Tier-Engel unterwegs e.V.

Die Tiernothilfe im Kreis Ludwigsburg & Umgebung

Unsere Einsätze 2023

Falls auch Sie einmal ein Tier in einer Notlage auffinden oder eine Totfundmeldung abgeben möchten - ein Anruf auf unserem Notfalltelefon genügt und wir sind zur Stelle: 0178-9313465



Mittwoch, 24.05.2023
Nr. 586/2023

🕊️🕊️🕊️Ein Bericht von Nela Mauermann🕊️🕊️🕊️

Es war Mittwoch um 12:40 Uhr, als in unserem Notfall-Chat die Meldung erschien:
==> Junge Taube unter Bahnhofsbrücke in Bietigheim. Sitzt auf der Insel zwischen den Fahrstreifen und schafft es nicht richtig zu fliegen. Melderin hat mit Nina gesprochen. Diese vermutet eine junge Taube, die zurück ins Nest fliegen will, das aber nicht schafft. Könnte jemand mit einem Kescher hin?<==

Nina ist eine sehr engagierte Tauben-Schützerin in Bietigheim, die zu diesem Zeitpunkt leider selber keine Zeit hatte. Ich las die Meldung und befand mich noch im Büro. Die Tauben unter der Bietigheimer Bahnhofsbrücke leben sehr gefährlich. Es vergeht fast keinen Tag, besonders wenn sie Nachwuchs haben, an dem nicht ein Tier platt gefahren auf der Fahrbahn liegt. Ich selber fahre täglich dort hindurch und halte immer nach Tieren Ausschau. Wenn nicht zügig jemand nach dem Täubchen schaut, dürfte es bald nicht mehr leben… Durch einen sehr tierlieben und für mein Ehrenamt als Tier-Engel sehr viel Verständnis aufbringenden Chef war es mir möglich, um 13:00 Uhr Feierabend zu machen.

Mein Auto parkte ich in einer kleinen Haltebucht hinter der Brücke. Um mich selber an dieser nicht ungefährlichen Stelle zu schützen, zog ich unsere Vereins-Warnweste an, bereitet im Auto bereits die Softbox mit einem kleinen Nestchen vor, baute den Kescher einsatzbereit zusammen und lief zurück. Tatsächlich sah ich das Jungtier sofort. Wie beschrieben hockte es noch immer auf der Insel zwischen den beiden Fahrbahnen. Egal, zu welcher Tageszeit, auf der B27 ist immer sehr viel Verkehr, was die Einsätze dort nicht leichter gestaltet.

Unter Beachtung meiner eigenen Sicherheit ging ich in die Mitte zu den Pfeilern. Das Täubchen beäugte mich argwöhnisch. Es war letztlich gefühlt ein russisch Roulette-Spiel. Versteckspielen unter der Bahnhofssbrücke macht definitiv auch keinen Spaß. Ich hatte so Angst dass die Kleine auf die Straße flattert. Ausrücken zur Sicherung und dann in den Tod schicken. Echt eine Horrorvorstellung bei jedem Einsatz dort von mir. Die Gefahr, dass sie aus Angst vor mir auf die Fahrbahn flog und von einem Auto erfasst wurde, war gegeben. Relativ sicher war allerdings auch, wenn ich sie nicht bekam, würde sie es vermutlich ebenfalls mit ihrem Leben bezahlen…

Behutsam und vorsichtig näherte ich mich der Kleinen…. Wie erwartet flüchtete das Täubchen vor mir, wenigstens tippelte es davon…. Ich beobachte den Verkehr genau. War gerade eine Rotphase und eine Fahrbahn leer, näherte ich mich. War sie entsprechend auf der Seite wo der Verkehr floss, blieb ich stehen. Durch eine Hupe aufgeschreckt, flatterte das Täubchen plötzlich davon, glücklicherweise auf die Seite, wo sich der Gehweg befand. Tatsächlich konnte ich beobachten, wie sie unter der Brücke in ein Nest wollte, es aber kräftemäßig nicht nach oben schaffte und auf den Gehweg plumpste und liegenblieb. Meine Chance!!!!

Ein kurzer Blick nach rechts - kein Auto kam. Ich konnte den Bürgersteig erreichen. Zwei-drei kraftlose Flügelschlägchen später und das Tier befand sich in meinem Kescher. Ich nahm es in meine Hände und redete beruhigend auf die kleine Taube ein. An meinem Auto angekommen, setzte ich sie in die Softbox in das Nestchen und brachte sie ins Tierheim.

Jedes Leben ist lebenswert und hat eine Aufgabe im Kreislauf der Natur - weil viele Menschen Tauben jagen, vertreiben und nicht mögen, erfahren diese Tiere meist nur Hass… Diesem Täubchen konnte ich das Leben retten und im Tierheim bekommt es Futter, um dass sie nicht kämpfen muss. Wenn sie groß genug ist, wird sie in Freiheit entlassen und kann entscheiden, wo sie sich niederlässt… Und vermutlich wieder von Menschen vertrieben ums Überleben kämpfen muss….

Ich wünsche Dir alles Liebe kleines Täubchen 🕊️!




Dienstag, 23.05.2023
Nr. 580/2023

Und dann kam Einsatz Nummer 14 an diesem Tag.... Bereits am 18. März hatte ein Freund von Teammitglied und 2. Vorstand bei Caro angerufen und einen Erpel gemeldet, bei dem etwas am Fuß nicht passen würde. Da Caro bereits zu spät zu einer Verabredung unterwegs war, gab sie ihrem Bekannten die Nummer unseres Notfallhandys weiter.

Dieser meldete sich bei uns und beschrieb, dass er mit seiner Freundin spazieren war und sie einen Erpel gesehen haben, dessen Fuß komisch aussehen würde. Caro war damals in Richtung Hoheneck unterwegs und schaute dann doch selber auf dem Weg zu ihrer Verabredung am Meldeort vorbei. Es dämmerte damals bereits und leider flog der Erpel weg-direkt auf den Neckar.

Am 23.05. wurde ein verletztes Tier gemeldet, welches am gleichen Ort mit gleicher Symptomatik war, so dass sich Caro sicher war, es handele sich um dasselbe Tier. Die Melder - 2 Frauen - waren schon länger bei dem Erpel und haben ihn beobachtet und warteten auch auf Caro, um sicherzugehen, dass dem Tier geholfen wird.

Als Caro mit dem Kescher eintraf, misslang der erste Sicherungsversuch. Geduldig waren die Frauen dabei, den Erpel mit Chips wieder anzulocken - nicht wirklich gesund, doch der Zweck heiligte in diesem Falle die Mittel und der Erpel war offensichtlich hungrig. Da sich solche Vögel Gesichter merken können, hatte der Erpel offenbar nicht vergessen, dass Caro mit ihrem Kescher nicht immer dastand…

Er war entsprechend vorsichtig, machte einen riesen Bogen um Caro, doch die Chips rochen einfach zu verführerisch. Caro drehte einer Helferin, die weiter die Chips Richtung Erpel hielt, den Rücken zu - dieser fühlte sich dadurch sicher und kam etwas näher heran…. Zum Glück fiel er auf Caros Ablenkungsmanöver herein und diese konnte ihn flugs mit dem Kescher sichern. Caro brachte das Tier zur weiteren Versorgung ins Tierheim nach Ludwigsburg.




DIenstag, 23.05.2023
Nr. 577/2023 🐾🐈🐾


Einsatz Nummer 11 an diesem Tag für uns Tier-Engel:

Am Nachmittag meldete sich ein Herr auf unserem Notfalltelefon und berichtete, dass seinem Sohn von der Schule bis zuhause eine Katze nachgelaufen sei. Seitdem sitze das Tier bei ihnen…

Teammitglied und 2. Vorstand Caro, die zu diesem Zeitpunkt selber das Notfalltelefon betreute, bat den Herrn, das Tier mit reinzunehmen. Es würde jemand zum Chipauslesen vorbeikommen. Es ergab sich, dass Caro selber später nach Großbottwar fuhr.

Caro wurde freundlich von der Familie und der Fellnase begrüßt. Es handelte sich um einen British Short Hair Mix - der kleine Mann war kastriert und gechipt. Verwunderlich war, dass er sehr lange bei den Meldern saß und keinerlei Anstalten machte, wieder zu gehen….

Der Anruf bei TASSO brachte heraus, dass die Fellnase - sein Name ist Schorsch - auch nur 400m weiter weg wohnte. Caro packte das Katerchen ein und brachte es direkt wieder nach Hause. Dort erfuhr sie von der Besitzerin, dass sich Schorsch in den letzten Wochen immer wieder mal weiter weg auf Erkundung machte, und nicht mehr so ganz zuverlässig wie bisher nach Hause gekommen sei.

Möglicherweise liegt es daran, dass in der Familie drei Kinder sind, eines davon läuft, aber spricht noch nicht und es der Samtpfote deshalb zu unruhig ist und sie aus diesem Grunde um die Häuser zieht. Auch konnte Caro beobachten, wie eines der Kinder die Fellnase nicht ganz so glücklich im Arm hielt…. Schorsch sah nicht glücklich aus und ließ es „über sich ergehen“.
Caro erfuhr, dass die Fellnase aus dem Tierheim geholt wurde und somit ein neues Zuhause gefunden hatte. Sie besprach mit der Besitzerin Rückzugsmöglichkeiten für Schorsch, damit das Katerchen auch immer wieder nach Hause kommen würde und nicht aufgrund des Trubels eines Tages ganz wegblieb. Die Besitzerin bedankte sich bei Caro für die Tipps und war froh, dass ihr vierbeiniges Familienmitglied wohlbehalten wieder zuhause war.




Dienstag, 23.05.2023
Nr. 567 + 568/2023 🕊️🕊️🕊️

Ein Doppeleinsatzbericht vom 23.05.2023 von Lisa K.

Am Dienstagmorgen gegen 9.30 Uhr rief mich Caro, unser 2. Vorstand an. Leider verpasste ich diesen Anruf. Als ich den verpassten Anruf bemerkte war mir klar, es musste um ein Tier in Not gehen und ich sah in den Notfallchat. Dort las ich die Meldung, dass in Löchgau ein Amseljunges von der Straße gesammelt wurde, das Elterntier und ein weiterer Jungvogel leider überfahren wurden. Ich gab Bescheid, dass ich den Einsatz übernehme.

Kurze Zeit später kam noch die Meldung einer verletzten Taube in Ludwigsburg. Ich gab Bescheid, diese auf meinem Weg auch einzusammeln. Ich ging davon aus, dass ich den Jungvogel ins Tierheim Ludwigsburg bringen muss und somit konnte ich auch gleich die Taube mitnehmen.

In Löchgau beim Melder angekommen wurde ich sehr freundlich empfangen. Der Melder war sehr um die Amsel bemüht und bedankte sich bei mir, dass ich ihm helfen wolle. Leider war die Amsel kurz zuvor aus dem Karton ausgebüxt und startete nun Flugversuche in der Küche. Gemeinsam gelang es uns, den Vogel wieder einzufangen. Ich holte noch einen geeigneteren Karton, den ich zuvor bereits mit einem kleinen Nest vorbereitet hatte, aus dem Auto und setzte die Amsel um. Wir sicherten den Karton mit zwei Gummis.

Der Melder berichtete mir davon, wie er sie eingesammelt hatte. "Niemand sonst hatte angehalten und sich für die Tiere interessiert..." Das Elterntier und das andere Jungtier wollte er später im eigenen Garten begraben. Es war schön zu sehen, wieviel Mitgefühl er für die Tiere empfand. Am Ende gab er mir noch Katzenfutterspenden für das Tierheim Ludwigsburg mit.  Ich hielt noch kurz mit Caro Rücksprache, ob der Vogel wirklich ins Tierheim müsse oder vielleicht schon bereit ist, allein klar zu kommen. Wir entschieden ihn ins Tierheim zu bringen. Also machte ich mich auf den Weg, um auch die verletzte Taube einzusammeln.

Auf dem Weg nach Ludwigsburg, zeigte mir die Amsel deutlich, dass sie von dem Transport nichts hielt. Der ganze Karton wackelte, weil sie sich aufregte und versuchte auszubrechen. Nach 20 Minuten wurde sie ruhiger und ich machte mir Sorgen, ob es vielleicht zu viel Stress war. Zum Glück hörte ich dann ein leichtes Rascheln, welches mich vorerst beruhigte.

In Ludwigsburg angekommen war die erste Herausforderung eine Parkmöglichkeit zu finden. Ich entschied mich dann im Halteverbot zu parken, warf die Warnweste der „Tier-Engel unterwegs e.V.“ sichtbar übers Lenkrad und hoffte das Beste. Ich wollte keine Zeit mehr verlieren!

Auch hier wurde ich von den Meldern sehr freundlich empfangen. Sie führten mich zur Taube und beschrieben die Situation. Sie hatten sie regungslos im Hof gefunden. Die Taube war in einer Kiste gesichert und schien sich ihrem Schicksal zu ergeben. Behutsam nahm ich sie heraus und betrachtete sie. Es kam keinerlei Gegenwehr. Sie war sehr dünn und hatte offensichtlich eine Verletzung am Bein. Ich legte die Kleine in ein vorbereitetes Nest in meine Transportbox. Sie tat mir unwahrscheinlich leid, sie erlitt sicher heftigste Schmerzen. Die beiden Frauen bedankten sich bei mir und wünschten der Taube alles Gute. Ich bedankte mich bei ihnen, dass sie nicht weggesehen hatten und dem Tier somit langes Leiden erspart haben….!

Schnell lief ich zurück zum Auto und fuhr nun auf direktem Weg ins Tierheim. Dort wartete ich noch einen Moment bis jemand bereit war, die Tiere anzunehmen. Wir untersuchten den Greifreflex der Taube, der zum Glück noch leicht gegeben war. Die Tierheim-Mitarbeiterin vermutete zuerst einen Bruch. Sie würde die Taube später der Tierärztin vorstellen.

Die Amsel war wieder sehr unruhig im Karton und die Mitarbeiterin des Tierheims wollte den Karton lieber erst später öffnen, wenn sie in einer Umgebung war, wo ein Fluchtversuch nicht weit gelingen konnte…

Damit war für mich dieser Doppel-Einsatz beendet und ich wünsche den beiden Vögelchen alles Gute!




Samstag, 20.05.2023
Nr. 548/2023 🦔🦔🦔🦔🦔🦔

Auf dem Rückweg vom Einsatz bei einer vermeintlichen Katze (siehe im vorherigen Bericht) fuhr Teammitglied Sandra an einem braunen Klumpen direkt am Fahrbahnrand in der Ausfahrt zu einem Feldweg vorbei. Sofort meldete sich ihr inneres Warnsystem - Sandra - halte auf jeden Fall an und schau nach!“…. Also suchte sie sich schnell eine alternative Parkmöglichkeit, da der Feldweg ja von dem braunen Klumpen versperrt wurde und lief zurück. Wie sie schon vermutete, handelte es sich nicht um einen Dreckklumpen, sondern um einen kleinen Igel.

Im ersten Moment dachte Sandra, das Tier sei tot und drehte es nur zur endgültigen Sicherheit auf die Seite, als sie ein schwaches Zucken spürte. Der kleine Stachelmann lebte - hier war allerdings dringend medizinische Hilfe nötig. Sandra entdeckte eine eitrige Wunde am Rücken, die von Fliegenlarven bedeckt war, ebenso wie eine Schnur, in der sich das Tier offensichtlich verfangen hatte.

Leider immer im ungünstigsten Moment, blinkte Sandras Akku vom Handy rot und am Samstag Abend zum Notdienst würde auch nicht prickelnd werden… Daher entschied sich Sandra neben dem Tier-Engel-Team noch Benni zu kontaktieren, den sie aus einem früheren Einsatz kannte. Benni arbeitet beim Tierarzt und hätte da eventuell einen Notkontakt einrichten können. Zu diesem Zeitpunkt war Benni noch kein Tier-Engel, doch dazu kommen wir an einer anderen Stelle…

Unser Team war in dem Fall schnell und hat Sandra den diensthabenden Nottierarzt in Münchingen rausgesucht. Was für ein Glück, so nah einen Arzt zu finden. Sandra rief Benni an, um ihm abzusagen wobei er ihr mitteilte, er würde dazukommen und sich um einen Pflegeplatz kümmern. Bei Dr. Leinemann angekommen wurde nur noch der vorherige Patient fertig gemacht, dann durfte der kleine Igel sofort in Behandlung, wo auch Benni gleich dazu stieß.

Die Schnur die Sandra bereits aufgefallen war, hatte sich als Teil von einem Netz herausgestellt, indem sich der kleine Igel verfangen hatte und welches sich dann in die Haut einschnitt. Der Igel bekam Antibiotika und Cortison. Leider war auch sein Ernährungszustand katastrophal. Auch das Team der Tier-Engel war inzwischen daran, eine geeignete Pflegestelle zu finden. Sowohl Benni als auch die Tier-Engel fanden unabhängig voneinander dieselbe Pflegestelle - Patrick in Feuerbach. Da es inzwischen schon recht spät war, bot Benni an, den kleinen Kerl in seine neue Intensivpflegestelle zu bringen. Sandra nahm dies dankend an und fuhr heim.

Kurze Zeit später bekamen wir die Rückmeldung, der Igel sei in der Pflegestelle angekommen. Wie erwartet stand es nicht gut um den kleinen Kerl. Der Ernährungszustand sei katastrophal Die folgenden Tage sollten zeigen, ob die Hilfe hier noch rechtzeitig kam.

Am nächsten Tag dann schon eine positive Nachricht: Der Stachelpopo hat die Nacht überstanden, frisst und trinkt selbständig, die Fliegeneier wurden entfernt und er bekommt Infusionen. Patrick ist guter Dinge. Der Igel wird jedoch noch lange Pflege benötigen, bis die Wunden abgeheilt sind und er wieder allein für sich Sorgen kann - vielen lieben Dank an Sandra, Benni, Dr. Leinemann, Patrick und alle Teammitglieder, die hier so für die Versorgung des kleinen Igels Einsatz gezeigt haben! Ohne Euch wäre ein kleiner Igel weniger auf der Welt….



Samstag, 20.05.2023
Nr. 547/2023


Am Samstag kam gegen 18h Notfallmeldung Nummer 10 herein - auf der Straße kurz vor Münchingen liege eine tote Katze…

Tier-Engel-Neuling Steffi gab Bescheid, sie würde den Einsatz übernehmen, Tier-Engel Sandra K. gab Bescheid, hinzu-zukommen. Sandra vermutete, das Tier sei angefahren worden und benötige schnellstmöglich Hilfe. Sie wollte Steffi dabei unterstützen.

Eigentlich wollte sie keinen ehrenamtlichen Einsatz fahren, denn sie war seit 6 Tagen im Dienst und musste am nächsten Tag auch wieder früh raus. Als die Frauen jeder für sich auf Anfahrt waren, kam die Meldung, dass die Katze definitiv tot sei und leider auch schon mehrfach überfahren wurde… Zumindest konnten sich unsere Teammitglieder auf den Anblick bereits gedanklich einstellen.

Vor Ort angekommen fand Sandra dann tatsächlich ein überfahrenes Fellbündel an der angegebenen Stelle vor - Steffi war ebenfalls gerade angekommen und auf der Suche nach einer Parkmöglichkeit. In einem nahegelegenen Feldweg haben die Frauen die Fahrzeuge abgestellt und sich zu Fuß auf dem Weg zum Unfallort gemacht. Steffi - ausgestattet mit Warnweste und Warndreieck um den Verkehr im Auge zu behalten - Sandra mit Handschuhen und Einmalunterlage, um die Katze zu bergen

Schon auf dem Weg zu dem Fellknäuel dachte sich Sandra, dass dies mehr nach einem Hasen aussah, aber so platt wie das war, war sie sich nicht sicher. In einem verkehrsruhigen Moment lief sie schnell auf die Fahrbahn, hob das Bündel auf und lief umgehend zurück in den Grünstreifen, wo sich die 2 Tier-Engel das Tier näher ansahen. Tatsächlich handelte es sich um einen Hasen. Ein Geschlecht konnten sie leider nicht mehr erkennen und kontrollierten das, was am ehesten Bauch hätte sein können auf ein Gesäuge. Leider war wirklich kaum noch was zu erkennen, allerdings fand Sandra einen kleinen „Knubbel“ der jedenfalls nicht auf eine säugende Häsin hindeutete, sondern eher auf einen Hasenbub.

Steffi und Sandra haben das Tier dann zur letzten Ruhe in einem Gebüsch abgelegt. War der frühe Tod dann nicht ganz sinnlos, sondern würde anderen Lebewesen als Nahrung dienen und so sanft zurückkehren in den Kreislauf der Natur. Die beiden Frauen kehrten zu ihren Fahrzeugen zurück und unterhielten sich noch ein wenig - es war das erste persönliche Kennenlernen, da Steffi noch nicht allzulange bei uns Tier-Engeln dabei ist…..

Nach einer kurzen Plauderei verabschiedeten sich die Frauen, Sandra wollte nach Hause - so zumindest der Plan…. Auf halber Strecke lag jedoch gleich der nächste Einsatz am Straßenrand. Dazu lest den Einsatzbericht obendrüber…

Es war nicht das erste Mal, dass uns eine tote Katze gemeldet wurde und sich bei Eintreffen der Helfer als Marder, Fuchs oder Hase herausstellte… Auch wenn deren Tod nicht weniger schlimm ist, sind wir doch „froh“, keinem Besitzer die Nachricht über den Tod der geliebten Samtpfote überbringen zu müssen.
Hoppel gut über die Regenbrücke Meister Lampe…..




Mittwoch, 17.05.2023
Nr. 522/2023

Die Melder wandten sich zunächst an das Tierheim Ludwigsburg. Unser Kooperationspartner legte dann alles vertrauensvoll in unsere Hände. So kam Einsatz Nummer 10 an diesem Tag um 20.45 Uhr zu unserem Verein.

Ein zugeflogener Wellensittich in Schwieberdingen, der nicht in der Wohnung herumfliegen würde - die Melder sind nicht mobil, sprechen kaum deutsch - der Kontakt läuft über die Tochter.

Caro in ihrem Amt als 2. Vorstand unseres Vereins war privat unterwegs - auf einem Geburtstag , als dieser Notfall kam. Die Geburstagsgesellschaft war gerade essen und wollten danach noch in eine Diskothek gehen und etwas abtanzen. Zwischen Essen und Disco lag Schwieberdingen und das Tierheim - und Caro koordinierte in ihrem Kopf schon, wie sie alles miteinander verbinden könne….

Vor Ort angekommen, erfuhr Caro, dass der Welli bereits seit gestern schon bei den Meldern war und sich frei in der Wohnung bewegte. Die Wohnungsbesitzerin war einen ältere Dame, zu Besuch war deren Sohn und Enkel - die Wellensittichfutter besorgt hatten… Der kleine Flieger hatte als Fressen bekommen - gut! Dass man jedoch den Vogel seit gestern bei sich hat und dann erst um 20.45h Meldung gibt, war weniger erfreulich….

Der Welli hatte so gar kein Interesse, sich fangen zu lassen… flog von einem Bilderrahmen in die Gardine, dann wieder zurück… Caro bat darum, dass Licht auszumachen, denn Wellis sehen im Dunklen nichts, da sie Tagvögel sind. Caro schloß die Zimmertür, nahm ihre Handytaschenlampe und richtete den Lichtstrahl auf den Boden, so dass sie etwas sehen konnte.

Mit ihrem Kescher gelang es ihr dann auch zügig, den Wellensittich zu sichern, er kam in die mitgebrachte Box, Caro bedankte sich bei allen Beteiligten, durfte das Futter mitnehmen und brachte den freundlichen kleinen Welli ins Tierheim nach Ludwigsburg.

Von dort fuhr sie zur Geburtstagsgesellschaft und feierte weiter… mit einem durch den Einsatz punktemässig positiv aufgeladenem Karmakonto ;-)

Wir haben diesmal keine Fotos gemacht, um die Privatsphäre der Dame zu schützen und den Vogel in der Transportbox nach dem ganzen Streß nicht erneut durch Fotoaufnahmen aufzuschrecken. Das Beitragsbild ist ein Musterbild und dient der Aufmerksamkeit.




Sonntag, 14.05.2023
Nr. 498/2023

Gegen 19.30h meldet sich die Polizei Vaihingen auf unserem Notfalltelefon: Eine Katze in sehr schlechtem Allgemeinzustand in Enzweihingen sei gefunden worden, die Streife würde vor Ort warten.

Für Teammitglied und unseren 2. Vorstand Caro hieß es am Sonntag mit Notfall Nummer 6 an diesem Tag nicht zum ersten Mal „ausrücken“ – insgesamt 7 Einsätze fuhr allein Caro seit Freitag…. An diesem Sonntag allein – es war Muttertag – hatten wir 10 Einsätze.

Sie kam gerade von einem Einsatz wieder nach Hause, als Teammitglied Franzi, welche das Notfalltelefon betreute, bei ihr anrief. Unsere Teammitglieder in der Nähe des Fundortes waren nicht erreichbar…. Caro sagte zu, den Einsatz zu fahren, legte ihre Sachen zuhause ab, schaute in 4 enttäuschte Fellnasen-gesichter, die ihre Dosenöffnerin an diesem Tage wieder einmal nur beim Kommen und Gehen erblickten und schwupps, war Caro wieder auf Einsatz.

Unterwegs bat Caro Teammitglied Kate, bei Dr. Kheladi in Vaihingen anzurufen und abzuklären, dass Caro vorbeikommen kann – doch dieser  war selbst bei einem Notfall. Also bat Caro im Team, dass jemand unsere kooperierende Tierärztin Frau Hoffmann-Füsser in Bietigheim anfragt.

Als Caro vor Ort ankam, war die Situation sehr surrealistisch.  An einer Ecke stand ein Kombi mit einer Lebendfalle drin, die Heckklappe war offen. Es stand ein Streifenwagen auf der Strasse und einer längs dazu auf dem Parkplatz, an dessen Ecke auch die Katze seitlich im Gras lag. Schon beim hinlaufen sah Caro die atypische Atmung der Fellnase und ihr war klar- die Samtpfote war auf dem Weg über die Regenbogenbrücke…
Behutsam schaute Caro nach einem Chip und Tattoo, sie hat leider nichts gefunden.

Caro sah, das schon Fliegen auf dem geschundenen Körperchen saßen, die auch schon Eier ins Fell gelegt hatten. Weiterhin registrierte Caro, dass die Katze nur noch Haut und Knochen und vermutlich auch uralt war.

Vorsichtig nahm sie die Kleine auf und bugsierte sie in die Box, die Fliegen kamen hinterher. Caro bat die Umstehenden kurz um Hilfe, um die Plagegeister zu verscheuchen und stellte die Fellnase in der Box auf den Beifahrersitz.

Anschließend rief sie Frau Hoffmann-Füsser selber an und erklärte die Lage – Frau Hoffmann-Füsser fragte nur „ wie lange brauchen sie“. Sie hat Caro schon erwartet und auch die Ärztin sah auf den ersten Blick, dass hier nur noch Sterbebegleitung gegeben werden konnte. Die Temperatur der Samtpfote war nicht mehr messbar, der Herzschlag extrem langsam, die Katzendame war auf der Reise.🐾🌈🖤

Caro schob vorsichtig ihre Hand unter das Katzenköpfchen und streichelte sie sanft,  woraufhin das alte Mädchen noch zu Schnurren anfing. Caro fühlte, dass die Fellnase wusste, dass sie nicht allein ist. Es war auch nicht mehr viel Hilfe nötig. Der Zugang wurde gelegt, das Medikament injiziert und eine Minute später war die Katzendame eingeschlafen….🐾🌈🖤

Die Zähne waren in einem extrem schlimmen Zustand, vermutlich hatten am Ende die Nieren versagt. Ein bisschen Wärme konnte Caro ihr immerhin noch mit auf die letzte Reise geben. Run free kleine Katzenlady….. 🐾🌈🖤 Eine von Teammitglied Nela erstellte Fundmeldung in unseren Social Mediakanälen blieb leider ergebnislos...

Danke liebe Caro für Deinen wahnsinns Einsatz für Tiere in Not…. Nicht nur heute…




Sonntag, 14.05.2023
Nr. 495/2023

Einsatz Nummer 6 an diesem Wochenende seit Freitag für unseren 2. Vorstand Caro Nach Igel, Rabe, Taube, Kater 1 + 2 sowie Falke nun also ein Babykätzchen…

Dieses wurde uns am Muttertagssonntag ganz allein auf dem Friedhofsparkplatz in Kirchheim gemeldet. Die Melder wollten es ursprünglich ins Tierheim bringen und die Gegend dort gut beobachten, ob es evtl. eine Mutter mit weiteren Kitten dort gibt.
Später teilte uns ein Teammitglied mit, dass sie die Melderin kenne und diese das Kitten nun doch allein großziehen möchte… Sie habe schon drei Katzen und kenne sich aus… Da kamen dann doch wir wieder ins Spiel.

Caro rief unverzüglich unser Teammitglied an, um darüber die Melderin darauf hinzuweisen, dass Kitten zur Sozialisierung gleichaltrige bzw. ähnlich alte Gefährten brauchen und bewirkte so, dass die Melderin sich dann doch bereit erklärte, das Kitten abzugeben. Caro persönlich fuhr zur Melderin, um das Baby abzuholen. Sie traf sich in Mundelsheim mit Teammitglied Vera, die das Baby übernahm und dann ging es weiter ins Tierheim nach Ludwigsburg.

Dort angekommen, wurde das Waisenkind untersucht und darf nun inmitten weiterer Mini-Fellnasen groß und stark werden, um dann hoffentlich ein wundervolles Zuhause zu finden….




Sonntag, 14.05.2023
Nr. 492/2023

Teammitglied und 2. Vorstand Caro hatte soeben einen Igel am Asperger Freibad gesichert (zu lesen im vorherigen Bericht) und war auf dem Weg nach Neckarweihingen, um einen gemeldeten „schlappen Falken“ zu bergen.

Sie hatte kurz Schwierigkeiten, das richtige Haus zu finden, sah dann jedoch eine Frau mit 2 Kindern auf einer Treppe sitzen. Alle 3 starrten konzentriert in eine Hecke und winkten Caro zu, als sie sie mit Handschuhen, Softbox und Kescher sahen. So ging Caro dorthin und vergewisserte sich, dass sie wegen dem Falken dort sitzen.

Die Melderin deutete auf die Hecke und meinte, von der Rückseite aus wärs einfacher heranzukommen. Caro schaute unter die Hecke und entdeckte den Vogel. Tatsächlich würde die Sicherung von hinten einfacher sein. Sie lief leise - wie auf Indianerart also - zwinker - um die Hecke herum und ganz vorsichtig schloß sie ihre Hand um den Falken. Dem ging es augenscheinlich richtig schlecht. Die Melderin fragte noch, ob sie den Falken am Kopf streicheln dürfe, was Caro verneinte. Wildtiere sind keine Streicheltiere, zumal jeder menschliche Kontakt nachzusätzlich immensen Stress für das ohnehin durch den Zustand/Verletzung gestresste Tier bedeutete….. Die Melderin hat das aber richtig verstanden.

Teammitglied Caro hat eine Weile gebraucht, bis sie den Vogel in einer einigermaßen guten Position in der Softbox gelagert hatte. Nachbarn hatten sie denn auf dem Weg ins Auto auch noch angesprochen, um was für ein Tier es sich handeln würde und was mit ihm sei. Caro teilte mit, dass es ein Falke sei und sie vermute, dass er entweder ein sehr heftiges Anflugtrauma hat oder auch Giftkontakt, da der Falke aus dem Schnabel geschäumt hatte, als sie ankam. Die Menschen waren sichtlich betroffen.
Caro verlor keine Zeit und brachte den Falken sowie den Igel, den sie im Auto hatte, unverzüglich zur weiteren Versorgung ins Tierheim.




Sonntag, 14.05.2023
Nr. 492/2023

Sonntag, 11.15 Uhr - Muttertag - doch Tiere fragen nicht nach Uhrzeit oder Feiertagen…. sie brauchen Hilfe 24/7 - besonders Igel, die um diese Zeit unterwegs sind….🦔🦔🦔 🦔🦔🦔

Teammitglied und 2. Vorstand Caro betreute an diesem Tag das Telefon und nahm den Anruf des Melders entgegen, der am Asperger Freibad von einem tagaktiven Igel, übersät mit Zecken berichtete. Er würde auch vor Ort warten.

Beim Blick auf die Uhr und unter Beachtung  der Tatsache, dass Muttertag war, war Caro klar, das Teammitglied Estelle aus Asperg, die unbeschreiblich aktiv für unseren Verein ist, auch mal anderes zu zu tun hatte, als in der Gegend rumzufahren und Tieren in Not zu helfen….

Wieder einmal hieß es für Caro kurzfristig ihre Pläne umwerfen und auf Einsatz zu fahren. Dazu kam der nächste Anruf auf dem Notfalltelefon rein: ein schlapper Falke in Neckarweihingen wurde gemeldet… Kurz im Hirn die Einsätze koordiniert und dann gab Caro im Notfallchat bekannt, dass sie nach dem Igel noch den Falken übernehmen würde….

