Tier-Engel unterwegs e.V.

Die Tiernothilfe im Kreis Ludwigsburg & Umgebung

Unsere Einsätze

Hier finden Sie unsere aktuellen Einsatzberichte.

Im Jahr 2020 hatten wir 475 Einsätze.

In 2021 sind bis jetzt bereits über 600 Einsätze in unserer Statistik aufgeführt.

Falls auch Sie einmal ein Tier in einer Notlage auffinden oder eine Totfundmeldung abgeben möchten - ein Anruf auf unserem Notfalltelefon genügt und wir sind zur Stelle: 0178-9313 465



Montag, 26.07.2021 |

Nr. 609/2021

Teammitglied Franziska war am Montag  Mittag auf dem Weg nach Sindelfingen in die Schule. Bei Leonberg fiel ihr eine kleine Maus auf, die orientierungslos am Straßenrand hin- und herlief. Geistesgegenwärtig hielt Franziska an und nahm das kleine Mäuschen auf, ehe es mitten vor ein Auto auf die Straße lief.

Da sie nichts dabei hatte und in Ermangelung einer Alternative, legte Franziska das Mäuslein in den Getränkehalter des Autos. Da Franziska in die Schule musste und von ihren Kindern bereits erwartet wurde, bestand Hilfe vorerst nur darin, das Mäuschen mitzunehmen.

Erfahrene Team-Mitglieder waren telefonisch mit Rat zur Stelle und meinten, dass die Maus jetzt am besten mit Elektrolytlösung übergangsweise versorgt werden kann. Franziska fuhr weiter zur Schule, wo ihre Kollegin auf die Maus aufpasste.

In einer nahegelegen Apotheke kaufte Franziska eine kleine Spritze und Elektrolytlösung und bot diese dem kleinen Mäuslein an. Für die Kinder der 2.Klasse war das sehr interessant und alle haben mitgefiebert und bei der Verabschiedung gemeint, dass Franziska ihnen unbedingt sagen soll, wie es der Maus geht. Ein Mädchen fragte, ob die Maus schon einen Namen hat. Als Franziska dies verneinte, bat das Mädchen, ob die Maus Haselnuss heißen darf.

Nach der Mittagsschule ging es dann mit „Haselnuss“ zurück nach Pleidelsheim. Allerdings war das kleine Mäuschen schon sehr schwach und Franziska stellte fest, dass es ihr nicht wirklich gut ging. Teammitglied Laura war so lieb und hatte angeboten, dass „Haselnuss“ zur weiteren Versorgung zu ihr kann. Leider ist die kleine Maus dann auf der Fahrt zu Laura über die Regenbogenbrücke gegangen… Gute Reise kleines Seelchen…




Freitag, 23.07.2021 |

Nr. 593 + 594/2021

Doppeleinsatz am Freitag Abend für Teammitglied Kate

Es war 20.15 Uhr, als in unserem Notfallchat die Meldung einer vermutlich angefahrenen Katze erschien. Teammitglied Kate war auf dem Balkon und spielte mit ihrem Hund Buddy, als ihr Telefon klingelte und „Tier-Engel unterwegs“-Gründerin Marion dran war. Sofort wusste Kate, dass es sich um einen Notfall handeln musste.

Marion schilderte Kate kurz den Sachverhalt und Kate hat sofort alles fallengelassen und ist losgedüst. Vor Ort wartete die Melderin. Allerdings lag die Katze nicht mehr da, wo sie hätte liegen sollen. Die Melderin schilderte Kate, dass sie hier vorbeigefahren sei und die Katze liegen sah, ohne Anstalten zu machen, wegzugehen. Sie hielt an und ist zu der Katze gelaufen. Diese ist dann jedoch auf einmal weggehumpelt - in ein umzäuntes Grundstück mit einem riesen Schuttberg hinein. Hier wurde sie von der Melderin das letzte Mal gesehen.

Teammitglied Kate lief durch das offene Tor Sie suchte unter allen Büschen und Sträuchern. Nirgends war die Katze zu sehen. Sie musste über den angrenzenden Zaun gesprungen oder unten hindurch gekrochen sein. Angrenzend waren Gärten und ein riesiges Industrieareal - das Tier konnte nirgends gesichtet werden… In der Hoffnung, die Fellnase ist heimgelaufen, brach Kate den Einsatz ab und übernahm sofort den 2. Notfall.

Ein Igel sei in einem Schacht. Das war nur 2 Minuten von Kates jetzigem Standort entfernt.

Dort wurde Kate herzlich von einem älteren, sehr lustigen Ehepaar empfangen. Sie zeigten Kate, wo der Igel runtergefallen ist. Das war ein ca. 1,50 m hoher Kellerschacht. Kate war gleich klar, dass der Igel hier definitiv nicht alleine rauskommt. Der Mann hatte ihr eine Leiter angeboten. Kate, praktisch veranlagt, dachte sich jedoch "komm, für irgendwas muss der Sportunterricht ja gut gewesen sein " und ist ohne Leiter in den Schacht runter.

Sie hatte ihre Handschuhe bereits an, holte denkleinen Stachelmann raus und setzte diesen vorsichtig in einen Karton. Von dem Ehepaar erfuhr Kate, dass sie 10 Tage in der Schweiz waren und sie nicht wissen, was hier passiert ist. Kate hielt Rücksprache mit unseren Igel-Experten im Team. Da der Igel gut genährt aussah, war es unwahrscheinlich, dass er schon länger da unten lag. Außerdem sah es so aus, als ob es sich um eine Igeldame handelte und diese kürzlich erst geworfen hatte. Evtl. war nun im Garten ein Nest mit Jungen.

Das Ehepaar wollte sich sofort auf die Suche nach dem Nest machen. Kate stoppte sie jedoch und bat das Paar, über den Schacht ein Gitter oder ähnliches zu machen, dass der Igel hier nicht  mehr reinfallen kann. Der Igel war unversehrt und wurde im Garten freigelassen - die Babys würde die Igeldame ganz sicher allein finden, sofern welche da sind.

Das Ehepaar sicherte Kate zu, die nächsten Tage besonders gut aufzupassen und wenn ihnen etwas auffällt, sie sich wieder bei den Tier-Engeln melden würden.

Während Kate mit dem Igel-Einsatz beschäftigt war, fuhr Teammitglied Nela nochmals zu dem Meldeort mit der vermutlich verletzten Katze. Auch Nela suchte das ganze Gelände, was betretbar war, gründlich Stück für Stück ab - nirgends war eine Fellnase zu sehen. Nach ausführlicher Beratung mit „Tier-Engel unterwegs“-Gründerin Marion brach auch Nela den Einsatz ab.




Freitag, 23.07.2021 |

Nr. 592/2021

Freitag 20 Uhr, Teammitglied Melly hatte gerade ihren Wochenendeinkauf erledigt und stand noch auf dem Parkplatz des Einkaufcenters, als in unserem Notfallchat die Meldung kam: „Verletztes Babyeichhörnchen am  Jugendhaus in Eglosheim“

Melly zieht in ihrer Freizeit die Miniwesen auf, versorgt verletzte und kranke Tiere und ist Spezialistin für Eichhörnchen. Umgehend übernahm sie den Fall und holte das Baby zu sich heim. Sie berichtet, es sei ein völlig unspektakuläre Einsatz gewesen - Hingefahren, Eingepackt, versorgt…. so ist unsere Melly…. und dann kam doch noch etwas mehr von ihr ;-)

Als sie vor Ort ankam, Die Melderin hatte das Miniwesen in ihrem Sonnenhut gepackt und mit einem Tuch abgedeckt. Als Melly  vor Ort ankam und das Tuch hochhob, um das Baby herauszunehmen, wehrte sich dieses mit seinen Minifüsschen nach vorn heraus…. Melly vermutet, dass eine Krähe/Elster/Rabe das Kleine aus dem Kobel gezogen hatte.

Melly verriet, dass sich Päppelstellen „solche Eichies“ wünschen…. Es sei ein Mädchen, total unkompliziert, es hat bei Melly daheim sofort „angedockt“ und die Elektrolytlösung getrunken. Das Kleine fand laut Melly sofort „alles gut“ und „hat super kooperiert“…. Es war propper, hatte keinen einzigen Floh gehabt….

Schade dass man den Kobel nicht gefunden hat…. doch bei Melly als Ersatzmama ist das zauberhafte kleine Mini-Mädchen bestens aufgehoben….




Mittwoch, 21.07.2021 |

Nr. 574/2021

Teammitglied Andrea wurde am Mittwoch von ihrer Schwägerin angerufen - es war kurz nach 9 Uhr.

Sie hatte Andrea Bilder gesandt, denn bei einer Patientin von ihr in Murr lägen 2 Igel vor der Türe. Beim Anblick des einen Igels erschrak Andrea. Seine Schnauze lag auf dem Boden.

Andrea konnte nicht weg - sie war in einer Telefonkonferenz. Umgehend stellte sie Fotos in den Notfallchat mit der Frage, ob jemand anfahren kann. Währendessen rief ihre Schwägerin erneut an und sagte, dass der eine Igel nun ein Stück gelaufen sei, aber nun wieder am Boden läge.

Andrea rief „Tier-Engel unterwegs“ - Gründerin Marion direkt an und schilderte ihr das Problem. Marion meinte, damit der vermutlich verletzte Igel nicht weglaufen konnte, bis ein Helfer eintraf, solle die Melderin ein Karton oder Wäschekorb drüberstellen. Alle ehrenamtlichen Teammitglieder waren arbeiten, so dass Andrea nach der Telefonkonferenz mit unserer Igelexpertin telefonierte. Sie hatte die Fotos im Notfallchat gesehen und mitgeteilt, dass die Igel gut genährt aussehen und da gerade Paarungszeit ist, sei es auch nicht außergewöhnlich, dass die Igel gerade tagaktiv seien. Wenn die Igel unverletzt seien, bestünde kein Handlungsbedarf.

Andrea hatte keine Ruhe, zog ihre Mittagspause vor und fuhr nach Murr, um die Igel anzuschauen. Diese hatten keine Verletzungen und der kleine Mann, dessen Schnauze auf dem Bild auf dem Boden lag, war offenbar nur „erschöpft“ vom Werben um die Igeldame…

Beide Igel wurden vor Ort belassen und werden weiterhin bei Auftauchen gut beobachtet.




Sonntag, 18.07.2021 |

Nr. 559/2021

Teammitglied Lisa war am Sonntag mit Freunden an der Enz in Besigheim spazieren. Mitten auf dem Weg saß eine Amsel. Zuerst dachte sich Lisa dabei nichts. Als die Amsel jedoch nicht wegflog, selbst als Lisa mit ihren Freunden samt Kinderwagen auf die Amsel zuliefen, wurde sie stutzig.

Behutsam bückte sich Lisa zu dem Vögelchen und schaute sich das Tier genauer an: Die Flügel hingen ganz eigenartig. Als Lisa versuchte. sie vorsichtig hochzuheben, ist die Amsel flatternd weggehüpft - mitten in den nächsten Busch hinein und hing da ganz apathisch drin.
Nach Rücksprache mit „Tier-Engel-unterwegs“ - Gründerin Marion wurde die Vermutung eines Anflugtraumas verworfen. Es war nichts in der Nähe, wo die Amsel hätte gegengeprallt sein können….

Lisa vermutete einen anderen Hintergrund für den Zustand des kleinen Tieres. Sie lief zum Auto zurück und holte ihren Kescher, während die Mutter ihrer Freundin noch einen Karton vorbeibrachte. Gemeinsam mit einem Freund gelang es Lisa, die Amsel zu sichern. In einem Handtuchnest kam das Tier in den Karton und wurde zur weiteren Versorgung ins Tierheim gebracht.

Gute Besserung kleine Amsel!




Freitag, 16.07.2021 |

Nr. 554/2021

Es war Freitag - also genauer Samstag früh - sehr früh - um 0.20 Uhr, auf dem Notfalltelefon wurde eine tote Katze gemeldet, die bereits bei der Polizei in Bietigheim sei.

Teammitglied Kate war noch wach und übernahm den Einsatz.
Vor Ort angekommen, zog Kate ihre Handschuhe an und nahm Chiplesegerät sowie Unterlagentücher mit. Sie wurde dort bereits erwartet - mittlerweile sind wir vom Tier-Engel unterwegs e.V. mehrfach die Woche dort und kümmern uns um die tierischen Angelegenheiten, die bei der Polizei „aufschlagen“.

Die Polizistin erklärte Kate kurz den Sachverhalt: Dass ein Passant eine angefahrene Katze gemeldet hat, die aber leider relativ schnell verstorben ist und die Polizei sie eingesammelt hat. Es stand im Raum, dass die Katze eventuell von einem Kollegen der Polizei ist und Kate schaute nach einem Chip. Die Fellnase war nicht gechipt, dafür tätowiert.

Kate machte Fotos der Fellnase, entzifferte soweit möglich das Tattoo und gab beides an „Tier-Engel unterwegs“-Gründerin Marion weiter, die sofort bei TASSO anrief. Kate hat sich solange mit der Polizistin unterhalten - es ging natürlich um Tierthemen.

Während die zwei Frauen zusammenstanden, hat es immer geklopft, so als ob jemand Schnitzel klopft. Die Polizistin sah Kates leicht irritierten Blick und hat ihr dann erklärt, dass das die Zelle ist wo jemand drin sitzt, der da nicht sitzen möchte…

Leider ergab die Nachfrage bei TASSO keinen Erfolg, zwei Ziffern waren schon so ausgebleicht, dass sie nicht mehr zu erkennen waren. Kate nahm das Tier zunächst mit und verabschiedete sich von der Polizistin.

Am nächsten Tag telefonierte „Tier-Engel unterwegs“-Gründerin Marion mit unserer Tierarzt-Kooperationspartnerin Frau Hoffmann-Füsser, ob diese evtl. die Katze kennen würde.

Und tatsächlich war die Fellnase dort bekannt und es konnte der Besitzer gefunden werden. Die Fellnase wurde für ihre letzte Reise nach Hause geholt und konnte im Kreis ihrer Familie ihre letzte Reise antreten…

Komm gut rüber kleine Samtpfote! Den Besitzern wünschen wir viel Kraft, um diesen schmerzlichen Verlust zu bewältigen...




Donnerstag, 15.07.2021 |

Nr. 551/2021

Donnerstag Nachmittag, „Tier-Engel unterwegs“-Gründerin Marion hatte soeben ihren Einsatz bei der schwer verletzten Katze Rocco in Bietigheim beendet  Sie war auf dem Heimweg, als sie an der Bietigheimer Bahnhofsbrücke der nächste Notruf erreichte.

Ein verletzter Hund, welcher auch bereits gesichert sei, ist in der Innenstadt von Bietigheim - ob wir uns hier auch darum kümmern würden. Marion bejahte diese Frage und drehte unverzüglich um. Es waren laut Navi nur 4 Minuten bis zum Meldestandort. Es war das Restaurant Henrys mitten in der Fußgängerzone… Mit Warnblinkanlage fuhr Marion vorsichtig durch die Fußgängerzone Bietigheims. Sie parkte direkt vor dem Restaurant, als auch schon die Bedienung herauskam und mitteilte, dass sie den Hund gegenüber ins Museum gebracht haben. Das vierbeinige Kerlchen wollte nämlich direkt in die Küche des Restaurants!

Im Museum warteten auch schon die 2 Mitarbeiterinnen auf Marion und schon schoss ein kleines süßes Wollknäuel auf Marion zu. Vorsichtig ging sie in die Knie - das Tier war ängstlich, doch es ließ sich streicheln. Ganz behutsam, um die kleine Lady nicht zu erschrecken, fuhr Marion mit dem Chiplesegerät über das Wollknäuel.

Interessanterweise schlug dieses auf der rechten Seite an (der Transponder sitzt erfahrungsgemäß links). Das Hundemädchen hatte ein Geschirr mit einem GPS-Sender an. Die Mitarbeiterinnen des Museums erzählten, dass das Gerät angefangen hat zu piepen als der Hund ins Museum kam. Sie waren sich unsicher, weil der Hund verletzt war, nicht dass der Besitzer auch irgendwo verletzt liegt.

Kamen die Signale vom Besitzer, der seinen Hund sucht? Es herrschte Unklarheit darüber, was die Signale bedeuten. Marion rief umgehend bei Tasso an und erhielt die Auskunft, dass der Besitzer unverzüglich informiert wird. Marion wollte ans Auto und eine Leine holen, als ihr ein Mann in Badeschlappen und kurzer Hose mit einer Leine um den Hals und einem Handy in der Hand entgegenkam.

Als er Marions Auto sah mit dem Aufdruck „Tier-Engel-unterwegs e.V.“ sprach er sie an -  ob sie seinen Hund gefunden habe. Zeitgleich rief Tasso ihn an und er sagte, dass er bereits vor Ort sei. Marion fragte ihn zurück: „Kleiner weißer Hund mit GPS-Gerät?“
Der Mann bestätigte dies mit einem "Ja ja" und zeigt Marion sein Handy. Er meinte, er sieht darauf, dass sein Hund hier irgendwo sei, aber nicht den genauen Standort. Marion lief mit ihm ins Museum zurück und der kleine Hund lief sofort schwanzwedelnd auf den Mann zu. Er rief:  „Was machst Du denn, warum haust Du denn so weit ab?“ und Marion fragte interessiert, wo er denn wohne.

Der Herr meinte „eine Querstraße weiter“. Marion erkundigte sich nach der „Verletzung". Hier hatte die Hundedame, die übrigens LADY hieß, einen Abzess, sie kamen gerade vom Tierarzt, wo der Abzess aufgemacht und ausgespült wurde und jetzt lief noch ein bisschen vom Eingriff heraus und wirkte wie eine frische Verletzung.

Offenbar hatte der Mann den Kofferraum seines Autos aufgemacht, hat Taschen rausgeholt und dachte, Lady würde ihm hinterherlaufen. Allerdings war sie erst seit Freitag bei ihm und kam aus Rumänien…

Marion beriet ihn in Sachen Umgang mit Hunden aus dem Ausland und dass er Lady besser nicht mehr von der Leine nehmen solle, bis sie sich eingewöhnt hat. Als die beiden wegliefen, hat sich das kleine Wollknäuel nochmal zu Marion umgedreht und hat sie länger angeschaut. Marion sah ihnen nach, bis sie aus ihrem Blickfeld verschwunden waren und hoffte, die Kleine würde sich hier gut eingewöhnen und das „Neu-Herrchen“ ihre Tipps befolgen… Nicht selten hört man von Tierschutzhunden aus dem Ausland, die bereits in den ersten Tagen weglaufen, das falsche Geschirr tragen usw….

Marion dachte in den Folgetagen immer wieder an das weisse Fellknäuel - es ist so eine süße Maus gewesen… Alles Liebe für Dich kleine Ausreisserin!

P.S. Von Lady haben wir kein Bild gemacht, sie sah allerdings so ähnlich aus wie die Fellnase auf unserem Beispielbild.




Donnerstag, 15.07.2021 |

Nr. 550/2021

Donnerstag Nachmittag, kurz vor 16 Uhr - im Notfallchat kommt die Meldung einer schwer verletzten Katze in Bietigheim - „Tier-Engel unterwegs“-Gründerin Marion sei fast vor Ort….

In solch Fällen muss alles sehr schnell gehen und zufälligerweise war Marion in Bietigheim - nicht weit vom Meldeort entfernt, als der Anruf von Passanten kam. Hinter der Post liege eine schwerverletzte Katze, sie atmet noch, bewegt sich allerdings kaum noch.
Marion ließ alles fallen und sprang ins Auto - nach 4 Minuten war sie am Einsatzort.
Der Melder stand schon wild mit den Armen wedelnd an der Post, so dass keine Zeit verloren ging. Hier ging es um Leben und Tod - ganz verkehrswidrig parkte Marion deshalb auf dem Behindertenparkplatz und machte noch schnell das Schild "Tiernothilfe im Einsatz“ dran.

Gemeinsam mit dem Melder rannte sie zum Fußgängerweg hinter der Post. Die Fellnase lag im Gras - unverzüglich schaute Marion nach einem Chip und das Gerät schlug sofort an - super!

Marion sandte die Chipnummer an Teammitglied Caro, welche im Hintergrund in Bereitschaft saß und sofort TASSO anrief. Fast zeitgleich nahm Marion den kleinen Mann behutsam auf und legte ihn in die Transportbox. Er war sehr sehr kühl und er hatte Blut am Mäulchen und auch an der hinteren Zehe hat er geblutet. Marion zerriss es fast das Herz - als sie die verletzte Samtpfote hochhob, schaute er sie aus seinen ängstlichen, Augen an, voller Schmerz - und maunzte Marion an - und sie verstand „Danke dass Du mir hilfst….“

Marion rannte mit dem Samtpfötchen zum Auto zurück, während Teammitglied Caro sie bereits bei der mit uns kooperierenden Ärztin Frau Hoffmann-Füsser in der Praxis mit einem Notfall anmeldete.

Nach 3 Minuten Fahrt war Ankunft in der Praxis - dort haben die Helferinnen gleich ein Wärmepad unter die Fellnase gepackt und eine Infusion vorbereitet. Über TASSO konnte auch inzwischen die Besitzerin erreicht werden, die sich sofort telefonisch bei Marion meldete. Besorgt erkundigte sich diese nach dem Zustand ihrer Fellnase Rocco - so hiess der kleine Unglücksrabe also…

Marion sagte ihr, dass es ihm momentan leider nicht gut gehe, doch alles getan wird, um ihm zu helfen. Unverzüglich machte sich Roccos Besitzerin auf den Weg in die Praxis. In der Zwischenzeit hatte die Tierarzthelferin Fieber gemessen. Rocco hatte durch den Schock so eine Untertemperatur, dass diese gar nicht mehr messbar war. Er kam dann direkt zum Röntgen. Leider zeigte sich, dass er Flüssigkeit in der Lunge hatte, vermutlich durch den Aufprall. Er hat sich wohl noch so ca. 200 m nach dem Unfall weitergeschleppt und dann lag er da hilflos im Gras.

Da nun auch die Besitzerin eingetroffen war, ist Marion aus dem Behandlungsraum raus und hat gewartet. Frau Hoffmann-Füsser kam später zu ihr und berichtete Marion, dass Rocco es schaffen könnte… Nachdenklich verließ Marion die Tierarztpraxis. Am Abend erkundigte sich Marion nochmals, wie es Rocco geht. Ein klein wenig besser hieß es und sie werden alles tun, dass er stabilisiert wird.

Am nächsten Morgen ging es ihm auch wieder ein wenig besser und alle sind hoffnungsvoll, dass der kleine Rocco es schaffen wird!!! Von Herzen gute Besserung kleiner Rocco!!!




Sonntag, 11.07.2021 |

Nr. 536/2021

Ein Bericht von Andrea

Am Sonntag Abend wurde in Bönnigheim ein verletzter flugunfähiger Vogel gemeldet. Ich übernahm und fuhr umgehend los. Die Melderin hatte den Spatz in der Zwischenzeit in einem Karton gesichert und wartete auf mich. Beim Umsetzen in meine Softbox zitterte der Vogel stark und liess das Köpfchen hängen.

Ich setzte ihn behutsam in ein Handtuchnest. Auf dem Weg ins Tierheim musste ich an einer roten Ampel halten. Ich schaute wieder in die Softbox - zu meinem Entsetzen bewegte er sich nicht mehr. Ich strich ihm sanft über die Augen und merkte dabei dass er leider verstorben war, denn nichts regte sich mehr...

