Tier-Engel unterwegs e.V.

Die Tiernothilfe im Kreis Ludwigsburg & Umgebung

Unsere Einsätze 2024 - Stand 26.02.2024: 205

Falls auch Sie einmal ein Tier in einer Notlage auffinden oder eine Totfundmeldung abgeben möchten - ein Anruf auf unserem Notfalltelefon genügt und wir sind zur Stelle: 0178-9313465


Freitag, 16.02.2024
Einsatzbericht Nr. 160🐕 🐕 🐕 

❣️ AMOR Henry auf Abwegen ❣️

Freitag, 22.15 Uhr - auf dem Notfalltelefon geht über Whats App-Call bei Teammitglied Franziska die Meldung über einen freilaufenden Hund in Bietigheim-Buch ein.

Den ganzen Tag war unser 2. Vorstand Caro bereits mit ihrem anderen Ehrenamt - sie ist beim THW - auf der Autobahn und erst seit 21.30 Uhr wieder zuhause. Sie hatte gerade ihre Katzen versorgt und wollte etwas Essen, als Franzi sie anrief. Und NEIN-Sagen gab es für Caro nicht…

Die Leute, die den Hund gemeldet hatten, waren mit ihrer eigenen Hündin Gassi und der Ausreißer ist die ganze Zeit dem Trio nachgelaufen. Teammitglied Caro brauchte dann noch ein bisschen, bis sie die Gassirunde samt Verfolger eingeholt hatte, da diese langsam weitergelaufen waren.

Caro erkannte, dass zwei Leute mit einem schwarzen Hund unterwegs waren, diese sich aber entfernten. Dann sah sie die Melder - diese hatten eine elfjährige West White Highland Terrier-Hündin dabei, die läufig war…. und ein kleiner, brauner Chihuahua-Bub, der nicht gerade freundlich war…. Und unkastriert….. aha….. das erklärte das Nachlaufen….

Der Mann des Paares hatte versucht, den Minihund zu sichern, doch dieser begann sofort mit Beißen, so dass die Melder dann Hilfe bei uns suchten. Die Sicheurng des kleinen „Gift“-Zwerges war nicht so einfach:
- gereichte Leckerlis wurden geflissentlich ignoriert
- die Hündin in Caros Auto setzen in der Hoffnung, der liebestolle Zwerg springt hinterher - nöööööö

Caro bat die Melder, die nahe wohnten, den Chihuahua mit ins Haus zu nehmen, da eine Sicherung dort leichter war. theoretisch - denn der kleine Beißer hatte wohl doch nicht soviel Mut und wollte partout nicht mit ins Haus…. Er machte eher Anstalten, wegzulaufen. Rasch lief Caro zu ihrem Auto und holte Kescher und Handtuch, während der Hunde-Amor weiter um seine Angebetete herum-scharwänzelte….Den Moment, wo der Hundebub der Hündin sehr intensiv am Hinterteil roch, da diese gerade Wasser gelassen hatte, nutzte Caro sofort. Ein gezielter Kescherwurf und der Chihuahua war im Netz. Wo er natürlich nicht ruhig sitzen blieb….

Caro bat die Anwesenden zu helfen und gemeinsam gelang es, das kleine wuselige Hundekerlchen in die von Caro geholte Transportbox zu bekommen. In der Box wandelte sich der „Gift“-Zwerg in ein bedauernswertes kleines „Häufchen Elend“…. Caro fackelte nicht lange und nutzte auch diesen Moment, um nach einem Chip zu schauen. Glücklicherweise war der Hund gekennzeichnet und bei TASSO registriert - doch die Bestzer konnten um 22.45h leider nicht erreicht werden, so dass Caro den Vierbeiner dann ins Tierheim brachte.

Ein schöner AHA-Moment dieser Geschichte:
Die Melder stellten durch diesen Einsatz fest, wie wichtig es ist, seinen geliebten Vierbeiner kennzeichnen und registrieren zu lassen - denn der eigene war zwar nach ihren Angaben gechippt, aber registriert?????? Sie waren sich nicht sicher und Caro suchte zunächst mit dem Chipleser nach einem Chip - allerdings ohne Erfolg…….
War der Chip kaputt? Oder Caros Lesegerät? Bei dem Chihuahua kurz zuvor tat es noch….. Caro empfahl dem Paar, dies beim zuständigen Tierarzt einfach mal kontrollieren zu lassen, um im Falle eines Entlaufens wirklich auf der sicheren Seite zu sein….

Die Besitzer des Chihuahuas haben sich dann doch noch sehr spät gemeldet -völlig aufgelöst, da sie den kleinen Mann schon schmerzlich vermisst und überall gesucht haben - und den kleinen Henry am Folgetag aus dem Tierheim nach Hause geholt.
HAPPY END für Zwei- und Vierbeiner 🍀




Freitag, 16.02.2024
Einsatzbericht Nr. 160🐾🐈❣️🍀

Als am Freitag gegen 13 Uhr auf dem Notfalltelefon ein Hilferuf aus Steinheim einging, war Teammitglied Edelgard gerade dabei, sich zu richten und nach Freiberg zu fahren,um mit ihrem Enkel neue Sportschuhe zu kaufen.
Sie las, dass ein Herr seine zwei Fellnasen ins Tierheim bringen wollte - dort war bereits alles für die Aufnahme der beiden Fellnasen geklärt - doch er war nicht mobil. Aus gesundheitlichen Gründen durfte er kein Auto fahren. Normalerweise übernehmen wir ehrenamtlichen Tier-Engel keine „Taxifahrten“ - doch es gibt menschliche Ausnahme-situationen  - so war es auch in diesem Falle….

Leider konnten unsere Tier Engel-Mitglieder, die sich in der Nähe befanden, diesen Auftrag nicht übernehmen. Sie waren entweder arbeiten oder nicht vor Ort bzw. anderweitig verhindert. Kurzentschlossen übernahm deshalb Edelgard den Einsatz und fuhr den „kleinen Umweg“ über Steinheim, um den Herrn und die zwei Samtpfötchen - es handelte sich hier um Mama und Tochter - abzuholen. Auf dem Weg nach Freiberg erfuhr Edelgard von dem Herrn die ganzen dramatischen Umstände seiner aktuellen Situation…. Er bedauerte alles sehr und lange hatte er nach Lösungen gesucht….Es fiel ihm offensichtlich nicht leicht, über die Hilfe von uns und auch dem Tierheim war er deshalb sehr dankbar.