Am Fundort des Igels angekommen, warteten der Melder, seine Frau und deren Hund. Der Stachelpopo wurde auf dem Weg in der prallen Sonne gefunden, Reflexe waren kaum welche da und wie der Melder bereits geschildert hatte, war der Igel übersät mit Zecken. Sie hatten ihn ins Gras in den Schatten gesetzt und dann direkt bei uns angerufen…. Ohne noch Zeit zu verlieren, bedankte sich Caro bei den Meldern, verabschiedete sich und machte sich samt Igelchen, der ins Tierheim nach Ludwigsburg musste, auf den Weg nach Neckarweihingen zu dem Falken.




Samstag, 13.05.2023
Nr. 488/2023

Nicht zum ersten Mal rief uns der Bauer des Waldhofes zwischen Bietigheim und Löchgau an - er habe wieder eine Katze in seiner Falle. Wer diese abholen könne?

Da dort oben viele wilde Katzen sind und diese sich sonst immens vermehren würden, hilft er uns beim Sichern. Wir lassen die Tiere kastrieren, kennzeichnen und dann wieder in die Freiheit, wo sie versorgt werden.

Der Anruf auf dem Notfalltelefon und die Meldung im Notfallchat kam nachmittags - gerade, als Teammitglied und 2. Vorstand Caro vom Tierheimfest auf dem Rückweg war. Am Vormittag hatte sie erst eine verletzte Rabenkrähe gesichert und ins Tierheim gefahren.

Statt in ihre Straße abzubiegen, fuhr Caro dann umgehend weiter zum Waldhof. Caro kannte die Ortsverhältnisse dort oben, war sie nicht nur einmal als Tier-Engel dort, um Katzen abzuholen bzw. wieder in Freiheit zu entlassen….

Der Bauer des Waldhofes war Caro behilflich, da das gesicherte und extrem schlecht gelaunte Fellnäschen sich keinen Millimeter in der Falle bewegte….. Nach erfolgreichem Umsetzen fuhr Caro erneut ins Tierheim nach Ludwigsburg. Die ganze Zeit fragte sie sich, ob sie das Fellnäschen nicht bereits kennen würde…. Teammitglied Nela - ebenfalls am Waldhof schon im Einsatz - suchte die Vergleichsbilder heraus. Auch ihr kam der Kater „bekannt“ vor…. Nela hatte ein sehr ähnlich aussehendes Katerchen dort gesichert und wieder in Freiheit entlassen - es könnten gut gleichaltrige Geschwister sein… Doch dies bleibt ein Geheimnis der Katzen vom Waldhof…..

Im Tierheim angekommen, wurde auch kein Chip gefunden, so dass es wohl doch ein „neuer“ Kater war, der oben sein Revier am Waldhof hat…..🐾🐾🐾🐾🐾🐾




Samstag, 13.05.2023
Nr. 486/2023

Am Samstag um 10h kam der 2. Notfall telefonisch zu uns. Teammitglied Dagmar D. betreute das Notfallhandy und wurde von der ILS (Integrierte Leitstelle) über einen verletzten und blutenden Vogel, der nicht mehr fliegen kann, informiert. Der Vogel sei in Großsachsenheim Richtung Untermberg am Ortsschild Untermberg.

Teammitglied und 2. Vorstand Caro wollte gemütlich in den Tag starten und zuhause einiges erledigen, was sie seit Wochen für die ehrenamtlichen Einsätze wieder und wieder verschiebt. Sie war gerade telefonisch mit Teammitglied Birgit zugange, die sich um Notfall Nummer 1 - eine verletzte Graugans - kümmern wollte und Caro ihr Hilfe anbieten.

Caro plante, dass sie zunächst den verletzten Vogel sichert und dann zur Graugans fährt - da diese dann aber letztlich doch durch die Melder selber gesichert werden konnte, gab es eine Planänderung. So übernahm Caro mit der vagen Ortsbeschreibung Fall Nummer 2 an diesem Tag - dass sie an diesem Wochenende insgesamt 7 Einsätze fahren würde, ahnte zu dem Zeitpunkt noch niemand - am wenigstens Caro selber…..
Vor Ort angekommen fand Caro laut der Beschreibung der ILS ==> nichts - und kontaktierte diese. Die ILS gab ihr dann die Nummer der Melderin. Als Caro mit ihr telefonierte, erfuhr sie, dass der etwa katzengroße Vogel in der Nähe vom Ortsschild in Untermberg sitzen solle, also fuhr sie schnellstmöglich wieder zurück, stellte das Auto ab und lief los.

Laut der Melderin hatte diese das Tier auf der Straße liegend gefunden, kurz gehalten und direkt an die Seite ins Gras gesetzt… Caro ist zur angegebenen sStelle gelaufen - den Blick immer ins Gras gerichtet - doch sie entdeckte leider nichts…..
Nochmals rief sie die Melderin an und ist währenddessen zurückgelaufen, doch Caro hat weiterhin nichts gesehen. Sie hatte die Melderin immer noch am Ohr, ist dann instinktiv zum wiederholten Male die Strecke abgelaufen und endlich endlich entdeckte Caro das schwer verletzte Tier…..

Eine junge Rabenkrähe mit einer bösen Verletzung am Kopf. Caro nahm das Tier nach Rücksprache mit Tierheimleiterin Ursel Gericke mit zu sich nach Hause und gab ihm sofort ein Schmerzmittel. Da Caro an diesem Tag sowieso vorhatte, auf das stattfindende Tierheimfest zu gehen, nahm sie die junge Rabenkrähe dann auch gleich mit - hoffen wir, dass sich der Jungvogel von den Verletzungen erholt und bald wieder in der freien Wildbahn seine Flügel ausbreiten kann….

Herzlichen Dank nochmals an Ursel Gericke vom Tierheim Ludwigsburg für die großartige Unterstützung unserer Arbeit für Tiere in Not - und dies 24/7 und nicht nur in diesem Falle!




Samstag, 13.05.2023
Nr. 481/2023

🕊️🕊️🕊️ Einsatz Nummer 6 an diesem Freitag kam gegen 18.45h.
Eine verletzte Felsentaube wurde gemeldet - mit einem Loch im Flügel - in Bönnigheim. Der Melder hatte das Tier bereits gesichert und könne das Tier aber nicht selber ins Tierheim fahren.

Teammitglied und 2. Vorstand Caro hatte für diesen Abend andere Pläne als einen Einsatz, doch sie ahnte, dass so schnell niemand Zeit finden würde… Da das Tier vermutlich Schmerzen erlitt und kein Lebewesen unnötig lange leiden sollte, machte sich Caro auf den Weg zum Melder.

Dort angekommen übernahm sie die verletzte Taube um festzustellen, dass der Melder doch mobil war, lediglich „keine Zeit“ hatte…. Caro setzte die Taube in ihre Softbox und fuhr zügig ins Tierheim. Die Taube blutete an beiden Flügeln stark und im Tierheim stellte man fest, dass ein Flügel nicht mehr am Gelenk war…. In diesem Falle half nur der Flug über die Regenbogenbrücke.🌈

Als Caro nach Hause fuhr, war sie hin- und hergerissen… Einerseits fand sie es gut, dass die Melder dem Tier geholfen haben und nicht wegsahen - andererseits fühlte sie sich als „Taxi“ missbraucht. 🤨

Wir alle machen diese Aufgabe ehrenamtlich! - in unserer Freizeit! -unentgeltlich! Das heißt in solch einem Fall, dass wir bei einem verletzten Tier oftmals alles stehen- und liegen lassen, von Feiern wegfahren, bei denen Freunde und Familie sind, Verabredungen platzen lassen. DENN JAAAAA - wir haben uns das Dasein als Tier-Engel auf die Fahne geschrieben und machen das freiwillig und GERN!!!😇

Fast alle von uns Tier-Engeln haben einen Vollzeitjob. Ungünstigerweise noch mit den Arbeitszeiten, die die meisten anderen Menschen auch haben. Und wir haben nicht in jeder Stadt ein Mitglied, das sofort los kann. Oft ist hier eine Anfahrt von mehreren Kilometern nötig. Das kostet Zeit und Geld des jeweiligen Mitglieds, welches sich bereit erklärt, auszurücken.
...und wenn wir dann noch ankommen und sehen müssen, dass der Melder selbst mobil ist und das Tier zur weiteren Versorgung hätte fahren können, frustriert uns das noch mehr. 1. weil dem Tier schneller hätte geholfen werden können und 2. weil wir uns dann als „Taxi“ benutzt fühlen. 🥺

Ja, Menschen sehen ein leidendes, verletztes Tier, sie rufen an, prima - aber bitte denkt dran, dass auch wir Menschen sind, die in ihrer Freizeit wirklich alles geben um Tieren zu helfen. Und niemand nachts bei einem Einsatz feststellen möchte, dass der Melder selber nur keine Lust mehr hatte, das Tier z.B. ins Tierheim zu fahren - es sei ja schon so spät….. und man müsse früh raus…. WIR AUCH! 😴😮‍💨

Zum Tierschutz gehört ein wenig Eigeninitiative schon auch dazu - denkt mal drüber nach… 😉🙏😎




Freitag, 12.05.2023
Nr. 479/2023

Wir wurden von unserem Kooperationspartner - dem Tierheim Ludwigsburg - gebeten, einen kranken Kater von einer privaten Adresse abzuholen. Das Tier benötige dringend medizinische Hilfe…

Der Halter hatte den damals 12 Jahre alten Kater erst vor zwei Jahren aus dem Tierheim geholt und ihn nun samt Papieren wieder dem Tierheim überlassen - er konnte sich die Tierarzt-kosten nicht leisten…. Der Kater war 14 Jahre alt und hatte laut Angaben des Besitzers erst am Tag davor angefangen, sehr schwer zu atmen.

Leider war der Zustand des Tieres so arg, dass man entschied, den Kater über die Regenbogenbrücke gehen zu lassen…. 2 Tage danach rief der frühere Besitzer bei uns an - er klang nach einem schon älteren Herrn…. Er wollte sich erkundigen wie es Charlie geht…

Teammitglied und 2. Vorstand Caro führte das Telefonat und es fiel ihr nicht leicht ihm mitzuteilen, dass Charlie die Seiten gewechselt hatte… Daraufhin fing er bitterlich an zu weinen… Caro ließ ihn gewähren, bis er sich wieder etwas gefangen hatte und sprach sehr lange mit ihm….

Es kann jeden treffen und wir bitten Euch, hier niemanden zu ver- oder beurteilen….. Der Mann hat nicht weggesehen, sondern eine Lösung für sein Tier gesucht - die Entscheidung, Charlie wieder abzugeben, fiel ihm sehr schwer - doch er wollte, dass Charlie geholfen wird - was er sich leider nicht leisten konnte… Bedenken wir, dass er dem damals 12jährigen Charlie noch die Chance auf ein liebevolles Zuhause gegeben hat!!!
Habt Ihr ältere Menschen mit Tieren in Eurem Umfeld? Achtet doch beim nächsten Treffen/Besuch o.ä. auf den Zustand des Tieres…Menschen werden oft blind für die Leiden der Tiere, gerade wenn es ein schleichender Prozess ist. Oft erkennen sie dann den kritischen Zustand nicht mehr und jemand, der das Tier lange nicht gesehen hat, bemerkt dagegen sofort die Veränderung….

Danke für das gegenseitige Aufpassen….




Freitag, 12.05.2023
Nr. 478/2023

Pittbull GONZO als Lebensretter

Helfer für Tiere in Not sind nicht nur die ehrenamtlichen Teammitglieder unseres Vereins - Helfer kommen in allen Formen und Farben. Bei diesem Einsatz war maßgeblich ein vierbeiniger Held namens GONZO beteiligt.

Als Teammitglied Birgit wie immer in der Mittagspause ihren Rüden Gonzo in den Garten gelassen hatte, hörte sie schon beim Öffnen der Tür draußen lautes Radau und Gezwitscher. Hund Gonzo startete durch und zuerst sah Birgit eine Elster hektisch wegfliegen.

Gleich darauf konnte sie sich ein Bild der Lage machen: Gonzo stand Nase an Schnabel mit einer Wachholderdrossel. Diese wurde wohl von der Elster attackiert.

Vor lauter Schreck über den plötzlichen Wechsel ihres Gegenübers rührte sich die Drossel zunächst nicht. Es kommt in einem Vogelleben auch bestimmt nicht allzu oft vor, dass ein Pitbull einen Angreifer verjagt. Birgit nahm ihren Gonzo natürlich sofort am Halsband und brachte ihn in die Wohnung zurück. Er machte zwar keinerlei Anstalten der Drossel etwas zu tun, aber Sicherheit geht vor. Mit einem Handtuch und einem Käfig ging es für Birgit sofort wieder nach draußen. Die Drossel hatte sich in der Zwischenzeit in den Kelleraufgang geflüchtet. Teammitglied Birgit sicherte sie mit dem Handtuch und hat sie in Augenschein genommen. Glück gehabt, keinerlei Verletzungen. Birgit nahm den Käfig, um sie nach kurzer Erholungs- und Beobachtungszeit später wieder ins Gebüsch nebenan zu entlassen. Der Vogel lies sich nicht 2 mal bitten und ist mit Schwung davon geflogen.

Ein dickes Dankeschön an den Heldenhund Gonzo 😊




Donnerstag, 11.05.2023
Nr. 474/2023

🐾🌈🖤Ein Einsatzbericht von Dagmar D.🐾🌈🖤

Der Einsatz Nummer 10 an diesem Abend kam, als ich auf einem Socialmediakanal unterwegs war. Eine Dame hatte dort ca.20:45h gepostet, dass sich am Ortseingang Heimsheim, unweit des Kreisverkehrs, eine tote Katze befinde. Sofort bat ich die Melderin, sich bei uns auf dem Notfallhandy zu melden, was sie auch sofort tat. Ich verständigte das Team und machte mich unverzüglich auf den Weg.

Da es gerade dunkel geworden war, hoffte ich, die gemeldete Fundstelle schnell zu finden, was bei Dunkelheit nicht immer ganz einfach ist. Es handelte sich um die Pforzheimer Straße, kurz vor dem Ortseingang Heimsheim.

Mit einem kuscheligen Handtuch und der Taschenlampe ausgerüstet, machte ich mich auf den Weg. Ich musste nicht lange suchen…. Eine liebe Person hatte die Fellnase am Straßenrand ins Gras gelegt. Es war noch nicht sehr lange her, daß das Fellnäschen verunfallt war und über die 🌈Bogenbrücke gegangen war 😢🖤

Vorsichtig legte ich das arme Seelchen in mein Handtuch und nahm sie mit zum Auto. Am Straßenrand nach einem Chip oder Tattoo zu schauen war nicht möglich, da zu dieser Uhrzeit noch immer viel Verkehr war und die Menschen nicht gerade langsam unterwegs waren. An meinem Auto angekommen, legte ich die hübsche Fellnase vorsichtig ab, um nach dem erhofften Chip oder Tattoo zu schauen. In einiger Entfernung entdeckte ich dann zwei Personen, die augenscheinlich etwas suchten.

Ich sprach sie an - es handelte sich um die Besitzerin und einen Freund, welcher die Meldung in Facebook ebenfalls gesehen und sie informiert hatte. Beide machten sich dann sofort auf die Suche. Beim Anblick des hübschen Fellnasen-Engels bestätigten sich die Befürchtungen der Dame. Es war ihre geliebte Yuna…. sie konnte ihre Tränen nicht mehr zurückhalten.
In der Zwischenzeit war auch Yuna‘s Besitzer hinzu gekommen. Der Schmerz und die Trauer über den Verlust waren unübersehbar, das ganze Leid so präsent spürbar und auch ich - selber Fellnasenmama - war so tief berührt, dass ich selber meine Tränen nun nicht mehr zurückhalten konnte.

Ihre geliebte Yuna, ein zauberhaftes Katzenmädchen, gerade mal 1 Jahr und 2 Monaten jung, verlor ihr Leben nur wenige Meter von ihrem Zuhause entfernt. Die Besitzerin erzählte mir, daß die hübsche Maus ihnen sehr viel Freude bereitet hatte, sehr geliebt wurde und kurz zuvor noch um ihre Beine gestrichen ist.  Yuna hatte auch einen Katzenbruder, der jetzt zusammen mit seinen Menschen in der „neuen Welt ohne Yuna ankommen muss“

Was mit Sicherheit eine ganze Weile dauern wird 😢
Trotz des schmerzlichen Verlustes war die Familie dankbar, dass sie ihren Fellnasen-Engel mit nach Hause nehmen und sich verabschieden konnten. Auch Yuna‘s  🐈‍⬛ -Bruder sollte sich von ihr verabschieden können 😢 Traurig sagten wir Lebewohl und ich fuhr nach Hause, froh darüber, bei meinen beiden Fellnasen Trost zu finden, die bereits auf mich warteten.

Gute Reise ins 🌈land kleine Yuna 😢🖤  Viel Kraft Deinen Besitzern, um diesen schmerzlichen Verlust zu bewältigen und vielen Dank der Melderin, die nicht weggesehen und Yuna auf Facebook gemeldet hat. So konnte das Katzenmädchen nach Hause geholt werden 🙏

Per Email erreichte uns dann später eine Nachricht von Yunas Familie:

Liebe Tier-Engel,
Liebe Dagmar,
hiermit möchten wir uns nochmals ausdrücklich für deinen Einsatz an 11.05.23 in Heimsheim bedanken.
Wir haben uns vom ersten Schock, dass unsere geliebte Yuna tragisch überfahren wurde, etwas erholt. Es wird allerdings noch eine Weile dauern, bis wir (und ihr Katzenbruder) in der neuen Welt "ohne sie" angekommen sind. Rückblickend gibt es uns so viel Trost, sie gefunden zu haben bzw. zu wissen, dass Sie sich den Tieren annehmen und Besitzer ausfindig machen. Auch die liebevolle Betreuung im ersten Schockmoment war umwerfend. Ich war mit der Situation komplett überfordert.
Als Zeichen der Anerkennung Ihrer Arbeit und als Unterstützung schicken wir Ihnen eine Geldspende. Nochmals vielen Dank und Grüße aus Heimsheim,
Helena H.

Danke liebe Familie H. für diese Anerkennung unserer Arbeit und weiterhin viel Kraft, um Yunas Ableben zu bewältigen….





Donnerstag, 11.05.2023
Nr. 469/2023


Am Donnerstag gegen Nachmittag erreichte Marion, 1. Vorstand und „Tier-Engel unterwegs"-Gründerin auf dem Notfalltelefon eine ungewöhnliche Meldung:
„Meise in Murr in Firma einer Frau auf den Schoß geflogen und will nicht mehr weg.“

Ein untypisches Verhalten für einen Wildvogel.
Auf dem zugesandten Bild sah das Tier schon relativ groß aus und nach telefonischem Austausch mit den Meldern wurde zunächst auf ein Anflugtrauma getippt. Sie sollten das Tier in einem ruhigen, dunklen Raum stellen und falls sich das Tier nicht erholen würde, uns nochmals kontaktieren.

Teammitglied Franzi befand sich auf dem Weg von der PH nach Hause und gab Bescheid, sich dem Fall anzunehmen. Leider sah das Meislein laut den Meldern nach einiger Zeit nicht wirklich besser aus und so machte sich Franzi auf den Weg nach Murr.

Als sie sich selbst ein Bild von der Meise machen konnte, war ganz schnell klar, dass es sich um ein Jungtier-einen Ästling-handelte. Nachdem nun schon einige Zeit vergangen war und das Kleine sich immer noch nicht erholt hatte und unversorgt war, nahm Franzi das Meislein, packte es behutsam in ihre Transportbox und machte sich unverzüglich auf den Weg ins Tierheim Ludwigsburg. Dort wurde das Vögelchen sofort erstversorgt und darf nun mit anderen Vogelkindern groß und stark werden, ehe es dann zurück in die Freiheit darf.




Dienstag, 09.05.2023
Nr. 459/2023

Es war Dienstag gegen 10 Uhr - Teammitglied Estelle hatte wieder das Notfalltelefon in Betreuung und erhielt die Meldung, dass in Korntal im Industriegebiet eine Ente mit ihren Küken spaziererlaufen würde…..

Teammitglied Katja las dies und machte sich sofort auf den Weg! Korntal hat keinen Bach oder See… Direkt an der Hauptstraße sind die 4 rumgewatschelt. Katja war gleich klar, dass alle hier in Gefahr sind und so schnell wie möglich woanders hingebracht werden müssen.

Sie holte ihren Kescher und schlich sich langsam an die Mama heran - als Katja sehr nah war, wollte die Entenmama wegfliegen, doch Katja gelang es, sie im Flug „zu Keschern“. Schwupp, rein in die Transportbox. Die 3 Mini-Entchen konnte Katja dann ohne Probleme mit der Hand „aufpflücken“…. Eins nach dem anderen sicherte sie und setzte alle zur Mama.

Mit der kleinen Familie in der Box ging die Reise los. Katja berichtete uns: „Wir sind dann piepsend zur Glems nach Ditzingen/Höfingen gefahren….“ Allein die Vorstellung, wie Katja gemeinsam mit den Küken „PIEPSEND“ unterwegs war, zaubert uns noch immer ein Lächeln ins Gesicht…..

An der Glems gab es eine schöne, nicht so steile Stelle, für die Mama und die 3 Flauschebällchen genau das Richtige zum Einstieg…. So watschelten die Entenmama samt 3 Babys ab ins Wasser und schwammen gemütlich davon 🥰




Freitag, 05.05.2023
Nr. 431/2023

Am Freitag Abend wurde gegen ca. 21 Uhr ein verletzter Vogel in Ludwigsburg gemeldet. Teammitglied Andrea T. übernahm den Einsatz und fuhr zu der gemeldeten Adresse.

Die Melder hatten eine kleine Meise auf dem Boden mitten in der Stadt gefunden und kein Nest und auch keine Elterntiere in der Nähe gesehen. Daher hatten sie den kleinen hungrigen Vogel mit heim genommen. Nach der Übernahme setzte Andrea das Babyvögelchen in ein Handtuchnest und brachte es umgehend ins Tierheim Ludwigsburg zur weiteren Versorgung.

Ein großes Dankeschön an dieser Stelle an das Tierheim Ludwigsburg, welches großartige Arbeit leistet. Tierschutz funktioniert am besten gemeinsam!




Donnerstag, 04.05.2023
Nr. 424/2023

„Hilfe für eine junge Katzenmama & 4 Kitten nach mehreren telefonischen Umwegen"

Bei uns rief am Mittwoch jemand an und meldete eine streunende Kätzin, die immer um das Haus herumgeht. Das Tier sei nun auf einmal sehr mager und ziemlich hungrig…. Grund: Jetzt ist die Fellnase Mama geworden von 4 Babys. Diese seien in einem Schuppen beim Nachbarn, nur 10 Meter weg vom Melder.

Der Melder selber arbeitet bei der Stadt Besigheim, diese hat einen Kooperations-Vertrag mit einer anderen Organisation, die sich um Tiere kümmert. Deshalb hatte er dort angerufen und die Situation erklärt, woraufhin die Organisation zu ihm sagte, er solle nichts machen sondern abwarten… Dem Melder war bei dem Gespräch nicht wohl, weswegen er ein paar Tage später dann im Tierheim Ludwigsburg anrief. Diese haben an uns als engen Kooperationspartner verwiesen und der Melder rief unverzüglich bei uns an.

Teammitglied Estelle betreute das Notfalltelefon und hatte mit ihm gesprochen. Sie stellte es in unseren Notfallchat und Teammitglied und 2. Vorstand Caro las das und dachte sich, „Mensch. das machste… „ Sie rief ihn direkt an um die näheren Umstände zu klären. Im Telefonat wurde vereinbart, dass Caro gleich nach ihrem Feierabend vorbeikommen würde.

Die Katze würde wohl schon seit 2 Wochen dort gefüttert, wäre sehr lieb und hätte nun vor etwa 8-10 Tagen ihre Kinderchen beim Nachbarn im Schuppen bekommen. Die tierlieben Menschen hatten nun Angst um die kleine Fellnasenfamilie, da gleich nebenan die vielbefahrene Straße war.

Caro traf vor Ort ein, doch der Melder war noch nicht da, allerdings eine Frau, die auch in dem Haus wohnt. Sie erkannte direkt an den Transportboxen etc., warum Caro da war und hat erstmal Futter geholt. Auf der anderen Strassenseite saß ein Nachbar auf einem Mäuerchen, auch er erkannte gleich, warum Caro da war. Es wurde kurz diskutiert, wo die Fellnasenmama wohl grad wäre, dann waren die Menschen kurz weg. In dem Moment kam die Katze aus dem Nachbargrundstück freundlich mauzend auf Caro zu. Caro hat sie angesprochen und ist ihr entgegengelaufen. Die Samtpfote kam im Schnurrmodus auf Caro zu, sie konnte sie streicheln und ohne viel federlesens hat Caro die Mama gesichert, in die Box gesetzt und zur Überraschung aller ins Auto getragen.

Als Caro dann zurückkam, waren die 2 Menschen weg. So nahm sie dann die 2. Box, die noch vor der Tür stand und lief in den Garten, wo die sehr dünne Katzenmama hergekommen ist. Dort standen die 2 Leute und schauten konzentriert in den Schuppen. Vorsichtig schlängelte sich Caro vorbei, schaute sich um und entdeckte dann ganz hinten in einer kleinen Holzkiste die Kitten. Sie musste aber noch ein bisschen was wegräumen, um an sie ranzukommen. Die Frau hielt dann Caros Box, während diese die kleinen Würmchen eins nach dem anderen einsammelte und in die Box legte. Sie waren grade damit fertig, da kam auch schon der Melder, der ganz erstaunt war, dass alles so schnell ging. Es fiel allen sichtlich schwer, Caro mit der Katze "Marie" und ihren Kinderchen ziehen zu lassen und Caro hat ihnen mehrmals versichert, das sie alles richtig gemacht hatten. Sie erklärte kurz, was passiert, wenn man die Katzen einfach so in der Wildnis sich selber überlässt und wie schnell diese sich vermehren.

Die Fellnasen bekamen nun im Tierheim die Chance, gesund groß und später in ein liebevolles Zuhause vermittelt zu werden.




Mittwoch, 03.05.2023
Nr. 417/2023

🐕 🐕 🐕 Morgens um 6h an einem Urlaubstag…🐕 🐕 🐕

… hatte Teammitglied und unser 2. Vorstand Caro das Notfalltelefon als Rufumleitung in Betreuung - die Hardware befand sich bei Teammitglied Franzi. Dort ging per Whats App morgens um 6h dann die Meldung über einen zugelaufenen Hund in Markgröningen ein - Franzi leitet dies an Caro weiter.
Diese konnte eh nicht wirklich schlafen und war bereits 15 Minuten nach Eintreffen der Meldung unterwegs nach Markgröningen.

Beim Betriebshof wars noch ruhig, Caro klingelte und es kam auch sofort ein freundlicher Mann, der sie zum Hund brachte. Dieser saß bei einem Mitarbeiter im Auto und fand das sichtlich gut. Das Hunde-Mädchen ist im Gelände des Betriebshof gefunden worden und die Männer dort waren sich alle einig, dass sie das Tier am liebsten behalten würden.

Nach Caros Eintreffen allerdings wurde dieser Wunsch schnell nichtig. Die Suche nach einem Chip blieb erfolglos, also hat Caro die wirklich liebe und sehr gut erzogene Hundedame ins Tierheim gebracht. Dort kannte man die Hündin schon - offenbar ist sie nicht zum ersten Mal auf Ausflugstour gewesen…..
Für Caro begann dieser Urlaubstag ziemlich früh, doch so hatte sie besonders lange was von ihrem Urlaubstag - zwinker…..

Danke sehr Caro für Dein außergewöhnliches Engagement für unseren Verein auch an dieser Stelle!




Sonntag, 30.04.2023/Montag 01.05.2023
Nr. 404 & 405/2023

Nachtschicht für unseren 2. Vorstand Caro

Um 22.40h wurde uns auf dem Notfalltelefon, welches Teammitglied Franziska zu diesem Zeitpunkt betreute,  ein totes Tier auf der B27 in Bietigheim beim Autohaus Weller gemeldet. Teammitglied Birgit und Teammitglied sowie unser  2. Vorstand Caro waren in der Walpurgisnacht auf einem Fest und eh schon irgendwie am Gehen. Zusammen sind sie kurz hin gefahren, konnten aber nur noch einen Blutfleck auf der Fahrbahn sehen. Auch ringsum im Gras war kein Tier zu finden.

Gegen 0.50h Uhr dann kam #1/01-05.2023 telefonisch bei Franziska rein. Sie rief unsere Caro an, die  noch nicht so richtig wieder zuhause war vom obigen Einsatz, Teammitglied Birgit dagegen schon.

Als Caro die Straße hörte, sagte sie direkt zu Franzi: „Da lauf ich kurz hin.“ Tatsächlich wohnten die Melder nur 2 Häuser bei Caro die Straße runter. Die Melder hatten die Katze wohl schon am Abend zuvor dort ziellos rumlaufen sehen und sich Sorgen gemacht.

Vor Ort angekommen schaute Caro nach einem Chip/ Tattoo, leider war das Tier nicht gekennzeichnet. Die Samtpfote war superlieb und sehr ausgehungert. Die Fellnase durfte bei den Meldern bleiben – dafür brachte Caro mitten in der Nacht noch ein Körbchen, eine Toilette und Streu sowie Futter vorbei.
Am nächsten Tag hat sie dann die Samtpfote abgeholt und ins Tierheim gebracht.  Am Tag danach wurde der Verdacht bestätigt, dass das Katzenmädchen trächtig war und 3 kleine Babys im Bäuchlein hatte.

Am 02.05.2023 meldete sich aufgrund unserer Fundmeldung, die wir in unseren Social Media-Kanälen posteten, die Besitzerin.
Sie vermisste die Kleine bereits… Alles Gute der kleinen Familie!




Sonntag, 30.04.2023
Nr. 402/2023

Nachdem uns bereits seit 3 Wochen immer wieder ein verletzter Storch auf einem Sportplatz in Vaihingen/Enz gemeldet wurde und wir auch bereits mehrfach vor Ort waren, ging am Sonntag, 30.04.2023 nun eine erneute Meldung auf unserem Notfall-Telefon ein. Der Storch war wieder da und man kam heute laut Melder wohl sogar bis auf einen Meter an ihn ran. In den vergangenen Einsätzen war eine Sicherung leider nicht möglich, da das Tier teilweise nicht mehr aufzufinden war oder wieder wegflog und außer Reichweite war. Eine andere Tierrettung, die wir anfragten wegen einer Netgun und ob sie nach Vaihingen fahren würden, um zu unterstützen, lehnte dies leider ab.
Unser Teammitglied Markus wurde beauftragt, dass Tier anzufüttern. Er wurde mit Storchenfutter versorgt und war 4 x dort, hatte den Storch 2 x angetroffen und ihm in etwa 15 Meter Entfernung das Futter zugeworfen. Bei weiterer Annäherung war das Tier flüchtig.
Heute sah es für unsere Teammitglieder gut aus. Für das Tier wohl eher weniger.

Da Teammitglied Vera zum Zeitpunkt der Meldung daheim war und auch keine weiteren Pläne hatte, war es für sie selbstverständlich, dass sie sich sofort meldete, um den Einsatz zu übernehmen. Bereits einige Minuten später, sie zog bereits ihre Schuhe zum Aufbruch an, meldete sich Teammitglied und 2.Vorstand Caro bei Vera. Caro war gerade vom Motorradfahren heimgekommen, hatte die Meldung vom Storch gelesen und bot an, ebenfalls mitzukommen. Das nahm Vera natürlich gerne an. Denn Caro war bereits zweimal bei dem Storchen-Einsatz in Vaihingen und kannte daher nicht nur die genaue Stelle, sondern ist zudem sehr erfahren und Vera, die noch nicht so lange bei uns ist, erkannte ihre Möglichkeit, von Caro zu lernen. Auch war beiden Frauen klar, dass einer alleine vermutlich kein Glück beim Sichern des verletzten Tieres haben würde. Sie vereinbarten also, dass Vera Caro zu Hause abholen und gemeinsam zu „unserem“ Sorgenstorch fahren würden.

Sie fuhren zügig zum gemeldeten Aufenthaltsort des Storchs und waren sehr erfreut, als dieser bereits zu sehen war, als sie dort auf den Wiesenparkplatz fuhren. Da saß er, nur ein paar Meter von den beiden Tier-Engeln entfernt auf einem Misthaufen, der schon nahezu mit der Erde eben war und ringsum mit Gras und Brennesseln bewachsen war. Caro und Vera stimmten sich kurz ab, während beide jeweils ihre Ausrüstung wie Kescher und Box usw. vorbereiteten. Zwischen den Frauen gab es relativ wenig Wortwechsel. Als sie etwas näher an den Storch herantraten, versuchte er davonzufliegen, was ihm aber nicht gelang. Er lief daher lediglich ein paar Meter weiter in die Wiese bzw. in einen Brennesselbewuchs. Caro – trotz ihrer 3/4 Hose – und Vera gingen hinterher. Caro beobachtete, in welche Richtung der Vogel blickte und gab Vera dann zügig das Signal zu keschern. Da der Storch nicht vollständig unter dem Netz war, setzte Caro mit ihrem Kescher blitzschnell nach und schon hatten die Frauen ihn. Caro zeigte Vera, wie man den Storch nun zu halten hatte, insbesondere den Schnabel, sie schauten sich das verletzte Bein an - es sah schrecklich aus.

