der Straße liegend gemeldet wurde, machte sie sich auf das Schlimmste gefasst. Und es wurde schlimm. Auf der Straße lag ein plattgefahrenes Tier in einer Blutlache. Solche Einsätze, auch von anderen Teammitgliedern, lassen Andrea nicht kalt. Oft klickt sie Fotos von verunglückten Katzen im Notfallchat, welche hier vollkommen ungefiltert ankommen, schnell weg. Zu nah geht es ihr und solche Einsätze bringen sie an ihre mentale Grenze. Deshalb engagiert sich Andrea sehr stark in anderen Bereichen unseres Vereins - und übernimmt in Ausnahmefällen auch solche „blutigen“ Einsätze.

Marion wusste, dass Andrea dieser Einsatz Überwindung kosten würde und begleitete sie telefonisch bei diesem Einsatz. Andrea fuhr an dem verunglückten Tier vorbei und konnte nicht erkennen was es ist. Sie suchte eine Parkmöglichkeit, zog ihre Warnweste an, da viele Autos unterwegs waren und marschierte auf dem Grünstreifen zur Unfallstelle. In einem autofreien Moment nutzte Andrea die Gelegenheit, um auf die Straße zu kommen.

Ein furchtbarer Anblick für sie.… Es waren mehrere Autos bereits über das Tier drübergefahren - außer etwas Fell und lange Ohren konnte Andrea kaum noch etwas erkennen. Dem Fell und Ohren nach war es ein Hase. Hoppe gut über die Regenbogenbrücke Meister Langohr…. 🐇🌈🖤

Andrea beendete den Einsatz - wir sagen Danke dafür liebe Andrea. Dass Du Dich überwunden hast, weil Du wolltest, dass eine Katze zurück nach Hause kommt… Auch wenn es „nur“ ein Hase war...
Vielen Dank von Andrea auch nochmals an Marion für den telefonischen seelischen Beistand.

Als Team schätzen wir jeden, der sich aktiv engagiert - jeder hat seine Stärken auf einem anderen Gebiet - gemeinsam vereint setzen wir diese im Tierschutz ein!




Dienstag, 15.02.2022 |
Nr. 83/2022

Von einem Ehrenamt zum nächsten Ehrenamt

Es war am Dienstag Abend, Teammitglied Caro hatte heute früh Feierabend gemacht, musste aber noch zum THW und dort ein paar Dinge regeln. Anschließend war sie noch einkaufen und bei der Rückkehr fand Caro zum Glück direkt am Tiefgarageneingang einen Parkplatz.

Normalerweise schaut sie nicht mehr in die Tiefgarage, denn da steht im Winter ihr Oldtimer und das Motorrad auf dem Stellplatz. Heute war etwas anders:

Als Caro um ihr Auto herum lief, schaute sie mehr zufällig in die Tiefgarage hinein. Direkt unter der hellen Neonröhre sah sie einen ihr bekannten Kater sitzen - Caro schätzt, dass es eine russisch-blau ist. Die Fellnase läuft immer in der Gegend herum, drückt sich nah an die Häuserwände und beim Überqueren der Straße schaut das Tier auch immer genau, ob Autos kommen. Bei Fremden verhält sich das Tier sehr scheu - also von dem her alles gut.

Allerdings fiel Caro auf, dass die Fellnase von selber nicht mehr aus der Garage herauskam, denn diese war mit einem schmalen Gitter geschützt. Vermutlich gelang es der Samtpfote bei offenem Garagentor hineinzuschlüpfen, um dann den Ausgang zu verpassen, bevor das Garagentor wieder zuging.

Caro lief in die Tiefgarage und die Fellnase versteckte sich unter dem ersten Auto. Caro bediente ein paarmal das Garagentor, doch die Fellnase lief von alleine nicht raus. Anschließend lief Caro ein paarmal um das Auto ,unter welchem die Fellnase saß, herum - doch diese rührte sich nicht.

Caro forderte im Team Unterstützung an, da ihr bewusst war, dass sie allein die Fellnase nicht rausbekommen würde und sie wollte diese auch nicht noch weiter in die Tiefgarage abdrängen. „Tier-Engel unterwegs“ Gründerin Marion und Teammitglied Sandra, welche sich zufällig bei Marion befand, sicherten sofortige Hilfe zu und keine 5 Minuten später waren sie bei Caro an der Tiefgarage.

Während Caro schaute, dass das Garagentor offenblieb, schnitt Sandra der Fellnase den Fluchtweg ab. Marion dagegen arbeitete mit einem Kescher unter dem Auto. Die Fellnase rannte nicht wie ursprünglich befürchtet, ziellos unter dem Auto hervor, sondern lief zügig - sich wie sonst auch immer an die Wand drückend - aus der Garage heraus.




Dienstag, 15.02.2022 |
Nr. 82/2022

Teammitglied Sandra las kurz vor ihrer Mittagspause die Meldung in unserem Notfallchat, dass eine ungesicherte verletzte Taube in Bönnigheim ist. Auf dem Bild sah man blutiges Federkleid und ein kleines Türkentäubchen – was war ihm wohl widerfahren?

Sandra musste erst von Ludwigsburg heimfahren nach Bönnigheim. Und sah dann erst zu Hause, dass der Standort Besigheim war. So machte sich Sandra mit ihrer Notfallausrüstung dann zur Melderin auf den Weg.

Sandra stand vor einem Mehrfamilienhaus.  Man hatte sie bereits gesehen und geleitete Sandra in den Garten, wo das Täubchen bereits mit einem Wäschekorb, über den ein Handtuch gelegt war, gesichert war. Sandra bedankte sich bei der Melderin für die Unterstützung.

Beim Hochheben des Handtuches flatterte das verletzte Täubchen stark, so dass Sandra sich beeilte, das Tier schnellstmöglich ins Auto zu bringen, es in die Softbox umzusetzen und ohne sich weiter um die Verletzungen zu kümmern, auf den schnellsten Weg ins Tierheim nach Ludwigsburg machte.

Die Taube sah nicht gut aus - der Kopf war nach hinten überstreckt, eine Zecke auf dem Kopf und eine offene Wunde am Flügel. Trotz der Verletzungen flatterte das Tier in der Softbox stark hin- und her und fiel erschöpft immer wieder auf die Seite….

Im Tierheim abgegeben hieß es nach der Untersuchung, dass das Tier vermutlich eine heftige Kollision mit etwas Unbekannten hatte, eine offene Wunde am Flügel und ein Schädel-Hirn-Trauma. Eine vorsichtige Prognose war, dass das Täubchen es trotz den Verletzungen doch schaffen könnte – wir hoffen das Beste für Dich, kleines Täubchen!




Montag, 14.02.2022 |
Nr. 81/2022

Am Nachmittag des 14.02.2022 rief eine Dame auf dem Notfalltelefon an und be-richtete, dass auf ihrem Balkon in Ludwigsburg-Eglosheim eine weiße Taube sei, die auch recht zahm erschien und sich in unmittelbarer Nähe zu ihrem Balkon eine zweite weiße Taube aufhalten würde.

„Tier-Engel unterwegs“-Gründerin Marion vermutete sofort, dass es sich um sogenannte „Hochzeitstauben“ handelte (der Tag 12.02.2022 an dem viele Hochzeiten stattgefunden hatten, war gerade erst vergangen). Leider wird dieser unsägliche Brauch, Tauben als Glückssymbol fliegen zu lassen, zu deren Schicksalstag. 😢Oft finden sie nicht zu ihrem Taubenschlag zurück oder werden von vornherein nur zu diesem einen Zweck gezüchtet und dann einfach ihrem Schicksal überlassen.

Marion bat die Melderin darum, ein Foto zu übersenden und die Adresse zu übermitteln. Kurz darauf meldete sich diese wieder. Die Taube war leider beim fotografieren davon geflogen. Am darauffolgenden Spätnachmittag meldete sich die Dame erneut und berichtete, dass nun beide Tauben auf dem Geländer des heimischen Balkons sitzen würden und bat um Abholung.

Ein Einfangversuch würde mit Sicherheit scheitern, da die Tauben mobil waren und davonfliegen würden. Marion schlug der Melderin deshalb vor, einen Käfig mit Futter auf dem Balkon zu platzieren - eventuell konnte man so beide Täubchen si-chern. Die Melderin stimmte diesem Unterfangen zu und so fuhr Marion zur angege
benen Adresse. Zuvor wurde ein entsprechender Käfig von einem Teammitglied in Besigheim abgeholt. Vor Ort angekommen überlegte Marion noch kurzzeitig, ob doch ein Einfangversuch mit Kescher gewagt werden sollte. Das Taubenpärchen hatte sich mittlerweile wegen des windigen Wetters in den Schutz der Balkon-mauer gesetzt. Da die Tauben jedoch nach vorne wegfliegen würden, hätte man sie damit vermutlich nur vertrieben, weshalb zu diesem Zeitpunkt davon abgesehen wurde.

Am nächsten Morgen schrieb die Melderin Marion an. Gegen halb sieben saß eine der Tauben ganz verschüchtert vor dem Hauseingang. Die zweite Taube war verschwunden. Gemeinsam mit ihrem Nachbarn sicherte die Melderin die Taube und setzte sie in den vorbereiteten Käfig. Es wurde den Tag über noch abgewartet, ob sich das Partnertier wieder zu ihr gesellen würde, was aber leider nicht der Fall war.