Ich fuhr betrübt wieder nach Hause und machte mir viele Gedanken und rief unser vogelkundiges Teammitglied Nenne an. Sie berichtete mir von vergleichbaren Fällen und beruhigte mich - ich hatte offenbar nichts verkehrt gemacht und dem kleinen Spatz wäre auch im Tierheim nicht mehr zu helfen gewesen….

Traurig nahm ich ihn, wünschte ihm eine gute Reise und legte ihn unter einem Gebüsch zurück in den Kreislauf der Natur.




Sonntag, 04.07.2021 |

Nr. 509/2021

HAPPY END FÜR MIMI
Ein Bericht von Dagmar D.

Nach 3 Tagen Auszeit fern der Heimat und die unerfreuliche Aussicht auf einen Sonntag im Regen beschloss ich, frühzeitig wieder nach Hause zu fahren. Regen kann ich ja Zuhause auch haben. Gerade mal eine halbe Stunde Zuhause angekommen, kam von einer lieben Kollegin aus dem „Tier-Engel unterwegs“ - Team die Frage ob ich schon Zuhause wäre. Sie hatte in einer Leonberger Gruppe eine Fundmeldung einer Katze gesehen und Hilfe angeboten.

Tatsächlich rief die Melderin auf unserem Notfalltelefon an. Es wurde eine zugelaufene Katze gemeldet, welche nicht mehr weggehen würde und ob jemand vorbeikommen und nach einem Chip schauen könnte. Also bin ich ab ins Auto und auf nach Leonberg. Dort angekommen, waren die besorgten Besitzer von Mimi, einer (lt. Besitzer) 6-jährigen, sehr zarten und anhänglichen Schönheit bereits vor Ort. Sie wurden über den Facebook-Post aufmerksam und konnten so endlich ihre geliebte Mimi, die schon mehrere Tage vermisst wurde, wieder in die Arme schließen.

Von den Neu-Katzenbesitzern, welche noch sehr unerfahren waren , da Mimi ihre erste Katze ist, erfuhr ich dann, dass Mimi vor ca. 8 Wochen von ihrem ehemaligen Zuhause abgegeben wurde. Leider war Mimi weder gechippt/ registriert und auch nicht kastriert. Bedauerlicherweise kein Einzelfall… Bei einem sehr netten Gespräch mit der Melderin und den Besitzern wurden diese eindringlich gebeten, Mimi bitte kastrieren, chippen und bei TASSO registrieren zu lassen, was sie auch schnellstmöglich tun wollen.
Somit gab es ein Happy End für Mimi und auch die Felllosen um sie herum - denn wie sich herausstellte, kennen sich die Familien der Melder und Besitzer…

Ein herzliches Danke nochmals an die Familie Sultan-Gündogdu-Öztürk für die Gastfreundschaft und das Hinschauen!




Donnerstag, 24.06.2021 |

Nr. 462/2021

HAPPY END FÜR KATER COSJA

Es war Donnerstag, fast Mitternacht. Teammitglied Dagmar überlegte, schlafen zu gehen, als um 23:42 Uhr Tier-Engel unterwegs-Gründerin Marion bei ihr anrief mit der Frage, ob sie noch wach sei und wie weit Renningen/ Malmsheim von ihr entfernt wäre?

Spätestens jetzt war Dagmar wieder hellwach.  Auf dem Notfalltelefon wurde eine Katze in Renningen gemeldet, diese sei bereits den ganzen Tag in einer Kindertagesstätte vor Ort und laut den Meldern verhalte sie sich nicht normal.
Nachdem Teammitglied Dagmar den Standort bekam, sah sie, dass es nur ein paar Minuten von ihr entfernt war und sofort machte sie sich auf den Weg.

Als sie 10 Minuten später dort ankam, wurde sie schon von drei netten Damen erwartet welche ihr auch gleich erzählten, daß die Katze schon den ganzen Tag dort säße. Dagmar nahm ihr Chiplesegerät und die Box. Als sie bei der Katze ankamen, schaute diese sie mit großen, ängstlichen Augen an. Ohne große Gegenwehr der Fellnase konnte Dagmar schauen ob ein
Chip oder Tattoo vorhanden ist. Leider nichts.…
Dagmar rief Marion an, die am Notfalltelefon auf einen Zwischenbericht wartete. Marion erstellte noch in der Nacht in Facebook eine Fundmeldung auf unserer Facebookseite - immer wieder konnten wir so Hinweise auf den Besitzer bzw. den Besitzer selber finden.
https://www.facebook.com/Tierengelunterwegs/posts/506695060756019

Auch die Finderinnen, welche in der KITA arbeiteten und die Katze mit Futter und Wasser versorgt hatten, hatten ebenfalls in Facebook in der Renninger Gruppe eine Fundmeldung erstellt.
Weiterhin versuchte unser Team einen Tierarzt zu erreichen, was um 00:30 bis auf die Tierklinik in Leonberg unmöglich war. Dort wurde gesagt, dass man gern am nächsten Morgen kommen kann… Nun war die Überlegung, wo kann die hübsche Fellnase die Nacht verbringen? Zum Glück bestand die Möglichkeit im Büro der KITA und so wurde ein Nachtlager mit Futter und Toilette dort eingerichtet. Dann gingen alle recht besorgt nach Hause.

Geplant war, dass Dagmar am Freitag früh wieder kommen würde um die Katze abzuholen und zu einem Tierarzt zu bringen. Als sie am nächsten Morgen auf dem Weg zur KITA war, erfuhr Dagmar in einem Telefonat, daß die Besitzerin gefunden und bereits vor Ort war.  Erfolg hatte tatsächlich der Facebookpost, den die Besitzerin gelesen hatte.

Von der Besitzerin erfuhr Dagmar dann auch, daß Cosja, ein knapp 2jähriger Kater, eigentlich ein reiner Wohnungskater ist und auch nicht raus möchte. Er wohne nur 200m vom Fundort entfernt, war auf dem Balkon und ist von dort wohl runtergefallen. Er wurde schon seit Mittwoch vermisst und war unauffindbar.
Glücklich über ein Happy End, einem Tierarzt-Termin und der eindringlichen Bitte Cosja chippen und bei TASSO registrieren zu lassen, gingen die Beiden dann nach Hause.

Ein herzliches Dankeschön nochmals an dieser Stelle an die Finderinnen der KITA für’s Kümmern und die tolle Unterstützung!




Donnerstag, 24.06.2021 |

Nr. 459/2021

4 Kitten, 1 sehr junge Katzenmama und 4 pitschipatschi-nasse Teammitglieder

Es war der 24.06.2021, als uns eine Katzenmama mit 4 Kitten im Naturschutzgebiet Markgröningen an einer Holzhütte gemeldet wurden. Nachdem wir solche Sicherungs-Aktionen nicht ungeplant angehen, wurde nach Vorbereitung und Abklärung mit der unteren Jagdbehörde eine Futterstelle eingerichtet und die Anfütterung durch Teammitglied Jessi vorgenommen. Erst wenn die Fellnasen das Futter vertilgt hatten, ist Jessi wieder gegangen, um nicht andere Tiere durch Futterreste anzulocken…. Zeitgleich beantragten wir beim Ordnungsamt Markgröningen die Erlaubnis, Lebendfallen vor Ort aufstellen zu dürfen. Ebenso erfolgte die Abstimmung innerhalb des Teams und danach wurde die Sicherung ein paar Tage später angegangen.

Die Anfütterung klappte prima, regelmässig zwischen 18h und 20h standen die Zwerge hungrig parat. Unsere Teammitglieder Kate, Jessy und Jessi (ja wir haben 2 davon ;-)) stimmten sich untereinander ab, Kate holte aus unserem Vereinslager noch Fallen. Ausgerüstet damit, sowie mit Transportboxen, mit einer Umsetzbox, Handschuhen, Kescher und Futter konnte es losgehen.

Kate holte Jessy ab, durch die exakte Beschreibung inklusive Vor-Ort-Video von Jessi, die die Anfütterung übernommen hatte, fanden die 2 den Ort auch gleich. Die kleine Holzhütte hatte so etwas wie einen Dachstuhl - und dort entdeckten Kate und Jessy die Katzenmama. Gefühlt wartete diese bereits auf die Dosenöffner - von den Kitten war zu diesem Zeitpunkt noch nichts zu sehen.

Kate und Jessy bauten zuerst die Holzfalle auf, um die Mama zu sichern. Es war mitten im Wald und es regnete an diesem Tag nur einmal - nämlich dauerhaft! Insofern waren weder Wanderer, Gassigeher noch Radfahrer unterwegs - optimale Bedingungen für die Einfangaktion! Während Kate und Jessy zurückgezogen mit der weiteren Vorgehensweise beschäftigt waren, tat es bereits den ersten Schlag und die Katzenmama saß in der Falle! Ihr gefiel das gar nicht und sie beruhigte sich erst, als eine Decke über die Falle gelegt wurde.

Nun stellten Kate und Jessy die 3 Kittenfallen auf, bestückt mit intensiv duftendem Futter und zogen sich erneut zurück. Nach ziemlich langer Wartezeit und keinerlei Sichtung oder Lebenszeichen der Kitten kam es ihnen schon irgendwie „spanisch“ vor. Zeitgleich meldete sich Jessi, die in der Nähe war und bot an, vorbeizukommen. Ein paar Futterbröckchen wurden nun direkt in den Holzstapel an der Hütte verteilt - war es Jessies Stimme oder der nahe Geruch - wir wissen es nicht - auf jeden Fall zeigten sich die Zwerge plötzlich.

Doch wie diese in die Fallen locken? Waren die Kitten gewarnt durch den Schlag der Holzfalle und weil ihre Mama nicht mehr auftauchte? Also Plan B musste her. Der Gedanke war, die Zwerge mal direkt aus dem Holzhaufen „rauszupflücken“! Das Problem: Dieser Holzstapel bestand aus unzähligen Tunneln und überall konnten die Minis sein….

Zwerg Nummer 1 entwischte und lief direkt hinter die Hütte in ein riesengroßes Brennesselfeld! Okay - dann eben erst die anderen - und tatsächlich gelang es unseren Teammitgliedern recht schnell, ein Kitten aus dem Holzstapel zu pflücken, das zweite wollte auch hinter das Haus entwischen und lief schnurstracks in die dort aufgestellte Falle hinein.
Zwerg Nummer 3 konnte auch direkt aus dem Holzstapel „gepflückt“ werden. Die Katzenmama wurde nun auch umgesetzt…. Ganz ruhig war sie und unsere Helfer sahen, wie klein und jung die Mama selber noch war……
Soooooooo, dann blieb noch Kitten Nummer 4 - im Brennnesselfeld……

Kate, Jessy und Jessi wateten um das Brennnesselfeld herum, doch diese waren so immens hoch und dicht, dass ein einzelnes Kitten absolut unsichtbar war. Trick 17 - Kittengeräusche vom Handy abspielen, brachte leider auch keinen Erfolg… Jessi musste nun auch wieder gehen… Nach Rücksprache mit „Tier-Engel unterwegs“-Gründerin und 1. Vorstand Marion kam sowohl sie, als auch unser 2. Vorstand Caro gegen 21 Uhr als Verstärkung hinzu. Nummer 4 musste definitiv noch gesichert werden - HEUTE!

Mittlerweile regnete es nicht mehr, es schüttete was möglich war vom Himmel runter…. Bereits völlig durchnässt und mit ungutem Gefühl, Nummer 4 verloren zu haben, begannen Kate, Jessy, Marion und Caro erneut die Suche nach dem Zwerg. Auch hier war Aufgeben keine Option!!! Bei einer Beratschlagung vor der Hütte hörte man plötzlich Marion hinter der Hütte - mitten im Brennnesselfeld stehend - rufen - Kate rannte um die Hütte voller Sorge, dass Marion was passiert ist - und sah plötzlich Nummer 4 durch ihre Beine flitzen, vorbei an Jessy und zurück in den Holzhaufen flüchten.

Oooookayyyy - das war schon mal viel besser als im Brennnesselfeld! Vier gegen eins - also wenn nicht jetzt, wann dann!?!? Es wurde immer dunkler - mittlerweile war es schon 22 Uhr, als das Team begann, vorsichtig den Holzstapel abzubauen…. immer alles mit einem großen Netz abgesichert, jeder hatte in der Hand einen Kescher, auch die Transportbox stand offen greifnah… Und tatsächlich gelang es mit vereinten Kräften, Zwerg Nummer 4 zu Keschern… Mittlerweile waren Kate und Jessy lange 4,5h Stunden im Wald, völlig durchnässt und durchgefroren, doch unendlich erleichtert…

Zum Schluss musste der Holzstapel wieder in den Ursprungszustand gebracht werden, alles wieder eingesammelt und eingeladen werden und Marion fuhr die Katzenmama mit den 4 Kitten noch ins Tierheim. Die Autos waren braun gesprenkelt, die Schuhe kaum als solche zu erkennen, die Nerven strapaziert, die Kleidung pitschipatschinass, alle durchfroren - doch wen interessiert das, wenn die Sicherungsaktion so erfolgreich beendet wurde???

Das Wissen, dass wieder 5 kleine Leben einer wundervollen Zukunft in einem warmen Zuhause entgegenblicken, entschädigt für die unangenehmen Begleiterscheinungen…..

Danke auch wieder einmal an das Tierheim Ludwigsburg, die die Zwerge und die Mama nun mit viel Geduld und Liebe an Menschen gewöhnen und so beste Voraussetzungen für die Vermittlung schaffen!

Nach diesem Einsatz war für Marion jedoch noch nicht Feierabend - so nass wie sie war, erreichte uns gegen 23 Uhr auf dem Notfalltelefon ein Hilferuf aus Bittenfeld im Rems-Murr-Kreis. Dort wurde eine blinde Katze mitten auf der Strasse sitzend gemeldet… Als Marion vor Ort ankam, hatte die Melderin just in dem Augenblick die Besitzer ausfindig machen können. Und nun hieß es auch für Marion endlich Feierabend, raus aus den nassen Sachen und ab unter die warme Dusche!




Donnerstag, 24.06.2021 |

Nr. 456/2021

Am Donnerstag um 8.30 Uhr fragte „Tier-Engel unterwegs-Gründerin“ Marion uns Teammitglieder, wer Platz für ein kleines Küken hätte - ein Bild von einem Zwerg in einem Karton bei. Wenn sich niemand findet, der einen Platz hat, würde das Kleine ins Tierheim kommen

Hintergrund der Geschichte:
Eine Mutter hat festgestellt, dass die Freundin ihres Sohnes bei Ebay Küken gekauft hatte und eines davon ihrem Sohn schenkte…. Doch sie konnten es definitiv nicht behalten. Ehe das kleine Wesen ins Tierheim kam, fragte Marion im Team nach, denn viele haben Hühner von uns.

Und tatsächlich - Jutta aus Backnang bot an, das Kleine zu ihren anderen zu nehmen.

So holte Nadine am Vormittag das Küken in Bietigheim ab - und erfuhr dabei, dass ein weiteres Küken in Marbach alleine sei und dies dort ebenfalls nicht bleiben könne.
Nadine brachte das eine Küken zu Marion nach Freiberg. Dort traf unser neues Teammitglied Mara aus Waldrems bald ein, holte sich ihre Notfallausrüstung ab und nahm das Küken gleich mit. Doch nicht auf direktem Weg - denn Mara fuhr nach Marbach und holte Küken Nummer 2 ab - und dann durften die Zwerge gemeinsam zu Jutta nach Backnang.

Dort wurden sie von den anderen sogleich aufgenommen und können nun artgerecht aufwachsen!




Mittwoch, 23.06.2021 |

Nr. 451/2021

Ein Einsatzbericht von Nela Mauermann

Bereits um 7.30 Uhr kam am Mittwoch der erste Notfall rein - ein Feldhase lag unter einer Bank, er atmet schwer hieß es. Das Autohaus Wildermuth in Bietigheim hatte sich zunächst ans Tierheim Ludwigsburg gewandt. Dieses gab unsere Nummer als kompetenten Ansprechpartner weiter - danke für das Vertrauen und die großartige Zusammenarbeit!

Nachdem die meisten Teammitgliedern bereits auf Arbeit waren, gab ich in meinem morgendlichen Rhythmus etwas Gas, damit ich den Einsatz noch vor meinem Bürostart übernehmen konnte.

Am Autohaus Wildermuth angekommen, schaute ich kurz nach der Bank, welche die Melder als Bild gesandt hatten - ich entdeckte einen Teller mit Apfelvierteln, etwas Gras darauf und eine Wasserschale auf dem Boden. Dies stand unter dem Tisch, der noch vor der Bank stand. Fürsorglich hatten die Mitarbeiter dem kleinen Hasen Nahrung angeboten - ich lächelte! Hier sind definitiv Menschen mit Herz vorhanden, dachte ich. Und ich entdeckte den kleinen Mümmelmann, der noch immer so da lag, wie es auf dem Foto in unserem Notfallchat zu sehen war.

Ich lief zur Anmeldung, stellte mich vor und wurde sehr herzlich empfangen. Sofort kamen Mitarbeiter mit raus und boten Hilfe an. Das Häschen sei jetzt wacher als vorhin, wurde mir mitgeteilt und es sei vorhin noch etwas rum gehoppelt, ehe es sich unter die Bank legte….

Hmmm, ich erkannte keine Blutspuren - es schien äußerlich unverletzt. Hilfsbereit wollte man einen Karton bringen, doch ich hatte meine Ausrüstung dabei. Holte die Softtasche, den Kescher und ein großes Handtuch aus dem Auto und zog mir meine Handschuhe an.

Vorsichtig näherte ich mich dem erschöpft wirkenden Fellknäuel, welches mich aus seinen kullernden braunen Augen ansah… Die Mitarbeiter des Autohauses waren wirklich alle sehr bemüht, um zu helfen und ich bat um etwas Vorsicht. Das Häschen könne in Panik letzte Reserven mobilisieren und wegrennen - um dies zu verhindern, bat ich eine Dame mit einer Kiste die eine Seite der Fluchtmöglichkeit abzusperren, einem anderen Mitarbeiter gab ich den Kescher und bat ihn, sich hinter mich zu stellen und achtsam zu sein, sollte das Häschen loslaufen. Und dann stellte ich fest, dass ich weder von hinten, oben noch seitlich an das noch immer unverändert daliegende Tier herankam - es blieb nur ein Weg: Auf allen Vieren unter dem Tisch hindurch… Ich schaute an mir runter - die schneeweisse Hose war superprächtig für so etwas geeignet…. doch sch… drauf - dem Kleinen ging es nicht wirklich gut und so bewegte ich mich vorsichtig auf den Knie zu ihm - sein Köpfchen ging nach oben - aha - meine Anspannung stieg und ich bat den Mitarbeiter, der mit dem Kescher hinter mir wartete, leise darum, mir den Kescher vorsichtig und ohne hastige Bewegungen zu geben.

Behutsam - auf den Knien unter dem Tisch hockend, beobachtet von ca. 5 weiteren Mitarbeitern, schob ich den Kescher mit der rechten Hand von hinten Richtung Mümmelmann. In Bruchteilen von Sekunden machte er einen Satz nach vorn-ich kippte ebenso schnell den Kescher nach unten - der kleine Kerl hüpfte wild hin und her. Nach Zuruf hielt der Mitarbeiter den Kescher auf dem Boden fest, während ich mit dem Handtuch, welches ich die ganze Zeit in der linken Hand hatte, den Hasen abdeckte. Er wurde ganz ruhig… Aufatmen - wir hatten ihn!

Mit meinem „Handtuch-Kescher-Hasen-Paket“ robbte ich rückwärts wieder unter dem Tisch hervor - ein Mitarbeiter hielt schon die Softtasche bereit und ganz vorsichtig setzte ich Mümmelchen hinein. Ebenso vorsichtig entfernte ich Handtuch und das Keschernetz, der Reißverschluss ging zu - Mission Häschenrettung erfolgreich im Team mit der Belegschaft des Autohauses Wildermuth abgeschlossen!

Ich wurde gefragt, was das Tier hat und was nun weiter mit dem Hasen geschieht. Doch ich konnte nicht sagen, was dem Kleinen fehlte. Äußerlich war nichts zu erkennen - war es angefahren und hatte innere Verletzungen? Ich erklärte, dass ich jetzt im Team einen Fahrer anfordern werde, der das Tier ins Tierheim fährt - denn ich muss pünktlich im Büro sein und es reichte mir persönlich leider nicht mehr selber zu fahren.

Sofort kam das Angebot, dass jemand vom Autohaus Wildermuth dies übernehmen könne und noch während ich mit dem Tierheim telefonierte und den Hasen ankündigte, war ein weiterer Mitarbeiter zur Stelle, der die Fahrt übernahm. Ich bat ihn - wie mit dem Tierheim Ludwigsburg soeben telefonisch besprochen - dass er bei der Abgabe sagen soll, dass der Mümmelmann sofort zum Tierarzt gebracht werden soll. Er nickte und machte sich auf den Weg.

Super - das war mehr als ich erwartet hatte - alle Beteiligten waren - so wie ich - sehr erleichtert, dass sich nun gleich tierärztlich um den Hasen gekümmert wird. Ich bedankte mich bei allen, sagte, dass ich am Nachmittag bzw. in den nächsten Tagen wiederkomme, um meine Tasche abzuholen und verabschiedete mich.

Auf dem Weg ins Büro überlegte ich, wie ich meinem Chef die schmutzigen Hosen erklären würde…. Achwas - ich würde einfach sagen: „Chef - ich hab mich voll reingekniet…..“ - zwinker

Ein mega riesiges Dankeschön an alle Beteiligten des Autohauses Wildermuth in Bietigheim-Bissingen - auch für die liebe Spende für unsere Vereinskasse - es war mir ein Vergnügen, solch tierlieben Menschen begegnet zu sein! Danke sehr!




Donnerstag, 17.06.2021 |

Nr. 420/2021

Am Donnerstag kam gegen 13 Uhr auf dem Notfallchat die Meldung, dass in Bissingen in einer Tiefgarage seit dem Morgen ein Marder liegt - er lebt, geht aber nicht weg. Teammitglied Yvette gab Bescheid, dass sie den Einsatz übernimmt. Teammitglied Kate unterbrach ihre Büroarbeit und fuhr zur Unterstützung nach Rücksprache ebenfalls zum Einsatzort.

Dort angekommen, sah Kate die beiden Melder und Yvette schon. Während Kate mit den Meldern die Situation erörterte, holte Yvette Kescher und Handschuhe. Kate erfuhr, die Melder hatten Angst, dass das Tier überfahren wird, da er schon seit dem Morgen dort liegt und sich gar nicht fortbewegt.

Kate fand den Marder flach atmend und komplett zusammengerollt liegend vor - er zuckte nicht mal mit den kleinen Äuglein. Anstatt wie erwartet auf Gegenwehr zu stoßen, war das Tierchen einfach apathisch. Vorsichtig legte Kate den Kescher über den kleinen Kerl - nicht einmal da bewegte er sich - kein gutes Zeichen….

Kate hatte ihre Handschuhe an und kraulte ihn kurz am Köpfchen - er schaute Kate an so nach dem Motto: „Ach da ist ja jemand…“ Behutsam wurde das geschwächte Tier in die Box gesetzt und so schnell es ging von Yvette ins Tierheim gefahren.

Kate verabschiedete sich von den Meldern und bedankte sich, dass sie nicht weggesehen haben und fuhr heim, um ihre Arbeit fortzusetzen.

Leider erfuhren wir am nächsten Tag aus dem Tierheim, dass es der kleine Marder nicht geschafft hatte. Komm gut über die Regenbogenbrücke!