In Freiberg gab es dann einen kleinen Zwischenstopp, denn Edelgard holte ihr Enkelchen ab und gemeinsam ging es weiter ins Tierheim nach Ludwigsburg. Dort angekommen, wurden die Kätzchen gleich versorgt und das Formelle erledigt. Dazu gehörte, dem Besitzer mitzuteilen, dass die beiden Fellnasen nach spätestens 14 Tagen wieder abgeholt und die Kosten für den Aufenthalt bezahlt werden müssen. Geschieht dies nicht, gehen die Fellnasen zur Weitervermittlung an das Tierheim über... Schweren Herzens und mit vielen Gedanken, wie es für ihn und auch die Samtpfötchen weiter geht, brachten Edelgard und ihr Enkel den Herrn nach Steinheim zurück.

Und dann konnten Oma und Enkel den geplanten Schuhkauf - wenn auch mit etwas Verspätung - angehen…




Mittwoch, 14.02.2024
Kurz-Einsatzbericht Nr. 151 🦅🦅🦅

Mittwoch, Valentinstag - Tieren in Not und uns ist es egal, welcher Tag und welche Uhrzeit ist… Wie sovielen Ehrenamtlichen….

Teammitglied Birgit war auf der Heimfahrt von einem Termin, als sie im Notfallchat las, dass in einer Firma in Markgröningen ein verletzter Turmfalke aufgefunden wurde. Der Finder hatte ihn in einem Karton gesichert und diesen abgedunkelt, da ein Anflugtrauma vermutet wurde. Da der Melder von der Arbeit nicht weg konnte, hat er auf unserem Notfallhandy angerufen.

Birgit ist also direkt weiter zu der Firma gefahren. Sie meldete sich an der Pforte, wurde vom Melder in Empfang genommen und zu dem Tier geführt. Sie setzte den wunderschönen Greifvogel vorsichtig in eine Soft-Transportbox um und brachte ihn zur weiteren Untersuchung ins Tierheim, wo sich fachgerecht und in vollem medizinischen Umfang um ihn gekümmert wurde. Danke wieder einmal für die großartige Zusammenarbeit ans Tierheim Ludwigsburg auf diesem Wege!

Rasche Genesung und zukünftig einen unfallfreien Flug Du Hübscher!🦅🦅🦅




Dienstag, 13.02.2024
Einsatzbericht Nr. 141🐾🐈🆘🐾🐈

Dienstag vormittag - Teammitglied Franzi bereitete sich wie zur Zeit täglich auf ihre bevorstehenden Prüfungen vor und saß vertieft über dem Lernstoff, als Teammitglied Gaby, die zu diesem Zeitpunkt das Notfalltelefon via Rufumleitung betreute, sie anrief.

Bei Notfällen werden die evtl. verfügbaren ehrenamtlichen Teammitglieder direkt kontaktiert, da nicht jeder sofort die Meldungen im Notfallchat liest und es sehr oft auf jede Minute ankommt. So wie in diesem Fall:

Gemeldet wurde eine verletzte Katze mit vermutlich einem gebrochenen Fuß in Walheim. Daraufhin zog sich Franzi schnell an, währenddessen kamen bei ihr auf der Hardware vom Notfalltelefon über WhatsApp Fotos von der Katze an. Auf dem Foto sah die Katze zum einen alt aus und zum anderen erkannte Franzi, dass die Fellnase alle vier Füße belastet, so dass sie davon ausging, dass vermutlich da kein Bein gebrochen ist. Doch anhand eines Bildes dies zu beurteilen ist nicht sicher und wer weiss, was ist? Um sicher zu gehen, dass es sich „nur“ um eine alte dünne Katze handelte, die evtl. nicht mehr so gut zu Fuß ist, fuhr Franzi vor Ort.

Sie wurde von 2 Kindergarten-Erzieherinnen, die anlässlich Fasching ganz bunt verkleidet waren, erwartet. Sie führten Franzi zu der Fellnase, die im Warmen bereits mit Wasser und Deckchen auf dem Boden umsorgt wurde. Vorsichtig machte sich Franzi mit dem Senior-Samtpfötchen bekannt - das war ganz lieb und zutraulich. Nebenbei „SCANNTE“ Franzi die Katzendame. Diese hat alle vier Pfötchen belastet. Die Vorderen waren ein bisschen krumm aber das war sicher dem Alter zuzuschreiben. Die Fellnase war in Franzis Augen viiiel zu mager, doch könnte hier auch eine Schilddrüsenkrankheit dahinterstecken….

Behutsam strich Franzi mit dem Chiplesegerät über das dünne Körperchen und zum Glück ertönte ein Signalton! Dann hieß es noch Hoffen, dass die Katzendame bei TASSO registriert ist und alle haben ganz fest die Daumen gedrückt… Tatsächlich war sie registriert. Die Katze war 19 Jahre alt und wohnte in der Straße, so dass kein Handlungsbedarf bestand, zumal auch keine Vermisstenmeldung vorlag.

Die Katzenlady wurde wieder nach draußen gelassen - Franzi beobachtete nochmal ganz genau das Gangbild, doch für eine 19jährige Katzen-Oma lief die Samtpfote flüssig und sie schien sich in der Gegend auch auszukennen….. Nach einiger Zeit verließ Franzi den Einsatzort und hoffte, dass die Fellnase noch einige gute Jahre vor sich hat. Sie fuhr nach Hause, um sich weiter auf ihre Prüfungen vorzubereiten. Liebe Franzi tausend Dank, dass Du Deine Lernarbeit unterbrochen hast, um nach dem Rechten zu schauen und toi toi toi!




Donnerstag, 08.02.2024
Einsatzbericht Nr. 133🖤🌈🐾

Romeo wird auf Erden nicht mehr flirten….😿

Es war Donnerstag Nachmittag, um unser Notfalltelefon 24/7 besetzt zu haben, wechseln wir ehrenamtlichen Tier-Engel uns mit der Betreuung ab. Zu diesem Zeitpunkt wurde das Notfalltelefon von Teammitglied Nela via Rufumleitung betreut, die Hardware befand sich bei Teammitglied Franzi.

Sowohl telefonisch als auch via Whats App meldete sich die Polizei Marbach und informierte uns, dass am Ortsausgang Pleidelsheim an einer Bushaltestelle eine tote Fellnase liegt. Teammitglied Franzi lernt momentan für ihre Prüfungen, doch da der Meldeort nicht weit von ihr war, war sie schnell angezogen und fuhr los.

