Tier-Engel unterwegs e.V.

Die Tiernothilfe im Kreis Ludwigsburg & Umgebung

Unsere Einsätze

Hier finden Sie unsere aktuellen Einsatzberichte.

Im Jahr 2020 hatten wir 475 Einsätze.

In 2021 sind  1.130 Einsätze in unserer Statistik aufgeführt.

Bis Mitte Mai 2022 sind schon wieder über 300 EInsätze gefahren worden - wir kommen mit der Berichterstettung kaum hinterher....

Falls auch Sie einmal ein Tier in einer Notlage auffinden oder eine Totfundmeldung abgeben möchten - ein Anruf auf unserem Notfalltelefon genügt und wir sind zur Stelle: 0178-9313 465



Dienstag, 15.02.2022 |
Nr. 83/2022

Von einem Ehrenamt zum nächsten Ehrenamt

Es war am Dienstag Abend, Teammitglied Caro hatte heute früh Feierabend gemacht, musste aber noch zum THW und dort ein paar Dinge regeln. Anschließend war sie noch einkaufen und bei der Rückkehr fand Caro zum Glück direkt am Tiefgarageneingang einen Parkplatz.

Normalerweise schaut sie nicht mehr in die Tiefgarage, denn da steht im Winter ihr Oldtimer und das Motorrad auf dem Stellplatz. Heute war etwas anders:

Als Caro um ihr Auto herum lief, schaute sie mehr zufällig in die Tiefgarage hinein. Direkt unter der hellen Neonröhre sah sie einen ihr bekannten Kater sitzen - Caro schätzt, dass es eine russisch-blau ist. Die Fellnase läuft immer in der Gegend herum, drückt sich nah an die Häuserwände und beim Überqueren der Straße schaut das Tier auch immer genau, ob Autos kommen. Bei Fremden verhält sich das Tier sehr scheu - also von dem her alles gut.

Allerdings fiel Caro auf, dass die Fellnase von selber nicht mehr aus der Garage herauskam, denn diese war mit einem schmalen Gitter geschützt. Vermutlich gelang es der Samtpfote bei offenem Garagentor hineinzuschlüpfen, um dann den Ausgang zu verpassen, bevor das Garagentor wieder zuging.

Caro lief in die Tiefgarage und die Fellnase versteckte sich unter dem ersten Auto. Caro bediente ein paarmal das Garagentor, doch die Fellnase lief von alleine nicht raus. Anschließend lief Caro ein paarmal um das Auto ,unter welchem die Fellnase saß, herum - doch diese rührte sich nicht.

Caro forderte im Team Unterstützung an, da ihr bewusst war, dass sie allein die Fellnase nicht rausbekommen würde und sie wollte diese auch nicht noch weiter in die Tiefgarage abdrängen. „Tier-Engel unterwegs“ Gründerin Marion und Teammitglied Sandra, welche sich zufällig bei Marion befand, sicherten sofortige Hilfe zu und keine 5 Minuten später waren sie bei Caro an der Tiefgarage.

Während Caro schaute, dass das Garagentor offenblieb, schnitt Sandra der Fellnase den Fluchtweg ab. Marion dagegen arbeitete mit einem Kescher unter dem Auto. Die Fellnase rannte nicht wie ursprünglich befürchtet, ziellos unter dem Auto hervor, sondern lief zügig - sich wie sonst auch immer an die Wand drückend - aus der Garage heraus.




Dienstag, 15.02.2022 |
Nr. 82/2022

Teammitglied Sandra las kurz vor ihrer Mittagspause die Meldung in unserem Notfallchat, dass eine ungesicherte verletzte Taube in Bönnigheim ist. Auf dem Bild sah man blutiges Federkleid und ein kleines Türkentäubchen – was war ihm wohl widerfahren?

Sandra musste erst von Ludwigsburg heimfahren nach Bönnigheim. Und sah dann erst zu Hause, dass der Standort Besigheim war. So machte sich Sandra mit ihrer Notfallausrüstung dann zur Melderin auf den Weg.

Sandra stand vor einem Mehrfamilienhaus.  Man hatte sie bereits gesehen und geleitete Sandra in den Garten, wo das Täubchen bereits mit einem Wäschekorb, über den ein Handtuch gelegt war, gesichert war. Sandra bedankte sich bei der Melderin für die Unterstützung.

Beim Hochheben des Handtuches flatterte das verletzte Täubchen stark, so dass Sandra sich beeilte, das Tier schnellstmöglich ins Auto zu bringen, es in die Softbox umzusetzen und ohne sich weiter um die Verletzungen zu kümmern, auf den schnellsten Weg ins Tierheim nach Ludwigsburg machte.

Die Taube sah nicht gut aus - der Kopf war nach hinten überstreckt, eine Zecke auf dem Kopf und eine offene Wunde am Flügel. Trotz der Verletzungen flatterte das Tier in der Softbox stark hin- und her und fiel erschöpft immer wieder auf die Seite….

Im Tierheim abgegeben hieß es nach der Untersuchung, dass das Tier vermutlich eine heftige Kollision mit etwas Unbekannten hatte, eine offene Wunde am Flügel und ein Schädel-Hirn-Trauma. Eine vorsichtige Prognose war, dass das Täubchen es trotz den Verletzungen doch schaffen könnte – wir hoffen das Beste für Dich, kleines Täubchen!




Montag, 14.02.2022 |
Nr. 81/2022

Am Nachmittag des 14.02.2022 rief eine Dame auf dem Notfalltelefon an und be-richtete, dass auf ihrem Balkon in Ludwigsburg-Eglosheim eine weiße Taube sei, die auch recht zahm erschien und sich in unmittelbarer Nähe zu ihrem Balkon eine zweite weiße Taube aufhalten würde.

„Tier-Engel unterwegs“-Gründerin Marion vermutete sofort, dass es sich um sogenannte „Hochzeitstauben“ handelte (der Tag 12.02.2022 an dem viele Hochzeiten stattgefunden hatten, war gerade erst vergangen). Leider wird dieser unsägliche Brauch, Tauben als Glückssymbol fliegen zu lassen, zu deren Schicksalstag. 😢Oft finden sie nicht zu ihrem Taubenschlag zurück oder werden von vornherein nur zu diesem einen Zweck gezüchtet und dann einfach ihrem Schicksal überlassen.

Marion bat die Melderin darum, ein Foto zu übersenden und die Adresse zu übermitteln. Kurz darauf meldete sich diese wieder. Die Taube war leider beim fotografieren davon geflogen. Am darauffolgenden Spätnachmittag meldete sich die Dame erneut und berichtete, dass nun beide Tauben auf dem Geländer des heimischen Balkons sitzen würden und bat um Abholung.

Ein Einfangversuch würde mit Sicherheit scheitern, da die Tauben mobil waren und davonfliegen würden. Marion schlug der Melderin deshalb vor, einen Käfig mit Futter auf dem Balkon zu platzieren - eventuell konnte man so beide Täubchen si-chern. Die Melderin stimmte diesem Unterfangen zu und so fuhr Marion zur angege
benen Adresse. Zuvor wurde ein entsprechender Käfig von einem Teammitglied in Besigheim abgeholt. Vor Ort angekommen überlegte Marion noch kurzzeitig, ob doch ein Einfangversuch mit Kescher gewagt werden sollte. Das Taubenpärchen hatte sich mittlerweile wegen des windigen Wetters in den Schutz der Balkon-mauer gesetzt. Da die Tauben jedoch nach vorne wegfliegen würden, hätte man sie damit vermutlich nur vertrieben, weshalb zu diesem Zeitpunkt davon abgesehen wurde.

Am nächsten Morgen schrieb die Melderin Marion an. Gegen halb sieben saß eine der Tauben ganz verschüchtert vor dem Hauseingang. Die zweite Taube war verschwunden. Gemeinsam mit ihrem Nachbarn sicherte die Melderin die Taube und setzte sie in den vorbereiteten Käfig. Es wurde den Tag über noch abgewartet, ob sich das Partnertier wieder zu ihr gesellen würde, was aber leider nicht der Fall war.

Mit dem Tierheim Ludwigsburg wurde wegen der Aufnahme des Tieres Kontakt aufgenommen - die Taube sollte am nächsten Tag dorthin gebracht werden. Marion holte die Taube bei der Melderin ab und richtete ihr als vorübergehende Bleibe eine Softbox mit Ästen, Futter und Wasser her. Am nächsten Tag verbrachte sie das Täubchen in das Tierheim. Leider blieb die zweite weiße Taube verschwunden.

V
ielen Dank an die aufmerksame Melderin und deren Mithilfe. Dem Täubchen wünschen wir alles Gute.

Ein dringender Appell an alle Heiratswilligen und deren Hochzeitsgäste: Bitte lasst es sein und unterstützt diesen Brauch nicht weiter – es bedeutet Tierleid für die Tauben!!!

Die Stadt Bietigheim-Bissigen geht mit gutem Beispiel voran:
https://www.bietigheimerzeitung.de/inhalt.hochzeitsbrauch... Wir vom Verein „Tier-Engel unterwegs e.V.“ sind der Meinung: dieses Verbot sollte zum Schutz der Tauben deutschlandweit durchgesetzt werden.

Ein weiterer interessanter Link zu diesem Thema:
https://amp.focus.de/.../romantischer-brauch-der-tiere...





Samstag, 12.02.2022 |
Nr. 78/2022

Es war Samstag zum Spätnachmittag, ca. 16.30h, als auf unserem Notfalltelefon ein verletzter Falke in Kornwestheim gemeldet wurde. Der Melder befindet sich in einer Gartenanlage an der Bahnstrecke und der Vogel konnte leider noch nicht gesichert werden.

Teammitglied Tanja – noch neu in unserem aktiven Helferteam -  übernahm diesen Einsatz. Vor Ort angekommen war es dem Melder nun doch gelungen, den Greifvogel zu sichern. Es war ein Bussard, der sich nicht mehr bewegte und sich anstandslos in die Transportbox setzen ließ. Auf direktem Weg ging es ins Tierheim, wo Tanja schon erwartet wurde.

Nach einer kurzen Begutachtung hatte man die Vermutung, dass der Jungvogel an die Oberleitung der S-Bahn geraten war, da er auch in den Beinen keine Bewegung mehr zeigte. Man würde das Tier noch etwas beobachten, um dann weiter zu entscheiden, hieß es zu Tanja. Sollte sich der Verdacht bestätigen, wird es mit ziemlicher Sicherheit leider keine Rettung mehr für das schöne Tier geben.

Leider bestätigte sich die Anfangsdiagnose und der bildhübsche Greifvogel flog über die Regenbogenbrücke.... 🖤🌈🦅
Lieben Dank deshalb an die Melder und wieder einmal an das Tierheim Ludwigsburg, welches für uns immer und jederzeit als kompetenter Ansprechpartner zur Seite steht! Tierschutz funktioniert am besten gemeinsam!




Donnerstag, 10.02.2022 |
Nr. 72/2022

Es war Donnerstag gegen 13.15 Uhr.
Gemeldet wurde uns ein verletztes Eichhörnchen auf der 70er Strecke von Ludwigsburg nach Kornwestheim. Eine genauere Angabe oder gar einen Standpunkt hatten wir zu diesem Zeitpunkt leider nicht…

Neu-Teammitglied Vicky arbeitet an einer Schule in Ludwigsburg. Anstatt nach Hause zu fahren machte sie sich auf den Weg zur angegebenen Sichtungs-Adresse. Dort angekommen lief sie die Ludwigsburger Straße mehrfach auf beiden Seiten auf und ab. Und zwar DIE GANZE Ludwigsburger Straße von Ludwigsburg bis nach Kornwestheim. Sie lief, da es hieß, es sei ein verletztes Tier….. Vom Auto aus hätte sie das Tier vermutlich übersehen…. Die Melderin rief später nochmals an um mitzuteilen, dass das Tier bei der Abfahrt Wüstenrot liegen würde.

Da hatte Vicky vor der Einfahrt Kornwestheim das Tier auf der Straße am Fahrbahnrand bereits gefunden. Nachdem sie es behutsam hochnahm, zeigte sich leider schnell, daß das kleine Wesen bereits die Seiten gewechselt hatte. Vorsichtig legte Vicky das kleine Hörnchen für seine letzte Reise auf ein Laubbett unter einen großen Baum.

Mach es gut kleines Eichhörnchen 🐿️❤️🌈
Liebe Autofahrer, seit umsichtig mit der Natur und gebt acht auf alles was die Straße quert. Vielen lieben Dank!




Mittwoch, 09.02.2022 |
Nr. 69/2022

Es war Mittwoch Abend, 21:30 Uhr ging in unserem Notfallchat die Meldung über eine verletze Taube ein. Diese befinde sich auf einem Balkon in Gerlingen und kann nicht mehr fliegen.

Teammitglied Dagmar gab Bescheid, daß sie den Einsatz in Kürze übernimmt. Rasch baute sie noch ein Handtuchnest für das Tier. Ein Handtuchnest ist ein bequemer Ring, in dem die Taube gut sitzen kann und beim Transport mehr Halt hat. Samt Softbox machte sich Dagmar dann auf den Weg. Von der Melderin wurde sie bereits erwartet.

Diese hatte die Taube bereits in einem Karton gesichert und berichtete, daß dass Tier sehr heftig mit den Flügel geschlagen hätte, doch nicht weggekommen sei. Vorsichtig öffnete Dagmar den Karton, um das geschwächte Täubchen behutsam umzusetzen. Leider war es in keinem guten Zustand, denn es hielt seinen Kopf ganz schief und war - der für das Tier unbekannten Situation geschuldet - verständlicherweise auch sehr aufgeregt.

Dagmar bedankte sich bei der Melderin für‘s Bescheid geben und machte sich schnell auf den Weg ins Tierheim nach Ludwigsburg. Dort angekommen übernahm Tierheimleiterin Ursel Gericke persönlich. Leider war auch die von ihr gestellte Prognose nicht gut. Vermutlich würde das Täubchen es nicht schaffen…. Zumindest durfte sie dann ohne langes Leiden und Schmerzen gehen - ein kleiner Trost für Dagmar, dass sie durch ihren Einsatz dem Tier langes Leiden ersparen konnte….

Guten Flug über die Regenbogenbrücke!




Montag, 07.02.2022 |
Nr. 66/2022

 11.30 Uhr am Montag rief uns eine besorgte Dame aus Ludwigsburg an: eine schwache, ältere Katze sei bei ihr, das Tier ist apathisch. Sie habe die Fellnase von der Straße gesichert, da sie Angst hatte, es würde überfahren und aufgrund des Zustandes hätte das Tier nicht mehr wegrennen können….

Teammitglied Sandra hatte ihren freien Tag und saß mit ihrem Freund bei einem verspäteten Frühstück. Da hier ein Notfall vorlag, ließen die beiden alles stehen und übernahmen den Einsatz.
An der angegebenen Adresse angekommen stand schon die fürsorgliche Dame am Fenster. Die Katze saß in der Wohnung unter dem Esstisch und wirkte auf den ersten Blick sehr schwach und krank. Sie war offensichtlich schon sehr betagt und ziemlich wackelig auf den Beinen. Sehr dünn, kaum Muskulatur struppiges Fell und halb abwesend. Die Melderin sagte, der Senior habe gut getrunken und ihr auch in die Wohnung gemacht (worüber die Dame eher erleichtert als erbost war).

Die Melderin war immens besorgt um das Tier und auch Sandra war froh, dass es in diesem Zustand noch rechtzeitig von der gefährlichen Straße weggeholt wurde. Zwischenzeitlich wurde aufgrund des kritischen Zustandes der Fellnase bereits ein Notfall-Termin beim Tierarzt unseres Vertrauens - Frau Hoffmann-Füsser - gemacht und unverzüglich fuhren Sandra und ihr Freund mit dem Tier dorthin.

In der Praxis angekommen, wurde die Fellnase sofort mit einer Infusion gestärkt und aufgrund der niedrigen Körpertemperatur mit einer Wärmedecke versorgt. Zusätzlich wurde versucht, die Tattoos in den Ohren abzulesen, doch diese waren leider sehr undeutlich. Zunächst erkannten sie dort nur eine Tätowierung in Ludwigsburg im Jahr 93 oder 96. Was schier nicht sein konnte - auf jeden Fall musste das Tier wirklich „steinalt“ sein. Die Tierärztin vermutete eine chronische Krankheit. Zum späteren Zeitpunkt wurde mit Hilfe von TASSO und den Tattoos durch die Praxis die Besitzer informiert.

Beruhigt dass sich jetzt um die Katze gekümmert wurde, wurde aus dem verspäteten Frühstück dann schon eher ein Mittagessen für Sandra und ihren Freund, aber für beide ging das Tierwohl vor! Danke an Euch dafür!

Leider hat es der betagte Senior nicht geschafft - er litt unter einer Niereninsuffizienz und wurde am nächsten Tag erlöst. Komm gut rüber kleiner Mann - und grüße die vielen anderen Fellnasen auf der anderen Seite der Regenbogenbrücke!




Sonntag, 06.02.2022 |
Nr. 65/2022

Am späten Sonntagnachmittag des 6. Februar ging in der Notfallgruppe die Meldung über einen verletzen Kormoran in der Nähe eines Möbelhauses in Ingersheim ein. Teammitglied Franziska übernahm mit ihrem stets hilfsbereiten Vater (einmal mehr ein herzliches DANKESCHÖN an ihn!) diesen Einsatz. „Bewaffnet“ mit zwei Keschern, Handschuhen und der Notfallbox beeilten die beiden sich, zur Einsatzstelle zu kommen, da es schon zu dämmern anfing. Vor Ort angekommen begegneten sie noch den Meldern, die dankenswerter Weise gewartet hatten und ihnen den Weg auf dem Gelände des Möbelhauses genauer schildern konnten. Ein 2m-breiter Weg zwischen einem Zaun und der Hallenwand führte von Dickicht überwachsen zum Auffindeort, der beschwerlich zu erreichen war.

Mittlerweile war es dunkel geworden und die mitgebrachten Stirnlampen kamen hilfreich zum Einsatz. Im Dickicht der angrenzenden Halle des Möbelhauses fanden Franziska und ihr Papa dann den Kormoran. Dieser war offensichtlich verletzt und machte einen sehr geschwächten Eindruck, so dass sie den Vogel ohne jede Gegenwehr aufnehmen und in die mitgebrachte Transportbox setzen konnten.

Auf dem Rückweg zum Auto begegneten sie nochmals den Meldern, die ihre Kinder dabei hatten. Sie waren froh über die rasche Hilfe der Tier-Engel unterwegs. Nachdem die Familie einen kurzen Blick auf den Kormoran geworfen hatte, beeilten sich Franzi und ihr Papa, das verletzte Tier in das Tierheim Ludwigsburg zu fahren. Auf der Anfahrt meldeten sie sich telefonisch an, so dass die Tierheimleiterin Ursel Gericke sie dort bereits erwartete.
Im Tierheim angekommen, wurde der Kormoran umgehend von ihr begutachtet und erstversorgt. Das Tier hatte eine alte schwere Verletzung unter einem seiner Flügel. Dieser stand unnatürlich und verdreht vom Körper des Tieres ab. Der arme Kerl musste starke Schmerzen haben. Es war leider zu diesem Zeitpunkt schon klar, dass man ihn gehen lassen musste und so wurde das schöne Tier von der Tierärztin des Tierheimes erlöst.
Trotz des traurigen Ausganges sind wir Tier-Engel unterwegs froh, dass der Kormoran seine letzte Nacht auf dieser Welt wenigstens geschützt und geborgen im Warmen verbringen durfte. Vielen Dank an die Melder, ohne deren aufmerksamen Blick und Hilfeersuchen der Kormoran sicher viel schwerer seinen letzten Weg gegangen wäre.

Fly free du armer Schatz - jetzt hast du keine Schmerzen mehr.




Sonntag, 06.02.2022 |
Nr. 64/2022

Polizei, ADAC, Feuerwehr - große Suchaktion & letztlich ein gutes Ende….
Am Sonntag, 6. Februar um die Mittagszeit wurden wir Tier-Engel unterwegs e.V. von der Polizei informiert, dass eine Katze im Motorraum eines Fahrzeuges feststecken würde. „Tier Engel unterwegs“-Gründerin Marion und Teammitglied Caro machten sich sofort auf den Weg zum Einsatzort nach Bietigheim. Eile war geboten.

Der Besitzer des PKW´s erwartete die beiden aufgeregt vor Ort. Sie verschafften sich einen ersten Überblick und ließen sich den Hergang schildern. Das Auto blieb nach kurzer Wegstrecke liegen - vermutet wurde eine Panne, weshalb der ADAC gerufen wurde. Nachdem die Motorhaube geöffnet wurde, wurde die Katze erst zu diesem Zeitpunkt vom PKW-Besitzer entdeckt. Offensichtlich war sie in den Motorraum geklettert und der PKW-Lenker war nichts ahnend losgefahren. Die Fellnase hätte sich keinen ungünstigeren Verweil-Ort suchen können….

Ganz unten im Motorraum konnte man das Tier durch die geöffnete Haube sehen. Nachdem Marion und Caro einige ihrer Kontakte erfolglos angerufen hatten, wurde die Feuerwehr Bietigheim hinzugezogen. Mittels Hebekissen sollte ein Rad angehoben und abmontiert werden, um so einen Zugang zu der Katze zu erlangen und sie aus ihrer misslichen Lage zu befreien. Um das PKW-Rad besser lösen zu können, wurde das Auto etwas „geschaukelt“ damit sich das Rad besser lösen konnte.

Diesen Moment benutzte die Fellnase um unten (so wie sie vermutlich hinein gekommen war) aus dem Wagen herauszukommen und in Panik reiß-aus zunehmen. Der Besitzer des PKW´s sah sie – offensichtlich verletzt – davon rennen. Trotz dass Caro zur Sicherung am Radkasten bereit stand, konnte die verletzte Katze flüchten. Blitzschnell reagierte Caro und lief hinterher - leider ergebnislos….Sofort wurde die umliegende Gegend gemeinsam mit der Feuerwehr abgesucht – leider erfolglos – die Katze blieb verschwunden.

Via Facebook wurde unverzüglich ein Informations-Such-Beitrag durch unser Teammitglied Nela erstellt.

https://www.facebook.com/Tierengelunterwegs/posts/647573833334807
Jeder der in der Gegend die verletzte Katze sichtet, sollte sich umgehend melden, damit dem Tier schnell geholfen werden konnte. Darauf hin kam die Reaktion einer Dame, dass die Fellnase in der Nähe einer Tiefgarage gesehen wurde und die Verletzungen offensichtlich waren.

Ein schlimmer Sonntag Nachmittag für die Tier-Engel-unterwegs Mitglieder Marion und Caro. Immer wieder fragten sie sich, was sie hätten anders machen können… Die Ungewissheit, was mit dem Tier ist, liess weder sie noch unsere anderen Teammitglieder los…. Jeder, der in der Nähe war oder Zeit hatte, wollte die Gegend weiterhin absuchen….. Marion fuhr am Montag Nachmittag nochmals dorthin, um die Gegend abzusuchen. Leider war die Fellnase nirgends aufgetaucht und uns werden auch keine Sichtungen mehr gemeldet.

Am Montag Abend dann meldete sich der Besitzer bei uns. Aufmerksam geworden durch unseren Post teilte er uns mit, dass am Sonntag Abend gegen 18.00 Uhr seine Tosja - so hiess das Katzenmädchen - von allein heimkam. Welch Glück, denn Tosja war schwer verletzt….. Sie wurde umgehend tierärztlich versorgt. Die Diagnose: Der Schwanz war abgerissen, ein Hinterlauf zertrümmert. Das Beinchen musste leider amputiert werden. Was musste das Samtpfötchen für Schmerzen erlitten haben?

Nach der ärztlichen Versorgung und stationärer Aufnahme durfte die Fellnase am Donnerstag wieder zu ihrer Familie zurück. Dort ist man unbeschreiblich glücklich, dass Tosja „Glück im Unglück“ hatte und sie lebt…..
Unser Dank geht an Marion und Caro und besonders auch an die Blaulichtorganisationen, die alle Kräfte gebündelt haben, um einem Tier in Not zu helfen. Chapeaux…..

Wir hoffen sehr, dass es der Fellnase bald wieder besser geht und sie mit ihrer Behinderung, die sie durch dieses Unglück davon getragen hat, mit der Zeit zurechtkommen wird. Bein und Schwanz weg ist eine Herausforderung - doch Katzen sind wunderbare, anpassungsfähige Wesen - und besonders hilft dabei die Liebe der Besitzer….

Wir wünschen Tosja und ihrer Familie von Herzen alles alles Liebe!




Samstag, 05.02.2022 |
Nr. 62/2022

Am Samstag Nachmittag rief ein Mann auf unserem Notfalltelefon an. Er teilte uns mit, dass er in seinem Garten einen kleinen Igel gefunden hatte.

Teammitglied Lizzy, welche momentan unser Notfalltelefon betreut, bat ihn, den kleinen Stachelpopo in einen Karton mit Zeitung, Futter (nach Anweisung) und Wasser zu tun und fragte, ob das Tier in irgendeiner Weise krank wirken würde oder er Verletzungen erkennen könne, was der Mann verneinte.

Lizzy vereinbarte mit ihm, dass sie nach ihrem wöchentlichen Großeinkauf vorbeikommen, den kleinen Stachler anschauen und mitnehmen würde. Bis es soweit war, meldete sich der fürsorgliche Mann nochmals bei Lizzy und teilte ihr mit, dass das kleine Kerlchen das ganze Futter recht schnell verputzt hatte.

Beim Finder angekommen, begrüßte ein winziges Igelchen von 300 g unser Teammitglied Lizzy. Diese erkannte einen sichtbaren Hungerknick, sonst machte er einen guten Eindruck. Sie  packte den kleinen Kerl ein und brachte ihn in sein vorerst neues Heim ,wo er sich nun ordentlich das benötigte Gewicht anfuttern und auch in Ruhe weiterschlafen kann.

Und wenn die Zeit dafür gekommen ist, darf er wieder durch den Garten flitzen, wo er gefunden wurde. Alles Gute kleiner Mann – nun bist du gut aufgehoben und wirst groß und stark gepäppelt.




Freitag, 04.02.2022 |
Nr. 57/2022

Freitag, 13.45h - auf dem Notfalltelefon wurde ein verletzter Spatz in Erligheim gemeldet, er sei bereits gesichert und müsse ins Tierheim. Eine andere Gruppe bat uns, den Fall zu übernehmen, da sie momentan niemanden haben, der den Einsatz übernehmen könne.
Teammitglied Karin übernahm den Einsatz.Sie kam am Haus an und ein Mann übergab ihr den Vogel in einem Schuhkarton ohne Löcher. Sofort machte Karin erst einmal Luftlöcher hinein.

Der Mann sagte Karin, dass er nicht wisse, was mit dem Vogel sei -  seine Frau hätte das TIer darin eingepackt. Karin bedankte sich und lief zum Auto. Dort öffnete sie vorsichtig den Deckel und schaute nach dem kleinen Piepmatz. Er atmete noch und blickte Karin mit seinen schwarzen Knopfaugen an… Im Karton war Heu und darin hatte er sich vergraben, Karin ließ ihn so, um ihn nicht noch mehr zu stressen und fuhr ins Tierheim.

Die Fahrt dauerte durch den vielen Verkehr, der zum Freitag vorherrschte, leider viel zu lange wie Karin fand. Wenn sie nur schneller vorankommen würde, könnte man dem kleine Vogel schneller helfen…

Vor Ort angekommen, wurde sich von Ursel Gericke - der Tierheimleiterin - unverzüglich um den verletzten Vogel gekümmert. Ursel Gericke erkannte auf den ersten Blick, dass es sich um einen Buchfink handelte. Der kleine Kerl hatte eine Lungenverletzung und ein abgerissenes Beinchen…. Die Diagnose teilte sie Karin mit und nahm das Piepmätzen mit, um es zu erlösen. Seufzend meinte Ursel Gericke, dass der Buchfink die weite Reise aus Russland hierher schafft und dann hier verunfallt…..

Karin bedankte sich und trat den Heimweg an - einerseits war sie traurig, denn es war ein ausgesprochen hübsches Tier - andererseits zufrieden, dass dem Tier langes Leiden durch ihren Einsatz erspart werden konnte. Flieg gut über die Regenbogenbrücke kleiner Buchfink!

Wir können es nicht oft genug sagen: wieder einmal DANKE an das Tierheim Ludwigsburg, welches für uns immer und jederzeit als kompetenter Ansprechpartner zur Seite steht! Tierschutz funktioniert am besten gemeinsam!




Donnerstag, 03.02.2022 |
Nr. 56/2022

Tanjas erster Einsatz als aktive Helferin unseres Teams
Es war Donnerstag am Nachmittag, als uns eine verletzte Taube in Ludwigsburg gemeldet wurde. Die Finderin würde vor Ort warten.
Teammitglied Tanja aus Remseck, ganz ganz neu in unserem Team, war  - wie die meisten ehrenamtlichen Teammitglieder - arbeiten. Da zu diesem Zeitpunkt niemand anderes konnte und es unklar war, wie stark die Taube verletzt war, unterbrach Tanja ihre Arbeit und übernahm diesen Einsatz.

Vor Ort angekommen, wartete schon ein Herr auf sie, der die Taube von der Finderin übernommen hatte. Diese konnte leider nicht warten. Die Taube saß schon gesichert in einem Karton. Tanja ließ diesen auch verschlossen, da sie nicht riskieren wollte, dass das Tier entkommen könnte.

Unverzüglich machte sie sich auf den Weg ins Tierheim, wo ihr die Taube gleich abgenommen wurde. Tanja wartete und nach der Untersuchung bekam sie die Rückmeldung, dass die Taube an der Drehkopfkrankheit - (PMV*)leidet, die in dem bereits weit  fortgeschrittenen Stadium leider nicht mehr heilbar ist.

*PMV - Paramyxovirose - Erklärung:
Die Tauben sind drei bis fünf Tage nach der Infektion vermehrt schreckhaft und zeigen Koordinationsprobleme wie plötzliches Stehenbleiben, gegen die Wand laufen, Stolpern oder Verfehlen von Futterkörnern beim Picken. Es kommt zu Polyurie mit durchfallähnlichen Erscheinungen, die durch vermehrte Wasseraufnahme und -ausscheidung bedingt sind. Oft treten Wasserpfützen mit geformten Kot auf dem Boden auf. Ein bis zwei Wochen nach der Infektion beginnen einseitige Lähmungen der Flügel und Beine bis hin zum Festliegen. Ohne manuelle Versorgung verhungern und verdursten die festliegenden Tauben.
Ab der 3. Woche treten bei ca. 5–30 % der Tiere zentralnervöse Erscheinungen auf: einseitige Bewegungs- und Haltungsstörungen der Flügel und Ständer (Schiefflieger), Kopfverdrehen in unterschiedlichem Ausmaß für mehrere Wochen und vermehrte Schreckhaftigkeit. Die Symptome treten nicht immer gleichzeitig oder zusammen auf, häufig können die Krankheitsanzeichen auch einzeln und in unterschiedlich starker Ausprägung beobachtet werden. Ein geringer Teil der Tiere verendet vier bis sieben Tage nach Beginn der Erkrankung.
Eine Behandlung ist möglich – je eher, desto besser!!!
Deshalb bitte schaut nicht weg
Wenn ihr solch Tiere seht, setzt sie in einen Karton und fahrt sie bitte gleich ins Tierheim nach Ludwigsburg – dort wird ihnen geholfen! Solltet Ihr nicht mobil sein, dann meldet Euch bitte auf unserem Notfalltelefon.
Ihr müsst keine Angst vor Ansteckung haben: Säugetieren und Menschen kann das Virus nichts anhaben!




Dienstag, 01.02.2022 |
Nr. 55/2022

Wir sind ja einiges gewohnt im Tierschutz -  doch wieder einmal stehen wir fassungslos da….

„Tier Engel-unterwegs“-Gründerin Marion war am Dienstag gerade fertig mit ihrem Hausputz, als um 17.15 Uhr eine Nachricht in die Notfallgruppe gestellt wurde. Gemeldet wurde ein lebendiges Huhn im Container der Kadaverstelle in LB-Eglosheim. Ungläubig machte sich Marion sofort auf den Weg dorthin. Konnte das wirklich, wirklich wahr sein, dass jemand ein lebendiges Tier dort hinein „entsorgt“ hatte? Wie grausam wenn das wirklich wahr wäre.
Marion erreichte im Dunkeln die Örtlichkeit. Die Kulisse war recht gruselig, da dort weder die Außenbeleuchtung noch die Beleuchtung im Innenhof funktionierte. Um überhaupt etwas sehen zu können, behalf sich Marion damit, dass sie ihren PKW direkt vor dem Container platzierte und bei laufendem Motor das Fernlicht eingeschaltet ließ. So ausgeleuchtet öffnete sie die Container-Türe und tatsächlich saß da inmitten der toten Kadaver, die dort von der Stadtverwaltung eingesammelt und deponiert werden, ein mega schöner Hahn und schaute sie hilflos an. Es war tatsächlich wahr – jemand hatte ihn dort lebendig hinein getan. Sofort gackerte er Marion an, ganz so als wolle er sagen „hilf mir bitte, bitte hier raus“.