Der Mann, der an dem Tag bei uns angerufen hatte, war noch da weil sein Sohn dort am Sportplatz Fußball gespielt hat. Er hat den Frauen, die den Storch hielten, die große Softbox gereicht, Vera und Caro haben den Vogel vorsichtig reingelegt. Er war sehr schwach und erschöpft. Nachdem sie den Storch ins Auto geladen hatten, wurde  direkt im Tierheim Ludwigsburg angerufen und ein paar Fotos der Verletzung des Tieres vorab zugesandt. Sie vereinbarten mit Tierheimleiterin Ursel Gericke, dass der Storch zügig zu ihr gebracht werden solle.

Caro und Vera verloren keine Zeit mehr. Unterwegs hielten sie jedoch kurz an, da der Storch in der Transportbox eine ungünstige Position eingenommen hatte. Caro unterlegte seine Brust mit einer Decke, so dass er wieder aufrechter und bequemer sitzen und somit atmen konnte.

Kurz danach lieferte Vera Caro zu Hause ab und fuhr schnell weiter ins Tierheim. Dort erwartete sie bereits Ursel Gericke. Sie schaute sich den Storch genau an und war über den Zustand seines Beines ebenso schockiert wie unsere beiden Teammitglieder. Es war allen klar, dass der eingewachsene Ring am Bein sehr schnell entfernt werden müsse. Aber im Tierheim fehlte für derartige „Operationen“ das notwendige Equipment. Ursel Gericke rief umgehend bei Helmut Weber von der Greifvogelpflegestation in Bad Friedrichshall an, um das weitere Vorgehen abzustimmen. Das Tierheim  sollte eine Erstversorgung ausführen und den Vogel dann zu ihm in die Station nach Bad Friedrichshall bringen. Und so ging man dann auch vor. Während Vera den Storch hielt, spritzte Ursel Gericke dem gefiederten Patienten ein Schmerzmittel. Im Anschluss bekam er zwei Mäuse, so dass ihm ein wenig Energie zugeführt wurde. Und dann fuhr Vera mit dem Storch direkt weiter nach Bad Friedrichshall.

An der Greifvogelpflegestation angekommen traf sie auf Helmut Weber, der den Storch in einen Karton umsetzte, um mit ihm direkt weiter zur tierärztlichen Behandlung zu fahren. Er sagte, der Ring müsse chirurgisch entfernt werden, ggf. auch das Bein amputiert, aber auf jeden Fall würde das Tier überleben.
Herr Weber und Vera verließen zeitgleich, die Station – er mit dem Storch für die weitere Versorgung des Tieres und sie machte sich auf den Heimweg. Im Nachgang erfuhren wir, dass Herr Weber die Feuerwehr Heilbronn zur Entfernung des Ringes hinzuzog. Auch von uns an diese Männer ein herzliches Dankeschön!

Natürlich informierte Vera sofort noch die Tierheimleitung in Ludwigsburg und gab in unserem Notfall-Chat den aktuellen Stand des Einsatzes und des Zustands des Storchs durch.
Als Vera am nächsten Tag bei Helmut Weber rückfragte, wie es dem Storch ginge, teilte er ihr mit, dass der Ring entfernt wurde und das Bein glücklicherweise bisher erhalten werden konnte.
Auch diese guten Nachrichten teilte Vera im Einsatzverlauf unseres Notfall-Chats und freute sich wie wir alle natürlich sehr darüber, dass die Tier-Engel unterwegs wieder daran beteiligt waren, ein Tier zu retten!




Donnerstag, 27.04.2023
Nr. 392/2023

Einsatz Nummer 9 an diesem Donnerstag: gegen 21.15 Uhr wurde Teammitglied Caro und unser 2. Vorstand von einem anderen Verein angerufen.

Ihnen wurde ein Notfall zugetragen - in Sachsenheim warte eine Amsel auf Hilfe. Eine Katze hatte die Amsel mit nach Hause gebracht - doch niemand von den Helfern hatte Zeit.

So erklärte sich Caro, Teammitglied und 2. Vorstand unseres Vereins, um diese Zeit selber bereit, das Tier zur Versorgung ins Tierheim zu bringen. Vögel und andere Kleintiere mit Katzenkontakt benötigen schnellstmöglich Antibiotika, denn der Biss bzw. der Speichel der Katzen enthält gefährliche Keime (dies gilt übrigens auch für Menschen, die von Katzen gebissen werden - deshalb nach einem Katzenbiss besser immer einen Arzt aufsuchen!).

Caro beeilte sich, sie wollte nicht noch mehr Zeit verstreichen lassen - vor Ort angekommen, öffnete die Hausherrin ihr die Tür, wo eine Katze schnurstracks das Haus verließ… vermutlich war dies der „Täter“.

Caro und die Dame liefen hoch ins Schlafzimmer, wo der Vogel mit dem Kopf zwischen den Flügeln in der Erde einer Pflanze saß. Kein gutes Zeichen, dachte sich Caro…. Sie nahm das tier behutsam auf und setzte den Vogel in die mitgebrachte Softbox. Zügig fuhr Caro ins Tierheim, doch leider war bei Ankunft gegen 22h am Tierheim die Amsel bereits über die Regenbogenbrücke geflogen….. Fly free……🌈🖤🌈🖤🌈🖤

Wir können es nicht oft genug sagen: wieder einmal DANKE an das Tierheim Ludwigsburg, welches für uns immer und jederzeit als kompetenter Ansprechpartner auch zu nachtschlafender Zeit zur Seite steht! Tierschutz funktioniert am besten gemeinsam!




Donnerstag, 27.04.2023
Nr. 387/2023 🦔🦔🦔

Donnerstag gegen 15 Uhr - Teammitglied Bex betreute das Notfalltelefon - wurde ein kleiner Igel in Sachsenheim gemeldet - er war allein in einer Hecke.

Die Jungs der Melder hatten wohl tags zuvor schon Igel in der Hecke im eigenen Garten gesehen, heute war nur noch einer da und der war recht klein.

Teammitglied und 2. Vorstand Caro übernahm den Einsatz und vor Ort angekommen, kontrollierte sie die Hecke und den Garten, doch auch sie konnte keine anderen Igel mehr entdecken.

Das Igelkind war kleiner als Caros ausgestreckte Hand. Es handelte sich um ein Jungtier vom letzten Jahr. Der Stachel-popo hatte Glück, das er den Winter überlebt hat. Da das Kleine kaum Reflexe gezeigt hat und sehr mager war, brachte Caro es ins Tierheim nach Ludwigsburg, wo es nun großgepäppelt wird, ehe es wieder in die Freiheit darf….




Mittwoch, 26.04.2023
Nr. 383/2023

Einsatz Nummer 7 an diesem Mittwoch kam um 23.30h auf das Notfalltelefon.

Teammitglied Franziska stand noch vor ihrer Haustür - sie war eben von einer Freundin zurückgekommen, als der Anruf kam. Sie betreute wieder einmal das Notfallhandy und entschied, da die meisten unserer Teammitglieder vermutlich bereits schliefen, weil sie am nächsten Tag zur Arbeit müssen, den Einsatz selber zu fahren.

Eine Dame hat angerufen, dass in Ingersheim eine Katze überfahren wurde. Sie ist zufällig durch die Straße gefahren und da lag die Katze. Die Melderin hielt mit Warnblinker sofort an um zu helfen, doch das Samtpfötchen war zu schwer verletzt….. Es hat nur noch ganz kurz gelebt und verstarb in den Armen der Melderin…. Traurig verständigte sie uns. Dafür vielen Dank!
Franziska hoffte, dass das Tier gekennzeichnet war, sie freute sich trotz der traurigen Situation, als ihr Chiplesegerät einen Chip fand. Doch leider war der Chip bei keinem Haustierregister registriert….. Insofern half nun auch die bekannte Chipnummer nicht, den Besitzer zu erreichen und die Samtpfote nach Hause zu bringen… Schade….

Franziska schlug den Fellnasenbub in ein Handtuch und nahm ihn mit nach Hause. Sie machte um 0.15 Uhr noch Bilder für die Fundmeldung in unseren Social Media-Kanälen. Dies war ein letzter Weg, um so die Besitzer zu ermitteln. Nach Veröffentlichung dieser Fundmeldung durch Teammitglied Nela gleich am nächsten Morgen dauerte es auch nicht lange, bis sich die Besitzer meldeten…

Nachmittags sind die Besitzerin und ihr Sohn zu Franziska gekommen und man sah ihnen sofort den Schmerz an - ihre verweinten Augen sprachen das ganze Leid aus, welches die Nachricht vom Tode des kleinen Djiki - so der Name des Katzenjungen - auslöste…..

Franziska spürte den Schmerz der Familie sehr intensiv und sie litt mit ihnen mit. Trotz des schmerzlichen Verlustes war die Familie dankbar, dass sie Djiki mitnehmen, sich verabschieden konnten…. Es war ein trauriger Einsatz für Teammitglied Franziska - unser Ehrenamt ist oft unschön, aber diese Einsätze gehören auch dazu…..

Nicht immer gelingt es uns über Fundmeldungen, die Tiere heimzubringen - deshalb bitten wir Euch nochmals ganz ganz intensiv: Lasst Eure Tiere nicht nur kennzeichnen ===> REGISTRIEREN (TASSO/findefix) MUSS sein - sonst nützt die Kennzeichnung auch nichts….

Gute Reise Djiki🐾🌈🖤 Deinen Besitzern wünschen wir weiterhin viel Kraft, um diesen schmerzlichen Verlust zu bewältigen. 🐾🌈🖤




Mittwoch, 26.04.2023
Nr. 377/2023

🦆🦆🦆 „Ente“ gut, alles gut! 🦆🦆🦆

Am 25. April 2023 bekam Dagmar Zoller, Vorstandsmitglied bei uns Tier-Engeln, ein Hilferuf: Eine „Enten“mutter sitzt mit ihren Küken im trockenen Bachbett, die solle man retten, da es sehr viele Katzen in der Nähe gibt. Außerdem war unklar, wie die Familie da reinkam - offensichtlich schafften sie es ohne Hilfe nicht wieder raus. Zudem war ein Gitter vorhanden, in welches die Küken hineinfallen könnten…..

Nach Rücksprache mit dem Tierheim Ludwigsburg wurde entschieden, die Entenfamilie aus der „Gefahrenzone“ zu holen. Während der Klärung, Organisation und Eintreffen unserer Helfer vor Ort waren die „Enten“ zwischenzeitlich nun jedoch leider unter das Sperrgitter am Kanal gewandert und konnten von unseren Helfern nicht mehr gesichert werden.

Kurzentschlossen wurde die Freiwillige Feuerwehr Schwieberdingen alarmiert, die auch zeitnah zum Einsatzort gefahren kam. Mit Hilfe der Feuerwehrfrau und -männer wurden die kleinen Küken gesichert, die „Enten“mutter ergriff allerdings leider die Flucht und flog davon. Zwei der Küken hatten sich zwischenzeitlich in eine Röhre geflüchtet, einige wollten sich in Richtung Münchingen davonmachen. Zwei Feuerwehrmänner sind den Küken in die Röhre nachgegangen und haben sie von dort herausgeholt, die restliche Truppe half beim Einfangen der Flauschebällchen, die ziemlich flink waren. Vielen Dank für diesen tollen Einsatz. Es ist schön zu sehen, dass die Feuerwehr auch für solche Einsätze tatkräftig zur Verfügung steht!

Nach dem Sichern der Küken wurde nach telefonischer Beratung entschieden, einen Versuch zur Zusammenführung der Familie zu unternehmen. Zwischenzeitlich kam auch die Melderin zum Einsatzort und unterstützte tatkräftig. Die Helfer positionierten sich an einer anderen Stelle, um durch das Rufen der Küken die Mama anzulocken.

Da die Gegend dort (besonders für kleine Küken ohne Mutter) sehr unsicher ist - viele Radfahrer, leider auch Autos, Fußgänger und wie gesagt Katzen sowie die Bahnstrecke - gestaltete sich dies etwas zeitaufwändiger. Die Mutter überflog immer wieder das Gelände, setzte sich auch ab und zu hin, wurde aber immer wieder vom „Verkehr“ vertrieben.

Nach knapp vier Stunden war es zum Glück etwas ruhiger, die Mama landete ca. 30 Meter von den Helfern entfernt und blieb auch sitzen. Die Box mit den Küken wurde geöffnet und zehn kleine Flauschebällchen flitzen erleichtert zur Mutter. Wie gesagt: „Ente“ gut – alles gut!

Es handelte sich übrigens nicht um Enten, sondern Gänsesäger - alle lieben Wünsche für die kleine große Gänsesägerfamilie….

Großes Lob und großen Dank auch an die freiwillige Feuerwehr Schwieberdingen




Dienstag, 25.04.2023
Nr. 374/2023

🐕 🐕 🐕 Ein Happy End auf Umwegen🐕 🐕 🐕

Teammitglied Estelle betreute an diesem Tag wieder einmal das Notfalltelefon. Sie war in Bissingen unterwegs, als ein Anruf des Ordnungsamts reinkam.

Eine Hündin, die wohl auf den Feldern zwischen Bietigheim und Tamm gejagt hatte, war im strömenden Regen aufgegriffen worden. Das Tier hat zwar ein Halsband getragen, daran eine Hundemarke, aber leider konnten die Ordnungshüter weder Frauchen noch Herrchen telefonisch erreichen. Deshalb sollte die Hündin ins Tierheim gebracht werden.

Estelle nahm das Tier entgegen und hat dies erstmal kräftig abgetrocknet, so patschnass war die Hündin. Estelle hat eine Bekannte in Tamm, diese hat 3 Hunde - und sie dachte sich, dass evtl. ihre Bekannte die Hündin kennen könnte und rief dort umgehend an.

Nach Zusendung eines Bildes kam die positive Antwort von Estelles Bekannten: „Klar die Familie mit der Hündin kenne ich. Die sind bestimmt auf dem Feld und suchen sie…“ Da Estelles Bekannte eh unterwegs war, bot sie an, auf dem bekannten „Gassi-Feld“ nachzusehen, ob sie die Familie der Hündin trifft.
Nicht lange kam die freudige Mitteilung zu Estelle: Frauchen und Herrchen sind suchend unterwegs - ebenfalls pitsche patsche nass - aber unendlich froh zu wissen, dass ihre Lora in guten Händen und in Sicherheit ist.

Loras Besitzer fuhren zügig zu Estelle, die nach diesen Infos Lora das Tierheim ersparte und nach einem kurzen Umweg wieder in die Hände ihrer erleichterten Besitzer übergeben konnte. Diese müssen nun mit einer Ordnungsstrafe seitens des Ordnungsamtes rechnen, sind jedoch unendlich dankbar, dass Lora nichts passiert ist…..




Montag, 24.04.2023
Nr. 372/2023

Am Montag um 21.10 Uhr kam über den Notfall-Chat die Meldung: Tote Katze zwischen Erbstetten und Nellmersbach. Auf der Erbstetter Straße, Höhe Heidenhof

Teammitglied Andrea B. übernahm den Einsatz und fuhr gleich los. Nähe Fahrbahnrand sicherte sie die tote schwarze Katze, welche erst vor kurzem überfahren worden war.
Als Andrea das Chiplesegerät über das leblose Körperchen zog, zeigte dieses sofort eine Chipnummer an. Ein Anruf bei TASSO brachte die Erkenntnis, dass es sich um den Kater „Fluffy“ handelte, der von den Besitzern schon als vermisst gemeldet wurde.

Andrea war sehr traurig…. es gab kein Happy End, sondern Menschen erfuhren jetzt, dass ihr geliebtes Haustier tödlich verunglückt war…. TASSO verständigte die Besitzer und nach ca 10 Minuten meldeten sich Fluffys Besitzer bei Andrea. Er wollte selbst kommen und „Fluffy“ nach Hause holen.

Als er bei Andrea und Fluffy ankam, sprach Andrea ihm ihr Beileid aus. Fluffys Besitzer erzählte ihr, dass der 9jährige Sohn den Kater schon sehr vermisste. Ihm zu erklären, dass Fluffy nicht mehr mit ihm spielen wird, würde sehr sehr schwer werden…. 😢😭 Andrea erfuhr weiter, dass die Familie insgesamt 6 Katzen hatte. Diese sind größtenteils als „wilde“ kleine Katzen aufgenommen worden… Eine Katze wurde vor einer Weile direkt vorm Wohnhaus überfahren. Und nun Fluffy 😿…🌈

Dieser hatte schon seit 2 Wochen gefehlt. Er war davor auch schon mal 1 Woche weg und kam dann zum fressen heim um dann wieder zu gehen. Dieses Mal für 2 Wochen …dieses Mal leider für immer…

Ruhe in Frieden „Fluffy“ und komme gut über die Regenbogenbrücke. Gute Reise 🌈😢

Als Andrea dann nach Hause fahren wollte, sprang ihr Auto nicht mehr an. Die Autobatterie… und das um diese späte Zeit…… Andrea rief ihre Tante in Nellmersbach an und holte sie ca. 22.45h - quasi mitten in der Nacht - aus dem Bett. Als Andreas Tante dann Starthilfe gegeben hatte, konnte Andrea nun auch endlich heim. Um 23.15 Uhr war sie dann zu Hause und ihr Einsatz beendet.

Vielen lieben Dank an dieser Stelle an die nächtliche Familienunterstützung - Andreas Tante!




Samstag, 22.04.2023
Nr. 358/2023

Samstag Vormittag - Teammitglied Franzi war unterwegs und entdeckte beim Heimkommen im Garten eine Taube. Nachdem Franzi die Situation etwas eigenartig fand, näherte sie sich dem Tier - welches jedoch auf dem Boden sitzen blieb. Hier stimmte was nicht, denn das Täubchen flatterte, kam aber nicht weg….

Franzi nahm das Tier behutsam auf und konnte weder Blut noch andere Verletzungen erkennen. Sie setzte das Täubchen zunächst in eine Box und stellte diese ruhig und dunkel - evtl. hatte das Tier ein Anflugtrauma?

Als die Taube nach einer Stunde noch immer im gleichen Zustand war, brachte Franzi sie unverzüglich ins Tierheim, damit man dort weitere Untersuchungen vornehmen konnte - irgend etwas war ja nicht in Ordnung!

Als Franzi dann wieder zuhause war, entdeckte sie im Garten dann eine Stelle, an der ziemlich viele Federn lagen und sie ordnete diese instinktiv dem von ihr gefundenen Täubchen zu…. Was auch immer passiert war - es war gut, dass Franzi sie ins Tierheim gefahren hat, wo man sich fachmännisch um die hübsche Taube kümmert.




Freitag, 21.04.2023
Nr. 353/2023

Ein Bericht von Nela Mauermann

Am Donnerstag gegen 15:00 Uhr meldete sich eine Dame aus Großingersheim auf unserem Notfalltelefon und berichtete, dass seit Montag eine abgemagerte schwarze Katze bei ihr im Garten sei. Diese hätte tränende Augen und würde ständig niesen. Die Katze sei ihr gegenüber jedoch relativ zutraulich. Mit der Melderin wurde vereinbart, dass sie die Katze sichert und sich wieder bei uns meldet und wir zwecks einer Kenn-zeichnung auslesen vorbeikommen werden.

Bereits am Freitag - also nur einen Tag später, gelang es der Melderin, dass sehr liebe Kätzchen zu sichern.
An diesem Morgen hatte ich eine meiner Fellnasen beim Tierarzt abgegeben, denn es musste eine Zahn OP durchgeführt werden. Anschließend fuhr ich ins Büro. Den Nachmittag hatte ich mir dann freigehalten, um meine Kleine rasch wieder heimzuholen… Nachdem ich mit der Arbeit  fertig war, sich die OP zeitlich etwas nach hinten verschoben hatte und ich mein Samtpfötchen deshalb erst später abholen konnte, übernahm ich den Einsatz und fuhr zur Melderin.

Die Dame freute sich sehr, dass so rasch jemand vorbei kam. Ich stellte mich vor und wurde ins Wohnzimmer geführt, wo das Kätzchen in der Box der Melderin gesichert war. Nach der Beschreibung der Melderin hatte ich das Tier in einem schlimmeren Zustand als es dann tatsächlich war, vermutet.

Mein bereits vorbereitetes Chiplesegerät schlug leider nicht an. Da ich nicht sicher war, wie kooperativ das Kätzchen war, beließ ich es in der Box der Melderin, um das Risiko einer Flucht, dem Wiedereinfangen und dadurch zusätzlichen Stress dem Tier zu ersparen. Ich gab in der Einsatzzentrale Bescheid, dass ich das zierliche Fellnäschen, welches nicht gut aussah, ins Tierheim bringen werde. Mit der Melderin vereinbarte ich, dass noch am gleichen Tag die Box zurückgebracht wurde. Die Dame hatte selber Katzen und war nicht das erste Mal für Tiere in Not tätig. Ich gab ihr die Visitenkarte unseres Vereins und bat sie sich zu melden, wenn sie zukünftig Unterstützung benötigen würde. Sie bedankte sich herzlich und ich machte mich unverzüglich auf dem Weg ins Tierheim.

Dort angekommen, gab ich das Samtpfötchen im Katzenhaus ab. Es wird tierärztlich versorgt und aufgepäppelt. Besitzer haben sich leider bisher nicht gemeldet. Aber vielleicht mag jemand das liebe Fellnäschen adoptieren?

Interessenten können sich gern an die Katzenstation im Tierheim Ludwigsburg wenden:
E-Mail: katzen@tierheim-lb.de
Telefon: 07141 – 250410




Mittwoch, 19.04.2023
Nr. 344/2023

Es war Mittwoch gegen 12.45h - Teammitglied Estelle betreute das Notfalltelefon. Sie bekam die Meldung über einen Graureiher, der an einem Bach in Rielingshausen liegt und auch vor Hunden nicht die Flucht ergreifen würde… Offenbar war das Tier verletzt und benötigte dringend Hilfe.

Teammitglied Franziska aus Pleidelsheim war gerade von der PH heimgekommen und hatte Mittagspause. Theoretisch…. Denn praktisch kehrte sie zurück zum Auto und übernahm den Einsatz.

Den Standort zu finden war nicht so leicht und so fragte Franzi auf einem Reiterhof nach, der in der Nähe war. Die nette Dame auf dem Reiterhof stellte sich zufälligerweise als Melderin heraus. Beide Frauen fuhren gemeinsam zum Bach - der Reiher war noch immer an der gleichen Stelle. Erst als sich Franzi näherte, versuchte er Richtung Bach zu flüchten und blieb darin sitzen.

Franzi konnte das Tier mit ihrem Kescher sichern, ergriff sofort Schutzmaßnahmen für sich, indem sie eine Schutzbrille aufsetzte und Handschuhe anzog. Reiher zielen nämlich liebend gern auf die Augen der Helfer - eine nicht zu unterschätzende Gefahr für unser Teammitglied! Allerdings war der Reiher so schwach, dass er kaum noch Gegenwehr an den Tag legte….

Franzi fuhr umgehend ins Tierheim nach Ludwigsburg, wo Tierheimmitarbeiterin und „Tier-Engel unterwegs“ - Team-mitglied Lizzy den Reiher und Franzi in Empfang nahm. Alle gingen sofort zur Tierärztin, um dem Tier unverzüglich Hilfe zukommen zu lassen.

Die Ärztin stellte fest, dass im rechten Fuß kein Greifreflex mehr vorhanden war, sondern nur noch im linken Fuß. Man vermutete, dass der Reiher irgendwo gegengeflogen sei oder einen Aufprall erlebt hatte und deshalb rechts momentan alles taub war…. Das Tier wurde mit Schmerzmitteln versorgt und bekam eine Infusion.

Wir hoffen, das schöne Tier erholt sich und kann bald wieder in seinem alten Revier in Freiheit entlassen werden….




Dienstag, 18.04.2023
Nr. 341/2023

Teammitglied Birgit war gerade aufgestanden und auf dem Weg zur Kaffeemaschine, als um 6.35 Uhr die Meldung im Notfallchat kam, dass in Ludwigsburg auf einem Parkplatz ein zuckender Marder sei.

Schnell machte sie sich abfahrbereit und prüfte vorher nochmal die Ausrüstung im Auto. Bei einem Marder sind bissfeste Handschuhe ein absolutes Muss.

Vor Ort angekommen fand Birgit nach kurzem Suchen das Tier vor. Er lag auf der Seite, drehte sich immer wieder. An sich agil, aber völlig unkoordiniert, konnte das wunderschöne Tier sich zwar bewegen, kam aber nicht vom Fleck.
Nach kurzem Überlegen entschied Birgit sich, dass hier kein Kescher vonnöten ist und beschloss, den Marder mit einem Handtuch und den Handschuhen von Hand zu sichern. Dies gelang aufgrund seiner Unkoordiniertheit auch problemlos. Ein beherzter Griff und er saß in der ausbruchsicheren Transportbox.

Schnell wurde er zum Tierheim gebracht. Tierheimleiterin Ursel Gericke wurde vorab informiert, dass Teammitglied Birgit auf dem Weg ist. Sie nahm den Marder in Empfang, er kam in eine größere Box, die abgedeckt wurde, damit er sich beruhigen kann. Ursel Gericke sagte, dass es nach Staupe aussieht. Die Tierärztin vom Tierheim war zum Glück an diesem Tag vor Ort und hat ihn sich nach ihrem Eintreffen genauer angeschaut. Leider mit dem Ergebnis, dass er eingeschläfert werden musste.
Machs gut, kleiner Mann. Das Leben ist manchmal einfach nicht fair...




Samstag, 15.04.2023
Nr. 325/2023

🐕 Tara aus Bad Urach auf Entdeckerreise in Löchgau🐕 

Ein Bericht von Nela Mauermann

Es war Samstag ca. 17 Uhr und ich befand mich beim Geburtstags-Kaffee in Löchgau bei einer Freundin. Gerade als ich mich verabschiedet hatte, um zu meinen kranken Fellnasen nach Hause zu fahren um die Medikamente zu geben.…
Ich saß im Auto und war dabei, den Notfall-Chat zu prüfen, da erschien zeitgleich die Meldung eines zugelaufenen Hundes in Löchgau. Ich gab die Adresse ins Navi ein - nur 2 Minuten Fahrzeit. Ein Blick auf die Uhr, ein Abwägen der Situation: Im Optimal-Fall bin ich in 30 Minuten zu Hause und kann die Medikamente noch pünktlich geben.

Also gab ich der Einsatzleitung Bescheid, dass ich übernehme. Am Haus der Melder angekommen, nahm ich meinen Chiplesegerät und kaum war ich ausgestiegen, wurde mir die Tür bereits geöffnet. Ich stellte mich vor und die Melder waren verwundert, dass innerhalb kürzester Zeit jemand von unserem Team gekommen ist. In der Wohnung der Melder angekommen, wurde ich von einer sehr liebevollen Hundedame begrüßt. Mein Chiplesegerät hatte ich bereits im Hausgang eingeschalten, so dass ich bei der Begrüßung des freundlichen Vierbeiners sofort ein Signalton angezeigt bekam.
Ich fotografierte die Chipnummer ab und erkannte anhand der ersten Stellen, dass es sich um einen ausländischen Chip handelte - ich war gespannt…und rief bei TASSO an. Die Dame dort fand auch einen Treffer. Allerdings war der Chip in Bad Urach gemeldet..… vermutlich war Tara, so hieß das Hundemädchen, ein Hund aus dem Tierschutz. TASSO informierte die Besitzer. Als ich Tara bei ihrem Namen rief, stand das Schwänzchen vor Freude nicht mehr still….. Während der Wartezeit unterhielt ich mich mit der Melderin. Der Ehemann hatte sich zum Kochen in die Küche verzogen und Hundedame Tara blieb bei uns.

Die Melder hatten bis vor kurzem selber einen Hund und haben Tara ohne Leine und Geschirr in einem Grünstreifen gefunden. Nicht lange nach dem Anruf bei TASSO rief mich die Besitzerin an. Sie haben Tara bereits gesucht, denn diese war der Tochter entlaufen.
Sie machten sich sofort auf den Weg zu uns. Dies dauerte noch ein paar Minuten.
Plötzlich wurde Tara unruhig und in dem Moment, wo ich zur Melderin sagte „ich glaube Tara möchte sich lösen“ - war das Malheur schon passiert… Wie selbstverständlich holte die Melderin Lappen und Eimer und beseitigte Taras Missgeschick. Die ganze Aufregung ist der Hundedame wohl auf den Verdauungstrakt geschlagen… Schuldbewusst wollte sich Tara hinter einem Vorhang verstecken, die arme Maus - sie war völlig neben sich. Wo blieben denn nur die Besitzer????

Diese hatten sich trotz Navi verfahren - als die Besitzerin dann eintraf, war die Wiedersehensfreude groß. Sie war zu Besuch aus Bad Urach bei ihrer Tochter, die in Löchgau wohnte. Sie hatte Tara dort gelassen, da sie jemanden besuchte und Tara war der Tochter dann leider entlaufen. Normalerweise trug Tara ein Geschirr mit Namen und Telefonnummer und wie ich vermutet hatte, war Tara aus dem Tierschutz, aber schon eine Weile bei der Besitzerin. Die Tochter war sehr sehr aufgelöst und unendlich erleichtert, dass es Tara gut ging.

Sie bedankten sich bei dem Melder-Ehepaar und mir, dass wir uns um Tara gekümmert hatten. Taras Frauchen war unendlich froh, dass es uns Tier-Engel gibt und ihrer kleinen Tara nichts zugestoßen war.Dann machten sich die drei auf den Heimweg. Auch ich verabschiedete mich von den Meldern und fuhr mit 30 Minuten Verzögerung nach Hause.




Dienstag, 11.04.2023
Nr. 311/2023

Teammitglied Franziska betreute an diesem Tag unser Notfalltelefon. Die Anruferin meldete gegen die Mittagszeit, dass ein schwacher Turmfalke in Murr Richtung Höpfigheim auf der Straße sitzen würde… Sie dachte, es sei ein Jungtier - dafür war es jedoch noch etwas früh….

Franzi fuhr direkt hin und der Falke saß tatsächlich noch da. Vor Ort traf Franziska die Melderin und gab ihr den zweiten Kescher. Gemeinsam konnten sie das völlig apathische Tier sichern. Franzi hat ihn in die Transport-Box gesetzt und fuhr unverzüglich mit ihm ins Tierheim.

Tierheimleiterin Ursel Gericke schaute sich den hübschen Vogel genauer an und meinte, es sei merkwürdig, da der Turmfalke so augenscheinlich nichts hat…. Sie sagte, dass gerade relativ viele Wildvögel so aufgefunden werden. Die einfach dasitzen und man nicht genau sagen kann, was die haben…. und deshalb ins Tierheim gebracht werden. Eine Möglichkeit: dass die Tiere etwas falsches gefressen haben.

Franzi sagte, wo genau der Turmfalke herkommt, denn die Tiere brüten jetzt ja und es ist dann ganz wichtig, dass die genau da wieder rausgelassen werden, wo sie herkommen…. Leider kam es nicht dazu - der wunderschöne Greifvogel hat es leider nicht geschafft….

🖤🌈🖤Guten Flug über die Regenbogenbrücke…..🖤🌈🖤




Dienstag, 11.04.2023
Nr. 309/2023

Teammitglied und 2. Vorstand Caro hatte in der kurzen Woche nach Ostern Spätschicht. Sie wurde von Teammitglied Debbi, die das Notfalltelefon betreute, angerufen.

Um 8h wurde eine Katze gemeldet, die in einem Abwasserschacht sitzen würde und nicht mehr herauskäme laut Melder, die zugleich Besitzer waren…. Vermisst wurde das Samtpfötchen bereits seit dem 28.3..

Caro fuhr zu einem Neubaugebiet am Ortsrand von Oberriexingen. Die Besitzerin hatte am Abend zuvor 3 Stunden an dem Schacht (der versehentlich nicht verschlossen war) verbracht und versucht die Katze herauszulocken, leider vergeblich. Sie hatte zuvor mehrere Stellen angerufen - doch niemand fühlte sich zuständig. Die Feuerwehr gab der verzweifelten Besitzerin dann unsere Notfallnummer weiter.

Die Dame hatte an den Tritten am Schacht einen Handtuch-kette befestigt in der Hoffnung, die Fellnase könnte so aus-steigen. Die anwesenden Bauarbeiter konnten zunächst mit ihrer Verzweiflung nichts anfangen, weswegen die Männer erstmal nicht kooperieren wollten. Caro sprach dann in Ruhe mit dem Capo. Der veranlasste nun, dass man am Boden des Schachts eine Art kleines Podest baut, damit die Besitzerin abends die Falle aufstellen kann. Ebenso inspizierten die Männer mit einer Rohrkamera den Schacht, man konnte definitiv nicht absteigen….

Die Falle hatte die Besitzerin dann gleich noch bei unserem 1. Vorstand Marion im Tierheim abgeholt. In der ersten Nacht war leider kein Erfolg zu verzeichnen. Daraufhin holte die Besitzerin noch eine Kamera und in der zweiten Nacht wurden ihre Bemühungen belohnt: Die verunglückte Fellnase konnte gesichert werden….