Auf dem Weg zum Meldeort hatte Franzi schon eine Befürchtung, denn die Beschreibung der Polizei, dass es sich um eine orange-weisse Fellnase handelt, passte auf eine Samtpfote, die ihr persönlich bekannt war…. Als sie parkte und vor dem leblosen Samtpfötchen stand, bestätigte sich leider ihre Befürchtung - es war der liebe„Romeo“…. Oft saß er oben auf dem Balkon bei Franzi und hat die ersten Sonnenstrahlen vom Tag genossen… Franzi und ihre Familie nannten den Kater so, weil er immer mit ihren Katzenladys Trixie und Sissi geflirtet hat. Er war ein richtiger Charmeur...Wenn er da war, wollten die Katzenmädchen nie ins Haus reinkommen, auch wenn man nach ihnen rief….💕

Mit einem dicken Kloß im Hals hob Franzi Romeo sanft auf - er war noch ganz warm… Behutsam strich sie ihm noch ein paar mal über sein Fell und wünschte ihm eine gute Reise. Da soviel Verkehr war, beschloß Franzi, Romeo mit nach Hause zu nehmen und dort in Ruhe nach einem Chip zu sichern. Es hielt auch noch eine Dame an, die war sehr besorgt. Sie sagte, sie kennt den Kater - er hat wohl bei ihr ab und zu mal gefressen. Romeo war ein junger Kater mit einem Riesenradius und überall bekannt wie ein „bunter Hund“… Er wird nicht nur Franzi und der Dame fehlen, sondern ganz vielen anderen Menschen auch - da ist sich Franzi sicher….

„Romeo“ hatte weder einen Chip noch ein Tattoo und kastriert war er auch nicht. Franzi wusste jedoch, dass er früher mal eine Wunde hatte, diese war gepflegt und rasiert, so dass sich Franzi sicher war, dass „Romeo“ ein Zuhause hatte. Teammitglied Nela erstellte zeitnah eine Fundmeldung und teilte diese in unseren Social-Media-Kanälen - leider bisher ohne Erfolg…

Falls sich kein Besitzer meldet, wird Romeo bei Franzis Familie im Garten seine letzte Ruhe finden neben Katzenmädchen, mit denen er früher auch schon geflirtet hat… Für Franzi und ihre Familie stellte dieser Einsatz eine große Herausforderung dar und sie sind sehr traurig über Romeos Ableben…Gleichzeitig sind sie dankbar, sich von ihm verabschieden zu können und ihn auf seiner letzten Reise begleiten zu dürfen….

Alle hoffen, dass sich Romeos Besitzer doch noch melden und diese sich ebenfalls von ihm  verabschieden möchten - sollte dies nicht geschehen, hat Romeo bei Franzis Familie sein letztes Plätzchen gefunden… Danke dafür an Franzi und ihre Familie!!!

Ruhe in Frieden kleiner Charmeur Romeo🖤🌈




Sonntag, 04.02.2024
Kurzbericht Nr. 116 🐿️🐿️🐿️

Kurz vor "Schichtende" ihrer ehrenamtlichen Betreuung des Notfalltelefons bekam Teammitglied Birgit am Nachmittag einen Anruf aus Ludwigsburg. Ein Eichhörnchenkobel ist beim Öffnen einer Markise abgestürzt. In ihm saßen 5 winzige Hörnchen-Babys. Sofort wurde die Eichhörnchenhilfe Stuttgart informiert, diese hat daraufhin den Melder kontaktiert.

Nach ausführlicher Besprechung und Beratung wurde zunächst eine Rückführung versucht - als diese leider nicht erfolgreich war, wurden die kleinen Nagerbabys vom Melder zu einer Pflegestelle der Eichhörnchenhilfe in Neckarweihingen gebracht. Mit diesen 5 Babys war nun auch für die Eichhörnchenhilfe Stuttgart der offizielle Saisonbeginn eingeleitet.

Wir drücken den Kleinen fest die Daumen fürs Wachsen.
Eichhörnchenbabys können schon sehr früh im Jahr auf die Welt kommen. Haltet also bitte immer die Augen offen - besonders an stürmischen Tagen/Nächten….

Vielen lieben Dank!




Samstag, 03.02.2024
Einsatzbericht Nr. 112🐾🥺🐈🐾

Am Samstag, gegen Mittag betreute Tier-Engel Andrea T. das Notfalltelefon. Ca. 12h ging über die Polizei Marbach bei uns eine Meldung auf dem Notfalltelefon ein, dass in Affalterbach eine angefahrene verletzte Katze sei, die sich verkrochen hatte. Dem Tier würde wohl ein Bein „etwas weghängen“.

Nachdem Teammitglied Gaby wusste, dass unser Teammitglied, welches näher an Affalterbach wohnt, verhindert war, meldete sie sich zum Einsatz und fuhr los. Vor Ort angekommen stellte Gaby fest, dass sich der getigerte Kater in einem Hinterhof in einem Anbau verkrochen hatte. Sie versuchte ihn mit Leckerlis vorzulocken, aber das Gegenteil war der Fall. Er flüchtete aus dem Anbau und humpelte um das Haus herum. Dabei sah Tier-Engel Gaby, dass sein Becken schief stand und er das linke Hinterbein hinter sich her zog. Sie musste den Kater unbedingt sichern - er hatte vermutlich heftige Schmerzen und benötigte dringend ärztliche Hilfe.

Gaby eilte am Zaun entlang, um den stattlichen Kater nicht aus den Augen zu verlieren. Da sah sie, wie er in ein offenes Kellerfenster verschwand. Gaby klingelte sofort an der Haustür und nahm an, dass der Kater zum selbigen Haus gehörte. Leider war niemand zuhause. Im Verlauf stellte sich heraus, dass die Bewohner im Urlaub waren. Gaby suchte verzweifelt in der Nachbarschaft nach jemanden, der ihr die Tür öffnen konnte. Und tatsächlich: sie hatte Glück: Eine Nachbarin war von den verreisten Hausbewohnern beauftragt, die dort lebenden Hasen zu versorgen und nachdem Gaby sich vorgestellt hatte und den Grund ihres Einsatzes mitteilte, war die Dame sofort hilfsbereit unterstützend dabei!

Die Frauen kletterten in den alten Gewölbekeller hinunter. Auf einer Kartoffelschütte in 1,5m Höhe saß der verletzte Kater und traute sich nicht mehr vor oder zurück. Mit Hilfe einer Leiter, bissfesten Handschuhen und einem Kescher gelang schließlich die Sicherung. Behutsam setzte Gaby die schwerverletzte Fellnase in die mitgebrachte Transportbox und fuhr unverzüglich in die Tierklinik Ludwigsburg.

Dort wurde sich umgehend umden wehrhaften Kater, der furchtbare Schmerzen haben musste, gekümmert. Leider blieb die Suche nach einem Chip ergebnislos. Teammitglied Nela erstellte in unseren Socialmedia-Kanälen eine Fundmeldung, die bisher ohne Hinweise auf die Besitzer blieb.

Wir hoffen, der Fellnasenbub kann wieder komplett genesen. Ebenso hoffen wir, das sich die Besitzer doch melden und der Prachtkerl sich nach der Entlassung aus der Tierklinik in seinem gewohntem häuslichen Umfeld - sofern vorhanden - erholen kann.
Gute Besserung und werde schnell gesund!!




Samstag, 03.02.2024
Einsatzbericht Nr. 111🖤🌈🐾

Es war Freitag und unser Teammitglied Estelle kam zurück vom Gassigehen. Sie war auf dem Rückweg am Feldrand oberhalb von Asperg hinter dem Gymnasium, wo sie eine Stunde vorher schon war.