Wie ihr euch vorstellen könnt, ist die Sicherung eines Tieres in so einem Container mehr als widrig. Über die blutverschmierte Klappe des Containers legte Marion deshalb einen vorbereiteten Müllsack und den Geruch dort muss man auch erst einmal aushalten können. Was musste der Hahn erst ertragen haben zwischen all den toten Tieren? Zudem wird der Container bei 0 Grad Kühlung gehalten - das arme Tier war sicherlich stark unterkühlt. Mit diesem Wissen im Hinterkopf beeilte sich Marion den Hahn mit dem mitgebrachten Kescher zu sichern, was nicht ganz einfach war. Über die instabile Vorderkante des Keschers rutschte das Tier zwei Mal wieder aus dem Kescher und erst der dritte Versuch war erfolgreich. Ohne jegliches Geflatter oder gar Gegenwehr ließ er sich in die vorbereitete Softbox setzen. Schon beim Aufnehmen war klar, dass der Hahn stark abgemagert war, das Brustbein war sehr deutlich zu spüren.

Marion beeilte sich daher, das schwache Tier in das Tierheim Ludwigsburg zu fahren. Umsichtig hatte sie schon auf der Hinfahrt die Heizung ihres PKW´s etwas höher gedreht. Nach kurzer Zeit in der Wärme „bobberte und gluckste“ der hübsche Kerl in seiner Softbox zufrieden vor sich hin und legte sich – wohl in der Gewissheit in Sicherheit zu sein - in der Box ab.
Die Tierheimleiterin Ursel Gericke war vorinformiert und hatte bereits eine große Box mit Futter und Wasser bereit gestellt. Der Hahn musste sehr lange Zeit gedurstet haben, denn sofort nach dem Umsetzen trank er lange Zeit vom Wassernapf und nahm dankbar das Futter an. Der hübsche Gockel hatte schon beim ersten Anblick die Tierheimleiterin wie auch Marion sehr verzückt. Beim Umgang mit ihm merkte man auch deutlich, wie zahm er war, was beide Frauen mehr als verwunderte. Er kletterte sogar auf den Arm der Tierheimleiterin als diese ihn an seiner Brust tröstend streichelte.

Umso mehr bleibt die Frage: WER und vor allem WARUM tut man so etwas einem Lebewesen an? Das ganze „Tier Engel-unterwegs“-Team ist fassungslos und unendlich traurig über dieses Handeln. Es gibt zig´ Möglichkeiten Tiere zu vermitteln oder in Notfall-klappen oder Tierheime zu bringen, wenn man sie nicht mehr halten darf oder kann - auch wenn man in einer Notsituation ist………..ein lebendiges Tier wie „Müll“ zu entsorgen, noch dazu in einer Kadaverstelle wo tote Tiere bis zu ihrer Entsorgung aufbewahrt werden, zeigt einmal mehr wie grausam und abgestumpft der Mensch gegenüber anderen Lebewesen sein kann.

Die Polizei sowie weitere betroffene Stellen wurden eingeschalten. Auch das Medieninteresse ist riesig.
Radio und Presse berichten über den Fall, Social Media ist voll mit Beiträgen dazu:

https://www.lkz.de/lokales/stadt-ludwigsburg_artikel,-tierquaeler-wirft-lebenden-hahn-in-tierentsorgungscontainer-glueck-im-unglueck-fuer-hahn-eduart-_arid,670851.html

https://www.facebook.com/Tierschutzverein.Ludwigsburg.eV/posts/311680807669669

Dieser Einsatz berührte alle Teammitglieder zutiefst. Ein Mitglied unseres Vereins hat sich besonders eingesetzt und bereits beim Nachbarn ein wundervolles neues Zuhause für den Gockel gefunden. Der hübsche, zahme Hahn wird dort ab Samstag artgerecht leben und fürsorglich betreut!

So grausam wie Menschen zu Tieren sein können, so gibt es doch auch jene, welche in Tieren gleichwertige Lebewesen sehen - mit Gefühlen und Kommunikation - eben ohne Worte….




Dienstag, 01.02.2022 |
Nr. 54/2022

Eine Frau rief am Dienstag, 01.02.2022 gegen 17 Uhr auf dem Not-falltelefon an, dass sie durch Nachbars Hund auf eine Taube aufmerksam geworden sei. Er würde immer an der gleichen Stelle rumschnüffeln, so dass die Frau beschlossen hatte, nachzuschauen was da ist.

Überall lagen Federn herum und die Taube machte auch keine Anstalten davon zu fliegen. Also nahm sie die Taube und setzte diese in eine Box mit einem Handtuch.

Teammitglied Lizzy übernahm diesen Einsatz in Metterzimmern. Vor Ort angekommen, wollte Lizzy kurz nach den Verletzungen schauen, aber das ließ die Taube nicht zu. Sie lag zwar teilnahmslos in der Box, doch als Lizzy sich näherte begann die zu flattern. Sofort zog dich Lizzy zurück um das verängstigte Tier nicht noch mehr zu stressen.

Lizzy erkannte, dass es der Taube nicht gut ging und diese so schnell wie möglich ärztliche Hilfe benötigt. Lizzy bedankte sich bei der Melderin für die Fürsorge um das Tier und fuhr schnellstmöglich ins Tierheim.

Wir wünschen dem Tier, dass es schnell auf die Beinchen kommt und bald wieder durch die Lüfte fliegen kann!




Dienstag, 01.02.2022 |
Nr. 53/2022

Es war Dienstag gegen 12 Uhr, als im Notfallchat ein verletzter Falke in Remseck gemeldet wurde. Das Tier sei bereits von der Melderin gesichert worden und müsse nun ins Tierheim gefahren werden, da die Melderin selber nicht wegkonnte.
Dies war ein klassischer Fall für unser Team der „Tier-Engel mobil“. Dieses Team übernimmt bereits gesicherte Tiere und fährt diese von A nach B.

Teammitglied Karin wohnt in Marbach und zögerte nicht lange, um den Einsatz zu übernehmen. Schnellstmöglich fuhr Karin nach Remseck-Aldingen in das dortige Jugendhaus, wo sie bereits von den Erzieher:innen und den Kindern erwartet wurde. Sie freuten sich, dass so schnell jemand kam und sich nun weiter um das Tier gekümmert wird.

Karin bedankte sich für die Umsicht und fuhr den Falken weiter ins Tierheim nach Ludwigsburg. Wir drücken nun alle dem Kleinen die Daumen, dass er es schafft und er bald wieder in die Freiheit entlassen werden kann!

Lieben Dank deshalb an die Melder und wieder einmal an das Tierheim Ludwigsburg, welches für uns immer und jederzeit als kompetenter Ansprechpartner zur Seite steht! Tierschutz funktioniert am besten gemeinsam!




Freitag, 28.01.2022 |
Nr. 50/2022

Am Freitag gegen 13.15Uhr wurde uns über die Polizei in Ludwigsburg eine blutende Taube mitten im Zentrum von Ludwigsburg gemeldet. Anscheinend würden ihr die Beinchen fehlen….

Wir üben diesen „Job“ alle ehrenamtlich aus und die meisten arbeiten normalerweise um diese Zeit. Teammitglied Franziska übernahm 30 Minuten nach der Meldung den Einsatz. Währenddessen hatte der Melder erneut bei der Polizei angerufen und wenig freundlich gefragt, wann denn endlich jemand komme und das „Problem“ beseitigt wird - das Tier würde die ganze Hofeinfahrt mit dem Blut besudeln.

Ganz offen sagte „Tier-Engel unterwegs“-Gründerin Marion dem Polizisten, der nochmals anrief, was sie von dieser Person halte und auch, dass Hilfe bereits unterwegs ist. Teammitglied Franziska fand das Tier vor Ort, sicherte es zügig und fuhr so schnell es ging ins Tierheim. Dort wurde die schwer verletzte Taube sofort ärztlich versorgt. Ihr fehlte ein komplettes Beinchen und die einzige Hilfe, die dem Tier noch geleistet werden konnte, war es zu erlösen.

Flieg gut rüber kleines Täubchen - befreit von Schmerz und Leid geht es Dir jetzt sicherlich besser….




Donnerstag, 27.01.2022 |
Nr. 46/2022

Ein Bericht von Nela Mauermann
Es war Donnerstag 15.40 Uhr, als in unserem Notfall-Chat die Meldung über eine Türkentaube erschien, die seit dem Vormittag im Garten sitzt und nicht wegfliegen kann. Zu diesem Zeitpunkt war ich noch im Büro und konnte nicht abschätzen, wann der Feierabend beginnt. Unser Team-Mitglied, welches in unmittelbarer Nähe wohnte, befand sich noch in Quarantäne und durfte das Haus nicht verlassen.

Nachdem sich 1 Stunde später noch niemand gemeldet hatte, gab ich Bescheid, dass ich den Einsatz übernehme. Vor Ort angekommen, wurde ich sehr freudig von der Melderin begrüßt. Sie erzählte mir, dass sie seit dem Vormittag das Tier im Garten beobachten würde - bei Annäherung flatterte die Taube nur über dem Boden, schaffte es jedoch nicht wegzufliegen. Die Melderin mache sich große Sorgen, dass das Tier verletzt sei und die Nächte sind sehr kalt und sie hat sich große Sorgen gemacht.
Ich nahm Handschuhe, Kescher und die Softbox und lief mit der Melderin in den hinteren Teil des Gartens. Dort sah ich die kleine Türkentaube schon im Beet sitzen. Ganz behutsam näherte ich mich ihr, während die Melderin an der Softbox, die ich in einiger Entfernung abgestellt hatte, wartete.

Das Täubchen legt den Kopf schief und schaute mich mit seinen schwarzen Knopfaugen durchdringend an - unschlüssig was sie tun sollte. Während ich langsam den Kescher in ihre Richtung bewegte, stand sie nun doch auf und tippelte mit ihren kleinen Füßchen in Richtung  eines Baumes, sie machte dabei keine Anstalten wegzufliegen. Mit einer beherzten Ausholbewegung gelang es mir, den Kescher im ersten Versuch über die Taube zu platzieren. Hinter mir rief die Melderin erleichtert „oh ist das schön dass sie sie haben!“

Ich nahm das Tier vorsichtig in meine Hände, entfernte den Kescher und setzte es gemeinsam mit der Melderin in die Softbox. Darin hatte ich bereits ein Stoffnestchen hineingelegt, so dass die kleine Taube sicher sitzen konnte.
Äußerlich konnte ich keine Verletzungen erkennen. Die Melderin bedankte sich nochmals sehr sehr glücklich und erleichtert, dass dem Tier nun geholfen wird. Unverzüglich machte ich mich auf den Weg ins Tierheim. Dort angekommen, wurde ich von Ursel Gericke - der Tierheimleiterin - empfangen. Diese nahm das bildhübsche Täubchen und stellte sofort fest, dass es sehr sehr mager war. Auf den ersten Blick konnte auch sie keine Verletzungen erkennen. Ich bedanke mich, verabschiedete mich von Frau Gericke und dem Täubchen und fuhr mit einem wirklich guten Gefühl in mir nach Hause…

Dem Täubchen von Herzen alles Liebe - im Tierheim Ludwigsburg wird sich fürsorglich gekümmert und bald schon kann sie mit Sicherheit wieder in die Freiheit entlassen werden.




Mittwoch, 26.01.2022 |
Nr. 45/2022

Es war Mittwoch gegen 11:30 Uhr, als Teammitglied Lisa die Nachricht im Notfall-Chat las, dass im Kleeblattheim in Tamm eine aufgeplusterte Taube sitzt - und zwar schon seit gestern. Sie fliegt nicht weg und ob jemand nach ihr schauen könne….

Lisa fuhr ins Altenheim und musste kurz warten, dann kam direkt eine sehr nette Mitarbeiterin, die Lisa gleich zur Taube führte. Die Taube saß in einer Art Vorgarten unter einem Vogelhäuschen und sah auf den ersten Blick ganz goldig aus, wie sie so aufgeplustert - inmitten von ganz viel Vogelfutter - so da saß. Die Mitarbeiterin berichtete Lisa, dass die Taube da nicht erst seit gestern sitzt, sondern schon mehrere Tage….

dabei erzählte die Dame, dass die Taube immer wenn man sich ihr nähert, auf eine Seite zu fallen scheint. Daher dachte Lisa, sie benötigt keinen Kescher und kann die Taube mit der Hand einfangen.

Als Lisa sich dem Tier dann näherte, ist es aufgestanden und hat versucht zu fliegen - Lisa war gleich klar, da stimmt was nicht. Die Taube konnte nur die Flügel ausbreiten, aber nicht wegfliegen. Sie war zu Fuß noch ganz schön schnell und ist immer wieder unter eine Hecke drunter, so dass Lisa nicht an sie rangekommen ist.

Lisa holte aus der Box das Handtuch raus und die Mitarbeiterin hat sich der Taube dann in den Weg gestellt. Mit einem gekonnten Wurf des Handtuches über die Taube gelang es Lisa, das Tier zu sichern und in die Soft-Box zu setzen. Sie verabschiedete sich zügig und lief zu ihrem Auto. Dort schaute Lisa sich die Taube ein bisschen näher an und erblickte am Schnabel eine Verletzung. Die Taube war nicht so erfreut und wollte wieder aus der Box - schnell verschloß Lisa diese und machte sich auf den Weg ins Tierheim.

15 Minuten später war sie dort.Die Mitarbeiterin des Tierheims hat die Taube aus der Box geholt und auch gleich erkannt, dass der ganze Schnabel entzündet bzw. voller Eiter war. Mehr konnte sie Lisa für den Moment auch nicht sagen. Auf jeden Fall wird die Taube dort versorgt.

Lisa erfuhr im Altenheim eine sehr tierfreundliche Atmosphäre. Sie haben dort gleich gesagt, dass die Taube gern wieder zurück zu ihnen kann. Dort sind mehrere Vogelfutterhäuschen aufgestellt, wo Tauben und Vögel andere Art sowie Eichhörnchen gerne gesehen sind!

Ganz lieben Dank an alle, die sich so rührend um die Wildtiere kümmern und durch die Meldung der Taube vermutlich den Hungertod erspart haben!




Dienstag, 25.01.2022 |

Nr. 44/2022

1 Taube gefunden‼️ 4 werden weiterhin vermisst❓❓

Gegen 10:15 Uhr klingelte am Dienstag das Notfalltelefon. „Tier-Engel unterwegs“-Gründerin Marion betreut unser Notfalltelefon und war gerade auf dem Weg zu einem Termin, als der Anruf kam.

Die Melderin berichtete von einer sehr hübschen Taube mit zwei Ringen an den Füßen - die Taube sitze vor einem Ladengeschäft in Ingersheim auf einem Schuhabstreifer. Marion selbst übernahm den Einsatz und sicherte ihr Eintreffen in ca. 10 Minuten zu.

Die Melderin fragte Marion, was sie solange tun kann und Marion erwiderte, sie solle bitte nichts unternehmen, da die Gefahr zu groß sei, dass die Taube wegfliegt. Die Dame meinte dann aber, das Tier sitze so ruhig, die könne man bestimmt einfangen. Marion sagte zu ihr, dann soll sie bitte irgend etwas über die Taube stülpen - einen Korb oder Karton mit Luftlöchern, damit die Taube nicht wegfliegt und die Dame solle warten bis Marion vor Ort ist.

Kurz darauf rief die Dame erneut an als Marion auf dem Weg war. Sie hatte doch einen Einfangversuch unternommen und dabei sei das Tier in den überdachten Eingang das Ladengeschäftes geflogen. Kurz darauf traf Marion vor Ort ein und gab der Dame eine Decke in die Hand mit der Bitte, das Tier damit aufzuhalten, falls es in ihre Richtung fliegen sollte und Marion es mit dem Kescher nicht einfangen könne - die Frauen hatten nur 1 Versuch….

Ganz langsam und vorsichtig näherte sich Marion der wirklich bildhübschen Taube und mit einem beherzten Ausholversuch landete der Kescher direkt über dem Vogel. Geschafft! Marion schaute sich das gesicherte Tier genau an - auf den Ringen stand die Telefonnummer und der Name des Züchters. Beim zweiten Anrufversuch erreichte sie jemanden und fragte den Herrn, ob er eine Taube vermissen würde…. Es stellte sich heraus, dass die Taube mittlerweile seinem Kollegen gehörte und er würde dem Kollegen unsere Telefonnummer weitergeben.

Marion fuhr mit der gesicherten Schönheit nach Hause und setzte diese in eine größere Box. Mit Futter und Wasser versorgt war das Tier vorerst gut aufgehoben. Gegen14:00 Uhr hat der Besitzer angerufen und fragte, wo er sein Tier abholen kann. Er erzählte Marion später beim Abholen, dass sein Sohn gestern insgesamt sechs Stück - die Tauben sind alle aus dem letzten Jahr - rausgelassen hat und ein Greifvogel aus dem Nichts in den Schwarm reingeflogen ist. Die Tauben sind erschrocken und weggeflogen…Es sind noch vier Stück die fehlen, denn eine Taube wurde leider durch den Greif geschlagen und mitgenommen….

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Deshalb an alle Leute in Ingersheim und Umgebung die Bitte: Haltet die Augen offen, ob ihr Tauben seht mit Ringen an den Füßen, die außergewöhnlich hübsch sind! Meldet Euch dann bitte bei uns auf dem Notfalltelefon per Anruf oder gern auch per Whats App unter 0178/9313465 - vielen Dank!




Montag, 24.01.2022 |

Nr. 42/2022

Ja ist denn schon Ostern?

Am Montag gegen 14 Uhr kam in unserem Notfallchat die Meldung, dass in Eglosheim ein Hase gefunden wurde und die Melderin leider nicht mobil sei. Diese hatte sich zuerst an das Tierheim gewandt und diese haben uns als engen Kooperationspartner gebeten, den Fall zu übernehmen.

Teammitglied Jule war zuhause am Großputz, als sie die Meldung las - als ehrenamtlicher Tier-Engel war klar, was Priorität hatte. So ließ Jule den Großputz in Marbach allein zuhause und fuhr zur Adresse der Melderin.

Diese wohnte 2 Minuten von den Leuten entfernt, wo sich der Hase momentan befand. Sie fragte Jule, ob diese eine Transportbox dabeihabe - das Häschen sei momentan nur in einem Karton - sie hatten auf die Schnelle nichts anderes. Die Melderin war mit ihrem Hund Gassi und hat das kleine Häschen mitten auf dem Feld gefunden…. Das Einfangen war nicht so einfach, denn der Hund wollte auch „mitspielen“ - mit Hilfe eines Nachbarn glückte die Sicherung dann jedoch.

Jule fand das Häschen wie beschrieben in einem Karton vor. Sie nahm das kleine flauschig-kuschlige Bündelchen vorsichtig hoch und sah - bis auf einen ziemlich dreckigen Popo - keine Verletzungen. Notdürftig putzte Jule das kleine Hasenhinterteil und setzte ihn dann in ihre Transportbox.

Die Prüfung auf einen Chip blieb leider ohne Erfolg. Jule gab den Flausche-Wuschel im Tierheim ab und durfte ihn selber vor Ort in die Box setzen. Dort kuschelte sie noch ein wenig mit dem Häschen, ehe sie wieder nach Hause fuhr. Eine erstelle Fund-meldung in unseren Social Media-Kanälen zur Besitzerfindung blieb bisher ohne Ergebnis.

https://www.facebook.com/Tierengelunterwegs/posts/639853417440182

Wo kommst Du her? Wer kennt Dich? Bist Du entlaufen? Bist Du ausgesetzt? Schade dass die Tiere uns nicht sagen können, was passiert ist…

Lieben Dank an die Melder und wieder einmal an das Tierheim Ludwigsburg für das Vertrauen in uns! Tierschutz funktioniert am besten gemeinsam!

P.S. Mittlerweile hat sich der Besitzer gemeldet und der Ausreißer ist wieder zuhause.




Montag, 24.01.2022 |
Nr. 41/2022

Ein verunfalltes Kätzchen möchte nach Hause - wo sind die Dosenöffner?????
Montag 24.01. - um 8.30h hat das Notfall-Telefon geklingelt. „Tier-Engel unterwegs“-Gründerin Marion betreut fast 365 Tage im Jahr das Vereins-Notfalltelefon - dafür auch hier wieder einmal ein riesiges Dankeschön an Marion, die sehr sehr viel Zeit mit Organisieren der Einsätze zubringt und somit manchmal ihre eigenen Dinge liegenbleiben.
So auch heute…. Als der Anruf kam und die Polizei mitteilte, dass da eine verwahrloste eventuell verletzte Katze in Ludwigsburg gemeldet wurde, die sich unter ein Auto geflüchtet hätte.Nachdem Marion den Einsatz in den Notfallchat stellte, sich aber niemand der anderen aktiven Teammitglieder meldete, fuhr sie den Einsatz selber.
Sie hatte es sich fast gedacht - Montag Morgen - die meisten waren arbeiten und wir machen das alle ja ehrenamtlich… Da das Tier evtl. verletzt war, war Eile geboten und Marion fuhr rasch los. Vor Ort angekommen, hat schon eine Dame gewartet und Marion zugewunken. Sie fragte direkt, ob Marion wegen der Katze komme. Marion bejahte und erfuhr, dass die Fellnase noch immer unter dem Auto sitzt.
Marion ging behutsam in die Knie und erspähte das kleine Häufchen Elend, welches sie aus gelben Augen traurig ansah. Die Samtpfote hat sich keinen Millimeter bewegt… Sie lief zurück zum Auto und holte ihre Box, den Kescher geholt und ein Handtuch. Marion hatte Bedenken, dass die Katze, sobald sie mit dem Kescher von vorn kam, sich nach hinten flüchten würde und bat die Dame, die fragte, ob sie helfen können, den Fluchtweg mit dem Handtuch abzuschneiden.
Vorsichtig näherte sie sich mit dem Kescher und konnte diesen auch über das Mäuschen stülpen. Allerdings ist der Kescher vorn flexibel und es gelang der Fellnase, noch ehe Marion an ihr war, sich herauszuwinden - doch da stand die Dame und konnte wie von Marion vorhergesehen, das gehandicapte flüchtende Fellnäschen festhalten.
Marion nahm sofort die Box und lief nach hinten - die Dame hatte die Katze gesichert und gemeinsam setzten sie die Fellnase in die Box. Die Dame bedankte sich sehr bei Marion. Zwischenzeitlich kam noch ein Herr und fragte, wie es der kleinen Katze geht, er hätte bei der Polizei angerufen weil er nicht wusste, an wen er sich wenden soll. Marion sagte, dass die Hinterbeine der Fellnase herunterhängen und sie vermutet, dass die Wirbelsäule angebrochen beziehungsweise gebrochen sei. Zudem stellte sie fest, dass das zarte Tier riesengroße Pupillen hatte - ein Zeichen, dass die Kleine völlig unter Schock stand. Marion verabschiedete sich von der Dame und dem Herren - So schnell es ging, fuhr sie in die Tierklinik, wo sie auch sofort dran kam.
Das Samtpfötchen wurde gleich mitgenommen und Marion wartete noch wegen dem Chipauslesen - ihr eigenes Gerät hatte vor Ort nicht angeschlagen. Leider war das Tier nicht gekennzeichnet. Eine ausgesprochen nette Mitarbeiterin der Tierklinik sagte zu Marion, sie dürfe sich gern am Nachmittag nach dem Zustand der Fellnase erkundigen - und so fuhr sie mit keinem Gefühl von der Tierklinik weg.
Ihre Erfahrung sagte ihr, dass die Fellnase wohl nicht so gute Chancen hat, da die Beinchen keinerlei Reaktion zeigten. Trotzdem das Tier sofort versorgt wurde, hat es die Fellnase nicht geschafft. Es wurde versucht zu reanimieren, doch die Verletzungen - auch innere -waren so stark, dass jede Hilfe leider nichts mehr brachte.
Bis heute haben wir keine Hinweise zu der Fellnase erhalten und es hat sich auch kein Besitzer gemeldet - hier noch einmal die Fundmeldung:
https://www.facebook.com/Tierengelunterwegs/posts/639693977456126




Sonntag, 23.01.2022 |

Nr. 40/2022

Über unseren Notfallchat kam am Sonntag um die Mittagszeit die Meldung über einen viel zu kleinen ca. 300 Gramm leichten Igel, der von den Findern in Leutenbach-Weiler zum Stein gesichert wurde. Die Meldung wurde über das Tierheim Winnenden an unseren Verein herangetragen.

Teammitglied Nenne war gerade fertig mit der mittäglichen Fütterung ihrer Pfleglinge (vier Überwinterungstauben und zwei Tauben mit PMV-Erkrankung die nicht selbst fressen können), als sie die Meldung von Klein-Mecki las, den die Finder mit in ihre Wohnung genommen hatten. Sie zog sich an und versuchte währenddessen mit den Findern über die kommunizierte Handy-Nummer Kontakt aufzunehmen und ihr Kommen anzumelden. Dies mißlang da der Melder in der Aufregung wohl eine falsche Nummer angegeben hatte. Nenne traf bei den Findern 20 Min später ein und lies sich die Fundumstände schildern.

Aus dem Karton blickten ihr zwei schwarze Knopfaugen entgegen, die zu einem recht kleinen Igel gehörten. Die Finder hatten ihn gut versorgt. Allerdings berichteten sie, dass der kleine Mann nichts fressen wollte, weshalb sie sich an verschiedene Tierschutzorganisationen gewandt hatten. Nenne nahm das Igelkind in Augenschein – Verletzungen wies es keine auf und es krabbelte auch nichts in seinem Stachelkleid. Aber natürlich wog der kleine Mann viel zu wenig, als dass er ohne Hilfe in der Natur eine Chance gehabt hätte.

Noch von unterwegs aus auf der Rückfahrt klärte Teammitglied Nenne die weitere Vorgehensweise mit „Tier-Engel unterwegs“-Gründerin Marion ab. Ein Teammitglied aus dem Rems-Murr-Kreis, welches schon Igel gepäppelt hatte, sollte kontaktiert werden. Zuhause angekommen bereitete Nenne dem Igel ein behaglich zurecht gemachtes „Zwischenheim“ und richtete eine igelgerechte Mahlzeit her. Zu Nennes großen Freude wurde die Schüssel leer geschlabbert - der junge Mann war offensichtlich etwas wählerisch was sein Fressen anging, schlief danach dann auch zufrieden und ruhig atmend ein. Die Küchenwaage zeigte 270 Gramm.

Nenne setzte sich mit besagtem Teammitglied in Verbindung - leider war das eine Verwechslung und so versuchte Nenne den Tierschutz Waiblingen zu erreichen und auch parallel einen Päppler in Weissach im Tal. Auch das Tierheim Winnenden wurde nochmals kontaktiert. Leider alles ohne Erfolg. Das Igelkind war nicht unterzubringen. Mittlerweile war es schließlich Spätnachmittag. Nennes eigene Tiere mussten weiter versorgt werden und so blieb der Mecki über Nacht in seinem Übergangs-Quartier. Am nächsten Tag durfte er dann in das Tierheim Ludwigsburg umziehen – ganz lieben Dank, dass er dort angenommen wurde!.

Alles Gute kleiner Mann – dort bist du gut aufgehoben und wirst groß und stark gepäppelt.




Sonntag, 23.01.2022 |

Nr. 39/2022

Happy End - Geschichte von Kater Tom!

27 Tage nach dem Verschwinden in Freiberg taucht Kater Tom gesund in Ludwigsburg auf und ist nun wieder zuhause

Sonntag Morgen - 7.30 Uhr - unser Notfalltelefon klingelt und Vereins-Gründerin Marion wird aus dem Schlaf geholt. Erst gestern 23 Uhr kam der letzte Notruf rein….. Die Meldung am frühen Morgen: In Ludwigsburg in der Weststadt wurde ein Kätzchen gefunden…..

Teammitglied Birgit war gerade dabei, ihre Hunde ins Auto zu bekommen um mit ihnen zum Training zu fahren, als sie die Meldung in unserem Notfallchat las. Es war gleich bei Birgit um die Ecke und so gab sie Bescheid, dass sie zum Chipauslesen vorbeifährt, alles andere jedoch zeitlich nicht mehr passt. Marion, nicht nur Gründerin, sondern auch 1. Vorstand unseres Tierschutzvereines, sagte zu, alles Weitere je nach Ergebnis zu übernehmen…..

Birgit wurde bereits erwartet und die Fellnase duldete problemlos, dass Birgit das Chiplesegerät über das Körperchen zog - dieses schlug jedoch nicht an. Birgit hielt kurz Rücksprache mit Marion, dann versuchte sie es erneut - nicht zum ersten Mal hatten uns Chiplesegeräte ein falsches Ergebnis angezeigt. Dies kann auch sein, wenn der Chip etwas verrutscht oder gewandert ist - was manchmal durch einen Unfall oder auch im Laufe der Zeit passieren kann. Nochmals zog Birgit das Lesegerät über das komplette Fellnäschen - oben - unten - links - rechts - und plötzlich schlug es an - ein Chip!

7.50 Uhr war klar: das Tier ist gekennzeichnet - Birgit gab alles an Marion weiter und sagte der Familie, dass sie nun gehen müsse, sich aber gleich jemand melden würde…. Marion rief bei TASSO an - und es gab eine Überraschung! Es handelte sich bei der zugelaufenen Fellnase um Kater Tom - aus Freiberg!!!! Und dort wurde er seit dem 28.12.2021 vermisst!!!!!

Die Besitzerin rief innerhalb kürzester Zeit bei uns zurück und war völlig aufgelöst vor lauter Sorge. Mit zitternder Stimme sagte sie zu Marion, dass TASSO sie angerufen habe, Tom sei gefunden….. Marion beruhigte die Frau umgehend - sanft sprach sie zu ihr, dass es Tom gut geht, es sei alles in Ordnung und sie können ihn wohlbehalten abholen…. Marion hörte förmlich den Stein der Erleichterung auf der anderen Seite plumpsen und „sah“ die Tränen der Freude, die sich nun bei Tom`s Besitzerin lösten….. Auch Marion war zutiefst berührt…. Sofort machte sich Toms Familie auf den Weg nach Ludwigsburg, um den kleinen Ausreisser nach Hause zu holen… Wo er die letzten 4 Wochen war und wie er nach Ludwigsburg kam, wird für immer Tom`s Geheimnis bleiben…..

Welch ein grandioser Tagesstart sowohl für die Besitzer und Tom als auch für Teammitglied Birgit. Als wir anderen Teammitglieder von diesem wundervollen Happy End lasen, strahlten wir mit Tom`s Familie… Tierschutz hat leider oft weniger schöne Seiten und da sind solch Happy-End-Geschichten Balsam für die Seele und Ansporn für die ehrenamtlichen Teammitglieder zugleich….

Von Herzen wünschen wir Tom mit Familie alles Liebe - geniesst die Wiedersehensfreude!

Allen anderen Tierbesitzern möchten wir erneut ans Herz legen, die Tiere nicht nur kennzeichnen zu lassen, sondern diese dann auch einem Haustierregister wie z.B. TASSO und/oder findefix zu melden. Bitte denkt auch daran, bei Umzug, Telefonnummer-Wechsel oder auch Besitzerwechsel die neuen Daten zu melden. Nur so ist ein Happy End wie hier bei Tom unverzüglich möglich!




Samstag, 22.01.2022 |

Nr. 37/2022

Samstag gegen 9.50 Uhr wurde auf unserem Notfalltelefon eine Katze in Walheim gemeldet, die wohl seit einiger Zeit regelmäßig auftaucht und sich lautstark bemerkbar machen würde. Äußerlich verletzt sei sie nicht, die Melderin hatte bereits in Facebook einen Aufruf gestartet, doch niemand hatte sich bisher gemeldet.

Teammitglied Sandra erklärte sich bereit, den Einsatz zu übernehmen, doch ehe sie losfahren konnte, war das Tier weitergezogen. Am Sonntag gegen 18 Uhr rief die Melderin erneut an - die Fellnase sei wieder bei ihr und sitze laut schreiend auf der Terrasse…..Teammitglied Sandra war in Bissingen unterwegs und entschied, auf dem Heimweg über Walheim zu fahren. Tatsächlich glückte diesmal das Antreffen des „Zaungastes“. Das Fellnäschen - ein Mädchen und es zierte sich anfangs ein wenig, doch dann klappte das Auslesen des vorhandenen Transponders.