Donnerstag, 17.06.2021 |

Nr. 417/2021

Schon wieder Kittenalarm

Der Melder aus Kirchheim hatte auf dem Notfalltelefon angerufen und berichtet, dass eine Katze mit ihren 4 Kitten sich in einem Spalt zwischen einem kleinen Häuschen und Schuppen niedergelassen hat. „Tier-Engel unterwegs“-Gründerin Marion hat ihn gebeten, die Katze anzufüttern, damit wir sie mit den Kitten einfangen können.

Am Samstag, den 19.06.21 trafen sich unsere Teammitglieder Lisa, Jessi und Angi um 11 Uhr vor Ort, um die Fellnasen-Familie einzufangen. Angi war als Erste vor Ort und hat sich dazu entschlossen, schon mal die Kitten zu sichern. Die Mama war zu diesem Zeitpunkt nicht in Sicht. Beim Sichern hat der Melder, welcher ebenfalls vor Ort war, festgestellt, dass eines der kleinen mindestens 3 Zecken hatte. Anti beruhigte ihn und sagte, die Samtpfötchen werden im Tierheim Ludwigsburg gründlich untersucht und dabei ganz sicher auch die Zecken entfernt.

Ca. 10 min., nachdem die Kitten gesichert waren, traf Jessi mit der Falle ein, die dann aufgestellt wurde. Direkt dahinter stellten unsere Teammitglieder die Box mit den Kitten. Sofern diese nach der Mama rufen, würde sie ihre Babys sehen und hoffentlich zu ihnen wollen.

Als die Falle stand sind Lisa, welche mittlerweile mit ihrem Freund eingetroffen war, und Angi zu einem Nachbarn gegangen, da der Melder meinte, dass dort auch wilde Kitten mit Mama waren.Als die 2 bei diesem Nachbar klingelten, kam uns ein Herr entgegen. Lisa und Aegi stellten sich vor und haben ihn gleich gefragt, ob die Fellnasen-Mama und die Kitten noch bei ihm seien. Leider verneinte er - von einem auf den anderen Tag waren sie weg und er hat sich schon Sorgen gemacht. Angi fragte ihn, wieviele Kitten es waren und da meinte er: “4 Stück“. Unsere Teammitglieder waren sich sicher, dass es die Familie war, an der sie gerade mit der Einfangaktion beschäftigt waren und die Mama lediglich den Standort gewechselt hatte.

Der Nachbar erzählte außerdem, dass eine Familie schräg gegenüber ausgezogen sei, sie 2 Katzen hatten aber leider ohne die Katzen mitzunehmen gegangen sind - er würde diese nun versorgen. Unsere Teammitglieder verabschiedeten sich und bekamen noch eine Spende als Dankeschön, das wir uns um die Fellnasenfamilie kümmern. Dankeschön nochmals an den hilfsbereiten Nachbarn!

Als Lisa und Angi zurückkamen, rief Jessi schon von Weitem, dass die Mama in der Falle ist!!!
„Jackpot“ dachten sich alle Teammitglieder und waren sehr erleichtert - das war eine der schnellsten Sicherungsaktionen, die wir in unseren unzähligen Einsätzen erlebt haben… Lisa hat die Familie sicher ins Tierheim gebracht.

Wir wünschen den Kleinen und der Mama ein schönes Zuhause und eine gute Zukunft in Sicherheit und Geborgenheit.




Montag, 14.06.2021 |

Nr. 400/2021

Während Franziska gerade mit ihrem Nachhilfekind (10 Jahre alt) an den Mathe-Hausis saß, kam über das Notfalltelefon die Nachricht, dass ein Raubvogel-Jungtier bei der EnBW in Marbach auf einer Baustelle in einem Container sitzt.

Da Franziskas Nachhilfekind selbst unglaublich tierlieb ist und auch keine Berührungsängste mit Tieren hat, fragte Franziska sie, ob beide gemeinsam diesen Fall übernehmen wollen. Das wurde noch kurz mit der Mama abgeklärt und schon ging es los.

Vor Ort angekommen saß der Vogel, der sich als Mäusebussard entpuppte, völlig entkräftet in 15 cm hohem kalten Wasser. Die Arbeiter vor Ort, die Franziska und ihre kleine Begleitung sehr freundlich unterstützt haben, meinten, dass der Jungvogel wohl mit Krähen aneinander geraten ist. Elterntiere hatten sie keine gesehen und er sei wohl verletzt.

Während Franziska in den Container kletterte, wartete das Mädchen mit der Soft-Box draußen. Als das erschöpfte Tier ohne große Gegenwehr durch Franziska gesichert war, reichte ihr die Kleine die Box runter, Franziska setzte das Jungtier vorsichtig hinein und gab die Box aus dem Container raus, ehe sie selber herauskletterte.

Sicher in der Soft-Box, welches Franziskas Nachhilfekind auf ihren Schoß festhielt, ging es für das Jungtier und deren Retter gemeinsam ins Tierheim. Vor Ort wurden noch die Formalitäten erledigt und dann war der Einsatz beendet.

Zuhause wurde die Nachhilfestunde fortgesetzt, denn die Schule darf trotz aller Tierliebe nicht zu kurz kommen! Das war heute Nachhilfe der etwas anderen Art. Und für Nachwuchs-Teammitglieder wurde auch gleich gesorgt.😉

Gute Besserung dem kleinen Greifvogel und vielen lieben Dank an alle Beteiligten sowie auch hier wieder einmal herzlichen Dank an unseren Kooperationspartner - das Tierheim Ludwigsburg - welches 24/7 für  die Tiere in Not erreichbar ist.




Montag, 14.06.2021 |

Nr. 397 + 398/2021

Lisa machte aus eins gleich zwei..

Am Montag gegen 13.30 Uhr erhielten wir die Meldung, dass in Ludwigsburg eine verletzte Meise gefunden wurde, diese dringend ins Tierheim muss, da ihr Zustand nicht gut sei, der Melder jedoch leider nicht mobil ist. Nur 5 Minuten später wurde uns ein Vogel in Hofen gemeldet, den eine Katze gebracht hatte - dieser müsse ebenfalls dringend geholt und zur weiteren Versorgung ins Tierheim gebracht werden.

Teammitglied Lisa hatte die Meldungen noch gar nicht gesehen, als sie von Teammitglied Nadine angerufen wurde. Nadine und Lisa wohnten im gleichen Ort und Nadine hatte den Vogel aus Hofen schon im Auto, musste aber kurzfristig ihr Kind abholen und fragte deshalb Lisa, ob sie das Tier weiter ins Tierheim bringen konnte. Lisa sagte sofort die Übernahme zu.
Da sich noch niemand für die Meise gefunden hatte, war es für Lisa selbstverständlich, dass sie diese auch noch einsammelte und beide Tiere zusammen ins Tierheim bringt.

Mit dem Vögelchen - es war ein junger Spatz -, den Nadine ihr gab, machte Lisa sich auf den Weg nach Ludwigsburg. Sie hatte die Firma, welche als Standort gesandt wurde, nicht auf Anhieb gefunden und so klingelte sie zunächst an einigen Türen - vergeblich. Über einen Hinweis aus unserem Helferchat fand Lisa dann jedoch die richtige Adresse und eine junge Frau machte ihr auf und zeigte Lisa, wo die Meise war. Diese lag in einem flachen Karton und dieser war mit einem Tuch abgedeckt.

Das Vögelchen wurde behutsam in eine Box in eine Handtuchnest gesetzt und schnellstmöglich fuhr Lisa mit den beiden hilfsbedürftigen Vögeln ins Tierheim Ludwigsburg. Während der Fahrt warf sie immer wieder einen Blick auf die kleine Meise, diese sah gar nicht gut aus… Am Tierheim angekommen ging alles recht schnell - beide Tiere wurden zügig erstversorgt. Lisa erhielt die Box zurück und machte sich auf den Heimweg.

Beiden gefiederten Gesellen wünschen wir rasche Genesung und einen baldigen Flug in die Freiheit!




Samstag, 12.06.2021 |

Nr. 391/2021

Es war Samstag, viele unseres Teams saßen in unserer Online-Jahreshauptversammlung unseres Vereines, als auf dem Notfalltelefon ein Igel in Steinheim gemeldet wurde, der in einen 4m tiefen Lichtschacht gefallen ist. Der Melder hatte ein operiertes Knie und konnte leider nicht selber absteigen. Seine Frau traut sich nicht, das Tier anzufassen - doch weil die Sonne so heiss schien, hat er dem Tier Wasser und einen Apfel hingestellt.

Schon vorab wurde organisiert, dass unser 1. Vorstand Marion die Versammlung durchgehend leitet und unser 2. Vorstand Caro das Notfalltelefon betreut und im Falle eines Einsatzes diesen übernimmt. Insofern fuhr Caro nach Steinheim.

Vor Ort sah Caro einen riesigen Lichtschacht - der kleine Igel hatte sich so gut es ging unter die Fensterbank geflüchtet, da es in dem Schacht wirklich sehr warm war. Da zwei fest installierte Leitern vorhanden waren, kletterte Caro diese runter. Das doch recht große Tier war wach und zeigte gute Reflexe. Caro legte den Igel in ihre Box und reichte diese an den Melder, welcher mit Krücken oben am Lichtschacht wartete.

Der Melder erzählte Caro, dass er es zuerst bei einem deutschlandweitem Notruf versucht hätte, doch niemanden erreichen konnte. Nach weiteren Recherchen stieß er auf die Tier-Engel unterwegs und rief an.

Um den Igel fachmännisch untersuchen zu lassen und innere Verletzungen durch den Fall auszuschließen, fuhr Caro ins Tierheim Ludwigsburg, wo der kleine Stachelmann untersucht wurde und sich ein paar Tage noch Beobachtung gefallen lassen muss, um ganz sicher zu gehen, dass es ihm gut geht. Sofern keine weiteren Auffälligkeiten festgestellt werden, wird der kleine Mann wieder in Freiheit entlassen in der Hoffnung, dass er Lichtschächte zukünftig meidet.




Freitag, 11.06.2021 |

Nr. 389/2021

Am Freitag Nachmittag gegen 16.15 Uhr wurde uns auf dem Notfalltelefon gemeldet, dass man in der Bietigheimer Altstadt zwei nackige Vogelbabys gefunden hatte, ein Nest war nirgendwo ersichtlich und der Melder war nicht mobil.

Teammitglied Franziska hatte zu diesem Zeitpunkt Besuch von Freunden. Geplant war eine Oldtimerausfahrt n der Gegend mit einem Original-Käfer aus den 50er Jahren und danach noch irgendwo Spazieren gehen. Als Franziska den Einsatz im Notfallchat sah, wurde kurzerhand umdisponiert.

Die Ausfahrt ging zunächst in die Bietigheimer Altstadt, wo die 2 Minivögelchen gefunden wurden. Vorsichtig setzte Franziska die Winzlinge in ihre Transportbox und gemeinsam fuhren sie und ihre Freunde weiter ins Tierheim Ludwigsburg, wo sich nun liebevoll um die kleinen Spatzenbabys gekümmert wird.

Franziska und ihre Freunde blieben dann gleich in Ludwigsburg und hatten einen tollen Tag gepaart mit dem wunderschönen Gefühl, zwei kleinen Lebewesen das Leben gerettet zu haben!




Donnerstag, 10.06.2021 |

Nr. 383/2021

Eine Handvoll Kitten in der Wildnis


Es war Donnerstag, der 10.06., als um 12 Uhr das Notfalltelefon klingelte. In Poppenweiler wurden 5 Kitten in einer Wiese an einem Schuppen gemeldet, die Mama sei auch vor Ort.

„Tier-Engel unterwegs“-Gründerin, die unser Notfalltelefon betreut, war mit ihrem Sohn gerade beim Einkaufen. Er hörte nur „Notfall“ und sagte gleich „Ja ich beeil mich!“ Im Eiltempo wurde der Einkauf erledigt, bezahlt und ins Auto geladen. Schnurstracks ging es heim, wo Marion ihren Sohn samt Einkäufen ablud, um dann schnurstracks zum Meldeort zu fahren.

Die Melderin war keine Unbekannte. Bereits im letzten Jahr hat sie uns 2 Kitten am gleichen Schuppen gemeldet, die wir auch sichern konnten. Teammitglied Anna meldete sich zur Unterstützung und die 2 Frauen trafen sich dann am Meldeort gemeinsam mit der Melderin. Anna war kurz vor Marion dort und hatte die Lage bereits sondiert.

Auf der Wiese war ein hohler Baum und darin saßen die 5 Kitten, ca. 4 Wochen jung. Für Marion und Anna war es ein leichtes, die Mini-Fellnasen herauszuheben und zu sichern. Blieb  allerdings noch die Mama übrig, denn diese ist fortgelaufen.

Marion holte eine Lebendfalle aus ihrem Auto, stellten diese am Baum auf, ohne zu wissen, wo die Mama hingelaufen war. Dass sie nicht weit weg von ihren Kitten war, war naheliegend und tatsächlich entdeckte der Mann der Melderin die Fellnase, wie sie aus einer anderen Richtung herbei spazierte. Völlig entspannt kam sie heruntergelaufen, während sich alle Zweibeiner zurückzogen.

Die Fellnasenmama zeigte zunächst völliges Desinteresse und legte sich entspannt auf einen Baumstamm der in der Wiese lag. Mit Leckerlis legte Marion eine Spur zur Lebensfülle und tatsächlich roch dies so lecker, dass die Katzenmama Richtung Falle lief. Wieder hieß es leise den Rückzug antreten.

Anna stellte dann fest, dass die Katzenmama in der Falle saß und seelenruhig den Napf leerte - Freude einerseits und ungläubiges Kopfschütteln andererseits - die Falle löste nicht aus!!! Irgendwie war die Tür verkantet - ab und an passiert dies… leider…. Marion füllte den Napf nochmals auf, aktivierte die Falle erneut - mit erfolgreichem Auslösetest und ein neuer Versuch wurde gestartet.

Dumm nur, dass das Bäuchlein nun erst einmal voll war und der neue gefüllte Napf weniger interessant war. Die Fellnase chillte zunächst wieder ganz entspannt und machte keinerlei Anstalten, nochmals in die Falle zu gehen.

Marion und Anne beratschlagten sich und stellten dann die Box mit den Kitten an die Falle, in der Hoffnung, die Zwerge miauen nach ihrer Mama - nöööö. Mucksmäuschenstill waren sie… Plötzlich wurde die Fellnasenmama unruhig und begann, ihren Nachwuchs zu suchen und zu rufen. Auf dieses Rufen hin gaben die Kitten dann Antwort. Dummerweise hielt in dem Moment genau neben unseren Teammitgliedern ein Auto und der Fahrer äußerte sich lautstark - zack war die Mama weg. Zuvor schon hatte Marion einen Hundehalter gebeten, seinen Hund an die Leine zu nehmen, da es sich hier um eine Einfangaktion handelt - der Hundehalter reagierte sehr nett und verständnisvoll auf Marions Bitte - ganz im Gegenteil zum Autofahrer, der sich wohl von den Menschen an der Straße in seinem Fahrverhalten beeinträchtigt sah….

Die Kitten standen noch immer hinter der Falle in der Box und kurz darauf konnte auch die Mama gesichert werden. Alle zusammen wurden ins Tierheim Ludwigsburg gebracht, wo sie nun versorgt, sozialisiert und später vermittelt werden.




Dienstag, 08.06.2021 |

Nr. 373/2021

Nachtschicht im Kaufland ==> Aufgeben ist keine Option - nicht für das Team der „Tier-Engel“!

Einsatz Nummer 11 an diesem Dienstag kam um 19.45 Uhr auf dem Notfalltelefon rein. „Tier-Engel unterwegs-Gründerin“ Marion war gerade auf dem Weg nach Hause. Der Sicherheitsbeauftragte des Kauflands in Ludwigsburg bat um Hilfe - in den Verkaufsräumen war seit den Nachmittagsstunden eine Taube. Alle Versuche, das Tier hinauszukommen schlugen bisher fehl.  Diese müsse unbedingt raus - sonst würde in der Nacht bzw. wenn die Taube rumfliegt, ständig Alarm ausgelöst werden…

Nunja, Tauben einfangen gehört bei uns quasi zum momentanen Tagesgeschäft - nicht unbedingt im Kaufland, doch dieser Einsatz forderte alle Beteiligten ganz besonders heraus.
Teammitglied Marion fuhr direkt nach Ludwigsburg durch und bat unterwegs um Verstärkung.

Ca. 20 Uhr war Marion im Kaufland, wo sie sich mit Teammitglied Debbi traf. Unsere Teammitglieder wurden bereits freudig erwartet. Und suchten erst einmal ca. 30 Minuten nach der Taube, die sich wirklich gut versteckt hatte. Die Auskünfte der anwesenden Mitarbeiter wiesen auf die Tiefkühlabteilung hin, doch da war das Tier nicht. Marion und Debbi trennten sich für die Suche - doch wer das Kaufland in Ludwigsburg kennt, weiss dass die Decke sehr hoch und sehr verwinkelt und voller Ecken, Kabelbrücken und Nischen ist, die nicht einsehbar sind. Gefühlt Trillionen Versteckmöglichkeiten für die Taube…

Marion mit ihrem Kescher mitten während der Öffnungszeit zog verwunderte Blicke auf sich, das einzige was sich nicht blicken ließ war das Täubchen… Debbi und Marion trafen sich wieder und beratschlagten, was zu tun sei. Als Marion währenddessen nach oben schaute, geschah das kleine Wunder: Sie erblickte die Taube. Diese war sehr dunkel und somit kaum sichtbar - doch „Adlerauge“ Marion hatte sie fixiert. Und zwar seeehr weit oben….

2 nette Herren des Kauflandes erklärten sich bereit, mit einem Gabelstapler unterstützend mitzuwirken. Während ein Herr den Stapel fuhr und bediente, wurde der zweite Herr nach oben befördert - von Marion mit einem Kescher ausgestattet. Tatsächlich gelang dem jungen Mann die Sicherung mit Kescherschlag Nummer 1. Doch er war ungeübt „im Keschern“, drehte den Kescher nicht schnell genug um und schwupp war das clevere Täubchen wieder herausgewutscht. Nun hieß es, sie nicht mehr aus den Augen zu verlieren und Versuch Nummer 2 erfolgreich auszuführen… Doch die Taube war nun gewarnt und sah es gar nicht ein, sich nochmals irgendwo Keschern zu lassen…

Gegen 22.20h gab Debbi zu verstehen, dass sie nun wirklich heim müsse, da ihr Hund allein zuhause sei und sie nicht gedacht habe, dass der Einsatz sooo schwierig werden würde. Marion fragte im Team nach, wer noch unterstützend ins Kaufland kommen könnte - es war wie gesagt 22.20 Uhr - alle Helfer machen dies ehrenamtlich und viele müssen am nächsten Tag wieder zur Arbeit. Doch die Teammitglieder Caro und Benni gaben gleich Bescheid, dass sie sich auf den Weg machen. Debbi blieb dann doch noch bis die beiden eintrafen und es waren nun 4 Teammitglieder zeitgleich im Einsatz…

Auch die beiden Kauflandmitarbeiterinnen, die eigentlich schon längst Feierabend hätten, waren sehr aufmerksam und hilfsbereit. Der Sicherheitsbeamte gab zu verstehen, dass er die Alarmanlage nicht einschalten kann, wenn die Taube im Kaufland ist. Und die Alarmanlage MUSS eingeschaltet werden!

Aufgeben war definitiv keine Option!

Nachdem Debbi dann später doch gegangen ist, um sich um ihre Fellnase zu kümmern, machten Marion, Caro und Benni wieder und wieder mit diversen Strategien keine Fortschritte in Richtung Taubensicherung. Stück für Stück zingelten sie das inzwischen auch erschöpfte Tier ein. Teammitglied Benni arbeitete vorsichtig parallel mit 2 Keschern - quasi zeitgleich von hinten & vorn.

Die Taube hatte wohl eine Ortswechsel nötig und flog plötzlich aus der Obstabteilung in Richtung Kassen, wo sie sich wieder versteckte, um kurz darauf weiterzufliegen. Und diesmal direkt über eines der Kassenbänder und dies war die ultimative Chance für das Team!

Teammitglied Benni, sportlich wie er war, sprang auf das Band und im Sprung kescherte er die Taube - alle hielten den Atmen an - das schier Unmögliche in dem riesigen Kaufland gelang: Die Taube war gesichert!!! Sofort sprang Benni runter und legte den Kescher auf den Boden, wo er das Tier ganz vorsichtig befreite.

Insgesamt vier Teammitglieder waren an der mehr als 3,5 Stunden dauernden Sicherungsaktion beteiligt, um 23.35 Uhr dann endlich konnte das Tier draussen in die Freiheit entlassen werden….

Fazit: ==> Aufgeben ist keine Option - nicht für das Team der „Tier-Engel“!




Dienstag, 08.06.2021 |

Nr. 363/2021

Dienstag noch früh am Morgen, als auf unserem Notfalltelefon eine geschwächte Katze gemeldet wurde - diese wurde in einem Kindergarten in Bietigheim gefunden. Der Zustand sei so schlecht, dass sie unverzüglich zu unserer Kooperations-Tierärztin gebracht werden sollte. Dort war die Fellnase bereits angekündigt. Kate schaute auf die Uhr - das würde sie noch vor Beginn ihrer Arbeit schaffen und gab Bescheid, dass sie den Einsatz übernimmt.

Innerhalb von 8 Minuten war Kate am Fundort. Wegen Corona durfte sie nicht rein und die Kontaktaufnahme verlief über ein Fenster. Von außen sah Kate die Fellnase bereits in einem roten Tuch eingewickelt. Kate reichte ihre Transportbox durch das Fenster und die sichtlich mitgenommene Fellnase wurde umgesetzt.

Ganz schnell prüfte Kate mit dem Chiplesegerät, ob das Tier gekennzeichnet war und tatsächlich zeigte das Gerät eine Transpondernummer an. Kate stellte die Nummer in den Notfallchat und „Tier-Engel unterwegs“-Gründerin Marion rief TASSO an, während Kate zum Auto lief. Die Fellnase sah wirklich nicht gut aus und Kate wollte nicht unnötig Zeit verlieren.

Während der Fahrt streichelte Kate die apathisch wirkende Samtpfote und diese miaute Kate herzzerreissend an. Es waren nur wenige Fahrminuten in die Tierarztpraxis, wo Kate die Fellnase abgab. Inzwischen konnte über TASSO die Besitzerin ermittelt werden. Diese wohnte nur 2 Strassen vom Fundort entfernt, hatte allerdings kein Auto und wollte unbedingt zu ihrem Charly.

Kate fuhr wieder zum Fundort zurück und holte die Besitzerin dort ab, um wieder in die Tierarztpraxis zu fahren. Auf dem Weg erfuhr Kate, dass Charly 16 Jahre ist und schon mehrfach tageweise fehlte, bisher immer wieder zurückkam. Und Charly sei sehr misstrauisch und ließe sich eigentlich nur von ihrem Mann anfassen und streicheln… Kate sagte, sie hätte keine Probleme bei Charly gehabt - offenbar war er einfach nur unendlich dankbar, endlich Hilfe zu bekommen….

In der Praxis verabschiedete sich Kate vom Praxisteam und der Besitzerin und wünschte dem kleinen Charly alles Gute und eine rasche Genesung. Kate fuhr zurück ins Homeoffice und konnte pünktlich ihren Dienst antreten.