Jetzt allerdings sah sie auf der Mitte der Strasse etwas weisses liegen - Estelle hatte einen traurigen Verdacht….. war dies etwa eine Fellnase???? Estelle lief mit ihrem Hund Polarbär hin. Auf der anderen Strassenseite begegnete ihr eine Frau, die ebenfalls mit ihrem Hund Gassi war. Auch sie schaute erschrocken auf das weisse Fellbündelchen mitten auf der Strasse.

Als Estelle das leblose Samtpfötchen von der Straße holen wollte, kam ihr ein Bus entgegen - aus Richtung Gymnasium - mit vielen Kindern besetzt, die neugierig auf die Strasse und Estelle blickten… Der Bus kam immer näher und Estelle schrie und gestikulierte heftigst, dass der Busfahrer doch bitte anhalten möge.

Estelle nahm das Samtpfötchen von der Straße und ging auf die andere Seite, wo die Dame, die ebenfalls mit ihrem Hund unterwegs war, fassungslos den Kopf schüttelte. Der Busfahrer wäre vermutlich mitten über die Fellnase drüber, wenn Estelle nicht so beherzt eingeschritten wäre.

Estelles Herz klopfte wie wild, sie war rechtzeitig da und konnte so Schlimmeres verhindern. In ihrem Rucksack hatte Estelle ihr Chiplesegerät und als sie dieses dann am Strassenrand behutsam über den kleinen Fellnasen-Engel strich, ertönte auch sofort der erhoffte Signalton. Unser Tier-Engel rief umgehend bei TASSO an. Diese wiederum verständigten die Besitzer. TASSO gab die Kontaktdaten weiter und so meldeten sich die Besitzer von Loki kurze Zeit später bei Estelle.

Die ganze Familie kam, um Loki aus Estelles Armen nach Hause zu holen… Estelle sah und hörte bereits von weitem, wie Lokis Frauchen herzzerreissend weinte - es ging Estelle durch und durch. So sehr, dass sie selber Tränen in den Augen hatte… Gleichzeitig war Lokis Familie und auch Estelle „glücklich“, dass Loki nach Hause kam. Estelle sprach der Familie ihr Beileid aus und erfuhr, dass eine zweite Samtpfote zuhause warten würde. Sie kann sich nun von Loki verabschieden, so wie die Familie Loki nun auf der letzten Reise von zuhause aus begleiten kann - DANKE ESTELLE für deinen mutigen Einsatz!!!

Wir hoffen, Loki hatte eine gute Reise über die Regenbogenbrücke und spielt nun mit den anderen Fellnasen-Engeln 🖤🌈 Deiner Familie wünschen wir ganz viel Kraft, um den tragischen Verlust zu bewältigen…






Mittwoch, 31.01.2024
Kurzbericht Nr. 104🐾🐈❣️🍀

10 Jahre verschwunden…. ein unglaubliches Happy End 🍀- Kater Uff kommt nach 10 Jahren wieder in seine alte neue Familie zurück🐾🐈❣️🍀

Am Mittwoch den 31.01.24 betreute unser Neu-Mitglied Edelgard das Notfalltelefon, als gegen 14 Uhr der Anruf aus Kirchheim/N. von einer verzweifelten Dame kam, die unsere Hilfe benötigte. Eine Streunerkatze, welche sie schon jahrelang versorgt, muss mittels Falle gesichert werden. Sie könne das allerdings nicht selbst bewältigen, sie ist gerade krank geschrieben und bittet uns deshalb auch, den Streuner nach Sicherung ins Tierheim zu fahren.

Die Dame erzählte, dass sie in 14 Tagen wegziehen muss und die Katze deshalb nicht weiter versorgt werden würde. 🥲Sie habe sich von ihrem Mann getrennt und er duldet die Fellnase nicht weiter auf dem Grundstück. Es gibt auch keine Nachbarn, die das übernehmen würden. In der Vergangenheit wurden in der Gegend 3 Katzen vergiftet und ein Nachbar ist Jäger. Sie mache sich nun schrecklich Sorgen um das Katerchen.

Traurig berichtete die Dame, dass sie bei sämtlichen Stellen wie Tierschutz, Katzenhilfe und Tierheimen angefragt hatte, doch niemand wollte den Streuner aufnehmen. Nur das Tierheim Heilbronn, an das sie schon seit 20 Jahren spendet, habe jetzt zugestimmt. Zusätzlich wurde sie für Hilfe beim Einfangen an unseren Verein verwiesen. Edelgard erklärte der Dame, dass das Tierheim Ludwigsburg unser Kooperationspartner ist, aber wir sicher eine Lösung finden.

Am Folgetag war Edelgard mit ihrem Mann in Bietigheim unterwegs, dabei brachte sie die Boxen zur Vereinszentrale zurück, in denen sie am Vortag 8 Katzenseelen ins Krematorium nach Fellbach gebracht hatte. Weil Edelgard schon mal da war, nahm sie dann auch gleich eine Falle mit, die sie der Dame nach Kirchheim/N. brachte. Vor Ort erzählte diese etwas mehr über die ganzen Umstände. Das Ausmaß der ganzen familiären Tragödie war auf der Baustelle rund ums Haus ersichtlich.

Der Streuner ist der Dame vor 10 Jahren mit einem verbrannten Schwanz zugelaufen und nie zahm geworden. Sie weiß auch nicht, ob es ein Bub oder ein Mädchen ist oder ob die Fellnase kastriert ist. Niemals war das Streunerchen dick oder hatte Nachwuchs. Die Dame zeigte Edelgard und ihrem Mann die Rückzugsplätze, die sie während der Pflege für das Samtpfötchen eingerichtet hatte. Vom Schlafplatz in der Garage, hinterm Haus, bis zu einem Katzenhaus für den Winter. Sie war sehr besorgt um die Fellnase, es fiel ihr alles sehr schwer, sie will nur das Beste und dass die Fellnase einen gesicherten Platz bekommt.

Edelgards Mann erklärte der Dame dann die Handhabung der Falle.  Da es schon Abend war, entschied man sich die Falle erst am Folgetag zu aktivieren. Edelgard hatte jedoch gleich das Gefühl, dass die Dame das vermutlich nicht alleine vollbringen kann. So war es auch und so rief die Frau am Freitag früh nochmals auf dem Nottelefon an. Eine tierliebe Dame aus Kirchheim, die sich sehr im Tierschutz engagiert und uns immer mal wieder unterstützt, hat den Einsatz vor Ort übernommen und die Falle für diesen Tag scharf gestellt. Gegen Abend rief die Melderin bei Edelgard an. Sie meldete, die Katze war in der Falle, hat gefressen, doch leider wurde die Falle nicht ausgelöst. Also ging der Sicherungsversuch am Samstag in die vierte Runde.