Mit dem Tierheim Ludwigsburg wurde wegen der Aufnahme des Tieres Kontakt aufgenommen - die Taube sollte am nächsten Tag dorthin gebracht werden. Marion holte die Taube bei der Melderin ab und richtete ihr als vorübergehende Bleibe eine Softbox mit Ästen, Futter und Wasser her. Am nächsten Tag verbrachte sie das Täubchen in das Tierheim. Leider blieb die zweite weiße Taube verschwunden.

V
ielen Dank an die aufmerksame Melderin und deren Mithilfe. Dem Täubchen wünschen wir alles Gute.

Ein dringender Appell an alle Heiratswilligen und deren Hochzeitsgäste: Bitte lasst es sein und unterstützt diesen Brauch nicht weiter – es bedeutet Tierleid für die Tauben!!!

Die Stadt Bietigheim-Bissigen geht mit gutem Beispiel voran:
https://www.bietigheimerzeitung.de/inhalt.hochzeitsbrauch... Wir vom Verein „Tier-Engel unterwegs e.V.“ sind der Meinung: dieses Verbot sollte zum Schutz der Tauben deutschlandweit durchgesetzt werden.

Ein weiterer interessanter Link zu diesem Thema:
https://amp.focus.de/.../romantischer-brauch-der-tiere...





Samstag, 12.02.2022 |
Nr. 78/2022

Es war Samstag zum Spätnachmittag, ca. 16.30h, als auf unserem Notfalltelefon ein verletzter Falke in Kornwestheim gemeldet wurde. Der Melder befindet sich in einer Gartenanlage an der Bahnstrecke und der Vogel konnte leider noch nicht gesichert werden.

Teammitglied Tanja – noch neu in unserem aktiven Helferteam -  übernahm diesen Einsatz. Vor Ort angekommen war es dem Melder nun doch gelungen, den Greifvogel zu sichern. Es war ein Bussard, der sich nicht mehr bewegte und sich anstandslos in die Transportbox setzen ließ. Auf direktem Weg ging es ins Tierheim, wo Tanja schon erwartet wurde.

Nach einer kurzen Begutachtung hatte man die Vermutung, dass der Jungvogel an die Oberleitung der S-Bahn geraten war, da er auch in den Beinen keine Bewegung mehr zeigte. Man würde das Tier noch etwas beobachten, um dann weiter zu entscheiden, hieß es zu Tanja. Sollte sich der Verdacht bestätigen, wird es mit ziemlicher Sicherheit leider keine Rettung mehr für das schöne Tier geben.

Leider bestätigte sich die Anfangsdiagnose und der bildhübsche Greifvogel flog über die Regenbogenbrücke.... 🖤🌈🦅
Lieben Dank deshalb an die Melder und wieder einmal an das Tierheim Ludwigsburg, welches für uns immer und jederzeit als kompetenter Ansprechpartner zur Seite steht! Tierschutz funktioniert am besten gemeinsam!




Donnerstag, 10.02.2022 |
Nr. 72/2022

Es war Donnerstag gegen 13.15 Uhr.
Gemeldet wurde uns ein verletztes Eichhörnchen auf der 70er Strecke von Ludwigsburg nach Kornwestheim. Eine genauere Angabe oder gar einen Standpunkt hatten wir zu diesem Zeitpunkt leider nicht…

Neu-Teammitglied Vicky arbeitet an einer Schule in Ludwigsburg. Anstatt nach Hause zu fahren machte sie sich auf den Weg zur angegebenen Sichtungs-Adresse. Dort angekommen lief sie die Ludwigsburger Straße mehrfach auf beiden Seiten auf und ab. Und zwar DIE GANZE Ludwigsburger Straße von Ludwigsburg bis nach Kornwestheim. Sie lief, da es hieß, es sei ein verletztes Tier….. Vom Auto aus hätte sie das Tier vermutlich übersehen…. Die Melderin rief später nochmals an um mitzuteilen, dass das Tier bei der Abfahrt Wüstenrot liegen würde.

Da hatte Vicky vor der Einfahrt Kornwestheim das Tier auf der Straße am Fahrbahnrand bereits gefunden. Nachdem sie es behutsam hochnahm, zeigte sich leider schnell, daß das kleine Wesen bereits die Seiten gewechselt hatte. Vorsichtig legte Vicky das kleine Hörnchen für seine letzte Reise auf ein Laubbett unter einen großen Baum.

Mach es gut kleines Eichhörnchen 🐿️❤️🌈
Liebe Autofahrer, seit umsichtig mit der Natur und gebt acht auf alles was die Straße quert. Vielen lieben Dank!




Mittwoch, 09.02.2022 |
Nr. 69/2022

Es war Mittwoch Abend, 21:30 Uhr ging in unserem Notfallchat die Meldung über eine verletze Taube ein. Diese befinde sich auf einem Balkon in Gerlingen und kann nicht mehr fliegen.

Teammitglied Dagmar gab Bescheid, daß sie den Einsatz in Kürze übernimmt. Rasch baute sie noch ein Handtuchnest für das Tier. Ein Handtuchnest ist ein bequemer Ring, in dem die Taube gut sitzen kann und beim Transport mehr Halt hat. Samt Softbox machte sich Dagmar dann auf den Weg. Von der Melderin wurde sie bereits erwartet.

Diese hatte die Taube bereits in einem Karton gesichert und berichtete, daß dass Tier sehr heftig mit den Flügel geschlagen hätte, doch nicht weggekommen sei. Vorsichtig öffnete Dagmar den Karton, um das geschwächte Täubchen behutsam umzusetzen. Leider war es in keinem guten Zustand, denn es hielt seinen Kopf ganz schief und war - der für das Tier unbekannten Situation geschuldet - verständlicherweise auch sehr aufgeregt.

Dagmar bedankte sich bei der Melderin für‘s Bescheid geben und machte sich schnell auf den Weg ins Tierheim nach Ludwigsburg. Dort angekommen übernahm Tierheimleiterin Ursel Gericke persönlich. Leider war auch die von ihr gestellte Prognose nicht gut. Vermutlich würde das Täubchen es nicht schaffen…. Zumindest durfte sie dann ohne langes Leiden und Schmerzen gehen - ein kleiner Trost für Dagmar, dass sie durch ihren Einsatz dem Tier langes Leiden ersparen konnte….

Guten Flug über die Regenbogenbrücke!




Montag, 07.02.2022 |
Nr. 66/2022

 11.30 Uhr am Montag rief uns eine besorgte Dame aus Ludwigsburg an: eine schwache, ältere Katze sei bei ihr, das Tier ist apathisch. Sie habe die Fellnase von der Straße gesichert, da sie Angst hatte, es würde überfahren und aufgrund des Zustandes hätte das Tier nicht mehr wegrennen können….

Teammitglied Sandra hatte ihren freien Tag und saß mit ihrem Freund bei einem verspäteten Frühstück. Da hier ein Notfall vorlag, ließen die beiden alles stehen und übernahmen den Einsatz.
An der angegebenen Adresse angekommen stand schon die fürsorgliche Dame am Fenster. Die Katze saß in der Wohnung unter dem Esstisch und wirkte auf den ersten Blick sehr schwach und krank. Sie war offensichtlich schon sehr betagt und ziemlich wackelig auf den Beinen. Sehr dünn, kaum Muskulatur struppiges Fell und halb abwesend. Die Melderin sagte, der Senior habe gut getrunken und ihr auch in die Wohnung gemacht (worüber die Dame eher erleichtert als erbost war).

Die Melderin war immens besorgt um das Tier und auch Sandra war froh, dass es in diesem Zustand noch rechtzeitig von der gefährlichen Straße weggeholt wurde. Zwischenzeitlich wurde aufgrund des kritischen Zustandes der Fellnase bereits ein Notfall-Termin beim Tierarzt unseres Vertrauens - Frau Hoffmann-Füsser - gemacht und unverzüglich fuhren Sandra und ihr Freund mit dem Tier dorthin.

In der Praxis angekommen, wurde die Fellnase sofort mit einer Infusion gestärkt und aufgrund der niedrigen Körpertemperatur mit einer Wärmedecke versorgt. Zusätzlich wurde versucht, die Tattoos in den Ohren abzulesen, doch diese waren leider sehr undeutlich. Zunächst erkannten sie dort nur eine Tätowierung in Ludwigsburg im Jahr 93 oder 96. Was schier nicht sein konnte - auf jeden Fall musste das Tier wirklich „steinalt“ sein. Die Tierärztin vermutete eine chronische Krankheit. Zum späteren Zeitpunkt wurde mit Hilfe von TASSO und den Tattoos durch die Praxis die Besitzer informiert.

Beruhigt dass sich jetzt um die Katze gekümmert wurde, wurde aus dem verspäteten Frühstück dann schon eher ein Mittagessen für Sandra und ihren Freund, aber für beide ging das Tierwohl vor! Danke an Euch dafür!

Leider hat es der betagte Senior nicht geschafft - er litt unter einer Niereninsuffizienz und wurde am nächsten Tag erlöst. Komm gut rüber kleiner Mann - und grüße die vielen anderen Fellnasen auf der anderen Seite der Regenbogenbrücke!




Sonntag, 06.02.2022 |
Nr. 65/2022

Am späten Sonntagnachmittag des 6. Februar ging in der Notfallgruppe die Meldung über einen verletzen Kormoran in der Nähe eines Möbelhauses in Ingersheim ein. Teammitglied Franziska übernahm mit ihrem stets hilfsbereiten Vater (einmal mehr ein herzliches DANKESCHÖN an ihn!) diesen Einsatz. „Bewaffnet“ mit zwei Keschern, Handschuhen und der Notfallbox beeilten die beiden sich, zur Einsatzstelle zu kommen, da es schon zu dämmern anfing. Vor Ort angekommen begegneten sie noch den Meldern, die dankenswerter Weise gewartet hatten und ihnen den Weg auf dem Gelände des Möbelhauses genauer schildern konnten. Ein 2m-breiter Weg zwischen einem Zaun und der Hallenwand führte von Dickicht überwachsen zum Auffindeort, der beschwerlich zu erreichen war.