Wir erhielten eine glückliche Nachricht samt Bild:
Haben unseren Rabaukel gerade aus der Kanalisation rausgeholt. Ist in die Falle gegangen.  Der Schwarze ist es. 😅 Ist zwar nur noch Haut und Knochen, ansonsten aber munter. Lieben Gruß….

Gute Erholung von diesem Abenteuer Du kleiner Glückspilz!

 




Ostermontag, 10.04.2023
Nr. 308/2023

Teammitglied Vera hatte kurzfristig am Ostermontag ab dem Nachmittag für ein paar Stunden das Notfall-Telefon übernommen. Dies war eigentlich nicht ideal oder geplant, da sie sich noch mit einer Freundin verabredet hatte. Aber sie ging davon aus, dass sich ggf. auch einmal beides kombinieren lassen würde.

Als aber um kurz vor 18.00 Uhr das Telefon klingelte und ihr von einem aufmerksamen Spaziergänger ein Notfall gemeldet wurde, änderte dies alle Pläne die Vera hatte. Der Melder hatte auf einem Feld einen kleinen Fuchs, der wohl vollständig von Schlamm bedeckt war, entdeckt. Der Fuchs würde wohl bellen und nicht damit aufhören.

Sofort schossen Vera tausend Gedanken durch den Kopf. Was war nun zu tun? Soll sie hinfahren und ihn sichern? Oder sollte man besser noch abwarten ob die Fuchs-Mama wieder kommt?

Aber warum saß das Fuchskind tagsüber alleine mitten auf einem Feldweg und nicht mit seinen Geschwistern in einem Versteck? Was war passiert, dass der kleine Fuchs von Schlamm bedeckt war? Ist die Fuchsmutter überfahren worden und kann sich nicht mehr kümmern?

Vera beriet sich kurz mit Caro, unserem 2. Vorstand und sie entschieden, den Rat einer erfahrenen Tierheim-Mitarbeiterin einzuholen. Nach diesem Telefonat war klar, Vera fährt sofort an die Fundstelle und schaut sich die Situation vor Ort an. Ihre Verabredung sagte sie nun ab, sie ahnte schon, der Einsatz wird sie einige Stunden beschäftigen.

Als Vera nach ca. 15 Minuten Fahrt auf dem Feldweg an kam, konnte sie bereits aus einiger Entfernung sehen, dass Fußgänger aufgeregt auf das Feld schauten. Dort müsse es also sein. Und so war es. Als Vera aus dem Auto stieg, hörte sie bereits ein klägliches Gebelle. Und beim Anblick des winzigen Fuchsbabys fragte sie sich, woher er die Kraft hatte, so ausdauernd um Hilfe zu rufen.

Einen Meter entfernt befand sich ein Wasserrohr, das ebenfalls von Dreck und getrocknetem Schlamm bedeckt war. Vera leuchtete ins Rohr um zu sehen, ob dies evtl. der Fuchsbau ist und noch weitere Fuchsbabys darin sind. Leider erkannte sie nichts und es war zudem relativ uneinsichtig.

Den kleinen Fuchs, der offensichtlich schon den ganzen Tag an dieser Stelle in der Sonne saß - der Schlamm auf seinem Fell war bereits komplett getrocknet und ausgehärtet - dort sitzen zu lassen, war somit keine Option. Wieder fragte Vera sich, warum hatte die Mutter ihr Junges nicht gehört und abgeholt?
Sie rief also nochmal im Tierheim an und schilderte die Situation. Gemeinsam wurde entschieden, dass Vera das Baby sichern und zu ihnen bringen solle. Das tat sie umgehend und setzte das Füchslein in die kleinste Box, die sie dabei hatte. Erst am Tag davor hatte eine Taube diese Box fast ausgefüllt - so klein war also das Fuchsjunge.

Zügig fuhr Vera ins Tierheim, damit das kleine Kerlchen schnell versorgt werden würde. Sie vermutete, dass er dringend Wasser und Nahrung benötigte.

Als Vera im Tierheim eintraf, wurde sie bereits erwartet und sie konnte das ca 5 Monate junge Fuchskind übergeben. Der Kleine bekam sofort etwas zu trinken und zu essen und wurde mit einer Kuscheldecke auf einer Wärmematte platziert. Nun fühlte er sich sichtlich wohl und kam zur Ruhe.
Dieser Einsatz war somit abgeschlossen.

Es war ein besonderer Einsatz für Vera. Bisher hatte sie Füchse nur über Landstraßen laufen sehen, für die sie dann natürlich immer auf die Bremse trat. Aber ein Fuchsbabys in den Händen zu halten, das erlebt man - zum Glück - nicht allzuoft! Und auch diesem Kleinen hätte Vera es gerne erspart und lieber im Bau bei seiner Mama gesehen.

Alles Gute kleiner 🦊, wenn du alt genug bist, darfst du wieder in die Freiheit!

An diesem Abend haben Teammitglied Franziska und Vera dann noch an der Fundstelle eine Wildtierkamera angebracht, um zu überprüfen, ob es ggf. weitere Welpen gibt, die Hilfe benötigen oder eventuell sogar die Mutter zu sehen ist.
Als Franziska am folgenden Morgen die Aufnahmen sichtete, war klar, es gab zwei weitere Fuchsjunge - aber auch eine Mutter, die dort am frühen Morgen erschien. Die Geschwister benötigten somit keine Hilfe und wir waren alle beruhigt, dass es der restlichen Fuchsfamilie gut ging.




Ostermontag, 10.04.2023
Nr. 307/2023

Am Oster-Montag saß unser 2. Vorstand Caro gerade beim Frühstück, als ihr Ortsbeauftragter vom THW anrief. Das THW war mit dem Boot auf dem Neckar unterwegs. Sie wurden von Spaziergängern auf einen Reiher aufmerksam gemacht, der offenbar verletzt war.

Sofort rief das THW bei Caro an - diese hat nämlich zu ihrem Ehrenamt bei uns Tier-Engeln noch ein Ehrenamt beim THW….
Caro gab am Telefon Tipps zur Sicherung des Vogels und ist direkt losgefahren. Vor Ort angekommen, hatten ihre THW-Kameraden am gegenüberliegenden Ufer festgemacht und an Land auf Caro gewartet. Als erstes band diese dem Reiher den Schnabel mit ein bisschen Mull zu - Reiher zielen nämlich direkt in die Augen und das ist sehr sehr gefährlich für die Retter…. Vorsichtig hat Caro dem verletzten Tier die Flügel angelegt und auch angebunden, da sie schon gesehen hatte, dass ein Schultergelenk dick und ein Knochen aus dem Flügel stand. Ihr war fast klar, was dies bedeutete…. Nach Rücksprache mit dem Tierheim fuhr sie direkt in die Tierklinik, wo der Reiher sanft über die Regenbogenbrücke geschickt wurde….

Guten Flug da oben…. danke an das THW Bissingen für die Bergung!




Ostersonntag, 09.04.2023
Nr. 306/2023

Am Ostersonntag gegen 21.30h kam der 7. Einsatz des Tages über das Notfall-Telefon.

Debbi betreute dieses und hatte eine Melderin am Apparat, die einen Jungvogel beim Gassigehen mit ihrem Hund auf dem Boden entdeckt hatte in Ensingen. Es waren weder Bäume noch Elterntiere in Sicht. Sie vereinbarte mit Debbi, nach Hause zu laufen, einen Karton zu holen und das Vogelbaby zu sichern und zu wärmen.

Nach der Sicherung gab sie Bescheid, dass sie nun mit ihrem Hund weiter Gassigehen würde, aber in 1h wieder zuhause sei. Das Vogelbaby sei im Karton und mit Wärme versorgt. Teammitglied Franziska schloß sich mit Debbi kurz und fuhr später zur Melderin, um das Amselbaby zu übernehmen.
Nach Rücksprache mit dem Tierheim Ludwigsburg und weil es auch schon sehr spät war, behielt Franziska das kleine Baby über Nacht bei sich. Das Kleine war recht munter und agil und fühlte sich im neuen „Nestchen“ mit der kuschligen Wärmflasche auch offensichtlich wohl.

Franziska schaut in der Nacht fürsorglich zweimal nach der Temperatur und wurde jedes Mal mit weit aufgesperrten Schnabel empfangen. Das kleine Amselbaby hatte offensichtlich großen Hunger.

Als Franziska es dann am Ostermontag recht für im Tierheim abgab, verschlang der Zwerg auch gleich das gereichte Futter, wie uns später berichtet wurde….. Da es bereits das zweite Amselküken war, welches ins Tierheim kam, sind die beiden nun als Artgenossen vereint - eine kleine tröstliche Situation, wenn sie schon nicht bei ihren Eltern aufwachsen können….

Wir können es nicht oft genug sagen: wieder einmal DANKE an das Tierheim Ludwigsburg, welches für uns immer und jederzeit als kompetenter Ansprechpartner zur Seite steht! Tierschutz funktioniert am besten gemeinsam!




Ostersonntag, 09.04.2023
Nr. 305/2023

Am Ostersonntag-Abend gegen 19.30 Uhr wurde uns auf dem Notfalltelefon vom Polizeirevier Ditzingen am Ortseingang Gerlingen (an der ehemaligen Tankstelle) eine verunfallte schwarz-weiße Katze gemeldet.

Teammitglied Dagmar D. aus Friolzheim betreute zu diesem Zeitpunkt das Notfall-Handy. Um den Einsatz zügig zu fahren, bat sie Teamkollegin Debbi das Telefon für eine Stunde zu übernehmen und machte sich auf den Weg zum Fundort. Vor Ort angekommen nahm sie Chiplesegerät und ein Handtuch mit.

Der neue Fellnasen-Engel, ein Katzenmädchen mit blauen Augen, einer weißen Hinterpfote und einem schwarzen Söckchen an einer anderen Pfote, hatte leider einen Unfall erlitten und diesen nicht überlebt. Doch zum Glück hatte der Unfallverursacher sich bei der Polizei gemeldet und die arme Maus nicht einfach liegen lassen. Hierfür danken wir dem Fahrer - nicht selten fahren die Verursacher weiter und kümmern sich nicht…..

Obwohl das Katzenmädchen nicht mehr lebte, behandelte Dagmar es behutsam… Die kleine Seele war noch nicht lange von dieser Welt gegangen….. Es fiel Dagmar, selber Katzenbesitzerin, nicht leicht…. Sie schaute, ob ein Tattoo vorhanden war, was leider nicht der Fall war. Nun war nur noch die Chance, daß das hübsche Katzenmädchen gechipt war. Doch leider blieb auch der erhoffte Piepton des Lesegerätes aus.😢 Vorsichtig wurde nun das Fellnäschen in ein mitgebrachtes Handtuch gewickelt und bekam von Dagmar den Namen „Luna“🖤🌈😢 Wenn das hübsche Katzenmädchen vielleicht schon kein Zuhause hatte, sollte sie wenigstens einen Namen haben.

Teammitglied Nela erstellte in den Social-Media-Kanälen eine Fundmeldung, doch es hat sich bis heute kein Besitzer gemeldet….

Gute Reise ins 🌈Land hübsche „Luna“ - Du wirst mit den anderen Fellnasen, die bei uns sind und kein Zuhause hatten, würdevoll auf deine letzte Reise geschickt….
Danke nochmals an das Polizeirevier Ditzingen für die Zusammenarbeit.




Ostersonntag, 09.04.2023
Nr. 304/2023

Als am Ostersonntag gegen 16.00 Uhr im Notfall-Chat die Meldung über eine flugunfähige Taube in Winnenden einging, genoss Teammitglied Vera gerade den Feiertag und die Sonnenstrahlen auf ihrer Terrasse.

Da kein Teammitglied  aus der Nähe verfügbar war und seit dem Meldungseingang bereits einige Zeit vergangen war, entschied sich Vera, die in Marbach wohnt, den Einsatz zu übernehmen. Um den Weg nicht umsonst auf sich zu nehmen, kontaktierte sie aus dem Auto direkt die Melderin, die ihr nochmals bestätigte, dass ihre Kinder die Taube gesichert hätten und sie auf dem Marktplatz auf Vera warten würden.

Als sie nach ca. 20 Minuten ankam, erwartete sie bereits eine nette Familie. Eines der Kinder winkte Vera sofort zu, als diese mit der Transportbox auf das Kind zulief. Als Vera näher kam, sah sie, wie zwei weitere Kinder mit einem Karton auf einer Bank saßen und die Eltern standen davor. Ganz vorsichtig zeigte eines der Kinder auf den Karton und die Taube, die darin saß. Damit es die Taube weich und warm habe, hatte ein Kind sogar seinen Pulli unter das Täubchen gelegt. Vera und auch wir finden: großartig gehandelt! Auf diese Idee kommen oftmals nichtmal Erwachsene.

Bei einem kurzen Check erkannte Vera direkt, dass das rechte Auge verletzt ist und auch  blutete. Das andere Auge war verschlossen. Zügig setzte sie die Taube in ein Handtuch-Nestchen in ihre Transportbox um.

Beim Verabschieden war es Vera wichtig, die Kinder ausdrücklich zu loben und zu ermuntern, auch in Zukunft kranken oder verletzten Tieren zu helfen. Man sah den Kindern an, dass sie in diesem Moment sehr stolz auf sich waren. Zurecht - es gibt noch immer Zuviel Menschen, die bei einer Taube wegsehen….

Auch bei den Eltern bedankte sich Vera und dann fuhr sie zügig ins Tierheim nach Ludwigsburg, damit die Taube schnell versorgt werden konnte. Im Tierheim wurde Vera direkt in Empfang genommen und sie konnte den gefiederten Patienten übergeben. Gute Besserung 🕊️!




Ostersamstag, 08.04.2023
Nr. 297/2023

Teammitglied und 2. Vorstand unseres Tierschutzvereins Caro hatte soeben eine verletzte Eule im Tierheim in Ludwigsburg abgegeben (siehe Bericht hier untendrunter ) und war auf dem Heimweg nach Bissingen, als im Notfallchat die Meldung von einem flugunfähigen Storch auf einem Sportplatz in Vaihingen-Riet einging.

Da unsere 2 Teammitglieder vor Ort beide arbeiteten, fuhr Caro kurzerhand am Zuhause „vorbei“ und weiter zum Fundort. Dort konnte sie jedoch keinen Storch finden.

Teammitglied Debbi, die das Notfalltelefon betreute und den Anruf entgegengenommen hatte, kontaktierte nochmal die Melderin. Diese erklärte sich bereit, zu Caro zu fahren. Und erfuhr dann von der Melderin, dass der Storch nicht gelegen sei, aber wohl nach ihren Beobachtungen nicht hätte starten können….

An dem Tag herrschte Tiefdruck, also keine Thermik. Caro vermutete, dass der Storch einfach Schwierigkeiten hatte, zu starten. Die beiden Frauen sind ungefähr 1 Kilometer die Wiese entlanggelaufen, konnten den Storch jedoch nicht mehr finden.
Gehen wir vom Positiven aus, dass es dem Tier - zwischen Meldung und Eintreffen von Caro vor Ort - gelang, sich doch in die Lüfte zu erheben…




Ostersamstag, 08.04.2023
Nr. 295/2023

Unser 2. Vorstand Caro war am Ostersamstag doppelt ehrenamtlich tätig. Sie befand sich gerade beim THW (Technisches Hilfswerk), als Jutta Seidel, eine mit uns eng zusammenarbeitende Wildtierpäpplerin anrief.

Sie wollte ursprünglich die Notfallnummer des Tierheims - es ging um eine Eule. Jutta Seidel berichtete, dass der ursprüngliche Melder immer bei einem Spezialisten im Norden rauskam und am Anfang stand auch Esslingen als Fundort im Raum - warum auch immer wusste niemand, denn die Eule saß in Ludwigsburg. Es war alles etwas Verworren…

Caro sagte umgehend zu, das Tier zu holen, denn ganz bestimmt hätte das Tierheim sich diesbezüglich sowieso an uns gewendet - insofern nahm Caro die „Abkürzung“ und erledigte den tierischen Notfall selber. Vom THW in Bissingen ging es dann nach Ludwigsburg. Die Eule war in einem Karton auf feuchten Handtüchern im Keller... Der Melder hatte sie Tags zuvor bei der Berufsschule gefunden und erstmal gesichert. Er hatte eine Tierärztin angerufen, die aber wohl nicht kommen wollte, weil sie Notdienst hätte, der Melder selbst nach eigenen Angaben nicht mobil sei. Er hatte der Eule Wasser geben sollen…

Als Caro ihn kontaktierte, hatte er am Morgen zwar jemand Eulen-Kompetenten gefunden- nur halt irgendwo im Norden… Caro ließ ihm unsere Vereinsvisitenkarte da und brachte das Tier unverzüglich ins Tierheim. Die Eule kann aktuell noch nicht richtig stehen. Was würde Caro dafür geben, dass der Melder sofort jemand Kompetenten am Ohr gehabt hätte und nicht eine Tierärztin, die Notdienst hatte aber für eine Eule offenbar nicht….. dann wäre das Tier nicht nahezu 24 Stunden unversorgt in einem Karton im Keller gesessen…

Wie überall: Es gibt solche und solche……




Kar-Freitag, 07.04.2023
Nr. 287/2023

Am Freitag Abend gegen 17.30h wurde uns ein Babyeichhörnchen auf einem Spielplatz in Pattonville gemeldet. Die Melder wollten das Tier selber sichern und dann in einem Fahradanhänger setzen, bis jemand von uns kam.

Leider gelang die Sicherung nicht, denn die dortigen Kinder, die helfen wollten, waren nicht wirklich hilfreich… Unsere Teammitglieder Franziska und Petra schlossen sich kurz und machten sich so schnell es ging auf den Weg, damit das Tier nicht noch länger dem Stress ausgesetzt war. Franziska hatte ihren Kescher dabei, doch ehe sie noch vor Petra vor Ort war, ist das Eichhörnchen laut den Meldern sogar hilfesuchend an einem dort Anwesenden hochgesprungen.

Franzi holte sich weitere Informationen ein und erfuhr, dass auch ein erwachsenes Eichhörnchen vor Ort sei - vermutlich das Muttertier - das war schon mal ein gutes Zeichen! Leider wurde es durch die Kinder vertrieben. Franziska bekam das kleine Hörnchen dann tatsächlich zu fassen - es wirkte unverletzt - und so setzte sie es auf einen Baum. Leider kletterte der Winzling da ganz rasch wieder runter statt weiter nach oben….

In dem Moment lief eine andere Familie vorbei, die offenbar mit sich so beschäftigt waren, dass sie gar nichts mitbekamen und der Papa fast noch das Hörnchen mit dem Fuss getroffen hätte…. Franzi bat die Familie freundlich, doch bitte vorsichtig weiterzulaufen und nicht stehenzubleiben.

Wenigstens wurde es nun etwas ruhiger auf dem Spielplatz…. auch Teammitglied Petra traf ein. Franzi und sie beobachteten das kleine Hörnchen und Petra telefonierte währenddessen mit Melly von der Eichhörnchenhilfe Stuttgart. Diese riet unseren Teammitgliedern, das Hörnchen vor Ort zu belassen, zumal offenbar das Muttertier auch anwesend war und das Kleine unverletzt schien.

Franzi hatte das Kleine auch nur sehr kurz zum „auf den Baum setzen" auf der Hand, so dass es wahrscheinlich war, dass die Mama das Kleine weiter versorgen würde..… Es war nicht mager, hatte keine offensichtlichen Verletzung und ist ordentlich rumgesprungen. Logischerweise war es ziemlich müde von dem ganzen Trubel und so beließ man es vor Ort.

Die Melder waren wirklich sehr nett und haben die ganze Zeit gewartet. Mit ihnen wurde ausgemacht, dass sie am nächsten Tag noch mal hingehen und schauen und wenn das Eichhörnchen immer noch alleine da ist, dann nimmt man es mit. Die Melder wohnten nicht weit und sagten zu, sich zu melden, sollte das Kleine noch da sein.

Es kam am nächsten Tag kein Anruf mehr und so gehen wir davon aus, dass alles ein Happy End genommen hat!
Ganz lieben Dank an Melly von der Eichhörnchenhilfe Stuttgart e.V. für die kompetente Unterstützung.💛

 




Montag, 03.04.2023
Nr. 267/2023

Gleich morgens 7.50h nahm Teammitglied Debbi am Notfalltelefon den Anruf der Polizei Bietigheim entgegen: eine tote Katze in Tamm am Friedhof wurde gemeldet, sie liege im Grünstreifen….

Tier-Engel und 2. Vorstand Caro war keine zehn Minuten später unterwegs. Die wunderschöne Fellnase war gechippt, registriert und so konnten die Halter benachrichtigt werden…. Diese waren geschockt - ihre kleine Mütza leblos nach Hause zu holen, war einerseits schrecklich, doch auch waren sie dankbar, dass sie Abschied nehmen können und nicht wie viele andere Katzenbesitzer in Ungewissheit über den Verbleib ihrer Samtpfote leben zu müssen…. Als sie Mütza abholten, war das Tragische, dass die Familie bereits im Dezember eine Samtpfote bei uns für die letzte Reise abgeholt hatten…. auch verunfallt….

Gute Reise kleine Mütza 🐾🌈🖤 Deinen Besitzern sprechen wir an dieser Stelle nochmals unser herzliches Beileid aus….




Montag, 03.04.2023
Nr. 267/2023

Der dritte Einsatz am Montag kam gegen 14.30h. Teammitglied Franziska betreute zu diesem Zeitpunkt das Notfalltelefon und nahm eine Meldung einer zugelaufenen Katze in Tamm entgegen.

Teammitglied und unser 2. Vorstand Caro übernahm gegen 16h nach ihrem Feierabend den Einsatz. Sie erfuhr, dass sich der Kater bereits seit Freitag Abend bei den Meldern aufhielt - und nicht mehr gehen wollte. Er legte sich sogar mit der hauseigenen Katze an - denn am Samstag spazierte Chilly dann über die offene Terrassentür in die Wohnung…. Gleich am Montag riefen die Melder dann im Tierheim Ludwigsburg an und das Tierheim verwies an uns als Kooperationspartner…

Der wunderschöne rote Kater war zum Glück gechippt und registriert. Als Caro dann von TASSO erfuhr, dass Chilly - so hieß der Prachtkerl, seit dem 13.03. in Vaihingen vermisst wurde, war die Überraschung riesig… Die Halter holten ihn überglücklich innerhalb kürzester Zeit von den Findern ab und waren allen Beteiligten unsagbar dankbar! Chilly hatte beim Auffinden viele Zecken, die die Finder bereits entfernt hatten und auch noch ein Halsband mit Glöckchen um, welches jedoch schon arg mitgenommen war - Caro beriet die Halter und riet von einem neuen Halsband ab. Außerdem war Chilly sehr schlank - da er einige Zeit auf sich allein gestellt war, empfahl Caro, mit ihm zum Durchchecken zum Tierarzt zu gehen….

Es wird vermutet, dass Chilly in Vaihingen am Verlusttag in ein DPD-Auto bei der Paket-Anlieferung an die Familie eingestiegen ist. Denn nach dem Paketerhalt war Chilly in Vaihingen verschwunden…. Das Haupt-DPD-Depot befindet sich in Tamm - nur 50m Luftlinie von den Findern entfernt….

Chilly und seiner Familie wünschen wir noch viele glückliche gemeinsame Tage ohne neue Unterbrechungen!




Montag, 03.04.2023
Nr. 266/2023

Montag Mittag, über den Facebook-Messenger kam die Meldung über ein totes Tier von Neckarweihingen kommend Richtung Remseck. Einen genauen Standort gab es nicht-das Tier liege am Fahrbahnrand und der Schwanz auf der Strasse - ein Anhalten war dem Melder nicht möglich…. und auch die Tierart konnte uns nicht mitgeteilt werden….

Teammitglied Debbi übernahm kurze Zeit später den Einsatz. Wenn es eine Katze war, sollte zwecks Identifizierung rasch gehandelt werden, ehe u.U. das Tier von der Stadt geholt oder gar von anderen Autos überfahren werden würde….. Nach kurzem Verwirren hinsichtlich des Fundortes gab Debbi nur 30 Minuten später im Notfallchat das Einsatzende bekannt. Es war ein Marder, Debbi hatte ihn zur Seite gelegt und abgedeckt. Er würde in den Kreislauf der Natur zurückkehren….
Gute Reise…..🖤🌈🖤

🆘🆘🆘 Für einen Notfall gibt es unser NOTFALL-Handy - ehrenamtlich betreut 24/7!!! 🆘🆘🆘
BITTE RUFT UNS AN oder sendet eine Whats App, sonst kommen wir evtl. zu spät um zu helfen….
Täglich erreichen uns viele Nachrichten über Facebook,  Instagram und Email. Darunter auch immer wieder Notfälle. Aus uns nicht nachvollziehbaren Gründen werden uns diese Nachrichten - besonders bei Instagram - oft erst verspätet oder manchmal auch gar nicht angezeigt. Wir möchten aber jedem gerne helfen und zwar zeitnah!

🛑Daher die dringende Bitte:🛑
Habt Ihr einen tierischen Notfall meldet euch bitte über unsere Notfallnummer📱 0️⃣1️⃣7️⃣8️⃣ 〰️9️⃣3️⃣1️⃣3️⃣4️⃣6️⃣5️⃣
Diese Nummer ist 24/7 erreichbar und ihr erhaltet schnellstmöglich Hilfe.

Habt ihr Fragen, Hinweise oder ähnliches über Instagram oder Facebook an uns gesendet und wir reagieren nicht innerhalb 24 Stunden, macht bitte noch einmal auf euch aufmerksam. Während das Notfallhandy 24/7 besetzt ist, gelingt uns dies über die Messenger-Funktion in Facebook und Instagram nicht immer und es kann ein paar Stunden dauern mit der Antwort. Unter Umständen haben wir aber eure Nachricht (noch) gar nicht bekommen. Deshalb meldet euch bitte nochmals mit eurem Anliegen!

Vielen Dank für euer Verständnis! ✅




Mittwoch, 29.03.2023
Nr. 249/2023

Am Mittwoch Abend gegen 18.30 Uhr wurde uns über die ILS (Integrierte Leitstelle) auf unserem Notfall-Telefon ein Greifvogel gemeldet, welcher in Möglingen auf einem Privat-Spielplatz gefunden wurde. Der Vogel sei vermutlich stark verletzt und gebe kaum Lebenszeichen von sich, so der Melder.

Teammitglied Vivi übernahm den Einsatz, schloss sich telefonisch mit dem Melder kurz und wurde an der Wohnanlage von diesem erwartet. Der Greifvogel lag neben einem Sandkasten und war zunächst bewegungslos. Als Vivi dann aber auf ihn zugegangen ist, hat er deutliche Anzeichen gemacht, weg zufliegen.

Mit Hilfe eines Handtuchs bekam Vivi das Tier jedoch rasch gesichert. Sie passte selbstverständlich dabei auf, denn Schnabel und Krallen der Vögel können gefährlich für den Helfer werden, wenn man nicht vorsichtig ist…. Vivi bemerkte, dass das Tier trotz seines Zustandes sehr kräftig war - insofern vermutete sie bereits, dass es sich bei der Verletzung um ein Anflugtrauma handeln könnte….

Sie setzte das wunderschöne Tier in die mitgebrachte große Box und fuhr ins Tierheim. Ursel Gericke nahm den Mäusebussard persönlich in Empfang. Schon am nächsten Tag hatte sich das Tier erholt und überraschenderweise im Tierheim ein Ei gelegt - es war also eine Bussarddame…..

Diese sollte so schnell wie möglich wieder entlassen werden - u.U. gab es irgendwo ein Nest und dorthin sollte das nun wieder erholte und flugfähige Tier unverzüglich zurück. Teammitglied Vera machte drei Stunden eher Feierabend und fuhr rasch zum Tierheim, nahm von Tierheimleiterin Ursel Gericke die Greifvogel-Dame in Empfang. Teammitglied Debbi war zufällig auch dort… und dann ist sie mitgefahren, um die Freilassung zu filmen….

Debbi und Vera konnten dann auch beobachten, wie die Bussard-Dame nach ca. 5 Minuten ihren Partner gefunden hat ♥️ Das war ein richtig emotionaler Moment ♥️ für die beiden Frauen ❣️

Alles Gute und stets freien Flug!




Montag, 27.03.2023
Nr. 232/2023

Der Montag begann für Teammitglied Estelle mit der Betreuung unseres Notfalltelefones - bereits um 10 Uhr ging der erste Notruf ein. Eine humpelnde wilde Katze, welche auf einem privaten Reiterhof in Malmsheim versorgt werden würde, liege seit heute aber nur in ihrem Körbchen und eines der Vorderbeine kann sie nicht mehr benutzen. Leider ließ sich der scheue Kater nicht sichern und Hilfe werde benötigt.

Teammitglied Dagmar D. sagte den Einsatz zu und fuhr zum Reiterhof. Im Gepäck eine große Box, ein großes Handtuch und natürlich auch das Chiplesegerät. Vor Ort angekommen, stellte sie sich vor und sofort ging es dann zum Patienten, der in seinem Katzenkörbchen lag. Man sah dem hübschen stattlichen Kater an, daß es ihm gar nicht gut ging. In der Zwischenzeit hatte Dagmar dann auch alle Infos von Tanja zum Patienten.

„Kater“, so war sein Name, lebt seit mehreren Jahren auf dem Hof, ist kastriert und wird dort regelmäßig gefüttert. Seit ca. 5 Jahren auch von Tanja. „Kater“ ließ sich aber leider nur beim Füttern anfassen, würde allerdings die Kuscheleinheiten genießen. Mehr jedoch nicht.

Also war der Plan, Futter anzubieten und mit einem schnellen Griff „Kater“ zu sichern, damit er zum Tierarzt gebracht werden konnte. Gesagt.. getan und es funktionierte auf Anhieb! Mit einem beherzten Griff konnte Tanja den Hübschen sichern und von Dagmar in die bereitgehaltene Box gesetzt werden. Riesen Erleichterung bei beiden Frauen!

Tanja übernahm den Weg zum Tierarzt gerne, denn sie machte sich schon große Sorgen. Dagmar verabschiedete sich und bat später um ein Update. Tanja meldete sich nach kurzer Zeit mit einem nicht sehr schönen aber trotzdem erfreulichen Update:
Es wurde ein Röntgenbild gemacht. „Kater“ hatte mehrere Katzenbisse am Vorderbein, die bereits sehr entzündet waren. Es hatte sich leider auch bereits Eiter darin gebildet. Dieser wurde so gut es ging ausmassiert und „Kater“ bekam ein Langzeit-Antibiotika.

Zu Katzenbissen sollte man wissen, daß diese weder bei Mensch noch Tier auf die leichte Schulter genommen werden dürfen. Es bildet sich sehr schnell eine Infektion, die unverzüglich behandelt und mit Antibiotika versorgt werden muss.
Zum Glück 🍀hatte „Kater“ keine weiteren Verletzungen. Die weitere Patientenpflege

sowie die Kosten wird von Tanja und ihren Stallkolleginnen übernommen 😍🥰 Vielen Dank an Tanja und ihre Kolleginnen fürs Kümmern und Helfen 🥰 Danke auch an den behandelnden Tierarzt.

„Kater“ wünschen wir gute Besserung ❤️‍🩹 und ein glückliches, langes Leben bei so lieben und fürsorglichen Menschen






Sonntag, 26.03.2023
Nr. 227/2023

Es war Samstag Nachmittag gegen 16.45 Uhr und Teammitglied Kate mit ihrer Fellnase Matty auf dem Hundeplatz. Da erschien in unserem Tier-Engel-Notfallchat die Meldung, dass zwei Eichhörnchen-Babys auf einem Gehweg liegen, sie seien bei dem Wind wohl aus dem Kobel gefallen.
Kate überlegte nicht lange und gab sofort Bescheid, dass sie den Einsatz übernehme. Sie wusste, dass es für die Babys immens wichtig war, schnellstmöglich versorgt zu werden und unbedingt Wärme zu bekommen! Von unterwegs rief Kate umgehend Melly von der Eichhörnchenhilfe Stuttgart an und holte sich weitere Tipps ein.

Melly bat Kate, gleich Bilder zu senden, um einzuschätzen, wie alt, in welchem Zustand, haben die Babys die Augen offen/zu, haben sie Fell oder sind noch nackig…. Bei Eichhörnchen kommt es auf soviel Dinge an und unerfahrene Menschen können leider bei der ersten Hilfe viel verkehrt machen…. Dies wollte Kate keinesfalls.

Während Kate noch auf Anfahrt war, telefonierte Melly bereits in ihren Kanälen. Kate kam von der anderen Seite und sah auf dem Gehweg schon die beiden hilflosen Winzlinge aus dem Auto, bei der nächsten Gelegenheit wendete sie und sah beim Halten an der roten Ampel, wie 2 Menschen bei den Hörnchenbabys stehenblieben, schauten und dann weiterliefen!!!!!

Endlich hatte Kate grün und hielt direkt bei den Hörnchenbabys. Diese sassen auf einem Handschuh - die Melder hatten die Kleinen darauf gesetzt und mussten danach leider schon weiter. Kate machte sofort ein Bild, sandte dies weiter und hat beide Babys umgehend in einen Wollschal umgesetzt, lief zum Auto und hat die Autoheizung auf volle Temperatur hochgedreht.