Dann endlich, am Samstag um 14.45 Uhr rief die Dame überglücklich wieder bei Edelgard an, die Katze sei gesichert. Sofort stieg Edelgard selbst ins Auto und fuhr nach Kirchheim, den Streuner abzuholen. Ihr wurde sogleich bei Ankunft eine Spende für uns Tier-Engel überreicht und gemeinsam luden die Frauen die Fellnase ins Fahrzeug. Schweren Herzens sagte die Dame „ihrer“ Fellnase Lebewohl und Edelgard machte sich auf den Weg ins Tierheim Ludwigsburg. Dort war im Vorfeld geklärt worden, dass die Fellnase dort ein neue Bleibe bekommt.

Nachdem Edelgard die Katze im Tierheim in liebe Hände abgegeben hatte, schrieb sie der Dame mit einem Foto, dass ihr Liebling während der Fahrt sehr ruhig war und ohne Probleme in die gerichtete Box im Tierheim untergebracht wurde. Sie bedankte sich bei allen, die bei der Lösung für die Fellnase involviert waren.

Wir bedanken uns an dieser Stelle nochmals herzlich für die großzügige Spende, die die Dame an das Tierheim überwiesen hatte, so dass die Unterbringung sowie die ärztliche Versorgung bezahlt war. 🙏 Das Schicksal - sowohl der Dame als auch der Fellnase - hat Edelgard während der folgenden Tage gedanklich sehr beschäftigt. Es ist leider nicht selbstverständlich, dass sich Menschen um Tiere kümmern, nicht wegsehen und auch noch Sorge tragen, wenn sie selbst nicht mehr in der Lage sind. Edelgard war froh, dass sie für den positiven Abschluss aktiv beitragen konnte.

Doch dies war nur ein Zwischen-Happy End… das„richtige“ Happy End kam ein paar Tage später….

Im Tierheim stellte man fest, dass die Fellnase - ein Katzenbub namens UFF- 2012 von einer Dame adoptiert wurde. Diese wohnte damals in Markgröningen. Leider waren die Adressangaben nicht mehr aktuell und so bat man uns, einen Aufruf in unseren Social-Media-Kanälen zu posten in der Hoffnung, dass irgendjemand die Dame kennt oder diese gar selber den Aufruf und ihren UFF erkennt. Am Sonntag, dem 11.02. um 10 Uhr erschien unser Aufruf, der dann auch ca. 330 mal geteilt wurde….

Und dann ging tatsächlich alles rasend schnell! Am Montag, dem 12.02.2024 erfuhren wir gegen 18 Uhr vom Tierheim Ludwigsburg, dass Frau Trumpp sich dort gemeldet und ihren Uff bereits nach Hause geholt hatte.

Wir wünschen Uff von ganzem Herzen ♥️ ein gutes Ankommen in seiner alten neuen Familie und würden uns freuen, wenn sich Frau Trumpp einmal bei uns meldet. Bestimmt würde sich auch die Dame, die ihn 10 Jahre lang versorgt hat, freuen etwas von „ihrem“ Streuner zu hören….🙏🥰💚




Sonntag, 21.01.2024
Einsatzbericht Nr. 75 🐕 🐕 🐕

Es war Sonntag, als der Anruf der Polizei gegen 18 Uhr auf unserem Notfalltelefon einging. Teammitglied Leonie - noch ganz neu bei uns - nahm den Anruf entgegen. Ein freilaufender Golden Retriever sei vom Tankstellenbesitzer in Markgröningen auf der Fahrbahn gesichtet und auch gleich gesichert worden. Der Hund höre auf Kommandos und darf in der Tankstelle bleiben, bis jemand von uns kommen kann. An dieser Stelle nochmals ein riesiges Dankeschön an den Herrn für seine Umsichtigkeit und liebevolle Betreuung des Vierbeiners bis zum Eintreffen unseres Teammitgliedes.
Tier-Engel Estelle wollte mit ihrer Fellnase gerade Gassi gehen, als sie die Meldung las - kurzerhand änderte sie ihren Plan und fuhr direkt nach Markgröningen.

Estelle fand eine superliebe Fellnase vor, die für angebotene Leckerlis nahezu alles machte 😊 Sie begrüßte den Hundebub und strich gleichzeitig mit dem Chiplesegerät unauffällig am Hals entlang. Sofort ertönte das Signal - ein Chip! Teammitglied Caro schaute online bei TASSO - und wir erfuhren, dass der Hundebub MAILO hieß - während Estelle telefonisch mit TASSO Kontakt aufnahm. Dort wollte man den Besitzern Bescheid geben.

Leider meldete sich niemand. Estelle stellte fest, dass Mailo unkastriert war und vermutete scherzhaft, dass er nach „Mädels“ gesucht hat…. Sie fuhr mit Mailo zur Adresse, die sie von TASSO bekommen hatte. Dort musste Estelle feststellen, dass der bei TASSO angegebene Besitzer nicht mehr der Besitzer ist. Die Familie hatte sich getrennt und der Hund wohnte bei den Kindern und der früheren Ehefrau.

Leider hatte niemand eine neue Adresse. Die Nachbarn vom ehemaligen Besitzer waren total hilfsbereit und haben versucht, Estelle zu helfen. In dem Augenblick, wo sie mit Mailo wieder gehen wollte, fuhr ein graues Auto ans Haus. Die Frau schaute Estelle und die Nachbarin an und fragte, ob sie hier wohnen würden. Die Nachbarin erkannte den Sohn des früheren Besitzers und die Autoinsassen wurden gefragt, ob sie ihren Hund suchen - die Antowrt war ein klares JA und schon sprangen die beiden aus dem Auto…. überglücklich, ihren Mailo wohlbehalten wieder in die Arme schließen zu können…. Estelle ließ Mailo raus und er wurde mit vielen Streicheleinheiten und Bussis verwöhnt.

Allerdings konnte Mailo nicht mit ins Auto - dieses war als 2-Sitzer ohne Rückbank zu klein und so lud Tier-Engel Estelle den Hundebub wieder in ihr Auto und fuhr der Familie is zu ihrem Zuhause hinterher, um Mailo dann auch bis zur Haustür zu begleiten.

HAPPY END für Zwei- und Vierbeiner !!!




Sonntag, 21.01.2024
Einsatzbericht Nr. 73🕊🕊🕊

Teammitglied Franziska hat die Hardware vom Notfalltelefon in Obhut und bekam am Sonntag gegen 14 Uhr eine WhatsApp:
Eine Dame meldete einen verletzten Vogel in ihrem Garten und weiß nicht, was sie machen soll. Sie denkt, eine Katze hat den Vogel angegriffen und dieser würde bluten. Franziska fragte die Dame, ob sie den Vogel selber sichern könne, ein Handtuchnest machen und das Tier in einen Karton setzen und dann ins Tierheim bringen?????