Der Anruf bei TASSO dauerte etwas - doch dann das Ergebnis: Die Samtpfote heisst Josie, ist knapp 2 Jahre alt und wohnt 2 Querstrassen weiter. Nach Kontakt mit den Besitzern erfuhr Sandra, dass Josie durch eine Katzenklappe - wann immer es ihr beliebt - rein- und rauskann und so auch das junge Paar besuchte, bei denen sich Josie seit einigen Tagen wohl recht wohl fühlte….

Josie wurde noch am Abend abgeholt und alles war in Ordnung. Oft steckt nichts dahinter, Katzen sind Freigänger und besonders umkastrierte Kater sind öfters mal ein paar Tage weg und tauchen woanders auf. Meist finden sie wieder heim und die Sorge ist unbegründet.

Manchmal sieht ein Fellachen auch völlig gesund und gut genährt aus - taucht irgendwo auf, die Melder sind sich unsicher, ob es ein zugezogener Freigänger oder ein vermisstes Tierchen ist  und wir werden gerufen. Und dann stellt sich manchmal heraus, dass es schon ein wochenlang vermisstes Samtpfötchen ist - wie erst am Sonntag und hier nachzulesen:

https://www.facebook.com/Tierengelunterwegs/posts/639754297450094




Dienstag, 18.01.2022 |

Nr. 32/2022

Team Mitglied Caro hatte am Dienstag Nachmittag in der Altstadt von Bietigheim einen Zahnarzttermin. Auf dem Weg dorthin fiel ihr eine Taube auf, die in einer Gasse hilflos vor sich hinstrampelte und nichts mehr sonst konnte… Caro konnte das Tier nicht mit zum Zahnarzt nehmen, wusste aber, der Termin würde nicht lange dauern. Sie nahm behutsam das erschöpfte Täubchen auf und setzte es in einem Innenhof in einen Blumenkübel.

Ein älterer Herr mit Gehhilfen beobachtete Caros tun und fragte, was sie da machen würde. Caro erklärte es kurz und der alte Mann erwiderte in ziemlich abfälligen Ton: „Die stirbt schon seit zwei Tagen vor sich hin, ist doch nur eine Taube - lassen sie die doch einfach.“

Caro holte innerlich gaaaaaanz tief Luft - würde sie ihm dementsprechend eine Antwort geben, könnte es sein, dass er dem Tierchen was antut, also riss sie sich seeeeehr zusammen, um höflich zu bleiben und sagte dem Mann, sie würde gleich zurückkommen und das Tier mitnehmen und versorgen lassen.

Tatsächlich war Caro recht zügig wieder zurück - eine andere Person war zu diesem Zeitpunkt vor Ort und Caro fragte diese, ob sie einen Mann mit Gehhilfen kennen würde.

Die Dame verneinte - der Herr würde hier nicht wohnen. Caro bat die Dame darum, wenn der Herr wieder auftauchen würde, ihm beste Grüße auszurichten mit dem Hinweis, man schaut niemandem beim Sterben zu - auch nicht einer Taube!!!

Noch immer unbeschreiblich wütend über die Reaktion des Mannes, fuhr Caro unverzüglich ins Tierheim. Der Taube ging es sehr sehr schlecht - wir hoffen sie wird es schaffen…Tauben sind auch Lebewesen, sie fühlen ebenso Schmerzen und kein Lebewesen sollte unnötig leiden. Wenn ihr eine Taube in Not seht, bitte meldet euch bei uns. Für uns ist jedes Lebewesen gleich wert und unser Bestes zu geben, dass kein Tier leiden muß.




Dienstag, 18.01.2022 |

Nr. 30/2022

Morles Heimkehr

Am Morgen des Mittwochs erreichte uns gegen 8.30 Uhr die Information, dass in Schwieberdingen eine tote Katze gefunden wurde - zur Identifizierung wurde gebeten, nach einer Kennzeichnung zu schauen.

Unsere Teammitglieder sind alle ehrenamtlich dabei und da um diese Zeit die meisten arbeiten waren, konnte nicht gleich jemand hin. Da das Tier bereits gesichert war, bestand nicht die Gefahr, dass die Strassenmeisterei sie einfach so „entsorgte“.

Am Nachmittag fuhren die Teammitglieder Jessy und Dagmar, die beide eh verabredet waren, um eine Futterstelle zu überprüfen, vorher zu der Fellnase. Vor Ort angekommen fanden sie ein Fellnäschen vor, welches einen schlimmen Unfall gehabt haben musste. Es war ein Katzenbub, und sobald das Chiplesegerät aktiviert war, ertönte auch schon der herbeigesehnte Signalton…

Während Dagmar die Samtpfote behutsam in ein Handtuch einwickelte, versuchte Jessy schon TASSO zu erreichen. Sie musste eine Weile in der Warteschleife Geduld zeigen, ehe sie mit einem Mitarbeiter verbunden wurde. Bei TASSO lag eine Datenfreigabe der hinterlegten Kontaktdaten vor, so dass unsere Teammitglieder die Telefonnummer von Morles Besitzer erhielten. Sowohl TASSO als auch unsere Teammitglieder versuchten den ganzen Tag bis spät in den Abend hinein, jemanden zu erreichen - leider vergeblich…..

Dagmar informierte TASSO darüber und die informierten uns, dass nun ein Brief an die hinterlegte Adresse versendet wird - im besten Falle gibt es einen Nachsendeantrag und der Besitzer wird über diesen Weg erreicht. Noch am gleichen Abend erstellte Team-Mitglied Nela eine Fundmeldung in unseren Social-Media-Kanälen. Kurze Zeit späterd bekamen wir über diesen Facebook-Beitrag zu Morle Hinweise, welche wir am nächsten Tag verfolgten.

Am nächsten Morgen schloß sich Dagmar nochmals mit TASSO kurz, auch hier hat niemand den Besitzer erreicht - also fuhr Teammitglied Dagmar zu der Adresse, die sie von TASSO erhielt. Leider stimmte kein Name auf den dort vorhandenen Klingeln mit dem Namen des Besitzers überein.

Am Freitag erreichte uns über Teammitglied Jessy die Nachricht, dass der Brief von TASSO - wie auch immer - an der besagten Adresse zugestellt wurde. Vermutlich wusste der Postzusteller mehr ;-) Der Brief erreichte die Großtante und Nichte der früheren Besitzerin von Morle - die beiden Frauen hatten Morle auch übernommen und ihn bereits vermisst….

Im Brief von TASSO erfuhren die Frauen nun vom Tode des Fellnäschens und unsere Kontaktdaten…. Am Samstag, also vier Tage nach Morles Unfall, durfte die Fellnase dann nach Hause. Sie wird auf ihrer letzten Reise von Menschen die sie liebten begleitet und wir danken allen Beteiligten, die diese Heimkehr ermöglicht haben.

Den Meldern, „Tier-Engel unterwegs“-Gründerin Marion in der Notrufzentrale, Jessy und Dagmar fürs Rausfahren, Nela für die Beitragserstellung, TASSO für die grandiose Kommunikation und letztlich auch Morles neuen Besitzern, dass sie ihn nach Hause holten…..

Wir wünschen Morle eine gute Reise über die Regenbogenbrücke und den Besitzern viel Kraft, um diesen schmerzlichen Verlust zu bewältigen….




Samstag, 15.01.2022 |

Nr. 27/2022

Samstag Nachmittag - Teammitglied Franziska war am Samstag mit einer Freundin im Brandholz spazieren, als sie dann eine Taube neben dem Weg bemerkte, die über den Boden humpelte und sich immer wieder mit den Flügeln dabei abstützte. Als die 2 Frauen näher kamen, machte das Tier auch keine Anstalten wegzufliegen. Auf den ersten Blick waren keine Verletzungen zu erkennen, aber irgendetwas konnte ja nicht stimmen.

Sie unterbrachen den Spaziergang - ohne Probleme konnte Franziska das Täubchen sichern und bis zum Auto tragen. Unverzüglich fuhren sie ins Tierheim, wo sich sofort um das Tier gekümmert wurde. Lieben Dank erneut an das Tierheim Ludwigsburg für eine grandiose und unkomplizierte Zusammenarbeit!




Samstag, 15.01.2022 |

Nr. 25/2022

Samstag morgens um 8:00 Uhr kam die Nachricht über unseren Notfall-Chat, dass eine verletzte Taube auf dem Absatz unter der Brücke am Café Mohrenköpfle sitzt. Teammitglied Birgit war schon auf dem Weg zu einem Termin, ist dann jedoch umgedreht und übernahm den Einsatz.

Birgit dachte sich, da sitzt jetzt ein verletztes Tier alleine in der Kälte und hat vermutlich Schmerzen - dies sollte kein Lebewesen unnötig erleiden - dies ging jetzt vor!

Vor Ort angekommen, war zum Glück noch nicht viel Verkehr, d.h. Birgit konnte eine Phase auf der sehr stark befahrenen Straße abpassen, um zu dem Tier zu gelangen. Sie nahm ihren Kescher, die Transporttasche stellte sie auf dem Gehweg ab und lief unter Einhaltung ihrer eigenen Sicherheit in einem günstigen Moment 2m auf die Straße. Die Taube wollte kurz flüchten, war allerdings so sehr am Flügel verletzt, dass sie nicht wegfliegen konnte. Birgit gelang es, das Tier mit dem Kescher zu sichern und in die Transporttasche zu setzen. Dabei bemerkte Birgit, dass die Verletzung am Flügel doch erheblich war, denn es blutete.

Unverzüglich fuhr Birgit mit dem Tier ins Tierheim, wo man die Taube umgehend untersuchte und dieser gleich Schmerzmittel verabreichte. Wir hoffen, dass die Taube sich gut erholt - und mit einem glücklichen Gefühl in sich, einem Tier wieder einmal Leid erspart zu haben, fuhr Birgit zu ihrem Termin weiter.

Lieben Dank an die Melder und erneut an das Tierheim Ludwigsburg für eine grandiose und unkomplizierte Zusammenarbeit!




Donnerstag, 13.01.2022 |

Nr. 20/2022

Ein Bericht von Nela Mauermann

Es war Donnerstag, der 13. Januar und ich war auf dem Weg ins Büro. Da ich vorher noch eine Besorgung in der Apotheke getätigt hatte, die leider länger dauerte, war ich eh schon spät dran. An einer roten Ampel lass ich dann in unserem Notfall-Chat die Meldung: „tote Katze, grau getigert, auf dem Gehsteig in Tamm“

Ich war nur 2 Minuten entfernt, denn Tamm liegt auf meinem direkten Büro-Weg. Himmel ich war eh schon zu spät….. Allerdings könnte es sein, dass wenn wir bis zum Nachmittag warten, das Tier von der Straßenmeisterei eingesammelt und ohne Prüfung auf Kennzeichnung „entsorgt“ wird. Dann einen Besitzer zu ermitteln und das Tier nach Hause zu bringen, ist meist nicht mehr möglich. Um dies zu verhindern gab ich Bescheid, dass ich auf dem Weg ins Büro das Tier sichern werde, mehr jedoch zu diesem Zeitpunkt nicht machen könne.

Mit unserer „Tier-Engel unterwegs“-Vereinsgründerin Marion klärte ich telefonisch ab, dass ich die Fellnase mit mir nehme und diese später auf Chip und Tattoo sowie sonstige Merkmale prüfen werde. Marion teilte mir mit, dass sie eh unterwegs sei und das Tier zeitnah bei mir am Büro abholen wird.

Vor Ort angekommen führte mich das Navi 100 m vom wirklichen Ort entfernt, nach nachmaliger kurzer Rücksprache und Prüfung im Kartensystem, fand ich die Stelle. Die Fellnase lag wie beschrieben auf dem Gehweg. Ich konnte direkt daneben parken. Der freundliche Melder hatte es bereits von der Straße genommen. Rasch zog ich mir meine Handschuhe an, nahm ein Handtuch und legte das schlimm zugerichtete Fellnäschen auf das Handtuch. Durch den Aufprall war eine Auge aus der Augenhöhle getreten, das Fell war mit viel Blut bedeckt…. Es zog mir mein Herz zusammen bei diesem Anblick - denn ich bemerkte auch, das die Samtpfote wunderhübsch gewesen sein muss. Sie sah aus wie die

Kätzchen aus der Whiskas-Werbung. Während mit all diese Gedanken durch den Kopf gingen,  schlug ich behutsam das Handtuch über das Katzenmädchen und wünschte ihm eine gute Reise.

Vorsichtig legte ich das Bündelchen in meinen Kofferraum und fuhr schnellstens ins Büro. Es war eine 30er-Zone wo der Unfall passierte und ich konnte es wieder einmal nicht verstehen, wie ein Tier nach einem Unfall in einer verkehrsberuhigten Zone so aussehen konnte und vor allem, warum der Verursacher weiterfuhr, ohne die kleine Katzendame von der Straße zu bringen…..

Wie mit Marion vereinbart, legte ich die im Handtuch eingewickelte kleine Fellnase versteckt zwischen die Hauswand und meinem Auto, wo Marion sie später abholte. Nachdem Marion das Samtpfötchen so gut es ging vom Blut befreite, machte sie Bilder und schickte mir diese mit den anderen Merkmalen.

Am Abend erstellte ich in Facebook eine Fundmeldung  - durch diese Fundmeldung konnten wir den Besitzer ermitteln und das kleine Katzenmädchen wurde am nächsten Tag nach Hause geholt.

Marion leitete mir später noch Bilder weiter, die der Besitzer zum Vergleich gesandt hatte. Es schnürte mir die Kehle zu…. wie ich es mir bereits beim Auffinden dachte, war dieses Katzenmädchen ein besonders wunderschönes, zauberhaftes Geschöpf gewesen und darf nun als Fellnäschen-Engel in einer anderen Welt sein….

Wir danken dem Finder dass er das Tier von der Straße holte und sich bei uns gemeldet hat. Wir wünschen dem Fellnasen-Mädchen eine gute Reise über die Regenbogenbrücke und den Besitzern viel Kraft, um diesen schmerzlichen Verlust zu bewältigen….🖤🌈🖤




Mittwoch, 12.01.2022 |

Nr. 18/2022

Es war Mittwoch gegen 10 Uhr, als im Notfallchat ein bereits seit längerer Zeit in einem Garten sitzender Bussard gemeldet wurde - er flog nicht weg…

Teammitglied Jule arbeitete zuhause einige Unterlagen durch und sah die Nachricht erst sehr spät. Sie telefonierte kurz mit „Tier-Engel unterwegs“ - Gründerin Marion und übernahm dann den Einsatz.

Nach Angaben des Melders sollte es die Wilhelmstraße in Marbach sein, allerdings gab es diese nicht in Marbach - nur eine Wilhelm-Kopf-Straße. Jule fuhr dahin und schaute auf  dem Klingelschildern nach. Irgendwie hat das mit dem Namen nicht einmal annähernd gepasst…

Jule rief nochmals in der Notfallzentrale an und erhielt dann die Nummer des Melders.  Es stellte sich raus, dass die besagte Straße nur 5 Minuten entfernt war und Jule machte sich auf den Weg zum End-Ziel. Zwei Damen haben sie bereits erwartet und zeigten Jule den Greifvogel. Dieser war im Garten und so nahm Jule ihre bissfesten Handschuhe, eine Softbox sowie ein großes Handtuch. Aufgrund der Kälte hatte Teammitglied Jule eine sehr dicke Jacke an und musste diese ausziehen, da sie sonst nicht in die bissfesten Handschuhe gekommen wäre. Vorsichtig näherte sie sich so dem Tier.

Der Bussard fand das nicht so toll, dass Jule ihn versuchte zu sichern - immer wieder versuchte er, wegzufliegen. Erfolglos - irgendwas stimmte mit seinem Flügel nicht…. Das Tier lief um Bäume und Gebüsch herum und Jule robbte immer hinter. Die Situation war für die Beteiligten irgendwo lustig, dass alle lachen mussten und wiederum voll Sorge um das verletzte Tier…. Dieses war dann offenbar so erschöpft, dass es zwischen Baum und Zaun mit offenem Schnabel und ausgebreiteten Flügeln auf dem Boden liegend unser Teammitglied anfauchte….

Für Jule war es der erste Einsatz bei einem Bussard und sie überlegte, wie sie das schöne Tier  mit den ausgebreiteten Flügeln sichern könnte ohne ihm Schmerzen zuzufügen. Letztlich legte sie behutsam das große Handtuch über den Bussard. Während sie dem Tier in die kleinen schwarzem Knopfaugen schaute und das Gefühl hatte, der Bussard erwidere ihren Blick - wissend dass sie ihm Hilfe brachte - legte Jule ganz vorsichtig die Flügel an den Körper, während sie das Handtuch enger um ihn schlug. Sie packte den Greifvogel und setzte ihn in die Softbox, um ihn unverzüglich ins Tierheim Ludwigsburg zu bringen.

Im Tierheim wurde der Wildvogel umgehend untersucht - er war ziemlich unterkühlt und extrem mager - der Bussard wird nun aufgepäppelt und auch der nicht intakte Flügel hat nun Zeit, zu regenerieren….. Ohne die Melder und Jules Einsatz hätte er draußen allein mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht überlebt…..

Lieben Dank deshalb an die Melder und wieder einmal an das Tierheim Ludwigsburg, welches für uns immer und jederzeit als kompetenter Ansprechpartner zur Seite steht! Tierschutz funktioniert am besten gemeinsam!

 




Montag, 10.01.2022 |

Nr. 13/2022

Teammitglied Caro war privat mit Teammitglied Birgit ver-abredet, um gemeinsame Urlaubspläne zu schmieden, als in unserem Notfallchat die Meldung erschien: "Toter Hund Tamm Richtung Markgröningen an der Biogasanlage“

Teammitglied Birgit war bereits auf einem „Tier-Engel unterwegs“ - Einsatz und Caro machte gerade Feierabend, so dass Caro Teammitglied Birgit kurzerhand anrief und meinte: „Planänderung - wir schauen nach dem Hund.“

Caro war zuerst vor Ort und fuhr die Strecke nicht nur einmal hin- und zurück ab. Nach Informationen sollte eigentlich ein Pfeil auf der Strasse die Lage des toten Hundes im Strassengraben anzeigen - doch weit und breit war nichts zu sehen…. Caro entdeckte allerdings Teammitglied Birgit und gemeinsam fuhren sie nun wieder und wieder die in Frage kommende Strecke ab.

Letztlich parkte Caro das Auto dann am Bauhof in Markgröningen und beide Teammitglieder liefen - je einer rechts, der andere links - die Strasse zurück. Und endlich fanden sie die tote Fellnase… Es war ein großer schwarzer Labrador, Caro schätzt ihn auf 35 - 40 kg, der vor ihnen lag…. Mit schwerem Herzen schauten sie nach einem Chip - doch leider schlug das Chiplesegerät nicht an….

Caro lief zurück zum Auto, während Birgit beim Hund wartete, parallel dazu wurde versucht, die Gruppe „Hund entlaufen Baden-Württemberg“ zu erreichen - leider ohne Erfolg. Daraufhin rief Teammitglied Caro im Tierheim Ludwigsburg an, es wurde alles abgeklärt, um das Tier dorthin zubringen.

Gemeinsam haben Caro und Birgit das große Tier ins Auto gelegt und dort nochmals kontrolliert, ob das Tier nicht doch einen Chip hat - erneut schlug das Chiplesegerät nicht an. Caro fuhr die tote Fellnase ins Tierheim nach Ludwigsburg, wo der Hund erst mal in einem leeren Zwinger, der nicht mehr benutzt wird, abgelegt wurde. Caro fiel es schwer zu glauben, dass der Labbi nicht gekennzeichnet war und bat im Tierheim nochmals darum zu versuchen, einen Chip auszulesen. Tatsächlich schlug das Gerät einer anderen Marke nunmehr an…

In unserem Helferchat tauchten derweil Bilder eines entlaufenen schwarzen Labradors vom gleichen Tag auf - es stellte sich heraus, dass es sich um die tot aufgefundene Fellnase handelte…..

Caro hat bereits mehr als eine tote Katze von der Straße geholt, sie sagt, Katzen sind eine ganz andere Hausnummer weil man die einfach hochheben kann, während dieser große Hund schon mehr Anstrengung bedurfte und außerdem bei einer Katze kann man etwas mehr körperliche Distanz waren als bei einem so großen Hund….Insofern traf Caro dieser Einsatz mental tiefer als sie vermutet hätte, hätte man sie zuvor gefragt…..

Wir wünschen dem Labbi eine gute Reise über die Regenbogenbrücke und den Besitzern viel Kraft, um diesen schmerzlichen Verlust zu bewältigen….

Für Teammitglied Caro ging es dann sofort weiter zum nächsten Einsatz - eine tote Katze in Steinheim…. Würde sie hier auch wieder einem Besitzer die traurige Nachricht über den Tod seiner geliebten Fellnase überbringen müssen???




Freitag, 07.01.2022 |

Nr. 8/2022

Am Freitag, dem 07.01. las Teammitglied Lizzy in einer Facebook-Gruppe, dass eine Frau mit ihrem Hund beim Gassigehen eine tote Katze entdeckt und diese zur Seite gelegt hatte.

Lizzy gab die Meldung an „Tier-Engel unterwegs“-Gründerin Marion weiter und nach kurzer Besprechung fuhr Lizzy nach Vahingen, um nachzusehen, ob das Tier gekennzeichnet war, noch ehe es von der Stadt mitgenommen und möglicherweise ohne Prüfung einer Kennzeichnung „verschwand“.

Unterwegs schossen Lizzy wieder viele Gedanken durch den Kopf; hat die Katze einen Besitzer, wird sie schon vermisst oder gesucht oder ist es wieder ein namenloser Streuner, dessen eh oft hartes Leben wieder unverhofft durch ein Auto beendet wurde?

Vor Ort angekommen, fand Lizzy bei dem wunderschönen roten Tigerchen leider weder ein Tattoo noch einen Chip - sie machte Fotos und sandte diesen in unseren Notfallchat. Unter Angabe des Fundortes erstellt Teammitglied Nela in solch Fällen eine Fundmeldung - diese wird in den Socialmedia-Kanälen von uns geteilt und schon mehr als einmal konnten wir so - auch bei nicht gekennzeichneten Tieren - den Besitzer ermitteln und die Fellnase für die letzte Reise heimbringen….

Leider hat sich bisher noch niemand gemeldet - hier nochmals der Link zur Meldung:

https://www.facebook.com/Tierengelunterwegs/posts/629696981789159

Gute Reise über die Regenbogenbrücke Du unbekannte Samtpfote….. 🖤🌈🖤




Freitag, 07.01.2022 |

Nr. 7/2022

Es war Freitag, 9 Uhr am Morgen, als wir die Mitteilung über eine tote Katze in Bietigheim auf unserem Notfalltelefon erhielten. Auffindeort war an der Friedenskirche im Stadtteil Sand.

Teammitglied Sandra fuhr den Einsatz und konnte bei der zierlichen Fellnase auch einen Chip auslesen. Der Anruf bei TASSO dauerte etwas, denn Sandra hing ziemlich lange in der Warteschleife - unterstützt wurde sie parallel von „Tier-Engel unterwegs“-Gründerin Marion. Irgendwann klappte es und Sandra erfuhr, dass es sich bei der Fellnase um den Kater Suzu handelte…

TASSO würde versuchen, den Besitzer zu erreichen…. Sandra machte sich auf den Weg zu ihrem Termin, als die Besitzerin sich meldete und Sandra meinte, sie sei noch nicht so weit weg und würde Suzu heimbringen…..

Suzus Besitzerin war sehr traurig und erzählte Sandra, dass er noch kein Jahr alt war. Er und sein Bruder Oreo kamen aus einem Fall von Animal Hording in Bielefeld, wo sie vor ca. 6 Monaten heraus gerettet wurden. Bei der Besitzerin sind die Tiere seit ein paar Wochen und Freigänger…. Suzu war vor 2 Tagen schon einmal weg, doch Oreo hat ihn gesucht und offenbar auch gefunden, denn plötzlich waren wieder beide Fellnasen zuhause… Da Suzu am Morgen erneut fehlte, hat die Besitzerin ihn heute dann bei TASSO umgemeldet - sie hatte ein unerklärliches Gefühl gehabt….. Kurz darauf kam der traurige Anruf….

So traurig wie alles ist, war Suzus Besitzerin sehr dankbar, dass sie nun Gewissheit hat, was mit der Fellnase passiert ist… Es hat wieder einmal gezeigt, wie wichtig es ist, die bei TASSO und/oder findefix hinterlegten Kontaktdaten aktuell zu halten - nur so haben wir die Chance, das Tier nach Hause zu bringen….

Wir wünschen Suzu eine gute Reise über die Regenbogen-brücke und den Besitzern viel Kraft, um diesen schmerzlichen Verlust zu bewältigen….




Freitag, 07.01.2022 |

Nr. 6/2022

Am Freitag wurde uns über unseren Kooperationspartner - das Tierheim Ludwigsburg - ein Fellnasen-Findelkind im Kleeblatt-heim in Asperg gemeldet. Das kleine Kätzchen sei bereits der Nachtschicht aufgefallen, da die Fellnase lautstark miaute und durch nichts zu beruhigen war. Sie wollte auch nicht gehen und es erschien den Meldern zu riskant, das Tier unbedachte zu lassen. Es war sehr dünn und hatte evtl. Schmerzen?… Teammitglied Birgit befand sich gerade mit ihrem Hund auf der Gassirunde und signalisierte, dass sie den Einsatz übernehmen kann.

Ihre eigene Fellnase wurde ins Auto gepackt, das Chiplesegerät geholt und auf ging es zum Einsatzort nach Asperg. Dort wurde Birgit bereits erwartet und unter Einhaltung aller Hygienevorschriften in ein separates Zimmer geführt, wo die kleine Fellnase ganz entspannt auf einem Stuhl lag. Ohne Probleme oder Scheu ließ sie sich anfassen, doch leider fand Birgit bei dem sehr kleinen Katzenmädchen weder einen Chip noch ein Tattoo…. Auf den ersten Blick konnte Birgit keine äußeren Verletzungen feststellen, doch nach Schilderung der Melder sollte die Fellnase vorsorglich einem Tierarzt vorgestellt werden.

Behutsam wurde das Samtpfötchen von Birgit in die Transportbox gesetzt und ins Tierheim gebracht. Auf dem Weg dorthin ertönten lautstarke Unmutsbekundungen der Fellnase… Nachdem im Tierheim alles geregelt wurde, fuhr Birgit wieder heim. Mit den Fotos vom Einsatz erstellte Teammitglied Nela eine Facebook-Fundmeldung in der Hoffnung, ein Besitzer meldet sich - die Fellnase war zutraulich und so gehen wir davon aus, dass sie sicherlich ein Zuhause hat.

Hier der Link zur Fundmeldung:

https://www.facebook.com/113563563402506/posts/629570705135120/?d=n

Bereits am nächsten Tag hatte die Suche in den Socialmedia-Netzwerken Erfolg! Der Besitzer meldete sich aufgrund unseres Postes und konnte die Samtpfote wieder nach Hause holen....

 




Mittwoch, 05.01.2022 |

Nr. 5/2022

Es war der erste Mittwoch im neuen Jahr und im Notfallchat erschien gegen 20.30 Uhr die Meldung, dass in Leonberg eine Katze zugelaufen sei - ob jemand den evtl. vorhandenen Chip auslesen gehen könne.

Teammitglied Dagmar aus Friolzheim hatte zu diesem Zeitpunkt alle ihre Fellnasen mit Futter versorgt und auch ihr eigenes Essen fertig, als sie noch in den Notfallchat schaute…. Fix war klar - das Essen musste warten - Planänderung- und sie machte sich auf den Weg nach Leonberg zur Adresse der Melderin. Dort erwartete die Finderin unser Teammitglied bereits mit der Tochter ihrer Nachbarin und man stellte Dagmar „das Findelkind“ vor.

Ein kleines, zierliches, getigertes und sehr anhängliches Katzenmädchen von ca. 6/7 Monaten, welches es sich schon auf dem Bett der Finderin bequem gemacht hatte und die Streicheleinheiten genoss. Ein Tattoo war nicht vorhanden. Dagmar packte ihr Chiplesegerät aus, ohne welches die „Tier-Engel“ nie unterwegs sind. Behutsam fuhr sie damit über den kleinen Körper, um die zauberhafte „Prinzessin“ , wie sie von den Finderinnen genannt wurde, nicht zu erschrecken. Die beiden Damen erzählten Dagmar, daß die Katze unter dem Auto der Melderin saß, sich aber nicht sichern ließ und auch schon zwei Tage vorher gesehen wurde, wie sie eine stark befahrene Hauptstraße überquerte.

Zum Glück konnte „Prinzessin“ dann doch noch problemlos gesichert werden. Da die Melderin selbst einen sehr hübschen Kater hat, gab es natürlich auch etwas zu Essen für die Samtpfote. So wie diese das Futter annahm, mußte sie schon längere Zeit unterwegs gewesen sein. Leider blieb der erhoffte Piepton am Chiplesegerät aus und es war klar- „ Prinzessin“ war nicht gechippt… Kein Tattoo, kein Chip…. wo kommst Du her? Wo gehörst DU hin? Vermisst jemand dieses zauberhafte Katzenmädchen?

Dagmars Arbeit war vorerst getan und nach einem netten, ausgiebigen Gespräch über unsere Vereins-Arbeit verabschiedete sie sich und fuhr nach Hause. Von dort informierte sie die entsprechenden Stellen und mal wieder blieb Dagmar mit einem sehr traurigen Gefühl und der Frage, ob dieses zauberhafte Wesen wirklich kein Zuhause hat, gedanklich beim Einsatz…. Eines war jedenfalls klar- das Herz der Finderinnen und auch von Dagmar hat das kleine Katzenmädchen im Sturm erobert!!!

Auf der Suche nach einem evtl. Besitzer erstellte Teammitglied Nela - wie immer bei nicht gekennzeichneten/registrierten Tieren - eine Fundmeldung in unseren Socialmedia-Kanälen. Bisher ohne Erfolg.

Hier nochmals der Link:

https://www.facebook.com/Tierengelunterwegs/posts/628743325217858

 




Mittwoch, 05.01.2022 |

Nr. 4/2022

Am Mittwoch, dem 05.01.am Abend gegen 20.15h wurde uns eine tote Katze in Wiernsheim gemeldet.

Teammitglied Lizzy saß gerade mit ihrer Oma Lotte, welche sie betreut, beim Abendessen als sie die Meldung las. Es nicht weit von ihr entfernt und so übernahm sie den Einsatz.

Bei jeder Fahrt zur einer Todfundmeldung muss Lizzy an den Kater Bucki von Oma Lotte denken. Da bekamen sie nachts um 1 Uhr die Meldung von TASSO, dass Bucki leider angefahren wurde, netterweise haben die Leute die Polizei angerufen und so wurden wir informiert.Lizzy meint, zum Glück weil wenn Bucki nicht zum Frühstück erschienen wäre, was sehr untypisch für ihn gewesen ist, hätten sie sich wahrscheinlich verrückt gesucht. Lizzys Wunsch: Dass es jeder so macht, wenn so etwas passiert... Für die Besitzer ist (traurige) Gewissheit immer noch besser, als monatelange Ungewissheit, was mit ihrer geliebten Fellnase passiert sein könnte…..

Die Fellnase war tätowiert und so konnte am gleichen Abend noch der Besitzer ausfindig gemacht werden. Tip - wie die kleine Maus hieß - konnte am nächsten Tag von den Besitzern abgeholt werden. Dem Sohn der Familie ging das sehr sehr nah und er konnte seine Tränen nicht zurückhalten, als Lizzy dem Vater die Katze überreichte.

Wir wünschen Tip eine gute Reise über die Regenbogenbrücke und den Besitzern viel Kraft, um diesen schmerzlichen Verlust zu bewältigen…. 🖤🌈🖤

 




Sonntag, 02.01.2022 |

Nr. 3/2022

Einsatz Nummer 3 im Jahr 2022 kam am Sonntag um 22 Uhr über unser Notfalltelefon. Eine zugelaufene Katze in Bönnigheim, die seit Mittag vor Ort ist und keinerlei Anstalten mache, zu gehen…. Die Teammitglieder Annabell und Fabi übernahmen den Einsatz:

Vor Ort angekommen war das Auffinden des Meldeortes aufgrund der Dunkelheit nicht einfach - nach kurzer Rücksprache mit der Einsatzzentrale kam die Melderin dann vor das Haus, wo unsere Teammitglieder erwartet wurden.

Die Fellnase lag auf dem Balkon auf einem Stuhl und war voll verschmust. Sie begrüßte Annabell und Fabi und ließ sich streicheln. Annabell sah, dass dem Katzenmädchen ein kleines Stück Fell fehlte - war es etwa eine Kampfspur????