Von Melly erhielt sie dann die Information, die Babys direkt zu einem Mitglied der Eichhörnchenhilfe zu fahren. Unverzüglich startete Kate und gab die beiden dann in die Obhut der erfahrenen Gaby. Am Abend erfuhren wir, dass eines der beiden Hörnchen durch den Sturz schwer verletzt und vermutlich gelähmt war-es konnte die Hinterbeinchen nicht bewegen…. Es sah nicht gut aus….

Am Sonntag vormittag dann erreichte uns über die Eichhörnchenhilfe die Meldung, dass am Abend in der Nähe noch ein Hörnchen in einem Garten gefunden wurde-es wurde über Nacht bei den Eltern gelassen, doch leider von diesen nicht fachmännisch versorgt. Die Melder brachten es am nächsten Morgen direkt zu Gaby.

Und eine freudige Nachricht: Das vermutlich gelähmte Hörnchen würde nun doch leichte Reflexe in den Beinchen zeigen und eine hörnchenerfahrene Tierärztin würde alles daran setzen, das Kleine nach gründlicher Untersuchung gesund zupflegen….

Ganz lieben Dank an Melly von der Eichhörnchenhilfe Stuttgart e.V. für die kompetente Unterstützung.💛 Für den kleinen Puschel sind alle Daumen gedrückt 🥰




Samstag, 25.03.2023
Nr. 225/2023

Am Samstag gegen 13.30 Uhr betreute Teammitglied Andrea T. unser Notfalltelefon. Eine aufgeregte Stimme hat bei der ILS (Integrierte Leitstelle für Notrufe LB) angerufen und einen verletzten Greifvogel in Tamm am Edeka gemeldet. Dem Vogel würde es gar nicht gut gehen…. Die ILS gab diesen Notruf direkt an uns weiter - nicht zum ersten Mal werden wir diesbezüglich um Unterstützung gebeten.

Teammitglied und 2. Vorstand Caro hatte für den Samstag-Nachmittag 2 Termine in Kirchheim ausgemacht. Einmal um eine trächtige Katze zu sichern und zum zweiten wollte sie sich nochmal mit dem Frauchen von Kater Milo treffen, der seit 4 Wochen ausgerissen war, um mal zu schauen, wo Milos Frauchen die Fallen gestellt hatte. Beide Einsätze haben wir hier bereits schon veröffentlicht (Nr. 220 + 222).

Sie war grade von ihrem anderen Ehrenamt beim THW zuhause angekommen, als der Notfall mit dem Greif in Tamm kam. Ein kurzer Blick auf die Uhr: „Das schaff ich vor Kirchheim noch.“ und sofort fuhr Caro los. An der letzten Ampel dann sind ihr auf dem Gehweg 2 Leute in Warnwesten aufgefallen. Der eine war ein Sicherheitsbeamte, der vor einer Frau stand, diese sah Caro nur von hinten- und an ihrer Seite auf Hüfthöhe Federn...das war Caros „Stichwort“…

Sie hupte kurz, um auf sich aufmerksam zu machen. Der Mann hatte direkt verstanden und Caro signalisierte ihm aus dem Auto, dass sie um die Ecke fährt, sobald die Ampel grün wird. Gesagt getan. Auto geparkt, raus, Softbox aus dem Kofferraum geholt, dann waren der Mann und die Frau auch schon an Caros Auto. Die Frau hatte den Milan von der Strasse geholt, wo er wohl zum liegen gekommen ist, und sich widerstandslos sichern ließ. Der Mann kam zufällig vorbei und hatte sich zunächst an eine andere Tierrettung gewandt, doch diese sagten, sie kommen nicht nach Tamm denn sie seien nicht zuständig sondern die Feuerwehr… Daraufhin rief der Melder dann diese, landete in der ILS, die uns dann alarmiert hat.

Caro schaute zunächst, ob der Vogel überhaupt noch lebt- glücklicherweise erkannte sie Lebenszeichen….. Die Frau hatte das bildschöne Tier die ganze Zeit gehalten, er hat die Dame leider auch angespuckt, weswegen Caro sich ziemlich sicher war, dass er mit einem Auto kollidiert ist und ein Anflugtrauma hatte. Ganz behutsam nahm sie das benommene Tier der Frau ab und setzte ihn in die Box. So schnell es ging brachte Caro das Tier ins Tierheim nach Ludwigsburg. Um 14.15h gab sie im Notfallchat Bescheid, dass es sich um einen schwarzen Milan handele, der nun aufgrund des Anflugtraumas im Tierheim betreut wird.

Schon am Abend stand das prächtige Exemplar wieder sicher auf „ihren“ Füßen - denn es handelte sich um eine junge Milan-Dame und diese hat auch bereits wieder gut gefressen. Als uns dann am 28.03. die Bilder und Videos der Freilassung dieses stolzen Greifvogels erreichten, freuten wir uns alle unsagbar - Caro jedoch am meisten!

Ganz herzlichen Dank an alle, die durch ihren Einsatz an der „Rettungskette“ beteiligt waren:
Die Melder, die ILS, Caro und natürlich das Tierheim Ludwigsburg mit Greifvogelspezialistin und Leiterin Ursel Gericke! Tierschutz funktioniert am besten gemeinsam!




Freitag, 24.03.2023
Nr. 222/2023

Es war am Freitag gegen 18h, als Teammitglied Franzi auf dem Notfalltelefon die Meldung über eine trächtige, vermutlich wilde Katze in Kirchheim bekam. Die Melderin hatte das Tier bei sich im Flur gesichert und jemand von uns sollte vorbeischauen wegen einem Chip bzw. der Sicherung der Fellnase. 30 Minuten später rief die Melderin nochmals an - sie hat die Katze wieder rausgelassen - diese würde aber täglich zuverlässig zum Fressen kommen…

Teammitglied und 2. Vorstand Caro nahm Kontakt zu der Dame auf und vereinbarte für den Folgetag gegen 17h vor Ort vorbei-zukommen.

Am Samstag dann ergab es sich, dass Caro am Nachmittag in Kirchheim bei einem anderen Einsatz nach den dort platzierten Lebendfallen schaute (wir haben Euch im Bericht Nr. 220 hier gleich untendrunter vom entlaufenen Kater Milo und dessen erfolgreicher Sicherung berichtet):

Danach fuhr Caro ein paar Straßen weiter, wo seit ein paar Wochen eine vermutlich junge Katze zum futtern kam, die anfangs sehr schlank und nun zusehends runder wurde. Der Melderin hatten Caro und Tier-Engel-Kollegin Marion vor einiger Zeit ihre entlaufene Hauskatze leider tot heimgebracht…

Die Fellnase kam immer zuverlässig morgens gegen 5h und abends gegen 17.45 Uhr und wollte Futtter haben. Gestern gelang es der Melderin, die Katze schonmal in den Vorraum zu locken - dies war auch für heute der Plan. Caro war dementsprechend früher bei der Melderin eingetroffen und hat dort im Wohnzimmer gewartet. Während Caro wartete, hat sie die Coonies dort bewundert, wurde mit Kaffee und Wasser versorgt - herzlichen Dank hierfür nochmals an die freundliche Dame - und unterstützte telefonisch bei anderen Einsätzen.

Nach 1,5 Stunden war die Samtpfote dann endlich da und es gelang Caro wirklich, sie zu sichern. Leider war das Tier nicht gekennzeichnet und so fuhr Caro die zukünftige Katzenmama ins Tierheim nach Ludwigsburg. Dort kann die hübsche Kleine in Ruhe ihre Babys zur Welt bringen und alle werden dann zu gegebener Zeit in liebevolle Hände vermittelt.




Freitag, 24.03.2023
Nr. 220/2023

Am Freitag meldete sich auf unserem Notfalltelefon eine völlig verzweifelte Katzenbesitzerin. Ihr Kater Milo aus Kirchheim fehle seit ca. 4 Wochen, es gibt nun seit 3 Wochen Sichtungen im Industriegebiet - nur 5 Minuten von Milos zuhause entfernt. Sie hat ihn selbst dort auch erkannt, aber er kommt nicht. Sie brauche bitte dringend Hilfe beim Einfangen denn sie hat Sorge, dass er das Gebiet wieder verlässt und komplett verschwindet.…

Teammitglied Vera, die das Notfalltelefon betreute, schlug der Besitzerin vor, sich bei uns eine Lebendfalle auszuleihen. Teammitglied und 2. Vorstand Caro übernahm noch am gleichen Abend das Treffen an unserer Vereinszentrale in Bietigheim mit der Besitzerin zur Fallenübergabe und die Erklärung der Handhabung sowie Hinweise auf die rechtliche Situation vor Ort…. Die Fallen wurden noch am gleichen Abend von der Besitzerin im Industriegebiet Kirchheim aufgestellt, doch am Donnerstag Abend ließ sich Milo zwar blicken, jedoch nicht sichern….

Caro hatte Milos Besitzerin in Aussicht gestellt, am Samstag nochmals vorbeizusehen - Caro hatte einen anderen Einsatz in Kirchheim (dazu gibt es einen separaten Einsatzbericht) und wollte dies verbinden. Milos Besitzerin nahm es dankend an. Caro platzierte dann gemeinsam mit Milos Frauchen beide Fallen an eine bessere Stelle und sprach länger mit ihr, ehe sie sich verabschiedete, Glück zum Sichern wünschte und dann zum nächsten Einsatz fuhr.

Als dieser erledigt war und Caro gegen 19 Uhr gerade vom Tierheim wegfahren wollte, sah sie auf ihrem Handy ein Bild von Milo, wie er in der Falle saß!!!! Milos Besitzerin hatte dies sofort an Caro geschickt und wir feierten alle diesen tollen schnellen Erfolg mit! Milos Frauchen fuhr überglücklich mit Milo in der Falle nach Hause und sandte uns später noch ein längeres Video, wie Milo zuhause aus der Falle kam und dann ausgiebig mit ihr schmuste. Vor lauter Glück überschlug sich die Stimme und wir fühlten alle die unendliche Erleichterung von Milos Besitzerin, dass er wohlbehalten diesen langen Ausflug über-standen hatte!
Milo hatte während seines Ausfluges etwas abgenommen, war aber ansonsten in einem guten Zustand. Happy End auf ganzer Linie! Alles Gute für Dich und deine Familie kleiner Milo!




Donnerstag, 23.03.2023
Nr. 215/2023

Es war morgens 7.30h am Donnerstag, als unser 1. Vorstand Marion auf dem Weg von Bietigheim nach Freiberg war und am Ortsausgang eine tote Fellnase entdeckte… Sie war auf dem Weg zu einem Termin und dementsprechend in Zeitnot.

Es war ein Fellnasenjunge – ein wunderhübscher Siamkater mit einem Tattoo. Marion wickelte die leblose Samtpfote sorgfältig in ein Handtuch und darüber kam einen Kissenbezug. Hinter einem Stromkasten mit Laub deckt legte sie ihn ab und informierte auf direktem Wege unsere Caro – 2. Vorstand, damit diese alles weitere unternimmt. Caro hatte Spätschicht diese Woche und musste erst um 10 Uhr ihre Arbeit beginnen.

Direkt nach dem Aufwachen fuhr Caro los und fand den Kater auch gleich. Sie legte ihn erstmal ins Auto gelegt und hat das Tattoo nochmal geprüft. Der danach erfolgte Anruf bei TASSO ergab auch gleich einen Treffer. Die Samtpfote hieß Flocke – leider waren die Halter nicht erreichbar. Caro nahm Flocke deshalb mit zu sich nach Hause in der Hoffnung, die Besitzer würden sich zeitnah melden. Am späten Nachmittag dann kam die Nachricht, dass Flockes Besitzer ihn nach Hause holen möchten.

Als die Dame in Begleitung eines Jugendlichen dann bei Caro eintraf, erfuhr diese, dass Flocke nur 2,5 Jahre alt werden durfte und es eine der Katzen war, die zum Robinsonspielplatz gehörten. Gute Reise kleiner Flocke 🐾🌈🖤 Deinen Besitzern sprechen wir an dieser Stelle nochmals unser herzliches Beileid aus…




Montag, 20.03.2023
Nr. 206/2023


Ein Bericht von Nela Mauermann

Es war am Montag und meine Woche begann privat bereits mit Sorge…. Um 9:00 Uhr hatte ich einem Arzttermin mit meiner kleinen Fellnase Kola. Diese hatte am Wochenende am Katzengras genascht und seitdem Probleme mit der Atmung. Um Entzündungen im Nasen-Rachenbereich und im schlimmsten Falle Ersticken zu verhindern, musste ich mein kleines Baby bei der Tierärztin lassen. Unter Narkose wollte diese die Ursache heraus-finden….

Ich sollte gegen 13:00 Uhr anrufen, um das Ergebnis des Eingriffs zu erfahren - so fuhr ich wieder nach Hause - meine Gedanken nur bei meiner kleinen Kola und hoffend, dass alles gut ging. Ich setzte mich an den Rechner, um für unseren Verein neue Beiträge und Einsatzberichte für Social Media zu entwerfen . Ich war so vertieft in meiner Arbeit, dass ich nicht bemerkte, wie in unserem Notfallchat eine flugunfähige Türkentaube in einem Kindergarten in Bietigheim gemeldet wurde.

Teammitglied und 2. Vorstand Caro wusste, dass ich zu Hause bin und kontaktierte mich direkt. Der Einsatz kam mir sehr gelegen - für meine kleine Kola konnte ich momentan nichts tun, aber vielleicht konnte ich dem hilflosen Täubchen helfen???? Ich gab im Notfallchat um 11 Uhr Bescheid, den Einsatz zu übernehmen und machte mich auf dem Weg zum Kindergarten in Bissingen. Ich parkte und nahm Kescher, ein großes Handtuch, die Transport-Softbox und Handschuhe. Am Kindi klingelte ich - ich wurde bereits erwartet.

Eine Kindergärtnerin, welche uns schon in vergangenen Tierschutz-Fällen kontaktierte, führte mich durch den Kindergarten wieder nach draußen in den Spielbereich. Das Täubchen war nicht mehr an der Stelle, wo sie sie zuletzt gesehen hatte. Also suchten wir im Garten und fanden die Kleine dann völlig erschöpft auf der Erde. Ich kümmerte mich sofort um das Jungtier, nahm es behutsam in meine Hände auf und prüfte, ob ein Flügelchen oder anderes verletzt war. Ich konnte nichts feststellen. Behutsam setzte ich das Vogelbaby in den Sitzring, welchen ich bereits in der Softbox deponiert hatte. Die Kindergärtnerin zeigte mir, wo das Täubchen erstmals am Boden gesichtet wurde.

Auf die Frage, wo denn hier die Taubennester sind, zeigte mir die Kindergärtnerin hoch oben hinter Spikes gesichert die Nester. Es war völlig unmöglich, das Tier zurückzuführen. Die Elterntiere waren zwar in der Nähe, jedoch erfuhr ich, dass es freilaufende Katzen und im Nachbargrundstück auch Hunde gibt. Auf dem Boden konnte sie also nicht bleiben… Da die Kleine bereits circa 200 m im Kindergarten auf dem Boden gewandert war, sah ich hier Gefahr, dass das Täubchen durch den Zaun auf das Nachbargrundstück gelangen könnte und dann ein potentielles Katzen-Opfer wäre.

Nach Rücksprache mit unserem 1. Vorstand Marion, die sich zu dieser Zeit bereits im Tierheim befand, entschieden wir, dass Täubchen, welches überleben sollte, ins Tierheim zu bringen. Ich nahm die Softbox und lief Richtung Ausgang. Viele große Kinderaugen schauten mich an. Ich brachte es nicht über das Herz, sie wortlos einfach stehen zu lassen. Ich hielt bei ihnen und bedankte mich, dass sie so brav in der Entfernung gewartet hatten und dem Täubchen dadurch Aufregung erspart hatten. Die Zwerge wollten wissen, warum das Täubchen jetzt weg muss und dass die Eltern bestimmt traurig sind…. Ich erzählte ihnen, dass das Baby noch nicht fliegen kann und am Boden vermutlich nicht mehr lange leben würde und dass ich es jetzt in einen Taubenkindergarten bringe….

Dann legte ich meinen Zeigefinger auf meinen Mund. Die Kinder wurden ganz still und ich hob die Transportsoftbox auf Höhe der Kinderaugen. Sie schauten durch die Netz-Gitter der Softbox auf das Täubchen. Ich fand es sehr rührend, wie sie mir  - oder mehr dem Vogelbaby - hinterher winkten, als ich mich verabschiedete.…

Nachdem ich die Softbox im Auto gesichert hatte, fuhr ich unverzüglich ins Tierheim, wo bestätigt wurde, dass das Täubchen unverletzt war - lediglich flugunfähig aufgrund des noch nicht vollständig ausgebildeten Federkleides. Im Tierheim wird die Kleine nun groß gepäppelt und darf danach wieder in die Freiheit. Danke an die lieben Mitarbeiter des Kindis und des Tierheims - save life - ein großartiges Gefühl….




Sonntag, 19.03.2023
Nr. 205/2023

Während unser 2. Vorstand Caro noch auf einem Einsatz bei einer Wildgans in Pleidelsheim war (siehe Bericht 204/2023), kam bereits der nächste Notfall rein - eine verletzte Katze am Wunnenstein…
Caro zögerte nicht lange und fuhr von Pleidelsheim direkt zur Aussichtsgaststätte Wunnenstein, wo die Katze laut Melder in den Weinbergen lag. Vor Ort angekommen warteten 4 Erwachsene auf Caro, die sehr froh waren, dass sie endlich da war.

Die Melder erzählten, dass die Katze schon länger dort läge. Andere Leute hätten die Fellnase schon eine Stunde, bevor sie selber da entlang kamen, gesehen. Da es zwischenzeitlich mal geregnet hatte, hatte jemand ein Leintuch über die Fellnase gelegt. Caro hatte diesmal ihre Softbox am Start. Diese geht zum Glück oben auf.

In der Hoffnung dass das Katzenmädchen da drin nicht eskaliert, wollte Caro sie in die Box legen. Vorsichtig- wie immer mit Handschuhen ausgerüstet- lief Caro zur Fellnase. Einen Kescher hatte sie sicherheitshalber in Reichweite. Behutsam von hinten sich annähernd zog Caro das Leintuch etwas zurück - der Kescher war einsatzbereit - doch die Fellnase reagierte nicht. In Sekundenschnelle hatte Caro dann die Fellnase am Nacken gepackt - und plötzlich kam heftige Gegenwehr des völlig erschöpften Kätzchens….

Caro jedoch hatte sie fest im Griff, setzte sie in die Box und prüfte das Vorhandensein eines Mikrochips - leider ergebnislos…. Dafür sah sie Tattoo in den Ohren, diese waren jedoch sehr sehr schlecht lesbar….

Während Caro das Katzenmädchen hielt, bat sie einen der Melder, die Tattoo zu fotografieren, dann wurde die Kleine sanft in die Softbox gebettet, ins Auto in den Fußraum gestellt und die Heizung aufgedreht. Wiederum nach Rücksprache mit Tierheimleiterin Ursel Gericke fuhr Caro diese Katze direkt in die Tierklinik.

Dort verblieb das völlig dehydrierte Katzenmädchen, welches sich in einem wirklich desolaten Zustand befand. Niemand konnte sagen, wienlange sie schon am Wunnenstein lag und wie schwer ihre Organe in Mitleidenschaft gezogen waren…. Da sich auch niemand auf die in unseren Social Media-Kanälen erstellte Fundmeldung gemeldet hatte, vermuten wir, dass es eine wilde Streunerin war, die irgendwann gefangen und kastriert wurde und deshalb auch ein Tattoo hatte. Dieses war jedoch bei keinem Haustierregister verzeichnet…

Was genau dieKleine hatte, werden wir nie erfahren. Die Fellnase ist in der folgenden Nacht fast erstickt, aufgrund des sehr schlechten Zustandes und um ihr weitere Qualen zu ersparen, entschied man sich schweren Herzens, die Samtpfote sanft über die Regenbogenbrücke zu schicken…. Run free….




Sonntag, 19.03.2023
Nr. 204/2023

Sonntag Nachmittag - Teammitglied und 2. Vorstand Caro befand sich auf dem Nachhauseweg. Sie kam grad vom Mittagessen bei einer Freundin zurück und wollte zuhause mal wieder ihre eigenen Dinge erledigen, als in unserem Notfallchat die Meldung über eine verletzte Gans eingestellt wurde. Gemeldet wurde uns dies von der Polizei Marbach - die Gans habe vermutlich einen gebrochenen Flügel und halte sich in Pleidelsheim am Wassersportverein auf.

Caro war eh schon unterwegs und übernahm den Einsatz. Die Melder, welche zunächst die Polizei informierten und deren Kontaktdaten wir hatten, kamen mit hinzu.

Caro hatte allerdings schon vermutet, das es die gleiche Graugans war, bei der Teammitglied Franzi schon einmal war. Caro verschaffte sich vor Ort erstmal einen Überblick, der Vogel saß immer noch dort, wo die Melder ihn "verlassen" hatten, war alleinig „auf hab acht“-Position.

Als ob er es ahnte, dass es hier um ihn ging, stand der Vogel auf und ist rumgelaufen. Caro erkannte, dass das Tier beringt war. Sie rief Teammitglied Franzi an, die in der Nähe wohnte und bat diese um Unterstützung. Franzi kam auch umgehend mit noch zwei weiteren Leuten zur Verstärkung. Alle haben dann langsam versucht, den Vogel zu sichern.

Kein leichtes Unterfangen….Schlussendlich sind 6 Erwachsene, 2 davon mit Kescher, 1 mit einem großen Leintuch „bewaffnet“ dem Vogel gefolgt - doch dieser tauchte durch ein abgeschlossenes Gartentor durch. Das Tier war sehr fit & rannte ganz schön schnell und war dann kurz vor dem Wasser für die Helfer nicht mehr erreichbar.

Wir vermuten, das erwachsene Tier hat einen Kippflügel - damit kommt es ganz gut klar… nur Fliegen geht nicht….
Mehr Infos zum „Kippflügel“ findet Ihr hier:
https://www.schwaene.koeln/kippfluegel.html

Caro verabschiedete sich von allen, doch nicht um heimzufahren, sondern zum nächsten Einsatz, der reingekommen ist - eine verletzte Fellnase in den Weinbergen bei Wunnenstein…. Diesen Bericht lest Ihr obendrüber….




Freitag, 17.03.2023
Nr. 197/2023

Am Freitag gegen 12:20 Uhr ging auf unserem Notfalltelefon die Meldung von einer flugunfähigen jungen Taube in einem Kindergarten in Besigheim ein. Es seien keine Elterntiere in der Nähe.

Teammitglied Lisa sah die Nachricht erst etwas später, da sie bereits auf dem Sprung zur Arbeit war. Leider hatte niemand anderes vom Team die Möglichkeit, die Taube zu holen, also machte sich Lisa auf dem Weg nach Besigheim. Am Kindergarten angekommen, wurde sie von den Erzieherinnen zur Taube geführt. Sie hatten die Taube schon in einen Karton mit Luftlöchern gesetzt, damit das Tier zur Ruhe kommen konnte, denn im Kindi ging es turbulent zu!

Eine der Erzieherinnen erklärte Lisa kurz die Situation: die Taube sei wohl auf dem Hof gesessen. Die Kinder haben um sie herum gespielt und das Täubchen hat nicht einmal den Ansatz eines Fluchtversuchs gestartet…. Sie hat die Taube dann zur Seite gesetzt und auf Anraten von uns zunächst beobachtet. Doch leider waren keine Elterntiere zu sehen… Deshalb wurden wir noch einmal kontaktiert.

Lisa nahm die Taube vorsichtig aus dem Karton - das gefiel dem Tier gar nicht. Sie fing an zu flattern, konnte aber definitiv nicht fliegen. Lisa setzte sie in ihre Softbox, in der sie aus einem Handtuch bereits einen Sitzring vorbereitet hatte und machte sich mit dem Tier auf dem Weg zur Arbeit. Die Taube durfte mit zu Lisa ins Jugendhaus, wo sie arbeitete. Von dort würde sie abgeholt und ins Tierheim gefahren.

Vor Ort hatte Lisa leider nicht genug Zeit, sich das Tier ganz gründlich anzusehen, da sie es wirklich eilig hatte, auf Arbeit zu kommen. Sie sah sich das dann im Jugendhaus noch einmal genauer an. Dabei fiel ihr auf, dass die Schwanzfedern nicht richtig entwickelt waren. Lisa machte ein Foto von der Taube für unsere Team-Gruppe und erfuhr, dass es sich um eine Türkentaube handelte. In einem separaten abgedunkelten Raum durfte die Taube erst mal zur Ruhe kommen - nach einer gewissen Zeit bekam sie Wasser und etwas Vogelfutter angeboten. Nun hatte sie Zeit, sich auszuruhen.

Teammitglied Franziska holte die Taube später bei Lisa im Jugendhaus ab. Auf dem Weg zum Tierheim hielt sie Rücksprache mit Tierheimleiterin Ursel Gericke, da die Taube für ein Jungtier schon relativ groß war, aber für eine adulte Taube müsste sie fliegen…

Ursel Gericke hatte schon den Verdacht, dass es sich hier um eine Federwuchsstörung handeln könne und es war dann auch tatsächlich genau so. Die Schwanzfedern waren nicht richtig ausgebildet beziehungsweise nicht richtig entwickelt. Franziska erfuhr von Ursel Gericke, dass man erwachsene Tiere daran erkennt, dass sie schon einen schwarzen Ring um das Köpfchen haben. Die Taube wurde schätzungsweise relativ spät im Oktober/November geboren…. Es grenzt schon an ein kleines Wunder, wie das flugunfähige Täubchen bis jetzt überlebt hat…. Nun ist sie im Tierheim sicher und geschützt und wird dort bestens versorgt.




Donnerstag, 16.03.2023
Nr. 195+196/2023

Teammitglied Birgit war am Donnerstag im Doppeleinsatz für zwei gefiederte Notfälle

Birgit hatte am Donnerstag einen freien Tag, als morgens gegen 9 Uhr innerhalb von zehn Minuten gleich zwei Notfallmeldungen über das Notfall Handy reinkamen. Es handelte sich um eine verletzte Taube in Ludwigsburg, die bereits gesichert war und ins Tierheim gebracht werden sollte und einen verletzten Fischreiher am Monrepoes.

Birgit machte sich auf den Weg und holte zunächst die Taube ab, die bereits in einem Karton mit Luftlöchern saß. Mit der ersten tierischen Fracht ging es direkt weiter zum Seeschloß Monrepoes, wo die Melder auf unser Teammitglied warteten.

Der Fischreiher lag bewegungslos auf dem Bauch im Gras. Seine Beine waren beide nach hinten gestreckt. Waren diese etwa gebrochen? Dennoch war das Tier sehr wehrhaft und versuchte sofort mit seinem spitzen Schnabel nach Birgit zu hacken. Reiher zielen zuerst auf die Augen, deshalb sind solche Einsätze nicht ungefährlich und es bedarf großer Vorsicht dabei!

Mit Hilfe der Melder und einem Handtuch sicherte Birgit das Tier. Am Auto angelangt, wurde der Vogel sicherheitshalber noch in die Hundebox in Birgits Auto gepackt, damit während der Fahrt nichts passieren konnte. Birgits Vogeltaxi fuhr direkt zum Tierheim und sie übergab dort beide Tiere an die Mitarbeiter.

Bei der Taube handelte sich um ein Ringeltaubenjunges, welches zwar nicht verletzt, doch noch flugunfähig ist. Von dem Fischreiher kam 2 Stunden später - für alle überraschend - ein Foto, dass er zumindest mal wieder auf den Beinen war. Was genau die Ursache der Bewegungsunfähigkeit war, konnte nicht 100% festgestellt werden - dafür wurde festgestellt, dass es sich hier um eine Reiherdame handelte…

Diese wurde inzwischen durch Teammitglied Andrea T. und ihren Partner Andreas vom Tierheim abgeholt und am Monrepoes wieder in Freiheit entlassen.




Dienstag, 14.03.2023
Nr. 189/2023

Es war 17 Uhr am Dienstag, als uns über die Polizei Vaihingen ein verletzter Graureiher gemeldet wurde. Teammitglied Markus fuhr zur Sicherung an den gemeldeten Fundort, „Tier-Engel unterwegs“-Gründerin Marion übernahm das Tier und brachte es zur weiteren Untersuchung ins Tierheim nach Ludwigsburg.

Dort wurden nicht nur die Mitarbeiter des Tierheims überrascht - die Reiherdame, welche selber noch ein „Kind“ war, denn sie war der Schätzung nach erst in 2022 geboren -  hatte Legenot! Sie brachte mit Unterstützung ein viel zu großes Ei ans Tageslicht….. Leider zerbrach es, doch der Reiherdame ging es nach dem Auspressen sichtlich besser…

Nicht mehr lange, und sie darf wieder zurück in ihr Revier - wir wünschen allzeit guten Flug




Montag, 13.03.2023
Nr. 186/2023

Am Montag gegen 10 Uhr fanden Anwohner in Neckarweihingen neben einem Auto eine tote Katze. Sie meldeten diese der Polizei. Da wir eng mit der Polizei zusammenarbeiten, wurden wir als 1. Ansprechpartner umgehend kontaktiert.

Teammitglied Debbi las die Meldung in unserem NOtfallchat und erklärte sich sofort bereit, zum Fundort zu fahren. Eine Anwohnerin hatte ihr Auto extra so umgeparkt, dass die Fellnase etwas geschützt war auf der Straße - verändern wollte sie nichts hinsichtlich einer „Beweisaufnahme“… niemand sollte über das tote Fellnäschen fahren….

Debbi erblickte einen wunderschönen Kater, sehr groß - doch - wie sie später erfuhr - erst 10 Monate….. Das Tier war kastriert & gechippt. Ein Anruf bei TASSO ergab, dass-der Kater - sein Name war Sunny - registriert und die Daten aktuell waren… Alles lief in diesem Falle reibungslos…. Mit der registrierten Chipnummer und den bei TASSO aktuell hinterlegten Daten konnten die Besitzer benachrichtigt werden. Dies dauerte jedoch etwas….

Solange durfte Sunny mit zu Debbi… Debbi schlug Sunny für die Übergabe in ein Blumentuch, beschriftete ein Holzherz mit seinem Namen und legte noch Orchideenblüten dazu…. Ihr Herz war traurig, denn ein Lebewesen auf diese Art der Familie zurückzubringen, gehört zu den traurigen Aufgaben im Tierschutz…

Nur 1 Stunde später war es soweit…. Debbi - selbst Hundehalterin - beschrieb Sunnys Übergabe an die Besitzer als „sehr emotional“. Die Besitzerin hatte Sunny am Morgen noch gesehen und berichtete, dass Sunny ein sehr verschmuster Kater war, der es jedoch auch liebte, draußen zu sein. Die Straße in der Sunny sein Leben verlor, sei sehr risikobehaftet - trotz Spielplätzen und 30er-Zone würden die Autos dort viel zu schnell fahren… Eines davon hatte vermutlich Sunny das Leben genommen…..

Wir wünschen Sunny eine gute Reise über die Regenbogen-brücke und den Besitzern nochmals viel Kraft, diesen schmerzlichen Verlust zu bewältigen. 🌈🖤

 




Sonntag, 12.03.2023
Nr. 184/2023

Über das Polizeirevier Winnenden kam am Sonntag Abend gegen 18.30h die Meldung, dass eine Waldohreule auf dem Revier abzuholen sei. Diese blutet und ein Flügel sei verletzt. Fundort der Waldohreule war in Nellmersbach in der Bahnhofstraße unter einem PKW.

Teammitglied Andrea befand sich bei einem 1.Hilfe-Kurs für Hunde in Birkmannsweiler, der Kurs war gerade zu Ende und sie war noch auf dem Parkplatz, als die Meldung kam.

Andrea gab Bescheid, dass sie den Einsatz übernimmt. Sie fuhr dann zuerst zum Polizeirevier nach Winnenden, wo ihr die das traumhaft schöne Tier übergeben wurde. Anschließend fuhr sie sofort ins Tierheim Ludwigsburg, damit dem verletztenTier unverzüglich geholfen werden konnte. Gegen 20 Uhr nahm Tierheimleiterin Ursel Gericke die Waldohreule persönlich in Empfang und war vorsichtig optimistisch, dem traumhaften Exemplar helfen zu können. Für die Nacht bekam die Eule ein Schmerzmittel.

Somit war Andreas Einsatz beendet und sie bedankte sich bei Ursel Gericke, die für unseren Verein Tag und Nacht in Bereitschaft ist um zu helfen. Auch unsere Vorstände Marion und Caro bekamen von Andrea auf dem Nachhauseweg ein riesiges Dankeschön, denn sie standen Andrea beim Einsatz telefonisch mit Rat und Tat zu Seite.

Am Folgetag wurden weitere Untersuchungen gemacht. Leider stellte sich heraus, dass das Schultergelenk der hübschen Eule gebrochen war, so dass man sie sanft über die Regenbogen-brücke fliegen ließ. Gute Reise 🌈🖤




Sonntag, 12.03.2023
Nr. 179/2023

Es war Sonntag und unser 2. Vorstand Caro hatte sich nichts vorgenommen, denn zuhause warteten einige unerledigte Dinge auf sie. Dann kam im Notfallchat gegen 14 Uhr die Meldung über eine verletzte Katze auf der Autobahn, diese sei unter einem Wäschekorb gesichert, verhalte sich aber sehr unkooperativ.