Die Dame meinte, sie traue es sich nicht zu. Da Franziska selber gerade auf dem Sprung war, rief sie ihre Verabredung an und fragte, ob sie sich eine halbe Stunde später treffen könnten… Dies war kein Problem und ab ging es für Franzi nach Benningen.

Es war nicht schwer, das verletzte Täubchen zu sichern. Franzi schaute das kleine Täubchen genau an - wie schwer waren die Verletzungen? Kann man dem Täubchen helfen oder musste man es erlösen? Die Flügel waren in Ordnung, am Körper war keine Wunde, aber am Köpfchen war eine Wunde und ein Auge war kaputt…Atmen tat das Tierchen normal…. Franzi klärte mit Tierheimleiterin Ursel Gericke ab, dass sie mit dem Täubchen vorbeikommen würde und ab ging es nach Ludwigsburg.

Dort kümmerte sich Tierheimleiterin Ursel Gericke perönlich und schaute das kleine Täubchen fachmännisch an. Sie vermutet aufgrund der Verletzungen einen Raubvogelangriff - und das Täubchen war schrecklich mager - der Kropf komplett leer und das Brustbein war zu fühlen… Vermutlich deshalb war die Kleine geschwächt und konnte so dem Angriff nciht entkommen.
Nun wird das Täubchen im Tierheim gut versorgt und wir drücken die Daumen, damit es sich rasch erholt.
Danke Franzi für den Einsatz und Danke wieder einmal an das Tierheim Ludwigsburg für die rasche Hilfe - besonders am Sonntag!




Samstag, 13.01.2024
Einsatzbericht Nr. 47 🐕 🐕 🐕 

Es war Samstag gegen 15h, als Teammitglied Edelgard, die das Notfalltelefon betreute, eine aufgeregte Dame in der Leitung hatte. Diese meldete einen kleinen Jack-Russel-Terrier, der seit mehr als 2 Stunden am hinteren Eingang des Kauflandes in Ludwigsburg angebunden sei und fürchterlich zittern würde…

Keine 10 Minuten später machte sich Teammitglied Estelle aus Asperg auf den Weg. Vor Ort angekommen fand sie den Hund schlafend vor - er lag auf einer Decke und ein paar Handtüchern - dies hatten besorgte Passanten veranlasst. Der kleine Hund war sehr agressiv - vermutlich verteidigte er seinen Platz mit den Decken - hatte er Angst, dass ihm diese jemand wegnimmt und er wieder auf dem eiskalten Boden sitzen müsste???

Estelle versuchte mit Futter und Leckerlis und beruhigenden Worten, eine Verbindung herzustellen - beobachtet von vielen neugierigen Menschen um sie herum…. Vorsichtig nahm die Fellnase zunächst die Leckerlis an, danach das Futter - Jeder konnte sehen, wie hungrig der Hund war…. Nunja, 2 Stunden in der Kälte kostet wahnsinnig Energie - trotz der versöhnlichen Futtergabe war der Hundejunge weiterhin misstrauisch und schnappte nach Estelle.

Estelle überlegte, wie sie den kleinen Kerl sichern konnte - Handtuch drüberwerfen? Keschern? Sie entschied sich für Letzteres. Bevor sie zum Auto lief, legte sie noch Fleisch-Leckerlis vor die Hundeschnauze - somit war der kleine Mann beschäftigt. Aus dem Auto holte Estelle ihre große Transportbox und den Kescher und lief zurück.

Sie stellte die Box vorsichtig vor dem Hund ab - er hatte keine Angst, lief jedoch auch nicht freudestrahlend hinein - nunja, etwas anderes wäre ja auch fast ein kleines Wunder gewesen….. Insofern lenkte Estelle den Terrier nochmals mit Futter ab und nutzte die Gelegenheit, um die Fellnase zu keschern. Die fand das nicht so lustig und Estelle sicherte den Wirbelwind mit ganzem Körpereinsatz. Bewegungsunfähig und plötzlich warmer Körperkontakt legten bei der Fellnase offenbar „einen Schalter um“.

Estelle löste einhändig die noch angebundene Leine vom Pfosten, während ihre andere Hand weiterhin das Mäulchen zuhielt, um weiteren Schnappattacken zu entgehen. Nach einem Handtausch konnte sie dann auch den Kescher entfernen und ein Mann, der alles beobachtet hatte, half Estelle, indem er ihr die Box näherbrachte und aufhielt, so dass Estelle den vierbeinigen Zwerg in die Box schieben konnte.

Ab dem Moment, wo die Fellnase in der Box war, war die Agressivität wie weggeblasen! Offenbar hatte er nun verstanden, dass man ihm nichts Böses wollte. Estelle sammelte ihr restliches Equipment ein und die Menschen um sie herum waren erleichtert, dass die Fellnase nun nicht mehr frieren muss und sich gekümmert wurde. Estelle berichtete, es war heftig zu sehen, in welch Gefühlschaos die kleine Hundeseele sich befand - von Angst über Agressivität bis zu erbärmlichen Zittern bis zu den Zähnen war alles dabei…..

Estelle brachte den Kleinen ins Tierheim. Dort war der Zwerg ganz friedlich und lief ohne Probleme in den für ihn vorbereiteten Zwinger. Die Fellnase war auch gechipt, doch leider nicht registriert.

Um 20.15h bekamen wir ein Update - der Besitzer hat sich gemeldet. Die Besitzerin berichtete, dass ihr Sohn unter Narkolepsie leidet, im Kaufland eine Attacke hatte und vergass, dass er den Hund dabei hatte. Als er nach Hause gekommen sei, hatte sie sofort nach der Fellnase gefragt und die Familie fuhr dann auch vor Ort und begann die Suche, die dann bei uns bzw. im Tierheim endete….. Am Folgetag wurde die bereits 14jährige Fellnase nach Hause geholt. Die Familie versicherte, dies komme so nicht mehr vor und war überglücklich, den Kleinen wieder bei sich zu haben.

Wir wünschen der Familie für die Zukunft alles Liebe und keinerlei solche Abenteuer mehr ;-)




Samstag, 13.01.2024
Doppel-Einsatzbericht Nr. 44+45 🕊🕊🕊

Am Samstag war unser 2. Vorstand Caro in ihrer morgendlichen Routine mit ihren Fellnasen: Füttern, Medikamente geben, Toilette säubern, Schmusen…. was als gutes Personal eben so ansteht.

Teammitglied Birgit betreute zu diesem Zeitpunkt das Notfalltelefon und bekam eine flugunfähige Taube in Bietigheim-Untermberg gemeldet. Untermberg ist in der Nähe von unserer Caro. Diese hatte zwar einen Anschlusstermin, fuhr jedoch trotzdem im Turbomodus zu dem bereits in einem Karton gesicherten Tier, da die Melder nicht mehr vor Ort bleiben konnten. Caro fand eine Türkentaube vor, die sie umgehend ins Tierheim Ludwigsburg zur weiteren Versorgung fuhr.