Leider hat es Charly nicht geschafft - er hatte einen Milzriss und dazu noch ein sehr schwaches Herz…. Wir wissen nicht, was passiert ist - zumindest war er nicht allein, als er die Seiten wechselte…. Komm gut über die Regenbogenbrücke kleiner Charly und für Deine Besitzer senden wir gedanklich viel Kraft, damit sie den schmerzlichen Verlust bewältigen…




Montag, 07.06.2021 |

Nr. 362/2021

Montag, Einsatz Nummer 7 begann theoretisch bereits am 20.05.
Da wurde uns ein Streunerkater in Bönnigheim gemeldet, der gesundheitlich angeschlagen sei und gesichert werden muss. Kate traf sich vor Ort, um die Lage zu eruieren und richteten eine Futterstelle ein, um den Kater bei regelmäßigem Auftauchen dann mit einer Falle zu sichern.

Vor ca. 1 Woche dann waren die Teammitglieder Kate und Angi vor Ort und stellten eine Falle, die sie aus sicherer Entfernung beobachteten. Sie kamen mit einem Ehepaar in Kontakt, welches den Streuner ebenfalls fütterte, immer wenn er sichtbar war und auch diese meinten, der Kater sei krank und sollte dringend gesichert werden. Leider klappte es an diesem Tag nicht.

Ein paar Tage später war Kate mit Teammitglied Caro erneut vor Ort. Doch auch an diesem Tag war kein Erfolg zu verzeichnen… Der Kater wurde gesehen, doch die Falle interessierte ihn mal so gar nicht. Wieder 3 Stunden Geduld wurden von unseren Helfern aufgebracht - wieder vergeblich. Deshalb baten sie diesmal den Mann, der direkt vor Ort wohnte und sich bereits um den Streuner sorgte, bei der Fallenbetreuung um Unterstützung. Gern übernahm er die Aufgabe und wollte sich melden, wenn der Kater drin war.

Und endlich - am 07.06. kam der von allen erhoffte Anruf: Teammitglied Kate hatte gerade ihre Arbeit im Homeoffice beendet, als die Meldung kam, der Kater in Bönnigheim sei in der Falle und müsse nun ins Tierheim. Kate ließ es sich nicht nehmen, nach all den Vorbereitungen und „Sitzwachen“ zuvor, den Streuner höchstpersönlich zu holen.

Die Ehefrau wartete bereits auf Kate und fragte, was denn weiter mit dem Tier passiert. Kate sagte ihr, dass er nun ärztlich versorgt wird und auch kastriert. Die Dame bot an, sich dann gern weiter um die Fellnase zu kümmern und ihn weiter zu versorgen.

Der Kater wurde von Kate auf den Namen „Grantlbart“ getauft, denn er war nicht nur ausgesprochen unfreundlich, sondern Kate hatte den Eindruck, der Kater würde sie umgehend töten - wenn er denn könnte…. Da eine Umsetzung zu riskant war und damit sich die Fellnase einigermaßen beruhigte, legte Kate ein Handtuch über die Falle und lud diese samt Grantlbart in ihr Auto. Während der Fahrt ins Tierheim war „Grantlbart“ auch ganz still - doch kaum ging der Kofferraum auf, war er wieder ein kleiner mutiger Löwe und auf Angriff aus…

Beruhigend sprach Kate auf ihn ein und erklärte ihm, dass sie ihn verstehe, doch sein Protest bringe rein gar nichts - er wird trotzdem dem Tierarzt vorgestellt und dann wird er merken, dass es ihm bald besser geht… Mit dem Tierheim wurden alle Formalitäten geklärt, Kate verabschiedete sich und fuhr zufrieden heim - der Einsatz war langwierig, doch am Ende erfolgreich und endlich kann dem Streuner geholfen werden…

Ein großes Dankeschön nochmals an dieser Stelle an das liebe Ehepaar aus Bönnigheim für die Unterstützung und dass sie sich weiter um „Grantlbart“ kümmern werden…




Montag, 07.06.2021 |

Nr. 356 - 362/2021

7 Einsätze am Montag, 07.06.2021  stellen wir Euch in einer Kurzübersicht (Grafik 1) vor.
Zu EInsatz 362, #7/07.06.2021 gibt es noch einen ausführlichen Bericht.

Die Bilder sind teilweise von den Meldern selber - (eine Genehmigung zur Veröffentlichung liegt selbstverständlich vor)

7 Einsätze sind schon eine Hausnummer, zumal alle Helfer dies ehrenamtlich bewältigen, doch es geht noch mehr - am 08.06.2021 waren es sage und schreibe 11 Einsätze!
Darüber berichten wir demnächst an dieser Stelle!




Samstag, 05.06.2021 |

Nr. 353/2021

Es war Samstag kurz nach 12h. Auf dem Notfalltelefon rief ein junger Mann an, der seit Freitag Abend eine Rauchschwalbe bei sich hatte. Er wohnte in Winnenden und hatte das Vögelchen gestern im Geschäft in Waiblingen gefunden - leider war er nicht mobil. Und er wusste nicht genau, was tun. Rat suchte er im Internet in einer FB-Gruppe, zielführend war dies leider nicht.

Nachdem er dann am Samstag in der Gruppe den Tipp bekam, sich an die Tier-Engel zu wenden, konnte die aktive Hilfe in Gang gesetzt werden. Teammitglied Claudia traf sich mit dem Melder am Tierheim Winnenden zur Übergabe des Tieres. Von dort ging es zur Erstversorgung zu unserem Teammitglied Nenne, die sich mit gefiederten Gesellen gut auskennt. Währenddessen wurde im Hintergrund die weitere fachmännische Versorgung des kleinen Vögelchens organisiert. Eile war geboten, denn er hatte seit gestern Abend nichts mehr zu sich genommen, dazu die ganze Aufregung….

Während Claudia bei Nenne war und diese dem Kleinen etwas Flüssigkeit anbot, was er dankend annahm, wurde mit der Ehrenamtlichen Wildvogelhilfe Neckar-Enz (https://www.facebook.com/WildvogelhilfeNeckarEnz) und dem Tierheim Ludwigsburg Kontakt aufgenommen. Dort befanden sich bereits Vögelchen, die weiter zur Wildvogelhilfe sollten und im Zuge dessen durfte das kleine Rauchschwalbenmännchen auch gleich mit dorthin.

Unverzüglich machte sich Claudia auf den Weg von Winnenden ins Tierheim Ludwigsburg, wo man schon auf den Kleinen wartete. Noch im Tierheim bekam er eine Infusion, bereits am Abend frass er… Zunächst Bestand der Verdacht, dass er sich was gebrochen hat, da die Flugversuche kläglich scheiterten, allerdings zeigte das Röntgen keinerlei Brüche auf.

Hier könnt Ihr das Schicksal des kleinen Kerlchens verfolgen und bitte alle Daumen auf weitere Genesung mit drücken….

https://www.facebook.com/WildvogelhilfeNeckarEnz/posts/328061342088278
https://www.facebook.com/WildvogelhilfeNeckarEnz/posts/328633542031058
https://www.facebook.com/WildvogelhilfeNeckarEnz/posts/328633542031058

Weiterhin gute Genesung kleiner Mann - Du bist in sehr guten erfahrenen Händen!




Freitag, 04.06.2021 |

Nr. 346 - 351/2021

An dieser Stelle lest Ihr die Berichte vom Freitag, 04.06.2021 in einer Kurzübersicht (Details in Grafik 1).

Auch telefonische Beratungen erfordern oft viel Zeit. Nicht zu unterschätzen ist der zeitliche Aufwand beim Organisieren von Pflegestellen und Fahrerketten. Umso dankbarer sind wir, wenn die Melder dann selber die Möglichkeit haben, das Tier an die entsprechende Endstelle zu bringen - danke hierfür an alle!

Die Bilder sind teilweise von den Meldern selber - (eine Genehmigung zur Veröffentlichung liegt selbstverständlich vor)

 




Donnerstag, 03.06.2021 |

Nr. 342 - 345/2021

Und hier für Euch wieder in Kurzform unsere Übersicht der ehrenamtlichen Einsätze von Donnerstag, 03.06.2021 (Details in Grafik 1).
Die Bilder sind teilweise von den Meldern selber - (eine Genehmigung zur Veröffentlichung liegt selbstverständlich vor)





Mittwoch, 02.06.2021 |

Nr. 340/2021

Einsatz Nummer 2 am Mittwoch kam gegen 11 Uhr auf dem Notfalltelefon - es wurde eine tote Katze in Löchgau gemeldet.

Teammitglied Lisa übernahm den Einsatz. Es war als aktive Helferin nicht ihr erster Einsatz allerdings das erste Mal bei einer toten Fellnase und sie war aufgeregt. Würde sie alles richtig machen? Sie hatte ein gutes Gefühl denn Lisa wusste, dass ihr das gesamte Team bei allen auftretenden Fragen zur Seite steht.

Das kleine zierliche Körperchen war sehr steif. Um nach einem Tattoo in den Ohren zu schauen, musste Lisa die kleine Fellnase berühren. Das kostete sie etwas Überwindung, doch sie wusste, dass es immer irgendwann ein erstes Mal gibt und sie wollte ja helfen, die Kleine wieder heimzubringen. Leider musste Lisa feststellen, dass das Katzenmädchen weder gechippt noch tätowiert war…

Wir erstellten in Facebook eine Fundmeldung (leider hat sich kein Besitzer gemeldet):

https://www.facebook.com/Tierengelunterwegs/posts/493105918781600

„Gute Reise kleines Fellnasenmädchen… komm gut über die Regenbogenbrücke.




Dienstag, 01.06.2021 |

Nr. 329 - 338/2021

10 Ensätze an einem Tag…

...mitten in der Woche…der letzte Einsatz kam um 22 Uhr.

Wir schaffen es zeitlich einfach nicht, zu jedem Einsatz ausführlich zu berichten. Manche Einsätze werden abge-brochen, manche Einsätze sind leider erfolglos, wenn die gemeldeten Tiere nicht mehr vor Ort sind oder flüchten.

(Details in Grafik 1).

Die Bilder sind teilweise von den Meldern selber - (eine Genehmigung zur Veröffentlichung liegt selbstverständlich vor)
Bilder der Totfunde lassen wir an dieser Stelle weg.

Im ersten Bild seht Ihr eine Kurzzusammenfassung der 10 Einsätze.
Nr. 331:
https://www.facebook.com/Tierengelunterwegs/posts/492535342171991
Nr. 338:
https://www.facebook.com/Tierengelunterwegs/posts/492828172142708




Sonntag, 30.05.2021 |

Nr. 322+323/2021

Aus eins mach zwei…
Ein Bericht von Nela Mauermann

Der Sonntag begann für „Tier-Engel unterwegs-Gründerin" Marion Fleischmann recht früh - schon um 7.30h der erste Anruf auf dem Notfalltelefon. Ein verletzter Vogel sei auf dem Polizeirevier Bietigheim und müsse ins Tierheim.

Auch ich war ziemlich früh wach und als ich die Meldung in unserem Notfallchat las, gab ich Bescheid, dass ich übernehme. Auf dem Revier wurde ich bereits erwartet und der Vogel in einem Karton gebracht. Ich schaute kurz hinein - ein Grünspecht… Welch wunderschönes Tier - hoffentlich konnte man ihm helfen…. Ich fragte, wo er gefunden wurde und mir wurde gesagt, dass ein Taxifahrer das Tier auf der Strasse fand und im Revier abgab.

Ich bedankte mich und fuhr ins Tierheim, wo Tierheimleiterin Ursel Gericke sich persönlich um das Tier kümmerte - sie wollte genau wissen, wo der Vogel gefunden wurde. Wenn er sich erholt, dann soll er auch genau am Fundort wieder freigelassen werden. Hintergrund: Es ist Brutzeit und das Tier war ausgewachsen - gut möglich dass Nachwuchs wartete….

Da ich den genauen Fundort nicht kannte, rief ich noch vor dem Tierheim auf dem Polizeirevier an. Dort teilte man mir mit, dass sie versuchen, den Taxifahrer zu erreichen und dieser sich dann direkt bei mir melden würde. Und der Beamte erzählte mir, dass gerade zwei Beamte rausgefahren sind, denn es wurde bei Tamm von einem Radfahrer beobachtet, wie eine Eule in der Wiese von Raben attackiert wird. Der Melder erwähnte, dass es möglicherweise ein Jungtier ist, aber keine Eltern in der Nähe seien.
Was man genau machen soll, fragte der Polizist. Ich sagte, sofern es ein Jungtier ist und definitiv keine Elterntiere zu sehen sind, sollte die Eule gesichert werden. Ist sie erwachsen, sollte geschaut werden, ob sie verletzt ist - es sei dann nicht normal, dass das Tier sitzen bleibt - in jedem Fall könne er, sofern die Kollegen Unterstützung brauchen, sich gern auf unserem Notfalltelefon melden.

Dann fuhr ich vom Tierheim zu Marion um noch Sachen abzuholen - es lag auf dem Heimweg und ich freute mich auf mein Frühstück. Doch das musste noch warten…Bei Marion erfuhr ich, dass die Kollegen der Polizei sich bereits gemeldet hatten - ein Eulenbaby sei bei ihnen, ob nochmal jemand vorbeikommt. Ich lächelte - okay, und fuhr nochmal zum Polizeirevier. Die beiden Kollegen, die das Tier sicherten, erzählten mir, dass der Radfahrer, der die Meldung gab, erzählte, dass er die ganze Zeit keine Eltern gesehen hat und das Kleine ihm so leid tat und er es selber bis zum Eintreffen der Beamten gegen die Raben schützte.

Ich warf auch hier einen kurzen Blick in den Karton und zwei riesige gelbe Kulleraugen schauten mich aus einem Federball total verängstigt an. Auf den ersten schnellen Blick konnte ich keine Verletzungen erkennen - schnell machte ich den Karton wieder zu, um das Kleine nicht weiter zu stressen und fuhr ein zweites Mal ins Tierheim.

Dort nahm mir Tierheimmitarbeiterin Ramona das Eulenbaby ab, wir erledigten auch hier wieder die Formalitäten und ich verabschiedete mich. Auf dem Heimweg hielt ich kurz beim Bäcker und gönnte mir zuhause ein leckeres Früh- bzw. Spätstück. Es ist ein so wundervolles Gefühl, den hilflosen Wesen beizustehen und dazu beizutragen, dass sie bald wieder genesen in die Natur zurückdürfen….




Freitag, 28.05.2021 |

Nr. 315/2021

Am Freitag wurde uns um 15.30 Uhr von der Polizei in Waiblingen eine Ente mit gebrochenem Flügel in einem See gemeldet.
 
Nenne war gerade auf dem Heimweg vom Büro aus Stuttgart als die Meldung herein kam.
Mit Jutta, (einem weiteren aktiven Teammitglied aus dem Rems-Murr-Kreis) hatte sie heute „Hühner-Küken-anschauen“ auf 17.00 Uhr vereinbart. Kurzerhand wurde umgeplant, um der Ente schnellstmöglich zu helfen.

Jutta und Nenne packten ihre Gummistiefel ein und fuhren gemeinsam die Örtlichkeit an, was sich als nicht ganz einfach erwies. Die Anlage befand sich mitten in einem Waldgebiet und ist eigentlich nur für Wanderer gut erreichbar; dennoch ging es über verschlungene Waldpfade gerade so mit dem PKW.
 
Vor Ort befand sich die Ente mit hängendem Flügel in einem kleinen ca. 15 qm Tümpel am Rand sitzend - weit und breit keine Familie zu sehen. Es war offensichtlich, dass sie Hilfe brauchte. Da alles eingezäunt war, war das Herankommen auch nicht ganz einfach. Nur auf einer Seite gab es einen kleinen trockenen Bereich. Die beiden beschrieben es so: „Die Version „Über-den-Zaun-ins-Wasser-Steigen" haben wir schnell verworfen. Stattdessen trieben wir sie mit unseren Keschern in Richtung des trockenen Bereichs. Das funktionierte bestens und um uns das Ganze noch zu erleichtern krabbelte sie gleich unter dem Zaun durch und raus aus dem umzäunten Bereich, wo Jutta sie dann mit ihrem Kescher einfangen konnte.“

Das Tier wurde nach kurzer Begutachtung in ein Handtuchnest in die mitgebrachte Softbox gesetzt. Der Flügel hing an einer Seite des Körpers herab. Mit unserer Tier-Engel-Zentrale wurde Kontakt aufgenommen und danach die Heimfahrt angegangen.
Zu Hause bei Nenne angekommen wurde erneut Rücksprache gehalten. Es waren einige kundige Stellen involviert um zu beratschlagen, wie der Ente am besten geholfen werden könne. Bei Nenne gab es in der Zwischenzeit für die Ente noch ein paar Mehlwürmer, die nach anfänglicher Scheu mit Appetit verspeist wurden. Auch der bereitgestellte tiefe Wassernapf wurde ausgiebig genutzt.
 
Letztlich sollte das Entlein in’s Tierheim gebracht werden, um vor Ort von einem Tierarzt versorgt zu werden. Nenne setzte das Tier also von der Voliere wieder in die sichere Softbox und fuhr los. Leider stellte sich bei Ankunft im Tierheim heraus, dass der Ente nicht mehr zu helfen war. Die Verletzung am Flügel war zu stark und so musste sie leider eingeschläfert werden.

Mach´s gut kleine Ente. Jetzt bist du im Körner- und Schneckenhimmel und hast keine Schmerzen mehr.
 
Ein Dank geht raus an die Melderinnen, die nicht weggeschaut haben und die die Polizei informiert haben, um dem Tier zu helfen und ihm einen unter Umständen langen Leidensweg zu ersparen. Manchmal geht es gut aus und ein Tier kann wieder gesund in die Freiheit entlassen werden und manchmal geht es leider nicht gut aus.  Eines jedoch ist sicher: ohne die Unterstützung der Hinweisgeber und die Zusammenarbeit der verschiedenen Organisationen würden viele Tiere einen langen Leidensweg ertragen müssen.
 
Schaut also hin und meldet euch, wenn ihr offensichtlich verletzte Tiere seht.




Mittwoch, 26.05.2021 |

Nr. 306/2021

Mittwoch Nacht - 23.45 Uhr - Einsatz Nummer 4 an diesem Tag kam direkt von der Polizei Bietigheim. Im Revier sei ein Fundhund abgegeben worden.

Teammitglied Kate war noch wach, brauchte zehn Minuten mit dem Auto und gab Bescheid, dass sie den Einsatz fährt. Da es sich um einen kleinen Hund laut den Bildern handelte, nahm sie noch eine Auswahl an Leinen mit, die sie in reichlicher Anzahl von ihrem eigenen Hund Buddy zur Verfügung hat.

Kurz nach Mitternacht betrat sie das Revier und ihr kam bereits der Ausreisser mit einem Polizisten als Begleitung entgegen. Kate erfuhr, dass der Hund im Ortsteil Buch gefunden wurde und die Leine die er trug, der Finderin gehörte. Also wurde dem Vierbeiner kurzerhand eine von Kates Leinen angelegt, da die Finderin ihre Leine am nächsten Tag vom Revier abholen würde. Kate prüfte mit ihrem Chiplesegerät, ob das Tier gekennzeichnet war - leider hatte die Fellnase keinen Chip, so dass eine Halterermittlung nicht möglich war.

Es war ein ganz freundlicher Rüde, nicht kastriert, der völlig „durch den Wind war“, wie Kate es als Hundekennerin beschrieb. Als Kate mit dem Hund rauslief, wurde er mit einem Schlag „wach“ und zeigte Kate, dass er Lust auf Spazierengehen hatte. Diese fand das so mitten in der Nacht keine wirklich gute Idee, zumal sie ja noch ins Tierheim musste. Da jedoch nicht klar war, wann der kleine Mann das letzte Mal „musste“, lief Kate ein paar Schritte, gab ihm im Auto noch etwas zu trinken, sicherte den Vierbeiner und fuhr los.

Kate rief im Tierheim an und hatte Tierheimleiterin Ursel Gehricke in der Leitung - diese war wenig erfreut über einen nicht gekennzeichneten Hund - dafür konnte ja die Fellnase nichts sondern diese musste nun in eine fremde Umgebung, anstatt durch eine ordentliche Kennzeichnung und Registrierung noch in der Nacht zum Besitzer zurückzudürfen….

Vor lauter Aufregung spuckte der Ausreisser Kate noch ins Auto (und nein - es lag nicht an Kates Fahrstil! ;-)), ehe sie am Tierheim eintrafen. Nochmals wurde der kleine Mann umgeleint, Kate und Ursel Gehricke hielten noch einen kleinen nächtlichen Plausch, ehe Kate wieder heimfuhr.

In Facebook erstellten wir eine Fundmeldung und schon am nächsten Tag konnte GINO, wie der kleine Ausreisser hieß, wieder nach Hause geholt werden.
https://www.facebook.com/Tierengelunterwegs/posts/489453249146867

Es könnte doch so einfach sein:
Tier gechippt -> Tier registriert -> Halterdaten bei TASSO aktuell ->Tier zuhause
Lasst Eure Tiere kennzeichnen - am besten mit einem Mikrochip - Tattoos verblassen im Laufe der Zeit - und ganz wichtig: Meldet Euer Tier bei einem Haustierregister (Tasso und/oder Findefix) Nur so können wir bei Auffinden zügig handeln und das Tier wieder nach Hause bringen.
Übrigens: Viele glauben, dass man den Mikrochip ertasten kann - das ist so gut wie nicht möglich - auch wenn man „nichts fühlt“, kann trotzdem ein Chip vorhanden sein - so dass ein Chipauslesen IMMER vorgenommen werden sollte…..




Mittwoch, 26.05.2021 |

Nr. 305/2021

Am Mittwoch um 20.50 Uhr wurde uns ein Wellensittich in Ludwigsburg gemeldet - die Melder konnten ihn selber nicht sichern.

Teammitglied Birgit brauchte für den Einsatz am meisten Zeit für die Anfahrt, denn vor Ort angekommen, ließ sich der Welli innerhalb kurzer Zeit „keschern“. Birgit brachte ihn ins Tierheim und wir erstellten in Facebook eine Fundmeldung in der Hoffnung, der Besitzer meldet sich.

https://www.facebook.com/Tierengelunterwegs/posts/489449339147258




Dienstag, 25.05.2021 |

Nr. 302/2021

Es war Dienstag um 19.20 Uhr, als im Notfallchat der Einsatz „feststeckender Vogel im Gully-Deckel“ ausgelöst wurde - dazu ein Standort und das Bild eines Piepmatzes, der halb in einem Loch des Schachtdeckels steckte.

Teammitglied Caro war gerade beim Badputzen. Nachdem der Einsatz reinkam, ließ sie kurzerhand alles fallen, schnappte sich ein Brecheisen und startete. Auf dem Weg zum Einsatzort rief sie einen THW-Kollegen an - Dieter - der hatte auf jeden Fall die nötige Manpower! Doch Dieter war nicht mehr beim THW in Bietigheim - er war bereits in Großbottwar - und drehte sofort um!

Teammitglied Kate hatte bei Caro noch Unterstützung angeboten und machte sich auf den Weg. Die Melder warteten vor Ort, als Caro eintraf. In der Nähe hüpfte aufgeregt ein zweiter Vogel herum, der alles lautstark kommentierte. Caro setzte das Brecheisen an und hob den Schachtdeckel etwas an - doch es brachte keinen Erfolg. Kate traf ein und fast zeitgleich Dieter. Ein Mann wie ein Schrank - der kurzerhand mal alle zurücktreten ließ, den Schachtdeckel hochzog und flugs war das Vögelchen draußen.