Mit dem Chiplesegerät konnte auch schnell eine Chipnummer ermittelt werden - Annabell rief sofort bei TASSO an. Allerdings kam es beim Durchgeben der angezeigten Nummer  zu einem kleinen Mißverständnis…. Als Annabell die Nummer durchgab, fand die TASSO-Mitarbeiterin in der Datenbank auch einen Eintrag - es handelte sich um einen Hund aus Erligheim! Verwirrung bei Annabell und auch der TASSO-Mitarbeiterin…. War hier evtl. ein Zahlendreher passiert????

Annabell zog erneut das Chiplesegerät über die Samtpfote, gab die Nummer nochmals in einzelnen Zahl durch und dann endlich zur Erleichterung aller gab es einen passenden Treffer!!!! Die Fellnase hieß Lucy und wohnte nur ein paar Strassen weiter - bei TASSO war hinterlegt, dass Lucy sehr zutraulich und verschmust ist!

Die Finderin erzählte, dass die Katze ihnen hinterhergelaufen ist und ihnen unbemerkt bis in den Garten folgte…. Da sie nicht mehr wegging, hatte sie sich Sorgen gemacht und wollte nur sichergehen, dass die Fellnase Besitzer hat….

Annabell wies sie daraufhin, dass sie Lucy bitte nicht füttern soll - man wisse ja nicht, ob Lucy Spezialfutter benötigt und leider werden Freigängerkatzen sehr oft aus falsch verstandenem Mitleid gefüttert und kehren deshalb teilweise tagelang nicht heim. Dort werden sie schmerzlich vermisst und die Besitzer machen sich unbeschreibliche Sorgen…. Annabell und Fabi verabschiedeten sich von der Finderin und fuhren heim.

Am nächsten Morgen erzählte Annabells Arbeitskollegin, dass soeben ihre Tochter angerufen habe und ihre Katze bei fremden Menschen sei und ihre Tochter die Fellnase nach ihrem Geschäft dort abholen würde. Es stellte sich heraus, dass es um Lucy ging und Annabell erfuhr, dass Lucys Besitzerin sehr unglücklich damit ist, dass viele ihrer Nachbarn Lucy mit Leckerlis und Futter  - zu ihrem Leidwesen - füttern. Sie habe Lucy als Baby bekommen und aufgepäppelt und Lucy sei dadurch sehr sehr zutraulich. Trotz ihrer menschenbezogenen Art - sie laufe auch Schulkindern hinterher - ist Lucy Freigängerin und durch nichts davon abzuhalten…. Sie kehrt mittags heim, schläft bis in die frühen Abendstunden und zieht dann nächtlings ihre Kreise…. Und leider springt Lucy auch gern in fremde Autos, sie habe schon mehrfach ihre klein Ausreisserin aus weiter entfernten Orten abgeholt…..

Wir vermuten, es wird nicht das letzte Mal sein und wünschen Lucy und ihrer Familie alles Gute!


2021


Freitag, 30.12.2021 |

Nr. 1.130/2021

Der letzte Einsatz im Jahr 2021 kam am Silvestertag ca. 19.30 Uhr aus Asperg- in einem Keller wurde eine Katze gefunden, die sich laut Melder nicht anfassen ließ und die auch keine Anstalten machte, aus dem Keller zu gehen….

Teammitglied Sandra und Kate trafen sich vor Ort und die Melderin führte beide in den Keller. Direkt nach Öffnen der Tür kam das Samtpfötchen auf unsere Teammitglieder zu und wollte sich vorbeischleichen. Die Fellnase war gut genährt und sah gepflegt aus.

Alle hielten sich in einem kleinen Vorraum auf, doch die Fellnase steuerte zielstrebig die Tür nach oben an. Die Melderin erzählte, die Tür zum Garten/Hinterhof würde oft offen stehen und sie vermute, dass die Katze so reingekommen sei. Sie habe die Katze nie zuvor gesehen.

Sandra und Kate suchten zuerst nach einem Chip, wurden aber leider nicht fündig. Dafür waren Tätowierungen in den Ohren sichtbar. Nach einigen sanften Ableseversuchen war die Katze nicht mehr ganz so kooperativ. Leider waren die Tätowierungen nicht klar zu entziffern. Da die Katze sich aber offensichtlich auskannte und keinen verwahrlosten Eindruck machte, wurde entschieden, sie wieder nach draußen zu lassen. Die Katze schlenderte gemütlich durch die ihr aufgehaltene Tür und fand den Weg nach oben auf Anhieb. Im Freien angekommen, blieb sie vor der Tür sitzen, ganz so als sei das ihr Platz…

Sandra und Kate dachten dann nur noch: „Tschüss Katze“ und unterhielten sich bei der Gelegenheit noch etwas - dieser Einsatz war das erste persönliche Kennenlernen der beiden, denn Sandra ist erst seit kurzem aktives Teammitglied bei uns. Solange es keinen Anlass aufgrund Verletzung, kritischem Ernährungs-Zustand o.ä. gibt, nehmen wir die Tiere auch nicht mit - ist das Tier gut genährt und gepflegt, jedoch nicht gekennzeichnet, hilft es oft schon, ein Papierhalsband umzumachen mit der Telefonnummer und Bitte, dass ein etwaiger Besitzer sich melden solle. Die Melder der Fellnase werden dann gebeten, das Tier einige Tage zu beobachten und uns Rückmeldung zu geben.

Tierschutz funktioniert am Besten, wenn alle zusammen zum Wohl und im Sinne der Tiere miteinander kooperieren - in diesem Sinne Danke auch einmal an alle Menschen, die uns ein Tier melden, aus Sorge es könnte in Not sein….. Gern fahren wir lieber einmal „umsonst“ raus, als dass irgendwo ein Tier hilflos und unbeachtet leiden muss……




Dienstag, 28.12.2021 |

Nr. 1.127/2021

Nach 16 Tagen und ca. 350km vom Wohnort entfernt gibt es ein nachträgliches Weihnachtswunder

Es war Dienstag gegen 17 Uhr, als dieses Weihnachtswunder für das Katzenmädchen Gemma und ihre Besitzer begann….

Auf unserem Notfalltelefon meldete sich ein Mann, der in Ludwigsburg-Pflugfelden eine sehr dünne Katze gefunden hatte und diese - da es sich um eine Rassekatze handelte - zunächst mitgenommen hatte. Er bat uns, vorbeizukommen und nach einem Chip zu sehen…. Teammitglied Birgit fuhr zum Melder und bekam über ihr Chiplesegerät zwar einen Signalton, allerdings wurde leider die Chipnummer nicht angezeigt. Ärgerlich, wenn in diesem Fall die Technik nicht funktioniert, erfreulich, wenn ein anderes Teammitglied - in diesem Fall war es Vivi, die nur 2 Minuten mit dem Auto entfernt wohnte, zu Hilfe eilt….

Nachdem Vivi die Transpondernummer hatte, rief der Melder bei TASSO an, während Vivi vorab online bei TASSO schaute, ob das Tier registriert war - tatsächlich! Es handelte sich um das Katzenmädchen Gemma, welches laut TASSO in Kastel-Staadt zuhause war. Es lagen ca. 350km dazwischen!!! Und vermisst wurde Gemma seit dem 12.12. - das waren 16 Tage!!!

Auch Vivi versuchte nun telefonisch bei TASSO jemanden zu erreichen…. Es war viel los bei TASSO und beide waren in der Warteschleife. Vivi sagte zum Finder, das einzige was sie sich vorstellen kann, dass die Katze nicht umgemeldet worden ist. Sie vermutet, dass die Besitzer umgezogen seien und vergessen haben, die Gemma umzumelden. So etwas erleben wir bei unseren Einsätzen ziemlich häufig….

Endlich hatte Vivi eine sehr nette Dame am Telefon, die ihr zusagte, gleich die hinterlegten Kontaktdaten anzurufen und Vivi solle kurz auf einen Rückruf warten. Entweder von den Besitzern oder Tasso - im Falle des Nichterreichens der Besitzer…

Nur 3 Minuten später klingelte Vivis Handy… Eine sehr sehr aufgeregte Dame war dran - Gemmas Besitzerin… Ungläubig hörte sie zu, als Vivi ihr versicherte, dass es Gemma gut geht und das Tier soweit wohlauf und in Sicherheit ist.

Vivi fragte auch gleich, ob sie vergessen hätte, die Gemma umzumelden, doch die Besitzerin verneinte und erzählte, sie wohnen in Kastel-Staadt - dies sei im Dreiländereck Luxemburg-Saarland - Rheinland-Pfalz. Und sie habe schon vermutet, dass Gemma im Großraum Ludwigsburg sei - Vivi war überrascht….

Im weiteren Gespräch dann erzählte Gemmas Besitzerin, sie ist am besagten Verschwindetag raus Holz holen gegangen und hat, als sie wieder reingekommen ist, beide Hände voll gehabt. Sie hat die Tür aufgemacht und dabei müssen ihr Hund und Gemma nach draußen sein. Sie hat es nicht bemerkt, war in der Küche, als es irgendwann klingelte und der Nachbar meinte, dass ihr Hund draußen ist. Daraufhin holte sie den Hund wieder rein und irgendwann ist ihr aufgefallen, dass die Gemma fehlte. Es gibt übrigens insgesamt 4 Katzen und 1 Hund, so dass Gemmas fehlen nicht sofort auffiel…. Zuerst wurde das ganze Haus durchsucht, anschließend wurde die Suche nach Gemma auf den Außenbereich ausgedehnt.

Auf der Straße hörte sie ein Maunzen, konnte es jedoch nicht gleich lokalisieren. Zum gleichen Zeitpunkt, als sie suchten, hat sich die Nachbarin von ihrer Tochter verabschiedet. Die Tochter wohnt in Ludwigsburg….. Als das Auto weg war, war auch das Maunzen verstummt…. Trotz weiterer Suche blieb Gemma verschwunden….  Und dann kam diese Ungewissheit vom 12. Dezember bis 28. Dezember…

Eine vermutliche Erklärung für Gemmas Auftauchen in Ludwigsburg, fast 350km weg vom Wohnort:

Gemma hat sich im Motorraum oder Radkasten des Autos der Nachbarstochter versteckt und die Fahrt wie durch ein Wunder überlebt…. Im Innenraum war sie nicht - dies wäre der Tochter mit Sicherheit aufgefallen…. und als das Auto in Ludwigsburg ankam, muss Gemma dieses verlassen haben und wurde dann glücklicherweise vom Melder gefunden und aufgenommen…

Nicht auszudenken, was alles hätte passieren können…..

Überglücklich wollten die Besitzer aufgrund der weiten Strecke am Folgetag ihre Gemma heimholen - Teammitglied Vivibot der Familie an, ihnen etwas entgegen zu fahren. Eine Freundin von Vivi wohnt in Mannheim und dort wurde dann die Übergabe vereinbart.

Überglücklich fand einen Tag später am 29.12. die Familien-zusammenführung statt….

Ein Video der Ankunft von Gemma in ihrem Zuhause seht Ihr in den Kommentaren…. Gemma hat sich mittlerweile von ihrem Abenteuer erholt, ist wohlauf und sie nimmt auch wieder gut an Gewicht zu - von Herzen alles Liebe für die Familie ❣🙏😻

Diese Happy-End-Geschichte zeigt wieder einmal mehr, wiiiiie wichtig es ist, seinen Liebling kennzeichnen und vor allem auch registrieren zu lassen!!!!!




Dienstag, 28.12.2021 |

Nr. 1.126/2021

Was ist in den 1,5 Wochen Verschwundensein passiert, dass Du nun ein Drei-Beinchen bist???? Wird es jemals eine Antwort geben????

Am letzen Dienstag im alten Jahr kam gegen 14.30 Uhr die Einsatzmeldung: „Verletzte Katze in Bönnigheim Hofen“.

Unser neues Teammitglied Sandra hatte gerade Feierabend und machte sich direkt auf den Weg. Teammitglied Angi hatte die Fellnase, welche weder Chip noch Tattoo hatte, schon zu sich genommen, konnte diese jedoch leider nicht weiter versorgen.

Bei Angi eingetroffen, fiel Sandra sofort ein unangenehmer Geruch auf. Die Fellnase saß zusammengekauert in der Box. Gemeinsam schauten sich unsere Teammitglieder das verletzte Beinchen an -  es war komplett schwarz und trocken, praktisch tot. Was musste die Kleine für Schmerzen erlitten haben - und das nicht erst seit gestern. Trotzdem hat sie sich problemlos hochnehmen und anschauen lassen. Sie war ziemlich ängstlich, aber nicht aggressiv.

Ohne zu Zögern machte sich Sandra auf den Weg zu unserer Kooperations-Tierärztin Frau Hoffmann-Füsser. Dort wurden sie nach telefonischer Vorankündigung bereits erwartet und das Samtpfötchen umgehend untersucht. Auf den ersten Blick dachte Sandra, es sei noch eine junge Katze, da diese sehr klein und dünn war. Die Tierärztin meinte jedoch, das Tier sei bereits ausgewachsen allerdings sehr ausgezehrt. Nach Ansicht des Beinchens waren alle überrascht, wie gut es dem Stuben-Tigerchen damit noch ging, denn das komplette Bein war abgestorben und zum Teil lagen die Knochen frei. Am Bauch war sie mit Wundsekreten voll, was ihren strengen Geruch erklärte. Sie brachte nur noch 2.15 Kilo auf die Waage.

Frau Hoffmann-Füsser hat sie sofort mit Schmerzmittel und Antibiotika versorgt. Das Kätzchen bekam über Nacht die Möglichkeit, sich ein wenig von der Aufregung zu erholen und wurde am Folgetag gleich operiert - das abgestorbene Beinchen musste ab…. Zu diesem Zeitpunkt war noch nicht klar, ob die Kleine aufgrund ihres Allgemeinzustandes die OP schaffen würde…..

Sandra war zum ersten Mal bei Frau Hoffmann-Füsser und sehr sehr angetan von der mitfühlenden, fürsorglichen Art und Weise, wie die Ärztin mit der kleinen Maus umging, um dieser Schmerzen zu ersparen. Insgesamt war die Fellnase sehr geschwächt und ängstlich. Sie schien den Umgang mit Menschen aber gewohnt zu sein und hat offensichtlich auch verstanden, dass man ihr half.

Sandra fuhr nach Hause und hoffte inständig, dass sich ein Besitzer melden würde - wie immer bei nicht registrierten Tieren erstellte Teammitglied Nela eine Fundmeldung, welche in Facebook auf unserer Seite und in den entsprechenden Gruppen geteilt wurde. Einen Tag später meldete sich tatsächlich die Besitzerin bei uns - der entscheidende Hinweis kam wieder einmal über unsere Facebook-Fundmeldung.

https://www.facebook.com/Tierengelunterwegs/posts/623646415727549

Die Besitzerin weinte herzzerreissend, als sie mit „Tier-Engel unterwegs“-Gründerin Marion telefonierte. Vor ca.1,5 Wochen wurde sie - wie jeden Morgen - bis zum Bus von ihrer kleinen Fellnase begleitet und diese drehte dann wieder um. An dem besagten Tag war sie spät dran, hatte es sehr eilig und erreichte den Bus gerade noch so…. Ihre Fellnase blieb etwas verdattert zurück und ein ungutes Gefühl begleitete ihre Besitzerin zur Arbeit….

Am Abend dann kehrte die Samtpfote nicht zurück….

Die OP war erfolgreich und das Samtpfötchen erholt sich nun davon - wenn alles so gut weiter geht, darf die Kleine bald wieder nach Hause, wo sie auch als Dreibeinchen geliebt wird!

Wir wünschen weiterhin rasche Genesung und sagen herzlich Dankeschön an die Melder, die der Fellnase in Not halfen und nochmals ein großes Danke an Frau Hoffmann-Füsser, die wieder einmal schnell und unbürokratisch geholfen hat!❣🙏😻




Sonntag, 2. Weihnachtsfeiertag, 26.12.2021 |

Nr. 1.124/2021

Den Tieren ist egal, ob es Wochenende, Nacht oder Feiertag ist… Uns auch, wenn Tiere in Not sind…. Am 2. Weihnachtsfeiertag erreichte uns der Notruf, dass in Freiberg ein verletzter Graureiher ist, der nicht mehr aufstehen kann. Der Melder hatte sich zunähst an unseren Kooperationspartner, das Tierheim Ludwigsburg gewandt und von dort unsere Notfallnummer erhalten.

Der Melder war gerade im „Gaumentanz“ einkaufen und als er wieder rauslief, erblickte er an der Elektroladestation für Autos den Graureiher. Dieser lag auf dem Boden und beim Näherkommen wollte das Tier aufstehen, kippte jedoch immer wieder um und der Melder erkannte, dass das Tier  Hilfe benötigte.

Teammitglied Birgit machte sich sofort auf den Weg und auch unser 1. Vorstand und „Tier-Engel unterwegs“-Gründerin Marion fuhr zum Einsatzort. Das Tier wollte in einem letzten Aufbäumen flüchten, doch es war zu verletzt. Beim Versuch sich aufzurichten kippte er erneut um und so konnten unsere beiden Teammitglieder mit Hilfe eines Kissenbezuges das Tier sichern.

Behutsam setzten sie es in die mitgebrachte Softbox, dabei immer bedacht, dass der Vogel sie nicht verletzt - Graureiher haben die Angewohnheit, gern auf die Augen zu hacken…. Alles klappte und so brachte Marion das wunderschöne Tier dann ins Tierheim nach Ludwigsburg, wo es umgehend versorgt wurde.

Gute Besserung und hoffentlich bald wieder guten gesunden Flug!




Donnerstag, 23.12.2021 |

Nr. 1.122/2021

Ein Tag vor Heilig Abend, gegen 16.45h - eine Fundmeldung einer zuckersüßen Hündin in Spielberg/Sachsenheim erschien in unserem Notfallchat mit der Bitte, wer zum Chipauslesen hinfahren kann.

Teammitglied Kate war soeben aus der Haustür um mit ihrem Hund Buddy Gassi zu gehen, als sie die Meldung im Notfallchat las. Da es bei ihr in der Nähe war, brach sie die runde ab, nahm Buddy unter den Arm und gab an das Team Bescheid, dass sie unverzüglich den Einsatz übernimmt.

Im Nachbarort angekommen, stand der Finder draußen und hat auf Kate gewartet. Diese erfragte zunächst erst einmal die Umstände des Auffindens der kleinen Hundedame. Der Finder berichtete, dass er auf der Strasse gefahren sei und wie aus dem Nichts stand dann irgendwie dieser Hund auf der Straße. Da man dort etwas schneller fahren darf, konnte er gerade noch bremsen. Er sei dann ausgestiegen und der kleine Hund sei sofort hergekommen und hat sich ins Auto setzen lassen. Für den Finder war klar, dass er die kleine Fellnase keinesfalls auf der gefährlichen Straße zurücklassen würde. Die Autos fahren hier nicht langsam, dies könne ganz schön schief gehen….

Nachdem Kate und der Finder ins Haus gegangen waren, wurde Kate von der sehr freundlichen Hündin begrüßt. Es war sehr einfach, nach einem Chip zu schauen - und tatsächlich zeigte Kates Lesegerät eine Chipnummer an! Kate hatte ein mulmiges Gefühl - ihre letzten Einsätze verliefen leider so, dass der Hund zwar gechipt, aber in keinem Haustierregister registriert war - würde es sich wiederholen????

Kate rief bei TASSO an - dort ist sie mittlerweile bekannt - zwinker - doch leider war auch in diesem Falle der Chip in keinem einzigen Register registriert….. Während des Telefonats hat sich die Hündin voller Vertrauen zwischen Kates Beine geworfen, auf den Rücken gelegt und wollte sich am Bauch kraulen lassen. Kate dachte sich, wenn sie die Zuckermaus jetzt ins Tierheim bringt, würde das kleine Seelchen es nicht packen, so lieb und kuschlig wie sie war…. Andererseits: lieber ein Dach über dem Kopf als platt gefahren auf der Straße….. Dass die Zaubermaus Besitzer haben musste, zweifelte Kate keine Sekunde an!

Nach Rücksprache mit Teammitglied Nela, die für unsere Social Media Kanäle verantwortlich ist, sollte umgehend eine Fundmeldung erstellt werden - oft melden sich aufgrund der hohen Reichweite die Besitzer recht schnell oder treffen Hinweise auf den Wohnort des Fundtieres ein. Nela machte sich sofort an die Arbeit.

Was passiert mit Fundtieren, die nicht registriert sind? In solch Fall informieren wir die Polizei und das Tierheim, falls die Besitzer sich dorthin wenden. Der Zufall wollte es, dass der Papa des Finders Polizist war und bereits die Kollegen in Bietigheim und auch Vaihingen über den Fundhund informiert hatte - bisher hatte sich allerdings dort niemand gemeldet. Kate rief im Tierheim Ludwigsburg an, um den Hund auch dort zu melden. Die Tierheimleiterin Ursel Gericke war wieder einmal nicht erfreut, dass ein Tier nicht registriert war, sie stimmte jedoch der Tatsache zu, dass Kate die kleine Hündin erst einmal mit zu sich nimmt, da sich in den meisten Fällen recht schnell Besitzer finden lassen. Teammitglied Markus informierte parallel dazu das Tierheim in Vaihingen.

Anschließend fuhr Teammitglied Kate mit ihrem Buddy und der kleinen Zuckerschnute nach Hause, wo sie noch eine Runde mit beiden Fellnasen um den Block lief. Beide Tiere verhielten sich so, als wenn sie schon ihr Leben lang gemeinsam zusammen wären. Nach der kleinen Gassirunde durften dann die Fellnasen gemeinsam in das warme Wohnzimmer. Die kleine zuckersüße Maus fühlte sich sofort heimisch, beschlagnahmte sowohl das Sofa als auch das Hundekörbchen von Buddy. Der war Gentleman pur und ließ die Prinzessin großzügig gewähren…..

Diese ruhte sich erst mal von ihrem Abenteuer aus und schlief ein. Über den Facebook-Post gelang es uns dann tatsächlich Kontakt zu der Besitzerin der Hündin namens Bella aufzunehmen. Kate wurde von ihr angerufen und zunächst versicherte Kate der Besitzerin, dass es Bella gut geht und sie unverletzt ist. Die Besitzerin teilte Kate mit, dass sie leider heute ihren Hund nicht mehr abholen könne - nachdem Kate sagte, dass sie Bella dann ins Tierheim bringen würde, lenkte die Besitzerin ein und sagte, sie würde jemanden finden der ihren Hund abholt.  Kate hatte Bellas Besitzerin ans Herz gelegt und tat dies später auch noch mal bei der Bekannten, welche Bella später noch abholte, doch die Bella bitte bei TASSO/findefix registrieren zu lassen.

Es stellte sich heraus, dass aufgrund von Bellas Miniwuchs die Fellnase immer wieder durch die Grundstücksabgrenzung entwischen kann. Leider wurde Bella bereits mehrfach auf der viel befahrenen Straße gesichert…. Kate empfahl daher, einen Hasendrahtzaun an die Grundstücksbefestigung anzubringen, damit Bella nicht ständig Gefahr lief überfahren zu werden.

Wir hoffen für die kleine Bella, dass dies rasch umgesetzt wird und die Zaubermaus so nicht mehr in Lebensgefahr geraten wird. Alles Liebe für Dich Bella!




Mittwoch, 22.12.2021 |

Nr. 1.120/2021

Vom Besitzer einfach zurückgelassen, warten 2 Fellnasen nun im Tierheim Ludwigsburg auf ihre Herzmenschen

Es war Mittwoch, gegen 18 Uhr - Teammitglied Jule war nach ihrem Meisleineinsatz am Nachmittag noch bei einem Termin und kam gerade wieder zur Wohnungstür rein, als unser 2. Vorstand Caro sie anrief - es handle sich um einen dringenden Notfall in Kirchberg. Die Melderin hatte zunächst im Tierheim Ludwigsburg angerufen und wurde von dort an uns als enger Kooperationspartner verwiesen, woraufhin die Melderin sich direkt auf dem Notfalltelefon meldete.

In Kirchberg waren 2 Katzen von ihrem Besitzer, der umgezogen war, einfach zurückgelassen worden… Eine der Fellnasen konnte bereits von einem Nachbarn gesichert werden und sollte ins Tierheim, die zweite Fellnase musste erst eingefangen werden….

Jule fuhr also samt einer Lebendfalle nach Kirchberg und erklärte vor Ort die Funktionsweise. Der Nachbar sagte zu, die Falle am nächsten Tag aufzustellen und sich wieder bei uns zu melden, wenn das Tier gesichert sei.

Das Katzenmädchen war ziemlich verschüchtert und saß in einer Ecke - da die Nachbarin ihr jedoch vertraut war, konnte diese die Samtpfote auf den Arm nehmen und in die von Jule mitgebrachte Transportbox setzen.

So durfte die Samtpfote ins Tierheim und Jule dann endlich wieder nach Hause… Es sollten doch tatsächlich noch vier Tage vergehen, bis auch Fellnäschen Nummer 2 gesichert werden konnte! Respekt für die Geduld der Melder und vielen Dank für die tolle Unterstützung! Am Sonntag, 26.12. um 22.30 Uhr erreichte uns die Meldung, dass Nummer 2 nun in der Falle ist - Teammitglied Franziska fuhr umgehend nach Kirchberg, um die Fellnase dann weiter ins Tierheim Ludwigsburg zu bringen - auch Dir lieben Dank Franziska! Besonders an Tierheimleiterin Ursel Gericke geht erneut unser Dank, die auch zu nachtschlafener Zeit bereit ist, Tieren in Not zu helfen!

Die beiden Samtpfötchen sind nun wieder vereint und wir wünschen ihnen von Herzen Besitzer, die ihnen viel Liebe schenken ❣🙏😻




Mittwoch, 22.12.2021 |

Nr. 1.119/2021

Am Mittwoch kam ca. 18 Uhr über unsere Notfallnummer Einsatz Nummer 5 an diesem Tag bei uns rein. Ein 200 Gramm Igel wurde eingesammelt in Waiblingen-Korb.

Mit Erkältung und Schüttelfrost auf der Couch liegend, las Teammitglied Nenne die Meldung in der Notfallgruppe über diese Handvoll Igelchen, den eine ältere Dame in Korb bei Waiblingen in ihrer Wohnung gesichert hatte. Korb ist gut 20 Min. entfernt von Nennes Wohnort - allerdings war an Autofahren an diesem Abend nicht zu denken. Da im Rems-Murr-Kreis leider nur wenige Mitglieder des Vereins tätig sind und die Dame den Igel über Nacht versorgen konnte, wurde die Abholung für den nächsten Tag, den 23. Dezember ins Auge gefasst.

Noch nicht gesund, aber auf dem Weg dahin, machte sich Nenne am nächsten Tag ans Werk. Noch am Abend des 22.12. und am darauffolgenden Morgen versuchte sie über ihre Kontakte einen Pflegeplatz für den kleinen Mecki zu finden, was sehr schwierig war. Mit der Melderin telefonierte sie am Donnerstag Morgen, um den genauen Abholtermin zu vereinbaren, mit dem Tierschutzverein Waiblingen wurde ebenfalls Kontakt aufgenommen.

Der Tierschutzverein Waiblingen erklärte sich bereit, den jungen Igel-Mann aufzunehmen. Zuvor sollte er jedoch ärztlich durchgecheckt werden, um etwaige Verletzungen oder Wurmbefall auszuschließen. Der mit dem Tierschutzverein Waiblingen kooperierende Tierarzt war von Nenne telefonisch informiert worden. Gegen 11.30 Uhr traf sie bei der Melderin, einer älteren Dame, ein. Sie war sehr besorgt um den winzigen Igel. Der Kot roch sehr streng, er hatte Durchfall, zwei Zecken und eine Verletzung – so viel konnte Nenne beim Umsetzen des Igels in ihre Transportbox bereits sehen. Die Melderin berichtete, dass sie den kleinen Igel schon einige Tage bei sich hatte. Da er aber nicht zunehmen wollte und nachdem sie sich mit einer kundigen Igelstelle besprochen hatte, wurde auch von dort angeraten, den kleinen Mann schnellstmöglich zu einem fachkundigen Tierarzt zu fahren. Der Dame wurde geraten, die „Tier Engel-unterwegs e.V.“-Notfallnummer zu kontaktieren. So kam es dann schlussendlich zur Übernahme durch unseren Verein.

Der Tierarzt war auf ein Zeitfenster zwischen 11.45 Uhr und 12.00 Uhr eingestellt. Angesichts der fortgeschrittenen Zeit war nur eine kurze Unterhaltung mit der Dame möglich. Sie war uns sehr dankbar und spendete einen nicht unerheblichen Geldbetrag für die Rettung von „Mecki“. Mit dem Tierschutzverein Waiblingen war vereinbart, dass nach der ärztlichen Versorgung des Igels, eine Pflegestelle des Tierschutzverein das Tier zur weiteren Pflege übernehmen würde. Das Übergabegespräch beim Tierarzt war dank der Anmeldung rasch erledigt und so fuhr Nenne wieder zurück, um im Homeoffice weiterzuarbeiten.

Wir hoffen sehr, dass „Klein-Mecki“ noch so rechtzeitig beim Tierarzt war, dass man ihm dort helfen konnte. Unser Dank gilt der Melderin, aber auch dem Tierschutzverein Waiblingen und der kooperierenden Tierarztpraxis. Die Spende der Melderin wurde unter den ehrenamtlich tätigen Vereinen aufgeteilt.

Wir meinen: das war eine tolle Zusammenarbeit mit allen Beteiligten - so kurz vor Weihnachten in der ganzen Hektik ist dies keine Selbstverständlichkeit. 




Mittwoch, 22.12.2021 |

Nr. 1.118/2021

Es war Mittwoch, als gegen 16.30 Uhr im Notfallchat die Meldung erschien, dass eine ca. 3 Monate alte Fellnase in einem Baum sitzt und sich seit Stunden nicht mehr runtertraut.

Teammitglied Caro übernahm den Einsatz, der sie nach Ottmarsheim führte. Vor Ort angekommen, hatte der Melder auf Hilfe gewartet und berichtete Caro, dass er schon vor 3 Stunden an dem Baum vorbeigekommen ist. Er hatte bei der  Bank Geld geholt und dann jämmerliches Maunzen von der Holzumrandung am Baum gehört und so das Katerchen entdeckt. Er hatte sich zunächst nichts dabei gedacht - Katzen klettern nunmal auf Bäume, doch als er 2 Stunden später wieder vorbeifuhr, sass der kleine Mann noch immer oben und schrie weiterhin herzzerreißend.Nun hatte sich der Melder doch Gedanken gemacht, da es ja immerhin recht kalt wurde…. Er hatte zunächst bei der Polizei angerufen, von dort die Nummer einer anderen Organisation erhalten, diese allerdings den Einsatz nicht übernahm, woraufhin er erneut bei der Polizei anrief und dann unsere Notfallnummer erhielt.

Caros Plan war, die Fellnase durch den Melder von vorn mit Futter abzulenken, während sie sich von hinten anschleichen wollte und das Fellbündelchen mit dem Kescher „abpflücken“ wollte. Theorie und Praxis passen ja oftmals nicht zusammen - so auch hier; der Baum war so ungünstig gewachsen, dass es mit dem Keschern nichts wurde…. Leider war auch das „Pflücken“ mit der bloßen Hand nicht möglich - der kleine Wildfang kletterte nämlich höher in den Baum - ein rankommen ohne Leiter war unmöglich - ein neuer Plan musste her! Caro meinte zu dem Melder, der ziemlich über 1.90 m groß war: „Also gut, dann schütteln wir die Fellnase jetzt raus!“ Der Melder zögerte zunächst, vertraute jedoch Caro und schüttelte einmal kräftig - mehr war aufgrund seiner Statur auch nicht nötig…

Der kleine Wildfang kam „im Flippermodus“ den Baum herunter und Caro versuchte ihn noch vor dem Boden aufzufangen. Am Boden angekommen, schüttelte sich das Samtpfötchen kurz, schaute sich rasch um und machte sich dann im Eiltempo aus dem Staub Richtung eines Hofes, der in der Nähe war. Da uns der Hof nicht unbekannt ist, konnten wir abklären, dass der Katzenbub dort auch wohnt und versorgt wird.

Der Melder war sehr sehr happy, dass ihm jemand geholfen hatte und auch Caro war glücklich, dass der süße Fratz nicht im Baum übernachten musste.