Mittlerweile war es dunkel geworden und die mitgebrachten Stirnlampen kamen hilfreich zum Einsatz. Im Dickicht der angrenzenden Halle des Möbelhauses fanden Franziska und ihr Papa dann den Kormoran. Dieser war offensichtlich verletzt und machte einen sehr geschwächten Eindruck, so dass sie den Vogel ohne jede Gegenwehr aufnehmen und in die mitgebrachte Transportbox setzen konnten.

Auf dem Rückweg zum Auto begegneten sie nochmals den Meldern, die ihre Kinder dabei hatten. Sie waren froh über die rasche Hilfe der Tier-Engel unterwegs. Nachdem die Familie einen kurzen Blick auf den Kormoran geworfen hatte, beeilten sich Franzi und ihr Papa, das verletzte Tier in das Tierheim Ludwigsburg zu fahren. Auf der Anfahrt meldeten sie sich telefonisch an, so dass die Tierheimleiterin Ursel Gericke sie dort bereits erwartete.
Im Tierheim angekommen, wurde der Kormoran umgehend von ihr begutachtet und erstversorgt. Das Tier hatte eine alte schwere Verletzung unter einem seiner Flügel. Dieser stand unnatürlich und verdreht vom Körper des Tieres ab. Der arme Kerl musste starke Schmerzen haben. Es war leider zu diesem Zeitpunkt schon klar, dass man ihn gehen lassen musste und so wurde das schöne Tier von der Tierärztin des Tierheimes erlöst.
Trotz des traurigen Ausganges sind wir Tier-Engel unterwegs froh, dass der Kormoran seine letzte Nacht auf dieser Welt wenigstens geschützt und geborgen im Warmen verbringen durfte. Vielen Dank an die Melder, ohne deren aufmerksamen Blick und Hilfeersuchen der Kormoran sicher viel schwerer seinen letzten Weg gegangen wäre.

Fly free du armer Schatz - jetzt hast du keine Schmerzen mehr.




Sonntag, 06.02.2022 |
Nr. 64/2022

Polizei, ADAC, Feuerwehr - große Suchaktion & letztlich ein gutes Ende….
Am Sonntag, 6. Februar um die Mittagszeit wurden wir Tier-Engel unterwegs e.V. von der Polizei informiert, dass eine Katze im Motorraum eines Fahrzeuges feststecken würde. „Tier Engel unterwegs“-Gründerin Marion und Teammitglied Caro machten sich sofort auf den Weg zum Einsatzort nach Bietigheim. Eile war geboten.

Der Besitzer des PKW´s erwartete die beiden aufgeregt vor Ort. Sie verschafften sich einen ersten Überblick und ließen sich den Hergang schildern. Das Auto blieb nach kurzer Wegstrecke liegen - vermutet wurde eine Panne, weshalb der ADAC gerufen wurde. Nachdem die Motorhaube geöffnet wurde, wurde die Katze erst zu diesem Zeitpunkt vom PKW-Besitzer entdeckt. Offensichtlich war sie in den Motorraum geklettert und der PKW-Lenker war nichts ahnend losgefahren. Die Fellnase hätte sich keinen ungünstigeren Verweil-Ort suchen können….

Ganz unten im Motorraum konnte man das Tier durch die geöffnete Haube sehen. Nachdem Marion und Caro einige ihrer Kontakte erfolglos angerufen hatten, wurde die Feuerwehr Bietigheim hinzugezogen. Mittels Hebekissen sollte ein Rad angehoben und abmontiert werden, um so einen Zugang zu der Katze zu erlangen und sie aus ihrer misslichen Lage zu befreien. Um das PKW-Rad besser lösen zu können, wurde das Auto etwas „geschaukelt“ damit sich das Rad besser lösen konnte.

Diesen Moment benutzte die Fellnase um unten (so wie sie vermutlich hinein gekommen war) aus dem Wagen herauszukommen und in Panik reiß-aus zunehmen. Der Besitzer des PKW´s sah sie – offensichtlich verletzt – davon rennen. Trotz dass Caro zur Sicherung am Radkasten bereit stand, konnte die verletzte Katze flüchten. Blitzschnell reagierte Caro und lief hinterher - leider ergebnislos….Sofort wurde die umliegende Gegend gemeinsam mit der Feuerwehr abgesucht – leider erfolglos – die Katze blieb verschwunden.

Via Facebook wurde unverzüglich ein Informations-Such-Beitrag durch unser Teammitglied Nela erstellt.

https://www.facebook.com/Tierengelunterwegs/posts/647573833334807
Jeder der in der Gegend die verletzte Katze sichtet, sollte sich umgehend melden, damit dem Tier schnell geholfen werden konnte. Darauf hin kam die Reaktion einer Dame, dass die Fellnase in der Nähe einer Tiefgarage gesehen wurde und die Verletzungen offensichtlich waren.

Ein schlimmer Sonntag Nachmittag für die Tier-Engel-unterwegs Mitglieder Marion und Caro. Immer wieder fragten sie sich, was sie hätten anders machen können… Die Ungewissheit, was mit dem Tier ist, liess weder sie noch unsere anderen Teammitglieder los…. Jeder, der in der Nähe war oder Zeit hatte, wollte die Gegend weiterhin absuchen….. Marion fuhr am Montag Nachmittag nochmals dorthin, um die Gegend abzusuchen. Leider war die Fellnase nirgends aufgetaucht und uns werden auch keine Sichtungen mehr gemeldet.

Am Montag Abend dann meldete sich der Besitzer bei uns. Aufmerksam geworden durch unseren Post teilte er uns mit, dass am Sonntag Abend gegen 18.00 Uhr seine Tosja - so hiess das Katzenmädchen - von allein heimkam. Welch Glück, denn Tosja war schwer verletzt….. Sie wurde umgehend tierärztlich versorgt. Die Diagnose: Der Schwanz war abgerissen, ein Hinterlauf zertrümmert. Das Beinchen musste leider amputiert werden. Was musste das Samtpfötchen für Schmerzen erlitten haben?

Nach der ärztlichen Versorgung und stationärer Aufnahme durfte die Fellnase am Donnerstag wieder zu ihrer Familie zurück. Dort ist man unbeschreiblich glücklich, dass Tosja „Glück im Unglück“ hatte und sie lebt…..
Unser Dank geht an Marion und Caro und besonders auch an die Blaulichtorganisationen, die alle Kräfte gebündelt haben, um einem Tier in Not zu helfen. Chapeaux…..

Wir hoffen sehr, dass es der Fellnase bald wieder besser geht und sie mit ihrer Behinderung, die sie durch dieses Unglück davon getragen hat, mit der Zeit zurechtkommen wird. Bein und Schwanz weg ist eine Herausforderung - doch Katzen sind wunderbare, anpassungsfähige Wesen - und besonders hilft dabei die Liebe der Besitzer….

Wir wünschen Tosja und ihrer Familie von Herzen alles alles Liebe!




Samstag, 05.02.2022 |
Nr. 62/2022

Am Samstag Nachmittag rief ein Mann auf unserem Notfalltelefon an. Er teilte uns mit, dass er in seinem Garten einen kleinen Igel gefunden hatte.

Teammitglied Lizzy, welche momentan unser Notfalltelefon betreut, bat ihn, den kleinen Stachelpopo in einen Karton mit Zeitung, Futter (nach Anweisung) und Wasser zu tun und fragte, ob das Tier in irgendeiner Weise krank wirken würde oder er Verletzungen erkennen könne, was der Mann verneinte.

Lizzy vereinbarte mit ihm, dass sie nach ihrem wöchentlichen Großeinkauf vorbeikommen, den kleinen Stachler anschauen und mitnehmen würde. Bis es soweit war, meldete sich der fürsorgliche Mann nochmals bei Lizzy und teilte ihr mit, dass das kleine Kerlchen das ganze Futter recht schnell verputzt hatte.

Beim Finder angekommen, begrüßte ein winziges Igelchen von 300 g unser Teammitglied Lizzy. Diese erkannte einen sichtbaren Hungerknick, sonst machte er einen guten Eindruck. Sie  packte den kleinen Kerl ein und brachte ihn in sein vorerst neues Heim ,wo er sich nun ordentlich das benötigte Gewicht anfuttern und auch in Ruhe weiterschlafen kann.

Und wenn die Zeit dafür gekommen ist, darf er wieder durch den Garten flitzen, wo er gefunden wurde. Alles Gute kleiner Mann – nun bist du gut aufgehoben und wirst groß und stark gepäppelt.




Freitag, 04.02.2022 |
Nr. 57/2022

Freitag, 13.45h - auf dem Notfalltelefon wurde ein verletzter Spatz in Erligheim gemeldet, er sei bereits gesichert und müsse ins Tierheim. Eine andere Gruppe bat uns, den Fall zu übernehmen, da sie momentan niemanden haben, der den Einsatz übernehmen könne.
Teammitglied Karin übernahm den Einsatz.Sie kam am Haus an und ein Mann übergab ihr den Vogel in einem Schuhkarton ohne Löcher. Sofort machte Karin erst einmal Luftlöcher hinein.