Es flog auf einen Baum, wohin das Zweite auch sofort flog - um dann gemeinsam in den Sonnenuntergang zu entschwinden….welch tolles Erlebnis für unsere Teammitglieder. Danke auch an die Melder und besonders an Dieter vom THW Bietigheim für die im wahrsten Sinne des Wortes STARKE Unterstützung!




 

Dienstag, 25.05.2021 |

Nr. 301/2021

Am Dienstag wurde auf dem Notfalltelefon ein Waschbärbaby gemeldet. Entdeckt am Morgen in einer Gartenanlage in Weinstadt -Beutelsbach - das Kleine hat nach der Mama geschrieen, doch diese tauchte auch nach Stunden nicht auf, so dass die Melder es letztlich sicherten und uns anriefen.

Teammitglied Mara aus Korntal-Münchingen erklärte sich bereit, das Waschbärenbaby abzuholen und zur Pflegestelle nach Fellbach zu fahren. Bei den Meldern angekommen, sah sie das Kleine in einer Box, die Kinder hatten dem Baby noch eine Wärmflasche dazugelegt, damit es nicht friert.

Mara setzte es behutsam um und brachte es zu der erfahrenen Pflegestelle, wo es nun aufgepäppelt wird.

Noch ein Tipp falls Ihr mal in solch Situation kommt:
Waschbärbabys erkunden neugierig ihre Umwelt und entfernen sich manchmal von ihrer Mutter. Es ist wichtig zu wissen, dass Waschbärmütter ihre Babys manchmal bis zu 24 h allein lassen, um auf Nahrungssuche zu gehen.
Beobachtet also bitte mehrere Stunden das Geschehen. In den meisten Fällen wird die Waschbärenmutter ihr Baby “abholen”. Ist dies nicht der Fall, dürft Ihr Euch gern an uns wenden!

 




Sonntag, 23.05.2021 |

 

Nr. 297/2021

Pfingstsonntag gegen 20.30Uhr - Teammitglied Birgit war mit ihrem Hund im Nirgendwo Gassi. Plötzlich sah sie einen Igel über die Strasse laufen, ihr Hund bellte und der kleine Stachelmann rollte sich ein.

Nichts Unnormales - doch irgendetwas sagte Birgit, näherzugehen. Entsetzt musste sie feststellen, dass da, wo ein Gesicht hätte sein sollen, ein großes wundes Loch klaffte… und ein winziges Stück Unterkiefer. In Birgit zog sich alles zusammen… was für schreckliche Schmerzen muss dieses Lebewesen haben….

Sie hatte außer einem Stoffbeutel nichts weiter dabei und hätte den armen Kerl 6 km nach Hause tragen müssen - viel zu lange für das geschundene Igelchen. Behutsam legte Birgit den Beutel über den Stachelmann und rief Teammitglied Caro an. Diese war eben erst heimgekommen und hatte ihre eigenen Tiere versorgt, Diese erfasste den Ernst der Lage sofort - noch während des Telefonates schnappte sie die Transportbox und lief zum Auto. Bei Birgit angekommen wurde nicht lange gezögert, Igel behutsam eingepackt und Caro fuhr los. Birgit stellte den Fund in unseren Notfallchat ein.

Caro erfuhr während der Fahrt von Tierheimleiterin Ursel Gericke, dass kein Arzt bei ihnen im Tierheim sei und das Igelchen in diesem Zustand nur noch erlöst werden konnte. Deshalb fuhr Caro direkt in die Tierklinik… Es war allen bewusst, dass es nur eine Hilfe für den Igel gab…. Ihn von seinen unsagbaren Schmerzen zu erlösen….

In der Tierklinik angekommen, wünschte Caro dem kleinen Geschöpf eine gute letzte Reise, frei von Schmerzen, dann fuhr sie niedergeschlagen heim….

Gute Reise über die Regenbogenbrücke kleiner Igel - schlimm dass Dir dies widerfahren ist…

Deshalb unsere eindringliche Bitte:
Schaut nicht weg, schaut lieber zweimal hin - der kleine Igel lief ganz normal, blutete nicht (mehr) und wäre jämmerlich verendet, wenn Birgit nicht zu ihm gegangen wäre… Was zu diesen schrecklichen Verletzungen führte, kann nur vermutet werden: Einer dieser Rasenmähroboter…

Und diese weisen erhebliche Sicherheitsmängel auf!!! Von den elf geprüften Geräten durch Stiftung Warentest (Testvideo auf YouTube verfügbar) bekamen in der Kategorie „Sicherheit“ alle Mähroboter lediglich ein „ausreichend“. Die Sicherheitsmängel zweier Rasenroboter waren sogar so gravierend, dass sie komplett durch den Test durchgefallen sind.
Getestet wurde die Sicherheit mit Kinder-Prüffüßen sowie Prüfarmen mit Fingerelementen. Bei Teilen des Fußes kann es zu deutlichen Schnittverletzungen kommen. Ausgestreckte Hände wurden von keinem der geprüften Rasenroboter als Hindernis erkannt. Ein Mähroboter, der keine Prüfkörperteile erkennt, die unter den Geräterand passen, wird auch keine kleinen Igel, Kröten, Eidechsen oder Insekten als Hindernis erfassen.
So können die Geräte Igel skalpieren und kleine Tiere auch ganz überrollen und zerhäckseln. Viele angemähte Tiere - insbesondere die, die an den Folgen schnell versterben oder schon beim Kontakt mit dem Gerät zu Tode kommen - werden direkt entsorgt. Deshalb ist bei der Anzahl verletzter und getöteter Tiere von einer bedeutenden Dunkelziffer auszugehen. Auch kann man sich nie sicher sein, dass der eigene Rasenroboter noch keine Igel verletzt hat. Denn: viele Wildtiere ziehen sich bei Verletzungen still in Dickicht und Hecken zurück und verenden dort unbemerkt.

 




Es gibt noch Wunder und diese passieren, wenn niemand damit rechnet... - Kater Enges darf "nach Hause"

Nachtrag zu unserem Ensatzbericht vom 21.05.2021, Nr. 288

Aufgrund unseres am Sonntag veröffentlichten Einsatzberichtes
https://www.facebook.com/Tierengelunterwegs/posts/486726116086247

und die traurige Information, dass der Besitzer Enges nicht zurückhaben möchte, ergab sich nun folgende rührende Wendung:

Teammitglied Nadine Mohr nahm am Sonntag Nachmittag nochmals Kontakt zu Enges früheren Besitzerin auf. Christina wurde von Nadine bereits am Freitag von Enges Tod informiert. Christina hat Kater Enges seit der Trennung von ihrem Mann im Jahr 2006 - also seit 15 Jahren - nicht mehr gesehen und sie wohnt jetzt sehr weit weg… Enges war drei Jahre, als die Trennung erfolgte. Nachdem Christina von Nadine erfuhr, dass fremde Menschen aufgrund unseres Einsatzberichtes für Enges eine letzte Ruhestätte besorgen wollten, gab es für sie keine weiteren Fragen mehr. Sie bat ihren jetzigen Partner um Zustimmung und es war sofort klar: Enges darf zu Christina zurück und dort seine letzte Reise antreten….

Als wir dies im Team hörten, hatten wir Gänsehaut und Tränen in den Augen vor Rührung.
Christina selber hat 6 Katzen und zögerte keine Sekunde. Teammitglied Nadine und Christina trafen sich am Pfingstmontag in Schwäbisch Gmünd - Nadine wohnt in Besigheim und ließ es sich nicht nehmen, insgesamt knapp 190km zu fahren, um Enges persönlich an Christina zu übergeben.

Die Welt wurde ein Stück heller, wärmer und liebevoller, 2 bisher fremde Menschen vereint um das Bemühen, einer toten Fellnase die letzte Reise über die Regenbogenbrücke im Kreis einer Familie zu ermöglichen.

Herzlichen Dank an Christina und Nadine - wir sind sehr beeindruckt und bewegt von eurem großherzigen Handeln! Und auch Dankeschön an „Tier-Engel unterwegs“-Gründerin Marion Fleischmann, die in liebevoller Handarbeit das schöne „Bettchen“ für Enges anfertigte, in dem er nun seine letzte Reise antrat….

Lieber Enges, auch wenn Du über 15 Jahre nicht bei Christina warst, hat sie Dich nicht vergessen und ist für Dich da… Komm gut über die Regenbogenbrücke und sei Dir gewiss: Du wurdest sehr geliebt!

 




 

Samstag, 22.05.2021 |

Nr. 295/2021

In einer Facebookgruppe wurde am Samstag Nachmittag um Hilfe in Bezug auf eine verletzte Kohlmeise in Marbach gebeten. Jutta Seidel, eine kooperierende Pflegestelle von uns und selber sehr aktiv im Tierschutz tätig, verlinkte uns unter diesem Post, woraufhin wir in Kontakt mit dem Melder kamen.
Der Finder hatte das durch eine Katze verletzte Tier leider nicht sofort sichern können, doch letztlich gelang es ihm nach telefonischer Anweisung und er setzte es in einen Karton.

Leider musste er gleich zum Dienst und deponierte das Vögelchen bei seiner Nachbarin. Eile war geboten, der kleine Piepmatz brauchte dringend Antibiotika! Teammitglied Jule saß gerade über Lernstoff und war über diesen Grund, aufzuhören, dankbar. Da es bei ihr im Ort war, übernahm sei den Einsatz und fuhr zur angegebenen Adresse.

Nach 5 Minuten war Jule bereits vor Ort, die Nachbarin wartete bereits und das kleine Meislein wurde behutsam von Jule in die mitgebrachte Transportbox gesetzt. Jule erkannte, dass etwas mit einem Flügel nicht stimmte…Mit seinen süßen Knopfäuglein schaute das winzige Vögelchen Jule ganz interessiert an und Jule musste sich sehr auf der Fahrt ins Tierheim konzentrieren, damit sie nicht immer die Augen auf das zauberhafte Vögelchen richtete, sondern auf die Straße.

Im Tierheim angekommen übergab Jule das Tier in die erfahrenen Hände der Tierheim-Mitarbeiter und fuhr zu ihrem Lernstoff zurück mit dem Wissen, dass sich nun fürsorglich um das verletzte Meislein gekümmert wird.

 




 

Freitag, 21.05.2021 |

Nr. 292/2021

Einsatz Nummer 5 an diesem Freitag - der Melder hatte ein einzelnes Küken bei Marbach aus dem Neckar gefischt-es war völlig geschwächt und offensichtlich wäre es ertrunken, wenn der Melder es nicht beherzt gerettet hätte. Der Melder war mit der ungewohnten Situation und der Handvoll Küken überfordert und rief zuerst im Tierheim an. Dieses gab als unser Kooperationspartner unsere Notfall-Nummer weiter. Der Anruf bei uns kam gegen 16 Uhr. Leider war der Melder nicht mobil, erhielt jedoch sofort telefonisch Hilfestellung und wurde gebeten, das kleine Etwas möglichst warm zu halten, bis ein Helfer eintreffen würde.

Teammitglied Debbi war einkaufen und mit ihrem Cabrio unterwegs. Dieses hat einen so kleinen Kofferraum, dass kein Platz für die Rettungsbox ist. Somit war Debbi praktisch ohne Einsatzutensilien unterwegs, allerdings befand sie sich nur 5 Minuten
vom Meldeort entfernt und dass Eile geboten war, sah man anhand des Fotos, welcher der Melder uns geschickt hatte. Debbi gab Bescheid, dass sie den Einsatz übernimmt und machte sich sofort auf zum Meldeort.

Vor Ort angekommen, traf sie auf Jugendliche vom Ruderverein. Debbi fand das Küken in einer warmen Decke, da sie selber keine Transportbox dabei hatte, polsterte sie ihren Hut, den sie zum Cabriofahren immer dabei hat, kuschlig warm aus und setzte den Zwerg sanft hinein. Es sah sehr sehr matt aus und eiligst machte sich Debbi auf den Weg ins Tierheim.

Dort war ziemlich viel los und Debbi sah noch das Rabenbaby, um dass sich die Mitarbeiter des Tierheims liebevoll kümmerten, welches von unserem Teammitglied Vivi gesichert und Teammitglied Franziska dann kurz zuvor im Tierheim abgegeben wurde. Als Debbi das Küken abgab, wurde ihr gesagt, dass es sich hierbei um eine Teichralle/Teichhuhn handelt und dass man alles versucht, um das Kleine durchzubringen…

 




Freitag, 21.05.2021 |

Nr. 291/2021

Einsatz Nummer 4 kam gegen 14.30 Uhr. Wir wurden wegen einem kleinen Raben in Ludwigsburg angerufen. Der Melder hatte zunächst im Tierheim Ludwigsburg um Hilfe angefragt und wurde an uns als Kooperationspartner verwiesen. Der kleine Rabe wurde seit Donnerstag dort beobachtet - vermutlich ist er aus dem Nest gefallen, doch weder am Donnerstag noch am Freitag haben die Melder Elterntiere dazu gesehen.

Teammitglied Vivi gab Bescheid, dass sie mit ihrem Roller hinfahren wird und sich vor Ort mal einen Überblick verschafft. Ggfls. braucht sie Hilfe, da ihr Auto kaputt sei und der kleine Rabe nicht mit dem Roller ins Tierheim transportiert werden könne…

So war es dann auch. Vivi konnte das sichtlich geschwächte Jungtier sichern, benötigte dann jedoch noch Unterstützung. Teammitglied Franziska war nach 20 Minuten vor Ort, übernahm das kleine Wesen und gab es zur weiteren Versorgung im Tierheim in Ludwigsburg ab.




Freitag, 21.05.2021 |

Nr. 290/2021

Ein Bericht von Nela Mauermann

Es war Freitag Vormittag und ich war beruflich unterwegs, als die Meldung im Notfallchat eintraf: „flugunfähige Taube seit gestern im Garten, fliegt nicht weg“. Die Melderin habe Angst, sie zu sichern.

Ich schaute auf die Uhr - bei mir würde es noch etwas dauern - evtl. kann ein anderes Teammitglied? Bis ich fertig war, hatte sich noch niemand gemeldet und so gab ich Bescheid, dass ich den Einsatz übernehme.

Vor Ort angekommen, nahm ich die Transporttasche und den Kescher und klingelte. Die Melderin war froh, dass ich da war, sie machte sich sehr Sorgen um „Murat“, wie sie die Taube getauft hatte. Als wir in den Garten kamen, ein leiser Aufschrei der Melderin: „Sie ist weg! Bis vor 20min. sass sie noch hier - seit gestern!“

Ich blieb ruhig - unwahrscheinlich dass die Taube ausgerechnet jetzt weggeflogen ist. Wir suchten zunächst den Garten ab - er war nicht gross, doch keine Spur. Zu Nachbars Garten trennte uns eine Hecke, an der man rechts durchkrabbeln konnte - ich fragte die Melderin, ob die Nachbarn da sind und sie klingelte. Tatsächlich öffnete sich kurz drauf die Balkontür im Nachbargarten, ein junger Mann kam heraus - wir begrüßten uns durch die Hecke hindurch. Er sagte mir, dass die Taube gestern gegen die Balkontür geflogen sei, dann etwas im Garten rumgehüpft ist und plötzlich weg war. Vermutlich ist sie dann zur Melderin in den Garten, um das Anflugtrauma zu verarbeiten.

Ich fragte, ob ich kurz rüberkommen darf - er nickte und ich krabbelte kurzerhand durch die Lücke in der Hecke. In dem Augenblick rief die Ehefrau, dass sie die Taube entdeckt hat. Ich musste zweimal hinschauen, ehe ich Murat im hohen Gras sitzen sah… Vorsichtig näherte ich mich und erkannte, dass es sich um ein Jungtier handelte. Ich fragte die Melderin, ob sie evtl. andere Tauben gesehen hat, die das Jungtier fütterten, doch sie verneinte. Also war das Täubchen seit gestern unversorgt…. Dieses zeigte auch deutlich Angst und ehe ich mich versah, tauchte es unter dem Zaun in Garten Nummer 3 ab… Deutlich sah ich das Tier hinter dem Zaun sitzen - es flatterte nicht, es hüpfte nicht, es lief nur in das hohe Gras, wo es sich wieder hinsetzte und dies ziemlich wacklig.

Über den Zaun konnte ich nicht-er war zu hoch, eine Tür war auch nicht darin - also bin ich mit Erlaubnis des jungen Paares durch deren Haus auf die Strasse, um einmal um das ganze Haus zu laufen, um im verwinkelten angrenzenden Haus zu fragen, ob ich in den Garten darf. Leider war niemand zuhause - jedoch erkannte ich an der Haustür, dass der Holzzaun direkt an der Einfahrt entlang führte - es war nichts abgesperrt und Murat sass noch immer an der gleichen Stelle. Ganz vorsichtig näherte ich mich an, Murat tippelte ein Stück weiter, war jedoch sehr erschöpft und hockte sich wieder hin. Ganz vorsichtig schob ich den Kescher am Zaun entlang, doch Murat tauchte erneut unter dem Zaun in den Garten der Melderin ab. Ich schob den Kescher zu den Nachbarn in den Garten, diese gaben ihn der Melderin rüber und mutig legte sie das Netz über Murat - geschafft. Ich rief nur noch: „Den Kescher bitte nicht loslassen“ und rannte einmal um den Häuserblock wieder zum Eingang - die Nachbarn öffneten mir, denn die Melderin sass auf dem Kescherstil und passte auf, dass Murat nicht wieder flüchtete. Ich krabbelte durch die Hecke zurück, holte Murat aus dem Netz und setzte ihn vorsichtig in die Nestrolle in die Tasche. Dort fand er es ziemlich doof und hüpfte prompt wieder raus - zumindest so fit war er noch….

Sowohl die Melderin als auch die Nachbarn bedankten sich herzlich, und ich mich für deren tolle Unterstützung. Wir waren uns alle fremd und hatten doch etwas gemeinsam: Uns allen war klar, dass dieses kleine Lebewesen Hilfe brauchte und diese durch unser gemeinsames Handeln nun erfolgen kann. Ich bedankte mich bei allen und fuhr ins Tierheim Ludwigsburg, wo ich mich vorher telefonisch angemeldet hatte.

Während der Fahrt war es so still, dass ich dachte, Murat wäre vor Erschöpfung eingeschlafen. Ganz vorsichtig schaute ich beim Halten an der roten Ampel in die Tasche - nix war mit Schlafen - Murat sass außerhalb der Nestrolle und schaute aufmerksam mit seinen schwarzen Knopfäuglein zu mir hoch. Welch wunderschönes Tier…..

Bei meiner Ankunft war ziemlich viel los, trotzdem nahm sich Tierheimleiterin Ursel Gericke persönlich Zeit, um den neuen Gast aufzunehmen. Vielen lieben Dank wieder einmal an das Tierheim Ludwigsburg für die großartige Kooperation!

Gute Genesung Murat und irgendwann einen guten Flug in die Freiheit!




Freitag, 21.05.2021 |

Nr. 289/2021

Es war Freitag Nacht, 1.30 Uhr - Teammitglied Patrick war auf dem Heimweg - er hatte Dienstschluss und freute sich auf zuhause… Aus dem Augenwinkel sah er am Strassenrand ein totes Tier und vermutete aufgrund der rot-orangen Farbe einen Fuchs - doch er war sich nicht sicher und drehte um. Vor ihm lag eine tote Fellnase… Sie musste am Kopf von einem Auto erfasst worden sein - kein schöner Anblick….

Da das Tier durch einen Chip gekennzeichnet war, rief Patrick bei TASSO an - und tatsächlich - die Fellnase war registriert! Leider ging niemand ans Telefon… Um diese Zeit auch verständlich…. Da eine Datenfreigabe hinterlegt war, durfte TASSO die Anschrift der Besitzer an Patrick geben. Dieser nahm die Fellnase vorsichtig auf und legte sie ins Auto, um zu der angegebenen Adresse zu fahren. Konnte er jetzt noch klingeln? Doch einfach vor die Tür legen war absolut ausgeschlossen….

Patrick klingelte… Die Besitzer waren schockiert - Patrick blieb noch etwas bei ihnen, um seelischen Beistand zu leisten. Als Rettungswagenfahrer ist er im Umgang mit Menschen, die unter Schock stehen, erfahren…. Die Fellnase lebte erst - gemeinsam mit einem Geschwisterchen - 8 Wochen in ihrem Zuhause….

Patrick, der selber Katzen hat, war ebenso wie die Besitzer tief berührt von der ganzen Situation. Wenigstens durfte die Samtpfote ihr letzte Reise im Kreis ihrer Familie antreten….

Gute Reise kleiner Schatz und deinen Besitzern wünschen wir viel Kraft, diesen schrecklichen Verlust zu bewältigen.




Freitag, 21.05.2021 |

Nr. 288/2021

Freitag um 8 Uhr, als der erste Einsatz von insgesamt 6 an diesem Tag auf dem Notfalltelefon gemeldet wurde. Eine tote Katze in Mundelsheim…

Teammitglied Nadine versorgte noch ihre Kinder, die Oma passte auf diese auf und so übernahm Nadine den Einsatz. Die Fellnase war tätowiert, nicht gechippt - es war ein Katzenjunge, kastriert - also musste er doch jemandem gehören. Hoffnungsvoll rief Nadine bei TASSO an - doch weder da noch bei Findefix war das Tier mit dem Tattoo registriert… Über das Tattoo konnte jedoch der Tierarzt herausgefunden werden. Dort rief Nadine an, doch erreichte niemanden ausser den Anrufbeantworter, auf dem sie eine Nachricht hinterliess. Nadine klingelte in der Umgebung des Fundortes einige Häuser ab auf der Suche nach dem Besitzer der toten Fellnase, doch entweder machte niemand auf oder es kannte keiner die Samtpfote…

Gegen Mittag rief die Tierarztpraxis zurück. Die Fellnase war beim Tierarzt bekannt, die Besitzer wohnten laut den hinterlegten Angaben allerdings in Ludwigsburg… Leider wurde über die hinterlegte Telefonnummer niemand erreicht. Über einige Umwege erfuhr Nadine den Namen der Besitzer. In Mundelsheim wohnte jemand der so hiess - nur ca. 450m entfernt vom Fundort…. Doch auch hier war niemand erreichbar….

Wir erstellten vorsichtshalber in Facebook eine Fundmeldung:
https://www.facebook.com/Tierengelunterwegs/posts/485866389505553

Nadine versuchte es bis zum Abend telefonisch. Sie war am Abend nochmals vor Ort unterwegs - tatsächlich gelang es ihr über einige Umwege das Zuhause der Fellnase ausfindig zu machen. Allerdings steckte eine menschliche Beziehungsgeschichte dahinter - die frühere Besitzerin erreichte Nadine am Abend - sie wohnte nach der Trennung seit mehr als 10 Jahren schon in Aalen und es tat ihr sehr leid, die tote Fellnase nicht nehmen zu können. Der jetzige Besitzer war nicht erreichbar, nur die Eltern von ihm und diese sahen keine Möglichkeit, die Samtpfote auf die letzte Reise zu schicken. Außerdem würde das Tier schon einige Tage fehlen…. Der Kater war ca. 18 Jahre, hatte bisher ein Zuhause aus dem er weglief, dabei ums Leben kam und jetzt sollte er einfach so entsorgt werden????

Nadine war traurig, sie bemühte sich, zu verstehen, doch es wollte nicht in ihren Kopf… „Gute Reise kleiner Schatz… komm gut über die Regenbogenbrücke… da warten viele Fellnasen, mit denen Du spielen und glücklich sein kannst…“ flüsterte sie, als sie wieder nach Hause fuhr.