Die Polizei als unser enger Kooperationspartner bat uns um Hilfe, denn Melder und Sicherer seien wohl schon gebissen worden..…Vermutlich hatte das verletzte Tier immense Schmerzen…
Caro wusste sofort, sie kann sehr schnell da sein. Also rief sie Teammitglied Vera an, die ebenfalls losfahren wollte, aber viel länger gebraucht hätte. Während Caro auf Anfahrt war, koordinierten unsere Teammitglieder Vera und Andrea T. im Hintergrund mit der Polizei alles weitere.

Kurz vor der Autobahnauffahrt erfuhr Caro von Vera, das die Polizei die Katze zwischenzeitlich aus dem Wäschekorb in einer Box sichern konnten. Der Melder, der das Tier auch unter dem Wäschekorb gesichert hatte, hat die Katze kurzerhand geschnappt und in die Box gesetzt - Respekt! Die Übergabe des Tieres war in der Autobahnmeisterei vereinbart.

Als die Polizisten ankamen fragte Caro, ob diese die Box bräuchten - nach einem klaren JA lief Caro zu ihrem Auto und suchte sich alles für das Umsetzen des verletzten Tieres zusammen. Die Transportbox die oben aufgeht, bissfeste Handschuhe, ein großes Handtuch…Sie bat die Polizisten, das Tier im Streifenwagen umsetzen zu können, weil dieser größer war… Für die Polizei kein Problem - auf Caros Frage, wer denn dann mit hineingeht und hilft, mussten beide Beamte erstmal schlucken. Da hat sich keiner drum gerissen. Das imposante Katzentier hat nämlich geknurrt wie ein Berglöwe...

Die Polizistin hat sich dann überreden lassen, mit einzusteigen. Caro schloß die Schiebetür des Streifenwagens mit den Worten: „Lieber fang ich ihn IM Auto als auf der Straße, falls er ausbüchst“. Die Polizistin hat sich dann mutig Caros bissfeste Handschuhe angezogen und sich bereit gemacht.

Caro öffnete die Klappe der Box, in der das Tier saß - lautes Geknurre- aufgerissene Augen...nach ein paar vorsichtigen Annäherungsversuchen merkte Caro, dass der Kater „blöfft“. Er hatte riesige Angst, sicherlich heftige Schmerzen und wusste ja nicht was passiert. Caro ergriff ihn, holte ihn aus der Box und legte ihn in ihre Box - alles war gut gegangen.

Caro bedankte sich bei den Beamten, verabschiedete sich und machte sich nach Rücksprache mit Ursel Gericke, Leiterin des Tierheims Ludwigsburg, auf den Weg zum Tierheim. Dort angekommen sind die Frauen erstmal ins Katzenhaus, haben die Box im Gang aufgemacht und den Kater „aussteigen“ lassen. Da hat man dann gesehen, dass mit dem einen Hinterbein etwas so gar nicht stimmte. Der sehr hübsche Kater lief laut knurrend den Gang entlang, ist in eine Ecke und legte sich dort ab. Während Ursel Gericke Schmerzmittel holte, näherte sich Teammitglied Caro vorsichtig und war zutiefst berührt: Der knurrende, aggressive Kater hielt still und Caro durfte ihn streicheln…. Eine magische Verbindung schien vorhanden zu sein….

Caro nutzte sofort die Gelegenheit, nach einem (leider nicht vorhandenen) Chip zu suchen und hat dabei auch festgestellt, dass er unkastriert war. Auch Ursel Gericke sah, dass der Kater offenbar weniger wild als wie zuerst angenommen war… Gehörte er doch jemandem?

Eine durch Teammitglied Nela erstellte Fundmeldung in unseren Social Media-Kanälen blieb leider ergebnislos. Der Kater wurde untersucht und ein gebrochener Oberschenkel sowie eine Beckenverschiebung waren das Ergebnis. Trotzdem sollte das Tier eine Chance bekommen! Kurz darauf war die OP - 2,5h hielt der kleine Kämpfer gut durch, beim Nachröntgen dann plötzlicher Atemstillstand - man vermutete, dass sich aufgrund der vielen Hämatome durch den Unfall eine Thrombose entwickelt und sich nun leider gelöst hatte…

Teammitglied Caro ging diese traurige Nachricht sehr sehr nah… Ein ihr völlig fremdes Tier, welches trotz immenser Schmerzen Berührung zugelassen hatte… da war etwas Unerklärliches zwischen ihnen….. und dies ist mitgegangen über die Regenbogenbrücke…

Finde auf der anderen Seite des Regenbogens den Frieden den Du verdient hast Krabat…




Freitag, 10.03.2023
Nr. 177/2023

Am Freitag schon um 9 Uhr morgens ging ein Notruf bei uns ein - es handelte sich um einen verletzten Greifvogel. Dieser wurde vom Melder, welcher mit seinem Hund beim Gassigehen war, entdeckt. Der Greifvogel würde zappeln, aber nicht wegkommen….

Teammitglied Estelle konnte zu diesem Zeitpunkt den Einsatz übernehmen und sie fuhr unverzüglich nach Freiberg. Dort angekommen, hatten der Melder und seine Tochter das völlig geschwächte und apathische Tier bereits gesichert, so dass Estelle es behutsam in die Softbox setzte und ganz schnell ins Tierheim nach Ludwigsburg fuhr.

Dort kümmerte man sich sofort um den Vogel, doch die Verletzungen waren leider so schwer, dass er ihnen später erlag… Vielen Dank an den Melder und die Tochter und auch an Estelle, dass sie alles taten, um dem Bussard zu helfen. Guten Flug über die Regenbogenbrücke… 🌈🖤

Herzlichen Dank wieder einmal an das Tierheim Ludwigsburg, welches für uns immer und jederzeit als kompetenter Ansprechpartner zur Seite steht! Tierschutz funktioniert am besten gemeinsam!




Mittwoch, 08.03.2023
Nr. 173+174/2023

Doppeleinsatzbericht

Am Mittwoch, 08.03.2023 bekamen wir gleich zwei Meldungen über tote Katzen auf der B27 zwischen Ludwigsburg und Kornwestheim. Eine in jede Fahrtrichtung.

Unsere beiden Teammitglieder Karsten und Mely übernahmen die Einsätze nach ihrem Feierabend. Die erste uns gemeldete Katze am Ortsausgang von Ludwigsburg in Fahrtrichtung Stuttgart konnten sie leider nicht finden. Zuerst sind die Zwei an die uns genannte Stelle mit Warnwesten zu Fuß auf dem Grünstreifen abgelaufen. Dabei konnten sie aber nichts entdecken. Da die B27 außerorts bei Einsetzender Dämmerung nicht gerade ungefährlich ist, sind beide die Stelle und auch den weiteren Verlauf - immer darauf bedacht, den Verkehr und sich nicht zu gefährden - langsam mit dem Auto abgefahren. Aber auch so konnte leider kein Tier mehr entdeckt werden - möglicherweise wurde es bereits abgeholt….

So entschlossen Karsten und Mely sich um die zweite Meldung zu kümmern. Diesmal von Stuttgart in Fahrtrichtung Ludwigsburg, Höhe Kornwestheim an einer Haltebucht - so laut Melder - lag die Katze. Schon beim Einfahren in die Haltebucht wurde die Fellnase von den Scheinwerfern des Autos unserer Teammitglieder erfasst. Ganz sicher wurde das wunderhübsche Fellnäschen angefahren. Der Kopf des Katers bot keinen schönen Anblick….. Mely und Karsten waren sehr dankbar, dass ein netter Mensch den Katzenjungen vermutlich in der Haltebucht hinter die Leitplanke gelegt hatte, so dass der kleine Körper nicht noch weiter malträtiert wurde.

Dankbar über den für sie auch sicheren Standplatz in der Haltebucht nahmen Karsten und Mely gleich vor Ort die ersten Versuche vor, einen möglichen Chip zu finden. Leider ohne Erfolg. Vielleicht ist der Chip zerstört worden oder der Chipleser wieder einmal defekt oder es gibt keinen Chip. Schnell wurden noch ein paar Bilder der besonderen Fellmerkmale der Fellnase zur weiteren Identifizierung via unseren Social Media Kanälen gemacht.

Beim Anblick des vor dem Unfall ganz sicher wunderschönen Tieres blutete unseren beiden Tier-Engeln regelrecht das Herz. Karsten und Mely brachten die Fellnase in unsere Vereinszentrale, wo durch unseren ersten Vorstand Marion, die verschiedene Chiplesegeräte zur nochmaligen Kontrolle zur Verfügung hat, zur Sicherheit nochmals nach einem Mikrochip geschaut wurde.
Und tatsächlich wurde ein Chip erkannt. Nach Anruf bei TASSO erfuhren wir, dass der Kater auf den Namen Mikki hörte und bereits seit drei Tagen in Kornwestheim schmerzlichst vermisst wurde.

Die Besitzerin war völlig aufgelöst und holte Mikki nach am gleichen Abend zu sich nach Hause. Marion hatte nicht viel Zeit für die Übergabe, doch es reichte ihr noch, Mikki würdevoll in ein ihm gewidmetes Tuch einzuwickeln…. Danke hierfür…. Auch wenn es eine traurige Gewissheit ist, das Hoffen und Bangen, sich Sorgen machen, auf jedes Geräusch hören, ob die geliebte Fellnase doch nach Hause gekommen ist, zermürbende Fragen ohne Antworten….. all das hat für Mikkis Familie nun ein Ende.

Wir danken allen Meldern, die uns Sichtungen von toten Tieren melden. Alle die sich glücklich schätzen dürfen, das Leben eines Tieres zu bereichern, werden es verstehen und dankbar dafür sein, auch in einem solchen traurigen Fall dann Gewissheit zu haben, was passiert ist und dass sie Abschied nehmen können. Auch Karsten und Mely empfinden es so. Warteten auf die beiden Tier-Engel nach diesem halb-erfolgreichen Doppeleinsatz doch schon sehnsüchtig ihre zwei eigenen Fellnasen auf sie. Beide munter und wohlauf, doch überaus hungrig.

Wir wünschen Mikki eine gute Reise über die Regenbogenbrücke und den Besitzern nochmals viel Kraft, diesen schmerzlichen Verlust zu bewältigen.

 




Freitag, 03.03.2023
Nr. 159/2023

Es war Freitag nachmittag, als uns ein toter Hund auf der Straße Erligheim Richtung Löchgau gemeldet wurde.

Teammitglied Kate hatte sich zu einem Mittagsschlaf hingelegt, als plötzlich ihr Telefon klingelte. Teammitglied Debbi, welche zu dem Zeitpunkt das Notfalltelefon betreute, kontaktierte Hundeexpertin Kate direkt - die Meldung lautete „ toter brauner Hund auf dem Rücken“. Kate sicherte umgehend zu, dass sie direkt losfahre und sich die Sache vor Ort anschaue.

Unterwegs telefonierte Kate noch mit einer Bekannten, die dort wohnt. Kate wollte sich rückversichern, ob der Fundort, wohin sie unterwegs war, auch dort sei, denn einen genauen Standort gab es leider nicht. Dank des Anrufes konnte Kate gezielt anfahren.
Schon im Vorbeifahren hat Kate das tote Tier schemenhaft von der Straße gesehen… Ihr war als absolute Hundeliebhaberin sehr mulmig zumute… Ist das Tier weggelaufen und wurde von einem Auto erwischt? Für Kate ein entsetzlicher Gedanke…. Sie bog in einen Feldweg, parkte dort, nahm Handschuhe und das Chiplesegerät mit und lief zu dem Tier. Es lag neben der Fahrbahn in einer kleinen Böschung. Erst jetzt sah Kate, dass es sich um ein Reh handelte…

Sie lief zum Auto zurück rief die Polizei an, gab den Standort durch und bat die Beamten, alles Weitere durch den Jagdpächter erledigen zu lassen. Die Beamten teilten Kate mit, dass das Tier bereits gemeldet und der Jagdpächter auch schon auf Anfahrt sei. Somit war der Einsatz für Kate beendet und sie erleichtert, dass sie keinem Hundebesitzer eine schreckliche Nachricht überbringen musste…..




Mittwoch, 22.02.2023
Nr. 127/2023

Als am Mittwoch gegen 14.45 Uhr in unserem Notfallchat ein zugelaufener Hund am Hornbach in Ludwigsburg gemeldet wurde, war noch nicht abzusehen, dass wir an diesem Tag noch 5 weitere Einsätze haben werden - dementsprechend turbulent ging es in unseren Chats zu, denn die Einsätze müssen koordiniert und unter den Teammitgliedern abgestimmt werden.

Die Melder hatten sich im Tierheim Ludwigsburg gemeldet und dieses hatte den Einsatz an unseren Verein abgegeben. Eine durchaus übliche Vorgehensweise, da wir sehr eng mit dem Tierheim zusammenarbeiten.

Teammitglied Mara M.übernahm - zusammen mit ihrem kleinen Sohn Jannis - den Einsatz. Vor Ort angekommen, berichteten die Melderinnen, dass die wunderhübsche Hündin allein auf dem Gehweg mitten an der vielbefahrenen Straße herumlief. Da es eine Gefahrensituation - nicht nur für das Tier - darstellte, sicherten die beiden jungen Frauen die Hündin und warteten ein wenig - falls der Besitzer auftauchen würde. Da dies nicht geschah, riefen sie im Tierheim an.

Mara prüfte mit ihrem Lesegerät das Vorhandensein eines Mikrochips, doch erneut versagte ein Gerät - leider nicht zum ersten Mal…. - Mara bekam keinen Chip angezeigt. Da es sich um eine sehr liebe und sanfte Hündin handelte, durfte der kleine Jannis diese auch streicheln - dabei verliebte sich der Mini-Tier-Engel sofort, wie uns die Mama berichtete.

Mara brachte die Hündin ins Tierheim, auf der Fahrt dorthin war der kleine Jannis seeehr traurig und sagte - sich in seiner kindlichen Sprache stets wiederholend - „Nein Mama, nicht weg - nicht weg…… Hund mitkommen nach Hause….“

Im TIerheim angekommen, wurde zur Sicherheit nochmals der Chip ausgelesen und tatsächlich - das Gerät erkannte den Transponder. Es handelte sich um Anni, wie der Anruf bei TASSO ergab - leider konnten die Besitzer von Anni zu diesem Zeitpunkt nicht erreicht werden…. Insofern musste sich Jannis schweren Herzens von Anni verabschieden, denn sie blieb - bis man die Besitzer erreicht hatte - in der Obhut des Tierheims….

Ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten, die aufmerksamen Melder, alle Teammitglieder die involviert waren und natürlich an das Tierheim Ludwigsburg!




Dienstag, 21.02.2023
Nr. 123/2023

Am Dienstag gegen 13.30 Uhr wurde auf unserem Notfalltelefon eine tote Katze in einem Garten in Ditzingen-Hirschlanden gemeldet. Teammitglied Andrea B., welche zu diesem Zeitpunkt das Notfalltelefon betreute, stellte die Meldung in unseren Notfallchat ein.

Teammitglied Sandra K. war mit ihrer Tochter gerade beim Arzt und gab dem Team Bescheid, dass sie nach dem Arzttermin den Einsatz übernehmen würde. Sie wohnt in Hirschlanden und war demnach sowieso dahin unterwegs. Bevor Sandra zum Einsatzort fuhr, holte sie von zuhause noch das Chiplesegerät und ein Handtuch. Danach fuhr sie mit ihrer Tochter zusammen zu den Meldern.

Das ältere Ehepaar erwartete sie schon im Garten und zeigte ihnen die tote Fellnase, die direkt unter einem Zaun lag. Vorsichtig wurde das Tier von Sandra geborgen und auf das mitgebrachte Handtuch gelegt. Der Zaun war von unten her hoch genug, so dass die Katze problemlos hätte unten durchschlüpften können. Trotzdem fiel Sandra viel loses Fell auf und im Mäulchen hatte die leblose Samtpfote sehr viel Erde. Was dem armen Tier wohl widerfahren war?

Sandra schaute nach einem Chip und tatsächlich schlug das Chiplesegerät sofort an. Leider war die Fellnase nicht bei TASSO registriert, sodass das Vorhandensein des Chips nicht viel brachte. Der Melder erzählte, die Katze sei ihnen bekannt - er hätte das Tier zuvor oft im Garten gesehen, wusste aber nicht, wohin sie gehörte. Scheinbar wohnte das Samtpfötchen also ganz in der Nähe. In der Annahme, die Katze habe, als es ihr schlecht ging, den Heimweg eingeschlagen, fragte sich Sandra in die Richtung, in die die Katze vermutlich unterwegs war, durch. Sie klingelte bei den Nachbarn und fragte, ob jemand wusste, wo das rote Katzenmädchen wohnte. Leider blieb auch diese Suche vorerst ohne Erfolg.

Sandra und ihre Tochter bedankten sich bei den Meldern und machten sich mit dem neuen Fellnasen-Engel auf den Weg in die Kleintierpraxis von Dr. Roth. Sandra hofte, dass das Fellnäschen evtl. hier bekannt sei. Die nahegelegene Tierarztpraxis war schon einige Mal hilfsbereit und sagte auch zu, das Tier noch einige Tage aufbewahren, falls die Besitzer noch ausfindig gemacht werden konnten.

In der Praxis konnte man zur Besitzerfindung zu diesem Zeitpunkt nicht weiterhelfen, doch sie versprachen, trotzdem weiter nach den Besitzern zu forschen. Gleichzeitig erstellte Teammitglied Nela in unseren Social Media Kanälen eine Totfundmeldung. Tatsächlich gelang es uns schon sehr oft auf diesem Weg, eine Fellnase heimzubringen…..

Tatsächlich suchten die Besitzer kurz nach Sandras Einsatz mit Plakaten nach ihrem Liebling und jemand gab ihnen den Hinweis auf unsere Online-Fundmeldung. Völlig niedergeschlagen meldeten sich die Besitzer bei uns auf dem Notfalltelefon. Sie erfuhren, dass MIEZE, so hieß das Katzenmädchen, bei Dr. Roth sei. Von dort würden sie ihre kleineSamtpfote nach Hause holen. Die Besitzer erzählten uns, dass sie nicht wussten, dass man den Chip selber registrieren lassen muss…. Leider kein Einzelfall für uns…
Wir wünschen Mieze eine gute Reise über die Regenbogenbrücke und den Besitzern viel Kraft, diesen schmerzlichen Verlust zu bewältigen…..🖤🌈🐾




Samstag, 18.02.2023
Nr. 113/2023

Nachdem Teammitglied Vera gestern gegen 22.30h erst von ihrem Einsatz in Ludwigsburg, bei dem sie eine verletzte Taube sicherte und ins Tierheim brachte zurück kam, schaute sie noch etwas fern und fiel dann um halb eins todmüde ins Bett.

Kurz danach riß sie aber bereits ihr Telefon wieder aus dem Schlaf. Es war ungefähr 1.20 Uhr. Noch etwas benommen hörte Vera, dass es Teammitglied Dagmar D. war, welche das Notfallhandy betreute, die ihr schilderte, dass es erneut einen tierischen Notfall gab, der eben von der Polizei Ludwigsburg über das Notfall-Telefon gemeldet wurde.

In Kirchheim am Neckar wurde eine Katze angefahren. Diese lebe, sei aber verletzt. In so einem Fall zählt oft jede Minute. Dagmar sagte Vera noch, dass der Melder dort warten würde, bis sie eintreffe. Da Vera mindestens 30 Minuten Fahrzeit haben würde, zog sie sich einfach irgendwas Warmes über, schließlich wollte sie mitten in der Nacht keinen Schönheitswettbewerb mehr gewinnen, sondern möglichst ein Leben retten.

Sie fuhr so schnell sie konnte und es die Blitzer auf der Strecke gestatteten, zur gemeldeten Unfallstelle. Um kurz vor 2 Uhr traf Vera ein und es erwartete sie eine Gruppe junger Menschen, u.a. auch der Melder.

Vera bereitete die - vermutlich - benötigte Ausrüstung wie Kescher, Taschenlampe, Transportbox und Handschuhe vor und ließ sich den Standort der Katze zeigen. Die Katze saß abseits der Straße im Feld. Als sie mit der Taschenlampe dorthin leuchtete, erkannte Vera eine weiß-graue und sehr zierliche Katze, die dort zusammengekauert lag.

Vera bat den Melder bzw. die Gruppe Abstand zu halten und möglichst ruhig zu sein, aber da war es leider schon zu spät. Die vielen Stimmen erschreckten die Katze, sie sprang auf und flüchtete quer über das Feld in Richtung Mühlbach. Das erschwerte die gesamte Situation. Auf keinen Fall konnte man eine verletzte Katze hier zurücklassen. Vera bat also den Melder und eine Frau aus der Gruppe, dass die beiden sie bei der Suche unterstützen sollten, der Rest solle bitte an der Straße bleiben.

Alle gingen still und ruhig über das Feld und leuchteten den Bereich großflächig ab. An der Böschung des Mühlbach trennten sich die Helfer. Die beiden jungen Leute gingen nach rechts, Vera nach links. Und nur kurze Zeit später entdeckte sie das Kätzchen, wie es panisch im Wasser paddelte und versuchte, irgendwie zu entkommen, vor allem aber nicht zu ertrinken. Innerhalb von Sekunden rief Vera die beiden Helfer herbei und sprang zugleich selbst direkt in den Bach, um die Katze so schnell wie möglich aus dem eiskalten Wasser rauszuholen.

Total entkräftet versuchte diese an der steilen rutschigen Böschung hochzuklettern, rutschte aber wieder zurück ins Wasser. Und da konnte Vera sie greifen und schnell aus dem Bach ziehen. Die beiden Helfer standen schon oben mit der Box bereit. Der Melder sicherte die Frau, so dass diese die Transportbox zu Vera nach unten gleiten lassen konnte und diese die durchnässte Fellnase direkt in die Box hineinsetzen konnte. Das Kätzchen war also nun gesichert. Jetzt musste nur noch Vera irgendwie die schlammige Böschung wieder hochkommen. Der Melder half ihr dabei, damit sie nicht wieder zurück rutschen würde. Und endlich war es geschafft!

Schnell gingen alle zusammen zurück über das Feld zum Auto, wo Vera sich bei den Beteiligten bedankte. Es ist großartig, wenn Menschen verletzte Tiere nicht einfach liegen lassen, sondern dieses melden und entsprechend Hilfe rufen. Nur so erfahren wir Tier-Engel von den Notfällen und können dann auch etwas tun.

Unverzüglich fuhr Vera so schnell es ging in die Tierklinik nach Ludwigsburg. Glücklicherweise war dort bei ihrer Ankunft um kurz vor 3 Uhr in der Nacht nichts los und es wurde sich sofort um das verletzte Kätzchen gekümmert. Die ersten Untersuchungen zeigten, dass das sehr junge Katzenmädchen stark unterkühlt war und leider nicht gechipt oder tätowiert. Es wurden zudem sofort weitere Untersuchungen wie Röntgen usw. eingeleitet, da der Verdacht bestand, dass das Tier evtl. mit einem Auto kollidiert war.
Als Vera um ca. 3.30 Uhr die Tierklinik verließ, wusste sie, dass die nette Tierärztin alles tun würde, was dem hübschen Katzenmädchen helfen wird, wieder gesund zu werden.

Beim Hinausgehen registrierte Vera auch erstmals, dass sie selbst bis zu den Oberschenkeln völlig durchnässt war. Daher möchte sich Vera an dieser an dieser Stelle bei der Tierklinik dafür entschuldigen, dass sie durch ihre nasse Kleidung - insbesondere die nassen matschigen Schuhe - so viel Schmutz hinterlassen hatte. Der Einsatz im Bach ohne entsprechende Schutzausrüstung hatte definitiv ungewollt „Spuren hinterlassen“.

Auf dem Heimweg freute sich Vera sehr auf eine heisse Dusche, aber noch viel mehr freute sie sich, innerhalb von nur wenigen Stunden insgesamt zwei Leben gerettet zu haben.
Auf die von Teammitglied Nela erstellte Fundmeldung zum Samtpfötchen hat sich bisher niemand gemeldet.

Am Nachmittag informierte die Tierklinik uns, dass die Katze glücklicherweise keine Verletzungen bei der Kollision mit dem Auto erlitten habe und auch ihre Unterkühlung behandelt worden sei, so dass sie nun stabil und bereits wieder abgeholt werden könne. Dies ließ Vera sich nicht nehmen und fuhr direkt zur Tierklinik, um das Katzenmädchen persönlich ins Tierheim zu bringen. Bis auf einen Verband am Beinchen vom Venenkatheter erinnerte nichts mehr an den Klinikaufenthalt.

Gemeinsam mit der für Katzen zuständigen Tierheim-Mitarbeiterin Vanessa wurde das Katzenmädchen auf den Namen Arielle getauft, passend zur nächtlichen Badeaktion während der Rettungsaktion. 🧜🏻‍♀️🧜🏻‍♀️🧜🏻‍♀️

Wir und besonders Lebensretterin Vera hoffen sehr, dass die hübsche kleine Katzendame ein eigenes zu Hause findet und nie wieder so eine Nacht erleben muss, das hat sie sich nach all dem Erlebten wirklich verdient!




Freitag, 17.02.2023
Nr. 112/2023

Es war Freitag um 21 Uhr, als Teammitglied Dagmar D., die zu diesem Zeitpunkt das Notfalltelefon betreute, eine verletzte Taube in Ludwigsburg in den Notfallchat stellte. Laut den Meldern saß das Tier seit dem Mittag dort…… ein verletztes Tier, dem seit Mittag nicht geholfen wurde…. es war ja „nur“ eine Taube…..

Nach einer sehr anstrengenden Arbeitswoche mit wenig Schlaf saß Teammitglied Vera endlich mal in Ruhe auf ihrem Sofa, als sie die Meldung las.

Leider konnte von unseren Ludwigsburger Tier-Engeln keiner den Einsatz übernehmen, so entschloss Vera sich, hinzufahren. Die Nacht würde die Taube sonst eventuell verletzt und ungeschützt nicht überleben. Außerdem hatte Dagmar, die gerade das Notfall-Telefon betreute, an diesem Tag selbst einen herausfordernden Einsatz hinter sich, als sie einen toten Kater aus einem See bergen musste, da wollte Vera natürlich auch entlasten.

Als sie also an der angegebenen Adresse ankam, wurde Vera direkt von 3 Herren empfangen, die die verletzte Taube gemeldet hatten und auch bis zu ihrem Eintreffen dort gewartet hatten. Vielen Dank hierfür - das ist nicht selbstverständlich! Sie musste über eine kleine Absperrung klettern, um an die Taube heranzukommen. Dann konnte Vera das verletzte Täubchen aber zügig greifen und vorsichtig mit ihr in der Hand zurück klettern.

Bevor Vera das kleine Täubchen in die Vogel-Transportbox setzte, stellte sie eine große blutende Wunde an ihrem Hals fest. Vermutlich ein Angriff eines Greifvogels am Mittag. Vera bedankte sich bei den netten tierlieben Männern und verabschiedete sich, um zügig ins Tierheim Ludwigsburg zu fahren, damit die Taube nun endlich versorgt werden konnte. Dort angekommen erwartete sie bereits die Tierheimleiterin Ursel Gericke und nahm Vera das Federhäufchen ab.

Mit dem Wissen, dass sich jetzt jemand gut um die Taube kümmern würde, fuhr Vera nach Hause und freute sich schon auf ihr Bett… noch nicht ahnend, was da heute Nacht noch so Aufregendes auf sie warten würde. 🐈‍⬛ 🚗 💦 👨‍⚕️ Dass sie nämlich nochmals ein Leben retten und dabei ziemlich nass werden würde, ahnte sie zu diesem Zeitpunkt allerdings nicht.

Den Bericht lest Ihr demnächst über diesem…




Mittwoch, 15.02.2023
Nr. 101/2023

Als am Mittwoch auf unserem Notfalltelefon eine tote Fellnase in Ochsenbach gemeldet wurde, erklärte sich Teammitglied Bex bereit, den Einsatz zu übernehmen. Aus unserem Notfallchat und dem übermittelten Bild war zu erkennen, dass es sich um ein dreifarbiges, sogenanntes Glückskätzchen handelte… Allerdings hatte das kleine Fellnasenmädchen kein Glück und war vermutlich durch einen Unfall ums Leben gekommen.

Als Bex vor Ort eintraf, lag das Samtpfötchen noch immer da und sah aus, als wenn es lediglich schlafen würde. Gepflegt und wohlgenährt… Noch ehe Bex das Chiplesegerät herausholte, ahnte sie, dass die Kleine ganz sicher ein Zuhause hatte….

Vorsichtig strich Bex mit dem Chiplesegerät über das leblose Körperchen - und sofort ertönte der Signalton - eine Chipnummer wurde angezeigt - war diese auch registriert???? Da es sich bei der Fundstelle um eine enge, gefährliche Stelle an der Straße handelte, bei der Bex nicht länger verweilen wollte, packte sie das Katzenmädchen behutsam in ein Handtuch und fuhr mit ihr weiter bis zu einem Parkplatz.

Währenddessen hatte Teammitglied Caro die Nummer schon online geprüft - es handelte sich um das Katzenmädchen Käthe…..Von TASSO bekamen wir dann die Adresse der Besitzer und Bex machte sich auf den Weg, um Käthe in ihrem Zuhause abzugeben.

Von der sehr traurigen Besitzerin erfuhr Bex, dass Käthe erst 3 Jahre jung war und schon seit 3 Tagen vermisst wurde …. Käthes Familie kann nun Abschied von ihrer geliebten Samtpfote nehmen und wir wünschen ihnen viel Kraft, um diesen schmerzlichen Verlust zu bewältigen. Gute Reise kleine wunderhübsche Käthe…. 🖤🌈🐾




Freitag, 10.02.2023
Nr. 89/2023



Am Freitag Abend um 17.45h klingelte erneut unser Notfalltelefon. Teammitglied Vera bekam die Meldung über eine Katze, die seit 1 Woche in einer Tiefgarage in Markgröningen war. Sie ließe sich weder einfangen noch heraustreiben.



Teammitglied und 2. Vorstand Caro hatte an dem Abend eigentlich schon was ausgemacht und wusste - egal wie sie es anstellen würde - die Zeit wird knapp. Aber nach einer Woche in der Tiefgarage ohne Wasser und Futter war klar- die Fellnase muss da heute noch raus!!



Caro rief Vera an um ein paar Details zu erfahren: Die Fellnase wurde vor einer Woche das erste Mal in der Garage gesehen. Man hatte das Tor ein paar mal offengelassen und dachte, das Tier hätte den Weg nach draußen gefunden- aber leider war dem nicht so. Der Kater wurde dann wieder gesehen und war wohl einigermaßen scheu, also konnten die leute ihn auch nicht einfach anlocken.



Aus einem Einsatz mit dem Nachbarskater in ihrer eigenen Tiefgarage wusste Caro- allein wird des nichts. Sie rief Teammitglied und 1. Vorstand Marion an und „textete“ sie zu. Marion ging es gesundheitlich nicht so gut und sie hatte geschlafen, als Caro sie anrief - im Halbschlaf sagte Marion Unterstützung zu und die beiden Frauen verabredeten sich, vor Ort zu treffen. Caro rief Vera nochmals an und machte mit ihr aus, wenn sie nichts weiter hört, wird auch Veras Hilfe benötigt - falls Marion & Caro das Tier sichern könnten, würde Caro sie anrufen.



Caro war als Erste am Einsatzort und klingelte bei der Melderin. Beide Frauen gingen in die Tiefgarage. Auf dem Weg dorthin wurde noch bei Nachbarn geklingelt, die unterstützend mitkamen. Unter einem abgedeckten Oldtimer wurde der Kater dann auch recht schnell gefunden. Und von dort hat er sich auch nicht wegbewegt.



Alle haben auf Marion gewartet. Diese hatte Futter aufgewärmt, welches intensiver roch. Von diesem hatten sich die Frauen erhofft, dass der Kater sich damit besser anlocken ließ, doch der knurrte nur ein bisschen vor sich hin. Es war schnell klar, dass hier aktiv nachgeholfen werden musste und zwar mit einem Kescher…



Direkt neben dem Oldtimer war die Tür ins Treppenhaus. Die wurde geöffnet, denn der Plan war, das Tier ins Treppenhaus zu bekommen, in dem er sich leichter sichern ließ, als in der großen Tiefgarage. Caro und Marion haben dann alle Anwesenden ( da sind bestimmt plötzlich 10 Leute rumgestanden) positioniert, um dem Kater den Weg abzuschneiden und in Richtung Treppenhaus zu lenken. Alle Bewohner waren alle voller Eifer dabei und froh, dass ihnen überhaupt jemand hilft. Sie berichteten unseren Teammitgliedern, dass sie wohl schon völlig vergeblich mehrere Nummern angerufen hatten, doch niemand fühlte sich zuständig…



Dann begann die Sicherungsaktion:
Beim ersten Mal hat sich die Fellnase doch tatsächlich durch die Menschenwand gedrückt und ist auf die andere Seite der Tiefgarage geflitzt. Dort quetschte er sich ängstlich hinter eine Mülltonne. Dort konnten Marion und Caro ihn fast, aber eben nur fast erwischen.Von der Mülltonne aus ist der Kater dann an der gleichen Wand zurück und hoch auf eine Fensterbank gesprungen, kam da aber nicht raus, weil alles völlig vergittert war - vermutlich auch um Marder etc abzuhalten.