Der Mann sagte Karin, dass er nicht wisse, was mit dem Vogel sei -  seine Frau hätte das TIer darin eingepackt. Karin bedankte sich und lief zum Auto. Dort öffnete sie vorsichtig den Deckel und schaute nach dem kleinen Piepmatz. Er atmete noch und blickte Karin mit seinen schwarzen Knopfaugen an… Im Karton war Heu und darin hatte er sich vergraben, Karin ließ ihn so, um ihn nicht noch mehr zu stressen und fuhr ins Tierheim.

Die Fahrt dauerte durch den vielen Verkehr, der zum Freitag vorherrschte, leider viel zu lange wie Karin fand. Wenn sie nur schneller vorankommen würde, könnte man dem kleine Vogel schneller helfen…

Vor Ort angekommen, wurde sich von Ursel Gericke - der Tierheimleiterin - unverzüglich um den verletzten Vogel gekümmert. Ursel Gericke erkannte auf den ersten Blick, dass es sich um einen Buchfink handelte. Der kleine Kerl hatte eine Lungenverletzung und ein abgerissenes Beinchen…. Die Diagnose teilte sie Karin mit und nahm das Piepmätzen mit, um es zu erlösen. Seufzend meinte Ursel Gericke, dass der Buchfink die weite Reise aus Russland hierher schafft und dann hier verunfallt…..

Karin bedankte sich und trat den Heimweg an - einerseits war sie traurig, denn es war ein ausgesprochen hübsches Tier - andererseits zufrieden, dass dem Tier langes Leiden durch ihren Einsatz erspart werden konnte. Flieg gut über die Regenbogenbrücke kleiner Buchfink!

Wir können es nicht oft genug sagen: wieder einmal DANKE an das Tierheim Ludwigsburg, welches für uns immer und jederzeit als kompetenter Ansprechpartner zur Seite steht! Tierschutz funktioniert am besten gemeinsam!




Donnerstag, 03.02.2022 |
Nr. 56/2022

Tanjas erster Einsatz als aktive Helferin unseres Teams
Es war Donnerstag am Nachmittag, als uns eine verletzte Taube in Ludwigsburg gemeldet wurde. Die Finderin würde vor Ort warten.
Teammitglied Tanja aus Remseck, ganz ganz neu in unserem Team, war  - wie die meisten ehrenamtlichen Teammitglieder - arbeiten. Da zu diesem Zeitpunkt niemand anderes konnte und es unklar war, wie stark die Taube verletzt war, unterbrach Tanja ihre Arbeit und übernahm diesen Einsatz.

Vor Ort angekommen, wartete schon ein Herr auf sie, der die Taube von der Finderin übernommen hatte. Diese konnte leider nicht warten. Die Taube saß schon gesichert in einem Karton. Tanja ließ diesen auch verschlossen, da sie nicht riskieren wollte, dass das Tier entkommen könnte.

Unverzüglich machte sie sich auf den Weg ins Tierheim, wo ihr die Taube gleich abgenommen wurde. Tanja wartete und nach der Untersuchung bekam sie die Rückmeldung, dass die Taube an der Drehkopfkrankheit - (PMV*)leidet, die in dem bereits weit  fortgeschrittenen Stadium leider nicht mehr heilbar ist.

*PMV - Paramyxovirose - Erklärung:
Die Tauben sind drei bis fünf Tage nach der Infektion vermehrt schreckhaft und zeigen Koordinationsprobleme wie plötzliches Stehenbleiben, gegen die Wand laufen, Stolpern oder Verfehlen von Futterkörnern beim Picken. Es kommt zu Polyurie mit durchfallähnlichen Erscheinungen, die durch vermehrte Wasseraufnahme und -ausscheidung bedingt sind. Oft treten Wasserpfützen mit geformten Kot auf dem Boden auf. Ein bis zwei Wochen nach der Infektion beginnen einseitige Lähmungen der Flügel und Beine bis hin zum Festliegen. Ohne manuelle Versorgung verhungern und verdursten die festliegenden Tauben.
Ab der 3. Woche treten bei ca. 5–30 % der Tiere zentralnervöse Erscheinungen auf: einseitige Bewegungs- und Haltungsstörungen der Flügel und Ständer (Schiefflieger), Kopfverdrehen in unterschiedlichem Ausmaß für mehrere Wochen und vermehrte Schreckhaftigkeit. Die Symptome treten nicht immer gleichzeitig oder zusammen auf, häufig können die Krankheitsanzeichen auch einzeln und in unterschiedlich starker Ausprägung beobachtet werden. Ein geringer Teil der Tiere verendet vier bis sieben Tage nach Beginn der Erkrankung.
Eine Behandlung ist möglich – je eher, desto besser!!!
Deshalb bitte schaut nicht weg
Wenn ihr solch Tiere seht, setzt sie in einen Karton und fahrt sie bitte gleich ins Tierheim nach Ludwigsburg – dort wird ihnen geholfen! Solltet Ihr nicht mobil sein, dann meldet Euch bitte auf unserem Notfalltelefon.
Ihr müsst keine Angst vor Ansteckung haben: Säugetieren und Menschen kann das Virus nichts anhaben!




Dienstag, 01.02.2022 |
Nr. 55/2022

Wir sind ja einiges gewohnt im Tierschutz -  doch wieder einmal stehen wir fassungslos da….

„Tier Engel-unterwegs“-Gründerin Marion war am Dienstag gerade fertig mit ihrem Hausputz, als um 17.15 Uhr eine Nachricht in die Notfallgruppe gestellt wurde. Gemeldet wurde ein lebendiges Huhn im Container der Kadaverstelle in LB-Eglosheim. Ungläubig machte sich Marion sofort auf den Weg dorthin. Konnte das wirklich, wirklich wahr sein, dass jemand ein lebendiges Tier dort hinein „entsorgt“ hatte? Wie grausam wenn das wirklich wahr wäre.
Marion erreichte im Dunkeln die Örtlichkeit. Die Kulisse war recht gruselig, da dort weder die Außenbeleuchtung noch die Beleuchtung im Innenhof funktionierte. Um überhaupt etwas sehen zu können, behalf sich Marion damit, dass sie ihren PKW direkt vor dem Container platzierte und bei laufendem Motor das Fernlicht eingeschaltet ließ. So ausgeleuchtet öffnete sie die Container-Türe und tatsächlich saß da inmitten der toten Kadaver, die dort von der Stadtverwaltung eingesammelt und deponiert werden, ein mega schöner Hahn und schaute sie hilflos an. Es war tatsächlich wahr – jemand hatte ihn dort lebendig hinein getan. Sofort gackerte er Marion an, ganz so als wolle er sagen „hilf mir bitte, bitte hier raus“.

Wie ihr euch vorstellen könnt, ist die Sicherung eines Tieres in so einem Container mehr als widrig. Über die blutverschmierte Klappe des Containers legte Marion deshalb einen vorbereiteten Müllsack und den Geruch dort muss man auch erst einmal aushalten können. Was musste der Hahn erst ertragen haben zwischen all den toten Tieren? Zudem wird der Container bei 0 Grad Kühlung gehalten - das arme Tier war sicherlich stark unterkühlt. Mit diesem Wissen im Hinterkopf beeilte sich Marion den Hahn mit dem mitgebrachten Kescher zu sichern, was nicht ganz einfach war. Über die instabile Vorderkante des Keschers rutschte das Tier zwei Mal wieder aus dem Kescher und erst der dritte Versuch war erfolgreich. Ohne jegliches Geflatter oder gar Gegenwehr ließ er sich in die vorbereitete Softbox setzen. Schon beim Aufnehmen war klar, dass der Hahn stark abgemagert war, das Brustbein war sehr deutlich zu spüren.

Marion beeilte sich daher, das schwache Tier in das Tierheim Ludwigsburg zu fahren. Umsichtig hatte sie schon auf der Hinfahrt die Heizung ihres PKW´s etwas höher gedreht. Nach kurzer Zeit in der Wärme „bobberte und gluckste“ der hübsche Kerl in seiner Softbox zufrieden vor sich hin und legte sich – wohl in der Gewissheit in Sicherheit zu sein - in der Box ab.
Die Tierheimleiterin Ursel Gericke war vorinformiert und hatte bereits eine große Box mit Futter und Wasser bereit gestellt. Der Hahn musste sehr lange Zeit gedurstet haben, denn sofort nach dem Umsetzen trank er lange Zeit vom Wassernapf und nahm dankbar das Futter an. Der hübsche Gockel hatte schon beim ersten Anblick die Tierheimleiterin wie auch Marion sehr verzückt. Beim Umgang mit ihm merkte man auch deutlich, wie zahm er war, was beide Frauen mehr als verwunderte. Er kletterte sogar auf den Arm der Tierheimleiterin als diese ihn an seiner Brust tröstend streichelte.

Umso mehr bleibt die Frage: WER und vor allem WARUM tut man so etwas einem Lebewesen an? Das ganze „Tier Engel-unterwegs“-Team ist fassungslos und unendlich traurig über dieses Handeln. Es gibt zig´ Möglichkeiten Tiere zu vermitteln oder in Notfall-klappen oder Tierheime zu bringen, wenn man sie nicht mehr halten darf oder kann - auch wenn man in einer Notsituation ist………..ein lebendiges Tier wie „Müll“ zu entsorgen, noch dazu in einer Kadaverstelle wo tote Tiere bis zu ihrer Entsorgung aufbewahrt werden, zeigt einmal mehr wie grausam und abgestumpft der Mensch gegenüber anderen Lebewesen sein kann.