Donnerstag, 20.05.2021 |

Nr. 287/2021

Ein Marderbaby allein in der Stadt

Donnerstag, 18 Uhr und auf dem Notfalltelefon wurde ein desorientiertes Marderbaby in Markgröningen auf dem Marktplatz gemeldet. Der Melder rief zunächst im Tierheim Ludwigsburg an und erhielt unsere Notfallnummer. Sehr oft melden sich Leute im Tierheim und dieses leitet die Einsätze an uns weiter, da im Tierheim selber soviel zu tun ist, dass die dortigen Mitarbeiter nicht selber rausfahren können.

Teammitglied Jessi gab Bescheid, dass sie den Einsatz fahren kann - vor Ort erfolgte die Sicherung des recht schwachen Babys und unverzüglich brachte Jessi das völlig erschöpfte Kleine ins Tierheim, wo es nun zu Kräften kommen muss. (Das Video wurde am späten Abend im Tierheim gemacht).

Wir drücken alle Daumen für eine rasche Genesung!




Montag, 17.05.2021 |

Nr. 280/2021

Montag, 13.15 Uhr und Mittagszeit - Teammitglied Caro befand sich in der Pause, als auf dem Notfalltelefon ein zugelaufener Hund in Bissingen gemeldet wurde. Das Tier sei vermutlich blind.

Kurzerhand gab Caro Bescheid, dass sie zur Adresse ganz in ihrer Nähe unterwegs sei. Dort angekommen sah sie auch schon an der Strasse einen großbewachsenen Herrn unter einem Regenschirm. Er berichtete, dass er mit seinem eigenen Hund Gassi war und Passanten ihn angesprochen haben. Diese hatten den kleinen Ausreisser von der Strasse geholt und wollten wissen, ob er dem Melder bekannt sei. Vermutlich wurde er angesprochen, weil er selber einen Hund dabei hatte - kurzerhand legte er dem Findelkind ein Halsband an und suchte telefonisch Hilfe. Diese kam in Form von Teammitglied Caro….

Als Caro das Chiplesegerät an den Winzling hielt, kam auch bereits das Signal und die Chipnummer - dann ging alles rasch - TASSO angerufen, Chip war registriert, Halter ermittelt und informiert.

Kurze Zeit später erschien die Besitzerin - sie wohnte nur ein paar Hausnummern weiter, die kleine Hundedame hiess „Petite“, war 15 Jahre, blind und hat sich aus dem Garten davongemacht. Überglücklich, dass nichts passiert ist, bedankte sich die Dame und nahm Petite wieder mit nach Hause.

Auch Caro war überglücklich - hungrig, aber glücklich über dieses Happy End!

Tier gechippt -> Tier registriert -> Halterdaten bei TASSO aktuell ->Tier zuhause
Lasst Eure Tiere kennzeichnen - am besten mit einem Mikrochip - Tattoo verblassen im Laufe der Zeit - und ganz wichtig: Meldet Euer Tier bei einem Haustierregister (Tasso und/oder Findefix) Nur so können wir bei Auffinden zügig handeln und das Tier wieder nach Hause bringen.
Übrigens: Viele glauben, dass man den Mikrochip ertasten kann - das ist so gut wie nicht möglich - auch wenn man „nichts fühlt“, kann trotzdem ein Chip vorhanden sein - so dass ein Chipauslesen IMMER vorgenommen werden sollte…..




Samstag, 15.05.2021 |

Nr. 273/2021

Samstag Nachmittag, auf dem Notfalltelefon wurde eine verletzte Elster gemeldet. Auf dem Bild war zu erkennen, dass es sich um einen Jungvogel handelt - dieser wurde zuvor längere Zeit von den Meldern beobachtet. Weder flatterte der Zwerg noch waren Elterntiere in Sicht.

Teammitglied Kate war mit ihrem Hund unterwegs, übernahm den Einsatz und war ca. 30 Minuten später bei den Meldern am Fundort. Diese waren sehr rührig und erkundigten sich, was nun genau mit dem Vögelchen passiert. Auch der kleine Junge war sehr interessiert und hatte dem kleinen Elsterchen sogar schon einen Namen gegeben: „Jerry“

Kate erkannte, dass das Tier sehr sehr dünn war, das Brustbein stand hervor und war deutlich sichtbar und der Allgemeinzustand war nicht gut. Hilfe war hier auf jeden Fall ratsam. Kate baute ein Handtuchnest und setzte das Kleine in die Softbox-Transporttasche. Das war megaspannend und interessant, den kaum umgesetzt, hüpfte das Elsterchen hin und her. Kate setzte es ein paar Mal zurück ins Nestchen, doch wie die Kinder halt so sind……und Kate ließ „das Kind“ selber entscheiden, wo es während der Fahrt in der Box sitzen möchte…

Sie fuhr mit Jerry ins Tierheim Ludwigsburg. Ursel Gericke, Leiterin des Tierheims erwartete Kate bereits. Beim Blick in den Schnabel von Jerry stellte sie fest, dass die Mundhöhle voll mit gelbem Belag war - Ursel Gericke erklärte Kate alles sehr genau. Es handelt sich um eine Trichomonaden-Infektion die bei Nichtbehandlung zum Tod des Tieres führt.

Im Tierheim Ludwigsburg bits Du gut aufgehoben kleiner Jerry - gute Besserung für Dich!




Erinnert Ihr Euch an den Einsatz, wo Nenne eine im Fussball-netz gefangene Krähe befreite?
Karl Heinz wurde das Tier getauft. Hier der Link zum Einsatz-bericht:
https://www.facebook.com/Tierengelunterwegs/posts/477678503657675

Am 13.05.2021, am Vatertag wurde Karl Heinz wieder in Freiheit entlassen - an dem Sportplatz, wo er sich im Fussballtornetz verfing.

Teammitglied Nenne sandte uns das Video und schrieb dazu:
„Karl Heinz in Freiheit. Und dann ging plötzlich so ein Gekrächze los. Hörte sich wie Freude an und er kam zu zweit wieder aus den Bäumen! Zuvor gab es Übungsflüge im Gewächshaus.
Krähe glücklich
Ich glücklich!“

Wir können da nur ergänzen: „Wir auch glücklich!“




Sonntag, 09.05.2021 |

Nr. 259/2021

Am Sonntag gegen 18.45 Uhr wurde eine verletzte, dreibeinige Katze in Fellbach gemeldet. „Tier-Engel unterwegs“-Gründerin Marion machte sich auf den Weg mit der Bitte, sofern möglich, dass verletzte Tier irgendwie am Weglaufen zu hindern…Als Marion auf Höhe Remseck war, gab Teammitglied Claudia Bescheid, sie würde hinzukommen. Claudia war schon im Tierheim Winnenden, wo sie ehrenamtlich arbeitet, als sie die Nachricht im Notfallchat las und hat im Tierheim die Info bekommen, nicht unbedingt helfen zu müssen - so fuhr sie los. Da nicht bekannt war, wie schwer die Katze verletzt war, war es ggfls. besser, zu Zweit zu agieren….

Kurz nacheinander sind die Teammitglieder in Fellbach angekommen. Die Melderin hat beide an der Strasse erwartet und führte Marion und Claudia zur Fellnase. Diese saß unter einem umgestülpten Wäschekorb. Die Fellnase selber war sehr zutraulich, kein Fauchen, kein Knurren…. schon mal ein guter Anfang….

Claudia nahm das Tier auf den Arm, das Fell war sehr gepflegt und seidenweich - ein Streuner konnte es dann wohl nicht sein… Die Verletzung stellte sich als eine alte Wunde raus, die fachmännisch versorgt und abgeheilt war. Leider hatte die sanfte Fellnase keinen Chip, dafür ein Tattoo - dieses war auf der einen Seite sehr schlecht entzifferbar. Mit dem unvollständigen Tattoozeichen gelang es dank der Geduld und des Kombinationsvermögens des TASSO-Mitarbeiters, einen Treffer zu erzielen. Sowohl Gegend als auch besondere Merkmale passten zum Fundtier - Besitzer gefunden! Dieser wurde von TASSO informiert - es war gleich in der Nachbarschaft des Gartens, wo die Fellnase gesichert wurde.

Die Besitzerin war sehr rasch vor Ort und erzählte unseren Teammitgliedern, dass die Fellnase mit ihren 18 Jahren nicht mehr richtig hört, die Fellnase kam aus der Türkei nach Deutschland und es wurde bereits damals ein Vorderbeinchen amputiert, weil dieses leider nicht mehr zu retten war. Auch das zweite sah sehr schlecht aus, doch mit viel Bemühungen über ein halbes Jahr lang konnte es gerettet werden. Die Fellnasen-Mama arbeitet selber bei einem Tierarzt in Waiblingen und bedankte sich sehr glücklich. Der Tierarzt, bei dem sie arbeitet, war selber früher als Leiter des Tierschutzvereins Schorndorf tätig. Die Besitzerin zieht nun in Erwägung, aufgrund des Alters und der nachlassenden Orientierung der Fellnase, ihr doch ein Halsband mit Telefonnummer anzulegen.

Mit diesem Happy End verabschiedeten sich alle, danke an die Melder für ihr umsichtiges Verhalten und die Unterstützung!




Sonntag, 09.05.2021 |

Nr. 258/2021

Sonntag, 13.30 Uhr und im Notfallchat wurde eine verletzte Taube in Winnenden gemeldet. Teammitglied Nenne übernahm den Einsatz.

Zuvor hatte „Tier-Engel unterwegs“-Gründerin Marion bei ihr angefragt, ob sie zufälligerweise Notfallmedikamente zur Versorgung von Vögeln zu Hause hätte. Die gemeldete Taube war aufgrund von Katzenbissen verletzt aufgefunden worden - die Gabe von Medi´s musste daher so rasch als irgend möglich erfolgen.
 
Die Melderin war in Kontakt mit Nenne und mit Marion und so wurde gemeinsam kurzerhand ein Fahrdienst organisiert. Mit Caro vom Tierschutz Berglen, die die Taube zu Nenne brachte, wurden kurz die Auffinde-Umstände besprochen und Nenne warf einen ersten Blick auf das kleine verängstigte Geschöpf. Es war klar, dass die Taube dringend Hilfe benötigte.
 
Die weitere Begutachtung ergab, dass die noch junge Taube voller Milbennester war und der Katzenkontakt Hautverletzungen hinterlassen hatte. Die Verletzungen wurden erstversorgt und ein Notfallmedikament gegeben. Dann wurde die kleine Taube in eine mit einem Handtuch abgedunkelte Box gesetzt, damit sie sich erst einmal stressfrei beruhigen konnte.
Nachdem einige Zeit vergangen war und die Taube sogar etwas Futter aufgenommen hatte, wurde sie von Nenne noch einmal herausgenommen und die Milbennester so gut es ging entfernt.
 
„Hildegard“ - wie Nenne das Täubchen nannte - ließ dies ohne Scheu und Geflatter geschehen -; zurückgesetzt in ihren Käfig war der Appetit schon größer und sie vesperte das bereit gestellte Taubenfutter – das Medikament schien also auch gut zu wirken.
 
Es ist doch immer wieder erstaunlich, wie verletzte Tiere „menschliche“ Hilfe annehmen und man möchte fast meinen, dass man bei ruhiger Stimme dankbare Blicke zugeworfen bekommt.
 
Mit der Melderin stand Nenne den Nachmittag über in Kontakt und so kam an´s Licht, dass die Melderin selber vom Tierschutz Berglen war; so ein Zufall - man begegnet sich doch immer wieder im Tierschutz. Nenne kannte die Melderin bereits von einer Spende, die Nenne vor einiger Zeit zum Tierschutz nach Berglen gebracht hatte. Nachdem Marion über den weiteren Fortgang informiert wurde, brachte Nenne um 20.00 Uhr die Taube zur Melderin, wo die Wiedersehensfreude bei beiden Frauen groß war!

Die Melderin brachte Hildegard zur weiteren Genesung am nächsten Tag auf eine Pflegestelle. Dort hat es weitere Pflege-Tauben, so dass „Hildegard“ nach ihrer Genesung die besten Voraussetzungen für ihre dann bevorstehende Auswilderung bekommt.
 
Großartig, dass die Rettungskette dank vieler helfender Hände so toll funktioniert.
Einsatzende für Nenne war um 20.20 Uhr.




Montag, 03.05.2021 |

Nr. 245/2021

Am Montag war es mittlerweile Einsatz Nummer 9, der um 21.30 Uhr auf dem Notfalltelefon einging. Teammitglied Kate kam vom Gassigehen mit ihrem Buddy und hatte gerade ihre Jacke aufgemacht, als sie die Meldung las.

Einsingen? Da war sie doch erst kürzlich bei einem Totfund… die Adresse war auch nur eine Querstrasse weiter….Kate gab Bescheid, dass sie den Einsatz übernahm und machte sich auf den Weg. Kate hatte erfahren, dass es auch die gleichen Melder waren, die vor kurzem die andere tote Katze gefunden hatten….

Als Kate ankam, sah sie die tote Fellnase auch schon auf dem Gehweg liegen. Mitten im Wohngebiet lag diese wunderschöne gepflegte Samtpfote - leblos und ganz sicher mit einem Zuhause…. Kate fuhr mit ihrem Chiplesegerät über das kleine Körperchen - nichts. Kate zweifelte - sie war sich sicher, dass die Samtpfote eine Familie hatte und versuchte es nochmal. War der Chip evtl. durch den vermutlichen Unfall verrutscht? Erneut hielt Kate das Gerät an das Tier und fuhr hin&her - tatsächlich ertönte das so sehr erhoffte Signal und eine Chipnummer wurde angezeigt.

Da die Melder nun zu Kate kamen, rief Teammitglied Caro bei TASSO an, während Kate sich um die Fellnase kümmerte und mit den Meldern sprach. Beide stellten fest, dass es leider nunmehr die 2. Begegnung aufgrund eines traurigen Anlasses gab, sie allerdings doch froh sind, dass es Menschen wie die „Tier-Engel“ gibt, die es ermöglichen, dass die Besitzer und Tiere - wenn auch unter tragischen Umständen - wieder zueinander finden….

Leider war die Chipnummer nicht registriert - welch riesige Enttäuschung!!!! Es war mitten in einem Wohngebiet - und Liegenlassen kam überhaupt nicht in Frage! Jetzt noch die Gegend abklingeln und nachfragen, wollte Kate auch nicht mehr. So machte sie noch ein paar Fotos und sandte diese in den Helferchat, um anschließend das Tier nach Rücksprache mit „Tier-Engel unterwegs“-Gründerin Marion vom Fundort wegzubringen. Parallel dazu erstellten wir in Facebook eine Fundmeldung in der Hoffnung, der Besitzer oder irgendjemand, der die Katze oder deren Besitzer kennt, liest das. Auch die Melder wollten sich vor Ort umhören.

Und tatsächlich meldete sich am nächsten Tag der Besitzer - ihm wurde der Facebookpost gesendet und leider bestätigte sich, dass es sich um die kleine Roxy handelte - sie durfte nicht einmal 1 Jahr alt werden….. Wir wünschen den Besitzern ganz viel Kraft, diesen schmerzlichen Verlust zu bewältigen und der kleinen Roxy eine gute Reise über die Regenbogenbrücke…..




Montag, 03.05.2021 |

Nr. 242/2021

Kaspar - 10 Wochen weg von Zuhause
Vermisst seit 19.02.2021 in Marbach,
Happy End am 03.05.2021 in Neckarweihingen

Es war Montag und Einsatz Nummer 6 (von 10 an diesem Tag!) wurde uns um 17.45 Uhr gemeldet. Eine zugelaufene Fellnase sei in Neckarweihingen seit einiger Zeit bei einer Familie, wer zum Chipauslesen hin könne.

Teammitglied Debbi wohnt quasi um die Ecke und übernahm den Einsatz.
Vor Ort erfuhr sie, dass die Familie ursprünglich aus Ossweil kommt und frisch nach Neckarweihingen gezogen sei. Vor ca. 4 Wochen fiel ihnen die Fellnase zum ersten Mal auf, da er immer bei ihnen auf der Terrasse geschlafen hat. Da das Tier sehr gepflegt aussah, haben sie sich anfangs keine weiteren Gedanken gemacht. Als der kleine Mann blieb, fragten sie in der Nachbarschaft rum - doch niemandem gehörte die Samtpfote. Es kam lediglich heraus, dass ein Mann, der einen älteren Streuner versorgte, Kaspar schon mehrfach gesehen hatte, wie er sich das Bäuchlein vollschlug. Eine andere Nachbarin berichtete, dass sie die Fellnase auch schon gekämmt hat, weil der so zutraulich bei ihnen rumstromerte….

Die Familie beschloss, den offenbar unbekannten herrenlosen Stromer zu beobachten. Letzte Woche dann hat es sehr viel geregnet und die Fellnase schlief jede Nacht auf der überdachten Terrasse bei ihnen. Und dann kam zum 01.05. der Umzug nach Neckarweihingen…. Was tun? Die Melderin rief also im Tierheim an und fragte, was sie jetzt machen soll - das Tier einfach sich selber überlassen kam nicht in Frage…. Das Tierheim gab die Nummer unseres Vereins weiter mit der Bitte, dort anzurufen - die Tier-Engel würden helfen….

Da am Wochenende Möbelpacken angesagt war, wurde auch kurzerhand der irgendwie schon zur Familie gehörende schwarze Kater mit eingepackt…. Und dann ging der Anruf bei uns ein….

Bei Debbis Eintreffen lag die Fellnase mit der kleinen Tochter ganz entspannt auf dem Sofa und ließ ohne Angst Debbi mit dem Chiplesegerät an sich heran. Sofort tönte der so sehr erhoffte Signalton und es erschien eine Chipnummer. Debbi rief gleich TASSO an, stellte den Lautsprecher auf Mithören und so erfuhr die Familie, dass der „Streuner“ Kaspar hiess und bereits seit dem 19.02. in Marbach vermisst wurde…. Wahnsinn!!!!! Gänsehaut pur - wie kam Kaspar denn 10km weiter nach Ossweil?????

Noch während TASSO diese tolle Botschaft verkündete, warfen sich alle im Raum leise Jubelgesten zu…. Keine 2 Minuten später meldete sich die Besitzerin bei Debbi - sie fährt sofort los und holt Kaspar. Während der ca. 30minütigen Wartezeit erfuhr Debbi, dass die Familie selber erst kürzlich ihren kleinen Mops gehen lassen mussten. Die Tochter weinte herzzerreissend, so lieb hatte sie die Fellnase - die sie „Coco“ tauften, gewonnen, doch ihre Eltern erklärten ihr, dass man fremde Tiere nicht einfach so behalten darf und dass Kaspar eine Familie hat, die ihn ganz schrecklich vermisst und er nun wieder dahin zurück darf…. Welch großartige Vorbildfunktion!

Als Kaspars Frauchen eintraf, war das Wiedersehen für alle unbeschreiblich emotional. Kaspar stürzte sich direkt in die Arme seiner Besitzerin und schmiegte sein Köpfchen tief in die Hand. Ein Pfötchen hielt den Arm ganz fest und es war klar, dass beide zusammengehörten. Die Besitzerin erzählte, dass sie die Hoffnung, Kaspar wiederzusehen, schon aufgegeben hatten…. Kaspar wird bald 2 Jahre und er sei ein sehr guter Jäger - offenbar hat ihm dies auch das Überleben erleichtert. Er würde jetzt allerdings mehr wiegen…. also Hunger litt er nicht - und Debbi erzählte, dass er sich wohl ganz gut „durchgefressen“ hatte in Ossweil….

Überglücklich verabschiedete sich Kaspars Frauchen und fuhr mit Kaspar nach Hause - seine Familie wartete sehnsüchtig auf das Wiedersehen. Auch Debbi verabschiedete sich, selber überglücklich über dieses Happy End, fuhr sie heim und genoss diesen für sie so wunderschönen Montagabend….
(eine Genehmigung zur Veröffentlichung der Bilder liegt selbstverständlich vor)




Sonntag, 02.05.2021 |

Nr. 234/2021

Ein Bericht von Andrea

Gemeldet wurde am Sonntag gegen 16.30 Uhr ein Erpel, der seit mehreren Tagen nicht mehr wegfliegen kann und nun von anderen Enten gejagt und attackiert wird.

Vor Ort sah man auch überall Federn liegen. Das Einfangen mit dem Kescher erwies sich als schwierig, da der Erpel immer wieder ins Wasser sprang um den See zu durchschwimmen und auf der anderen Seite an Land zu gehen. Wenn ich den Kescher im Wasser über ihn warf tauchte er unter. Die Melder versuchten ihn mit mir einzugrenzen, was misslang. Er flüchtete dann in ein Eck ins Gestrüpp. Ohne Kescher kroch ich hinterher. Er lief aber immer auf der anderen Seite wieder raus. Ein Nachbar kroch dann mit ins Gestrüpp und man konnte den Erpel dann mit den Händen greifen, als alle Auswege versperrt waren.

Ein herzliches Dankeschön an alle Helfer!

Jetzt heißt es abwarten, was die tierärztliche Untersuchung ergibt. Wenn der Erpel wieder gesund ist, darf er wieder in den Garten zurück. Drückt die Daumen!




Donnerstag, 29.04.2021 |

Nr. 227/2021

4 Wochen allein auf sich gestellt...

Donnerstag , kurz nach 17 Uhr - Tier-Engel unterwegs-Gründerin Marion erhielt von einem Herrn den Anruf, dass er unsere Notfallnummer vom Tierheim erhalten hat. In Schwieberdingen in einer Wohnung ist seit 4 Wochen eine Katze allein - die müsse rausgeholt werden. Sie sei sehr aggressiv, knurrt und ist absolut nicht kooperativ, weshalb man Hilfe anfordert. Bei Marion schrillten alle Alarmglocken…. Noch auf dem Weg zum Auto fragte sie in unserem Helferchat Unterstützung an…. Sofort meldeten sich einige Teammitglieder zurück. Teammitglied Melly fuhr dann mit Marion gemeinsam den Einsatz.

Was würde beide erwarten? Vier Wochen auf sich allein gestellt???? In welch Zustand wird das Tier sein - wie konnte es solange überleben?

Marion bat den Melder, das Zimmer, in welchem sich die Katze jetzt befinde, bitte zu verschließen. Vor Ort angekommen, bekam Marion Antworten auf die vielen offenen Fragen: Die Katze sei jetzt zufällig entdeckt worden….. Die Besitzerin kam als Notfall in die Klinik und anschließend gleich ins betreute Wohnen-es wurde damals eine Katze mitgenommen und untergebracht - offenbar hatte man nicht gewusst, dass die Dame 2 Katzen hat….

Marion war ein paar Minuten vor Teammitglied Melly am Einsatzort und nahm Handschuhe, Kescher, Box und Futter mit - wahrscheinlich war das Tier mehr als nur ausgehungert nach 4 Wochen Alleinsein…. Doch irgendwie musste sich die Fellnase versorgt haben - 4 Wochen ohne Nahrung überlebt keine Katze…. Die Melder warteten bereits.

Mit Öffnen der Wohnungstür schlug Marion ein übler Gestank entgegen… Es roch nach tierischen Exkrementen,….  Das Tier war in der Küche, versteckt im Lebensmittelregal. Und auf dem Boden lagen durch die Fellnase geöffnete Nassfutter-verpackungen herum…. Somit war Marion klar, wie das Tier überleben konnte…. Das Tier konnte an das im offenen Regal lagernde Futter heran…. welch ein Glück, dass das Futter nicht in einem Schrank war…..