 




Mittwoch, 22.12.2021 |

Nr. 1.117/2021

Teammitglied Jule war unterwegs in Ludwigsburg, als gegen 13.30 Uhr eine Nachbarin aus Marbach bei ihr anrief. Da diese wusste, dass Jule aktives Teammitglied bei den „Tier-Engeln“ ist, teilte sie mit, dass sie einen Vogel eingesammelt hatte, der auf der Straße lag und der verletzt ist. Der kleine Pieper kann  nicht mehr wirklich fliegen und würde immer auf die Seite fallen…

Da Jule in Ludwigsburg noch was zu erledigen hatte, stellte sie den Fall in unseren Notfallchat ein. Leider konnte niemand vom Team und so brach Jule in Ludwigsburg ab und fuhr nach Marbach zurück, um dem kleinen Vögelchen zeitnah zu helfen. Es hatte sicher Schmerzen und sollte schnell in ärztliche Obhut.

Samt Blaumeislein fuhr sie wieder nach Ludwigsburg, nur diesmal ins Tierheim. Der kleine Piepmatz wird nun aufgepäppelt und nach der Genesung wieder in die Freiheit entlassen.

Es sollte nicht Jules letzter Einsatz an diesem Tag sein - das wusste sie allerdings zu diesem Zeitpunkt noch nicht…..




Sonntag, 19.12.2021 |

Nr. 1.110/2021

Es war am Sonntag gegen 18.40 Uhr, als in unserem Notfallchat die Meldung eines zugelaufenen Hundes in Bönnigheim erschien, der Hund wirke angeschlagen und trage einen Verband.

Die Teammitglieder Annabell und Fabi übernahmen den Einsatz. Vor Ort angekommen, hat der Finder bereits auf sie gewartet - ebenfalls stand eine Streife der Polizei am Haus. Noch während unsere Teammitglieder Mundschutz und Vereinsweste anzogen, sind Annabell 1000 Dinge durch den Kopf geschossen: Was war mit dem Tier? War er arg verletzt? Warum hat er einen Verband? Werden wir helfen können?

Sie liefen gemeinsam mit dem Finder hinter das Haus in den Garten, wo die Polizei und die Partnerin des Finders warteten.

Der Hund war eingezäunt mit Stühlen und Bänken, provisorisch, dass er nicht weglaufen konnte… Die Polizisten erkundigten sich, was nun geschieht und Annabell sagte, dass sie zunächst nach einer Kennzeichnung in Form von Chip und/oder Tattoo schauen wird, um so im besten Falle über TASSO/findefix den Besitzer ermitteln zu können.

Auf den ersten Blick sah Annabell, das der Hund schon sehr betagt sein musste und eine Windel anhatte, welche mit Klebeband festgemacht war. Hatte das Tier eine OP gehabt? War eine Wunde drunter? War das Tier aufgrund seines Alters inkontinent? Offenbar, denn nachdem Annabell sich weiter umsah, konnte sie sehen, dass der Hund sowohl im Garten als auch im Wohnzimmer der Melder ziemlich viel vollgekotet hatte…. Und noch immer lief Kot aus dem Tier - nach Annabell Ermessen war hier ärztliche Hilfe nötig…. Schnell….

Leider war die Fellnase nicht gechipt, nicht tätowiert und hatte auch kein Halsband um, nur diese Windel. Also bekam der Senior zunächst eine Leine um, denn er versuchte immer wieder wegzulaufen, stieß ständig gegen die Stühle und machte einen verwirrten Eindruck. Das Laufen fiel ihm schwer - weit konnte er nicht von zuhause entfernt sein - doch wo nur kam er her mitten in der Nacht? Annabell hatte große Mitleid mit der Fellnase, diese wollte sich nicht hinlegen, konnte aber auch nicht richtig stehen.

Teammitglied Fabi ist  mit dem Vierbeiner auf die Wiese damit er nicht noch mehr Exkremente auf der Terrasse hinterlässt. Annabell rief im Tierheim Ludwigsburg an, ob evtl. solch Tier als vermisst gilt, doch Tierheimleiterin Ursel Gericke verneinte und meinte, der Hund solle in diesem Zustand direkt in die Tierklinik gebracht werden! So können sie ihn leider nicht aufnehmen….

Daraufhin schickte Annabell die Bilder des Tieres in den Notfallchat. Mit den Bildern und Angaben zum Fundort  wurde durch Teammitglied Nela sofort eine Fundmeldung auf Facebook erstellt in der Hoffnung, so rasch den Besitzer bzw. Hinweise zum Fundhund zu erhalten. Innerhalb kürzester Zeit kam tatsächlich ein Hinweis, dass jemand den Besitzer kennen würde.

https://www.facebook.com/Tierengelunterwegs/posts/618365539588970

Parallel dazu rief Annabell unser Teammitglied Kate an, die in der Nähe wohnte und fragte, ob Kate eine Hundetransportbox zur Verfügung stellen könnte. Kate bat um etwas Geduld, denn sie war gerade dabei, mit einer Freundin, die nur zwei Straßen weiter vom Fundort des Hundes wohnte, was abzuklären. Nach kurzer Zeit kam Kates Anruf, dass ihre Freundin wisse, wem der Hund gehört und bereits auf Anfahrt zu Annabell und Fabi sei.

Die Polizei hatte sich bereits verabschiedet, da der nächste Einsatz auf die Streife wartete und so liefen Annabell und Fabi langsam mit dem sehr sehr alten Hund vor das Haus, wo Kats Freundin schon eintraf.

In dem Moment kam auch schon eine Dame auf alle zu und sprach den Hund an - es war die Besitzerin! Sie wohnte nur 2 Häuser entfernt… Der Rüde hieß ICE und wurde bereits vermisst. Seine Besitzerin war sehr sehr besorgt und erzählte, dass ICE 17 Jahre war und heute einen ziemlich schlechten Tag hat - u.a. mit Durchfall. Er ist meist im Garten oder auf der Terrasse, da es ihm in der Wohnung zu warm ist und der Garten normalerweise gut gesichert. Leider hat der zwölfjährige Sohn wieder einmal die Gartentür offengelassen und deswegen konnte ICE entwischen…..

Sie war sehr sehr froh, ihren Senior wiederzuhaben und wollte mit ihrem Sohn im Anschluß noch ein ernstes Wort reden! Annabell fiel auf, wie liebevoll sie mit dem alten ICE umging und es wurde ihr warm ums Herz. Das Tier war offenbar in guten Händen und wurde fürsorglich betreut - in diesem Sinne gab es ein Happy End und Annabell und Fabi fuhren heim zu ihren Samtpfötchen….




Donnerstag, 16.12.2021 |

Nr. 1.106/2021

Es war gegen 21 Uhr, Teammitglied Kate hatte sich auf einen ziemlich entspannten Lieblingsserien-TV-Abend eingerichtet, als im Notfallchat die Meldung eintraf: „Hund allein auf der Straße aufgegriffen in Erligheim. Melderin hat ihn mit zu sich nach Hause genommen. Wer kann zum Chipauslesen hin?“

Nachdem dies nur ein paar Minuten von Kate entfernt ist, warf sie ihre Abendpläne um und gab Bescheid, dass sie den Einsatz übernimmt.

Ausgestattet mit Chipleser und entsprechender Leine kam Kate kurze Zeit später vor Ort an, wo sie bereits von 2 Damen erwartet wurde. Kate erblickte die Fellnase, die wie ein kleines HB-Männchen hin- und herhüpfte. Kate ließ sich die Fundumstände schildern. Gefunden wurde die wunderschöne Akita-Hündin in Löchgau an einem Lebensmitteldiscounter, welcher sich an einer ziemlich großen Kreuzung befindet. Das Tier rannte ständig über die Strasse hin- und her - Gefahrensituation also für die Hündin, weshalb die Melderin das Tier sicherte. Das Tier war sehr zutraulich.

Als niemand in der Nähe war, dem der Hund gehören könnte, entschloß sie sich, ihn mit zu sich nach Hause zu nehmen. Von dort rief sie das Tierheim Ludwigsburg an, welches als Kooperationspartner unsere Notfallnummer weitergab. Kate als Hundemensch erkannte das freundlich Wesen der Hündin - sie war sehr gepflegt und aufgeschlossen. So war es auch kein Problem, den Chip auszulesen - solch Rassetier war ganz sicher gekennzeichnet und tatsächlich ertönte sofort der erhoffte Signalton.

Leider war der Chip aus dem Ausland und in Deutschland nicht registriert…. Verdammt….

Kate erfuhr von der Familie, dass die Tochter erst kürzlich in Löchgau einen Hasen eingefangen hatte, der mutterseelenallein dort herumhoppelte und diesen ins Tierheim verbrachte…. Insofern dachte sie sich, wenn es keinen Besitzer gibt, muss die Fellnase wohl ins Tierheim…. So war es dann auch….

Kate fuhr mit der zauberhaften Hündin ins Tierheim. Währenddessen informierte sie die Polizei in Bietigheim, falls sich dort jemand melden und nach seinem Hund suchen sollte.In diesem Falle sollte die Nummer unseres Notfalltelefones weitergegeben werden. Im Tierheim angekommen war man dort wenig erfreut, dass solch prachtvolles Tier nicht registriert ist… Ein Aufenthalt im Tierheim bedeutet nach dem ganzen „Ausflugsstress“ erneut Stress für die Vierbeiner - doch ist dies immer noch besser, als ziellos draussen auf der Strasse umherzuirren und dabei ggfls. unter einem Auto zu landen…..

Kate fuhr heim und wollte ihren ruhigen Abend fortführen, als gegen 23 Uhr ihr Telefon klingelte und ein Anrufer mit einer unbekannten Nummer dran war. Er hatte Kates Nummer von der Polizei erhalten… Leider war der junge Mann sehr schlecht zu verstehen, da er nur gebrochen Deutsch sprach. Kate verstand, dass die Hündin KIRA hieß und seit 3 Stunden gesucht wurde. Kate teilte ihm mit, dass sich sein Tier im Tierheim Ludwigsburg befinde und er sich dort morgen melden soll und er diesen dann nach Klärung der Besitzansprüche sicher wieder mit heimnehmen könne. Der Besitzer wurde noch darauf hingewiesen, Kira bei TASSO/findefix zu registrieren und damit war der Einsatz für Kate beendet.




Donnerstag, 16.12.2021 |

Nr. 1.105/2021

Teammitglied Franziska vernahm am Donnerstag aus dem Hühnerstall ein panisches Gackern. Alarmiert liefen sie und ihr Vater in den Garten, wo ein verletzter Mäusebussard in einem letzten verzweifelten Versuch probiert hatte, ein Huhn zu erbeuten.

Franziskas Vater, welcher schon oft bei Einsätzen hilfreich aktiv war, hat den Bussard eingefangen. Aufgrund vom geschwächten Zustand des Tieres war dies leicht möglich. Der Greifvogel wurde behutsam in eine Softbox gesetzt und Franziska rief direkt auf dem Notfalltelefon des Tierheims an

Die Tierheimleiterin Ursel Gericke, welche ein Faible speziell für die Greifvögel hat, sagte, dass sie auf dem Weg nach Hause sei und Franziska zum Tierheim kommen solle, wo sie sich treffen.

Franziska fuhr das verletzte Tier und Ursel Gericke übernahm den geschwächten Vogel und ließ ihn sofort tierärztlich versorgen. Bei der Untersuchung stellte sich leider heraus, dass der riesige Abszess schon das Mittelohr des Vogels zerstört hatte. Die einzige Hilfe für dieses wundervolle Geschöpf bestand darin, den armen Kerl zu erlösen. Sicherlich bist Du mittlerweile auf der anderen Seite der Regenbogenbrücke angekommen - guten Flug wo auch immer Deine Seele jetzt verweilt…..

Franziskas Hühnern geht es allen soweit ganz gut, lediglich Hühnerdame Shelly hat durch den Angriff ein paar Federn verloren und geblutet. Aber jetzt ist sie wieder top fit. Das Gehege ist übrigens zu 2/3 überdacht, umgeben mit Bäumen, Gestrüpp und noch viele andere Versteckmöglichkeiten im Freigehege...einen "normalen" Angriff im Sturzflug hätte der Greifer nicht machen können... außerdem wacht noch ein stattlicher Hahn über die Hühnerschar..... Wie verzweifelt muss der verletzte Bussard gewesen sein.....

Lieben Dank wieder einmal an Ursel Gericke und das Tierheim Ludwigsburg, welche für uns immer und jederzeit als kompetenter Ansprechpartner zur Seite steht! Tierschutz funktioniert am besten gemeinsam!




Montag, 13.12.2021 |

Nr. 1.101/2021

Es war am Montag gegen 16.30 Uhr, als Teammitglied Frieda in unserem Notfall-Chat las, dass eine ältere Dame sich auf dem Notfalltelefon gemeldet hatte und vermutlich eine Ratte in ihrem Keller hinter dem Schrank hat. Sie hatte davor ziemlich Angst und bat darum, dass jemand kommt um die Ratte zu fangen.

Frieda gab Bescheid, dass sie diesen Einsatz übernimmt und fuhr dann relativ zügig zu der älteren Dame, welche bei ihr in der Nähe wohnte. Dort angekommen traf Frieda auf die sehr aufgeregte Dame. Diese berichtete, dass ihre Enkel schon den ganzen Tag bei ihr sind und immer die Türen auflassen würden und so kam die Ratte vermutlich dann auch ins Haus.

Auf dem Weg dorthin hatte das Tier nach Aussage der älteren Dame wohl auch die Weihnachts- und Nikolausnüsse mit-genommen….

Gemeinsam ging Frieda mit der Dame in den Keller und hat sämtliche Sachen weggeräumt und was sonst alles im Weg war.  Frieda entdecke ein paar Exkremente und war sich sicher, dass es sich hierbei um eine Maus und keine Ratte handelte…. Frieda gab der Melderin Entwarnung…. Beide Frauen suchten das Mäuschen, doch leider ergebnislos - weit und breit war nichts zu sehen…. Eine Lebendfalle wurde aufgestellt und darin Schokolade platziert.

Die Dame bedankte sich und meinte, wenn die Maus dann in der Falle ist,  könnte sie das Tierchen dann auch allein raussetzen. Für Frieda war der Einsatz damit erledigt und die Dame war sehr sehr froh, dass ihr geholfen wurde.

Ein paar Tage später meldete sie sich allerdings nochmals auf dem Notfalltelefon, dass die Maus jetzt tatsächlich in der Falle ist, aber sie leider so Angst hatte die Falle anzufassen -  ob nochmals jemand vorbeikommen könnte um zu helfen. Frieda war unterwegs, als der Hilferuf eintraf und fuhr noch einmal zu der älteren Dame.

Dort angekommen war diese schon wieder sehr aufgeregt und zusammen sind sie in den Keller. Allerdings wollte die Dame nicht in den Raum wo die Falle stand und bat Frieda darum, allein reinzugehen. In der Mausefalle saß eine kleine süße ganz junge Maus und schaut Frieda mit ihren schwarzen Knopfäuglein an - offenbar war die Schokolade sehr lecker, denn die Hälfte der Schokokugel fehlte bereits…..

Frieda trug die Falle samt Mäuschen raus und gemeinsam mit der Melderin lief sie zum nächsten größeren Gebüsch. Dort wurde die kleine Maus wieder in Freiheit gelassen und der Einsatz nun endgültig abgeschlossen.

Die Dame bedankte sich sehr glücklich und war zufrieden, dass wir sie so großartig unterstützt hatten.

Maus glücklich 🍀🍀🍀

Dame glücklich 🍀🍀🍀

Frieda glücklich 🍀🍀🍀




Samstag, 04.12.2021 |

Nr. 1.077/2021

Wochenende - Freizeit oder Ehrenamtzeit wie für unser Teammitglied Caro

Einsatzbericht 1077 - #3/04.12.2021

Wochenende - Freizeit oder Ehrenamtzeit wie für unser Team-mitglied Caro

Es war Samstag und unser 2. Vereins-Vorstand Caro befand sich bereits den ganzen Tag ehrenamtlich im Einsatz - sie ist nicht nur bei uns sehr engagiert, sondern auch im THW!

Es war 17.50 Uhr, als in unserem Notfallchat die Meldung einer toten Katze in Bietigheim am Pro Seniore erschien - die Polizei warte vor Ort. Teammitglied Caro gab Bescheid, dass sie gerade beim THW sei, dort unterbrechen kann und den Einsatz sofort übernimmt.

Vor Ort angekommen, sah Caro mehrere Menschen….. 2 Polizisten, 1 männlicher Teenager , eine ältere Dame mit Kleinkind und noch eine Person mittleren Alters - war einer von ihnen evtl. der Besitzer? Die Polizistin sagte zu Caro, dass die Leute wohl nicht wissen, ob es ihre Katze sei, weil es in der Gegend nochmal eine British Kurzhaar gibt. Eine Fellnase sei gechipt, die andere nicht. Ihre sei allerdings gekennzeichnet.

Caro sah sich die Fellnase an - offensichtlich war das Tier mit einem Auto kollidiert, kein schöner Anblick und das Körperchen war noch warm - also musste es kurz zuvor passiert sein…. Der Teenager der dabei stand, hatte den Unfall beobachtet und die Polizei gerufen - es geschah direkt vor dem Seniorenheim in einer 30er Zone…. Die Ärzte des Heims hatten ein Flügelhemd nach draußen gebracht, um das Tier damit abzudecken.

Leider hatte Caros Suche nach Tattoo und Chip keinen Erfolg…. Plötzlich kamen nochmal 3 Jungs zum Unfallort. Diese meinten, es könnte auch ihre Katze sein…. Ihre sei nicht gechipt/ gekennzeichnet…. Wem gehörte nun das Tier? Caro bot an, bis die Besitzansprüche geklärt sind, das Tier mitzunehmen.

Das kleine Mädchen welches dabei war sagte, dass ihre Katze einen Fleck am Bauch habe - ohne Fell…. Caro meinte zu dem Kind: „Dann hat die Katze wohl einen Bauchnabel….“ Trotz der traurigen Situation lachten die Menschen - was Caro irritierte, denn ihr war gewiss nicht zum Lachen angesichts der toten Samtpfote.

Einer der drei Jungs wollte die Katze sehen, Caro wies ihn darauf hin, dass der Anblick nicht schön sei - er bestand jedoch darauf. Tränen schossen ihm in die Augen….. es sei seine Katze…. Er erzählte, dass die Fellnase immer nur im Garten war und niemals rausging…. bis wohl zu diesem Tag…… Er nahm sein Tier mit, Caro verabschiedete sich von den Polizisten und den Menschen und fuhr wieder zum THW, um dort weiter ehrenamtlich mitzuhelfen. Lange hingen ihre Gedanken der skurrilen Situation nach…

Gute Reise klein Fellnase - Du bist sicher gut über die Regen-bogenbrücke gekommen.




Samstag, 04.12.2021 |

Nr. 1.075/2021

Erneut gab es im Kaufland in Ludwigsburg einen Einsatz wegen einer Taube ==> Erneut war Aufgeben keine Option - nicht für das Team der „Tier-Engel“! Bereits am 08.06.2021 gab es einen ähnlichen Einsatz - hier der Link dazu:

https://www.facebook.com/Tierengelunterwegs/posts/499417591483766

Teammitglied Lizzy beschreibt den Einsatz am Samstag so:

Über das Notfalltelefon kam die Meldung: „Taube im Kaufland Ludwigsburg,  Friedrichstraße. Sollte bis 22 Uhr eingefangen werden, sonst kann die Alarmanlage nicht scharf gestellt werden.“

Lizzy, welche momentan das Notfalltelefon selber betreut, schoss sofort die letzte Aktion mit einer Taube in den Kopf. Es brauchte damals vier Personen und dreieinhalb Stunden Zeit, um das Tier wieder in die Freiheit  entlassen zu können. Also war klar eine Person alleine würde nichts bringen, es sollten sich wenigstens zwei-drei Personen finden, um die Taube einzufangen. Zwischenzeitlich kam noch mal ein Anruf von einem Mitarbeiter vom Kaufland, dass er die Taube nicht mehr finden würde. Lizzy erklärte ihm, dass wir „Tier-Engel“ trotzdem vorbeikommen um zu schauen, ob sie sich nicht irgendwo versteckt hat.

Insgesamt 3 Leute trafen sich dann im Kaufland und wurden schon von der Taube im Kassenbereich „empfangen“. Tatsächlich hatte sich das Tier wohl nur kurzzeitig zurückgezogen…. Mit Kescher ausgerüstet und vom Kaufland gespendeten Vogelfutter machten sich die Helfer nun an die Arbeit. Allerdings dachte die Taube natürlich nicht dran, so mitzuspielen wie es gedacht war….Sie spielte ihr eigenes Spiel und scheuchte die Helfer zwischen den Spirituosen-Regalen hin und her und dachte natürlich keinesfalls daran, sich fangen zu lassen.

Zu dieser Zeit waren natürlich auch viele Leute bei ihren Wochenendeinkauf und beobachteten das rege „Katz & Maus-Spiel“ bzw. das „Taube & Mensch-Spiel“ zwischen der Taube und den 3 Helfern, die ihr natürlich nur den Weg nach draußen ermöglichen wollten. Nach einigen Malen hin und herflattern, besprachen sich die Helfer mit einer Mitarbeiterin vom Kaufland, die ihnen netterweise die Feuerschutztür öffnete, um die Taube durch die Feuerschutztür nach draußen zu geleiten. Insofern positionierten sich die Helfer zwischen den Regalen und legten eine Futterspur vom Platz der Taube bis zu der Feuerschutztür.

Die Taube dachte offenbar, wenn ich hier schon so viel Futter geboten bekomme, dann picke ich alles fleißig auf. Und so ließ sich das kleine Täubchen ordentlich viel Zeit und pickte gemütlich ein Korn nach dem anderen. Nach dem Motto: „Was lange währt, wird gut.“näherten sich Taube und Helfer langsam in Richtung Feuerschutztür. Irgendwann war die Taube fast schon draußen - die Helfer hielten den Atem an - doch das Vogeltier schaute sich um und dachte vermutlich: „Warum soll ich jetzt aus dem Warmen raus in das Kalte?“ und flatterte flink wieder zurück ins Kaufland…

Das Spiel begann von vorn: Es wurde wieder eine kleine Futterspur ausgelegt und geduldig warteten die Helfer ab, bis die offenbar hungrige Taube sich entschied, wieder alle Körner wegzupicken - und sich dabei erneut und langsam zu der Tür zu bewegen. Wieder Hochspannung bei allen - doch diesmal tappst das Täubchen ohne sich Umzudrehen weiter hinaus und so konnten unsere Helfer vorsichtig und langsam die Tür schließen. Mit vollem Bäuchlein gings für die Taube wieder hinaus in die Freiheit.

Danke sehr an dieser Stelle für die Unterstützung von Simone Grimm und Birgit Korte bei diesem Einsatz - Tierschutz aktiv unterstützt - großartig!




Montag, 29.11.2021 |

Nr. 1.067/2021

Teammitglied Debbi war vom Gassi-Gehen mit ihrem Hund zurück und wollte sich bei nasskaltem Wetter zuhause einen Serienabend „gönnen“, als sie am frühen Abend gegen 18.15 Uhr die Totfund-Meldung einer Katze an der alten B27 in Kornwestheim/Wüstenrot in unserer „Tier-Engel unterwegs“ Notfallgruppe las.

Ihr tat es furchtbar leid um die Fellnase und so zog sie sich wetterfest an, um diese zu sichern und den Besitzern die Chance zu geben, sich von ihrem Tier zu verabschieden. Vor Ort angekommen musste Debbi dann leider feststellen, dass die weibliche Katze wohl schon länger da lag. Sie brachte die Kleine weg von der befahrenen Straße und legte sie behutsam auf Laub am Wegrand ab, um sie nach einem Chip abzuscannen und nach einer Tätowierung zu schauen. Die arme Maus musste doch vermisst werden, dachte sich Debbi. Die Samtpfote sah auch sehr gepflegt aus. Leider war sie nicht gechipt und es war auch keine Tätowierung vorhanden. Die Meldung über den Totfund wurde - wie immer in solch einem Fall ohne Kennzeichnung - auf unseren „Tier-Engel unterwegs“-Social Media-Kanälen eingestellt, um eventuell auf diesem Wege die Besitzer zu ermitteln.

https://www.facebook.com/Tierengelunterwegs/posts/606163814142476

Totfunde anfahren gehört leider zu unseren Standard-Einsätzen - und trotzdem sind diese Einsätze für jedes Teammitglied mit Emotionen verbunden und die Gedanken kreisen eine ganze Zeit lang nach Beendigung des Einsatzes weiter im Kopf herum. Schon allein die Bilder im Gedächtnis sind manchmal schwer zu „verdauen“. Leider hatten wir dieses Mal kein Glück mit unserer Recherche – niemand hat sich gemeldet, dem die Fellnase gehört - auch das gehört leider zum Tierretter-Alltag.

Mach´s gut kleine Fellnase -du bist hoffentlich gut auf der anderen Seite der Regenbogenbrücke angekommen…




Samstag, 27.11.2021 |

Nr. 1.064/2021

Was ist Luna passiert????

 

Unsere „Tier-Engel-unterwegs“-Mitglieder Annabell und ihr Mann Fabi lasen am Sonntag um die Mittagszeit in der Notfallgruppe die Meldung über eine tote Katze auf einem Häckselplatz in Bönnigheim. Um eventuelle Besitzer ausfindig zu machen und die Fellnase zu sichern, machten sich die beiden mit ihrem Chip-Lesegerät auf den Weg zum Einsatzort.

Nachdem zuerst unklar war, welche Örtlichkeit genau gemeint war, wurde der richtige Häckselplatz in Richtung Cleebronn dann nach kurzer Zeit gefunden. Dieser war wohl relativ neu angelegt worden und noch nicht so „bekannt“. Der Weg war ziemlich matschig und der Fundort nicht leicht zu erreichen. Tatsächlich war in einer der hinteren Ecke des Platzes die sehr gepflegt aussehende Katze „abgelegt“ worden.

Dies können wir nur mutmaßen, doch der Fundort und vor allem die Position der Fellnase waren mit einer natürlichen Todesursache nur schwer in Verbindung zu bringen…..

Eventuell war die Fellnase vor ein Auto gelaufen und der Verursacher hatte die Katze dann auf diesem Häckselplatz abgelegt. Traurig - aber auch so etwas ist für uns Tierrettungsalltag. Manche Menschen sind mit der Situation, ein Tier tot gefahren zu haben, einfach schlicht in dem Moment überfordert.

Fabi und Annabelle war sofort klar, dass diese Samtpfote auf jeden Fall Besitzer haben musste. Leider war sie nicht gechipt und auch nicht tätowiert. So blieb ihnen nur, die Totfund-Meldung mit Kennzeichnung des Standortes sowie Fotos mit Merkmalen der weiblichen Katze an für unsere Social-Media-Arbeit zuständige Nela zu senden. Diese erstellt in solchen Fällen eine Totfundmeldung In Facebook und teilt diese in den jeweiligen Ortsgruppen. Oftmals lassen sich so doch noch die Besitzer der nicht gekennzeichneten Tiere ausfindig machen.

Diese wichtige Arbeit der Meldungserstellung wird von unserem Team-Mitglied Nela immer so rasch als möglich zusammengestellt und zeitnah zum Einsatz auf den Seiten in den Social Media Netzwerken eingestellt. Im Hintergrund unserer Einsätze agieren viele Mitglieder in verschiedenen Funktionen. So zum Beispiel erstellt Teammitglied Nenne in Zusammenarbeit mit Nela das Grundgerüst unserer Einsatzberichte (wie auch diesen hier). Nur durch dieses enge Zusammenspiel kann ein Verein gemeinschaftlich stark sein und die vielen „Hintergrund-Aufgaben“ bewältigen - ein großes Dankeschön an dieser Stelle, liebe Nenne & Nela.

Und tatsächlich wurde über den Post in Facebook der Besitzer gefunden….

„Tier-Engel unterwegs“-Gründerin Marion berichtete am Abend, dass „Luna“ am Vortag ihren Besitzern entwischt war. Sie war eine reine Hauskatze. Durch die Meldung auf unserer Facebook-Seite konnten die Besitzer ihre geliebte Fellnase noch am selben Tag abends nach Hause holen. Sie waren verständlicherweise sehr traurig - aber auch froh, Gewissheit über den Verbleib ihrer vermissten Luna zu haben.

Auch Annabell und Fabi beschäftigte der Totfund den ganzen Nachmittag über. Ihr Gefühl, dass so ein schönes Tier ein Zuhause haben und vermisst werden musste, hatte sie nicht getäuscht. Beide waren ebenfalls sehr traurig, zugleich aber auch froh, die Fellnase durch ihren Einsatz in ihr Zuhause zurückgebracht zu haben – vielen Dank euch beiden.

Liebe Luna - du bist zurück bei deiner Familie – ein kleiner Trost. RIP du schöne Fellnase.




Freitag, 26.11.2021 |

Nr. 1.063/2021

Tier-Engel unterwegs-Mitglied Kate war gerade am Ende ihrer Gassi-Geh-Runde mit ihrem Hund „Buddy“ angelangt, als um 21h die Meldung über eine verletzte Katze in Löchgau in unserer Notfallgruppe erschien. Sie packte kurzerhand ihren Hund mit ins Auto und übernahm den Einsatz. An der vom Melder angegebenen Adresse war jedoch niemand, der die Türe öffnete und die Klingel war offensichtlich kaputt. Nach kurzem telefonischen Kontakt konnte die Adresse zugeordnet werden, der Melder lief Kate sogar entgegen und während sie gemeinsam zur Wohnung zurückliefen, lies sich Kate die Fundumstände von ihm schildern.

Die Katze lag wohl in Garten des Melders, was ihn an sich nicht weiter verwunderte. Bei genauerem hinsehen erkannte er jedoch, dass die Katze blutig und offensichtlich verletzt war, was ihn sofort veranlasste, der armen Fellnase zu helfen und sie zu sichern. Er brachte sie ins Warme in seine Wohnung, deckte sie fürsorglich mit einem Pullover etwas zu und über Freunde, die ihm die „Tier-Engel unterwegs“ Telefonnummer gaben, kontaktierte er dann unseren Verein und bat um Hilfe.

Bei der Katze angekommen ,streichelte Kate der Fellnase kurz über den Kopf und hielt, nachdem sie sich einen ersten Überblick verschafft hatte, ihr Chiplesegerät über sie. Die Samtpfote war Gott sei Dank gechipt. Kate gab die Nummer an ein Teammitglied zur Ermittlung der Halter weiter, damit sie sich weiter um die Katze kümmern konnte. Eine Verletzung war an den Hinterbeinen erkennbar - die Fellnase beäugte kritisch Kate´s Handeln und maunzte kläglich. Sie hatte offensichtlich arge Schmerzen. Vielleicht war sie angefahren worden?. Zwischenzeitlich war die Halteradresse ermittelt und die Besitzer kontaktiert worden. Carlos – so hieß der „Katzerich“ hatte sich nach Zuziehung der Verletzung wohl in den nicht weit von der Heimatadresse entfernten Garten des Melders gerettet.

Nach kurzer Zeit war die Besitzerin vor Ort bei ihrem Carlos und berichtete Kate, dass er wohl noch nicht lange Freigänger war, sie ihn mit der Flasche großgezogen hätte und sehr an ihm hing. Auf Kate´s anraten hin, fuhr die Besitzerin sofort in die Tierklinik nach Ludwigsburg, um Carlos ärztlich behandeln zu lassen.

Am nächsten Tag wurde uns berichtet, dass Carlos zum Glück keine inneren Verletzungen hatte, aber seine Hüfte durch den Zusammenstoß eine Fraktur erlitten hatte. Wir wünschen der Fellnase gute Genesung und ein herzliches Dankeschön geht an die Melder, die sich so fürsorglich um ihn gekümmert haben.




Donnerstag, 25.11.2021 |

Nr. 1.059/2021

Teammitglied Caro hätte eigentlich bis um 17.00 Uhr arbeiten müssen, als ca. 14.50 Uhr eine Meldung in unsere Notfallgruppe eingestellt wurde: Ein Bussard war in Asperg in ein Wohnheim geflogen, verletzt und musste abgeholt und in das Tierheim Ludwigsburg gebracht werden. Die Mitarbeiter dort hatten unseren Verein Tier-Engel unterwegs um Übernahme des Einsatzes gebeten.

Kurzerhand beschloss Caro ihr Überstundenkonto in Anspruch zu nehmen und nachdem von Chefseite her grünes Licht kam, machte sich Caro auf den Weg zum Wohnheim. Vor Ort angekommen fand sie, in einem Vorraum des Wohnheimes sitzend, den verletzten Bussard. Die Mitarbeiterin dort und auch Caro konnten sich nicht erklären, wie der arme Kerl dorthin gekommen war. Der Vorraum hatte zwar Fenster, diese waren allerdings - genauso wie die Tür - eigentlich geschlossen. Vorsichtig nahm Caro ihn auf und setzte ihn in ihre mit gebrachte, gepolsterte Softbox. Dies ließ der Greifvogel auch ohne große Gegenwehr geschehen. Caro bat die Mitarbeiterin des Wohnheimes darum, ihr beim Zuziehen des Reißverschlusses der Softbox zu helfen.