Die Polizei sowie weitere betroffene Stellen wurden eingeschalten. Auch das Medieninteresse ist riesig.
Radio und Presse berichten über den Fall, Social Media ist voll mit Beiträgen dazu:

https://www.lkz.de/lokales/stadt-ludwigsburg_artikel,-tierquaeler-wirft-lebenden-hahn-in-tierentsorgungscontainer-glueck-im-unglueck-fuer-hahn-eduart-_arid,670851.html

https://www.facebook.com/Tierschutzverein.Ludwigsburg.eV/posts/311680807669669

Dieser Einsatz berührte alle Teammitglieder zutiefst. Ein Mitglied unseres Vereins hat sich besonders eingesetzt und bereits beim Nachbarn ein wundervolles neues Zuhause für den Gockel gefunden. Der hübsche, zahme Hahn wird dort ab Samstag artgerecht leben und fürsorglich betreut!

So grausam wie Menschen zu Tieren sein können, so gibt es doch auch jene, welche in Tieren gleichwertige Lebewesen sehen - mit Gefühlen und Kommunikation - eben ohne Worte….




Dienstag, 01.02.2022 |
Nr. 54/2022

Eine Frau rief am Dienstag, 01.02.2022 gegen 17 Uhr auf dem Not-falltelefon an, dass sie durch Nachbars Hund auf eine Taube aufmerksam geworden sei. Er würde immer an der gleichen Stelle rumschnüffeln, so dass die Frau beschlossen hatte, nachzuschauen was da ist.

Überall lagen Federn herum und die Taube machte auch keine Anstalten davon zu fliegen. Also nahm sie die Taube und setzte diese in eine Box mit einem Handtuch.

Teammitglied Lizzy übernahm diesen Einsatz in Metterzimmern. Vor Ort angekommen, wollte Lizzy kurz nach den Verletzungen schauen, aber das ließ die Taube nicht zu. Sie lag zwar teilnahmslos in der Box, doch als Lizzy sich näherte begann die zu flattern. Sofort zog dich Lizzy zurück um das verängstigte Tier nicht noch mehr zu stressen.

Lizzy erkannte, dass es der Taube nicht gut ging und diese so schnell wie möglich ärztliche Hilfe benötigt. Lizzy bedankte sich bei der Melderin für die Fürsorge um das Tier und fuhr schnellstmöglich ins Tierheim.

Wir wünschen dem Tier, dass es schnell auf die Beinchen kommt und bald wieder durch die Lüfte fliegen kann!




Dienstag, 01.02.2022 |
Nr. 53/2022

Es war Dienstag gegen 12 Uhr, als im Notfallchat ein verletzter Falke in Remseck gemeldet wurde. Das Tier sei bereits von der Melderin gesichert worden und müsse nun ins Tierheim gefahren werden, da die Melderin selber nicht wegkonnte.
Dies war ein klassischer Fall für unser Team der „Tier-Engel mobil“. Dieses Team übernimmt bereits gesicherte Tiere und fährt diese von A nach B.

Teammitglied Karin wohnt in Marbach und zögerte nicht lange, um den Einsatz zu übernehmen. Schnellstmöglich fuhr Karin nach Remseck-Aldingen in das dortige Jugendhaus, wo sie bereits von den Erzieher:innen und den Kindern erwartet wurde. Sie freuten sich, dass so schnell jemand kam und sich nun weiter um das Tier gekümmert wird.

Karin bedankte sich für die Umsicht und fuhr den Falken weiter ins Tierheim nach Ludwigsburg. Wir drücken nun alle dem Kleinen die Daumen, dass er es schafft und er bald wieder in die Freiheit entlassen werden kann!

Lieben Dank deshalb an die Melder und wieder einmal an das Tierheim Ludwigsburg, welches für uns immer und jederzeit als kompetenter Ansprechpartner zur Seite steht! Tierschutz funktioniert am besten gemeinsam!




Freitag, 28.01.2022 |
Nr. 50/2022

Am Freitag gegen 13.15Uhr wurde uns über die Polizei in Ludwigsburg eine blutende Taube mitten im Zentrum von Ludwigsburg gemeldet. Anscheinend würden ihr die Beinchen fehlen….

Wir üben diesen „Job“ alle ehrenamtlich aus und die meisten arbeiten normalerweise um diese Zeit. Teammitglied Franziska übernahm 30 Minuten nach der Meldung den Einsatz. Währenddessen hatte der Melder erneut bei der Polizei angerufen und wenig freundlich gefragt, wann denn endlich jemand komme und das „Problem“ beseitigt wird - das Tier würde die ganze Hofeinfahrt mit dem Blut besudeln.

Ganz offen sagte „Tier-Engel unterwegs“-Gründerin Marion dem Polizisten, der nochmals anrief, was sie von dieser Person halte und auch, dass Hilfe bereits unterwegs ist. Teammitglied Franziska fand das Tier vor Ort, sicherte es zügig und fuhr so schnell es ging ins Tierheim. Dort wurde die schwer verletzte Taube sofort ärztlich versorgt. Ihr fehlte ein komplettes Beinchen und die einzige Hilfe, die dem Tier noch geleistet werden konnte, war es zu erlösen.

Flieg gut rüber kleines Täubchen - befreit von Schmerz und Leid geht es Dir jetzt sicherlich besser….




Donnerstag, 27.01.2022 |
Nr. 46/2022

Ein Bericht von Nela Mauermann
Es war Donnerstag 15.40 Uhr, als in unserem Notfall-Chat die Meldung über eine Türkentaube erschien, die seit dem Vormittag im Garten sitzt und nicht wegfliegen kann. Zu diesem Zeitpunkt war ich noch im Büro und konnte nicht abschätzen, wann der Feierabend beginnt. Unser Team-Mitglied, welches in unmittelbarer Nähe wohnte, befand sich noch in Quarantäne und durfte das Haus nicht verlassen.

Nachdem sich 1 Stunde später noch niemand gemeldet hatte, gab ich Bescheid, dass ich den Einsatz übernehme. Vor Ort angekommen, wurde ich sehr freudig von der Melderin begrüßt. Sie erzählte mir, dass sie seit dem Vormittag das Tier im Garten beobachten würde - bei Annäherung flatterte die Taube nur über dem Boden, schaffte es jedoch nicht wegzufliegen. Die Melderin mache sich große Sorgen, dass das Tier verletzt sei und die Nächte sind sehr kalt und sie hat sich große Sorgen gemacht.
Ich nahm Handschuhe, Kescher und die Softbox und lief mit der Melderin in den hinteren Teil des Gartens. Dort sah ich die kleine Türkentaube schon im Beet sitzen. Ganz behutsam näherte ich mich ihr, während die Melderin an der Softbox, die ich in einiger Entfernung abgestellt hatte, wartete.

Das Täubchen legt den Kopf schief und schaute mich mit seinen schwarzen Knopfaugen durchdringend an - unschlüssig was sie tun sollte. Während ich langsam den Kescher in ihre Richtung bewegte, stand sie nun doch auf und tippelte mit ihren kleinen Füßchen in Richtung  eines Baumes, sie machte dabei keine Anstalten wegzufliegen. Mit einer beherzten Ausholbewegung gelang es mir, den Kescher im ersten Versuch über die Taube zu platzieren. Hinter mir rief die Melderin erleichtert „oh ist das schön dass sie sie haben!“

Ich nahm das Tier vorsichtig in meine Hände, entfernte den Kescher und setzte es gemeinsam mit der Melderin in die Softbox. Darin hatte ich bereits ein Stoffnestchen hineingelegt, so dass die kleine Taube sicher sitzen konnte.
Äußerlich konnte ich keine Verletzungen erkennen. Die Melderin bedankte sich nochmals sehr sehr glücklich und erleichtert, dass dem Tier nun geholfen wird. Unverzüglich machte ich mich auf den Weg ins Tierheim. Dort angekommen, wurde ich von Ursel Gericke - der Tierheimleiterin - empfangen. Diese nahm das bildhübsche Täubchen und stellte sofort fest, dass es sehr sehr mager war. Auf den ersten Blick konnte auch sie keine Verletzungen erkennen. Ich bedanke mich, verabschiedete mich von Frau Gericke und dem Täubchen und fuhr mit einem wirklich guten Gefühl in mir nach Hause…

Dem Täubchen von Herzen alles Liebe - im Tierheim Ludwigsburg wird sich fürsorglich gekümmert und bald schon kann sie mit Sicherheit wieder in die Freiheit entlassen werden.




Mittwoch, 26.01.2022 |
Nr. 45/2022

Es war Mittwoch gegen 11:30 Uhr, als Teammitglied Lisa die Nachricht im Notfall-Chat las, dass im Kleeblattheim in Tamm eine aufgeplusterte Taube sitzt - und zwar schon seit gestern. Sie fliegt nicht weg und ob jemand nach ihr schauen könne….

Lisa fuhr ins Altenheim und musste kurz warten, dann kam direkt eine sehr nette Mitarbeiterin, die Lisa gleich zur Taube führte. Die Taube saß in einer Art Vorgarten unter einem Vogelhäuschen und sah auf den ersten Blick ganz goldig aus, wie sie so aufgeplustert - inmitten von ganz viel Vogelfutter - so da saß. Die Mitarbeiterin berichtete Lisa, dass die Taube da nicht erst seit gestern sitzt, sondern schon mehrere Tage….

dabei erzählte die Dame, dass die Taube immer wenn man sich ihr nähert, auf eine Seite zu fallen scheint. Daher dachte Lisa, sie benötigt keinen Kescher und kann die Taube mit der Hand einfangen.