Als sie wieder wegfahren wollte, bemerkte sie den Taubenschwarm, der eben Futter erhalten hatte. Dabei fiel ihr eine Taube auf, die sehr verhalten mit geschlossenen Äuglein etwas abseits saß und sich nicht am allgemeinem Körnerpicken beteiligte. Caro lief auf das Täubchen zu, denn dieses saß fast in der Auffahrt und Caro wollte sie nicht überfahren - doch die Kleine bewegte sich kaum und so wollte Caro sie mit der bloßen Hand sichern. Fast hätte es geklappt - aber nur fast….

Kurz vor dem Zugriff tippelte das Täubchen die Abfahrt runter und setzte sich am Zaun wieder nieder. Aufgeplustert und mit geschlossenen Äuglein…. Diesmal nahm Caro den Kescher und sicherte das gesundheitlich angeschlagene und sehr magere Tier, um es dann bei den erstaunten Tierheim-Mitarbeitern abzugeben.

Vielen Dank liebe Caro und den beiden Täubchen rasche Genesung!




Samstag, 06.01.2024
Nr. 20🖤🌈🐾

Am Feiertags-Samstag-Nachmittag erreichte unser Notfalltelefon gegen 17 Uhr die Meldung über ein verunfalltes Tier zwischen Heimsheim und Hausen auf der L1179. Was genau es war, konnte der Melder uns nicht mitteilen. Einen ungefähren Standort bekamen wir zugesandt.

Teammitglied Benni übernahm den Einsatz, packte noch schnell seine Ausrüstung für Nachteinsätze zusammen und machte sich auf den Weg. Auf der Karte sah Benni, dass es sich um eine Landstraße mit ein paar Kurven handelte. Eines war ihm sofort klar. Er musste in der Dunkelheit besonders auf seine eigene Sicherheit achten. Es ist echt gefährlich auf stark befahrenen Straßen Einsätze zu haben, egal ob Tag oder Nachts.

Nach einigen Minuten, die Benni die Gegend absuchte, entdeckte er das verunfallte Tier. Kein Marder, kein Hase, kein Fuchs - es war ein Samtpfötchen-Mädchen.😭

Vorsichtig hob unser Teammitglied die Kleine hoch und ging mit ihr weg von der Landstraße. Benni schaute sich die Fellnase nun genauer an und ihm fiel ihr besonderes Aussehen und die Tätowierungen in den Ohren auf. Anschließend schaute er noch nach einem Chip. Doch das Chiplesegerät gab nicht einen Ton von sich.

Mit den Tätowierungen rief Benni nun bei TASSO an. Die nette Frau konnte jedoch nur die Tierärztin nennen, der die Katze tätowiert hatte. Das es Samstag Abend war und die Tierärztin erst ab Montag erreichbar, nahm Benni die Katze mit zu sich heim. Teammitglied Nela erstellte in den Social-Media-Kanälen eine Fundmeldung in der Hoffnung, die Besitzer ließen sich darüber finden oder zumindest Hinweise auf das Zuhause des Fellnasenmädchens… Leider vergeblich….

Am Montag erreichte Teammitglied Benni schließlich die Tierärztin und erfuhr, dass die Katze von der Katzenhilfe kommt. So kontaktierte er die Katzenhilfe Stuttgart auf der Suche nach weiteren Hinweisen. Einige Tage später bekamen wir die Info, dass die Fellnase zu einer Futterstelle gehörte. Benni überbrachte den Betreuern der Futterstelle die traurige Nachricht. Und erfuhr, dass es Katzendame Murzel war - sie wurde 12 Jahre alt.

Ruhe in Frieden Murzel🖤🌈




Freitag, 05.01.2024
Nr. 18 🐾🥺🐾

Unsere „Katzenkind-Lelo-Bedienstete“ Vera betreute an diesem Freitagabend das Notfall-Telefon, als sie um kurz vor 19:30 der Anruf erreichte, das in der Ludwigsburger Oststadt eine verunfallte / verletzte Katze zwischen parkenden Autos in einer Blutlache liegen würde.

Unsere Team-Mitglieder Estelle, sowie auch Mely & Karsten hatten sich unverzüglich für diesen Einsatz in unserem Notfallchat gemeldet und sind auch fast zeitgleich am Einsatzort eingetroffen.

Die Katze lebte und hatte sich schon mehrfach erbrochen sowie auch den Darm entleert. Estelle sicherte die sichtlich geschockte Katze mit einem Handtuch und gemeinsam mit Mely wurde die Fellnase behutsam in eine Box gelegt. Schnell bedankte Estelle sich bei den Meldern und rief ihnen noch zu, das die Katze von uns sofort in die Tierklink gebracht werden würde.

Mely schwang sich mit der Katze auf den Beifahrersitz bei Estelle und behielt das Samtpfötchen auf Ihrem Schoß unter ständiger Beobachtung im Blick. Die Heizung gegen eine mögliche Unterkühlung weit aufgedreht, ging es sofort los. Teammitglied Karsten folgte den beiden. Zum Glück war es nicht allzuweit und an der Klinik angekommen, hielt Karsten schon die Türe auf, damit Estelle und Mely mit den Rufen "Unfallkatze" gleich zum Tresen durcheilen konnten. Dort wurde die Katzenbox sofort von einem Tierarzt entgegengenommen und die Katze umgehend erstversorgt.

Derweil berichteten unsere drei Tier-Engel der netten und geduldigen Dame von der Tierklinik Ludwigsburg alles, was sie über die Fellnase und den Einsatz wussten. Estelle füllte noch den Fragebogen zum Fund-/Unfalltier aus. Kurz darauf bat der Tierarzt alle drei Tier-Engel in ein Besprechungszimmer und informierte dann über die offensichtlichsten Verletzungen:
Verletzungen am Maul / Kiefer gebrochen, rechtes Auge nicht mehr ganz in der „Fassung“, Gehirnerschütterung, Hüfte hat wohl auch was abgekriegt.

Das Katzenmädchen ist gechipt, die Tierklink hatte sofort bei Tasso angerufen, aber sie ist dort nicht registriert. Auch eine Überprüfung durch unseren 1. Vorstand Marion bei Findefix ergab leider keinen Treffer. Teammitglied Nela erstellte in unseren Socialmedia-Kanälen eine Fundmeldung, die bisher ohne Hinweise auf die Besitzer blieb.

Wir hoffen, die hübsche „Black Lady“ hat keine weiteren schweren Verletzungen und kann wieder komplett genesen. Ebenso hoffen wir, das sich die Besitzer doch melden und die Schönheit sich nach ihrer Entlassung aus der Tierklinik in ihrem gewohntem häuslichen Umfeld erholen kann.