Oft erscheint beim Sichern eines Tieres alles ruhig abzulaufen, nur um kurze Zeit später explosionsartig ins Gegenteil umzuschwenken - sei es durch panisches Flattern, Kratzen oder das Zubeißen der verletzen Tiere - sie wissen leider nicht, dass wir Tier-Engel ihnen helfen wollen und wehren sich mit letzter Kraft in Panik vor der vermeintlichen Gefahr….  dieses Mal ging alles gut und der Vogel wurde von Caro zügig in das Tierheim Ludwigsburg gebracht. Die fehlende Gegenwehr deutete allerdings bereits darauf hin, dass er ernsthafte Probleme hatte.

Im Tierheim angekommen wurde der Bussard sofort tierärztlich vorgestellt und ein schwerer Flügelbruch diagnostiziert. Das Tier war eigentlich gut genährt. Tierheimleiterin Ursel Gericke mutmaßte, dass der Greifvogel um das Wohnheim herum sein Jagdrevier hatte und wohl mit einem der vielen Bau-Gerüste kollidiert war, die dort in kurzer Zeit aufgrund Neubebauung hochgezogen worden waren. Abends erfuhr Caro dann, dass der Flügel operativ nicht mehr zu richten war und so musste ein weiterer „König der Lüfte“ eingeschläfert werden – traurig nahm Caro diese Nachricht entgegen.

FLY FREE NOW - du stolzes Tier.

Wir Engel hoffen, dass du gut über die Regenbogenbrücke gekommen bist und jetzt frei, wild und ohne menschlich geschaffene Barrieren deine Kreise ziehen kannst …

In letzter Zeit häuften sich leider für unser Teammitglied Caro die Einsätze, die am Ende aus verschiedenen Gründen nicht gut ausgegangen sind - wie in diesem Fall.

Emotional eine heftige Geschichte, die mit den Bildern im Kopf nicht leicht zu verdauen sind.

Ein großes Dankeschön an dieser Stelle, liebe Caro, und ganz viel Kraft das Erlebte irgendwann durch schönere „Tier-Engel-unterwegs-Einsätze“ mit Happy End wieder etwas zu heilen. Vor allem aus solch Happy-End-Einsätzen ziehen wir Tier-Engel auf Dauer unsere Kraft.




Dienstag, 23.11.2021 |

Nr. 1.055/2021

Ein alter Bekannter in Not….

Tier-Engel unterwegs-Gründerin Marion lag schon im Bett als sie um 23 Uhr die Nachricht vom Tierheim Ludwigsburg erreichte, dass eine Dame am Schloss Monrepos eine verletzte, schreiende Katze gemeldet hat. Die Melderin habe die Katze in den dortigen Toiletten bereits gesichert und in eine Decke gehüllt. Sie wusste sich letztlich nicht anders zu helfen und hatte in ihrer Not das verletzte Tier dorthin verbracht und das Tierheim informiert, die uns Tier-Engel unterwegs e.V. als engen Kooperationspartner um Hilfe baten.

Marion machte sich trotz ihrer Rückenschmerzen auf den Weg in die bitterkalte Nacht, die zu dieser Zeit herrschte. Kurz vor Mitternacht, allein am Monrepos zu sein, ist wohl keine gute Idee - Marion wurde daher - vor Ort angekommen - durch Teammitglied Lizzy telefonisch unterstützt - vielen Dank dafür.

Marion öffnete dort angekommen vorsichtig die Tür der Damentoilette. Ein zaghaftes Miauen war in einer Ecke zu hören. Es war - erneut - Chicco, den wir bereits von vorherigen Einsätzen am Monrepos kennen. Tasso lag die Datenfreigabe durch Chices Besitzer vor und gab diese an Marion weiter. Umgehend versuchte Marion, die Besitzer zu erreichen. Leider waren sie nicht zu kontaktieren, weshalb Marion noch eine Whatsapp Nachricht an sie ab setzte mit der Bitte, sich dringend bei ihr zu melden.

Chicco war bei den vorherigen Sicherungen sehr anhänglich gewesen und liess sich gerne hochnehmen. Das war dieses Mal leider anders. Beim Versuch ihn aufzunehmen jammerte der Kater sehr. Er hatte offensichtlich starke Schmerzen und Marion sah auch direkt, das ein Bein gebrochen war. Zusätzlich stellte sie eine Kurzatmigkeit fest - so konnte sie das Tier nicht in die Box verbringen. Sie ging deshalb an ihr Auto um eine Decke zu holen und ihn darin - weich gepolstert - aufzunehmen um weitere Schmerzen von ihm abzuwenden. Während dieser Zeit hatte sich der Besitzer zurück gemeldet und machte sich sofort auf den Weg zur Örtlichkeit. Als Marion zu Chicco zurückkam, war der Kater von ganz alleine in die neben ihm abgestellte Box geklettert nach dem Motto: „Hilf mir, du hast mich schon zweimal nach Hause zurück gebracht“. 

Marion setzte sich mit der verletzten Fellnase rasch in ihr warmes Auto und allein schon beim Aufnehmen der Transportbox konnte man erneut Schmerzenslaute von dem Kater hören. Der Besitzer war rasch am Einsatzort und versprach, direkt mit seiner Fellnase in die Tierklinik Ludwigsburg zu fahren. Ein Umsetzen in die vom Besitzer mitgebrachte Box wurde vermieden, um dem Kater weitere Schmerzen zu ersparen. Da an Schlaf eh´ nicht zu denken war, bat Marion Chices Besitzer darum, sich noch in der Nacht zu melden, was bei der Untersuchung rauskam. Um halb zwei Uhr meldete er sich zurück und berichtete, das Chiccos´s gebrochener Oberschenkel operiert werden musste und eine Platte eingesetzt wird. Die Lunge hätte ebenfalls gelitten und die Fellnase musste erst einmal in der Tierklinik verbleiben. Der Besitzer bedankte sich sehr herzlich für den nächtlichen Einsatz der Tier-Engel unterwegs und versprach über den weiteren Verlauf eine Rückmeldung zu geben.

Einige Tage später übersandte er uns Bilder von Chicco in seinem Zuhause, wo er mittlerweile wieder war. Wir wünschen der Fellnase gute Genesung und einen schnellen Heilungsprozess.

Vielen Dank an Marion und Lizzy, die einmal mehr - auch zu dieser nächtlichen Stunde - vollen Einsatz für Tiere in Not bewiesen haben.




Dienstag, 23.11.2021 |

Nr. 1.054/2021

Heimkehr nach 3 Monaten….

Auf dem Notfalltelefon meldete sich am Nachmittag eine Dame, die beim Spazierengehen an der Friedrichstraße in Ludwigsburg beobachtete, dass beinahe eine Katze von einem PKW erfasst worden wäre. Das panische Tier lief direkt auf die Melderin zu. Die Samtpfote war derartig verängstigt, dass sie der Melderin direkt in die Arme sprang um dort Schutz zu suchen. Die Dame beschloss daraufhin, die Fellnase erst einmal mit zu sich nach Hause zu nehmen und wandte sich, zu Hause angekommen, hilfesuchend an unseren Verein, die Tier-Engel unterwegs e.V.

Im Telefonat fragte Vereinsgründerin Marion die Melderin, ob sie an der Katze evtl. eine Tätowierung erkennen könne. Tatsächlich war die Katze tätowiert. Die Melderin übersandte noch einige Fotos und gab Marion telefonisch noch die von ihr vermutete Zahlenkombination durch. Leider war die Tätowierung nicht mehr gut lesbar. Auch unter zu Hilfenahme einer Taschenlampe, um das Tattoo besser zu erkennen, war es dennoch schlecht zu lesen. Gemeinsam mit der Mitarbeiterin von TASSO versuchte Marion durch ausprobieren verschiedener, ähnlich aussehender Zahlen und Buchstaben, eine Halteradresse zu ermitteln. Gott sei Dank brachte dieses Rätselraten (statt 00 08 und statt 9 ein G - nein doch nicht - es war eine 6!!! ) nach einiger Zeit den gewünschten Erfolg – Hurra!!!!!!

Es handelte sich um Minka. Die Besitzerin teilte uns nach Kontaktaufnahme mit, dass Minka bereits seit 26. August 2021 - also 3 Monate!!! - vermisst wurde und die schon etwas ältere Katzendame große Probleme mit den Katzen ihrer Nachbarschaft hat. Diese machten ihr wohl die eigene Katzenklappe streitig und verjagten die Fellnase quasi von ihrer eigenen Haustür.

Das sei wohl auch der Grund, warum Minka immer wieder „reiß-aus“ nehmen würde. Das vorherige Mal wurde sie im Tierheim abgegeben. Die Besitzerin behielt die Fellnase daraufhin eine Weile im Haus. Nach kurzer Zeit draußen, ist sie dann aber wieder verschwunden. Offensichtlich war die Fellnase arg in Not.

Marion stand der Besitzerin telefonisch beratend zur Seite und machte ihr den Vorschlag, die Fellnase mit einem Chip zu versehen und zudem auch eine chipgesteuerte Katzenklappe einzubauen, damit die 13jährige Minka künftig weniger Probleme beim Zutritt haben würde. Auch ein längerer Zuhause-Aufenthalt wurde angeraten, damit die Fellnase zur Ruhe kommen könne. Die Besitzerin holte ihre Minka bei der Melderin ab und so ging dieser Ausflug noch einmal gut aus für die Samtpfote…

Vielen Dank der Melderin, die nicht einfach weiter gefahren ist, wie das wohl andere Menschen gemacht hätten. Durch ihr umsichtiges Verhalten konnte Minka gefunden und in ihr Zuhause zurück gebracht werden.

Wir vom Team „Tier-Engel unterwegs e.V.“ wünschen der Fellnase und ihrer Familie alles Gute für ihren weiteren Lebensweg und bedanken uns herzlich für den lieben Eintrag in unserem Gästebuch auf unserer Website.




Freitag, 19.11.2021 |

Nr. 1.048/2021

Am Freitag zum Nachmittag las unser Teammitglied Lissa in unserer Notfallgruppe die Meldung einer verletzten Taube, die - nach vermutetem - Katzenkontakt dringend in das Tierheim Ludwigsburg gefahren werden musste. Die Melder selbst waren nicht mobil und so machte sich Lissa auf den Weg. Einsatzort war ein ihr bekannter Reiterhof in Bönnigheim. Dort angekommen fand sie - auch dank eines im Vorfeld übermittelten Fotos - sehr schnell die bereits gesicherte Taube und setzte diese vorsichtig in ihre mitgebrachte und mit einem Handtuchnest gepolsterte Softbox hinein.

Wieder an ihrem PKW angekommen, konnte sie dort - da es mittlerweile dunkel geworden war - die Taube im Licht etwas besser in Augenschein nehmen. Das Tier benötigte rasche Hilfe, unter ihrem Flügel befand sich Blut und sie war verletzt, weshalb Lissa sich unverzüglich zum Tierheim aufmachte.

Dort angekommen, nahm ihr Tierheimleiterin Ursel Gericke die Taube ab. Noch während der Begutachtung und Einschätzung über weitere Verletzungen, floss dem armen Tier Blut aus dem Schnabel. Die Leiterin des Tierheims vermutete, dass die Verletzungen durch einen Angriff eines größeren Wildvogels hervorgerufen worden waren und die Taube wohl auch innere Verletzungen der Lunge davon getragen hatte; sie meinte noch, dass Katzen in der Regel keine Tauben „erwischen“ würden. Nach diesem kurzen Gespräch wurde die Taube rasch zur Erstversorgung hinein gebracht - der Zustand und die Prognose für das Tier sahen leider nicht sehr gut aus.

Danke den Meldern für´s sich kümmern um die verletzte Taube.

Fly Free, wir hoffen du hast keine Schmerzen mehr - Taubenvögel sind sicher hinter dem Regenbogen wie all‘ die anderen Tiere willkommen - auch wenn sie auf unserer Erde leider keine gern gesehenen Tiere sind. 




Mittwoch, 17.11.2021 |

Nr. 1.045/2021

Otto und der Schnupfen des Todes - megazwinker

Das Video, welches Ihr seht, wurde uns am Mittoch um 20.30 Uhr zugesandt, nachdem die Finder eine zutrauliche Katze in Neckarweihingen auf dem Notfalltelefon meldeten. Das Tier würde laut schreiend auf Passanten zugehen, offenbar sei es verletzt sein, denn es humpelt.

Teammitglied Melly war gerade aus der Dusche raus, als Caro, 2. Vorstand unseres „Tier-Engel unterwegs“ - Vereins, sie direkt anrief. Notfallalarm…. - Melly föhnte oberflächlich ihre Haare, zog sich an und fuhr schnellstmöglich zum Fundort. Dort verbrachte sie insgesamt 45 Minuten im Nieselregen…

Vor Ort angekommen, waren die 2 Melderinnen nicht mehr da, allerdings waren wirklich sehr nette Jungs, die sich dort öfters aufhalten, anwesend und diese spielten mit dem Vierbeiner und kümmerten sich um sie, bis Melly eintraf. Diese stellte eine verhärtete, verdickte Stelle am Körper fest - hatte die Fellnase einen Unfall gehabt???? Humpelte das Tierchen deshalb? Glücklicherweise war die Samtpfote gechipt - ein Anruf bei TASSO ergab, dass OTTO, wie der Kater hieß, in Hoheneck wohnte - also auf der anderen Seite des Neckars. Irgendwie schien er über die Brücke gewandert und hat wohl den Heimweg nicht mehr gefunden…. Und dies nicht erst seit gestern!!!

Während Melly auf Rückmeldung von TASSO wartete, genoss Otto auf ihrem Arm das Schmusen und ging sofort in den „Schnurr-Modus“. Nachdem Melly Kontakt mit der Besitzerin hatte, konnte diese es kaum glauben, denn Otto fehlte sage und schreibe schon ca. 9 Wochen - es war ein kleines Vorweihnachtswunder für die Familie, dass ihr Otto noch lebte… Nachdem die Familie leider nicht mobil war, erklärte sich Melly bereit, Otto nach Hause zu fahren.

Melly erfuhr, dass die Familie 3 Katzen und einen Hund hat, Otto sei derjenige, der mit ihnen und dem Hund gemeinsam Gassi geht, jedoch abends immer wieder heimkommt und auch mit ihnen im Bett schläft…. Nachdem Otto nicht mehr heimkam, standen schlimme Gedanken im Raum - wurde er gestohlen? Hatte er einen Unfall? Lebt er noch? Je länger Otto fehlte, desto mehr schwand die Hoffnung auf ein Happy End…. Umso überraschter war die Family, als TASSO sich meldete und ihnen die wundervolle Nachricht überbrachte, dass ihr geliebter Otto lebend gefunden worden ist!

Niemand weiss, wo und wie sich Otto diese 9 Wochen durchgeschlagen hat, offenbar hat er an diesem Abend gezielt Hilfe bei Menschen gesucht - evtl. aufgrund der Verletzung am Bein???? Die Familie sagte Melly sofort zu, am nächsten Tag mit Otto zum Tierarzt zu fahren, und ihn gründlich durchzuchecken zu lassen!

Wir wünschen der Family und Otto eine wundervolle Wiedersehenszeit und unserem Teammitglied Melly, welche mit einer heftigen Erkältung aufgrund dieses Einsatzes kämpft, von Herzen gute Besserung!!!




Montag, 08.11.2021 |

Nr. 1.021/2021

Teammitglied Caro las am Montag um 21.50 Uhr in unserem Notfallchat, dass in Kirchheim am Neckar (Ecke Heuchelbergstraße / Strombergstraße) eine tote Katze gemeldet wurde. Sie wohnt zwar nicht in dieser Ecke, machte sich jedoch trotz der späten Stunde auf den Weg, um nach eventuellen Registrierungsmerkmalen bei der Fellnase zu suchen und sie zu sichern. Caros Navi zeigte ihr etwas über eine halbe Stunde Anfahrtszeit.

Vor Ort angekommen, sah sie die verunfallte Katze halb auf der Straße, halb auf dem Bordstein liegen. Ein furchtbarer, schockierender Anblick - selbst für Caro, die schon einiges an Einsatzerfahrung aufweisen kann. Die Katze war offensichtlich von einem Fahrzeug erfasst worden. Aufgrund der Verletzungen war ihr sofort klar, dass die Kollision ziemlich heftig gewesen und das Fahrzeug definitiv schneller als die ausgewiesene 30er Zone gefahren sein musste.

Auffällig war, das der Unfall sich auf der Straßenmitte ereignet haben musste - dort war viel Blut auf der Fahrbahn. Aus eigener Kraft konnte es die Fellnase nicht mehr an den Fahrbahnrand geschafft haben. Caro vermutete, dass die Katze beim Aufprall sofort tot war und irgendjemand - eventuell sogar der Unfallverursacher - sie dort abgelegt hatte. Wahrscheinlich war es so, dass das Tier aufgrund zu hoher Geschwindigkeit angefahren wurde und um nicht zur Rechenschaft gezogen zu werden, hielt man sich dann „bedeckt“.

Caro strich mit dem Lesegerät über den leblosen und mit Blut überzogenen Körper, es war aber kein Chip vorhanden. Vielleicht war er auch aufgrund des heftigen Aufpralls kaputt gegangen oder wurde gar aus dem Katzenkörper herausgelöst. Die Verletzungen waren wirklich über die Maßen furchtbar - die Details ersparen wir Euch hier.

Tier-Engel Caro konnte, nachdem sie die blutüberströmten Ohren mit einem Handtuch ausgewischt hatte, eine undeutliche Zahlenkombination erkennen. Umgehend setzte sie sich mit Tasso in Verbindung, denn ein Tattoo weist oft auf einen Besitzer hin. Die Fellnase war jedoch leider nicht registriert. Das bedauernswerte, arme Geschöpf wurde von Caro gesichert, um am Folgetag, bei Tageslicht und nochmaliger Säuberung der Ohren, die Tätowierung besser anzuschauen.

Es gelang dann am Folgetag über das Tattoo, den Besitzer zu ermitteln - es war das Fellnasenmädchen Murmel, die zu früh aus dem Leben gerissen wurde….. Für uns überraschenderweise durfte Murmel nicht nach Hause zurückkehren - auch das kommt immer wieder vor…….

Teammitglied Franziska und ihr Papa, der sich ebenfalls rührend in unserem Team rund um den Tierschutz engagiert, haben Murmel deshalb zu sich genommen und auf ihrem großen Grundstück würdevoll beerdigt…. Danke an Euch 2 dafür von ganzem Herzen!

WAS bleibt?

Verstörende und aufwühlende Bilder für unser Teammitglied Caro, die ihr wohl lange nicht mehr aus dem Kopf gehen.

Eine verunfallte Fellnase, die „vielleicht“ noch leben könnte oder erst gar nicht erwischt worden wäre, wenn die 30er Geschwindigkeit eingehalten worden wäre. Vermutungen, ja - Unfälle passieren, ja - aber die oben aufgeführten Umstände legen doch den Schluss nahe, dass die Fellnase bei angepasster Geschwindigkeit noch leben könnte.

Run free - und so schwer die Worte wiegen mögen - wir Tier-Engel unterwegs hoffen sehr, dass du nicht auch noch leiden musstest und sofort das Licht mit der Brücke gesehen hast.

 




Sonntag, 31.10.2021 |

Nr. 1.000/2021

Teammitglied Caro war gerade auf dem Heimweg von ihrer Bekannten. Krankheitsbedingt konnte diese ihren Jagdhund nicht selbst mit dem ihm zustehenden, ausgedehnten Auslauf versorgen, weshalb Caro diese Aufgabe für sie übernommen hatte. Ihre erste Hilfestellung für heute war getan und sie wollte sich eben ein verspätetes Frühstück gönnen, als sie die Meldung über eine kleine Katze im Wald in Markgröningen in unserer Notfallgruppe las. Das Tierheim Ludwigsburg hatte unseren Verein um Unterstützung gebeten.

Caro machte sich auf den Weg. Fast zeitgleich machte sich Teammitglied Kate auf den Weg zum Einsatzort. Vor Ort in den Weinbergen angekommen traf Caro auf die Melderin, die netterweise gewartet hatte. Auch die Katze war noch am Ort und so wurde gemeinschaftlich begonnen, die Fellnase mit etwas Futter anzulocken. Die Idee war, sie mit einer Art „Duftspur“ des Futters in der Nähe zu halten, um sie sichern zu können.

Das Gelände am Weinberg war jedoch äußerst „undankbar“. Eine Mauer - ca. 150 cm hoch und 50 cm breit -, die man wegen Schräglage schwer hinauf kam und genauso weit ging es auf der anderen Seite wieder hinunter. Dazwischen und am Rand war eine stachelige Brombeerhecke. Auf der Seite der Fellnase unten angekommen versuchten nun Caro und die Melderin besagte Duftspur zu legen und die Fellnase anzulocken, was auch zuerst ganz gut funktionierte. Die Samtpfote näherte sich langsam an und fand das Futter auch sehr interessant. Bedauerlicherweise mißlang der erste Einfangversuch und die Melderin trug leider einige Kratzer davon. Der Vierbeiner lief einige Male auf und davon, so dass Caro schon dachte, sie käme nicht wieder. Dank des Futters blieb die Fellnase jedoch in der Nähe.

Teammitglied Kate die mittlerweile eingetroffen war, hatte einen Einfangversuch mit dem mitgebrachten Kescher gewagt. Auch dabei entwischte die Fellnase geschickt und entfernte sich dabei wieder. Entmutigt beschloss Caro daraufhin eine Falle und weitere Hilfe aus unserer Notfallgruppe anzufordern. Teammitglied Franzi (samt Freund und ihrem immer hilfsbereiten Herrn Papa) übernahmen diese Aufgabe. Sie fuhren zuerst zu „Tier-Engel unterwegs“-Gründerin Marion, um die Fallen zu holen und anschließend an den Einsatzort, um Caro und Kate zu unterstützen bzw. abzulösen. Die Falle wurde durch Caro bestückt und Franzis Papa reichte ihr diese die Mauer hinab. Unser Teammitglied Caro hatte mittlerweile einige Kratzer und Abschürfungen davon getragen vom vielen hinauf- und hinabkraxeln über die Weinbergmauern. Es war wie so oft ein körperlich anstrengender Einsatz, der jedoch mit „Women-power“ gemeistert wurde.

Nach einem kurzen Übergabegespräch waren Caro und Kate gerade dabei sich zu entfernen, als Teammitglied Franzi schon „Laut“ gab. Die Fellnase war der Verlockung des Futters in der Katzenfalle erlegen und konnte so letztlich doch recht schnell gesichert werden. Sie war arg mager und hatte auch einige sichtbare Blessuren.

Alle Beteiligten samt der Melderin waren sehr erleichtert über die geglückte Aktion mit der Katzenfalle. Auf Bitten der Tierheimleitung und der Möglichkeit, die Fellnase bei Teammitglied Franzi zu versorgen, wurde die - wie sich später herausstellte - nicht gechipte Katze am drauffolgenden Tag in das Tierheim Ludwigsburg gebracht.

Die Tier-Engel wünschen der „kleinen Kratzbürste“ alles Gute und dass sie bald wieder „auf der Höhe“ ist.

Dies war Einsatz Nummer: 1.0 0 0 für die Tier-Engel unterwegs e.V. in diesem Jahr.

Wir freuen uns sehr und sind auch ein klein wenig stolz darauf.

Gemeinsam stark für Tiere in Not und es ist so viel Wahres daran – „helfen macht glücklich!“




Donnerstag, 28.10.2021 |

Nr. 995/2021

Ein Einsatzbericht von Andrea

Am 28.10. wurde uns kurz nach 18 Uhr ein freilaufendes Kaninchen in Freiberg gemeldet. Die Standortbeschreibung war in unmittelbarer Nähe meiner Wohnung. Mein Partner und ich machten uns sofort auf den Weg. „Tier-Engel unterwegs“-Gründerin Marion kam auch zur Fundstelle. Der Mümmelmann war laut den Meldern in das Waldstück gehoppelt. Wir suchten zu fünft mit Taschenlampen den Wald ab. Es wurde immer dunkler und wir brachen erfolglos die Suche ab. In Facebook erstellten wir noch eine Sichtungsmeldung und fragten nach einem Besitzer - doch niemand hatte sich daraufhin gemeldet.

https://www.facebook.com/Tierengelunterwegs/posts/586777026081155

Am nächsten Tag musste ich nicht ins Büro und sagte, dass ich nach dem Hoppler schaue. Am Nachmittag hatte ich dann tatsächlich Glück und es saß auf der Wiese. Mit Kescher in der Hand näherte ich mich vorsichtig. Ich kam relativ nah heran und war mir eigentlich sicher, dass ich das Kaninchen fangen kann. Doch der flinkeKerl war schneller und verschwand wieder ins Waldstück. An diesem Tag ließ er sich dann auch nicht mehr blicken.

Am nächsten Tag schien Meister Langohr wie vom Erdboden verschwunden zu sein. Mein Partner musste abends nochmal weg und ich bat ihn, doch auf dem Weg erneut nach dem flüchtigen Langohr zu schauen. Am Fundort war auch zeitgleich unser Vorstand Marion auf der Suche. Und so unternahmen sie zu zweit einen Fangversuch. Leider blieb auch dieser erfolglos. So wurde entschieden, es mit einer Lebendfalle zu probieren. Diese wurde dann am nächsten Tag aufgestellt.

Beim ersten Kontrollgang saß das hübsche Ding schon am Ende der Falle. Schien aber überhaupt kein Interesse an dem angebotenen Futter zu haben. Dann war es wieder stundenlang verschwunden. Beim letzten Kontrollgang saß das Mümmelmännchen wieder in der Nähe der Falle. Ich schickte noch ein Foto in unseren Gruppenchat. Als ich wieder zur Falle ging, saß der Kleine im Eingang und hat das Futter gefressen. Ich lief nach Hause und wollte die Falle mit Karotten bestücken. Als ich zurück kam traute ich meinen Augen kaum. Es hatte wirklich geklappt, das Kaninchen saß in der Falle und endlich konnte der Hoppler in Sicherheit gebracht werden.

Besonders bedanke ich mich diesmal bei meinem Partner Andreas, der diese Aktion großartig unterstützt hat und für meine ehrenamtliche Tätigkeit bei den Einsätzen immer viel Verständnis zeigt.




Samstag, 23.10.2021 |

Nr. 984/2021

Ein Einsatzbericht von Nela Mauermann

Es war Samstag am Nachmittag, als in unserem Notfallchat die Meldung kam, dass ein herrenloser Hund aufgegriffen und an die Polizei in Bietigheim übergeben wurde. Es müsste nach einem Chip geschaut werden.

Ich gab Bescheid, dass ich den Fall übernehme und machte mich auf den Weg.

Ich parkte vor dem Revier und kaum hatte ich geklingelt, wurde mir geöffnet - Nunja, an meinem Auto steht gut leserlich „Tiernothilfe im Einsatz“ und ich wurde offenbar bereits erwartet. Sehr freundlich führte mich der Beamte in einen Raum, in dem mir ein sehr lieber, junger Hund schwanzwedelnd entgegenlief.

Es war eine wirklich hübsche, verspielte Fellnase - am Halsband zu lesen war „Skila“ - war dies der Name? Während die Beamten weiter ihren Dienst versahen, entdeckte ich eine Hundemarke der Stadt Besigheim am Halsband. Dort wurde Skila auch in der Altstadt aufgegriffen, wie ich erfuhr. Ich scannte Skila mit dem Chiplesegerät ab - es zeigte glücklicherweise eine Chipnummer an und umgehend kontaktierte ich TASSO. Während ich ziemlich lange in der Warteschleife warten musste, brachte ein Polizist ein paar Hunde-Leckerlis und einen Wassernapf und Skila schlabberte genüsslich beides…. Ich lächelte still in mich hinein. Hier würde ein „Revierhund“ ein tolles Leben haben… Dann trabte sie neugierig durch den Raum, kehrte wieder um und legte sich zu mir. Beamte, welche von Streife kamen, waren - so wie ich - ebenfalls von Skilas hübschen Aussehen und wundervollen Wesen begeistert. Freudig wurden die neuen Menschen begrüßt…

Endlich kam ich bei TASSO durch - der Mitarbeiter nahm alles auf und gab Bescheid, dass er versucht, die Halter zu erreichen. Wieder hieß es warten - Skila wurde solange bespasst, bespielt und war einfach nur zauberhaft. Kurz darauf erfuhr ich, dass der Besitzer auf dem Weg zu uns war und so wartete ich noch.

Nach ca. 15min. traf der Halter auch ein und ich erfuhr, dass Skila 18 Monate jung war und vor 1 Jahr von Griechenland nach Deutschland kam. Ihr Herrchen hatte ein Handballspiel und Skila war bei Hundesittern, denen sie irgendwie entwischte. Froh, dass nichts passiert war und es Skila gut ging, bedankte er sich bei allen.

Meine Arbeit war nach 1 Stunde getan, Tier und Halter wieder zusammen - Danke auch von mir für eine tolle Kooperation an die mega tierlieben Polizeibeamten!

In diesem Falle stimmte einfach alles:
Tier gechippt -> Tier registriert -> Halterdaten bei TASSO aktuell ->Tier zuhause

Lasst Eure Tiere kennzeichnen - am besten mit einem Mikrochip - Tattoo verblassen im Laufe der Zeit - und ganz wichtig: Meldet Euer Tier bei einem Haustierregister (Tasso und/oder Findefix) Nur so können wir bei Auffinden zügig handeln und das Tier wieder nach Hause bringen.

Übrigens: Viele glauben, dass man den Mikrochip ertasten kann - das ist so gut wie nicht möglich - auch wenn man „nichts fühlt“, kann trotzdem ein Chip vorhanden sein - so dass ein Chipauslesen IMMER vorgenommen werden sollte…..




Sonntag, 17.10.2021 |

Nr. 964/2021

Ein Einsatzbericht von Dagmar D.

Sonntag Abend und es war ganz schön kalt. So beschloss ich, mich mit meinen Fellnasen kuschelig auf der Couch einzurichten. Nachdem beide mit Futter versorgt waren, war der Plan, selbst noch etwas zu essen. Doch es kam anders:

Gegen 18 Uhr rief unsere Vereinsgründerin Marion an und fragte mich, wie fit ich wäre. Alle Sinne waren nun auf Einsatzmodus gestellt und tatsächlich: in Leonberg auf der Südrandstraße- einer sehr stark befahrenen Umgehungsstraße - wurde auf dem Notfalltelefon eine überfahrene Katze auf dem Mittelstreifen gemeldet.

Wie sagt meine Freundin Alex so schön… Essen wird überbewertet - zwinker….

Fix startete ich und fuhr nach Leonberg, wo ich von der Melderin schon erwartet wurde. Nachdem es mittlerweile bereist dunkel geworden war, schob ich eine Taschenlampe, ein Handtuch und natürlich mein Chiplesegerät ein, ohne welches wir nie unterwegs sind. Die Melderin und ich machten uns gemeinsam auf den Weg. Nach einigen Metern kamen wir bei der toten Fellnase an - die Taschenlampe tat dabei einen guten Dienst!

Was ich vorfand, machte mich wie immer sehr traurig. Zwischen den Fahrspuren auf dem Grünstreifen lag die arme Fellnase. Es war ein bildhübscher rot getigerter unkastrierter Kater. Vorsichtig bettete ich die Fellnase auf mein Handtuch, setze mein Chiplesegerät an und ich hoffte sehr auf den Piepton. Dieser blieb leider aus. Vor mir lag ein Katerchen, max. 1 1/2 Jahre jung, unkastriert, ohne Chip, ohne Tattoo. Dieser kleine Kerl hatte aber ein Gesichtchen, welches ich so schnell nicht vergessen werde und er bekam von mir aufgrund seiner Fellzeichnung den Namen Chilly.

Vorsichtig wickelte ich Chilly in mein Handtuch ein und trug ihn zu meinem Auto. Vielleicht mal wieder ein armer Schatz der kein Zuhause hatte? Oder einer, der nicht gekennzeichnet war???? Leider brachte auch die von uns in Facebook erstellte Totfundmeldung keinen Erfolg…

https://www.facebook.com/Tierengelunterwegs/posts/579959186762939

Gute Reise ins Regenbogenland hübscher Chilly…

Meine eindringliche Bitte an alle Katzenbesitzer: Lasst Eure Katzen kastrieren! Lasst sie chippen oder tättowieren. Und bitte registriert sie bei einem Haustierregister wie TASSO / findefix. So können wir Eure Fellnasen bei Auffinden schneller nach Hause bringen….