Als Lisa sich dem Tier dann näherte, ist es aufgestanden und hat versucht zu fliegen - Lisa war gleich klar, da stimmt was nicht. Die Taube konnte nur die Flügel ausbreiten, aber nicht wegfliegen. Sie war zu Fuß noch ganz schön schnell und ist immer wieder unter eine Hecke drunter, so dass Lisa nicht an sie rangekommen ist.

Lisa holte aus der Box das Handtuch raus und die Mitarbeiterin hat sich der Taube dann in den Weg gestellt. Mit einem gekonnten Wurf des Handtuches über die Taube gelang es Lisa, das Tier zu sichern und in die Soft-Box zu setzen. Sie verabschiedete sich zügig und lief zu ihrem Auto. Dort schaute Lisa sich die Taube ein bisschen näher an und erblickte am Schnabel eine Verletzung. Die Taube war nicht so erfreut und wollte wieder aus der Box - schnell verschloß Lisa diese und machte sich auf den Weg ins Tierheim.

15 Minuten später war sie dort.Die Mitarbeiterin des Tierheims hat die Taube aus der Box geholt und auch gleich erkannt, dass der ganze Schnabel entzündet bzw. voller Eiter war. Mehr konnte sie Lisa für den Moment auch nicht sagen. Auf jeden Fall wird die Taube dort versorgt.

Lisa erfuhr im Altenheim eine sehr tierfreundliche Atmosphäre. Sie haben dort gleich gesagt, dass die Taube gern wieder zurück zu ihnen kann. Dort sind mehrere Vogelfutterhäuschen aufgestellt, wo Tauben und Vögel andere Art sowie Eichhörnchen gerne gesehen sind!

Ganz lieben Dank an alle, die sich so rührend um die Wildtiere kümmern und durch die Meldung der Taube vermutlich den Hungertod erspart haben!




Dienstag, 25.01.2022 |

Nr. 44/2022

1 Taube gefunden‼️ 4 werden weiterhin vermisst❓❓

Gegen 10:15 Uhr klingelte am Dienstag das Notfalltelefon. „Tier-Engel unterwegs“-Gründerin Marion betreut unser Notfalltelefon und war gerade auf dem Weg zu einem Termin, als der Anruf kam.

Die Melderin berichtete von einer sehr hübschen Taube mit zwei Ringen an den Füßen - die Taube sitze vor einem Ladengeschäft in Ingersheim auf einem Schuhabstreifer. Marion selbst übernahm den Einsatz und sicherte ihr Eintreffen in ca. 10 Minuten zu.

Die Melderin fragte Marion, was sie solange tun kann und Marion erwiderte, sie solle bitte nichts unternehmen, da die Gefahr zu groß sei, dass die Taube wegfliegt. Die Dame meinte dann aber, das Tier sitze so ruhig, die könne man bestimmt einfangen. Marion sagte zu ihr, dann soll sie bitte irgend etwas über die Taube stülpen - einen Korb oder Karton mit Luftlöchern, damit die Taube nicht wegfliegt und die Dame solle warten bis Marion vor Ort ist.

Kurz darauf rief die Dame erneut an als Marion auf dem Weg war. Sie hatte doch einen Einfangversuch unternommen und dabei sei das Tier in den überdachten Eingang das Ladengeschäftes geflogen. Kurz darauf traf Marion vor Ort ein und gab der Dame eine Decke in die Hand mit der Bitte, das Tier damit aufzuhalten, falls es in ihre Richtung fliegen sollte und Marion es mit dem Kescher nicht einfangen könne - die Frauen hatten nur 1 Versuch….

Ganz langsam und vorsichtig näherte sich Marion der wirklich bildhübschen Taube und mit einem beherzten Ausholversuch landete der Kescher direkt über dem Vogel. Geschafft! Marion schaute sich das gesicherte Tier genau an - auf den Ringen stand die Telefonnummer und der Name des Züchters. Beim zweiten Anrufversuch erreichte sie jemanden und fragte den Herrn, ob er eine Taube vermissen würde…. Es stellte sich heraus, dass die Taube mittlerweile seinem Kollegen gehörte und er würde dem Kollegen unsere Telefonnummer weitergeben.

Marion fuhr mit der gesicherten Schönheit nach Hause und setzte diese in eine größere Box. Mit Futter und Wasser versorgt war das Tier vorerst gut aufgehoben. Gegen14:00 Uhr hat der Besitzer angerufen und fragte, wo er sein Tier abholen kann. Er erzählte Marion später beim Abholen, dass sein Sohn gestern insgesamt sechs Stück - die Tauben sind alle aus dem letzten Jahr - rausgelassen hat und ein Greifvogel aus dem Nichts in den Schwarm reingeflogen ist. Die Tauben sind erschrocken und weggeflogen…Es sind noch vier Stück die fehlen, denn eine Taube wurde leider durch den Greif geschlagen und mitgenommen….

⬇️⬇️⬇️⬇️⬇️⬇️⬇️⬇️⬇️⬇️⬇️⬇️⬇️⬇️⬇️⬇️⬇️⬇️⬇️⬇️⬇️⬇️⬇️⬇️⬇️⬇️

Deshalb an alle Leute in Ingersheim und Umgebung die Bitte: Haltet die Augen offen, ob ihr Tauben seht mit Ringen an den Füßen, die außergewöhnlich hübsch sind! Meldet Euch dann bitte bei uns auf dem Notfalltelefon per Anruf oder gern auch per Whats App unter 0178/9313465 - vielen Dank!




Montag, 24.01.2022 |

Nr. 42/2022

Ja ist denn schon Ostern?

Am Montag gegen 14 Uhr kam in unserem Notfallchat die Meldung, dass in Eglosheim ein Hase gefunden wurde und die Melderin leider nicht mobil sei. Diese hatte sich zuerst an das Tierheim gewandt und diese haben uns als engen Kooperationspartner gebeten, den Fall zu übernehmen.

Teammitglied Jule war zuhause am Großputz, als sie die Meldung las - als ehrenamtlicher Tier-Engel war klar, was Priorität hatte. So ließ Jule den Großputz in Marbach allein zuhause und fuhr zur Adresse der Melderin.

Diese wohnte 2 Minuten von den Leuten entfernt, wo sich der Hase momentan befand. Sie fragte Jule, ob diese eine Transportbox dabeihabe - das Häschen sei momentan nur in einem Karton - sie hatten auf die Schnelle nichts anderes. Die Melderin war mit ihrem Hund Gassi und hat das kleine Häschen mitten auf dem Feld gefunden…. Das Einfangen war nicht so einfach, denn der Hund wollte auch „mitspielen“ - mit Hilfe eines Nachbarn glückte die Sicherung dann jedoch.

Jule fand das Häschen wie beschrieben in einem Karton vor. Sie nahm das kleine flauschig-kuschlige Bündelchen vorsichtig hoch und sah - bis auf einen ziemlich dreckigen Popo - keine Verletzungen. Notdürftig putzte Jule das kleine Hasenhinterteil und setzte ihn dann in ihre Transportbox.

Die Prüfung auf einen Chip blieb leider ohne Erfolg. Jule gab den Flausche-Wuschel im Tierheim ab und durfte ihn selber vor Ort in die Box setzen. Dort kuschelte sie noch ein wenig mit dem Häschen, ehe sie wieder nach Hause fuhr. Eine erstelle Fund-meldung in unseren Social Media-Kanälen zur Besitzerfindung blieb bisher ohne Ergebnis.

https://www.facebook.com/Tierengelunterwegs/posts/639853417440182

Wo kommst Du her? Wer kennt Dich? Bist Du entlaufen? Bist Du ausgesetzt? Schade dass die Tiere uns nicht sagen können, was passiert ist…

Lieben Dank an die Melder und wieder einmal an das Tierheim Ludwigsburg für das Vertrauen in uns! Tierschutz funktioniert am besten gemeinsam!

P.S. Mittlerweile hat sich der Besitzer gemeldet und der Ausreißer ist wieder zuhause.