In der Küche überall Fäkalien….Marion ist rückwärts wieder raus und schnappte nach Luft. Auch Melly war inzwischen eingetroffen und wurde von Marion vorgewarnt. Beide Teammitglieder sind dann gemeinsam wieder in die Küche - Marion hob die Box vor die knurrende Fellnase in der Hoffnung, diese würde reinspringen - sehr lustig und leider nur theoretisch in Marions Kopf. Melly zog sich dann ihre Handschuhe an und versuchte, das Tier in Richtung Box zu bewegen - doch außer dass die Fellnase sich im Handschuh verbiss, passierte nicht das Erhoffte….

Melly stupfte dann mit dem Stiel des Keschers die Fellnase an, gleiches Ergebnis - sie rückte nicht von ihrem Platz sondern verbiss sich im Kescherstiel. Marion meinte, das würde nichts bringen und es hilft wohl nur noch, das Tier zu Keschern…. Während Marion die Box weiter hielt, damit das Tier nicht aus dem Regal flüchten konnte, stülpte Melly das Keschernetz kurzerhand über die Fellnase. Marion hielt den Stiel, Melly packte das Tier und ab damit in die Box…. Vehement und verständlicherweise protestierte das Samtpfötchen dagegen. Vier Wochen allein und dann solch Action - klar dass sie verstört ist….. Da darf man ruhig schlecht drauf sein.

Marion und Melly beeilten sich nun, aus der sehr sehr übel riechenden Wohnung schnell herauszukommen. Die Melder bedankten sich unzählige Male, dass so schnell jemand kam und dem Tier nun geholfen wird - vom Anruf bis zur erfolgreichen Sicherung vergingen ca. 35 Minuten. Marion brachte die Fellnase ins Tierheim, wo diese absolut kein Interesse hatte, die Box zu verlassen, so dass sie zunächst mit der Transportbox in eine Quarantänebox gesetzt wurde - für heute hatte die kleine Maus wirklich genug Aufregung gehabt….




Donnerstag, 29.04.2021 |

Nr. 226/2021

Es war Donnerstag, kurz vor 17 Uhr und auf dem Notfalltelefon wurde ein zugelaufener Hund in Besigheim gemeldet. Teammitglied Denise gab Bescheid, dass sie den Einsatz übernimmt.

Vor Ort angekommen, prüfte sie das knuffige Kerlchen auf einen Chip und tatsächlich wurde eine Chipnummer angezeigt. Sofort rief Denise bei TASSO an, doch leider keine gute Nachricht: Der Chip war nicht registriert….

Die Finder berichteten Denise, dass sie den Kleinen in Bietigheim gefunden haben, bei TASSO angerufen hatten und auch im Tierheim. Sie haben dem Hund dann gleich ein Geschirr gekauft. Denise rief bei der Polizei Bietigheim an. Tatsächlich hatte die Besitzerin ihren vierbeinigen Liebling bei der Polizei als vermisst gemeldet und so bekam Denise die Telefonnummer der Halterin. Am Telefon klärten die beiden Frauen, ob es sich wirklich um den gefundenen Hund handelte… Aufgrund eindeutiger Angabe von Besonderheiten durch die Besitzerin gab es keine Zweifel und so machte sich Denise auf den Weg zu der Familie.

Voller Freude wurde Denise von der Besitzerin und deren Sohn empfangen - sie schlossen den kleinen Ausreisser glücklich in die Arme, beiden schossen vor lauter Glück Tränen in die Augen. Der kleine Mann ist aus dem Garten entwichen, erfuhr Denise….
Denise wies die Besitzerin eindrücklich darauf hin, den Hund unbedingt registrieren zu lassen, was die Halterin auch zusagte.

Und wieder einmal die eindringliche Bitte an alle Tierhalter: Lasst Eure Tiere kennzeichnen - am besten mit einem Mikrochip - Tattoo verblassen im Laufe der Zeit - und ganz wichtig:
Meldet Euer Tier bei einem Haustierregister (Tasso und/oder Findefix)
Nur so können wir bei Auffinden zügig handeln und das Tier wieder nach Hause bringen.
Übrigens: Viele glauben, dass man den Mikrochip ertasten kann - das ist so gut wie nicht möglich - auch wenn man „nichts fühlt“, kann trotzdem ein Chip vorhanden sein - so dass ein Chipauslesen IMMER vorgenommen werden sollte…..




Mittwoch, 28.04.2021 |

Nr. 223/2021

Mittwoch, kurz nach 19 Uhr - Teammitglied Lisa stellte einen Totfund einer Katze in Besigheim ein und übernahm den Einsatz auch gleich.

Es war mehr Zufall, denn als sie heimkam und aus ihrem Auto stieg, sah sie auf der anderen Strassenseite eine leblose Fellnase - sofort lief sie zu dem Tier und musste leider feststellen, dass das Tier verstorben war. Lisa lief zurück zum Auto und holte ihr Chiplesegerät - doch leider schlug dieses nicht an. Auch eine Tätowierung konnte Lisa nicht ausmachen…..

Der Zufall wollte es, dass Lisa das Tier kannte und schon öfter in der Gegend gesehen hatte. Sie wusste dass die Fellnase ein Zuhause hatte, nur nicht wo…. Ein junger Mann lief auf Lisa zu und fragte sie, ob es ihre Katze sei - Lisa verneinte und stellte sich als Teammitglied vom Tierschutzverein „Tier-Engel unterwegs e.V.“ vor.

Der junge Mann erzählte Lisa, dass ihm das passiert sei und er war zutiefst traurig und berührt. Er hat die Fellnase nicht gesehen, sie muss unter einem Auto gewesen sein und wohl hervorgeschossen. Sofort habe er angehalten um zu helfen, doch es war zu spät. Daraufhin rief er die Polizei an und wartete nun auf diese…. Trotz der traurigen Situation gehört dem jungen Mann Respekt ausgesprochen, auch wenn sein Verhalten „normal“ sein sollte….Leider erleben wir es nur allzuoft, dass einfach weitergefahren wird…

Eine Nachbarin, welche Lisa kennt, hatte das aus dem Fenster beobachtet und rief Lisa zu, sie wisse wohin die Fellnase gehört. Lisa bedankte sich und lief zu der Adresse und klingelte. Ein Mann öffnete ihr und bestätigte die Lisas Frage, ob sie eine weisse Katze hätten… Lisa überbrachte in behutsamen Worten die traurige Nachricht über den Tod der Samtpfote. Der Mann ging zurück in die Wohnung und holte ein Tuch. Am Unfallort angekommen, nahm er sein Tier tieftraurig auf den Arm, er sprach nichts und lief mit hängenden Schultern weg….

Nach nur 30 Minuten war die Fellnase bei ihren Besitzern und konnte von dort ihre letzte Reise, begleitet von ihrer Familie, antreten…. Komm gut rüber kleine Fellnase….

Und wieder einmal die eindringliche Bitte an alle Tierhalter: Lasst Eure Tiere kennzeichnen - am besten mit einem Mikrochip - Tattoo verblassen im Laufe der Zeit - und ganz wichtig:
Meldet Euer Tier bei einem Haustierregister (Tasso und/oder Findefix). Nur so können wir bei Auffinden zügig handeln und das Tier wieder nach Hause bringen.




Dienstag, 27.04.2021 |

Nr. 217/2021

Einsatz für Caro noch „vor dem Aufstehen“…

Bei Teammitglied Caro klingelt der Wecker morgens um 6 Uhr. Während sie dann noch 10 Minuten mit ihrer Fellnase kuschelt, schaut sie - wie die meisten bei uns nach dem Aufwachen - in den Notfallchat… Tatsächlich war bereits der erste Notfall gemeldet worden…. eine flugunfähige Taube an der Druckerei der Bietigheimer Zeitung….

Das morgendliche Fellnasen-Kuscheln entfiel heute. Um 6.15 Uhr gab Caro Bescheid, dass sie den Einsatz übernimmt, um 6.30 Uhr war die Taube mittels Kescher gesichert… Caro berichtete, dass die Taube an einer sehr stark frequentierten Stelle saß - und keine irgendwie mobile Taube würde da sitzen bleiben - also musste es ihr wirklich sehr schlecht gehen. Als Caro auf sie zuging, humpelte sie kurz weg, setzte sich nach ein paar Tippelschritten allerdings wieder hin. Nach der Sicherung kam sie in Caros Transportbox und flugs ging es zum Tierheim nach Ludwigsburg. Morgens um 7 Uhr war Tierheimleitung Ursel Gericke vermutlich vom morgendlichen Kaffee weggeholt worden, als Caro ankam, doch sie kümmerte sich sofort um das schwache Täubchen! Lieben Dank wieder einmal für die tolle Kooperation!

Caro verspürte innerlichen Zeitdruck - sie musste unbedingt wieder heim - pünktlich um 8 Uhr hatte sie im Homeoffice am Rechner zu sein. Und Frühstücken vorher wäre auch nicht schlecht… Trotz Berufsverkehr lief alles gut und Caro saß rechtzeitig am PC.




Samstag, 24.04.2021 |

Nr. 214/2021

2 Mini-Waschbären auf großer Reise in die Zukunft

Am Samstag um 18 Uhr wurden auf dem Notfalltelefon 2 Waschbärenbabys gemeldet, die auf eine Päppelstation mussten.

Tier-Engel unterwegs-Gründerin Marion erinnerte sich an eine Päppelstelle, fragte im Tierheim Ludwigsburg nach den Kontaktdaten und rief dann dort an. Glücklicherweise hatte es noch Platz für die Zwerge! Somit machte sich Teammitglied Melly auf den Weg nach Affalterbach.

Sie berichtete uns später, dass die Finderin die Babys in der Nacht zuvor zu sich genommen hatte. Die Tiere wurden in der Stadthalle unter dem Dach entdeckt - dort war ziemlich viel durch die Elterntiere zerstört worden. Lange kamen immer 2 Elterntiere, in letzter Zeit kam nur noch ein Elterntier und letztlich gar keines mehr. Die Situation wurde von der Melderin den ganzen Freitag bis in die Abendstunden beobachtet und als klar war, dass die Babys allein waren, nahm sie diese zu sich. Melly, selber Eichhörnchenpäpplerin, war hellauf begeistert, wie wunderbar die Babys von der Melderin versorgt wurden….

Die Zwerge sind wohlbehalten auf der Päppelstelle angekommen - leider werden sie niemals die Freiheit schnuppern dürfen. Seit Jahrzehnten bereits in Deutschland wild lebend, werden Waschbären als invasive Spezies betrachtet und dürfen somit nicht in die Natur ausgewildert werden.

Noch ein Tipp falls Ihr mal in solch Situation kommt:
Waschbärbabys erkunden neugierig ihre Umwelt und entfernen sich manchmal von ihrer Mutter. Es ist wichtig zu wissen, dass Waschbärmütter ihre Babys manchmal bis zu 24 h alleine lassen, um auf Nahrungssuche zu gehen.
Beobachtet also bitte mehrere Stunden das Geschehen. In den meisten Fällen wird die Waschbärenmutter ihr Baby “abholen”. Ist dies nicht der Fall, dürft Ihr Euch gern an uns wenden!




Freitag, 23.04.2021 |

Nr. 211/2021

5 Flauschebällchen allein in der Nacht

Freitag Abend, 20.20 Uhr - als der Notruf einging: Entenküken in einem Abflußschacht in den Weinbergen in Hessigheim, sie kommen nicht mehr raus - dazu ein Bild durch die Stäbe hindurch.

Die Melderinnen hatten zunächst im Tierheim Ludwigsburg angerufen und von dort unsere Notfallnummer erhalten. Teammitglied Caro hatte eben ihren Einsatz in der Kammgarnspinnerei beendet und war auf dem Weg zu „Tier-Engel unterwegs“-Gründerin Marion. Beide übernahmen gemeinsam den Einsatz. Marion war gerade beim Nudeln kochen und übertrug ihrem Sohn die Aufsicht, um die Kükenrettung gemeinsam mit Caro zu starten.

In den Felsengärten angekommen, wurden sie von den Melderinnen erwartet. Noch nicht in Sichtweite angekommen, hörte man die Flauschebällchen lautstark rufen. Die beiden Melderinnen hatten bereit eine Steinplatte, die oben auf lag, runtergenommen, so dass Caro problemlos in den Schacht hineingreifen konnte. Marion bereitete die Transportbox mit einer flauschigen Decke und Wärmesnuggles vor, damit die Kleinen es warm haben, während Caro bereits die ersten Küken sicherte. Diese waren leider schon ziemlich unterkühlt. Caro legte drei Küken sofort in die Hände einer Melderin und meinte nur „Hier-gleich wärmen.“, während sie selber die anderen beiden aufwärmte.

Alle 5 Küken kuschelten sich dann später eng aneinander in der Transportbox. Die Melderinnen erzählten, dass das Muttertier bis vor einiger Zeit mit ca. 3-4 weiteren Küken in einem Gebüsch saß. Daraufhin suchten alle das Gebiet nochmals weiträumig ab, doch leider war kein Muttertier aufzufinden.

Die Flauschebällchen haben sich während der Fahrt ins Tierheim wieder lautstark bemerkbar gemacht, nichts ahnend, dass es bald ganz viel Futter, Wärme und Liebe geben wird…

Wollt auch Ihr unsere Arbeit unterstützen? Für unsere Einsätze wie oben z.B. benötigen wir noch mehr Handwärmer, um alle aktiven Helfer damit auszustatten. Einfach unsere Amazon-Wunschliste anklicken:
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Herzlichen Dank und alles Liebe für Euch und bleibt gesund!




Freitag, 23.04.2021 |

Nr. 210/2021

Wieder ein Freitag, wieder eine tote Katze und wieder übernahm Teammitglied Caro den Einsatz.

Es war Freitag Abend, als wir den Anruf erhielten, dass in Bietigheim in der Kammgarnspinnerei in einem Vorgarten eine tote Katze liege. Teammitglied Caro war noch in Sachen THW unterwegs, wo sie ebenfalls ehrenamtlich tätig ist. Im Anschluß danach übernahm sie den Einsatz.

Vor Ort angekommen, kam Caro mit Anwohnern in Kontakt, die ihr eine Telefonnummer gaben. Diese gehörte einem jungen Mann, der die Fellnase auf der Strasse liegen sah und diese in den Vorgarten legte. Leider hatte er auch keinen Unfall beobachtet. Caro fand die Fellnase und entdeckte auch gleich ein Tattoo in den Ohren-dieses war erstaunlich gut leserlich. Caro bat im Team darum, dass jemand bei TASSO anruft - Teammitglied Nela übernahm den Anruf. Nach einer längeren Wartezeit in der Warteschleife war dann eine sehr nette Dame am anderen Ende der Leitung. Die durchgegebenen Zahlen/Buchstabenkombination allerdings war nicht auffindbar. Während Nela mit Tasso telefonierte, war sie gleichzeitig mit Caro per Whats App in Kontakt. Die Dame bei TASSO war sehr geduldig alles wurde versucht und nach ca. 10 Minuten dann ein Treffer - statt einer „6“ war es ein „G“, alles andere wie Fellfarbe, Fundort etc. passte.

Erleichterung auf beiden Seiten. Da keine Datenfreigabe hinterlegt war, rief TASSO die Besitzer an. Nach kurzer Zeit meldeten sie sich bei Teammitglied Caro. Diese hatte die Fellnase, welche eine Kollision erlitten haben muss, in ein Handtuch gewickelt mit der unfallfreien Seite nach oben… Als die Besitzer sich meldeten, machte sich Caro auf den Weg zu ihnen nach Hause. Die Besitzerin hatte einen Karton in der Hand und vorsichtig legte Caro die leblose Fellnase hinein. Bei der Übergabe empfahl Caro den sichtlich mitgenommenen Besitzern, das Tier so zu belassen, da die andere Seite weniger schön aussah. Dankbar nahmen sie den Hinweis auf. Behutsam klärte Caro das Paar auf, was sie nun mit ihrem Katerchen machen können, um ihn auf die letzte Reise zu schicken. Der Mann war so ergriffen, dass er sich aus dem Gespräch rausnahm…. Caro erfuhr, dass der Kater 2 Jahre war, erst letztes Jahr wurde seine Schwester beerdigt, die ebenfalls durch einen Unfall ums Leben kam. Beide kamen ursprünglich von einem Bauernhof und waren sehr scheu, mit viel Liebe und Geduld wurden sie jedoch zahm. Jetzt gibt es nur noch eine einzige Katze dort - ein sehr scheues Tier was ungern raus geht, sich jedoch immer sehr freute, wenn ihr Kumpel wieder heimkam…

Gute Reise kleiner Schatz und deinen Besitzern wünschen wir viel Kraft, diesen schrecklichen Verlust zu bewältigen.

Teammitglied Caro machte sich anschließend auf den Weg zu Tier-Engel unterwegs-Gründerin Marion, um dort neue Handtücher abzuholen und dann heimzufahren - doch sie fuhr direkt in den nächsten Einsatz hinein. Lest einfach den Bericht obendrüber.




Freitag, 23.04.2021 |

Nr. 209/2021

Freitag um die Mittagszeit war es, als im Notfallchat eine tote Katze mitten auf der Fahrbahn zwischen Neckarweihingen und Poppenweiler an der Schleuse gemeldet wurde. Tier-Engel unterwegs-Gründerin Marion war in diese Richtung unterwegs und übernahm den Einsatz. Vor Ort angekommen konnte sie rasch erkennen, dass es sich hier um einen Waschbären handelt, der leider bereits mehrfach überfahren wurde….

Alles was Marion noch tun konnte, das Tier bzw. das was übrig war, von der Strasse holen, damit nicht noch mehr Autos darüber fahren und in das anliegende Gebüsch zu legen.

Gute Reise über die Regenbogenbrücke!




Donnerstag, 22.04.2021 |

Nr. 205/2021

Der erste Einsatz für Teammitglied Peggy

Am Donnerstag kam um 19 Uhr die Totfundmeldung einer Katze in Wüstenrot im Notfallchat. Teammitglied Jasmin hatte zuvor Peggy privat gefragt, ob sie den Fall übernehmen könnte, sie selber sei ausgerechnet heute nicht mobil.

Peggy musste kurz überlegen, weil ihre Kleine schlief - abends und nachts ist sie deshalb nicht flexibel. Glücklicherweise war ihre Mama da. Da Peggy noch nie einen Einsatz übernommen hatte (alle waren bis jetzt zu weit weg von ihr) sagte sie Jasmin zu.
Noch schnell die Einsatzsachen zusammengepackt und schon ging es los. Auf dem Weg durch Murrhardt holte sie Jasmin ab. Diese bot Peggy an, sie zu begleiten, da es ja der 1. Einsatz war.

Vor Ort angekommen, wartete ein Ehepaar dort - doch nicht auf unsere Teammitglieder-sie standen wohl rein zufällig draußen, denn als Peggy sie ansprach, wussten sie nichts von einer toten Katze. Die beiden waren sehr nett und erlaubten das Parken auf ihrem abgesperrten Grundstück.

Die Fellnase hatte leider weder Chip noch Tattoo - es war ein unkastrierter Kater…. Auf Nachfragen hieß es, der gehöre wahrscheinlich zu einem der Bauernhöfe aus der umliegenden Gegend… Sie werden sich umhören und wenn sie was wissen, uns Bescheid geben. Bisher hatte hier niemand den Kater gesehen….
Peggy und Jasmin bedankten sich, hinterließen noch unsere Vereins-Visitenkarte falls das Paar etwas hören sollte und verabschiedeten sich.

Peggy machte noch ein paar Bilder der toten Fellnase, damit wir über Facebook eine Fundmeldung erstellen können - schon oft kam es vor, dass - teilweise auch erst nach 3 Wochen - die Fellnase erkannt wurde. Leider hat sich bis heute niemand gemeldet, der das Tier vermisst.
https://www.facebook.com/Tierengelunterwegs/posts/469097181182474

Gute Reise über die Regenbogenbrücke!




Mittwoch, 21.04.2021 |

Nr. 204/2021

Am Mittwoch Nachmittag gegen 16.30 Uhr wurden wir von unserem Kooperationspartner, dem Tierheim Ludwigsburg, gebeten, nach einem Greifvogel zu schauen, der laut Melder schon seit 2 Stunden im Garten sitzt und nicht abhebt.

Teammitglied Birgit übernahm den Einsatz. Vor Ort angekommen, konnte sie erkennen, dass der Greifvogel eine tote Ratte am Fuß hatte. Mit einem Handtuch näherte sich Birgit vorsichtig dem Tier und der wunderschöne Vogel hüpfte samt Ratte am Fuß in eine Hecke.

Birgit lief zu ihrem Auto, um sich Handschuhe zu holen und als sie zurückkam, hatte sich die Ratte vermutlich im Gebüsch verhakt und der Greifvogel war frei zum Abheben. Stolz saß er zunächst auf der Gartenhütte. Birgit und der Melder beobachteten das Tier - es flog höher auf einen Baum, eine Verletzung war nicht auszumachen Mit beiden Füßchen hielt er sich am Ast fest, die Flügel funktionierten auch einwandfrei.

Birgit rief im Tierheim an und gab Bescheid, dass der Vogel frei und unversehrt war und fuhr nach Hause.

Alles Gute dem wunderschönen Tier und vielen Dank an alle Beteiligten!




Mittwoch, 21.04.2021 |

Nr. 201/2021

Mittwoch, kurz nach 10 Uhr und im Notfallchat kam die erste Meldung an diesem Tag: „verletzter Igel in Ludwigsburg + Adresse“.
Teammitglied Yvette hat eine besondere Affinität für die kleinen Stacheltierchen und übernahm den Einsatz.

Sofort machte sie sich auf den Weg. Die Melderin wartete bereits auf Yvette. Der Igel war in einem Wäschekorb und Yvette sah gleich, dass es dem Mini-Kerlchen gar nicht gut ging. Am Mäulchen und an den Füsschen sah Yvette Schwellungen, ein Füsschen zog er hinterher und blutete…. Der Anblick ging Yvette sehr nah.

Die Melderin - selber nicht mobil - war sehr erleichtert, dass so schnell Hilfe eintraf. Unverzüglich fuhr Yvette ins Tierheim nach Ludwigsburg - je schneller der kleine Mann versorgt wurde, desto besser.

Im Tierheim wurde die Handvoll Stacheltier sofort untersucht und tierärztlich versorgt. Es war Yvettes zweiter Igeleinsatz innerhalb einer Woche, wieder ein Igelchen, dem es sehr schlecht ging….. Dies kleinen stachligen Wesen sind so immens nützlich für die Natur und erfahren so oft durch Menschenhand Leid.

Bitte achtet bei Garten- und Mäharbeiten auf die Lebewesen, die sich gern verstecken… Vielen Dank!Alles Gute dem kleinen Stacheltier - komm wieder auf die Füßchen!




Montag, 19.04.2021 |

Nr. 197/2021

Es war Montag am Nachmittag, als im Notfallchat die Meldung erschien, dass in Sachsenheim ein freilaufender Hund mit Leine gesichtet wurde. Teammitglied Kate war vor Ort und benötigte Hilfe.

Kate war mit ihrem Buddy fast fertig mit der Gassirunde, als sie von Weitem eine Mama mit Kind sowie weitere Kinder beim Spielen erblickte.Aus dem Nichts tauchte plötzlich ein ziemlich großer Hund auf, der Richtung Kinder lief und diese bekamen Angst und rannten weg. Kate stockte das Herz - während die Mama mit ihrem Kind ruhig weiterlief…

Kate lief in Richtung Hund - als dieser plötzlich umdrehte und zielstrebig über das Feld Richtung Kate und Buddy lief. Buddy ist ein ziemlicher kleiner Kerl, während der Hund doch groß und beeindruckend wirkte. Kate kennt sich mit Hunden sehr gut aus und bewahrte die Ruhe. Der unbekannte Riese drehte kurzerhand um und lief dann vor Kate und Buddy her.