 




Sonntag, 17.10.2021 |

Nr. 962/2021

Es war Sonntag Nachmittag - Teammitglied Jutta las im Notfallchat, dass bei ihr im Ort bei einer zugelaufenen Katze der Chip ausgelesen werden sollte.  Die angegebene Adresse war zu Fuß 5 Minuten von Jutta entfernt. Nachdem ihr Chiplesegerät erst noch aufgeladen werden musste, machte sie sich mit etwas Verzögerung auf den Weg.

Dort angekommen fand unser Teammitglied eine sehr zutrauliche British Kurzhaar vor, die wirkte, als ob sie bei den Meldern schon eingezogen wäre, so extrem entspannt war sie. Die Fellnase war erfreulicherweise gechipt und bei Tasso registriert. Perfekt, denn von dort wurde auch der Besitzer benachrichtigt.

Dieser meldete sich einige Zeit später und berichtete, dass "Pamuk" eine Wohnungskatze sei und ihm morgens entwischt war. Er wohnt nicht weit von den Meldern entfernt und holte seine Pamuk, wie die Samtpfote hieß, wieder nach Hause. Jutta erfuhr von den Besitzern, dass es zwischen ihren 3 Katzen wohl nicht so harmonisch zuging und Pamuk möglicherweise auch deshalb mehrmals entlaufen ist.

Bereits am nächsten Tag trafen die Besitzer eine für sie nicht leichte Entscheidung:

Nach Kontaktaufnahme zur Finderin und im Interesse des Tieres darf Katzendame Pamuk nun bei der Finderin bleiben und ein stressfreies Katzenleben führen - sicher keine einfache Entscheidung für die Besitzer, doch ganz sicher eine im Sinne von Pamuk, der sich seine neuen Familie ja irgendwie auch selber ausgesucht hatte und sich dort mittlerweile sehr wohl fühlt.

Es war sicher nicht leicht für Pamuk Besitzer, doch dies ist definitiv wahre Tierliebe - Respekt vor den Besitzern, dass sie im Sinne von Pamuk entschieden haben!




Freitag, 15.10.2021 |

Nr. 953/2021

Fast 5 Monate verschwunden....

Als am Freitag gegen 15.45 Uhr im Notfallchat die Meldung einer zugelaufenen Katze in Aldingen erschien, erklärte sich Teammitglied Frieda bereit, zu den Findern zu fahren, um nach einem Chip zu schauen.

Tatsächlich war die Fellnase gechipt und zudem in einem guten, gepflegten Zustand - Fried war sich sicher, dass die Samtpfote irgendwo ein Zuhause hatte. Welch erfreuliche Nachricht: Bei TASSO waren die Besitzerdaten zwar aktuell, doch konnte der Halter nicht gleich erreicht werden. Es dauerte eine Weile und während der Wartezeit sprach Teammitglied Frieda mit dem Finder. Dieser berichtete, dass der Kater ihm sage und schreibe 3km hinterhergelaufen sei und sich durch nichts zur Umkehr bewegen ließ.

Und dann stellte sich über TASSO heraus: Kater Oscar wurde seit Pfingsten vermisst!!! Er ist ein leidenschaftlicher Freigänger, doch wo er die letzten Wochen und Monate war und wo er sich durchgefuttert hatte, wird wohl für immer sein Geheimnis bleiben… Frieda brachte den solange schon vermissten Kater zurück zur Familie, welche ihn überglücklich in die Arme schloß.




Sonntag, 10.10.2021 |

Nr. 938/2021

„Tier-Engel unterwegs“-Gründerin Marion war gerade erst eine halbe Stunde vom vorherigen Einsatz in Großbottwar zu Hause als sie die Whatsapp-Nachricht über eine desorientierte, verwirrte Katze am Bootshaus vom Monrepos erreichte. Ein anderer Verein, der sich um vermisste Tiere in Ludwigsburg kümmert, bat uns um Vereinshilfe.

Marion wurde berichtet, dass die Katze im Bootshaus zwar gesichert worden war, allerdings hätten sie gerade keine Helfer vor Ort, die sich darum kümmern könnten. Auch solche Einsätze übernehmen wir selbstverständlich, da sich Vereine untereinander beistehen und helfen sollten. Es geht immer um Tiere in einer Notlage und um deren Tierwohl - nicht darum, in Konkurrenz gegeneinander zu arbeiten.  

Das dritte Mal an diesem Tag und fast in Folge begab sich Marion also mit Notfallbox und Chiplesegerät zum Einsatzort am Monrepos. Als zusätzliche Information wurde ihr noch ein Foto der gesicherten Katze zugesandt und sie war sich schon zu diesem Zeitpunkt zu 95 % sicher, dieser Fellnase schon einmal begegnet zu sein.

Marion vermutete einen Ausreißer - Chicko - den unser Verein bereits einige Wochen zuvor schon einmal gesichert hatte. Dazu muss man wissen: einen Tag zuvor hatte sich die Besitzerin dieser Katze sehr verzweifelt und aufgelöst auf unserem Notfalltelefon gemeldet und berichtet, dass ihr Kater schon wieder verschwunden sei und er bereits seit Donnerstag letzter Woche fehlen würde. Sie mache sich große Sorgen um ihn….

Am Bootsverleih angekommen wurde Marion bereits von zwei Damen erwartet. Im Bootshaus saß auf einem Stuhl…… Kater Chicko …… es war tatsächlich die seit einigen Tagen vermisste Fellnase. Die Erleichterung bei beiden - Mensch und Katze - war groß. Marion begrüßte den Ausreißer und sofort schmiegte er sich schutzsuchend und Kuscheleinheiten einfordernd in ihre Arme. Er freute sich offensichtlich sehr, dass sich jetzt endlich um ihn gekümmert wurde.

Die Besitzerin war in der Zwischenzeit auch nicht untätig und in der Gegend vom Monrepos zugange, um Flyer auszuhängen um ihren Kater wieder zu finden. Innerhalb kurzer Zeit war sie daher am Bootshaus und nahm überglücklich ihren Schmuser in den Arm. Die Fellnase freute sich sehr - das sah man ihm an. Wie zur Bestätigung ging er sofort bereitwillig in deren mitgebrachte Box als wolle er sagen: „bitte, bitte nimm mich mit nach Hause“.

Der Kater war sehr schmal. Darauf angesprochen berichtete die Besitzerin Marion, das er wohl bei seiner letzten Unternehmung gesundheitlich schon angeschlagen war und einen zweitägigen Klinikaufenthalt mit Infusionsgabe hinter sich hatte, der an seinen Kräften gezehrt hätte. Offensichtlich hatte er dabei etwas falsches gefressen und abgenommen. Sein neuerlicher viertägiger Ausflug tat sein Übriges und er hatte nun noch mehr abgenommen. Die Besitzerin versprach Marion ihn nun erst einmal einige Zeit im Haus zu lassen, damit die Fellnase wieder zu Kräften kommen kann.

So hat Chickos Ausflug dann doch noch ein glückliches Ende gefunden, Kater und Besitzerin hatten sich wieder. Beide waren sehr froh und erleichtert - das merkte man am Umgang untereinander.

Hoffen wir, dass Chicko die heimische Couch die nächste Zeit spannender findet als Ausflüge ins Freie und er wieder an Gewicht zunehmen kann.




Sonntag, 10.10.2021 |

Nr. 936/2021

„Tier-Engel unterwegs“ - Gründerin Marion war noch auf dem Rückweg von einer abgebrochenen Einsatzfahrt in Stammheim (siehe Bericht 935) , als der nächste Anruf auf unserem Notfallhandy an diesem Sonntag einging. Eine Melderin berichtete von einer Katze, die seit einiger Zeit zum Fressen auf ihren Balkon kommen würde und heute (am Sonntag HA!....  ) hätte sie nun noch eine Baby-Katze mitgebracht. In der Nachbarschaft sei die Katze nicht bekannt. Um zur Futterstelle der Melderin zu gelangen, müssten Muttertier und Kitten über eine Hauptverkehrsstraße laufen. Rückzugsort sei wohl das gegenüber liegende Firmengelände.

Marion fuhr zum Einsatzort, an dem sie schon erwartet wurde. Muttertier und Kitten hatten sich gerade in besagtes Firmengelände begeben, weshalb unter Hilfestellung der Mutter der Melderin die Firmeneigentümerin herausgeklingelt und darum gebeten wurde, ob eine Begehung zur Sicherung der Katzen auf deren Grundstück vorgenommen werden dürfe.

Die Firmeneigentümerin erklärte Marion freimütig, dass sich die Katze seit circa einem Jahr immer mal wieder bei ihnen aufhalten würde, ab und an auch Fressen durch die Firmenmitarbeiter bekommen würde und letztes Jahr schon mit ihrem „Wurf“ vor Ort zu sehen war. Die Kätzin hätte wohl keine Besitzer hier in der Umgebung. Aktuell sei sie mit nur einem Kitten auf dem Gelände unterwegs. Vor der geplanten Suche musste allerdings noch der Hofhund weggebracht werden. Als die Eigentümerin auf dem Rückweg war, sah sie neben ihrem Hasenstall die kleine Baby-Katze sitzen, konnte diese sichern und übergab sie gleich an Marion.

Die kleine Fellnase war Gott sei Dank sehr gechillt und genoss sichtlich die Streicheleinheiten auf Marions Arm. Mittlerweile hatte der Vater der Melderin die Mutterkatze wieder auf seinem Balkon sitzen und machte sich bemerkbar. Schnell eilte Marion mit dem Kitten über die Straße, damit auch die Mutterkatze gesichert werden konnte. Aus dem Auto griff sie sich rasch das Chiplesegerät - ein Versuch war es wert. Auch wenn oftmals behauptet wird, die Tiere hätten keinen Besitzer, wohnt so manches vermeintlich „obdachlose Wesen“ zwei Straßen weiter….. Das Chiplesegerät zeigte dann aber doch keine Chipnummer an, so dass auch die Mama gesichert und mit ihrem Kitten in das Tierheim Ludwigsburg gebracht wurde.

Dort wird die Mutterkatze sterilisiert und wer weiß - vielleicht findet sich bald jemand, der die beiden süßen Fellnasen adoptiert und ihnen ein gutes und sicheres Zuhause geben wird. Die Fellnasenmama hatte durch ihre bernsteinfarbenen Augen bereits Marion bei der Sicherung in ihren Bann gezogen, das liebesbedürftige Kitten sowieso….. unsere Daumen sind für eine Adoption fest gedrückt - alles Gute auf eurem weiteren Lebensweg ihr „Black Beautys“…




Sonntag, 10.10.2021 |

Nr. 935/2021

Es war am Sonntag um kurz vor 13.00 Uhr als eine besorgte Bürgerin auf unserem Notfalltelefon anrief und mitteilte, dass seit zwei Tagen im Gemeindezentrum in Stammheim ein kleiner Meisenvogel nicht mehr den Weg nach draußen finden würde. Die Dame klang am Telefon arg verzweifelt. Ihr Hilfeersuchen für den kleinen Piepmatz war bei diversen Notfall-Anlaufstellen bislang auf taube Ohren gestoßen. Die Begründung für die Ablehnung war immer dieselbe…. „es sei ja nur ein Vogel, er würde schon wieder herausfinden oder das Problem würde sich von alleine lösen“. Die Dame ließ sich nicht beirren und verfolgte weiterhin beharrlich ihr Ziel, dem kleinen Vogel irgendwie zu helfen. Schließlich stieß sie auf unseren Verein „Tier-Engel unterwegs e.V. - die Tiernothilfe“und unsere Vereins-Gründerin Marion, die den Anruf entgegennahm, machte sich auf den Weg nach Stammheim.

Sie war gerade noch auf der Anfahrt zum Einsatzort, die durch das „Kastanienbeutelfest“ in Ludwigsburg etwas zähflüssig verlief, als die Melderin sich erneut auf dem Notfalltelefon meldete. Tatsächlich - nach über drei Stunden an diesem Tag war es den Beteiligten vor Ort nun doch selbst gelungen, das Meislein hinaus ins Freie und damit in die Freiheit zu geleiten.

Die Dame war überglücklich und bedankte sich überschwänglich bei Marion dafür, dass unser Verein ihr Anliegen ernst genommen hat, um der Meise zu helfen. Am nächsten Tag erreichte uns noch auf schriftlichem Weg ihr erneuter Dank.

Wir meinen: „Toll - dass es solche Menschen gibt, die auch nach dem 3. oder 4. Versuch nicht nachlassen wenn es darum geht, einem Lebewesen - und sei es noch so winzig - zu helfen.

==> Jedes Lebewesen ist wertvoll und jedes Leben ist es wert, beschützt zu werden. Auch das kleinste und unscheinbarste.© Klaus Albers(*1964), Autor, Tierschützer und Fotograf




Sonntag, 10.10.2021 |

Nr. 933/2021

In der Notfallgruppe wurde am Sonntag gegen 10.00 Uhr ein zugelaufener Husky in Asperg gemeldet. Teammitglied Mara machte sich umgehend auf den Weg.

Vor Ort angekommen ließ sie sich von den Findern berichten, dass diese den Husky auf der Straße vor ihrem Haus gesichtet hätten. Er trug weder Halsband noch Leine und ein/e zugehörige/r Halter/In war ebenfalls nicht zu sehen. Um Schaden von dem Tier abzuwenden, hätten sie daraufhin beschlossen, den Hund erst einmal zu sichern.

Die Finder waren Teammitglied Mara und unserem Verein sehr dankbar, dass auf ihre Meldung hin und zudem an einem Sonntag, sofort reagiert wurde und ihnen jemand zu Hilfe kam, was sie auch mit einer Spende an unseren Verein bekräftigten. Vielen,  vielen Dank dafür.

Während des weiteren Gesprächs mit den besorgten Findern las Teammitglied Mara mit ihrem Chip-Lesegerät die Transpondernummer aus. Der Husky war tatsächlich gechipt und so konnte Mara an TASSO die registrierte Nummer weitergeben. Die Besitzer konnten durch TASSO jedoch telefonisch nicht erreicht werden. Mara erfuhr aber, dass der Hund ein paar Häuser weiter sein Zuhause hatte. Fußläufig ging sie deshalb mit dem Husky zur angegebenen Halter-Adresse und brachte die Fellnase wohlbehalten in sein angestammtes Zuhause zurück.

Hoffen wir, dass der Ausflug der Fellnase ein einmaliges Erlebnis bleibt - wir wünschen dem Husky alles Gute.




Freitag, 08.10.2021 |

Nr. 932/2021

Es war 17 Uhr - Teammitglied Kate war gerade Gassi mit ihrem Hund als unsere „Tier-Engel unterwegs“-Gründerin Marion sie anrief und anfragte, ob Kate nach Unterriexingen fahren könne. Dort sei eine Katze gemeldet worden, die seit geraumer Zeit täglich zum Fressen kommen würde, deren Besitzer allerdings unbekannt sei - man müsste nach Chip und Registrierung schauen. Eventuell wird die Katze irgendwo vermisst.

Kate fuhr nach Beendigung ihrer Runde zur angegebenen Adresse. Dort wurde sie von einem sehr netten älteren Herrn und seiner Frau begrüßt. Der Herr berichtete ihr, dass eine Katze nun seit einem halben Jahr zwei Mal täglich zum Fressen käme. Sie sei überhaupt nicht scheu und sitze bei ihm im Wohnzimmer. Das Ehepaar hätte sich erst nicht so recht getraut bei uns anzurufen, sich der Katze zuliebe dann aber doch noch dazu entschlossen. Kate unterhielt sich sehr freundlich mit dem Herren und strich nebenbei mit ihrem Chiplesegerät über die Fellnase, die es sich im Wohnzimmer - ganz so als würde sie dorthin gehören (lach) - gemütlich gemacht hatte.

Tatsächlich zeigte das Gerät eine Registriernummer an, was sowohl Kate als auch die Finder in Erstaunen versetzte. Eine Verlustmeldung war nicht bekannt und auch in der Nachbarschaft wurde keine Tier vermisst.

Tasso wurde kontaktiert und es zeigte sich, dass die Fellnase an einer Adresse registriert war, die nur eine Straße weit entfernt lag. Ein Tasso-Mitarbeiter rief Kate nach kurzer Zeit zurück und berichtete, dass an der Halteradresse niemand erreichbar wäre. Auch fand er es sehr ungewöhnlich, dass das Handy sofort auf eine Mailbox geleitet wurde und die Festnetznummer anscheinend abgemeldet war.

Die Melder erinnerten sich daraufhin, das im Frühjahr diesen Jahres ein Mann in dieser Straße verstorben sei. Sie hätten den Mann allerdings - auch namentlich - nicht gekannt.

Die Daten waren bei Tasso freigegeben und so versuchten nun die Melder und Kate gemeinsam, anhand des von Tasso übermittelten Besitzer-Namens und durch telefonische Kontaktaufnahme mit der dortigen Nachbarschaft (übrigens unter zu Hilfenahme des guten alten Telefonbuches) herauszubekommen, ob es die Katze des Verstorbenen war. Letzten Endes bestätigte sich dies. Leider hatte Mia - so hieß die Fellnase - kein „Herrchen“ mehr. Wir wissen nichts zu den Umständen, auch nicht ob oder warum die Katze „vergessen“ und von niemandem vermisst wurde.

Fest steht: Fellnase „Mia“ hatte sich in ihrer Not selbst ein neues Zuhause gesucht und in dem älteren Herren und seiner Frau zwei herzensgute Menschen gefunden, die ihr freundlich begegneten und ihr einen Zufluchtsort und eine regelmäßige Mahlzeit anboten. Bis zur endgültigen Klärung über den Verbleib wird die herrenlose Katze erst einmal von den älteren Leuten weiter versorgt - eventuell darf sie dort sogar ganz einziehen - wir hoffen es sehr und die Daumen von uns sind dafür fest gedrückt. Damit bis dahin keine Unklarheiten im Falle eines erneuten Anrufes bei Tasso (bspw. bei einer Sicherung durch Dritte) auftauchen, wurden - wie von Tasso vorgeschlagen -, die Kontaktdaten unseres Vereins „Tier-Engel unterwegs e.V.“ dort im Register für Mia hinterlegt.

Unsere Hochachtung gilt dem betagten Ehepaar, die nach anfänglichem Zögern doch noch den Mut fanden, unseren Verein zu kontaktieren. Der 80jährige Mann übersandte uns Fotos und schrieb unseren Verein via Whatsapp an - in dem Alter gewiss keine Selbstverständlichkeit. Ein wirklich großes Dankeschön an das Ehepaar - was für tolle „Herzmenschen“, die Mia so fürsorglich umsorgt und es auch für die Übergangszeit bis zum Finden eines neuen Zuhauses zugesagt hatten.

Alles Gute liebe Mia - du hast alles richtig gemacht.




Dienstag, 05.10.2021 |

Nr. 921/2021

Dienstag Abend, Teammitglied Dagmar war gerade dabei, ein paar private Dinge zu schreiben als um 17:31h eine Meldung in unserem NotfallChat einging. Es ging um eine Katze auf dem Standstreifen der A81 - Ditzingen in Richtung Ludwigsburg.

Für Dagmar waren es nur ein paar Minuten bis zum Einsatzort  - keine Frage - sie übernahm!Anhand des Standortes hielt sie Rücksprache mit „Tier-Engel unterwegs“ -Gründerin Marion, denn auf der Autobahn einfach anhalten war verboten und auch viel zu gefährlich. Um die Fellnase zu sichern und nach einem Chip oder Tattoo zu schauen benötigte Dagmar also Unterstützung.

Von Marion erhielt sie die Rufnummer der Autobahnpolizei. Dort rief Dagmar an, stellte sich vor und fragte nach Hilfe und Unterstützung. Die wurde ihr sofort zugesagt. Man würde eine Streife schicken, welche sich mit ihr in Verbindung setzen würde. Während des anschließenden Telefonats bzgl. weiteren Vorgehens bekam Teammitglied Dagmar einen Anruf eines sehr netten Polizeibeamten, der den genauen Standort erfragte. Sie vereinbarten sich dort zu treffen.

Auf dem Weg dorthin bekam Dagmar erneut einen Anruf des Polizisten mit der Info, daß sie die Strecke zweimal abgefahren wären und auch vor Ort/ in der Umgebung geschaut hätten, doch leider keine Katze gefunden hätten. Somit wäre der Einsatz eigentlich beendet gewesen. Da sich Dagmar aber ebenfalls auf der Autobahn Richtung Ditzingen befand, konnte sie diese nur an der Ausfahrt Feuerbach verlassen. Kurz bevor sie die A81 verlassen wollte, sah sie 200m vor der Ausfahrt ein Fellbündel auf dem Standstreifen liegen. Umgehend kontaktierte Dagmar die Streife und meldete den Fund. Das Team in Blau machte sofort kehrt, sie vereinbarten einen Treffpunkt,

Dagmar stieg um in den Streifenwagen und gemeinsam fuhren sie zum Fundort. Während der Fahrt dorthin waren der Beamte und seine Kollegin sehr interessiert an der Arbeit der „Tier-Engel unterwegs“, worüber Dagmar gerne Auskunft gab. Vor Ort angekommen hielten sie vorschriftsmäßig mit Blaulicht und Warnblinker an. Da Dagmar das Fahrzeug nicht verlassen konnte, wurde ihr die Türe geöffnet was trotz des traurigen Anlasses zu Gelächter führte. „Bewaffnet“ mit Handschuhen und Chiplesegerät näherte sie sich der kleinen Fellnase, die noch nicht sehr alt war. Als Dagmar mit dem Chiplesegerät vorsichtig über den leblosen Körper fuhr, blieb leider der erhoffte Piepton aus und das Display leer…

Traurig bargen sie die kleine Seele von der Straße und Dagmar wurde zurück zu ihrem Auto gefahren . Sie bedankte sich bei den beiden Beamten für die großartige Hilfe und Unterstützung. Traurig, in Gedanken an die kleine Seele ob sie wohl ein Zuhause hatte und vermisst wird, oder warum sie nicht gechipt war, fuhr Dagmar nach Hause zu ihren beiden „Sofalöwen“, die zum Glück schon auf sie warteten und ihr Trost spendeten.

Gute Reise über die Regenbogenbrücke kleines Samtpfötchen…

🖤🌈🖤




Montag, 04.10.2021 |

Nr. 919/2021

Unseren 1. Vorstand Marion, die auch das Notfallhandy betreut, erreichte am Vormittag ein Anruf des Tierheims Ludwigsburg. Gemeldet wurde ein schwer verletzter Kater in Tamm auf einem Feld / Acker in der Nähe einer Grillstelle.,Marion selber übernahm diesen Einsatz und beeilte sich, zur angegebenen Einsatzstelle zu kommen. Noch während sie sich anzog, wärmte sie vorausschauend einen Snuggle Safe (zum Warmhalten der Tiere) in der Mikrowelle auf und bereitete ihre Notfallbox mit Einmalunterlage und Polsterung für das verletzte Tier vor.

Am gemeldeten Einsatzort (auf dem Gelände eines Freizeitparks) angekommen, war jedoch keine Katze zu sehen, weshalb sie sich telefonisch nochmals direkt an die Melderin wandte, um die genauere Örtlichkeit zu erfragen.  Noch während sie von einer Anhöhe innerhalb des angegebenen Ortes mit dem Auto herabfuhr, sah sie das verletzte Tier. Es war allerdings keine Katze sondern ein adulter Feldhase, der auf der Seite lag und arg zappelte. Es war ein schmerzlicher Anblick für Marion, ein Wildtier in solch hilfloser Lage zu sehen. Um das Tier zu beruhigen kann man wenig machen - Wildtiere haben in Menschennähe oft zusätzlichen Stress… Sie ging deshalb behutsam auf ihn zu und deckte ihn mit ihrem mitgebrachten Handtuch ab.

Vermutet wird, das er eventuell an der Hasenpest erkrankt war. Der zuständige Jagdpächter, ein Bekannter des Mannes der Melderin, war sehr rasch vor Ort. Der Hase musste leider erlöst werden. Auch solche Situationen begegnen uns Tier-Engeln sehr oft. Um weiteres Leid und Schmerzen von den Tieren abzuwenden und um auch die gängigen Vorschriften einzuhalten, muss in solchen Situationen der für dieses Gebiet zuständige Jagdpächter informiert werden, auch um ggfls. die Ausbreitung von Krankheiten zu verhindern, die unter Umständen den Wildbestand sehr dezimieren könnten…

RIP kleiner Hase - jetzt bist du frei von Schmerzen und kannst sorglos im Häschenhimmel hoppeln…




Montag, 04.10.2021 |

Nr. 917/2021

Unsere „Tier-Engel unterwegs“ - Gründerin Marion war gerade in der Klinik in Ludwigsburg-Oßweil als eine Dame auf dem Notfalltelefon anrief und mitteilte, dass seit geraumer Zeit eine Taube auf einer Verkehrsinsel Nahe des Bahnhofs immerzu im Kreis laufen würde. Die aufmerksame Melderin hatte von ihrem Büro im angrenzenden Gebäude direkten Einblick auf diese Verkehrsinsel und ihr war nun aufgefallen, dass sich die Taube unkoordiniert und sehr unnormal bewegte, weshalb sie sich hilfesuchend an unseren Verein wandte.

Marion sagte ihr Kommen zu und bat die Melderin darum, das Tier nach Möglichkeit in einem Karton zu sichern. Diese wollte es versuchen, während Marion den Einsatzort ansteuerte.

Tatsächlich konnte die Melderin die Taube sichern, so das Marion sie - ohne Zeit zu verlieren - in ihre mitgebrachte Softbox umsetzen konnte. Ihr fiel sofort auf, dass das Tier sehr „aufgeplustert“ war - was bei Vögeln kein gutes Zeichen ist - und das Täubchen war auch sehr schwach und abgemagert. Der Kleinen stand das Brustbein sehr spitz hervor. Somit war klar, dass dem armen Tier schnell geholfen werden musste. Die Melderin berichtete noch, dass die Taube nun schon eine ganze Weile immerzu um diese Verkehrsinsel im Kreis herumgelaufen wäre und sie dies mit wachsender Sorge beobachtet hätte.

Dankeschön liebe unbekannte Melderin - für´s Hinsehen und für das Hilfeersuchen für ein „Tauben-Tier in Not“ (das von uns Menschen im Allgemeinen leider nicht so sehr geschätzt wird).

Marion bedankte sich und brach, angesichts des schlechten Zustandes der Taube, eilig auf, um diese ins Tierheim Ludwigsburg zu bringen, wo sie fachkundig begutachtet und rasch erstversorgt wurde. Wir hoffen, dass die Taube wieder zu Kräften gekommen ist und wünschen ihr alles Gute in ihrem nicht ganz einfachen Leben als Stadttaube.

Ein sehr schönes und leider auch trauriges Videos zum Thema „Leben der Tauben in der Stadt“ haben wir vor ein paar Tagen auf Facebook veröffentlicht:

https://www.facebook.com/Tierengelunterwegs/posts/578733296885528

 




Sonntag, 03.10.2021 |

Nr. 913/2021

Es war zeitlich gesehen bereits der 04.10.-Montag…

„Tier-Engel unterwegs“-Gründerin Marion war gerade noch vom vorhergehenden Einsatz mit dem Fundhund-Beagle „Snoopy“ im Auto vor ihrem Haus und wollte eigentlich zurück in ihr Bett. Es war mittlerweile fast halb ein Uhr in der Nacht - als das Notfalltelefon erneut klingelte. Gemeldet wurde eine verletzte flugunfähige Taube auf einem Balkon in Ludwigsburg-Tamm. Die Melder würden am nächste Morgen in den Urlaub fliegen, könnten sie nicht sichern und wüssten jetzt nicht was sie tun sollten.

Tier-Engel Marion fuhr selbstverständlich - auch zu dieser Unzeit - zur Meldeadresse, um dem Tier zu helfen. Vor Ort angekommen, konnte sie eine adulte Taube sichern, die sehr schwach und mager, aber offensichtlich nicht verletzt war. Mittlerweile war es ein 1.00 Uhr nachts. Die Mitarbeiter des Tierheims wären verständlicherweise nicht in Begeisterung ausgebrochen, wenn man sie zu dieser nächtlichen Stunde kontaktiert hätte. So beschloss Marion, die Taube erst einmal über Nacht bei sich aufzunehmen.

Sie bereitete ihr eine Softbox, formte darin ein weiches Handtuchnest für ein gutes Nachtlager und fuhr die Taube dann am darauffolgenden Tag in das Tierheim Ludwigsburg.

Alles Gute auf deinem weiteren Lebensweg liebes „Taubsi“. Das wünschen dir die „Tier-Engel unterwegs“ - Mitglieder - mögen dir nur Menschen begegnen, die auch DEIN Leben wertschätzen.

 




Sonntag, 03.10.2021 |

Nr. 912/2021

Es war Sonntag um kurz vor 23.00 Uhr als „Tier-Engel unterwegs“-Gründerin Marion einen Anruf erhielt, das ein Hund in Ludwigsburg-Asperg zugelaufen sei. Die Fellnase wurde von den Findern in der Stadtmitte aufgegriffen -aufgrund des Regens klatschnass. Marion unterbrach ihre „Nachtruhe“ - sie war ausnahmsweise um diese Zeit schon zu Bett gegangen - zog sich wieder an und fuhr zur Meldeadresse. Vor Ort angekommen wurde sie freundlich erwartet und in die Wohnung geleitet.

Dort saß die Fellnase - ein Beagle - auf der Couch und ließ es sich offensichtlich gut gehen - klar - es war auf jeden Fall trocken und warm - zwinker. Marion schaute nach einem Chip und der zugehörigen Registrierung. Tatsächlich war der Hund gechipt und – Hurra - bei TASSO auch registriert - die Freude währte allerdings nur kurz - es stellte sich heraus, dass der Hund auf den Vorbesitzer registriert war und die Daten vom neuen Halter leider nicht bekannt seien. Der nächste Weg war also, das Tierheim anzusteuern.

Marion kontaktierte das Tierheim Ludwigsburg, mit dem unser Verein eng kooperiert und wollte den Hund dort zur Aufnahme anmelden. Die diensthabende Mitarbeiterin wurde sofort hellhörig und fragte, nachdem Marion erwähnte, dass es sich um einen Beagle handelte sofort nach, ob der Hund in Asperg gefunden wurde. Es stellte sich heraus, dass der Besitzer im Tierheim bereits eine Verlustmeldung abgegeben hatte und so konnte Marion telefonisch Kontakt zu dem Besitzer aufnehmen. Er war trotz der nächtlichen Stunde sehr, sehr froh über die Fundmeldung seiner Fellnase und fuhr sofort zur Adresse der Finder.

Der Herr berichtete, dass er den Beagle schon verzweifelt gesucht hätte und noch nicht so lange im Besitz von „Snoopy“ sei (was für ein trefflicher Name für die goldige Fellnase..).

Ende gut - alles gut. Der Besitzer wurde noch darauf hingewiesen, die Kontaktdaten bei TASSO/findefix zu aktualisieren und damit war der Einsatz beendet.

Das Tierheim war froh, dass sie das Tier nicht aufnehmen mussten.

Der Besitzer war glücklich, seinen geliebten Snoopy wieder zu haben.

Die Finder waren glücklich, dass sie helfen konnten.

Marion war froh, Snoopy nicht in das Tierheim fahren zu müssen und wieder in ihr Bett zu kommen……. dachte sie jedenfalls…. wünschen kann man sich viel …. ob es dann so gekommen ist, könnt ihr im obigen Einsatzbericht lesen ;-)

 




Donnerstag, 30.09.2021 |

Nr. 896/2021

Tier-Engel unterwegs-Gründerin Marion hatte gerade eben erst das verletzte Eichhörnchen in der Tierarzt-Praxis abgegeben (siehe EInsatzbericht direkt unter diesem) und saß noch vor der Praxis im Auto, als sie gegen 18.45 Uhr der nächste Tiernotruf erreichte.

Die Melderin berichtete ihr, dass zwei Igel in einen Lichtschachtkasten gefallen wären und sie die beiden gerade durch Zufall entdeckt hätte. Wie lange die Igel da gefangen waren, konnte die Melderin nicht sagen. Marion fuhr direkt hin und wurde bereits von der Dame erwartet. Der Deckel des Lichtschachtes war schnell entfernt und weniger das Problem. Die Tiefe des Kastens war da schon eher die Herausforderung. Ein Zugang über das innenliegende Fenster war nicht möglich und so lag Marion letzten Endes bäuchlings auf der Erde im Gras und hing mit halbem Oberkörper im Kasten, um die Tiere zu retten.