Montag, 24.01.2022 |
Nr. 41/2022

Ein verunfalltes Kätzchen möchte nach Hause - wo sind die Dosenöffner?????
Montag 24.01. - um 8.30h hat das Notfall-Telefon geklingelt. „Tier-Engel unterwegs“-Gründerin Marion betreut fast 365 Tage im Jahr das Vereins-Notfalltelefon - dafür auch hier wieder einmal ein riesiges Dankeschön an Marion, die sehr sehr viel Zeit mit Organisieren der Einsätze zubringt und somit manchmal ihre eigenen Dinge liegenbleiben.
So auch heute…. Als der Anruf kam und die Polizei mitteilte, dass da eine verwahrloste eventuell verletzte Katze in Ludwigsburg gemeldet wurde, die sich unter ein Auto geflüchtet hätte.Nachdem Marion den Einsatz in den Notfallchat stellte, sich aber niemand der anderen aktiven Teammitglieder meldete, fuhr sie den Einsatz selber.
Sie hatte es sich fast gedacht - Montag Morgen - die meisten waren arbeiten und wir machen das alle ja ehrenamtlich… Da das Tier evtl. verletzt war, war Eile geboten und Marion fuhr rasch los. Vor Ort angekommen, hat schon eine Dame gewartet und Marion zugewunken. Sie fragte direkt, ob Marion wegen der Katze komme. Marion bejahte und erfuhr, dass die Fellnase noch immer unter dem Auto sitzt.
Marion ging behutsam in die Knie und erspähte das kleine Häufchen Elend, welches sie aus gelben Augen traurig ansah. Die Samtpfote hat sich keinen Millimeter bewegt… Sie lief zurück zum Auto und holte ihre Box, den Kescher geholt und ein Handtuch. Marion hatte Bedenken, dass die Katze, sobald sie mit dem Kescher von vorn kam, sich nach hinten flüchten würde und bat die Dame, die fragte, ob sie helfen können, den Fluchtweg mit dem Handtuch abzuschneiden.
Vorsichtig näherte sie sich mit dem Kescher und konnte diesen auch über das Mäuschen stülpen. Allerdings ist der Kescher vorn flexibel und es gelang der Fellnase, noch ehe Marion an ihr war, sich herauszuwinden - doch da stand die Dame und konnte wie von Marion vorhergesehen, das gehandicapte flüchtende Fellnäschen festhalten.
Marion nahm sofort die Box und lief nach hinten - die Dame hatte die Katze gesichert und gemeinsam setzten sie die Fellnase in die Box. Die Dame bedankte sich sehr bei Marion. Zwischenzeitlich kam noch ein Herr und fragte, wie es der kleinen Katze geht, er hätte bei der Polizei angerufen weil er nicht wusste, an wen er sich wenden soll. Marion sagte, dass die Hinterbeine der Fellnase herunterhängen und sie vermutet, dass die Wirbelsäule angebrochen beziehungsweise gebrochen sei. Zudem stellte sie fest, dass das zarte Tier riesengroße Pupillen hatte - ein Zeichen, dass die Kleine völlig unter Schock stand. Marion verabschiedete sich von der Dame und dem Herren - So schnell es ging, fuhr sie in die Tierklinik, wo sie auch sofort dran kam.
Das Samtpfötchen wurde gleich mitgenommen und Marion wartete noch wegen dem Chipauslesen - ihr eigenes Gerät hatte vor Ort nicht angeschlagen. Leider war das Tier nicht gekennzeichnet. Eine ausgesprochen nette Mitarbeiterin der Tierklinik sagte zu Marion, sie dürfe sich gern am Nachmittag nach dem Zustand der Fellnase erkundigen - und so fuhr sie mit keinem Gefühl von der Tierklinik weg.
Ihre Erfahrung sagte ihr, dass die Fellnase wohl nicht so gute Chancen hat, da die Beinchen keinerlei Reaktion zeigten. Trotzdem das Tier sofort versorgt wurde, hat es die Fellnase nicht geschafft. Es wurde versucht zu reanimieren, doch die Verletzungen - auch innere -waren so stark, dass jede Hilfe leider nichts mehr brachte.
Bis heute haben wir keine Hinweise zu der Fellnase erhalten und es hat sich auch kein Besitzer gemeldet - hier noch einmal die Fundmeldung:
https://www.facebook.com/Tierengelunterwegs/posts/639693977456126




Sonntag, 23.01.2022 |

Nr. 40/2022

Über unseren Notfallchat kam am Sonntag um die Mittagszeit die Meldung über einen viel zu kleinen ca. 300 Gramm leichten Igel, der von den Findern in Leutenbach-Weiler zum Stein gesichert wurde. Die Meldung wurde über das Tierheim Winnenden an unseren Verein herangetragen.

Teammitglied Nenne war gerade fertig mit der mittäglichen Fütterung ihrer Pfleglinge (vier Überwinterungstauben und zwei Tauben mit PMV-Erkrankung die nicht selbst fressen können), als sie die Meldung von Klein-Mecki las, den die Finder mit in ihre Wohnung genommen hatten. Sie zog sich an und versuchte währenddessen mit den Findern über die kommunizierte Handy-Nummer Kontakt aufzunehmen und ihr Kommen anzumelden. Dies mißlang da der Melder in der Aufregung wohl eine falsche Nummer angegeben hatte. Nenne traf bei den Findern 20 Min später ein und lies sich die Fundumstände schildern.

Aus dem Karton blickten ihr zwei schwarze Knopfaugen entgegen, die zu einem recht kleinen Igel gehörten. Die Finder hatten ihn gut versorgt. Allerdings berichteten sie, dass der kleine Mann nichts fressen wollte, weshalb sie sich an verschiedene Tierschutzorganisationen gewandt hatten. Nenne nahm das Igelkind in Augenschein – Verletzungen wies es keine auf und es krabbelte auch nichts in seinem Stachelkleid. Aber natürlich wog der kleine Mann viel zu wenig, als dass er ohne Hilfe in der Natur eine Chance gehabt hätte.

Noch von unterwegs aus auf der Rückfahrt klärte Teammitglied Nenne die weitere Vorgehensweise mit „Tier-Engel unterwegs“-Gründerin Marion ab. Ein Teammitglied aus dem Rems-Murr-Kreis, welches schon Igel gepäppelt hatte, sollte kontaktiert werden. Zuhause angekommen bereitete Nenne dem Igel ein behaglich zurecht gemachtes „Zwischenheim“ und richtete eine igelgerechte Mahlzeit her. Zu Nennes großen Freude wurde die Schüssel leer geschlabbert - der junge Mann war offensichtlich etwas wählerisch was sein Fressen anging, schlief danach dann auch zufrieden und ruhig atmend ein. Die Küchenwaage zeigte 270 Gramm.

Nenne setzte sich mit besagtem Teammitglied in Verbindung - leider war das eine Verwechslung und so versuchte Nenne den Tierschutz Waiblingen zu erreichen und auch parallel einen Päppler in Weissach im Tal. Auch das Tierheim Winnenden wurde nochmals kontaktiert. Leider alles ohne Erfolg. Das Igelkind war nicht unterzubringen. Mittlerweile war es schließlich Spätnachmittag. Nennes eigene Tiere mussten weiter versorgt werden und so blieb der Mecki über Nacht in seinem Übergangs-Quartier. Am nächsten Tag durfte er dann in das Tierheim Ludwigsburg umziehen – ganz lieben Dank, dass er dort angenommen wurde!.

Alles Gute kleiner Mann – dort bist du gut aufgehoben und wirst groß und stark gepäppelt.




Sonntag, 23.01.2022 |

Nr. 39/2022

Happy End - Geschichte von Kater Tom!

27 Tage nach dem Verschwinden in Freiberg taucht Kater Tom gesund in Ludwigsburg auf und ist nun wieder zuhause

Sonntag Morgen - 7.30 Uhr - unser Notfalltelefon klingelt und Vereins-Gründerin Marion wird aus dem Schlaf geholt. Erst gestern 23 Uhr kam der letzte Notruf rein….. Die Meldung am frühen Morgen: In Ludwigsburg in der Weststadt wurde ein Kätzchen gefunden…..

Teammitglied Birgit war gerade dabei, ihre Hunde ins Auto zu bekommen um mit ihnen zum Training zu fahren, als sie die Meldung in unserem Notfallchat las. Es war gleich bei Birgit um die Ecke und so gab sie Bescheid, dass sie zum Chipauslesen vorbeifährt, alles andere jedoch zeitlich nicht mehr passt. Marion, nicht nur Gründerin, sondern auch 1. Vorstand unseres Tierschutzvereines, sagte zu, alles Weitere je nach Ergebnis zu übernehmen…..

Birgit wurde bereits erwartet und die Fellnase duldete problemlos, dass Birgit das Chiplesegerät über das Körperchen zog - dieses schlug jedoch nicht an. Birgit hielt kurz Rücksprache mit Marion, dann versuchte sie es erneut - nicht zum ersten Mal hatten uns Chiplesegeräte ein falsches Ergebnis angezeigt. Dies kann auch sein, wenn der Chip etwas verrutscht oder gewandert ist - was manchmal durch einen Unfall oder auch im Laufe der Zeit passieren kann. Nochmals zog Birgit das Lesegerät über das komplette Fellnäschen - oben - unten - links - rechts - und plötzlich schlug es an - ein Chip!

7.50 Uhr war klar: das Tier ist gekennzeichnet - Birgit gab alles an Marion weiter und sagte der Familie, dass sie nun gehen müsse, sich aber gleich jemand melden würde…. Marion rief bei TASSO an - und es gab eine Überraschung! Es handelte sich bei der zugelaufenen Fellnase um Kater Tom - aus Freiberg!!!! Und dort wurde er seit dem 28.12.2021 vermisst!!!!!

Die Besitzerin rief innerhalb kürzester Zeit bei uns zurück und war völlig aufgelöst vor lauter Sorge. Mit zitternder Stimme sagte sie zu Marion, dass TASSO sie angerufen habe, Tom sei gefunden….. Marion beruhigte die Frau umgehend - sanft sprach sie zu ihr, dass es Tom gut geht, es sei alles in Ordnung und sie können ihn wohlbehalten abholen…. Marion hörte förmlich den Stein der Erleichterung auf der anderen Seite plumpsen und „sah“ die Tränen der Freude, die sich nun bei Tom`s Besitzerin lösten….. Auch Marion war zutiefst berührt…. Sofort machte sich Toms Familie auf den Weg nach Ludwigsburg, um den kleinen Ausreisser nach Hause zu holen… Wo er die letzten 4 Wochen war und wie er nach Ludwigsburg kam, wird für immer Tom`s Geheimnis bleiben…..

Welch ein grandioser Tagesstart sowohl für die Besitzer und Tom als auch für Teammitglied Birgit. Als wir anderen Teammitglieder von diesem wundervollen Happy End lasen, strahlten wir mit Tom`s Familie… Tierschutz hat leider oft weniger schöne Seiten und da sind solch Happy-End-Geschichten Balsam für die Seele und Ansporn für die ehrenamtlichen Teammitglieder zugleich….

Von Herzen wünschen wir Tom mit Familie alles Liebe - geniesst die Wiedersehensfreude!