Noch immer war kein Besitzer in Sicht - da er auf Kates Ansprache nicht reagierte, forderte diese dann Unterstützung in unserem Team an. Da Kates Wohnhaus nicht weit weg war, beschloß sie, ihren Buddy nach Hause zu bringen - somit konnte sie sich auf den unbekannten Hund konzentrieren. Dieser drehte während der ganzen Zeit auch seine Runden auf dem Feld. Kate rannte mit Buddy zu ihrem Auto und fuhr Richtung Aufenthaltsort des Hundes. Kurzzeitig verschwand er aus Kates Sichtfeld - um dann in Begleitung einer Frau wieder aufzutauchen. Kate hielt an und sprach die Dame an. Ja - es war ihr Hund. Sie machte nicht den Eindruck, als wäre etwas Ungewöhnliches passiert - Kate gab im Team bekannt, dass der Einsatz beendet sei und fuhr mit ihrem Buddy heim.




Samstag, 17.04.2021 |

Nr. 193/2021

Es war am Samstag, als ein Anruf der gegen 13.45 Uhr auf unserem Notfalltelefon einging und Einsatz Nummer 4 an diesem Tag wie folgt in unserem Notfallchat erschien: „Tote Katze in Gebüsch in Friolzheim. Dagmar ist vor Ort.“ dazu ein Bild mit einem Holzzaun, worüber offenbar ein Katzenschwanz hing….

Oha - und was hing auf der anderen Seite des Zaunes??? Hatte jemand eine Katze sooo abgelegt?????

Die Melderin hatte am Telefon lediglich gesagt, es hänge etwas Puschliges aus der Tujahecke heraus… Dagmar wohnte nur 5 Minuten vom Meldeort und übernahm diesen Einsatz. Schon von weitem sah sie das beschriebene Etwas und ihr wurde mulmig…. Das Fell war länger…. war es eine Rassekatze? Vorsichtig stupfte Dagmar das Puschelding an - es war ziemlich steif und nichts rührte sich.

Dagmar klingelte an dem Haus um von der anderen Seite in den Garten zu gelangen, doch es war niemand da. Vorsichtig machte sie dann von der Strassenseite die Hecke auseinander und musste feststellen, dass an dem kuschligen „Schwanz“ kein Körper dran war. Dagmar schossen Bilder von Tierquälern durch den Kopf… Vorsichtig zog sie an dem Puscheldingens, welches dann runterfiel.

Während ihrer Arbeit vor Ort wurde Dagmar sehr kritisch von den Spaziergängern  und vorbeifahrenden Menschen beäugt… Vermutlich sah es so aus, als wolle sie auf dem Grundstück einsteigen…. Bei der Begutachtung des felligen Teiles stellte Dagmar fest, dass es sich hier um einen alten Fellkragen eines Wintermantels handelte…. Erleichterung - besonders als sie den Flammentest machte und es sich als Kunstpelz herausstellte, der allerdings verblüffend echt wirkte…. Zumindest musste hier kein Tier für die Pelzindustrie leiden.

Wollt auch Ihr wissen, wie man echten Pelz von Kunstpelz unterscheidet, dann schaut hier nach:
https://www.hotelzurpost.info/blog/kunstfell-und-echtpelz-wie-sie-den-unterschied-erkennen/




Samstag, 17.04.2021 |

Nr. 192/2021

Samstag, 13.30h - im Notfallchat wurde ein kleiner, tataktiver Igel mit Hungerknick gemeldet - Teammitglied Lisa aus Besigheim übernahm den Einsatz quasi als „Heimspiel“.

Vor Ort wurde sie erwartet. Die Melderin hatte selber einen kleinen Hund und war sehr tierlieb - sie hatte den kleinen Stachelmann in einem Karton gesetzt - mit einer weichen Unterlage, dazu etwas Futter. Der Igel hatte ziemlich verklebte Augen und war auch ganz geschwächt. Die Melderin erzählte Lisa, dass die Igel jedes Jahr unter der Terrasse sind und vor Ort auch gefüttert werden. Dieser kleine Kerl allerdings machte ihr etwas Sorgen und sie war sehr froh, dass sich nun fachmännisch um ihn gekümmert wird.

Und sie gab eine Dose des Futters mit, damit man im Tierheim auch gleich weiss, WAS gegeben wurde und die richtige Therapie starten könne - rührend welche Gedanken sie sich machte. Der Melderin lag sehr viel an dem Igel, denn sie berichtete Lisa, dass sie sich am Montag erkundigen möchte, wie es ihm geht.

Lisa wickelte den Stachelkerl noch in ein Handtuch, ehe sie ihn in die Transportbox setzte. Sie verabschiedete sich von der Melderin, welche sich mit einer großzügigen Spende an unseren Verein für die schnelle Hilfe bedankte. Lisa kam nach 20 Minuten am Tierheim an, wo der kleine Igel nun gepäppelt wird.

Herzlichen Dank nochmals an die Melderin für die Spende und alles Gute dem kleinen Stacheltier - komm wieder auf die Füßchen!




Freitag, 16.04.2021 |

Nr. 188+189/2021

Aus eins mach zwei
Ein Doppel-Einsatzbericht von Nela Mauermann

Am Freitag Vormittag hatten wir bereits schon 2 Einsätze - leider beides tote Fellnasen… Als dann gegen 13.30 Uhr im Notfallchat die Meldung kam: „angefahrener Erpel am Kreisverkehr Bissingen“ reagierte ich unverzüglich - hier konnte dem Tier möglicherweise noch geholfen werden!

Keine zehn Minuten später war ich vor Ort. Leider war die Melderin weitergefahren und ich wusste nicht, wo genau ich das Tier suchen sollte.
Zunächst suchte ich im hohen Gras des Kreisverkehrs - ohne Erfolg. Ich schaute mich um - es war ein weitläufiges Gebiet - wenn sich das Tier hier in ein Gebüsch verzogen hatte, dürfte es ein Glücksfall sein, es zu finden. Ich rief „Tier-Engel unterwegs-Gründerin“ Marion an und bat um Kontaktaufnahme zur Melderin, so dass wir den Suchradius eingrenzen konnten - leider konnten wir die Melderin nicht erreichen.

Also kletterte ich zunächst in den kleinen Bachlauf, um in der Unterführung nachzusehen - doch auch hier befand sich kein Tier. Dann begann ich den Suchradius zu vergrößern, schaute unter parkende Autos, lief weiträumig den Bachlauf ab - leider ohne Ergebnis. Und auch die Melderin reagierte nicht - vermutlich war sie auf Arbeit….

Ich blieb in Kontakt mit Marion, als diese mich gegen 14.20 Uhr anrief. Eine Taube mit nur einem Flügel war in Bietigheim auf dem OBI-Parkplatz am Eingang gemeldet worden. Das Tier sei munter, hüpfe herum und blutig sei auch nichts. Ob ich da mal schauen kann.

Nachdem ich fast 45min. nach dem angefahrenen Erpel leider ergebnislos suchte, brach ich den Einsatz ab. Ein mulmiges Gefühl blieb, während ich zum OBI fuhr. Wenn das Tier jetzt irgendwo lag und Schmerzen hatte - ich mochte gar nicht weiter darüber nachdenken….. Was konnte ich noch tun?????

Mittlerweile war ich beim OBI angekommen - das Tier. sei am Beginn der Einfahrt zum Haupteingang. Theoretisch vielleicht, denn praktisch war weder Melderin noch eine Taube vor Ort. Erneut rief ich Marion an, diese gab mir Bescheid, dass die Melderin um die Ecke wohne und zu mir kommen würde. Okay - solange suchte ich beim OBI auch zwischen den Blumenrabatten und Regalen am Eingang, weitete meine Suche auf den Parkplatz aus, schaute in abgesperrte Zonen - keine Taube zu sehen.

Mein Blick suchte die Dächer ab und tatsächlich sah ich 2 Tauben obenauf sitzen. Aus der Entfernung konnte ich nichts sehen und unwahrscheinlich, dass die Einflügelige dort hochgelangt ist. An der Seite war eine Wendeltreppe, die ich hochlief, so dass ich näher an den Tieren war. Wirklich erkennen konnte ich nicht, wie der Zustand der beiden war, denn sie lagen gemütlich.

Kurz darauf erblickte ich dann doch Nummer 3 - irgendwas stand da vom Körper weg - war es das gesuchte Tier? Doch Nummer 3 begann sich zu putzen und dabei sah ich, dass sie noch beide Flügel hatte - es war lediglich ein Federchen, was abstand. Nach 30 Minuten, an denen auch die Melderin nicht aufgetaucht ist, brach ich diesen Einsatz ab. Ich informierte Marion und diese sagte mir, dass die Melderin des Erpels geantwortet hat. Ich bekam nochmals eine detaillierte Beschreibung und erfuhr, dass das Tier wohl mit hängendem Flügel und Köpfchen im Gras gesessen sei. Also beschloß ich, erneut zum Kreisverkehr nach Bissingen zu fahren - evtl. fand ich jetzt das Tier und konnte helfen….

Doch leider war trotz erneutem längerem Suchen kein verletztes Tier zu sehen - auch hatte ich keine weiteren Enten vor Ort ausmachen können…. So hoffte ich, dass das Tier evtl. „nur“ ein Anflugtrauma hatte, sich erholte und wegfliegen konnte bzw. dass evtl. jemand das Tier fand und sich darum gekümmert hatte….

Mit keinem guten Gefühl fuhr ich heim, solche Einsätze hängen noch lange nach, ich frage mich immer, ob ich nichts übersehen habe, alles gemacht und an alles gedacht habe, um das Tier zu finden…. Zuhause kuschelte ich deshalb zunächst ausgiebig mit meinen Fellnasen, die meine Stimmungen sehr sensibel aufnehmen und mich wundervoll trösten……




Freitag, 16.04.2021 |

Nr. 186/2021

Es war am Freitag, als um 7.40h im Notfallchat die Meldung kam: „Tote Katze in Bietigheim-Bissingen vorm Bäcker Keil in der Schillerstraße, liegt jetzt in einem Karton“

Teammitglied Caro schaute auf die Uhr, 8 Uhr war Dienstbeginn im Homeoffice…. Sie wohnte gleich um die Ecke der Bäckerei - sofort gab sie Bescheid, dass sie den Einsatz übernimmt und holte die Fellnase unverzüglich zu sich. Als sie mit dem Chiplesegerät dann einen Chip feststellte, war Caro erleichtert. Würde diesmal eine Registrierung und die aktuellen Daten bei TASSO hinterlegt sein?

Teammitglied Marion rief dann bei TASSO an und tatsächlich - zum ersten Mal bei einem Einsatz von Caro „passte“ alles und die Besitzer wurden über TASSO verständigt….. Da die Fellnase einfach so in einem Karton lag, wickelte Caro sie zuerst in eine Einmalunterlage, denn die Samtpfote schied Körperflüssigkeiten aus. Anschließend schlug Caro sie behutsam in ein Handtuch.

Die Katze erinnerte Caro sehr an ihre eigene…. ebenfalls eine Schildpatt - dementsprechend schwer fiel Caro alles… Die Besitzer meldeten sich bei Caro und holten ihre leblose Fellnase nach Hause - sie wussten nicht, was zu tun sei und Caro hat sie über die verschiedenen Möglichkeiten für die letzte Reise aufgeklärt. Da die Familie unschlüssig war, bot Caro an, dass sie sich gern bei weiteren Fragen bei uns melden können und legte noch einen Flyer von uns dazu. Tieftraurig verabschiedeten sie sich…

Die Familie wohnte direkt hinter der Bäckerei, wo die kleine Maus gefunden wurde - also quasi vor der Haustür wurde sie aus dem Leben gerissen….. Gerade einmal 2 Jahre durfte die Samtpfote werden….

Gute Reise kleiner Schatz und deinen Besitzern wünschen wir viel Kraft, diesen schrecklichen Verlust zu bewältigen.




Mittwoch, 14.04.2021 |

Nr. 184/2021

Ab in die Freiheit….und das sehr zögerlich....
Ein Bericht von Nela Mauerma
nn

Nachdem am Ostersonntag der Bauer vom Waldhof wieder einen Streuner sicherte, mehr dazu lest Ihr hier:

https://www.facebook.com/Tierengelunterwegs/posts/458119405613585

…konnte der Kater nach der Kastration und Kennzeichnung aus dem Tierheim Ludwigsburg abgeholt werden. Niemand hatte ihn als vermisst gemeldet oder nach ihm gefragt… Da er sehr wild war, war es in diesem Fall auch nicht möglich, ihn an Menschen zu gewöhnen um ihn zu vermitteln, so dass er wieder an seinen Ursprungsort gebracht werden sollte. Diesen Einsatz übernahm ich und war am Mittwoch gegen 14 Uhr am Tierheim. Ich gab meine Transportbox ab und wartete… und wartete… Irgendwie dachte ich mir schon, dass der kleine Wildfang wohl nicht umgesetzt werden wollte und genauso war es dann auch. So nahm ich das Katerchen in der Box vom Tierheim mit. Da wir sehr oft dort sind, war eine schnelle Rückgabe kein Problem.

Verängstigt lag die Fellnase in der Box - ich sicherte diese in meinem Auto, legte eine Decke darüber und fuhr Richtung Waldhof. Während der Fahrt änderte der Kater seine Position - von ängstlich in die Ecke gedrückt zu entspannt auf der Seite liegend - genoss er gar die Autofahrt??????

Am Entlassungsort angekommen, suchte ich mir einen Platz im Schutz einer Scheune. Dort stellte ich die Box ab und öffnete das Gitter. Dann zog ich mich zurück. und wartete…. und wartete….. Nichts passierte…. Vorsichtig näherte ich mich der Box wieder - die Fellnase lag entspannt im hinteren Teil der Box… auch vorsichtiges Stupfen half nichts - er wollte nicht raus. Behutsam nahm ich die Box, um ihn nach vorn „auszuschütten“… das einzige was herauskam, war die Decke auf der er lag… er selber blieb weiter im hinteren Teil der Box…

Also irgendwie wollte er gar nicht mehr raus… nächster Versuch: Ich öffnete den Deckel und zog mich wieder zurück - auch hier blieb die Fellnase in der halben Box und beobachtete von dort die Gegend. Und wieder wartete ich hinter meinem Auto… und wartete…. Nichts.

Als ich nach zehn Minuten erneut langsam auf ihn zuging, preschte er plötzlich heraus und lief vorsichtig um die Scheune, geduckt im hohen Gras, um dann später hochgehobenen Hauptes und Schwanzes über die Felder hinweg zu entschwinden.

Ich deponierte noch etwas Futter an der Scheune - die Versorgung wird weiter vor Ort erfolgen und machte mich dann wieder auf den Heimweg.




Mittwoch, 14.04.2021 |

Nr. 183/2021

Kleine Lilly…. kaum hatte dein Leben begonnen und schon bist du ein Fellnasen-Engel…

Es war Mittwoch, 10 Uhr, als im Notfallchat eine tote Katze in Ludwigsburg-Ossweil gemeldet wurde. Das Tier liege hinter dem Haus, beigefügt war die Adresse. Da Tier-Engel unterwegs-Gründerin Marion demnächst sowieso nach Ossweil musste, übernahm sie diesen Einsatz. Marion bat die Melderin, dass Tier abzudecken bis sie eintreffen würde, was dann gegen 11.30 Uhr war.

Vor Ort angekommen wurde Marion von der Melderin schon erwartet und in eine Garage geführt. Die Melderin war ziemlich berührt von der traurigen Situation und sehr froh, dass wir gekommen sind… Vermutlich wurde die Fellnase, die schon steif war, in den frühen Morgenstunden von einem Auto erwischt und hat sich dann noch die 5m von der Strasse in den Hof geschleppt….

Mit dem Chiplesegerät fuhr Marion vorsichtig über das tote Bündelchen und es ertönte der immer so sehr erhoffte Signalton - ein Chip! Marion rief bei TASSO an, dort war die Fellnase auch registriert! Optimal!!! Hoffentlich stimmten alle Daten noch…..

Es handelte sich um das Katzenmädchen Lilly und TASSO informierte die Besitzer. Behutsam nahm Marion die kleine Lilly auf und wickelte sie in ein Handtuch. Marion wünschte Lilly eine gute Reise und kämpfte selber mit ihren Emotionen - sie erkannte gleich, dass Lilly noch recht jung war…. Am Auto sprach Marion noch mit der Melderin, als plötzlich das Handy klingelte und Lillys Besitzerin dran war. Diese wohnte nur eine Querstrasse weiter und war völlig geschockt. Sie war überfordert, es sei ihre erste Fellnase und sie wisse gar nicht, was nun zu tun sei.

Marion sprach behutsam die verschiedenen Möglichkeiten an, die für Lilly nun in Frage kommen könnten - sei es Beerdigen im eigenen Garten (sofern vorhanden) mit der Mindesttiefe von 80cm, Lilly könne auch zu einem Tierbestatter und die Asche bekommen sie zurück… Die Dame wusste nichts mehr, wollte die Entscheidung nicht allein treffen und dies mit der Familie besprechen.

Marion sagte, dies sei völlig in Ordnung und Lillys Besitzerin wollte wissen, wie lange sie denn  anrufen könne. Marion sagte, unser Notfalltelefon ist 24/7 besetzt und sie könne sich jederzeit melden. Erleichterung war am anderen Ende der Leitung zu hören. Marion bedankte sich nochmals sehr bei der Melderin für ihre umsichtige Handlungsweise und nahm Lilly mit.

Nach ca. 1 Stunde meldete sich Lillys Besitzerin wieder. Sie möchten sie nach Hause holen… wann sie kommen darf. Da Marion noch in Ossweil bei ihrem Termin war, entschied sich Lillys Familie, dorthin zufahren und ihre kleine Samtpfote abzuholen. Die Situation war für alle sehr sehr schlimm. Die Tochter stand Marion gegenüber und konnte nicht mehr aufhören zu weinen - sie liefen zu Marions Auto und auch Marion forderte dieser Einsatz emotional wieder einmal alles ab…. Während der Sohn gefasst wirkte, weinte die Tochter herzzerreissend und auch die Mama kämpfte mit den Tränen…. Vorsichtig legte Marion die kleine Lilly in die Arme der Tochter, die trotz ihres Schmerzes darauf bestand, Lilly zu halten… Und dies war der Moment, wo auch Marion ihre Tränen nicht mehr zurück halten konnte…. Für Sekunden übermannte diese ganze traurige Situation auch die im Umgang mit verstorbenen Tieren und deren Besitzern sehr erfahrene „Tier-Engel unterwegs“-Gründerin Marion…

Die Familie bedankte sich, um dann tieftraurig mit ihrer kleinen leblosen Lilly nach Hause zu gehen - Marion brauchte eine Weile, um sich wieder zu fassen…. Lilly war noch kein Jahr alt und war kurz vor ihrem Zuhause ums Leben gekommen…

Gute Reise über die Regenbogenbrücke kleine Lilly…




Dienstag, 13.04.2021 |

Nr. 182/2021

Dienstag, 23.20h - in einem Studentenwohnheim wurde von einem Ludwigsburger Sicherheitsdienst eine Taube in Eglosheim auf einem „Zwischenbalkon“ entdeckt und gemeldet. Zunächst rief der Herr beim Tierheim Ludwigsburg an, und diese verwiesen weiter an uns. Der Melder sagte, offenbar gehe es dem Tier nicht gut - es sitze aufgeplustert da und mache keine Anstalten, wegzufliegen. außerdem liege schon vermehrt Kot dort. Quasi alle Teammitglieder waren schon im Bett - so auch Tier-Engel unterwegs-Gründerin Marion…. Und diese zog sich wieder an, um dem Täubchen zu Hilfe zu eilen….

Marion wurde schon erwartet und zu dem Tierchen begleitet. Der Melder war sehr besorgt und fuhr mit Marion im Aufzug etwas höher, um dann von oben zum „Zwischenbalkon“ zu gelangen. Wenn man von unten kommt und die Tür aufmacht, würde sich die Taube so sehr erschrecken, wenn man von oben kommt, geht die Tür von der anderen Seite auf und es sei nicht so schlimm für die kleine Taube. Wie rührend und fürsorglich für ein anderes Lebewesen….. Gerade bei Tauben kennen wir das leider nur zu oft anders….

Marion sah das völlig aufgeplusterte und komplett in die Ecke gedrückte Tier, dieses ließ sich ohne Widerstand aufheben und in die Transportbox setzen. Der Melder bedankte sich erleichtert, dass wir um diese Zeit noch gekommen sind - Marion verabschiedete sich und fuhr mit der Taube direkt ins Tierheim Ludwigsburg. Tierheimleiterin Ursel Gericke nahm das Tier um Mitternacht persönlich an und Marion fuhr quasi direkt heim in Ihr Bett, wo sie mit einem gutem Gefühl einschlief, weil die kranke Taube nicht noch in der kalten Nacht ausharren musste…

Danke an den fürsorglichen Melder und wieder einmal Danke an das Tierheim für die großartige Zusammenarbeit zum Wohle der Tiere….




Montag, 12.04.2021 |

Nr. 179/2021

Am Montag Nachmittag gegen 14.30 Uhr wurden wir von unserem Kooperationspartner, dem Tierheim Ludwigsburg, gebeten, einen in der Tierklinik befindlichen Bussard abzuholen und ins Tierheim zu bringen.

Teammitglied Dagmar D. hatte Besuch erwartet, dieser jedoch krankheitsbedingt abgesagt. Insofern hatte sie die Wahl zwischen „Nichtstun“ oder „Steuererklärung vorbereiten“. Nichtstun ist nicht so ihr Ding, und der Einsatz kam Dagmar ganz recht, um die Steuererklärung noch etwas zu verschieben.

Einen Bussard aus der Tierklinik abholen und ins Tierheim bringen war easy… Theoretisch….
Denn als Dagmar an der Tierklinik in Ludwigsburg ankam, war man dort überrascht - es war nichts von einem Bussard bekannt. Nach zwei Telefonaten war klar: Das Tier war in der Tierklinik Leutenbach!!! Und das liegt im Rems-Murr-Kreis, ca. 16km von der Tierklinik Ludwigsburg entfernt.

Dagmar setzte sich wieder ins Auto und fuhr nach Leutenbach in die Tierklinik. Dort war man sehr nett und Dagmar beim „Einpacken“ des Bussards behilflich. Und dann ging es direkt ins Tierheim nach Ludwigsburg. Dort wurde der wunderschöne Greifvogel von Tierheimleiterin Ursel Gericke persönlich in Empfang genommen. Und ein gereichtes Stück Fleisch wurde dankbar von dem bildhübschen Kerl verschlungen.Es handelt sich um einen einjährigen Jungvogel, der völlig abgemagert ist - vermutlich hatte er nicht genug Beute jagen können….

Dagmar war sehr angetan von diesem Einsatz. Auch wenn der mehr als 2,5 Stunden dauerte…. Greifvögel findet sie faszinierend und nicht täglich hat sie die Möglichkeit, diesen eleganten Tieren so nah zu kommen. Dass sie solch stolzem Wesen nun helfen konnte, ließ sie glücklich auf der Heimfahrt lächeln… Der Greif wird nun gepäppelt, bis er stark genug ist, um dann wieder in die Freiheit entlassen zu werden.  

Alles Gute dem wunderschönen Tier und vielen Dank an alle Beteiligten!