Marion und Caro gingen wieder langsam auf ihn zu und haben versucht, ihn von 2 Seiten einzukesseln - und waren wieder zu langsam… Erneut flitzte der Kater wieder ab durch die Mitte und zurück zu dem Oldtimer. Dahinter stand ein Spind an der Wand mit 4 Reifen auf der einen und einer Auffahrrampe auf der anderen Seite. Darauf und dazwischen hatte er sich eingekeilt. Schnell war klar- da bekommen die Frauen ihn auch nicht gekeschert. Von irgendwo her kam dann eine Leiter und schließlich auch Teammitglied Vera, die so wie vereinbart, da sie nichts hörte, sich zur Unterstützung auf den Weg nach Markgröningen gemacht hatte.



Marion kletterte die Leiter hoch, holte die Rampe herunter und stellte die Box drauf und hat den Kater schlußendlich geschnappt und in die Box geschoben. Es kam dann auch keine Gegenwehr mehr - vermutlich war der nach 1 Woche ohne Nahrung und den Sicherungsstress zu erschöpft…… Caro stand während der Zeit hinter Marion am Boden und versuchte, den Kescher bereit zu halten und Marion auf der Leiter abzusichern, während Vera das alles im Blick hatte und die Aktion mitdirigiert hatte.



Letztlich war der Kater gesichert und die Bewohner waren unendlich froh und erleichert, dass wir das Tier nun gefangen hatten. Im Tierheim hat er sich dann als nicht ganz so freundlich, unkastriert und leider als nicht gekennzeichnet erwiesen. Teammitglied Nela erstellte in unseren Social-Media-Kanälen eine Fundmeldung. Bisher hat sich jedoch noch niemand gemeldet, der das Samtpfötchen vermisst.

Herzlichen Dank erneut an das Tierheim Ludwigsburg, welches in solchen Fällen für uns jederzeit zur Seite steht und sich um die hilfsbedürftigen Tiere kümmert.




Freitag, 10.02.2023
Nr. 88/2023

Am Freitag gegen 16.15 Uhr klingelte wieder unser Notfalltelefon. Teammitglied Vera betreute dies zu diesem Zeitpunkt und nahm die Meldung über eine Katze in schlechtem Zustand in Ochsenbach entgegen.

Teammitglied Bex hatte ihren freien Tag und gab Bescheid, dass sie den Einsatz sofort übernehmen kann und fuhr umgehend los. Zwischenzeitlich hatten die Melder das Katzenmädchen gesichert und mit ins Haus genommen. Als Tier-Engel Bex eintraf, wurde sie sofort schnurrend von dem zerzaustem Fellnäschen begrüßt.

Das mitgebrachte Chiplesegerät schlug leider trotz mehrfachem Probieren nicht an und auch ein Tattoo war durch Bex in den Ohren der Katzendame nicht erkennbar. Das Nachsehen in den Öhrchen war für Bex gar nicht so leicht, denn die Katzendame fand das ziemlich „doof“ und war diesbezüglich wenig kooperativ.
Laut den Melden gehörte die Fellnase zu einer Streunerkolonie in den nahen Weinbergen und fraß sich seit einiger Zeit im Garten der Melder mit durch.

Da das Samtpfötchen in letzter Zeit offenbar gesundheitlich stetig weiter abgebaut hat und nicht nur sehr dünn, sondern auch sehr verfilzt aussah, wussten sich die Melder keinen Rat mehr und riefen uns an, damit der Fellnase geholfen werden kann.

Teammitglied Bex setzte die immer noch schnurrende Katze in die mitgebrachte Transportbox und brachte sie ins Tierheim. Teammitglied Nela erstellte eine Fundmeldung in unseren Social-Media-Kanälen - möglicherweise wurde die Fellnase irgendwo schon sehr lange vermisst, fand nicht mehr heim und schlug sich deshalb als Streunerin durch?????? Bisher hat sich jedoch noch niemand gemeldet, der das Katzenmädchen vermisst???
Herzlichen Dank auch an das Tierheim Ludwigsburg, welches sich unermüdlich 24/7 um soviel verschiedene Lebewesen kümmert….

Während der Heimfahrt lächelte Bex zufrieden vor sich hin - wieder ein Lebewesen, welchem nun im Tierheim professionell geholfen wird… Zur „Belohnung“ für ihren Einsatz hatte sie den gesamten Heimweg einen perfekten Blick auf einen traumhaft schönen Sonnenuntergang…




Mittwoch, 08.02.2023
Nr. 84/2023

🖤🌈🐾Gute Reise kleine Feli - es tut uns unsagbar leid, dass wir Dir nicht mehr helfen konnten… 🖤🌈🐾

Es war Mittwoch kurz vor 14h als „Tier-Engel unterwegs“-Gründerin Marion in ihrem Auto saß und dachte, sie habe nach der Frühschicht im Tierheim Feierabend…. Kurz bevor sie losfuhr, schaute sie die Nachrichten auf ihrem Handy durch, als sie die Nachricht über einen Notfall las:

Gemeldet wurde eine Katze an einer Futterstelle, welcher es wohl nicht wirklich gut ginge und medizinische Versorgung benötigte. Da die Dame, die die Futterstelle seit 15 Jahren betreut, die Fellnase selber leider nicht sichern konnte, bat sie die Gemeinde Löchgau um Hilfe. Diese verwiesen die Dame an unseren Verein.

Marion rief die Melderin an um abzuklären, wo genau die Katze sich befindet und wie man an sie rankommt. Die Melderin erzählte ihr, dass sie vor Jahren ein Katzenhaus hat bauen lassen, welches isoliert sei und man nur von vorne rankommen würde. In dieses Haus hatte sich die kranke Fellnase zurückgezogen. Mit diesem Wissen stieg Marion wieder aus lief zurück in die Katzenquarantänestation, um eine sogenannte Umsetzbox zu holen.

Diese hat vorne einen Schieber, den man nach oben öffnen kann. Marion war sofort klar, dass sie mit einer normalen Transportbox da nicht wirklich weit kommen würde, da die Türen sich nur seitlich öffnen lassen und selbst wenn die Katze reinginge, man die Box nicht schnell genug schliessen könnte. Marion gab die Adresse ins Navi ein und fuhr los. Unterwegs machte sie sich schon Gedanken, was sie wohl erwarten würde. Was dann allerdings tatsächlich kam, DAS hatte sie sich nicht vorgestellt.

An der angegebenen Adresse angekommen, nahm Marion die Box, Handschuhe und ein großes Handtuch zum Abdecken der Box und ging zu der Haustüre. Die Melderin kam heraus und meinte, die Futterstelle befinde sich woanders - man müsste noch auf die andere Seite vom Industriegebiet fahren. Also alles wieder eingeladen - inkl. der Melderin - und los ging es. Wenige Minuten später kamen die 2 Frauen an einem großen Tor an. Dieses war mit einer Kette gesichert. Die Dame öffnete das Tor und Marion holte erneut die Ausrüstung aus dem Auto und folgte ihr. Dann standen beide vor einem kleinen Hang, an dem oberhalb das Häuschen stand.

Marion kletterte den Abhang hoch und hob vorsichtige das Tuch, welches vor dem Katzenhauseingang hing, hoch. Ihr bot sich ein Bild des Grauens und der Geruch der ihr entgegen kam, bewirkte ein Würgen…. Die arme Fellnase sah wirklich schlimm aus. Der Eiter lief der armen Maus bereits aus der Nase, dem Auge, dem Ohr und aus dem Mäulchen. Zitternd sah das schwerstkranke Samtpfötchen Marion aus ängstlichen Augen an. Trotz des fürchterlichen Gestanks, welches Marion den Atem nahm, sprach sie beruhigend mit dem Häufchen Elend vor ihr, während sie die Umsetzbox vor den kleinen Eingang stellte.

Da es vor dem Haus direkt nach unten ging, konnte man die Box allerdings nicht abstellen, sondern musste festgehalten werden, damit sie vorne mit dem Eingang abschloß. Das wiederum stellte die nächste Herausforderung dar, da Marion so nur eine freie Hand zum agieren hatte. Da es aber keine andere Möglichkeit gab, an das zitternde Kätzchen heranzukommen, musste Marion einfach warten. Sie bat die Melderin, ans Auto zu gehen und aus dem Kofferraum eine Schachtel Leckerlis zu holen zum Rascheln, in der Hoffnung, dass die Fellnase rauskommen würde.

Zwischenzeitlich bat Marion in unserem Notfallchat um weitere Unterstützung. Teammitglied Lisa sagte gleich zu. Marion warf ein paar Leckerlis vorne in die Box, mit wenig Hoffnung, dass sie damit Erfolg haben würde. Aber tatsächlich reagierte das Fellbündelchen darauf und wagte sich vorsichtig in die Box. Sie nahm sogar eines ins Mäulchen und schluckte es komplett hinunter. Marion war mehr wie geschockt und musste sich sehr zusammenreißen beim Anblick der kleinen Maus. Das Fell am Hals war mittlerweile nicht mehr vorhanden, vom Eiter weggefressen…Eine dicke Beule am Unterkiefer war zu sehen. DAS war nichts, was erst seit ein paar Tagen am "arbeiten" war. Das Tier musste schon sehr lange krank sein und definitiv unbeschreibliche Schmerzen leiden…..

Vorsichtig nahm Marion die Box vom Eingang weg und schloß den Schieber, damit die Fellnase nicht wieder rückwärts in das Katzenhaus zurückläuft. GESCHAFFT! Schnell gab Marion noch im Notfallchat Bescheid, dass die Katze gesichert sei und Lisa nicht mehr zu kommen brauche. Sie bat noch darum, unserer Vereinstierärztin Frau Hoffmann-Füsser anzurufen und abzuklären, ob wir gleich kommen können. Umgehend kam auch die Rückmeldung, dass in der Tierarztpraxis auf uns gewartet wird - und das trotzdem eigentlich noch Mittagspause war und die Praxis noch geschlossen ist. Vielen lieben Dank auch hier mal wieder an Frau Hoffmann-Füsser, die für uns 24/7 bereit ist, um tierische Notfälle zu versorgen….

Vorsichtig hangelte sich Marion mit der schlimmen Fracht in der Hand an einem Baum festhaltend, den kleinen Abhang wieder hinunter, lud alles ein fuhr so schnell es ging Richtung Bissingen. An der Praxis angekommen, klingelte Marion und unverzüglich wurde die Türe geöffnet. Sie durfte sofort ins Behandlungszimmer durchgehen. Die arme Fellnase saß zitternd mit großen Äuglein in der Box und wusste nicht, wie ihr geschah. Marion redete weiter beruhigend mit der Kleinen und da sie nicht das Gefühl hatte, dass die kleine Maus sonderlich scheu ist, streichelte sie sie erstmal vorsichtig durch das Gitter am Hinterteil. Da keinerlei Reaktion kam, streichelte Marion das Samtpfötchen vorsichtig am Köpfchen und siehe da, die Kleine drückte sogar ihr Köpfchen gegen Marions Finger. Marion hatte einen riesen Kloß im Hals…. wild war etwas anderes….. Sie musste wirklich schwer schlucken, verabschiedete sich von der kleinen geschundenen Fellnase in der Gewissheit, dass man sich schnellstmöglich um sie kümmern würde.

Gegen später kam leider das traurige Update der Tierärztin, welches Marion eh schon vermutete: Man konnte dem Samtpfötchen leider nur noch helfen, in dem man ihr weitere Schmerzen ersparte. Die komplette Stirnhöhle, Nasennebenhöhlen und der Kiefer waren völlig vereitert. Zudem hatte sie so schwere Arthrose in allen Gelenken, dass sie kaum noch das Mäulchen öffnen konnte, ausserdem hatte sie Untertemperatur und war völlig dehydriert… In diesem Fall war es wirklich eine Erlösung von Schmerz und Pein, welches das kleine Ding vermutlich schon Wochen erlitten hatte.

Marion bedankte sich bei Frau Hoffmann-Füsser und sagte ihr, dass sie die kleine Fellnase am nächsten Abend abholen würde, damit diese wenigstens noch würdevoll auf die letzte Reise gehen kann. Den restlichen Abend fragte sich Marion - mit einer gewissen Aggression im Bauch - wie man so lange hatte zuschauen können und warum es niemanden vorher aufgefallen war, dass es dem kleinen zierlichen Katzenmädchen so unsagbar schlecht ging !?!???????

Der einzigste Trost hier war, dass die Kleine jetzt keine Schmerzen mehr durchstehen und nicht in der Kälte draußen jämmerlich alleine sterben musste…. Marion gab ihr den Namen Feli - Feli wird über unseren Verein auf der letzten Reise begleitet werden…. Finde auf der anderen Seite des Regenbogens den Frieden den Du verdient hast kleine Feli 🖤🌈🐾…




Mittwoch, 01.02.2023
Nr. 68/2023

Am ersten Tag des Monats Februar wurde uns vom Bauhof Friolzheim eine tote Katze gemeldet, welche von den Mitarbeitern des Bauhofs bereits gesichert wurde.

Teammitglied Dagmar D. gab Bescheid, dass sie sich nach ihrem Feierabend um die Fellnase kümmert. Nach Rücksprache mit dem Bauhofleiter erfuhr Dagmar, dass es sich um eine große und gut genährte Katze, welche in einem Garten in der Ortsmitte gefunden wurde, handelte.

Mit diesen Informationen und einem unguten Gefühl machte sie sich am Abend auf den Weg. Am Bauhof angekommen nahm Dagmar ihr Chiplesegerät, ein Handtuch, ihre Box und begab sich zum vereinbarten Ablageort. Die Fellnase fand sie wie schlafend vor….

Vorsichtig und mit einem immens dicken Kloß im Hals bettete sie die wirklich hübsche Fellnase - ein kastrierter Kater - auf das Handtuch und fuhr sanft mit dem Chiplesegerät über den Fellnasen-Engel. Der erhoffte Piepton ertönte und Dagmar hatte eine Chipnummer. Um sich weiter um die verunglückte Fellnase zu kümmern, bat sie in unserem Team-Chat, dass jemand anderes bei TASSO anruft, um einen eventuellen Besitzer zu ermitteln.

TASSO teilte uns kurze Zeit später mit, dass es sich um Merlin, einen Bengal-Mix-Kater handelte. Sie stellten den Kontakt zu den völlig schockierten Besitzern her - der kleine Fellnasenjunge hat ein paar Meter von seinem Zuhause entfernt - in einer 30er Zone - sein Leben verloren….

Behutsam wickelte Dagmar Merlin in „sein“ Handtuch und legte ihn in die mitgebrachte Box, denn sie ließ es sich nicht nehmen, Merlin persönlich nach Hause zu bringen. Nachdem Dagmar Merlin seinem sehr traurigem Frauchen übergeben hatte, erfuhr sie von Merlins Frauchen, dass ihr geliebter Schatz nur 1,5 Jahre werden durfte. Zudem hatte Merlin einen Katzenkumpel zuhause, der nun vergeblich auf ihn warten würde……

Dagmar litt mit der Besitzerin über den unerwarteten, schrecklichen Verlust - mit Tränen in den Augen flüsterte sie Merlin eine gute Reise ins 🌈land 😢 zu und seinem Frauchen wünschte sie ganz viel Kraft. Traurig und zugleich auch froh, dass Merlin’s Zuhause gefunden wurde und sie ihn durch ihren Einsatz nach Hause bringen konnte, fuhr Dagmar nach Hause.

Vielen Dank auch an den Bauhofleiter in Friolzheim für die gute Zusammenarbeit, ohne seine Unterstützung hätte Merlin nicht für seine letzte Reise nach Hause gebracht werden können.




Mittwoch, 25.01.2023
Nr. 55/2023

Es war Mittwoch gegen 16.45h, als uns eine verletzte Taube bei der Firma DÜRR in Bietigheim gemeldet wurde. Diese sei von Elstern angegriffen worden….Da niemand von den anderen Teammitgliedern zu diesem Zeitpunkt konnte, übernahm Teammitglied und 2. Vorstand Caro den Einsatz.

Sie hatte gerade die 4 Wellensittiche im Tierheim Ludwigsburg abgegeben (siehe Bericht Nr. 50/2023) und machte sich auf den Weg - vor Ort angekommen, saß das Tier in einem Innenhof. Dort steht ein Baum, darin ein Elsternnest und die Taube hat sich nach Schilderungen der Melder zu nahe an das Nest gewagt. Sie wurde von den Elstern attackiert und flüchtete sich auf eine Fensterbank im 2. Stock. Das Tier saß dort seit 13h und machte einen wachen Eindruck. Es gab 2 Möglichkeiten - entweder war sie schwach und Caro konnte sie leicht Keschern oder das Tier war fit und würde wegfliegen. Letzteres trat dann auch ein - die Taube flog 2 Stockwerke weiter nach oben.

Caro und der Mitarbeiter sind nach oben - doch auch hier half der Kescher nichts - das Tier flog weiter hoch auf das Dach. Ein Haustechniker wurde hinzugezogen, der Caro den Weg aufs Dach ermöglichte - doch das Tier war nicht Willens, sich helfen zu lassen und flog nach einem weiteren Sicherungsversuch davon. Bei der Firma gibt es übrigens einen kleinen Tauben-Schwarm - vermutlich hat das Tier den Weg aus dem Innenhof nicht gleich gefunden…. oder sich wegen der angriffslustigen Elstern nicht rausgetraut….

Und Caro fuhr in ihren nun wohlverdienten Feierabend…




Dienstag, 24.01.2023
Nr. 51/2023


Teammitglied und 2. Vorstand unseres Vereins - Caro - war mit Teammitglied Birgit bei einem uns gemeldeten Waschbären auf Einsatz und als dieser beendet war, übernahm sie sofort im Anschluß diesen Einsatz.

Auf unserem Notfalltelefon wurde eine Katze, die seit ca. 2 Wochen in einer Tiefgarage war und sich nicht anfassen ließe, gemeldet. Anwohner hatten sie versorgt, doch das Tier mache keinerlei Anstalten, zu gehen…..

So beschloss Caro, sich das mal anzuschauen. Als sie am Meldeort ankam, war der Melder schon dort und hat auf sie gewartet. Teammitglied Swenja, die das Notfalltelefon betreute und den Anruf entgegennahm, hatte dem Melder gesagt, das jemand kommt.

Falls es schwierig werden würde, wäre sie auch nachgekommen. Der Melder hat Caro die Tiefgarage (ein riesiges Ding, 2 Reihen und bestimmt Platz für 100 Autos) aufgeschlossen und ihr gezeigt, wo der Kater lag. Relativ weit hinten, im Stockdunkeln lag er auf einem Reifenstapel. Man hatte ihm ein Deckchen oben drauf gelegt. Caro hat sehr schnell erfasst, das es der Samtpfote gar nicht gut ging. Im Umkreis von 3 Metern lag viel Kot & erbrochenes Katzenfutter. Auch Futterschälchen sah sie, da man ihm nach Angaben des Melders wohl immer wieder mal was gegeben hatte. Der Kater ist vor etwa 2 Wochen in der Tiefgarage aufgetaucht und nicht mehr weggegangen und das, obwohl er hätte immer wieder durch das Tor rausgehen können, wenn er wollte. Die Anwohner würden das Tier nicht kennen….

Caro näherte sich der Fellnase und sprach ihn vorsichtig an - er reagierte nicht - entweder schlief er sehr tief oder er war alt und hörte schlecht…. Caro wackelte vorsichtig am Reifenstapel - das Katzenköpfchen schreckte hoch, drückte sich kurz an Caros Hand und diese merkte, wie die Stimmung umschlug. In Bruchteilen von Sekunden - fast hellseherisch packte Caro das stattliche Tier am Genick - und der Abwehrmechanismus setzte bei der Fellnase ein…. Ganz schnell wurde das sich wehrende ältere Tier in die Transportbox gesetzt - er roch jämmerlich, war am Hinterteil sehr mit Urin und Kot verschmutzt - definitiv ein Zeichen, dass etwas mit ihm nicht stimmte, da Katzen sehr reinliche Tiere sind.
Auf der Fahrt ins Tierheim lag die arme Fellnase ganz ruhig in der Box, der Gestank, der von dem Tier ausging, war mehr als heftig - was war nur mit dem Kerlchen los? Im Tierheim wurde er dann sofort zur Tierärztin gebracht. Der Schwanz wurde schon vor Jahren fachgerecht versorgt, war also nicht das Problem, das ihn so riechen ließ. Aber vermutlich ist das Tier dadurch inkontinent. Das ist bei vielen Katzen so, wenn der Schwanz fehlt. Das Thema ist etwas komplex und hat mit den Muskeln und dem Gewicht des Schwanzes zu tun, damit zusammen hängt, dass die Katze Kot und Urin gezielt absetzen kann.

Teammitglied Frieda hatte sich abends noch gemeldet. Sie hatte einen Hinweis bekommen, dass der Kater von einer Frau versorgt werden würde… Frieda ist dort hingefahren. Die Frau meinte, der Kater wäre immer wieder mal an ihrer Futterstelle, aber auch öfter mal längere Zeit nicht da. Sie hätte ihn damals, als die Verletzung mit dem Schwanz akut war, ins Tierheim gebracht und von dort danach wieder abgeholt und wieder rausgelassen...Mittlerweile ist er jedenfalls wohl „uralt“ und kommt alleine draußen offenbar nicht mehr klar. Vermutlich darf er aber nirgendwo ins Haus - dabei ist er aber tatsächlich vom Wesen her freundlich…

Teammitglied Nela erstellte in unseren Social Media-Kanälen eine Fundmeldung, die bisher jedoch ohne Ergebnis blieb.
Finden wir eventuell hier ein liebevolles Zuhause für den zauberhaften Senior?????

Interessenten können sich gern an die Katzenstation im Tierheim Ludwigsburg wenden:
E-Mail: katzen@tierheim-lb.de
Telefon: 07141 – 250410




Dienstag, 24.01.2023
Nr. 50/2023

Auf unserem Notfalltelefon kam ein Anruf einer Dame, welche sich zunächst an das Tierheim Ludwigsburg gewandt hatte. Unser Kooperationspartner legte dann alles vertrauensvoll in unsere Hände.

Die Dame hatte 4 Wellensittiche, die ins Tierheim mussten - unsere Teammitglieder Tanja und Estelle gaben Bescheid, den Einsatz am Folgetag zu übernehmen. Teammitglied und 2. Vorstand Caro hatte dann bei beiden nachgefragt, ob sie schon Erfahrungen hätten und Vögelchen in der Hand hatten - beide Teammitglieder sind noch recht neu bei uns - und verneinten.

Insofern sagte Caro, sie würde den Einsatz machen und gern kann einer mitgehen. Für Estelle bedeutete dies, dass sie diesmal nicht dabei war, doch der nächste Vogeleinsatz mit Caro ist ihr sicher… Wir legen Wert darauf, dass mit den verschiedenen Tierarten sorgsam und gut umgegangen wird und je nach Tierart gibt es schon das ein oder andere, worauf zu achten ist.

Bei Einsätzen mit Schwänen zum Beispiel sind eher Marion, Caro und Nela „alte Hasen“ - zwinker… Doch wie sagt man so schön????
==> wir wachsen mit den Herausforderungen unserer Einsätze - so auch in diesem Falle…

Caro und Tanja verabredeten sich am Mittwoch vor Ort. Da Teammitglied Vera etwas an Caro zu übergeben hatte und der Einsatzort nahe lag, fuhr Vera dann ebenfalls dorthin - dies war im Nachgang betrachtet auch sehr gut! Die Dame mit den Wellensittichen befand sich gerade im Auszug aus der Wohnung und somit war alles etwas Durcheinander und verstellt mit Kisten und Kartons. Dazwischen wuselte noch ein kleiner Hund herum.

Als Vogelliebhaberin und selber lange Jahre Papageien haltend, holte Caro tief Luft, als sie den Käfig mit den vier Wellis sah. Definitiv entsprach er nicht den Vorgaben einer artgerechten Haltung nach dem Tierschutzgesetz…. Da der Fernseher relativ laut lief, schrieen die Wellis dementsprechend gegen den TV an…. Caro bat die Dame, der es gesundheitlich auch nicht gut ging, den Fernseher auszuschalten - kurze Zeit später wurden die ca. 3 Jahre alten Wellensittiche ruhiger.

Das Zimmer wurde abgedunkelt, Caro nahm sich einen Stuhl und setzte sich vor den Käfig, vorsichtig öffnete sie die Käfigtür, steckte eine Hand rein und nahm das erste Tier heraus. Der Kleine wehrte sich mit einem heftigen Hacken in Caros Hand - theoretisch tut es nicht weh - praktisch doch irgendwie ;-) zumindest Caros Ego - wie sie selber berichtete….

Teammitglied Tanja beobachtete Caro bei allem genau und diese fang den 2. Welli genauso wie Nummer 3. Tanja traute sich dann die Sicherung des vierten Willis zu - diese kleinen zierlichen Vögel können wie gesagt mit ihrem Schnabel kräftig zwicken und zum anderen sind sie durch den kleinen Körperbau auch anfällig für Verletzungen bei unsachgemäßem Anfassen. Tanja merkte schnell, dass der letzte Welli sehr sehr flink war. Um das Tier nicht noch mehr als ohnehin zu stressen, bat Tanja Caro, dass diese den Zwerg sichern sollte.

Beim Abschied versicherte Caro der Dame mehrmals, dass die Wellis im Tierheim erst mal in Quarantäne kommen und danach in den dortigen Schwarm integriert werden. Zu gegebener Zeit werden sie dann in gute Hände vermittelt. Caro brachte die Tiere, deren Flugmuskulatur durch den zu kleinen Käfig und das mangelnde Rauslassen so sehr verkümmert war, dass sie flugunfähig sind, ins Tierheim nach Ludwigsburg.

Wir haben diesmal keine Fotos gemacht, um die Privatsphäre der Dame zu schützen und die Vögel in der Transportbox nach dem ganzen Streß nicht erneut durch Fotoaufnahmen aufzuschrecken. Das Beitragsbild ist ein Musterbild und dient der Aufmerksamkeit.




Dienstag, 24.01.2023
Nr. 49/2023


Am Dienstag wurde Teammitglied Birgit von einem Bekannten angesprochen, dass bei ihm auf dem Grundstück, welches sich quasi direkt in der Innenstadt befindet, auf einem Holzstapel ein Waschbär sitzt und ihn anstarrt. Um Hilfe suchend wand er sich an Birgit.

Nachdem das Tier nach Stunden immer noch da saß, wurde Birgit nochmals angerufen und sie beschloß, mal hinzufahren. Evtl. war das Tier verletzt und benötigte Hilfe? Zeitgleich gab sie die Meldung in unserem Chat weiter. Während Birgit auf dem Weg war, kommunizierte Teammitglied und 2. Vorstand unseres Vereins Caro mit einem bekannten Jäger, was am besten zu machen wäre im Verletzungs- oder Staupefall. Es war kurz vor 14 Uhr, als Caro dann von ihrem Arbeitgeber die Mitteilung erhielt, dass sie früher Feierabend machen solle, da sie sonst Zuviel Überstunden machen würde - das kam Caro gerade recht und sie machte sich ebenfalls auf den Weg zum Bärchen.

Teammitglied Birgit fand das Tier bei ihrem Eintreffen genauso vor, wie der Bekannte es ihr geschildert hatte. Der Waschbär machte keinerlei Anstalten, zu flüchten - für ein Wildtier ungewöhnlich…. Er ließ Birgit auch sehr nah an sich ran, obwohl er jederzeit hätte flüchten können. Mittlerweile war auch Caro eingetroffen und die Frauen beratschlagten sich was zu tun sei.
Nach Rücksprache mit dem Jäger sind alle übereingekommen, dass jetzt einfach mal abgewartet wird, ob das Bärchen am nächsten Tag auch noch da ist. Ggfls. hatte er ein unbekanntes Abenteuer hinter sich und wollte sich nur ausruhen? Verletzungen waren nicht ersichtlich….

Birgits Bekannter sagte zu, immer wieder nach dem Tier zu schauen und sollte sich etwas verändern, würde er sich umgehend bei uns melden. Caro und Birgit verabschiedeten sich und Caro machte sich vom Bärchen direkt zum nächsten Einsatz auf den Weg - eine Katze die seit ca. 2 Wochen in einer Tiefgarage war und sich nicht anfassen ließe, war uns gemeldet worden….. Dazu lest ihr hier demnächst mehr…

Am nächsten Tag bekam Birgit die Meldung, dass der Waschbär weg ist, der Bekannte sein Grundstück jedoch im Auge behalten würde, ob der niedliche Geselle ggfls. zurückkommen würde - bisher war dies nicht der Fall…..




Sonntag, 22.01.2023
Nr. 46/2023

Das Wochenende war fast vorbei, als am Sonntag Abend gegen 18.30 Uhr auf dem Notfalltelefon die Meldung über eine tote Katze in Pattonville reinkam. Teammitglied Vera betreute zu diesem Zeitpunkt das Notfalltelefon, stellte die Meldung in unseren Chat ein und kurz darauf erklärte sich Teammitglied Frieda bereit, den Einsatz zu übernehmen.

Sie saß mit ihrem Mann beim Abendessen und dieser fragte, ob er Frieda unterstützen solle - das Anhalten auf der viel-befahrenen Strasse war nicht einfach und eine Absicherung daher auf jeden Fall besser. Die 2 machten sich auf den Weg und waren nur 5 Minuten später an der Unfallstelle. Friedas Mann versicherte sich, dass kein Auto kam, hielt mit Warnblinkanlage an und Frieda sprang rasch aus dem Auto, um das tote Fellnäschen zu bergen.

Anschließend fuhren sie an einen sicheren Halteplatz, um die Samtpfote auf Chip bzw. Tattoo zu untersuchen. Es handelte sich um einen großen, getigerten Fellnasenmann. Leider hatte Friedas Chiplesegerät keinen Chip gefunden, auch ein Tattoo war nicht auszumachen. Frieda beschloss, den Kater in unsere Vereinszentrale zu fahren. Dort sollten bei besseren Lichtverhältnissen Bilder gemacht werden, um dann über eine Fundmeldung in unseren Social Media-Kanälen die Besitzer zu suchen.

In Bietigheim angekommen, prüfte „Tier-Engel unterwegs“-Gründerin Marion nochmals mit ihrem Chiplesegerät das Vorhandensein eines solchen - und tatsächlich: Nun ertönte der Signalton und eine Chipnummer wurde angezeigt. Es kommt immer mal wieder vor, dass die Lesegeräte versagen und so wussten wir, dass Frieda ein neues Chiplesegerät benötigt.

Zwischenzeitlich hatte Marion die Nachricht erhalten, dass die Freundin eines unserer Teammitglieder eine solche Katze hätten, allerdings gechipt. Nach dem Auffinden des Chips und Abgleich der Chipnummer mit den Daten der Freundin bestätigte sich der schlimme Verdacht: Es handelte sich um Findus- den Kater der Freundin unseres Teammitglieds Tanja. Diese übernahm dann auch den Anruf und das Überbringen der schlimmen Nachricht, dass Findus einen Unfall leider nicht überlebt hatte….

Marion und Frieda haben Findus weitgehend von den Spuren des Unfalls gesäubert und ihn liebevoll für seine letzte Reise vorbereitet. Frieda erklärte sich bereit, Findus heimzubringen. Auf der Fahrt dorthin hatte sie das Radio abgestellt und fuhr mit Findus in aller Stille zu seiner Familie. Dort angekommen wurde sie von der unsagbar traurigen und fassungslosen Familie erwartet. Wirklich niemand konnte einen vernünftigen Satz herausbringen, so tief sass der Schmerz…. Frieda stellte sich vor und übergab Findus an seine Familie, die trotz der schrecklichen Situation dankbar waren, dass Findus zu ihnen heimkam.

Frieda verabschiedete sich leise und wünschte der Familie viel Kraft, dann fuhr sie heim. Unendlich froh, dass ihr Einsatz einem Fellnäschen zur Heimkehr verholfen hatte -wenn auch über Umwege weil ihr Chiplesegerät defekt war.

Gute Reise über die Regenbogenbrücke lieber Findus und deiner Familie sprechen wir nochmals unser tiefes Beileid aus….🖤🌈🖤




Sonntag, 22.01.2023
Nr. 43/2023

Happy End für einen kleinen Marder

Am Sonntag wurde uns ein verletzter Marder in Bietigheim gemeldet. Der Melder hatte ihn unter einer Brücke gefunden. Der kleine Kerl war völlig erschöpft und unterkühlt. Der tierliebe Melder hatte das Tier bereits gesichert und in seinem warmen Bad untergebracht. Teammitglied Franziska machte sich auf den Weg. Da nicht klar war, ob der Marder nur erschöpft oder auch innerlich verletzt war, brachte sie das kleine Kerlchen zur weiteren Diagnostik ins Tierheim. Dort wurde sich liebevoll um das putzige Kerlchen gekümmert und am Dienstag meldete sich das Tierheim deshalb bei uns. Der kleine Kerl sei quietschfidel, hat sich gut erholt und könne nun wieder in sein altes Revier entlassen werden.