Allen anderen Tierbesitzern möchten wir erneut ans Herz legen, die Tiere nicht nur kennzeichnen zu lassen, sondern diese dann auch einem Haustierregister wie z.B. TASSO und/oder findefix zu melden. Bitte denkt auch daran, bei Umzug, Telefonnummer-Wechsel oder auch Besitzerwechsel die neuen Daten zu melden. Nur so ist ein Happy End wie hier bei Tom unverzüglich möglich!




Samstag, 22.01.2022 |

Nr. 37/2022

Samstag gegen 9.50 Uhr wurde auf unserem Notfalltelefon eine Katze in Walheim gemeldet, die wohl seit einiger Zeit regelmäßig auftaucht und sich lautstark bemerkbar machen würde. Äußerlich verletzt sei sie nicht, die Melderin hatte bereits in Facebook einen Aufruf gestartet, doch niemand hatte sich bisher gemeldet.

Teammitglied Sandra erklärte sich bereit, den Einsatz zu übernehmen, doch ehe sie losfahren konnte, war das Tier weitergezogen. Am Sonntag gegen 18 Uhr rief die Melderin erneut an - die Fellnase sei wieder bei ihr und sitze laut schreiend auf der Terrasse…..Teammitglied Sandra war in Bissingen unterwegs und entschied, auf dem Heimweg über Walheim zu fahren. Tatsächlich glückte diesmal das Antreffen des „Zaungastes“. Das Fellnäschen - ein Mädchen und es zierte sich anfangs ein wenig, doch dann klappte das Auslesen des vorhandenen Transponders.

Der Anruf bei TASSO dauerte etwas - doch dann das Ergebnis: Die Samtpfote heisst Josie, ist knapp 2 Jahre alt und wohnt 2 Querstrassen weiter. Nach Kontakt mit den Besitzern erfuhr Sandra, dass Josie durch eine Katzenklappe - wann immer es ihr beliebt - rein- und rauskann und so auch das junge Paar besuchte, bei denen sich Josie seit einigen Tagen wohl recht wohl fühlte….

Josie wurde noch am Abend abgeholt und alles war in Ordnung. Oft steckt nichts dahinter, Katzen sind Freigänger und besonders umkastrierte Kater sind öfters mal ein paar Tage weg und tauchen woanders auf. Meist finden sie wieder heim und die Sorge ist unbegründet.

Manchmal sieht ein Fellachen auch völlig gesund und gut genährt aus - taucht irgendwo auf, die Melder sind sich unsicher, ob es ein zugezogener Freigänger oder ein vermisstes Tierchen ist  und wir werden gerufen. Und dann stellt sich manchmal heraus, dass es schon ein wochenlang vermisstes Samtpfötchen ist - wie erst am Sonntag und hier nachzulesen:

https://www.facebook.com/Tierengelunterwegs/posts/639754297450094




Dienstag, 18.01.2022 |

Nr. 32/2022

Team Mitglied Caro hatte am Dienstag Nachmittag in der Altstadt von Bietigheim einen Zahnarzttermin. Auf dem Weg dorthin fiel ihr eine Taube auf, die in einer Gasse hilflos vor sich hinstrampelte und nichts mehr sonst konnte… Caro konnte das Tier nicht mit zum Zahnarzt nehmen, wusste aber, der Termin würde nicht lange dauern. Sie nahm behutsam das erschöpfte Täubchen auf und setzte es in einem Innenhof in einen Blumenkübel.

Ein älterer Herr mit Gehhilfen beobachtete Caros tun und fragte, was sie da machen würde. Caro erklärte es kurz und der alte Mann erwiderte in ziemlich abfälligen Ton: „Die stirbt schon seit zwei Tagen vor sich hin, ist doch nur eine Taube - lassen sie die doch einfach.“

Caro holte innerlich gaaaaaanz tief Luft - würde sie ihm dementsprechend eine Antwort geben, könnte es sein, dass er dem Tierchen was antut, also riss sie sich seeeeehr zusammen, um höflich zu bleiben und sagte dem Mann, sie würde gleich zurückkommen und das Tier mitnehmen und versorgen lassen.

Tatsächlich war Caro recht zügig wieder zurück - eine andere Person war zu diesem Zeitpunkt vor Ort und Caro fragte diese, ob sie einen Mann mit Gehhilfen kennen würde.

Die Dame verneinte - der Herr würde hier nicht wohnen. Caro bat die Dame darum, wenn der Herr wieder auftauchen würde, ihm beste Grüße auszurichten mit dem Hinweis, man schaut niemandem beim Sterben zu - auch nicht einer Taube!!!

Noch immer unbeschreiblich wütend über die Reaktion des Mannes, fuhr Caro unverzüglich ins Tierheim. Der Taube ging es sehr sehr schlecht - wir hoffen sie wird es schaffen…Tauben sind auch Lebewesen, sie fühlen ebenso Schmerzen und kein Lebewesen sollte unnötig leiden. Wenn ihr eine Taube in Not seht, bitte meldet euch bei uns. Für uns ist jedes Lebewesen gleich wert und unser Bestes zu geben, dass kein Tier leiden muß.




Dienstag, 18.01.2022 |

Nr. 30/2022

Morles Heimkehr

Am Morgen des Mittwochs erreichte uns gegen 8.30 Uhr die Information, dass in Schwieberdingen eine tote Katze gefunden wurde - zur Identifizierung wurde gebeten, nach einer Kennzeichnung zu schauen.

Unsere Teammitglieder sind alle ehrenamtlich dabei und da um diese Zeit die meisten arbeiten waren, konnte nicht gleich jemand hin. Da das Tier bereits gesichert war, bestand nicht die Gefahr, dass die Strassenmeisterei sie einfach so „entsorgte“.

Am Nachmittag fuhren die Teammitglieder Jessy und Dagmar, die beide eh verabredet waren, um eine Futterstelle zu überprüfen, vorher zu der Fellnase. Vor Ort angekommen fanden sie ein Fellnäschen vor, welches einen schlimmen Unfall gehabt haben musste. Es war ein Katzenbub, und sobald das Chiplesegerät aktiviert war, ertönte auch schon der herbeigesehnte Signalton…

Während Dagmar die Samtpfote behutsam in ein Handtuch einwickelte, versuchte Jessy schon TASSO zu erreichen. Sie musste eine Weile in der Warteschleife Geduld zeigen, ehe sie mit einem Mitarbeiter verbunden wurde. Bei TASSO lag eine Datenfreigabe der hinterlegten Kontaktdaten vor, so dass unsere Teammitglieder die Telefonnummer von Morles Besitzer erhielten. Sowohl TASSO als auch unsere Teammitglieder versuchten den ganzen Tag bis spät in den Abend hinein, jemanden zu erreichen - leider vergeblich…..

Dagmar informierte TASSO darüber und die informierten uns, dass nun ein Brief an die hinterlegte Adresse versendet wird - im besten Falle gibt es einen Nachsendeantrag und der Besitzer wird über diesen Weg erreicht. Noch am gleichen Abend erstellte Team-Mitglied Nela eine Fundmeldung in unseren Social-Media-Kanälen. Kurze Zeit späterd bekamen wir über diesen Facebook-Beitrag zu Morle Hinweise, welche wir am nächsten Tag verfolgten.

Am nächsten Morgen schloß sich Dagmar nochmals mit TASSO kurz, auch hier hat niemand den Besitzer erreicht - also fuhr Teammitglied Dagmar zu der Adresse, die sie von TASSO erhielt. Leider stimmte kein Name auf den dort vorhandenen Klingeln mit dem Namen des Besitzers überein.

Am Freitag erreichte uns über Teammitglied Jessy die Nachricht, dass der Brief von TASSO - wie auch immer - an der besagten Adresse zugestellt wurde. Vermutlich wusste der Postzusteller mehr ;-) Der Brief erreichte die Großtante und Nichte der früheren Besitzerin von Morle - die beiden Frauen hatten Morle auch übernommen und ihn bereits vermisst….

Im Brief von TASSO erfuhren die Frauen nun vom Tode des Fellnäschens und unsere Kontaktdaten…. Am Samstag, also vier Tage nach Morles Unfall, durfte die Fellnase dann nach Hause. Sie wird auf ihrer letzten Reise von Menschen die sie liebten begleitet und wir danken allen Beteiligten, die diese Heimkehr ermöglicht haben.

Den Meldern, „Tier-Engel unterwegs“-Gründerin Marion in der Notrufzentrale, Jessy und Dagmar fürs Rausfahren, Nela für die Beitragserstellung, TASSO für die grandiose Kommunikation und letztlich auch Morles neuen Besitzern, dass sie ihn nach Hause holten…..

Wir wünschen Morle eine gute Reise über die Regenbogenbrücke und den Besitzern viel Kraft, um diesen schmerzlichen Verlust zu bewältigen….




Samstag, 15.01.2022 |

Nr. 27/2022

Samstag Nachmittag - Teammitglied Franziska war am Samstag mit einer Freundin im Brandholz spazieren, als sie dann eine Taube neben dem Weg bemerkte, die über den Boden humpelte und sich immer wieder mit den Flügeln dabei abstützte. Als die 2 Frauen näher kamen, machte das Tier auch keine Anstalten wegzufliegen. Auf den ersten Blick waren keine Verletzungen zu erkennen, aber irgendetwas konnte ja nicht stimmen.

Sie unterbrachen den Spaziergang - ohne Probleme konnte Franziska das Täubchen sichern und bis zum Auto tragen. Unverzüglich fuhren sie ins Tierheim, wo sich sofort um das Tier gekümmert wurde. Lieben Dank erneut an das Tierheim Ludwigsburg für eine grandiose und unkomplizierte Zusammenarbeit!