Kein einfaches Unterfangen, zumal zuerst nur noch einer der beiden Igel zu sehen war. Diesen konnte Marion rasch sichern und in ihre vorbereitete Notfallbox setzen. Beim Herausholen des Igels fiel ihr schon eine dunkle leere Tüte in einer Ecke des Kastens auf, die ebenfalls dort unten lag. Die Dame war sich sicher, dass sie einen kleineren und einen größeren Igel gesichtet hatte und so hob Marion vorsichtig die Tüte an. Darunter versteckte sich dann der kleinere der beiden Igel. Marion sicherte auch diesen Stachelkerl und setzte ihn in ihre mit Einmalunterlagen vorbereitete Transportbox.  

Offensichtlich war eine Igel-Mama mit ihrem Kind in diese mißliche Notlage gekommen. Wenn sie nicht entdeckt worden wären, hätte das ihren sicheren Hunger-Tod bedeutet. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an die aufmerksame und fürsorgliche Finderin, die uns gerufen hat.

Die Igel-Mutter sah nicht sehr gut aus, weshalb das Tierheim Ludwigsburg kontaktiert wurde. Beide Igel sollten zur Begutachtung dorthin verbracht werden. Auf Hinweis des Tierheimes suchten die Finderin und ihr Mann noch vor Ort intensiv nach weiteren Zwergen, da Igel zumeist mehrere Babys haben. Leider ohne Erfolg. Die Finderin versprach jedoch, am Abend und in den nächsten Tagen - bewaffnet mit Taschenlampe - Ausschau zu halten und sich sofort zu melden im Fall es noch mehr Sichtungen geben würde.

Nach drei Einsätzen in Folge (Totfunde der Fellnasen auf der Autobahn, verletztes Eichhörnchen und nun dieser Igel-Notfall) war unsere „Tier-Engel unterwegs-Gründerin“ Marion jetzt in arger zeitlicher Bedrängnis und sehr spät dran, um ihre bestellten Handwerker ins Haus zu lassen. So eilte ihr Teammitglied Caro zur Seite und verbrachte die Igel-Mama samt Baby-Igel in das Tierheim Ludwigsburg. Was für ein Einsatz-Tag ! Am 30.09.2021 gab es sage und schreibe insgesamt 12 Einsätze, von denen Marion allein 3 fuhr - Chapeaux liebe Marion!   

Die „Tier-Engel unterwegs e.V.“ wünschen den stacheligen Gesellen alles Gute für die Zukunft. Der Finderin danken wir aufs Herzlichste UND liebe Leute - an dieser Stelle der lieb´ gemeinte Aufruf - geht mit offenen Augen und Ohren durch die Gegend - in Not geratene Tiere werden es Euch danken.




Donnerstag, 30.09.2021 |

Nr. 895/2021

Donnerstag, 17.30 Uhr - Tier-Engel unterwegs-Gründerin Marion war gerade noch vom Einsatz der beiden auf der Autobahn verunfallten Fellnasen in der Gegend, als sie dein weiterer Anruf an diesem Tag auf dem Notfalltelefon erreichte. Es handelte sich um ein verletztes Eichhörnchen, das dringend in eine Tierarztpraxis in Ludwigsburg gebracht werden musste. Dort sollte es  Teammitglied Anna, die dort in der Praxis tätig ist und die - ebenfalls ehrenamtlich - in der Eichhörnchenhilfe aktiv ist, das Hörnchen übergeben werden, damit es schnellstmöglich ärztliche Hilfe bekommen konnte.

Marion wurde am gemeldeten Ort bereits von der Finderin und vier jungen Mädchen erwartet. Sie hatten das Eichhörnchen vorbildlich in einer Box gesichert und ein Mädchen berichtete, dass sie das Hörnchen einer Katze weggenommen und es so gerettet hätte. Marion hatte zuvor ihre Box mit einem wärmenden Pad vorbereitet und streifte sich für das Umsetzen in ihre Tierrettungsbox etwas dickere Handschuhe über. Die Melderin kommentierte dies mit den Worten „ah - Sie sind schlauer als ich“ - offensichtlich hatte das Eichhörnchen bei der Einfangaktion und in seiner Not, die Finderin, die keine Handschuhe trug, in die Hand gebissen.

Verletzte Tiere sind sehr oft panisch und haben Schmerzen - sehr schnell kommt es daher zu Bissverletzungen, weshalb auf die Eigensicherung von uns Teammitgliedern großer Wert gelegt wird. Niemandem ist geholfen, wenn man - womöglich in Eile, um schnell zu helfen - eine eigene Verletzung davon trägt, die sich danach auch noch schmerzhaft entzünden kann.

Vorsichtig setzte Marion das Tierchen in ihre Box. Bei der ersten  Begutachtung war ihr klar, dass das Hörnchen schwer verletzt und es fraglich war, ob es überleben würde.

Es blutete und zog die Hinterbeine nach. Eventuell war es abgestürzt und die Katze hatte leider die Gelegenheit genutzt… Marion bedeutete der Mutter der Kinder, dass es vermutlich bei der Schwere der Verletzungen kein gutes Ende nehmen würde und versprach jedoch, eine Rückmeldung zu geben, was für uns Tier-Engel unterwegs e.V.-Mitglieder eine Selbstverständlichkeit ist.

Um dem armen Tier schnellstmöglich ärztliche Hilfe zukommen zu lassen, bedankte sich Marion bei den Findern und brachte das Eichhörnchen rasch in die Tierarztpraxis zu Team-Mitglied Anna. Leider bestätigte sich Marions Verdacht… Beim Röntgen kam heraus, dass die Wirbelsäule gebrochen war und Hilfe lediglich darin bestand, das kleine Hörnchen zu erlösen….

Run free und spring auf der anderen Seite des Regenbogens ohne Schmerzen umher….




Mittwoch/Donnerstag, 29.+30.09.2021 |

Nr. 890 + 898/2021

2 Fellnasen-Totfunde auf der Autobahn

Es war Mittwoch, der 29.09. gegen 17.30 Uhr, als Teammitglied Caro im Vorbeifahren auf der Autobahn zwischen Ludwigsburg Nord und Pleidelsheim ein totes Tier an der Mittelleitplanke sichtete. Sie vermutete eine tote Katze, weshalb sie eine Meldung in unsere Tierengel-unterwegs e.V.-Notfallgruppe veranlasste. Tiere auf der Autobahn zu sichern oder zu bergen ist, wie ihr euch vorstellen könnt, auch für uns Tier-Engel nicht eben mal soooo durchführbar. Sicherheit und Regeln gehen immer vor. Dennoch versuchen wir unser Möglichstes, wenn es darum geht, ein geliebtes Tier seinem Besitzer zurückzubringen. Ein Anhalten auf der Autobahn ist verboten, weshalb wir uns hierfür generell an die zuständigen Behörden wenden und um Hilfe bitten.

Tier-Engel unterwegs-Gründerin Marion wandte sich deshalb mit dem Anliegen, die tote Katze zu bergen, an die Autobahnpolizei. Im klärenden Gespräch mit den Beamten erhielt sie die Auskunft, dass das Bergen der toten Katze aus Sicherheitsgründen nicht möglich sei, zumal das tote Tier an der Mittelleitplanke und damit auf der linken Spur lag und man hierfür die Autobahn gänzlich sperren müsste. Marion bekam allerdings noch die Telefonnummer der für diesen Autobahn-Abschnitt zuständigen Straßenmeisterei. Da niemand mehr dort erreichbar war, rief sie am Folgetag an und bekam ebenfalls die Auskunft, dass dies ein schwieriges Unterfangen sei.

Die Sichtung war jedoch bereits bekannt und man würde versuchen, die Fellnase zu sichern und Marion eine Rückmeldung zu geben. Tatsächlich rief ein Mitarbeiter der Straßenmeisterei nach einiger Zeit zurück und erklärte, die Katze sei von der Polizeistreife noch am Vorabend geborgen worden und an den ungefährlicheren Seitenstreifen rechts der Fahrbahn verbracht worden. Marion´s Telefonmarathon war also erfolgreich.

Leider teilte ihr die Straßenmeisterei im Gespräch mit, dass sie eine weitere Katze tot geborgen hätten, die ebenfalls auf der Autobahn zwischen Ludwigsburg-Süd und Ludwigsburg Nord auf Höhe eines Autohauses verunglückt war. Am Nachmittag desselben Tages versuchte Marion dann bei beiden Fellnasen einen eventuell vorhandenen Chip auszulesen und nach einer Tätowierung zu sehen. Leider waren beide Katzen nicht gechipt und nicht tätowiert, was die Suche nach den Besitzern sehr erschwert.

Der ersten verunfallten Katze, einem Katerchen, war die sehr heftige Kollision anzusehen. Ein furchtbarer Anblick für Marion. Der Mitarbeiter der Straßenmeisterei wollte die Fellnase noch über das Wochenende behalten und abwarten, ob sich ein Besitzer findet. Die zweite Fellnase war eine Rassekatze, weiblich - ein Siam-Mix - garantiert gab es hier Besitzer!

Auch unschöne Momente wie diese erleben wir Tiernothelfer /-innen des Öfteren und haben danach noch ziemlich mit der Situation zu kämpfen. Dennoch tun wir es. Immer wieder. Um die Fellnasen ihren Besitzern zurückzubringen und damit Abschied genommen werden kann. Ein sehr wichtiger Schritt, wenn es um den Tod eines geliebten Tieres geht.

In der Hoffnung, dass wir die Besitzer doch noch ausfindig machen können, erstellten wir zu beiden Tieren in Facebook Fundmeldungen. Tatsächlich gelang es uns durch den Post, zumindest das zweite Fellnäschen nach Hause zu bringen…

Kommt beide gut über die Regenbogenbrücke - seid jetzt frei und ohne Schmerzen🖤🌈🖤




Montag, 27.09.2021 |

Nr. 884/2021

Es war Montag gegen 14 Uhr, als uns eine Meldung über eine verunfallte Katze aus Bönnigheim erreichte.

Teammitglied Sandra hatte gerade Mittagspause und war etwas in Zeitdruck als sie die Meldung las. Eine engagierte Facebook-Freundin der "Tier-Engel unterwegs e.V.“ (Silke) hatte uns den traurigen Fund gemeldet. Um den BesitzerInnen die Möglichkeit des Abschieds zu geben, versuchen wir Tier-Engel immer schnellstmöglich zum Auffinde-Ort zu kommen und nach einem hoffentlich vorhandenen Chip oder einer Tätowierung zu sehen, damit die Fellnase die Chance hat, nach Hause zu kommen.

Vor Ort angekommen hielt Sandra das Chiplesegerät an die leblose Fellnase und sofort zeigte es ihr eine Chipnummer an. TASSO wurde kontaktiert, doch leider hing Sandra 20 Minuten in der Warteschleife und die Meldung konnte nicht abgesetzt werden. Sandra musste jedoch dringend zurück zur Arbeit. Sie wickelte deshalb die Katze sorgsam in ein Handtuch und nahm sie einstweilen mit. Unsere 1. Vorsitzende und Tier-Engel-unterwegs e.V.-Gründerin Marion war gerade auf dem Heimweg von einem beruflichen Termin und übernahm die Fellnase von Sandra an deren Arbeitsstelle.  Bei Marion sollte die Samtpfote bleiben, bis TASSO uns eine Rückmeldung mit den Kontaktdaten der Besitzer gab. Teammitglied Dagmar hatte zwischenzeitlich im Hintergrund die Meldung an TASSO geben können. Leider waren die Daten der Besitzer nicht „freigegeben“ weshalb nicht direkt von uns agiert werden konnte.

Der Besitzer meldete sich dann am Abend telefonisch bei Marion. Er war sehr aufgelöst - seinen Schmerz über den Verlust des Tierchens konnte man förmlich durchs Telefon „greifen“. Zuweilen versagte ihm die Stimme. Es war klar, dass Blümchen - wie das Katzenmädchen hieß - sehr, sehr geliebt wurde und Teil der Familie war. Mit seiner Frau, die zu dieser Zeit noch in der Arbeit war, wollte er den Zeitpunkt der Abholung absprechen und sich dann wieder melden. Es sollte der nächste Tag sein, an dem Blümchen nach Hause geholt wurde…

Die Abholung selbst fand dann unter höchst emotionalen Umständen statt und war sehr schwer für den Mann wie auch für „Tier-Engel unterwegs“ - Gründerin Marion.

Er erzählte, dass sie Blümchen als kleine Katze bekommen hätten. Schnell wäre klar gewesen, dass sie nicht im Haus bleiben wollte und den Drang hatte, unbedingt nach draußen zu gehen. Kurzerhand wurde der Garten umgebaut und ein extra Spielhaus mit Umzäunung und Katzenklappe als Rückzugsort geschaffen. So hatte die Fellnase die Möglichkeit ins Haus zu kommen oder aber draußen zu sein. Das Katzenmädchen Blümchen war erst vier Jahre alt und ein geliebtes Familienmitglied. Marion erfuhr, dass Blümchen und ihr Besitzer sehr eng miteinander verbunden waren- immer wenn Blümchen das Motorengeräusch seines PKW´s gehört habe, hätte sie schon am Eingang auf ihn gewartet und ihre Streicheleinheiten eingefordert, sich auf den Rücken geworfen und den Bauch kraulen lassen. Der Verlust seines Blümchens setzte ihm sehr zu, das konnte Marion deutlich spüren.

Sie übergab ihm sein „Blümchen“ in einem extra zurecht gemachten Kissenbezug, das den Namen der Fellnase trug und mit einem Regenbogen versehen war. Oben auf legte sie zum Abschied eine Blume. Eine Totfund-Übergabe - dazu noch eine so hoch emotionale - nimmt auch uns Tier-Engel sehr mit. Marion musste sich erst einige Minuten wieder fassen, bevor sie an andere Dinge denken konnte.

Mach´s gut Blümchen - du warst eine so wundervolle Fellnase und hast deinen Besitzern so viel Lebensfreude und Liebe geschenkt. Alles Gute auf Deiner Reise über die Regenbogenbrücke kleine Samtpfote und den Besitzern viel Kraft, den schmerzlichen Verlust zu bewältigen…  🖤🌈🖤




Sonntag, 26.09.2021 |

Nr. 879/2021

Lolek - die Mops-Fledermaus aus Winnenden

Team-Mitglied Claudia hatte am Abend noch Dienst im Tierheim als eine Dame aus Winnenden sich dorthin wendete und Hilfe für eine geschwächte kleine Fledermaus erbat, die sie bereits in einem Karton gesichert hatte.

Da klar war, dass die Fledermaus in eine auf Fledermäuse spezialisierte Pflegestelle verbracht werden musste, verwies das Tierheim Winnenden auf unseren Verein „Tier-Engel unterwegs e.V.“ und so ging die Meldung in unserer Notfallgruppe ein. Die Anzahl der Tier-Engel-Mitglieder für den Rems-Murr-Kreis ist noch recht überschaubar und so fand sich auf die Schnelle niemand, der in der Nähe war. Als Teammitglied Claudia ihren Dienst im Tierheim beendet hatte, übernahm sie deshalb den Einsatz, fuhr zur Meldeadresse und nahm die Fledermaus „Lolek“ wie sie die Finderin getauft hatte, entgegen. Zuvor hatte Claudia noch Kontakt zur FInderin aufgenommen und ihr Kommen angekündigt.

Viele unserer „Tier-Engel unterwegs e.V.-Mitglieder“ engagieren sich nicht nur ehrenamtlich in unserem Verein, sondern haben auch außerhalb des Vereins Kontakte, sind gut vernetzt, oft gar selbst Päppler für bestimmte Tierarten und helfen ehrenamtlich so auch andernorts im Tierschutz. Der Verein und die Mitglieder profitieren so für die in Not geratenen Tiere und den Tierschutz in einer echten „win-win-Situation“ voneinander.

Für die Fledermaus wurde zwischenzeitlich im Hintergrund nach spezialisierten Pflegestellen gesucht, die auch Kapazitäten frei haben und schließlich fand sich diese in Stuttgart-Mühlhausen. Der Kollege von dort war so nett und fuhr Claudia von Mühlhausen entgegen. Vielen Dank an dieser Stelle an Herrn Robert Pfeiffle. Ein ehrenamtlicher Helfer aus dem Naturschutz, der speziell für den Fledermausschutz zuständig ist und mit dem wir künftig zusammenarbeiten dürfen. Ein Treffpunkt auf halber Strecke in Fellbach wurde vereinbart. Vor Ort wurde das Tier als erste Sofortmaßnahme fachmännisch untersucht, grundlegende Reflexe wurden getestet und nach dem Allgemeinbefinden geschaut. Die Fledermaus war zwar nicht verletzt, allerdings sehr geschwächt. Team-Mitglied Claudia erfuhr von Herrn Pfeiffle, dass es sich um eine in unserer Region seltene „Mops-Fledermaus“-Dame handelte.

Im weiteren Gespräch erfuhr Claudia von ihm viel Wissenswertes; bspw. sollten Fledermäuse generell in luftigem Stoff eingewickelt und in einem Stoffbeutel mit Zugband befördert werden. Die Tierchen würden sich bei einem Transport so wohler fühlen und sich nicht so ängstigen. Auch könne die Fledermaus dank des Zugband-Beutels nicht unverhofft entwischen. Dankbar für das interessante Gespräch und mit dem guten Gefühl der „fliegenden Mopsmaus“ geholfen zu haben, fuhr Claudia zurück nach Winnenden. Auch weil sie noch nie eine Fledermaus aus der Nähe gesehen hatte, war es ein schöner und interessanter Einsatz für sie.

Alles Gute und gute Genesung für das mausige Mops-Mädchen wünschen die Tier-Engel unterwegs e.V.

Kurioserweise ist die Stadt Winnenden bekannt als „Mops-Stadt“ und hat auch eine über 300 Jahre alte Geschichte dazu nebst Mops-Hund-Denkmal: https://www.burgerbe.de/2017/05/07/der-mops-von-schloss-winnental-in-winnenden/

Da hat sich doch die Mops-Fledermaus-Dame Lolek die völlig passende Stadt für ihren Aufenthalt ausgesucht…




Sonntag, 26.09.2021 |

Nr. 878/2021

Rettung für ein Mini-Teufelchen durch aufmerksame tierliebe Menschen und die „Tier-Engel unterwegs e.V.“

Sonntag, 16.30 Uhr - auf dem Notfalltelefon wurde ein Katzenbaby gemeldet, das laut Melder mit Futter in Ottmarsheim innerhalb eines Kreisverkehrs ausgesetzt wurde…  Der Auffinde-Ort war für eine Einfangaktion mehr als ungeeignet, befand er sich doch auf einem relativ großen Kreisverkehr mit viel Gebüsch. Es gibt leichtere Aufgaben.

Wir waren bereits mehrfach schon dort vor Ort, da immer wieder einmal in zeitlich größeren Abständen Fellnasen gemeldet wurden - vermutlich Streunerchen. Da klar war, dass ein Einfangen durch eine einzelne Person nicht machbar war, wurden mehrere Helfer angefragt. Eine erste Anfahrt machte Teammitglied Sandra - die zunächst keine Katze erspähen konnte und erschwerend hinzu kam, dass der Melder für Rückfragen auch nicht mehr vor Ort war. Da es zu regnen begonnen hatte, trat Sandra nach ergebnisloser Suche und Rückmeldung im Notfallchat den Heimweg an.

Mittlerweile hatte unser 1. Vorstand Marion, die das Notfalltelefon betreut, Kontakt zum Finder bekommen (da die Telefonnummer falsch an uns übermittelt wurde und eine erste Kontaktaufnahme nach mehreren Versuchen ins Leere führte, war Marion froh, dass der Finder selbständig nochmals bei uns anrief). Sie erfuhr, dass die Babykatze gänzlich schwarz, sehr klein und im dichten Gebüsch auch nur sehr schwer zu sehen sei.

In der Zwischenzeit war Teammitglied Nadine vor Ort und konnte tatsächlich einen Blick auf die Babykatze erhaschen. Sie meldete dies umgehend in die Notfallgruppe und sofort machten sich die Teammitglieder Franzi, Caro und Sandra (die mittlerweile wieder umgedreht war) gewappnet mit Keschern auf den Weg zum Einsatzort, um das Fellbündelchen aus der Gefahrenzone zu schaffen.

Das Mini-Kitten war jedoch sehr „unkooperativ“, verständlicherweise hatte die Fellnase Angst und verkroch sich, sobald man sich ihr näherte, immer und immer wieder ins dichte Gebüsch. Es war wirklich ein aufregendes „Katz-und-Helfer-Spiel“. Unsere Teammitglieder wurden zwischenzeitlich noch durch private Helfer unterstützt, die den Einfangversuch unserer „Tier-Engel“ beobachtet hatten und spontan, ohne lange zu fragen bereit waren, bei der Sicherung mitzuhelfen - an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an Maximilian und seine Schwester Raffaela. Toll dass ihr das so selbstverständlich gemacht habt. Bei uns Tier-Engel unterwegs e.V. seid ihr jedenfalls als aktive Helfer herzlich willkommen!

Von mehreren Seiten wurde also vorsichtig versucht, das Kitten einzukesseln und zu sichern - es dauerte eine kleine Ewigkeit bis das Samtpfötchen endlich am Futter war, welches ihre Aufmerksamkeit auf sich zog.

Teammitglied Caro beschreibt die Lage so (O-Ton!): „Ich war auf ungefähr 1 bis 1,5 Meter an die Fellnase herangekommen und bewegte mich im „Lauf-Freeze-Modus“ auf sie zu - jedesmal wenn das Kitten einen Bissen nahm und mit Fressen beschäftigt war, bewegte ich mich wieder auf die Babykatze zu. Sobald der Blick zu mir ging, erstarrte ich zur Salzsäule“.

Dieses langsame und mühevolle Vorangehen ging eine kleine Weile - aber schließlich war Caro in Greifnähe des Kätzchens und konnte sie so mit einem beherzten Griff sichern.

Der kleine Katzenjunge machte seinem rabenschwarzen Aussehen jedoch alle Ehre. Er knurrte und fauchte unablässig. Schnell reichte Teammitglied Sandra eine Box und zur Sicherheit hielt Teammitglied Franzi noch einen Kescher darüber…

Was für eine Aufregung - alle Teammitglieder und Helfer waren froh, als diese Einfangaktion nun doch noch ein glückliches Ende gefunden hatte und die kleine Fellnase unverletzt innerhalb des Kreisverkehrs gesichert werden konnte. Mister „Baby-Fauch“ wurde anschließend in das Tierheim Ludwigsburg verbracht. Mach´s gut kleines Teufelchen…. wir wünschen Dir von Herzen ein liebevolles Zuhause!




Sonntag, 26.09.2021 |

Nr. 875/2021

Ein Bericht von Nela Mauermann

Ich trank gerade Kaffee und schmuste mit meinem kranken Katerchen, als ich den 1. Einsatz an diesem Tag im Notfallchat las:

„Tote Katze in Asperg, gesichert im Karton - dazu die Adresse“ - ich fragte im Helferchat, ob Teammitglied Jessy aus Tamm übernehmen könne, doch Jessy war arbeiten. So gab ich an das Team die Info, dass ich übernehme. Mein Mann - von Beruf DJ - war erst um 6.30 Uhr von einer Hochzeit ins Bett gekommen und schlief tief und fest - ich war bestimmt zurück, ehe er erwachte…. ;-)

Mein Navi lotste mich aufgrund einer Baustelle etwas umständlich zum Haus der Melder - und ich sah bereits beim Anfahren den Karton an einem Auto in der Einfahrt stehen. Ich konnte direkt davor parken, nahm Handschuhe und Chiplesegerät und schaute am Briefkasten nach dem Namen des Melders. Dann hockte ich mich an den Karton - eingeschlagen in einem blauen Handtuch lag die Fellnase darin. Ich wollte den Melder informieren, dass ich da bin, doch er kam bereits zu mir, kurz darauf seine Freundin.

Ich stellte mich vor und sie erzählten, dass sie zunächst die Polizei riefen, weil sie nicht wussten, was zu tun ist, dann jedoch im Internet suchten und auf unseren Verein „Tier-Engel unterwegs e.V. - die Tiernothilfe“ aufmerksam wurden. In dem Moment, wo die Polizeistreife eintraf, telefonierte der Melder gerade mit unserer Einsatzzentrale - die Polizisten waren froh, dass sie die Fellnase nicht mitnehmen brauchten und verabschiedeten sich.

Ich fragte, wo sie das Tier gefunden hatten und mir wurde weiter berichtet, dass die Tochter beim Gassi-Gehen am Morgen die Samtpfote noch auf dem Gehweg gesehen habe, nur Sekunden später hörte sie hinter ihrem Rücken einen dumpfen Knall - und sah das Tier tot auf der Straße gegenüber zusammenbrechen. Sie lief zurück nach Hause und damit nicht Autos über die Fellnase fuhren, wurde die Katze von der Familie gesichert.

Ich atmete tief durch, zog mir Handschuhe an und schlug das Handtuch auf - die Kleine lag auf der rechten Seite - es war kein schöner Anblick, es musste ein heftiger Aufprall gewesen sein… Vorsichtig zog ich das Chiplesegerät über das Katzenmädchen. Nichts… Danach wusch ich behutsam das Blut aus ihrem Ohr, doch leider sah ich auch kein Tattoo. Während ich arbeitete, erklärte ich den Meldern alles… sie hatten selber Tiere und waren tief betroffen….

Sanft drehte ich das Katzenmädchen auf die andere Seite und zog auch dort das Chiplesegerät über das leblose Körperchen - erfolglos. Ich hatte die Hoffnung, dass der Chip evtl. verrutscht sei - leider war keiner vorhanden. Und auch im anderen Ohr fand ich nach dem Säubern keine Tätowierung. Als ich vorsichtig das Blut vom Näschen wischte, sah die Kleine von dieser Seite aus, als würde sie schlafen…. Sie musste Besitzer haben, denn sie war gepflegt und wohlgenährt….

Ich machte einige Fotos, um später zuhause eine Facebook-Fundmeldung zu erstellen - schon oft gelang es uns, dadurch den Besitzer von nicht gekennzeichneten bzw. nicht registrierten Tieren zu ermitteln….Die Melder fragten, was nun mit dem Tier geschieht und ich erklärte es ihnen. Ich bedankte mich nochmals, dass sie sich so gekümmert hatten, nahm die Fellnase samt Karton und trug sie in mein Auto, als auf der anderen Straßenseite eine junge Frau parkte und mit ihrem Sohn ausstieg. Es war eine Nachbarin, die selber Katzen hatte - doch ohne Freigang. Wir fragten, ob sie jemand kennt, der eine schwarz/weisse Katze hat und sie bejahte. Ich bat sie, allein zu uns zu kommen und zeugte ihr ein Handyfoto - sie schluckte durch - ja dass sei die Katze ihres Bekannten - er wohne im Haus da vorn und habe 2 Kinder…. Ich bat sie, ihn anzurufen und zu bitten, zu uns zu kommen… Und erfuhr, dass das Katzenmädchen Miss Marple hieß, ca. 3 Jahre war, sie hatte sie aufwachsen sehen, dass sie sich sich gut mit ihrem Nachbarn verstand  und wusste, dass die Fellnase erst seit kurzem Freigang hat….

Miss Marples Besitzer kam zu uns, er spürte, dass was nicht stimmte und ganz behutsam erklärte ich ihm, dass Miss Marple leider einen Unfall hatte und dass seine Nachbarn sie geborgen haben… Er war kaum fähig zu sprechen, kämpfte gegen die Tränen, war kurz überfordert….. Egal was man in diesem Moment zu einem Menschen sagt…. es kann den Schmerz nicht lindern… kommt teilweise nicht an, so unwirklich steht man dem gegenüber…. Von jetzt auf nachher alles anders - nichts mehr wird so sein wie noch vor ein paar Stunden….

Leise gab ich seiner Nachbarin, die ihm am nächsten stand zu verstehen, dass eine Umarmung - ein kurzer Halt - guttun würde und Miss Marples Besitzer nahm diese dankend von ihr an… Niemanden ließ diese Situation unberührt, unendlich traurig und voller Mitgefühl empfanden wir uns fremden Menschen alle dasselbe…..Nach einem kurzen Moment des um Fassung ringens wollte er seine Miss Marple heimbringen. Ich bot ihm meine Hilfe an, doch er wollte es allein tun…. Wieder um Fassung ringend nahm er den Karton, in welchem seine Miss Marple im Handtuch lag - ich hielt noch ein Auto an, damit nichts passierte, während er mit Tränen in den Augen und hängenden Schultern leise „Danke“ sagt.

Ich begleitete Miss Marples Besitzer über die Straße und wünschte ihm viel Kraft. Jemanden sein totes Tier in den Arm zu legen bringt auch mich als erfahrenes Teammitglied immer wieder an eine emotionale Grenze, letztlich die Dankbarkeit der Besitzer gibt uns immer wieder Kraft, dies zu tun. Denn die Ungewissheit, wenn ein Tier fehlt – für die meisten doch ein inniges Familienmitglied – ist für viele unerträglich. Dann lieber traurige Gewissheit und die Möglichkeit, sich von seiner geliebten Fellnase verabschieden zu können.

Auch an dieser Stelle wünschen wir Miss Marples Besitzern nochmals viel Kraft, um diesen schmerzlichen Verlust zu bewältigen und bedanken uns beim großartigen Melder für seine Umsichtigkeit und auch die Spende in unsere Vereinskasse.

Gute Reise über die Regenbogenbrücke kleine Miss Marple und grüße die anderen Fellnasen-Engel, wenn Du angekommen bist….

🖤🌈🖤




Samstag, 25.09.2021 |

Nr. 870/2021

Es war am Samstag um die Mittagszeit - auf dem Notfalltelefon ging die Meldung über einen freilaufenden Hund in Bietigheim Richtung Löchgau ein.  Die Team-Mitglieder Annabell und Fabi machten sich auf den Weg und waren innerhalb kurzer Zeit vor Ort. Der Finder hatte den Hund fürsorglich bereits mit Wasser versorgt. Es war eine ältere Mischlingsdame die sehr zutraulich, lieb und auch gar nicht ängstlich war.

An ihrem Hals befand sich ein Band mit einer Telefonnummer darauf; leider ging unter dieser Nummer zuerst keiner an das Telefon. Das hatte der Finder ebenfalls vor Kontaktaufnahme mit der Polizeileitstelle versucht.

Der Hund war leider nicht gechipt - das Lesegerät von Annabell zeigte bedauerlicherweise keine Nummer an. Es war auf diesem Weg also kein Besitzer zu ermitteln, weshalb das Tierheim Ludwigsburg die Hündin aufnehmen sollte. Vor Fahrtantritt teilte Annabell dies unserem Teammitglied Dagmar mit, die derzeit das Notfall-Telefon betreute.

Im Kontakt mit Dagmar und anhand der Telefonnummer kam nun jedoch überraschend heraus, dass unser Verein diesen Hund wohl schon einmal gesichert haben musste. Die Nummer, die auf dem Halsband stand, war bereits bei uns bekannt und mit einem Namen in unserem Notfallhandy abgespeichert. Annabell ließ nichts unversucht und eine Suchanfrage im Internet gab uns nun anhand des Namens Aufschluss über die zugehörige Halteradresse.

Der Ausreißer gehörte zu einem Bio-Bauernhof, der fast 7 km entfernt war und mit deren Besitzer wir schon einmal in Kontakt waren. Annabell rief nochmals die Nummer an und diesmal war jemand erreichbar. Der Hund wurde schon vermisst - die Besitzer befanden sich bei der Arbeit in den Weinbergen und bemerkten nach ihrer Rückkehr, dass ihre Hündin Mia nicht mehr am Hof war.

So brachten Annabell und Fabi die Ausreißerin in ihr Zuhause zurück. Die Hündin lahmte am Hinterbein - aufgrund Arthrose waren die Besitzer deswegen bereits mit ihrem Tier in Behandlung. Fabi und Annabell rieten den Besitzern eindringlich, Mia beim nächsten Tierarztbesuch mit einem Chip auszustatten und die Nummer in einem Haustier-Finderegister (TASSO/findefix) mit Adresse zu hinterlegen. Auf diese Weise hätten wir als Tiernothilfe-Verein schneller die Meldeadresse heraus bekommen, denn im ungünstigsten Fall hätten die Besitzer ihren Hund im Tierheim Ludwigsburg abholen müssen.

So ein Außen-Aufenthalt bedeutet für ein Tier immer nur „Stress“ und ggf. auch für den Besitzer, der sein Tier im Tierheim u.U. je nach Uhrzeit erst am Folgetag holen kann.

Wenn die Tiere jedoch gechipt und mit der aktuellen Meldeadresse/Telefonnummer der Besitzer registriert sind, versuchen wir „Tier-Engel unterwegs e.V.“ immer zuerst, das Zuhause des Tieres anzufahren.

Alles Gute für Mia und schön, dass sie wieder zu Hause ist.