Teammitglied und 2. Vorstand Caro, welche sich zu diesem Zeitpunkt als Tier-Engel auf einem Einsatz bei einer Katze ohne Schwanz befand (Bericht folgt) und diese ins Tierheim brachte, nahm das Marderchen auf dem Weg zu ihrem zweiten Ehrenamt beim THW mit. Am Sicherungsort von Sonntag entließ sie das Kerlchen in seinem Revier wieder in die Freiheit. So schnell konnte Caro gar nicht schauen, wie er „getürmt“ ist. Eine Fahrradfahrerin hat das gesehen und Caro angesprochen. Sie wollte wissen, was Caro gemacht habe. Diese hat es ihr erklärt und die Radfahrerin fand es super. Sie hat sich bedankt, das es Menschen wie uns gibt, die ihre Freizeit für Tiere in Not einsetzen - sowas tut von Mensch zu Mensch wirklich gut. Caro machte sich dann unverzüglich auf den Weg zu ihrem nächsten Ehrenamt beim THW und freute sich „wie Bolle“, dass ihr Karma-Punktekonto heute wieder mächtig aufgeladen wurde.




Dienstag, 17.01.2023
Nr. 41/2023

Es war Dienstag Abend um 17.58h, als ein Anruf auf dem Notfalltelefon einging. „Tier-Engel unterwegs“-Gründerin Marion, die zu dieser Zeit das Telefon betreute, hatte eine etwas aufgeregte Dame am Ohr die berichtete, dass sich in ihrem Hof eine tote Katze befinde. Marion, die sich gerade auf der Heimfahrt von der Arbeit befand, bat die Melderin, ihr die Adresse zu schicken. Kurz darauf piepte auch schon das Telefon.
Allerdings musste das Einsetzen in den Notfallchat noch kurz warten bis Marion zu Hause ankam. Während der Fahrt das Handy zu bedienen ist zu riskant. Zwischenzeitlich hatte die Melderin aber schon in ihrem Post in Facebook geschrieben, dass jemand von den „Tier-Engeln“ vorbeikommen würde. Da das Team aber noch nichts davon wusste, ein Teammitglied jedoch den Beitrag gesehen hatte, herrschte kurze Verwirrung.
Marion konnte alles aufklären und da sie eh noch im Auto saß, übernahm sie den Einsatz auch selbst. Kurz das Kind zu Hause rausgelassen und in Gedanken die Ausrüstung durchgegangen. Da sie erst kürzlich ein anderes Auto erworben hatte und noch nicht alles umgeräumt war, wollte sie sichergehen, dass sie alles Notwendige dabei hatte.

In Gemmrigheim angekommen, konnte Marion die rabenschwarze Samtpfote nicht gleich ausfindig machen. So rief sie nochmal kurz die Melderin an die zusagte, kurz runter-zukommen. Ausgestattet mit Handtuch und Chiplesegerät ging Marion in Begleitung der Melderin nach hinten in den dunklen Hof. Da lag die Fellnase unter einer alten Steinbank.

Die arme Maus war vermutlich angefahren worden und hatte sich mit letzter Kraft noch in den Hof geschleppt. Aus dem Mäulchen lief noch etwas Blut. Mit dem Chiplesegerät fuhr Marion vorsichtig über den leblosen Körper und tatsächlich, der erhoffte Signalton ertönte. Eine erste vorsichtige "Freude" machte sich breit. Wenn das Katzenmädchen jetzt noch registriert ist, durfte sie wenigstens für ihre letzte Reise nach Hause. Marion rief umgehend bei TASSO an und gab die Chip-Nummer durch, gespanntes Warten und dann BINGO!

Mini, wie das Katzenmädchen hieß, war tatsächlich registriert. Die nette Dame von TASSO am anderen Ende rief sofort bei der in der Datenbank hinterlegten Nummer an. Nur 3 min nach dem Marion auflegte, klingelte erneut das Notfalltelfon mit der Vorwahl von Gemmrigheim. Sofort war Marion klar, dass es Minis Besitzer waren. Einmal tief Durchatmen dann nahm Marion den Anruf entgegen.

Am anderen Ende war eine sehr betroffene Dame, die es kaum glauben konnte, dass ihre Mini nicht mehr leben sollte. Marion fragte sie nach ihrer Adresse und sagte zu, die Kleine nach Hause zu bringen. Die Melderin kannte die Adresse, es war nur ca 1 Gehminute entfernt und sie würde kurz mitlaufen. So gingen die 2 Frauen und der Sohn der Melderin, der Mini unter der Bank entdeckt hatte, stillschweigend und bedrückt die Strasse hinunter.

Nachdem sie um die nächste Kurve gebogen waren, kam ihnen schon eine Frau mit einem größeren Karton entgegen. Es war die Besitzerin, sichtlich mitgenommen. Marion legte die 11 jährige Katzendame behutsam in den Karton, der liebevoll mit einer Kuscheldecke ausgelegt war. Die Besitzerin wollte wissen, wo Mini gefunden worden sei und erzählte ein wenig von der Samtpfote. Leise fiel Schnee vom Himmel herab auf die Menschen mit dem toten Fellnasenmädchen….

Nach einigen Minuten verabschiedete sich Marion von den Umstehenden, wünschte der Besitzerin viel Kraft für die kommende Zeit und machte sich auf den Heimweg. Marion war sehr froh, dass die kleine Maus gechippt & registriert war und somit die Reise über die Regenbogenbrücke im Kreis ihrer Familie antreten konnte.





Montag, 16.01.2023
Nr. 40/2023

Es war am Montag Abend gegen 19.45 Uhr, als auf unserem Notfalltelefon eine kleine zugelaufene Katze in Gemmrigheim gemeldet wurde.

Teammitglied Lisa K. war noch arbeiten, übernahm jedoch nach Feierabend den Einsatz. Die Straße hatte sie schnell gefunden, nur das Haus der Melderin zunächst nicht. Lisa kontaktierte die Melderin und fand schließlich das Haus. Dort wurde sie herzlich empfangen. Da die Melder selber Katzenbesitzer sind, haben sie die kleine Fundkatze bis zu Lisas Eintreffen in ihrem Bad mit Katzentoilette, Schlafbox sowie Futter und Wasser separiert.

Der Mann der Melderin nahm das wunderhübsche Katzenmädchen auf und Lisa schaute nach einem Chip - leider ergebnislos. Zur Sicherheit setzte sie das Chiplesegerät nochmals an - vergeblich… Die Kleine war nicht gekennzeichnet, machte aber alles in allem einen guten Eindruck.

Lisa erschien das scheue Fellbündelchen noch sehr sehr jung (ca. 4-5 Monate) und ziemlich klein. Als Lisa einen kurzen Moment abgelenkt war, wand sich die hübsche Samtpfote aus ihrer Hand und versteckte sich unter einem Wäscheständer. Mit Hilfe des Mannes der Melderin konnte Lisa sie wieder hervorholen und die Fellnase kam direkt in Lisas Transportbox. Lisa erfuhr, wie das Katzenmädchen zu den Meldern kam:
Der Mann hat in seiner Werkstatt gearbeitet und ständig ein Miauen gehört. Irgendwann ließ es ihm keine Ruhe mehr und er ging nachsehen. Unter der Regentonne, die etwas erhöht stand, hatte sich das kleine Kätzchen versteckt und direkt sein Mitleid erregt. Gemeinsam mit seiner Frau holten sie das Minikätzchen ins Haus, gaben ihr Futter und Wasser und die Kleine nahm es dankend an.

Aufgrund der Wetterlage war klar, das Kätzchen konnte man so nicht mehr vor die Tür setzen. Lisa hielt Rücksprache mit unserem 1. Vorstand Marion. Nachdem sie sich von den Meldern verabschiedet hatte, fuhr Lisa zu Marion, wo das Samtpfötchen über Nacht bleiben konnte. Dort angekommen, bereiteten Lisa und Marion alles für die Übernachtung vor und setzten die Fellnase samt Box dann ins Badezimmer.

Nach etwas Zögern kam sie aus der Box und auch hier machte sich das Katzenmädchen erneut dankbar über das angebotene Futter her. Langsam konnten Marion und Lisa das Vertrauen erwecken und die Kleine ließ sich von ihnen anfassen. Sie wurde immer zutraulicher und am Ende wollte sie gar nicht mehr weg und genoss es, ausgiebig gestreichelt zu werden. Bereits auf der Fahrt zu Marion, auf der das Kätzchen Lisa lautstark unterhielt, fiel Lisa auf, dass das Fellnäschen immer wieder den Kopf schüttelte.

Im Licht konnten die beiden Frauen dann auch sehen, dass die kleinen Katzenöhrchen mit Milben befallen waren. Lisa blieb noch eine Weile bei Marion und streichelte das Kätzchen zärtlich - dabei fiel auf, dass das Katzenbäuchlein ziemlich rund war, was oft für Würmer spricht. Irgendwann fielen ihr tatsächlich vor lauter Müdigkeit die Augen zu. Das war alles ganz schön anstrengend für den Katzenzwerg.
Lisa taufte das kleine Katzenmädchen auf den Namen Nisha und verabschiedete sich. Teammitglied Nela erstellte in unseren Social Media-Kanälen eine Fundmeldung, die bisher jedoch ohne Ergebnis blieb.

Das verschmuste Katzenmädchen Nisha wurde von Marion am nächsten Tag mit ins Tierheim genommen und wartet dort nun auf ein liebevolles Zuhause. Interessenten können sich gern an die Katzenstation im Tierheim Ludwigsburg wenden:
E-Mail: katzen@tierheim-lb.de
Telefon: 07141 – 250410

Alles Gute für Dich und ein liebevolles Zuhause kleine Nisha!




Montag, 16.01.2023
Nr. 38/2023

Der nächste Einsatz am Montag kam ca. um 19 Uhr. Teammitglied Vera hatte noch immer das Notfalltelefon und gab den Einsatz an alle Teammitglieder weiter: „überfahrene weisse Katze auf der Landstrasse zwischen Bietigheim in Fahrtrichtung Ingersheim“

Obwohl unsere Teammitglieder Mely und Karsten gerade erst nach viel Stau durch den stundenlang gesperrten Engelbergtunnel nach Hause kamen, haben sie sich dazu bereit erklärt, den Einsatz zu übernehmen.

An der genannten Straße sind sie im Schneckentempo beide Fahrtrichtungen abgefahren, konnten aber aus dem Auto heraus zunächst nichts entdecken. Also steuerten beide dann einen Wanderparkplatz an, um die Straße zu Fuß nochmal genauer abzusuchen. Mit Warnweste und Taschenlampen ausgestattet, suchten sie zu zweit beide Seitenstreifen gleichzeitig ab. Bei starkem Wind und teils vereinzelten Schneeflocken im Nieselregen „spazierten“ die Zwei von Bietigheim bis Ingersheim und zurück. Gemütlich ist etwas anderes….

Nach nochmaliger Rücksprache mit Vera und einem genauerem Standort erfuhren sie, dass die Katze nach Angaben der Melder wohl recht mittig auf der Fahrbahn liegen würde. Und tatsächlich entdeckten die beiden auf dem letzten Stück zwischen Wanderparkplatz und Bietigheim einen großen Blutfleck und etwas mehr auf dem Mittelstreifen. Und auf dem Abhang daneben (freundlicherweise nicht zum Fußgängerweg hin, sondern zum Feld) lag dann das gesuchte Tier. Jemand hatte es wohl schon von der Fahrbahn geholt. Es handelte sich zur großen Erleichterung von Karsten und Mely NICHT um eine Katze, sondern „nur“ um einen Feldhasen. Auch wenn dies nicht minder traurig ist, so musste in diesem Fall kein Besitzer eine niederschmetternde Nachricht über das Ableben seines geliebten Haustieres erhalten..…

Mely sprach noch ein kurzes Gebet für den Hasen und wir wünschen ihm, dass er sicher zu „Frith“, dem Gott der Kaninchen, gekommen ist…

 




Montag, 16.01.2023
Nr. 37/2023

Es war Montag und spontan übernahm Teammitglied Vera mittags das Notfall-Telefon, da unser 1. Vorstand Marion selbiges ungeplant nicht weiter betreuen konnte.
Vera war zwar bei der Arbeit, hatte aber keine Besprechungen oder Termine mehr, so dass sie eingehende Anrufe auf jeden Fall annehmen konnte. Und kurz nach der Übernahme des Telefons ging auch schon ein Anruf ein.

Eine Mitarbeiterin des Rathauses in Affalterbach teilte mit, dass eine Anwohnerin eine tote Katze vor ihrem Wohnhaus gemeldet hatte. Die Katze wurde heute Morgen wohl überfahren und liege nun bei der Melderin mit einem Tuch abgedeckt in der Einfahrt.
Vera stellte diese Meldung in unseren Notfall-Chat und hoffte, dass ein anderes Team-Mitglied Zeit hätte, den Einsatz zu übernehmen. Sie selbst hätte eigentlich bis in den späten Abend arbeiten müssen. Nachdem wohl aber auch sonst niemand die Möglichkeit hatte, zeitnah nach der toten Fellnase zu schauen, machte Vera Feierabend. Schließlich lag die Mieze bereits seit einigen Stunden dort. Und sie stellte sich vor, dass eventuell irgendwo ein Besitzer verzweifelt nach der Samtpfote suchen würde. Erst vorige Woche war eine von Veras Fellnasen zwei Tage lang verschwunden und Vera stand unbeschreibliche Ängste aus - so wollte sie jede Minute dieser Angst und Ungewissheit den eventuell vorhandenen Besitzern ersparen.

Als sie in Affalterbach ankam, fand Vera die Katze an der angegebenen Adresse. Sie hob das leblose schwarze Fellbündelchen vorsichtig auf und legte es in ihren Kofferraum. Nun konnte sie das Geschlecht bestimmen und mit dem Chiplesegerät prüfen, ob ein Chip vorhanden ist.

Das Katzenmädchen hatte leider weder einen Chip noch eine Tätowierung im Ohr. Somit war es nicht möglich, bei Tasso/findefix eine Halterabfrage zu machen. Leider… Außer Vera würde heute niemand mehr Abschied von der schönen und so stolz wirkenden schwarzen Katzendame mit dem weißen Fellfleck auf dem Bauch nehmen. Behutsam wickelte Vera die Fellnase in ein Tuch und nahm sie zunächst mit sich.
Teammitglied Nela erstellte in den Social Media-Kanälen eine Fundmeldung, doch bisher ohne Erfolg - vermisst denn niemand das Samtpfötchen????

Gute Reise über die Regenbogenbrücke… es war ein kurzes Jahr für Dich…




Samstag, 14.01.2023
Nr. 35/2023

Tier-Engel Debbi betreute auch am Samstag Morgen das Notfalltelefon. Um 6.50 Uhr klingelte es und riss Debbi aus dem Schlaf - es war die Polizei in Winnenden. Sie hatten seit unserem Einsatz mit dem angeschossenen Reiher unsere Visitenkarte auf dem Revier und baten erneut um Hilfe.

Eine tote Fellnase in Schwaikheim, die die Polizei gemeldet bekam und schon eingesammelt hatte, wartete auf dem Revier zur Überprüfung einer Kennzeichnung. Teammitglied Andrea B. übernahm den Einsatz nach Erledigung ihres Termines.

Auf dem Revier angekommen, prüfte Andrea bei dem hübschen Fellnasenmädchen, ob ein Chip vorhanden war - tatsächlich fand sie einen. Von TASSO erfuhr Andrea, dass Ronja seit einem Tag vermisst wurde und bei findefix registriert war. Darüber konnte die Besitzerin ermittelt werden.

Die Besitzerin von Ronja teilte mit, dass sie schnellstmöglich kommen würde - sie war völlig aus dem Konzept ob der schlimmen Nachricht und brachte kaum ein Wort heraus vor Trauer. Teammitglied Andrea wollte Ronja selber übergeben und die Besitzerin trösten, doch diese kam nicht. Nach einer halben Stunde fragte die Polizei nochmals an und Andrea wartete wieder….. Ca. 1 Stunde draußen im Innenhof der Polizei….- 🤧 in der Kälte auf einer Bank…

Normalerweise hätte Andrea Ronja auch heimgefahren, doch da es hieß, die Besitzerin mache sich auf den Weg, wollte sie nicht riskieren, aneinander vorbeizufahren….. Nach insgesamt 1,5 Stunden verabschiedete sich Andrea von den hilfsbereiten Polizeibeamten und hoffte, dass Ronja bald abgeholt werden würde….

Ganz ganz lieben Dank an alle Kollegen des Polizeireviers Winnenden für die großartige und sehr freundliche Unterstützung unseres Teammitglieds Andrea! Durchgefroren machte diese sich auf den Heimweg, um dort erst einmal einen heißen Tee zu sich zu nehmen und ihren Gedanken um das Katzenmädchen Ronja freien Lauf zu lassen…. Andrea rief am Abend nochmals auf dem Revier an und erfuhr, dass Ronja zwischenzeitlich nach Hause geholt wurde…

Gute Reise über die Regenbogenbrücke kleine Ronja und deinen Besitzern wünschen wir ganz viel Kraft, um den schmerzlichen Verlust zu verarbeiten.…




Samstag, 07.01.2023
Nr. 20/2023

Samstagabend, kurz nach 20 Uhr. Teammitglied Andrea betreute das Notfall-Telefon und erhielt leider die traurige Meldung, dass eine tote Katze in Hohenstein auf der Straße liegt. Sie stellte die Meldung in unseren Notfallchat ein.

Teammitglied Franziska saß zusammen mit ihrem Freund Marco zu diesem Zeitpunkt auf dem Sofa und schauten einen Film. Nach dem Lesen der Meldung fanden beide den Zeitpunkt für eine gute Tat passend und übernahmen den Einsatz.

Vielleicht gelang es ihnen ja dadurch, die Fellnase heimzubringen und besorgten Besitzern - wenn auch traurige - Gewissheit über den Verbleib des vermissten Fellnäschens zu geben…. Unverzüglich fuhren sie zum Einsatzort. Dort angekommen, nahmen Franzi und Marco telefonisch mit der Melderin Kontakt auf und diese kam mit der leblosen Samtpfote runter. Eingebettet in einer kleinen Kiste, liebevoll zugedeckt übergab die Dame ihren traurigen Fund. Sie war sehr froh, dass die Tier-Engel unterwegs sich nun um alles Weitere kümmerten und ging wieder hinein.

Franzi und Marco schauten sich die Samtpfote an und mussten leider feststellen, dass diese weder gechipt noch tätowiert war. Das Katzenmädchen war noch sehr jung, schätzungsweise 9 Monate und vermutlich hatte sie kein Zuhause. Oft schon haben wir an den Weinbergen Streunerchen und Kitten gemeldet bekommen - war dieses Fellnäschen eines davon?

Franzi machte noch Bilder für die Totfundmeldung in unseren Social Media-Kanälen, die Teammitglied Nela umgehend erstellte - die Hoffnung, darüber einen Besitzer zu finden, hat sich leider nicht erfüllt.
l
Behutsam wurde das kleine Katzenmädchen in ein Handtuch gewickelt und mitgenommen. Nachdem sich bisher kein Besitzer gemeldet hat, durfte sie ihre Reise über die Regenbogenbrücke auf einem Grundstück von Franzis Familie antreten - dafür ganz lieben Dank!




Samstag, 07.01.2023
Nr. 18/2023

Es war gegen 13 Uhr, als Teammitglied Debbi, die zu diesem Zeitpunkt das Notfall-Telefon betreute, eine tote Katze zwischen Tamm und Markgröningen gemeldet bekam. Debbi stellte den Einsatz gleich in unseren Notfall-Chat und unser 2. Vorstand Caro übernahm kurz darauf.

Caro machte sich auch unverzüglich auf den Weg, vom Auto aus hatte sie die Fellnase nicht ausmachen können und da es keinen exakten Standort gab, rief sie die Melderin für eine genaue Fundortbeschreibung an.

Als Caro vor Ort ankam, hatte jemand bereits die Fellnase zur Seite an einen Baum gelegt -zwischen dem Laub war diese kaum auszumachen - und Caro stockte beim Annähern das Herz… Es war wieder einmal ein schildpattfarbenes Katzenmädchen…. eine der Fellnasen, die bei Caro leben, ist ebenfalls schildpattfarben und die Assoziation erscheint unweigerlich in Caros Kopf…. Behutsam strich sie mit dem Chiplesegerät über das noch warme, leblose Körperchen und tatsächlich wurde Caro eine Chipnummer angezeigt.

Caro rief bei TASSO an und war überrascht. Das Katzenmädchen Mira wurde seit November 2021 vermisst…. Während Caro auf den Rückruf von TASSO wartete, die die Besitzer erreichen wollten, gingen ihr viele Gedanken durch den Kopf. Wo war das kleine Fellnasenmädchen die ganze Zeit? Es sah gutgenährt und gepflegt aus…Hatte sie ein neues Zuhause gefunden und niemand nach einem #Chip geschaut? Oder war schlichtweg nach Rückkehr von Mira vergessen worden, die Suchmeldung bei TASSO zu löschen?

Kurz darauf kam die Meldung, dass TASSO die Besitzer nicht erreicht hatte, es jedoch Datenfreigabe gab und so wickelte Caro das hübsche Katzenmädchen behutsam in ein Handtuch, um es zurück zu seiner Familie zu bringen. Am Haus angekommen sah Caro Kinder-Spielzeug rumliegen und beschloß, die kleine Mira zunächst im Auto zu lassen.

Auf ihr Klingeln öffnete eine Frau, neben ihr ein Kleinkind. Caro begrüßte sie und sagte „Es geht um die Mira.“ Die Frau bat Caro, reinzukommen und nach oben zu gehen, in dem Moment hörte Caro von oben einen Schrei und Weinen - ein Mann kam runter… Caro erklärte ihm, dass sie Mira dabei hat und diese im Auto sei. In dem Moment kam eine Frau völlig tränenüberströmt ebenfalls die Treppe herab. Für Caro war es sehr sehr emotional, solch Verzweiflung und Traurigkeit für die es letztlich einen Trost gibt…. Nur wer selber Tiere wie ein Familienmitglied liebt, kann den Schmerz nachvollziehen….

Das Paar lief mit Caro zum Auto, nunmehr konnte auch der Mann seine Tränen nicht zurückhalten… Caro kämpfte um ihre eigene Fassung, so intensiv spürte sie den Schmerz der beiden Menschen um die kleine Mira…. Am Auto selber brach die Frau dann zusammen…. Wie sehr musste Mira geliebt worden sein…. Caro erfuhr, dass Mira erst vor 2 Stunden das Haus verlassen hatte… um leider nie mehr wiederzukommen….

Caro verabschiedete sich von dem Paar. Es war einer ihrer schwersten Einsätze, die sie in ihrer bisherigen Tätigkeit für den Tierschutz hatte.
Gute #Reise über die Regenbogenbrücke kleine Mira, Deinen Besitzern wünschen wir ganz viel #Kraft, um den schrecklichen Verlust zu bewältigen.





Donnerstag, 05.01.2023
Nr. 9/2023

🐕 🐕 🐕 Nachtschicht für Teammitglied Vera, mit einer Hündin schlafend im Auto- und ein Happy End! 🐕 🐕 🐕

Als Teammitglied Vera am Mittwochabend gegen Mitternacht ins Bett ging und der gesamte Abend, während sie das Notfall-Telefon betreute, sehr ruhig verlief, ahnte Vera noch nicht, dass sich dies sehr bald ändern würde.
Es war Donnerstag, kurz vor 2 Uhr nachts, als sie plötzlich hochschreckte, da sich ihr Handy auf dem Nachttisch im lautesten Klingelton der möglich war, bemerkbar machte. Als sie sich im Halbschlaf meldete, benötigte Vera auch erst ein paar Sekunden, um zu realisieren, was die nette Männerstimme am anderen Ende der Leitung zu ihr sagte. Es war das #Polizeirevier #Bietigheim, bei denen eine Meldung über einen freilaufenden Hund, vermutlich ein Husky, in einem Industriegebiet in Bietigheim eingegangen war. Ein Werkschutzmitarbeiter eines dort ansässigen Unternehmens  hatte den #Hund entdeckt und mit auf das Betriebsgelände genommen, so dass die Fellnase erstmal gesichert war.

Die #Polizei bat unseren Verein darum, nun alles Weitere zu übernehmen bzw. zu veranlassen, da wir „bei so etwas ja die #Profis sind“. Herzlichen Dank an dieser Stelle mal wieder an das Revier in Bietigheim für die tolle #Zusammenarbeit und das #Vertrauen in unseren Verein. Vera erhielt die Kontaktdaten des Melders und sie setzte sich unverzüglich mit ihm in Verbindung.
Umgehend stellte sie den Einsatz in unseren Notfall-Chat und fand es selbst ein wenig amüsant, nachts um 02.03 Uhr die Frage an die anderen Teammitglieder zu stellen, ob jemand hinfahren könne, um den Chip auszulesen. Denn, wer bitte sollte um diese Uhrzeit
an einem Wochentag noch wach sein? Alle haben einen Job und müssen am nächsten Tag aufstehen - so wie Vera auch….So zog sie sich also parallel schon einmal an und beantwortete ihre eigene Frage im Notfallchat dann mit „Ich fahre hin“.

An der angegebenen Adresse erwartete sie bereits der erfreute Werkschutzmitarbeiter. Ebenfalls voller Freude wurde Vera begrüßt von einem wunderschönen Malamute. Diese positive Stimmung des Hundes nutzte sie gleich einmal, um spielerisch zu schauen, was für ein Geschlecht das Tier denn hat. Und Vera stellte fest, es ist ein Mädchen. Außerdem war die Hundedame total freundlich und reagierte auf jeden Befehl. So setzte sie sich brav hin, damit Vera prüfen konnte, ob sie einen Chip hat.

Aber Veras Bemühungen am gesamten Hals,- Kopf- und Brustbereich der Hündin einen Chip zu lokalisieren blieben erfolglos. So - da saß Vera nun also nachts um 3 Uhr mit einer ausgewachsenen Malamute-Hündin und überlegte, wie sie nun weiter vorgehen werde. Da kein Besitzer bekannt war, musste das Hundemädchen ins Tierheim gebracht werden. Vera entschied sich, nicht die Notfall-Nummer des Tierheimes zu wählen und die Tierheimleiterin mitten in der Nacht herauszureißen, was oft genug vorkommt - es reicht, wenn sie selber zu nachtschlafender Zeit wach war…. Tiere fragen halt nicht nach der Uhrzeit…

Veras Plan: die Hundedame erst einmal zu sich mitzunehmen und morgen ganz früh, wenn das Tierheim regulär besetzt ist und sie zu ihrer eigentlichen Arbeit fahre, die hübsche Fellnase dort abzugeben. Natürlich war sich Vera auch sofort bewusst, dass ihr Plan einen Haken hatte. Und zwar den, dass sie zu Hause 3 Katzen hat und der Besuch einer fremden Hündin zu nachtschlafender Zeit sicherlich von allen beteiligten Fellnasen nicht als sonderlich gut empfunden werden würde.

Als Vera zu Hause in der Tiefgarage angekommen war, es war nun ca. 3.30 Uhr, verfeinerte sie ihren Plan. Sie klappte alle Sitze ihres geräumigen SUV’s um und hatte dadurch eine schöne große Fläche zur Verfügung. Vera holte diverse Wolldecken, die sie darauf auslegte und öffnete die Fenster jeweils einen Spalt. Natürlich bekam ihr vierbeiniger Gast vor dem zu Bett gehen noch Wasser zu trinken, ein paar Leckerlis und eine Nachtwanderung zum Erleichtern für die Hündin war auch noch drin!
Zusammen mit der Hündin legte sich Vera in ihr Auto - keinesfalls wollte sie das Tier allein lassen… Ca. 2 Stunden Schlaf waren noch möglich, ehe Vera sich zur Arbeit begeben musste und vorher die Hündin ins Tierheim bringen….. Die Hundedame suchte Körperkontakt und fing sogar an zu schnarchen. Vera gelang es leider nicht einzuschlafen. Aber dennoch war dies in Veras Augen die beste Lösung.

Um 6.14 Uhr klingelte das Handy wieder und auf dem Display erschien eine unbekannte Nummer. Vera freute sich unsagbar, als sie hörte, dass es der Besitzer der Hündin war, der glücklicherweise bei der Polizei anrief, um nachzufragen, ob diese zufällig in der Nacht einen Hund gefunden hätten. Und die Polizei gab dem Besitzer selbstverständlich sofort unsere Tier-Engel-Telefonnummer. Keine 30 Minuten später stand das Besitzerpaar bei Vera, um ihre 1 ½ jährige Senna abzuholen. Alle Drei freuten sich sehr über das Wiedersehen! Verzeihung: alle Vier - Vera eingeschlossen - und sie bekam zum Abschied sogar noch einen dicken Schmatzer von Senna quer über das Gesicht.
Senna hat einen Chip und ist registriert, allerdings sei es nicht zum ersten Mal vorgekommen, dass der Chip nicht reagierte. Die Besitzer werden dies prüfen lassen.

Vera hatte nun nicht mehr viel Zeit, um sich nun fertigzumachen, um, wie andere Menschen um diese Uhrzeit auch, zur Arbeit zu fahren. Doch dies tat sie alles mit einem feinen Lächeln im Gesicht - Vera Du bist großartig - Deine Tierliebe außergewöhnlich und wir sind sehr stolz, dass du Teil unseres Teams bist!!!!!




Montag, 02.01.2023
Nr. 2/2023

Am Montag gegen 16:30h nahm Teammitglied Nela, welche zu diesem Zeitpunkt das Notfalltelefon betreute, den Anruf entgegen, dass in Leonberg am Hundesportplatz in einem Graben eine tote getigerte Katze liegen würde. Nach Abfragen weiterer Details sandte die Melderin noch ein Bild und einen genauen Standort.

Nela stellte alles in unseren Notfallchat ein und Teammitglied Mely gab Bescheid, dass sie und ihr Mann nach Feierabend übernehmen würden, falls vorher niemand anderes könnte.

Karsten und Mely haben sich nach dem Feierabend , der doch später als gedacht war, noch auf den Weg gemacht, um die Katze zu bergen.
Trotz zweier Versuche, einen Chip auszulesen, zeigte das Lesegerät nichts an - auch ein Tattoo war nicht erkennbar. Dies hieß, dass wir nun über Social Media eine Fundmeldung erstellen würden, um so einen eventuellen Besitzer zu finden. Dafür machte Mely noch Fotos. Das Tier war sehr groß und stattlich - er musste sicherlich irgendwo regelmäßig Futter bekommen.

Die Fellnase wurde von Mely und ihrem Mann Karsten in unsere Vereinszentrale überführt. Dort schaute Vorstandsvorsitzende Marion auch noch einmal nach einem Chip - doch leider erfolglos. Der riesige unkastrierte Kater war leider nicht gekennzeichnet. Die von Teammitglied Nela erstellte Fundmeldung zur Besitzersuche in Social Media blieb bisher auch ohne Ergebnis.

Gute Reise über die Regenbogenbrücke… es war ein kurzes Jahr für Dich…




Sonntag, 01.01.2023
Nr. 1/2023

Der erste Einsatz in 2023 und gleich mit Happy End!

Am Neujahrstag war Social Media leider wieder voll mit entlaufenen und zugelaufenen Hunden und auch bei uns wurde gegen 16.10h auf unserem Notfalltelefon ein zugelaufener Hund in Hessigheim gemeldet.

Teammitglied Mely übernahm gemeinsam mit ihrem Mann den Einsatz. Während Karsten im Auto wartete, klingelte Mely und wurde eingelassen. In der Wohnung traf sie auf einen wirklich winzigen Yorkie, der ein überaus freundliches Wesen hatte. Der süße Fratz trug eine Hundemarke - doch ohne Namen und Telefonnummer.

Da der Hundebub absolut lieb war und nicht verängstigt, war auch das Auslesen des Mikrochips kein Problem und erfreulicherweise schlug Melys Lesegerät bei dem kleinen Zwerg auch sofort an. Gerade als Mely bei Tasso anrufen wollte, klingelte ihr Handy - ihr Mann Karsten rief an.
Zufälligerweise hatte er aus dem Auto gesehen, dass eine Dame eine Kreuzung weiter suchend herumlief. Ein Nachbar, der ebenfalls zufällig anwesend war, rief ihr zu, ob sie etwas suchen würde!? Die Dame bejahte und antwortete, dass sie ihren ganz kleinen Hund suche. Daraufhin sprach Karsten sie an. In der Tat war es dann die Besitzerin des Yorkis.

Also sind Mely und der Melder mitsamt dem 11jährigen Bambam - so hieß der kleine Mann - auf die Straße, wo Bambam freudig in Frauchens Arme überreicht wurde. Die Freude, dass der kleine Ausreißer wohlbehalten den Ausflug überstanden hatte, war bei allen Beteiligten riesig.

Bambam wohnt in Wüstenrot und ist hier mit seinem Frauchen nur zu Besuch. Vermutlich hatten die Kinder des Hauses wohl die Türe offen gelassen, was Bambam zum Ausflug animiert hatte. Zu der Hundemarke, die er trägt, bekommt er zukünftig noch eine Marke mit seinen Namen, sowie Name + Telefonnummer von Frauchen.

Good luck kleiner Bambam für 2023!