Dienstag, 02.01.2024
Nr. 9 🦅🌈🦅🖤🦅

Ein Bericht über den Einsatz unserer Teammitglieder Sandra und Benni

Am Dienstag Nachmittag war Teammitglied Benni gerade in einem Fahrradladen, als er um 16:45h folgende Meldung im Notfallchat las: „Greifvogel hängt im Gebüsch fest. In Kallenberg auf dem Parkplatz eines Lebensmittelladens“
Benni gab sofort Rückmeldung, dass er den Einsatz übernimmt. Der Einsatzort befand sich nur wenige 100 Meter von ihm entfernt. Während Benni auf dem Weg war, rief er unser Teammitglied Sandra an und fragte ob sie ihn vor Ort unterstützen könne. Sandra sagte sofort zu und machte sich ebenfalls auf den Weg.

Auf dem Parkplatz erwartete Benni ein sehr netter Mann. Er zeigte ihm dem Greifvogel und schilderte die Situation. Der Greifvogel stellte sich aus Mäusebussard-Weibchen raus. Die Arme hatte einen Ast durch den Flügel durchstecken, eine Pfählungsverletzung. Nicht gut….

Benni rief umgehend die Leitung vom Tierheim Ludwigsburg an. Ursel Gericke ist Greifvogel-Spezialistin und nach ausführlicher Besprechung und Auswertung von Bildmaterial wurde entschieden, dass die Mäusebussard-Dame aufgrund der sehr schweren Verletzungen am Flügel über die Regenbogenbrücke fliegen durfte - die beste Lösung für das Wildtier…

Die Entscheidung fiel niemandem leicht, aber manchmal ist Tierschutz und Hilfe auch, das Leiden der Tiere zu beenden. Dann traf auch schon Teammitglied Sandra ein. Gemeinsam überlegten unsere Tier-Engel, wie sie die Bussardlady jetzt schonend befreien können. Das Gebüsch war sehr dicht - doch der hilfsbereite Melder kam schon mit einer Astschere an. An dieser Stelle nochmals ein großes Dankeschön an den aufmerksamen und tierlieben Mann!

Teammitglied Sandra fixierte den Bussard, so dass Benni die Äste wegschneiden konnte. Dieser rief dann bei einer Tierärztin in der Nähe an und schilderte die Situation. Kurz darauf machten sich die beiden Tier-Engel auf den Weg und brachten den Greifvogel direkt zur Tierärztin. Welche unerträglichen Schmerzen hatte wohl das TIer? Was war passiert, dass es in diese schreckliche Lage gekommen ist??????

Vor Ort angekommen untersuchte die Tierärztin den verletzten Bussard und bestätigte die „Ferndiagnose“ von TIerheimleiterin Ursel Gericke: Es gab leider nur eine Hilfe für das Tier….. Und so schickte die Ärztin die Mäusebussard-Dame auf die letzte Reise. Fly free. 🖤🌈

Jetzt hast du keine Schmerzen mehr und musst nicht mehr leiden….




Montag, 01.01.2024
Nr. 2 🐈🐾🐈🐾🐈


Casanovas Happy End nach 3 Monaten

Ein Einsatzbericht von Teammitglied Benni
Am Neujahrestag erreichte uns gegen 17:50 die Meldung, dass sich in Münchingen eine Katze seit 2 Tagen in einer Wohnung befinde - die Herausforderung: In der Wohnung wurde umgebaut und in dieser Baustelle sei die Fellnase…
Ich war noch etwas verschlafen von der Silvesternacht und las die Meldung im Notfallchat. Trotz meiner Müdigkeit musste ich nicht lange überlegen und machte mich umgehend auf den Weg nach Münchingen. Vor Ort wurde ich von einer sehr netten Familie empfangen. Ich bekam genauere Infos zu der Katze: Diese sei seit 2 Tagen in der Wohnung und findet nicht mehr selber raus. Zudem sei die Katze sehr ängstlich.

Im obersten Stockwerk angekommen, schaute ich mich um - ich befand mich in einer kleinen Wohnung, die gerade umgebaut wird und noch unbewohnt war. Doch die Fellnase habe ich nicht gesehen. Ich fragte die Melder, wo denn die Katze sei. Der Melder lief in das Bad und zeigte in ein Loch in der Wand und sagte: „Da rennt sie immer rein, sobald jemand die Wohnung betritt.“

Ich dachte mir schon, dass dies nicht einfach werden würde. Anschließend machte ich mir Gedanken, wie ich der süßen Fellnase helfen kann. Ich organisierte eine Lebendfalle und stellte der scheuen Samtpfote noch Futter und Wasser in die Wohnung. Ab jetzt war Warten und Geduld angesagt. So verbrachte ich jetzt einige Tage damit, die Lebendfalle zu beaufsichtigen und mit Futter zu bestücken - dies täglich über mehrere Stunden, in denen ich mich ganzstill verhielt.

Einige Tage später war ich bereits total erkältet, da es jeden Tag Minusgrade hatte, die Wohnung unbeheizt war und ich der Katze aber unbedingt helfen wollte. Am Freitag den 12.01.24 ging ich um 20:45h nochmal in die Wohnung. Sofort bemerkte ich, dass die Falle ausgelöst hatte und machte meine Taschenlampe an, denn in der Wohnung war aufgrund der Umbaumaßnahmen noch kein Licht und hörte klar und deutlich ein: !Miau!

Ich konnte meinen Augen kaum trauen, nach 10 Tagen und unzähligen Stunden Warte- und Kontrollzeit war die Samtpfote endlich gesichert. Ich gab sofort Rückmeldung im Notfallchat und kontaktierte einen Mann, der seinen Kater schon mehrere Monate vermisste. Zufällig hatte ich eine Suchmeldung gesehen und bei mir abgespeichert. Der Mann wohnte in unmittelbarer Nähe und es passte irgendwie alles…..

Der Mann kam sofort vorbei und der Katzenjunge reagierte umgehend auf ihn, er schmeichelte seinen Kopf an die Männerhand und schnurrte ihn laut hörbar an. Ich war zu Tränen gerührt…

Kater Casanova wurde bereits seit dem 30.09.23 vermisst und ist nun endlich wieder Zuhause. Die Erleichterung, dass es ihm soweit gut ging, war bei allen war groß. So ließ ich es mir nicht nehmen, Casanova mit seinem über über überglücklichen Besitzer nach Hause zu begleiten. Am späten Abend schrieb mir dieser mir noch, das Casanova neben ihm kuschelt, als wäre er nicht 3 Monate sondern 3 Stunden weggewesen. So sieht Wiedersehensfreude aus.
Mein herzliches Dankeschön geht an die netten Melder für die super Zusammenarbeit. Ich wünsche Casanova und seinem Besitzer alles Gute für die Zukunft!